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vremerZettuno
parteiamtliche lageszeitung
Bas flmtsbiatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
stattliches Verkündungsblakt des Beichsstatchalters in Vldenburg und Bremen
7lr. 1S8 / 8. Zastrgang
Sonnabend, 11. Juni 19Z3
kinzelpreis 1S Bpf.
potemkinsche Vörser in Prag
Sowjetsterne an der Moldau
Mäcchenausftellung im tschechischen Smetana-Museum / Vezeichnende Kundgebung sür kulturelle
und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kreml und kradschin
Im Präger Smetana-Museum wird , unter dem Titel „Unser Verbündeter — di, unter dem Protektorat der „Gesellschaft fü mit der UdSSR."
Bei der Eröffnung sprach u. a. der Vorsitzende des Ausschusses, Abgeordneter Dr. David (!), der erst vor kurzem von einer Moskauer Reise zurückkehrte. Ueber dem Eingang grüßt die für das tschechische Hörigkeitsverhältnis zu Moskau bezeichnende Aufforderung zum Beitritt zu der genannten Gesellschaft, die „für Befestigung und Vertiefung des freundschaftlichen Verhältnisses" zwischen Leiden Staaten Sorge trägt.
Die Ausstellung zeigt in reicher Fülle die schon bei der letzten Pariser Weltausstellung selbst in französischen Kreisen so peinlich und zahlreich bemerkten „Potem- rinfchen Dörfer". Die Agitation feiert in herrlichsten Korben ihre Triumphe. Wie lebt der Mensch im heurigen Sowjetstaat? Diese Frage wird beantwortet durch die Darstellung von Bauern in Festgswändern, die auf den Feldern hingestreckt ruhen und dort die neuesten Zeitungsnachrichten studieren. Man sieht fein säuberlich üufgeputzte Arbeiter, die den Anschein erwecken, alle liefen sie als Friseurmodelle herum, und Soldaten, so schön und strotzend, wie sie normalerwsise nur auf dem Parkett einer Operette zu besichtigen sind. Auch die Steppen- und Tundrenbswohner befleißigen sich einer zauberhaften Zivilisation, indem sie sich darstellen in märchenhaft aufgeputzten Nationaltrachten, wobei das frisch gestärkte Hemd die Hauptrolle spielt.
Bei den so zahlreich aufgeführten „führenden Köpfen" der Sowjetunion wird leider nicht vermerkt, ob sie sich «och in Amt und Würden befinden oder bereits oer Stalin'schen „Säuberungsaktion" anheimgefallen sind. Den volkswirtschaftlichen Aufschwung der UdSSR. dokumentieren hier lediglich die ebenfalls in Paris schon als reine Agitation festgestellten graphischen Darstellungen in riesigen Ausmaßen.
Prag. 11. Iun!
egenwärtig eine sowsetrussische Ausstellung UdSSR." gezeigt. Die Veranstaltung steht kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen
Die Ausstellung berichtet auch über das Dasein der dem spanischen Volk von den Sowjets geraubte« „spanischen Jugend". Sie wird gezeigt als die Stoßbrigade gegen die Religion, indem man sie in Narrenkostümen um einen Christbaum tanzen läßt, und weiterhin ahnt man die Rolle, die diese unglücklichen Kinder einmal für Sowjetrußland spielen sollen, wenn man sie, mit Maschinengewehren und Flinten Lewafsnet, unter der sowjetspanischen Flagge auf seltsamen Bildern „Krieg spielen" sieht.
tschechische Niistungswerke in bolschewistischer stand
Kommunisten erzielten bei den Betriebsrätewahlen 89 Prozent
Warschau, 11. Juni.
Wie die polnische Telegraphenagentur aus Prag meldet, haben die Wahlen zu den Betriebsräten in den Krisgs'i-nÄustriewerken Skoda in Pilsen den Kommunisten einen fast einstimmigen Sieg gebracht. Die Kommunisten haben sämtliche 20 Mandate und eine Stimmenmehrheit von nahezu 99 v. H. erhalten. Die nationalistischen Gruppen und die Volkssozialisten des Staatspräsidenten Venesch, die an den Wahlen teilnahmen, seien ohne Mandat geblieben. Einen ebenso großen Erfolg hätten die Kommunisten in dem zweitgrößten Werk der Kriegsindustrie, Kolben-Danek in Ostrau, davongetragen. Der Wahlsieg der Kommunisten in der Kriegsindustrie habe sogar in den linkseingestellten Kreisen der Regierungskoalition eine starke Beunruhigung hervorgerufen.
London schickt militärischen Beobachter nach Prag!
London, 11. Juni
Nach einer Meldung der „Daily Mail" soll sich in der allernächsten Zeit ein britischer Militärattache nach Prag begeben, um als neutraler Beobachter die militärischen Maßnahmen der tschechischen Regierung zu studieren. Die Blätter erklären übereinstimmend, daß der tschechische Gesandte in Paris, Osinsky, der sich zur Zeit in Prag aufhält, ausführlich mit Außenminister Krosta über die französische Stellungnahme zu der Einführung der dreijährigen Wehrpflicht für die tschechische Armee gesprochen habe.
Mll Schüssen und vchonetten gegen Wühler
Prag, 11. Juni.
Wie erst jetzt bekannt wird, tam es im Anschluß an eine Wahlkundgebung der Sudetendeutschen Partei in Neudors bei Sebastiansberg im Bezirk Komotau am letzten Mittwoch wiederum zu unerhörten Uebersiillen auf Teilnehmer der Wahlkundgebnng, die, wie ausdrücklich hervorgehoben werden muß, von tschechischem Militär verübt worden sind.
Ein Sudetendeutscher wurde, wie der Sudetendeutschen Partei aus Neudors mitgeteilt wird, auf dem nächtlichen Heimweg von tschechischen Soldaten und einem Gendarm belästigt und schließlich von einem Soldaten mit geballter Faust ins Gesicht geschlagen. Als der Ueberfallene schließlich freikam und einige Schritte weitergeeilt war, schössen die Tschechen auf ihn. Eine Kugel ging dicht über seinen Kopf hinweg.
Auch der Ortsleiter der Sudetendeutschen Partei von Neudors wurde von tschechischen Soldaten mit Bajonetten bedroht und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
(Siehe auch Seite 2)
Per eiserne keil der Nationalen
weiterer Vormarsch zwischen lerue! und der Küste / Neue krfolge an der Pprenäensront
Bilbao, 11. Juni.
Die Offensive der nationalen Truppen an der gesamten Front zwischen Ternel und der Küste wurde in den ersten Morgenstunden des Freitags fortgesetzt unter Einsatz der Luftwaffe, die unaufhörlich die feindlichen Stellungen angreift und dabei durch Artillerie unterstützt wird. Tanks und Infanterie brachen allenthalben in die feindlichen Linien ein, besonders tief im Mittelteil des Abschnittes Lucena del Eid. Die durchschnittliche Tiefe des Einbruches beträgt hier 12 Kilometer.
Die am weitesten östlich vordringende Kolonne des Generals Aranda bedroht den nur noch 14 Kilometer
von Castellon entfernt liegenden Ort Villafames, der die Verbindungswege zwischen Albocacer und Castellon beherrscht. Westlich besetzte eine weitere nationale Gruppe den Ort Costu r. Durch den weiteren Vormarsch dieser Abteilung sind die Orte Alcera und La Foya südlich von Lucena del Eid bedroht. Die Verbindung zwijchen Castellon und Lucena i st damit abgeschnitten. Westlich und östlich des letztgenannten Ortes befindliche Höhen sind bereits im Besitz der nationalen Truppen, die von dort aus die Stadt, unter Feuer nehmen. Westlich von Lucena besetzte eine weitere nationale Kolonne den Ort Castillo de Villafames. Der feindliche Widerstand ward Freitag schwä-
kkiolisleiter Or. Iwz? wit kiauriöswabea krauen in iin-en Trnvliten an Koi'ä üv« „IVllbelm 6ust1okt" Klsrictit sisds iw Innern ckes LlattssH
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cher. Die Zahl der Ueberläufer ist besonders groß. Im Abschnitt Teruel konnten die Truppen des Generals Barela gleichfalls weiter südlich vordringen.
An der Pyrenäen front setzten die nationalen Streitkräfte die am Donnerstag begonnene Offensive erfolgreich fort. Interessant ist, daß die Leiden feiiMichen Divisionen — es handelt sich um die 43. und 48. Division — sowohl Verpflegung wie Waffen und Munition über die nahegelegene französisch-spanische Grenze bei Sän Juan de Plant erhielten.
Die nationalen Truppen, geführt von General Jrure- tagoyena stießen längs der Grenze vor und besetzten Sän Juan, wo sie mit den französischen Grenzbeamten Grüße austauschten. Hiermit ist ein weiteres Zufahrtstor für die Versorgung Rotspaniens abgeschnitten. Nach Bersie- gung der französischen Zufuhrquelle ist die Lage der Roten in diesem Abschnitt aussichtslos.
Teruel, 11. Juni.
Der nationale Vormarsch an der Castellon- Front ist durch ein bemerkenswertes Umgehungsma- nöoer der von General Aranda befehligten galicischen Truppen begünstigt. Die Bolschewisten hatten im Abschnitt zwischen Albocacer und der Küste unter Ausnutzung des gebirgigen Geländes eine starke Verteidigungsstellung ausgebaut, die die nationalen Aktionen aufhalten sollte. General Aranda durchkreuzte aber die bolschewistischen Pläne und stieß unvermutet von Älbo- cacer direkt nach Süden, wobei er sich parallel zur Küste hielt. Die bolschewistischen Kolonnen sehen sich nun zwischen der nationalen Front und der Küste eingeschlossen und beginnen jetzt die vorher erwähnte' und nunmehr nutzlos gewordene Verteidigungsstellung abzubauen.
In diesem eingeschlossenen roten Gebiet, das etwa IVVll Quadratkilometer groß ist, lassen Ne Bolschewisten nun in größter Eile ihr Kriegsmaterial zurück. Gleichzeitig werden die Städte und Dörfer evakuiert. So nimmt der Rückzug der Bolschewisten nach Süden einen überstürzten Verlaus.
Ven loten der „Deutschland
Spanische Regierung gedenkt des lleberfalles aus Panzerschiff „Deutschland"
Berlin, 11. Juni
Die spanische Regierung hat dem deutschen Botschafter in Salamanca aus Anlaß der Wiederkehr des Tages, an dem vor einem Jahr der feige Angriff rotspanischer Flieger auf die „Deutschland" erfolgte und zahlreiche Opfer an deutschen Menschenleben forderte, ihr Gedenken ausgesprochen und um entsprechende Unterrichtung der Reichsregierung gebeten. Der deutsche Botschafter ist beauftragt worden, den aufrichtigen Dank der Reichsregicrung für die erwiesene Anteilnahme aus- zusprechen.
Mit zwangsläufiger llnaufhaltsamkeht unb ständig zunehmender Bedrohtichkeit gleitet die Tschechoslowakei in den Bolschewismus hinein. Noch vor wenigen Wochen hätte man diese Feststellung in Prag mit Entrüstung und in der demokratischen Pariser und Londoner Presse mit ungläubigem Lächeln als „tendenziöse Uebertreibung der nazistischen Propaganda" bezeichnet. Die Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei, aus denen i« nichtsudetendeutschen Teil die tschechischen Kommunisten als unumstrittene Sieger hervorgingen, brachten jedoch zum ersten Male den unwidertegl-ichen, auch für Kurzsichtige nicht mehr zu übersehenden Beweis der fortschreitenden V ol s chew i sierun g, des tschechischen. Staat es. Wie weit der Bolschewismus schon in diesem Vielvölkerstaat dank der Beihilfe des „Verbündeten"'der tschechischen Regierung vorgedrungen ist, enthüllt pun mit nicht mehr zu überbietender Deutlichkeit das Ergebnis der Betriebsrätewahlen in der tschechischen Rüstungsindustrie. In de« Skoda-Werken in Pilsen und in dem zweitgrößten Werk der Kriegsindustrie Kolben-Danek in Ostrau errängen die Kommunisten mit nahezu 100 Prozent aller abgegebenen Stimmen alle Betriebsratsmandate. Die tschechische Kriegsindustrie ist also rein bolschewistisch! Die Komintern in Moskau, nicht das tschechische Kriegsministerium ist die letzte bestimmende Instanz, die darüber entscheidet, ob in Pilsen und Ostrau die Räder der tschechischen Kriegsindustrie stillstehen oder arbeiten. Dieses Wahlergebnis zeigt, wie es in Wirklichkeit um die angeblich von Deutschland bedrohte „Unabhängigkeit" des tschechoslowakische« Staates bestellt ist. Kann überhaupt noch von einer Unabhängigkeit die Rede sein, wenn die Arbeiterschaft lebenswichtiger Industrien ideologisch und organisatorisch von einer politischen Partei erfaßt ist, deren Befehlszentrum im Auslande liegt? Hat die tschechische Regierung noch ihre Entschlußfreiheit, wenn Sowjetrußland jederzeit drohen kann, durch einen Streik in der Kriegsindustrie das Land wehrunfähig zu mache«?
Es offenbart sich immer mehr, daß Prag nicht — als es auf den Rat seiner französischen Freunde sich mit Moskau verband — wie die politische chauvinistische Presse es hinstellte, die „geniale außenpolitische Lösung" und die „starke Bürgschaft seiner Unabhängigkeit" gefunden hat, sondern gefährliche Geister rief, die es nu» nicht mehr loswerden kann. Der dauernde amtliche Hinweis auf die militärische Stärke der Sowjetunion, der jede unter Umständen aufkommende Neigung im tschechischen Volk zu einer Verständigung mit Deutschland ersticken sollte, hat dem tschechische« Kommunismus einen ungeahnten Auftrieb gegeben. Die amtliche Verherrlichung der „starken Sowjetunion", des „jederzeit hilfsbereiten mächtigen Freundes", führte und führt noch immer die Massen der tschechischen Arbeiter und Bauern in die Arme der roten Agitatoren. Der künstlich großgezüchtete Haß gegen Deutschland verbindet sich mit dieser von amtlicher Seite geförderten Lobpreisung des verbündeten bolschewistische« Sowjetstaates zu einer besonders bedrohlichen Form des Bolschewismus, für dessen Mrk-
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Fraucos Offensive nimmt an Leiden Fronte« eine« vielversprechenden Fortgang.
Prag bekennt sich mit einer Ausstellung „ Verbündeter — UdSSR." offen als Basall Kreml.
Unser
des
Ve, den Betriebsräte»«-!«» in den tschechische» Rüstungswerken erzielten die Kommunisten fast 16V Prozent der Stimmen.
Die erschütternde Liste unerhörter tschechischer Gewaltakte gegen die Sudetendeutschen nimmt weiter zu.
Tschechische Gendarmen unternahmen einen Erpressungsversuch an einer Reichsdeutschen zur Verhinderung ihrer Zeugenaussage.
In Hamburg wurde die vierte KdF.-Reichstaauna eröffnet.
Eine reiche Zahl schöner, finniger Geschenke uird Gluckwnniche anläßlich der Geburt ihres Töchter- chens bezeugen die große Verehrung und Beliebt- heit, die Eeneralfeldmarschall Göring und sein« Gattin im deutschen Volke genießen.
«u«, »I» »Hirnen ^ng oer 2)eur>«yianvfayrt gab es einen deutschen Ctappensieg.
Aeußerst anerkennend sprachen sich dänische Press«, stimmen über das Abschneiden des SB. Werder in Dänemark aus.
Das NSKK. übernimmt die Verkehrsschulnna der Parteigenossen.
Die „Nordmeer" und „Der große Dessauer" statte- te» getzern Bremen einen Besuch ab.
Die Jahrestagung des Deutschen Nautische» 8er- ems wurde in Bremen abgehalten.
«ersandgeschiiste dürfen nicht in Oesterreich «ertze«.