Ausgabe 
(20.6.1938) Nr. 167
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Mdenburg und Vremen

Nr. 16? / 8. Jahrgang

Montag, 28. Juni 1SZ6

Linzelpreis 15 lps.

Partei undWelzrmacht ergänzen sich

kuLolf izeß in Königsberg

Sie beiden möchiigen Pfeiler des stritten Neiches stelzen in Kameradschaft nebeneinander / Provokateure scheiterten an überlegender Staatssülzrung / lststststst aus dem krich-Koch-platz in Königsberg

(llixsner vrsktberickt der8reiner läsltnng")

8. Königsberg, 2V. Juni.

Der letzte Tag des zehnjährigen Gauparteitages in Königsberg erreichte seinen Höhepunkt mit einer Großkundgebung aus dem neuen monumentalen Erich-Koch-Platz, aus der der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Hetz, vor* den Männern der Parteigliederungen und des Reichsarbeitsdienstes sowie vor den Soldaten der Wehrmacht und darüber hinaus zu den im ganzen Gau versammelten Millionen ost- preutzischer Männer und Frauen sprach. In vertrauender Kameradschaft stehen Partei und Wehrmacht im Dritten Reich nebeneinander. Rudolf Hetz umriß die sich ergän­zenden Aufgaben dieser mächtigen Pfeiler des neben Deutschlands mit der bei ihm ge­wohnten Klarheit. Während die Wehrmacht, die ihr Erstarken der Partei verdankt, heute Deutschland nach außen hin schützt, waltet die Partei im Innern als Hüterin nationalsozialistischen Gedankengutes.

Die Sonn-tagveranstaltung des oftpreußischen Partei­tages begann mit Gratulationsfeiern fiir Gauleiter Erich Koch, der neben seinem Geburtstag zugleich auf eine zehnjährige Tätigkeit als Gäuleiter und auf eine fünfjährige Tätigkeit als Oberpräsident von Ostpreußen zurückblicken kann. Währenddessen füllte sich langsam der Erich-Koch-Platz, an dessen Front eine neue 100 Meter lange, von einem riesigen Hoheitsadler ge­krönte Steintribüne errichtet ist.

Es war ein prächtiges Bild von symbolischer Kraft, als zu Beginn der Kundgebung der aus Bataillonen des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine zusammen­gesetzte Marschblock der Wehrmacht mit klingendem Spiel und wehenden Feldzeichen in den breiten Mittelstreifen des Aufmarschplatzes einmarschierte, während rechts und links davon gleichzeitig die Fahnen der Parteigliederun­gen einrückten. Dann 'erklang leise das Lied vom guten Kameraden, während die Fahnen und Standarten sich zum Gedenken an die Toten des Weltkrieges und der Bewegung senkten. Gauleiter Erich Koch meldete dem Stellvertreter des Führers, daß neben den hier ange­tretenen Gliederungen in ganz Ostpreußen die Be­völkerung angetreten sei, um gemeinsam den Jubrlaums- tag des Gaues zu begehen. Dieser Aufmarsch sämtlicher Parteigliederungen, der Wehrmacht und des Arbeits­dienstes dokumentiere die innere Kraft und Geschlossen­heit des Vaterlandes. ... ^ .

Melden Sie dem Führer", so schloß Gauleiter Koch, daß in dieser Provinz eine bis zum äußersten Erenz- winkel geschlossene nationalsozialistisch ausgerichtete Be­völkerung steht."

Dann ergriff der Stellvertreter des Führers,

lleichsminister NuSols steh

von lang- anhaltendem Jubel begrüßt, das Wort zu seinen Ausführungen, die immer wieder -von spontanem Beifall unterbrochen wurden. Zu Beginn seiner An­

sprache. überbrachte er den Parteigenossen des Gaues Ostpreußen und än ihrer Spitze Gauleiter Koch, die Grüße und Glückwünsche des Führers. Sie alle hätten im Gau Ostpreußen eine große Arbeit geleistet, deren schönster Erfolg nicht nur der Ausbau dieser Grenzmark des Reiches sei, sondern auch die Gemeinschaft des Glücks und der Freude. In einem Vergleich der Zeit vor zehn Jahren und heute umriß Rudolf Heß die Ent­wicklung, die dank des Einsatzes der alten Kampf­genossen der Gau Ostpreußen und das Reich genommen haben.

In den Mittelpunkt der weiteren Ausführungen stellte er die

Kameradschaft der Partei und der Wehrmacht

Angesichts der Bataillone der jungen deutschen Wehr­macht vor uns", so sagte Rudolf Heß,können wir ge­rade auch an der Geschichte unserer Armee ermessen, welche Bedeutung diese vergangenen zehn Jahre haben: Ein kleines Heer war nach dem Zusammenbrach ent­standen, eine Insel der Disziplin, aber schwach an Zahl, ohne tragende Idee. Es war vorauszusehen, daß es fortgefpült würde, wenn die rote Flut des Marxismus­mus und Bolschewismus in den Massen des Volkes auf­schäumen würde, und es war erst recht vorauszusehen, daß dieses kleine Heer so beschränkt in der Zahl der Maschinengewehre, beschränkt in der Zahl der Feld­geschütze, ohne schwere Artillerie, ohne Tanks, ohne Flug­zeuge und all dem anderen, das' zu einem modernen Heer gehört, es war erst recht vorauszusehen, daß dieses Heer einem Gegner gegenüber «inen verzweifel­ten, tapferen Kampf führen, aber auf die Dauer nicht würde standhalten können. Das teuflische Instru­ment des Versailler Vertrages unterband ja jeden ernsthaften Versuch, zu neuer wirklicher Macht zu ge­langen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

oauleiler Növer bei seiner NS.-presse

Kameradschastsabend und khrung bewährter Mitarbeiter im NS.-Sauverlag weser-kms

Oldenburg, 20. Juni

m ersten Male veranstaltete am Sonnabend der Eauverlaq Weser-Ems einen Kameradichastsabend kampferprobte unL> für bewährte Mitarbeiter der Sevlage zufammengejchlossenen Organe der Vene- :Bremer Zeitung".Okdenburgifche Staatszei- ",Ostfriesische Tageszeitung undWilhelms- ner Kurier". Die ÄS.-Presse unseres Gaues hat m verflossenen neun Jahren keine Zeit zum feiern öt; während der vier Kampfjahre bis zur Macht- nahme galt'es. sich in schwerem Ringen gegen eme - von Gegnern siegreich durchzusetzen, und nach der seburt unseres Vaterlandes die ^zdee des Führers Zoll vertiefen und verankern zu helfen.

! waren etwa SO Personen, die der Leiter des R».- wrlages Weser-Ems. VerlagSdirektor Pg. Hugo , ler im festlich geschmückten Saale des Hotels :es Haus" in Oldenburg begrüßen konnte, Menschen, fangen von den alten Getreuen imFrerheits- >fer" dem ersten Kampforgan des Gaues bis zu Mitarbeitern, die im Laufe der Jahre die ideelle technische Vervollkommnung aller vier Zeitungen Haffen halfen und ihm zuverlässige Stutzen beim >au des heute stolz dastehenden Werkes gewesen

; war für die versammelten Kameraden und Kame- nnen ein schönes, stolzes Bewußtsein, neben der n zutril werbenden urkundlichen Anerkennung durch Reichsleiter für die NS.-Presse, Pg. Amann-Berlin. den NS.-Gauverlag auch noch den Gauleiter ckesem Abend in ihrer Mitte zu sehen, der der NS- s« in jeder Phase, ob Kamps oder Ausbau, seine mfriae Unterstützung lieh. ihr hals. wo Hilfe not md auf das engste mit den Organen der Bewegung einem Gau verbunden ist und es stets bleiben wird. ich dem gemeinschaftlichen Essen gab Verlags- stör Hugo Kühle-, in großen Zügen ein Bild

der Entwicklung der Presse der NSDAP. im Gau Weser-Ems. Er schilderte in lebendigen Worten den schweren Weg der Aufwärtsentwicklung während der Kampfjahre, aber auch die Erfolge, die einsetzen muß­ten, je mehr der deutsche Mensch für die Weltanschau­ung Adolf Hitlers gewonnen wurde. Aber es sei sehr schwer gewesen, sich im Jahre 1929 mit dem ersten NS.- Presseorgan, demFreiheitskämpfer", in Oldenburg durchzusetzen, und wenn nicht das eine Ziel, nämlich dem Führer unter allen Umständen trotz größter Schwierigkeiten durch eine eigene Presse zu helfen, da­mals allen den inneren Halt gegeben hätte, dann wären vielleicht die äußeren immer wieder hemmenden Umstände doch Sieger geblieben. Aus der Wochenzeit­schrift wurde 1932 die Tageszeitung und am 1. April 1933 dieOldenburgische Staatszeitung", damals mit einer Auflage von etwa 3091, die heute über 35 000 Abonnenten zählt. Aehnlich ging die Entwicklung in Bremen und Emden vor sich, wo unter gleich schwierigen Verhältnissen tapfer gearbeitet und ge- kämpft wurde, bis durch eine Anordnung des Führers im Juli 1934 der Zusammenschluß dieser Zeitungen, zu denen noch am 1. August 1935 derWilhelms- havener Kurier" stieß, im NS.-Eauverlag Weser-Ems erfolgte. Unter einheitlicher straffer Führung ging nun­mehr die Entwicklung unaufhaltsam vorwärts, und so konnte Verlagsdirektor Köhler mit berechtigtem Stolz seine Ausführungen mit der Feststellung schließen, daß die im NS.-Eauverlag zusammengeschlossenen Zeitzin- gen im Mai dieses Jahres eine Gesamtauflage von118O90 auszuweisen vermochten bei einem Personalbestand von 1700 Mitarbeitern und Mit­arbeiterinnen. Wahrhaft ein stolzes Dokument des Ausbaues im Dritten Reich.

Gauleiter Carl Rover würdigte dann in seiner An­sprache den Einsatz aller jener Männer und Frauen, die

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WM

ksiebsminister vi-. Goebbels sprack auk Asm xuoksn lulii-erappell des ersten ostprenkiscbsn OantaFvs ckep bi8I1^I'. 2 U den LiiliiAsberAeru. Unser Kilil: Der keielisvünistvr rviilirenck seiner Hecke; in ckvr ersten Heiko (von links): danloiter unck Okerpriisickont Kricli Lock, stellvertretender Oanloitor Nrollkorr nnck

klML.-Ornppenkiikror Opperwann. (Urssss-Hokkwann.)

in der Kampfzeit unter Hintansetzung jeglichen Vorteils, nur beseelt durch den Willen zur Mitarbeit, sich den Kampfoyganen der Bewegung zur Verfügung gestellt haben. Vor allem aber galt sein Dank Pg. Hugo Köh­ler, dessen Verdienst es in allererster Linie sei, wenn die NS.-Presse im Gau das werde» konnte, was sie heute ist.

Es wird, so betonte der Gauleiter weiter, vielleicht einmal gerade die Aufgabe des Pressemannes sein, den Kampf der Bewegung um die Macht festzuhalten. Er erlebte die einzelnen geistigen Phasen mit, die zur Auf­wärtsentwicklung führten; er sah hinter die Kulissen und 'Hewann von allen Geschehnissen ein umfassendes Bild. Er war selbst SA.-Mann und Politischer Leiter. Seine Geschichtsschreibung wird einmal nötig sein, da­mit spätere Generationen in schwerer Zeit darauf zu­rückgreifen können, um die Waffe von einst aufs neue zu gebrauchen. Die Presse ist nicht nur ein Aufklärungs­organ, sondern sie'ist vor allem auch ein Erziehungs­instrument. Sie soll der Meinung der Oeffentlichkeit Ausdruck geben und unerschütterliche Verbindung halten mit dem Volk, Es gibt für uns keinen Dank, so fuhr der Gauleiter fort. Alles, was wir tun, ist, daß wir die Leistung anerkennen und zu weiterer Pflichterfüllung mahnen. So möchte ich nun an dieser -Stelle als der ver­antwortliche Gauleiter allen Freunden, die unserer Presse halfen und weiter helfen, meine Anerkennung aussprecheu. Vergessen Sie nie:

Sie sind als Pressemänner Sturmböcke die­ser Zeit. Noch ist alles in Gärung und Fluß. Das ge­schriebene Wort wird immer schwerer gewogen als das gesprochene. Seien Sie sich stets klar über die ungeheure Verantwortung, die Sie als Schriftleiter tragen. Legen Sie Ihre Tätigkeit in das Leben selbst, halten Sie Ver­bindung zum Volk und zur Bewegung. Kompromißlos, wie der Wille des Führers, sollen die Presseleute meines Gaues sein!

Ich wünsche Ihnen, so schloß der Gauleiter, auf Ihrem weiteren Kampfweg vollen Erfolg. Wir tragen alle die Verantwortung-für Deutschlands Zukunft. Unser Kampf ist ein gottgewollter, den Adolf Hitler nach sei­nen Gesetzen für Deutschland einleitete.

Abschließend nahm der Gauleiter die Verleihung der Urkunden vor und sprach persönlich jedem der Anwesen­den seinen Dank aus. Mit einem kameradschaftlichen Beisammensein wurde der Abend geschlossen.

ttzolera H Ischifu

Peking, 20. Juni

Die Nachricht, daß in Tschifu Cholera ausgebrochen ist, hat in Peking ernste Besorgnis erweckt. Aus Dairen, Tientsin uiü> Peking sind japanische Aerzte in Flugzeugen zur Unterstützung der Behörden in Tschifu abgereist. Das Hochwasser des Hoangho hat das Gebiet von Tschaut- schiaku, etwa 120 Kilometer südlich des Stromes, erreicht und wendt sich nunmehr nach Osten. Japanische Sach­verständige äußern sich jetzt etwas optimistischer über die weitere Entwicklung im Katastrophengebiet. Die Befürchtung, daß die noch erwarteten saisonmäßigen Ueberflutuugen diesmal früher einsetzten, wird hier nicht geteilt. Die nach den vielen Deichbrüchen erfolgte Senkung des Stromspiegels erleichtert die Reparatur­arbeiten an der großen Hoangho-Brücke Lei Tschinanfu.

Schilksalsgemeinschaft

Zur Nebe Nubolf keß' in Königsberg

Auf dem zehnjährigen Gauparteitag in Königsberg hat der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Pg. Rudolf-Heß, vor 70000 Männern der Parteigliederun­gen und 4000 Soldaten der Wehrmacht in einer voll dem Jubel der Zehntausende begleiteten Rede die un­verbrüchliche Kameradschaft zwischen Partei und Wehr­macht erneut dokumentiert.

Partei und Wehrmacht sind nach dem Willen des Füh­rers die gewaltigen Säulen, die den nationalsozialisti­schen Staat tragen. Es sind die Organisationen, die be­rufen. sind, das vom Führer geschaffene Werk gegen jeden inneren und äußeren Feind zu verteidigen. Nach den Erfahrungen der Geschichte bedeutet allein die gegen­seitige Ergänzung von politischer und militäri­scher Führung und Erziehung der Nation durch Partei und Wehrmacht die Gewähr für den Bestand eines gro­ßen und kraftvollen Reiches. In eindrucksvoller Weis» hat der Stellvertreter des Führers die Schicksals­gemeinschaft zwischen Partei und Wehrmacht im nationalsozialistischen Deutschland klargelegt. Beide sind aufeinander angewiesen, einer ohne den anderen zur Machtlosigkeit verurteilt. Die -beste militärische Organi­sation und eine Häufung materieller militärischer Mit­tel sind wertlos, wenn hinter den Kanonen und Maschi­nengewehren nicht ein Volk steht, von dem einzigen Willen beseelt, seine Lebensexistenz, sein Recht und seine Ehre bis zum Letzten zu verteidigen, und wenn dies Volk nicht zusammengefaßt wird von einer politischen Führung, die in der Lage ist, im richtigen Augenblick Entscheidungen zu treffen, wie sie die Lebensnotwendig­keiten des Volkes erfordern.

Ebenso sehr ist ein Volk ohne Wehr machtlos der Will­kür ausgeliefert. Deutschland hat dafür in der Vergan­genheit erdrückende Beweise erhalten. Das im National­sozialismus durch Adolf Hitler geeinte deutsche Volk

Unser ^asesspieyeL

Die nationalspanischen Truppen eroberten 800 Qua­dratkilometer neues Gelände.

Rudolf Heß sprach auf dem Eauparteitaq in Kö­nigsberg.

Gauleiter Rover sprach auf dem Kameradschasts­abend des NS.-Eauverlages Weser-Ems.

No*2«"^ wurde der Reichsschulungslehrgang der NS.-Fraucnschast eröffnet.

Die AusstellungBremen Schlüssel zur Welt", die gestern ihre Pforten schloß, besuchten 800 0(1» Volksgeno,sen.

Die Linienführung der Reichsautobahn Bremen- Oldenburg liegt nunmehr fest.

der NSDAP. Unterweser seinen Höhepunkt.

Bei den Weltmeisterschaften im Fußball siegte Titelverteidiger Italien jm Endkamps über Ünga Die Frauenstaffel Brandenburgs lief über 4X Meter einen neuen Weltrekord.

Niedersachsens Gau-Auswahlelf wurde von Stadtels Osnabrück 2:0 besiegt.

In Vraunschweig traten die Leichtathleten der Ei Niedersachsen, Nordmark, Mitte und Hessen an.