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vreMrZMno
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Freien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches verkündungsblakt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremrn
Nr. 161 / S. Jahrgang
Dienstag, 14. Juni 19ZS
kinzelpreis 15 Npf.
Vas Mich Mutterland des Lhealers
s. Neichstkeaterfestwoche in Wien
diklatur
im wiener Wald!
Neichsminisler Nr. Soebbels verkündet die öründung einer deutschen rheater- akademie / die künstlerische und sostale vetreuung aller vüknenschaffcnden
LiZener vraktdsrickt der „Lremsr Teilung"
Wien, 14. Juni.
Der Prachtbau der Wiener Staatsoper, in dem Sonntag abend mit der glanzvollen Aufführung des „Rosenkavaliers" (siehe im heutigen kulturpolitischen Teil!) die fünfte Reichstheatersestwoche eröffnet wurde, war Montag nachmittag Schauplatz der Iahrestagung der Reichstheaterkammer, die sich zu einer großen Kundgebung der deutschen Bühnenschaffenden gestaltete. Im Mittelpunkt der feierlichen Stunde stand die große Rede von Reichsminister Dr. Goebbels, in der er das Programm für das kommende Theaterjahr proklamierte.
Die Bühne der Staatsoper säumt ein üppiges Band von flammenden Rhododendren und Hortensien. Aus dem mattblauen Samtvorhang im Hintergrund leuchtet strahlend der riesige goldene Hoheitsadler des Reiches. Das Parkett ist gefüllt mit den Intendanten und Schauspielern der deutschen Bühnen. Als Reichsminister Dr. Goebbels, begleitet von Gauleiter Viirckel, Reichsstatthalter Dr. Seytz-Jnquart, Gauleiter Elobotschnigg, dem Präsidenten der Reichstheaterkammer Ludwig Körner und Ministerialdirigent Dr. Rainer Schlösser, um 3 Uhr das Haus betritt, bewillkommnet ihn herzlicher Beifall der Festgemeinde. Die rauschenden Klänge des Oonesrtq grosse dir. 5 in ä-moll von Händel, vom Wiener Philharmonischen Orchester unter Karl Böhms Leitung meisterhaft gespielt, leiten die Kundgebung ein. Räch kurzen Be- arMungsworten des Präsidenten der Reichstheaterkam- mer betritt
Keichsminister Vr. Soebbels
das Podium. Seine großangelegte Rede. die immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochen wird, ist Rechenschaft und Programm.
„Wo könnten wir es der Welt handgreiflicher vor Augen führen", so führte der Minister aus, „daß Oesterreich ein Stück des unverfälschtesten Deutschlands ist, als hier in Wien, wo die besten Söhne unseres Volkstums der gesamten Kulturwelt unsterbliche Werke deutschen Geistes, deutscher Kultur und deutscher Kunst geschenkt haben? Es ist für uns ein beglückendes Gefühl, die erste Reichstheatersestwoche im Großdeutschen Reich gerade in dieser Stadt eröffnen und abhalten zu können!"
Es ist das fünfte Mal, daß wir uns zu diesem festlichsten und repräsentativsten Theaterereignis im neuen Reich versammeln. Jede der bisher abgehaltenen Reichstheaterfestwochen hat dem deutschen Theaterleben mächtige und bestimmende Impulse verliehen. Wir sind nicht müde geworden, auf diesen größten Demonstrationen unserer Theaterkultur das deutsche National- theater als Forderung und Ziel zu fixieren. Das war für uns keineswegs eine agitatorische Phrase. Wir waren und sind der Ueberzeugung, daß Deutschland das Mutterland des Welttheaters überhaupt ist, und es erschien uns als unsere kulturpolitische Aufgabe, diese große theatergeschichtliche Mission auch für die Zukunft zu erhalten.
Nach einem Hinweis auf den heiligen Ernst, mit dem von jeher in Deutschland das Theater nicht als ein spielerischer Zeitvertreib, sondern als eine moralische Anstalt betrachtet worden sei, konnte Dr. Goebbels den bedeutungsvollen Satz prägen, „Deutschland war seit jeher Theatervorort für die ganze theaterschaffende Menschheit."
Im weiteren Verlaus der Rede deutete Dr. Goebbels darauf hin, daß die
Neichslkeaterwochen in jedem lastre eine stohe Nechenschaftslegung
gewesen seien, wo von hoher Warte ebenso Kritik geübt wie programmatische Forderungen gestellt worden seien. Die Forderung im letzten Jahre sei ihrem Sein und Wesen nach eine soziale gewesen.
„Wir forderten damals", erklärte der Minister, „die umfassende Altersversorgung aller Theaterschaffenden. Wir glaubten damit einen langgehegten Wunsch, ja man kann wohl sagen einen Traum aller theaterschaffenden Menschen der Verwirklichung näher- zurücken.
Die Forderung, die wir im Mai 1937 in Düsseldorf erhoben haben, ist in einem Jahre trotz aller Bedenken, trotz aller sich uns entgegenstürmenden Schwierigkeiten verwirklicht worden. Mein damals gegebenes Versprechen der Durchführung einer
Altersversorgung für alle Ikeaterschaffenden
löse ich heute ein. Wir Deutschen marschieren wiederum einmal an der Spitze. Wir haben mit einer kulturellen Großtat ohnegleichen der Welt ein Beispiel gegeben und damit den Demokratien des Westens, die vor allem kulturpolitisch so gern und so oft über uns zu Gericht sitzen, gezeigt, daß, wenn es nicht auf die Worte, sondern auf die Taten ankommt, wir Wilden doch die besseren Menschen sind."
(Fortsetzung auf Seite 2)
Konrad Kenleins stank
,,kin Wahlsieg, der alle krwarttmgen übertroffen hat" F dem flusland die fingen geöffnet
Prag, 14. Juni.
Konrad Henlein hat am Montag allen Sudetendeut- schen für die mustergültige Haltung in der Zeit der Gemeindewahlen gedankt. Seine Dankadresse lautet:
„Sudetendeutsche! In bewundernswerter Disziplin und mit beispielloser Einsatzbereitschaft habt ihr einen Wahlsieg errungen, dessen Ergebnis nicht nur alle unsere Hoffnung erfüllt, sondern sie noch weit über alle Erwartungen hinaus übertroffen hat.
Unter Verhältnissen, die bei jedem anderen Volk geeignet gewesen wären, Angst und Verschüchterung unter die Massen der Wählerschaft zu tragen, habt ihr kaltblütig und unbeirrbar eure Pflicht getan und aufs neue unter Beweis gestellt, daß das Sudetendeutschtum fest entschlossen ist, unverrückbar an seinen Forderungen nach Selbstverwaltung festzuhalten.
Im Kampfe um die Erfüllung unserer begründeten Rechtsansprüche sind durch eure vorbildliche Haltung neue Kräfte zugewachsen. Die Tatsache, daß gerade heute im entscheidenden Abschnitt unseres Ringens um die Lösung des Rationalitätenproblems mehr als 90 v. H. aller Deutschen dieses Staates sich zur Sudetendeutschen Partei und ihrer Politik bekannt haben, wird unzweifelhaft nun nicht nur in Prag, sondern auch im Aus- lande den Ernst der Lage und die Notwendigkeit der Erfüllung unserer gerechten Forderungen aufs neue unterstreichen.
Euch, meine Volksgenossen, danke ich für euer Vertrauen, euren Mut und euren unerschütterlichen Glauben, mit dem ihr für den Sieg unserer guten Sache gearbeitet und gekämpft habt. Em Volk, das sich so schlägt, wird niemals zugrunde gehen, sondern es wird und muß siegen, weil mit ihm das Recht ist."
Siegreicher Vormarsch der Sdp.
Prag, 14. Juni.
Die Wahlergebnisse zeigen im ganzen sudetendeutschen Gebiet dasselbe erfreuliche Bild. Trotz vielfachen Terrors, den die Marxisten, Kommunisten und Tschechen gegen die Sudetendeutsche Partei auszuüben versuchten, hat die Sudetendeutsche Partei ihren siegreichen Vormarsch seit 1938 fortgesetzt. Sie vermochte durchweg ihre Stimmenzahl bis aus 90, vielfach auf 95 v. H. und mehr aller deutschen Stimmen zu steigern.
See Nurrdfunk überträgt Vertiner örundsteinlegungsfeiern
Berlin, 14. Juni. Der deutsche Rundfunk überträgt mit allen seinen s Sendern heute von 11.39 Uhr bis 14 Uhr die Feierlichkeiten und Grundsteinlegungen zum Beginn des Renbaus der Reichshauptjtadt.
Die deutschen Sozialdemokraten wurden allerorts auf das Haupt geschlagen und durchschnittlich halbiert, wo sie sich überhaupt zu kandidieren getrauten. Erfreulich ist es, daß überall im deutschen Sprachgebiet auch die Kommunisten Verluste erlitten und nirgends jene Wählerzahl erreichen konnten, die ihnen 1935 anheimgefallen waren.
Daß die Tschechen auch in den meisten jener Gemeinden, die am 12. Juni zur Wahl schritten, zugenommen haben, beweist aufs neue, daß die Regierungsversprechungen vom 18. Februar 1937 im Papier geblieben sind, denn sonst hätte dem künstlichen Zuzug neuer tschechischer Staatsbeamter und Arbeiter in staatlichen Unternehmungen, soweit es das deutsche Gebiet betrifft,, Einhalt geboten werden müssen. Daß die Zu
nahme der tschechischen Stimmen allein auf künstliche Einwirkung zurückzuführen ist, beweisen die veröffentlichten tschechischen Kandidatenlisten, denn aus ihnen sind durchweg nur solche Tschechen verzeichnet, die vielfach erst seit 1928 ins sudetendeutsche Gebiet eingewandert sind.
Preß bürg, 14. Juni.
Soweit aus der Slowakei Berichte vorliegen, hat die Karpatendeutsche Partei Konrad Henleins ihre Stimmenzahl gegenüber dem Ergebnis der Parlamentswahlen von 1935 in einem ungewöhnlichen Maße steigern können. In der überwiegenden Zahl der Gemeinden ist sie verdoppelt und verdreifacht worden.
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8. 8. Bremen, 14. Juni.
Nun ist auch Wien dahin! Für immer der einzig wahren, der großen menschheits-beglückenden, der „internationalen" Kunst verloren und ihren ebenso großen internationalen Kunstverwaltern aus den Händen geglitten und dem „deutschen (Seist" verfallen. Wien, Wien nur du allein solltest die Stadt meiner Träume sein, seufzt elegisch der echt österreichische Theaterdirektor Wiener und macht sich schleunigst reisefertig. Und die Jahre bis 1938 ließen sich doch gar so schön an. In Prag wie im Prater blühten so munter die Stämme Israels, und nun soll Juda im Wiener Wald keine Knospen mehr treiben dürfen? Nur weil der Wiener Wald inzwischen deutsche Schonung geworden ist!? Gott, du gerechter, wo bleibt da die Kunst! — Und bekümmert setzt der Emigrant seinen Stab ins nächste Land.
Ja, der Heurige wird ihnen dieses Jahr in Grin- zing nicht mehr schmecken. Träume bleiben eben manchmal Schäume, und manchmal fließt auch Wasser in den Wein. Dagegen hat sich der Traum der deutschen Einheit als ein Wahrtraum uns erwiesen. Jahre hindurch haben wir voll Hoffnung und voll Ingrimm gesungen: Der deutsche Geist, der ist nicht tot, es kommt ein neues Morgenrot! — Und nun es gekommen ist: Es lebe das Deutsch- österreich, mit ihm das ganze Deutsche Reich! Das Wien, das stets die Stadt unserer Träume gewesen ist, ist unser, und wir sind sein! Daß ein neuer deutscher Frühling werde, daß deutscher Geist und deutsche Kunst fortan in der alten Kaiserstadt um so schöner blühen sollen, dessen zum Zeichen ist Wien zum Ort der diesjährigen Reichstheatersestwoche erkoren.
„Nicht die Kunst haben wir in Fesseln gelegt, wir haben die Kunst von den Fesseln der Unkunst befreit. Auch der Baum, die Pflanze und die Blume können nicht gedeihen, wenn man dem Unkraut das Recht gibt, sich frei zu entfalten. Auch da muß der Gärtner eingreifen, muß das Unkraut ausjäten und beseitigen, um Baum, Pflanze und Blume Luft und Licht zum Atmen und zum Leben zu geben." Wer möchte dem Reichsminister und obersten Pfleger deutscher Kunst das Recht und die Richtigkeit für diese Behauptung bestreiten? Hat man doch darum auf alle Extravaganzen im ' Programm dieser Kunstwoche verzichtet. Hat man bewußt auf die Darbietung erprobter deutscher bodenständiger Kunst an diesen sieben Abenden sich beschränkt. Denn wo der Maßstab für wahre Kunst und ihre Leistung — ähnlich wie im Deutschland vergangener Tage — verlorengegangen, muß er erst wiederaufgerichtet werden; und wo jahrelang das Unkraut jüdischer Artistik unter der Diktatur jüdischer Theaterleiter und ihrer bereitwilligen Helfer ungehindert wuchern konnte, kann man nicht gleich experimentieren, sondern muß zunächst Absenker setzen, die sofort Wurzel fassen. Ist solche vorbedachte gärtnerische Kultur- pflege nun eine Fesselung der Kunst? Ist deutsche Kunst in deutschen Landen wirklich gefesselt, wie seniler Emigrantenzorn dem Ausland einreden möchte? Nein, der Kuppel-Horizont dieser Leute scheint doch zu beschränkt und sollte gelegentlich erweitert werden!
Gefesseltes deutsches Theater? Gerade das Gegenteil ist richtig! Oder liegt in einem Lande,
vnsor LaFssspiosol
Die nationalspanischen Truppen drangen in Castellon ein.
Konrad Henlein richtete eine Dankadresse an die Sudetendeutschen.
Die Stettiner Rede des Stellvertreters des Führers fand im Ausland starken Widerhall.
Aus dem Internationalen Kinderschutz - Kongreß sprach Staatssekretär Reinhardt.
Reichsminister Dr. Goebbels verkündete auf der Wiener Reichstheater-Festwoche die Gründung einer Deutschen Theaterakademie.
Der Reichsjugendsührer eröffnete die Weimarer Festspiele der deutschen Jugend.
Gauleiter RLver legte den Grundstein zur Gaststätte Vookholzberg.
Einen hervorragenden Verlaus nahm die Geländefahrt des NSKK. „Durch Harbnrgs Berge«.
Die NSDAP., Kreis Bremen, wird in 52 Ortsgruppen ausgeteilt.
Reichswirtschaftsminister Funk wird am kommenden Donnerstag in Bremen sprechen.
Die Fern-Ost-Passage-Konferenz tagt zur Zeit in Bremen.
Ein Eroßfeuer vernichtete in Elmenhorst 13 Gebäude.
Die Geschäfte der Darlchnsvermittler werden von letzt an überwacht.