Ausgabe 
(21.6.1938) Nr. 168
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Meiner ZeitM

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen

Anzeigen - Grundpreise?

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsblatt -es Neichsstattstalters in Oldenburg und Meinen

Nr. 16S / 6. Jahrgang

Dienstag. 21. Juni 1SZS

Linzeipreis 15 Npf.

Neuer krfolg -er deutschen tuftfalzrt

Internationaler Streckenrekard sür Hubschrauber erheblich verbessert

Berlin, 21. Juni.

Wiederum hat die deutsche Luftfahrt eine neue hervorragende Flugleistung zu ver­zeichnen. Der von Pros. Focke geschaffene Hubschrauber, der im Sommer v. Js. sämtliche internationalen Rekorde dieser Klasse in deutschen Besitz brachte, stellte mit 230 Kilometer einen neuen internationalen Streckenrekord auf.

Flugzeug zurückzulegen, der gesamten Luftfahrt ein bahnbrechendes Neuland erschlossen.

Die am Sonntag erzielte Streckenleistung von 230 Kilometer wurde durch den Aeroklub von Deutsch­land der FAJ. zur offiziellen Anerkennung als inter­nationaler Rekord gemeldet.

Sonntag nachmittag landete der Hubschrauber, der unter der Führung des Chefpiloten von Focke-Achgelis L Co., Dipl.-Jng. Vode, in der Nähe von Bre­men gestartet war, auf dem Sportslughafen Rangs­dorf bei Berlin. Er hat damit den bisherigen auf 18 Kilometer stehenden Rekord weit überboten.

Bei dieser mit 160 PS.-Bramo-Mvtoren ausgerüsteten Maschine handelt es sich um den gleichen Hubfchrauber, mit dem im Herbst v. I. Flugkapitän Hanna Reitsch mit 108 Kilometer den internationalen Frauenrekord für Hubschrauber aufstellte, der als solcher auch jetzt noch bestehen bleibt.

Die beiden Rekordflüge verdienen insofern besondere Anerkennung, als sie die ersten großen lleberlandflüge eines Hubschraubers überhaupt darstellen. Die im Aus- land bisher erzielte Streckenhöchstleistung beträgt 1078 Meter.

Einen nicht unwesentlichen Beitrag zu diesen Er­folgen haben die brandenburgischen Motorenwerke ge­leistet, in deren Werkstätten Motor und Hubschrauber- getriebe entstanden. Deutscher Forschungsgeist hat in diesem Flugzeug, das nicht nur senkrecht starten, senk­recht landen und in der Luft stillstehen kann, sondern auch imstande ist, große Strecken wie jedes andere

Fu-en nicht mehr zum vörsenbesuch zugelassen

Berlin, 21. Juni

Der Reichswirtschastsminister hat mit Erlag vom 20. Juni 1838 die Abänderung der Börsenordnung samt: licher deutschen Börsen und amtlichen Eroßmärkte dahin gehend veranlaßt, daß Juden nicht mehr zum Börsen besuch zugelassen werden. Damit entfallen zugleich die bisherigen Zulassungen von Jude».

Um den fortschreitenden Arisierungsprozeß bei den zum Börsenhandel zugelassenen Firmen nicht zu stören, ist bis auf weiteres die Möglichkeit gegeben, daß sich die jüdischen Firmen durch nichtjüdische Prokuristen oder Bevollmächtigte an den Börsen und Erotzmärkten vertreten lassen.

Prag bestätigt Soldateska-Terror

Vas krgebnis der tschechischen Untersuchung über die unerhörten Vorgünge in freiwaldau eigenartige Vegriffe von militärischer Disziplin

Freiwaldau, 21. Juni.

In der endlosen Reihe der Verfolgungen und Miß­handlungen Sudetendeutscher durch die tschechische Sol­dateska wurde kürzlich über einen brutplen Terrorakt in Freiwaldau berichtet. Tschechische Soldaten fielen über einen Sudetendeutschen her und verletzten ihn, als er zwei Jugendlichen zu Hilfe eilen wollte, die von den Soldaten bedroht wurden. Außerdem kam es zu mil­den Ausschreitungen betrunkener Soldaten in verschie­denen Gaststätten.

Die Empörung unter der Bevölkerung zwang die amtlichen tschechischen Stellen, ein« Untersuchung über diese unerhörten Vorfälle einzuleiten, über deren Er­gebnis jetzt eine Meldung veröffentlicht wird, die ein grelles Licht auf die eigenartige Disziplin tschechischer Soldaten wirft. Es wird in dem amtlichen tschechischen Bericht zugegeben, daß ein tschechischer Soldat sich auf einen 15jährigen Lehrling stürzte, als dieser mit erhobe­nem Arm einen Gruß austauschte. Wie es in dem Be­richt weiter heißt,schüttelte" der Soldat den Jungen. Als ihm ein in der Nähe stcheuder Arbeiter Vorhal­tungen machte, wurde er von einem anderen Soldaten ins Gesicht geschlagen.

Dieses Eingeständnis tschechischer Stellen spricht für sich. Tschechisches Militär maßt sich Drang! wlrerungen der sudetendeutschen Bevölkerung an. Einmal ist es die Faust, das anderemal das Bajonett, die die Sudeten- deutschen durch die Soldateska zu spüren bekommen. Wenn Prag auch in einigen Fällen nachträglich eine Bestrafung der betreffenden Soldaten ankündigt so lassen diese Gewaltakte tschechischer Militärpersonen doch einen bezeichnenden Schluß auf dre Disziplin des tsche­chischen Militärs zu.

NeichsDeutsche ln kger verkästet

Neue llebergriffe der tschechische« Behörden (üüxsusr vrabtbsriedt äsrSrsmsr Leitung")

Prag, 21. Juni

Einen unerhörten neuen Uebergriff haben sich die tschechischen Behörden zuschulden kommen lasten. Eine Reichsdeutsche, Frau Anna Teschner aus Planen ist am Montag in Luditz bei Eger ohne Angab« eines Grundes festgenommen Md dem Kreisgencht in Eger zugefilhrt worden. .

Frau Teschner war am Freitag früh zum Begräbnis ihres am Mittwoch verstorbenen 80jähr,gen Vaters »ach Luditz Lei Eger gefahren. Die Beisetzung fand dort am Sonnabend statt. Die empörende Art und Weise der Tschechen, die Frau ohne Angabe von Grün­den zu verhaften und ihren Kindern rn Plauen nicht einmal Nachricht zukommen zu lassen, wenig den tschechischen Dienststellen ,m Reichsgebiet an einer wirklichen Entspannung lieg».

Slowaken fordern hodzas Nücktritt

Prag, 21. Juni.

ImSlowak", dem Hauptblatt der Slowakischen Volkspartei, nimmt der Abgeordnete Sidow in scharfer Weise gegen die neuesten tschechischen Unterdruckungs-

maßnahmen in der Slowakei und gegen die Verschlep­pungstaktik Prags Stellung. Weder das Verbot der Slovenska Prawda" noch Drohungen mit Kerker, noch Ilnterschriftsaktionen, so schreibt er, werden die Ver­hältnisse in der Slowakei konsolidieren. Dieses alles seien negative Dinge, von der Regierung erwarte man dagegen Positives, was allein die Slowaken und die Slowakei zufriedenstellen könnte. Zu positiven Hand­lungen sei die heutige tschechische Regierung jedoch nicht fähig.Warum strengt man sich also an", fragt das Blatt", warum sieht das die Präger Regierung nicht ein und warum tritt sie nicht zurück? Ist die Republik für die Regierung oder die Regierung für die Republik da? Wann man sich dessen in Prag bewußt werden wird, können wir nicht sagen. Es bleibt also bei dem, was wir von Anfang an gesagt haben: nicht nach links, nicht nach rechts, sondern immer vorwärts und niemals zurück. So hat es uns Ludwig Stur befohlen und Hlinka aus Herz gelegt. Der Weg zurück ist unmöglich, vor­wärts müssen wir."

Auf Grund des Verbotes derSlovenska Prawda" fand gestern eine Sitzung des Vorstandes der slowaki­schen Volkspartei statt. In der Sitzung wurde «ine Ent­schließung gefaßt, in der auf das schärfste gegen die Einstellung derSlovenska Prawda", die den politi­schen Willen und den Kampfgeist des slowakischen Vol­kes stärkte, und deshalb den Regierungskreisen ein Dorn im Auge war, Protest erhoben wird.

Deutsche Jugendfürsorge in Völzmen

Prag, 21. Juni.

In Eger fand am Sonntag unter außerordentlich starker Beteiligung der Vertretertag der deutschen Lan­deskommission für Kinderschutz und Jugendfürsorge in Böhmen statt. Der geschästsführende Vizepräsident Di­rektor Rechn erklärte u. a.:Wir stehen alle unter dem gewaltigen Eindruck des Einigungswerkes Konrad Hen- leins, und es ist ein Zeichen besonderer Reife, daß sich unser Volk in dieser Zeit zusammengefunden hat, wo sich sein Schicksal für lange, Zeit entscheiden wird" An­schließend wurde unter unbeschreiblicher Begeisterung folgende Erklärung angenommen:Die deutsche Lan­deskommission für Kinderschutz und Jugendfürsorge in Böhmen erklärt hiermit feierlich, daß sich die deutsche Jugendfürsorge dem Einigungswerk Konrad Henleins unterstellt, und daß sie bereit ist, in der von der Su­detendeutschen Partei zu schaffenden Volksorganisation den ihr zugewiesenen Arbeitsbereich zu "betreuen."

polnische Schulen für polnische Kinder!"

Warschau, 21. Juni.

In Karmin (Tschechisch-Schlesien) fand eine Ver­sammlung der dortigen polnischen Bevölkerung statt, in der angesichts des bevorstehenden neuen Schul­jahres für die polnischen Kinder polnische Schulen ge­fordert wurden. Wie die polnische Telegrafenagentur berichtet, protestierten die versammelten Polen auf das entschiedenste gegen die von tschechischen Lehrern und sonstigenKulturpolitikern" angewandte Methode, die polnifchen Eltern zu zwingen, ihre Kinder aus den polnischen Schulen abzumelden und in tschechische Schu­len einzuschulen. Von tschechischer Seite werde hierbei mit Drohungen und Versprechungen gearbeitet.

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Vom >7 u I> i I ü II IN 8 - 6 u, t> 1 a A Ostpreußen. Kit dsr Oi oüknndKeliunA nnk dem nvnvri ielitvton Lrieli- Koeli-Llatn erreielite der Lvlmlv Oantap: der 7480^?. in KönixskeiK seinen Ilülivpniikt. Unser Bild: keielisministsr kndolk II«0, Oanleiter Loeli und die Lbrengäste treffen Lnp mavlitvollen KnndxvbunK auk dem, Lrieb-iroelr-LIatL ein. (Lrssss-Aokkmaun.)

Die M«-e We Amte

Von

Helmut <sündermann

Die Zeit des Kampfes um -die Macht im Reich rückt sie nicht im wachsenden Maße zeitlich von uns ab? Ist nicht ein Rückblick auf jene Jahre, in denen der Führer umgeben von seinen alten Kampfgenossen in wildem und zähem Ringen mit den Gegnern sich auseinandersetzen mußte, ein Rückblick auf längst vergangene Zeiten? Sind nicht in diesem Jahre schon zwei Jahrzehnte ver­flossen seit dem Ende des Weltkrieges, und andert­halb Jahrzehnte seit dem Marsch des Führers an die Feldherrnhalle? Und seit den Tagen, in denen die ersten hunderttausend Parteigenossen die Träger des Goldenen Ehrenzeichens hinter dem Führer geschart waren ist nicht auch seitdem ein volles Jahrzehnt vergangen? Rückt nicht das Wort von derAlten Garde" bereits aus dem Bereich der politischen Wirksamkeit in den Bereich des Symbols?

Solche Fragen werden dem gestellt, der an Ta­gen, wie wir sie jetzt bei derFahrt der Alten Garde" wieder erleben, einen Blick werfen will auf die Stellung dieserAlten" in unserem heuti­gen öffentlichen Leben, in der Partei.

Eine Antwort muß dabei vorweggenommen werden: DieAlten" sind nicht alt an Jahren, sie stehen nicht etwa mit dem Abstand hohen Lebens­alters über den Aufgaben des Tages, sondern sie stehen mitten drin im täglichen Leben unseres Vol­kes: Ueberall im ganzen Reiche sind sie verstreut, txm Zehntauftznden von Arbeitsplätzen schaffen sie

die ältesten unter ihnen sind die Frontsoldaten, die jüngsten haben vielleicht kaum das dreißigste Lebensjahr erreicht! Seit der Führer die Partei gründete, hat die Jugend sich zu ihr bekannt. Und seit es Kämpfer für den Führer gab, waren ihre Herzen jung! So steht die Alte Garde der Jugend der Partei am nächsten! Sie ist in des Wortes voller Bedeutung unsere junge Alte Garde.

Und doch steht sie auf einer anderen Warte! Wie das Erlebnis d^s Krieges nicht im Büro, sondern

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Unsor

In Eger wurde eine Reichsdeutsche verhaftet. Slowaken fordern Hodzas Rücktritt.

Unser Gauleiter sprach zu den Frauenschafts- sührerinnen.

An der Nordseeküste fanden die letzten Uebungeck der Küstenschutzmanöver statt.

An den deutschen Börsen und Großmärkten sind jüdische Besucher nicht mehr zugelassen.

Gauleiter Rover wurde die Ehrenbürgerschaft d« Stadt Papenburg verliehen.

Auch in Bremen werden heute Sonnenwendfekerck durchgeführt.

Die Deutsche Dampfschifffahrts-EesellschaftHansa« erwartet für 1938 wieder ein günstiges Ergebnis. Die deutsche Luftfahrt kann einen neuen Hub­schrauber-Erfolg verzeichnen.

Auf der Deutschlandfahrt konnte Schild seine Führung auf 38 Minuten ausbauen.

Im Eewichtheber-Länderkamps schlug Deutschland USA.

In USA. forderte ein Eisenbahnunglück 88 Tot: und 88 Verletzte.