Ausgabe 
(11.6.1938) Nr. 158
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vremerZettuno

parteiamtliche lageszeitung

Bas flmtsbiatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen

Anzeigen - Grundpreise:

Die 22-ww-Zeile im Anzeigenteil 12 die 78-ww-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstaffel 0). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr- Geschäftsstellen: In Bremen: Geeren 68, Fernspr.: 5 4121, Nachteils und Sonntags: 51115- Obernstraße Nr. 86, Fernsprecher 5 4121- Hastedter Heerstr. 403/07. In Oldenburg, Staustraße Nr. 21, Fernsprecher Nr. 3669.

der Nationalsozialisten Vremens

stattliches Verkündungsblakt des Beichsstatchalters in Vldenburg und Bremen

7lr. 1S8 / 8. Zastrgang

Sonnabend, 11. Juni 19Z3

kinzelpreis 1S Bpf.

potemkinsche Vörser in Prag

Sowjetsterne an der Moldau

Mäcchenausftellung im tschechischen Smetana-Museum / Vezeichnende Kundgebung sür kulturelle

und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kreml und kradschin

Im Präger Smetana-Museum wird , unter dem TitelUnser Verbündeter di, unter dem Protektorat derGesellschaft mit der UdSSR."

Bei der Eröffnung sprach u. a. der Vorsitzende des Ausschusses, Abgeordneter Dr. David (!), der erst vor kurzem von einer Moskauer Reise zurückkehrte. Ueber dem Eingang grüßt die für das tschechische Hörigkeits­verhältnis zu Moskau bezeichnende Aufforderung zum Beitritt zu der genannten Gesellschaft, diefür Be­festigung und Vertiefung des freundschaftlichen Ver­hältnisses" zwischen Leiden Staaten Sorge trägt.

Die Ausstellung zeigt in reicher Fülle die schon bei der letzten Pariser Weltausstellung selbst in französischen Kreisen so peinlich und zahlreich bemerktenPotem- rinfchen Dörfer". Die Agitation feiert in herrlichsten Korben ihre Triumphe. Wie lebt der Mensch im heu­rigen Sowjetstaat? Diese Frage wird beantwortet durch die Darstellung von Bauern in Festgswändern, die auf den Feldern hingestreckt ruhen und dort die neuesten Zeitungsnachrichten studieren. Man sieht fein säuberlich üufgeputzte Arbeiter, die den Anschein erwecken, alle lie­fen sie als Friseurmodelle herum, und Soldaten, so schön und strotzend, wie sie normalerwsise nur auf dem Parkett einer Operette zu besichtigen sind. Auch die Steppen- und Tundrenbswohner befleißigen sich einer zauberhaften Zivilisation, indem sie sich darstellen in märchenhaft aufgeputzten Nationaltrachten, wobei das frisch gestärkte Hemd die Hauptrolle spielt.

Bei den so zahlreich aufgeführtenführenden Köpfen" der Sowjetunion wird leider nicht vermerkt, ob sie sich «och in Amt und Würden befinden oder bereits oer Stalin'schenSäuberungsaktion" anheimgefallen sind. Den volkswirtschaftlichen Aufschwung der UdSSR. doku­mentieren hier lediglich die ebenfalls in Paris schon als reine Agitation festgestellten graphischen Darstellun­gen in riesigen Ausmaßen.

Prag. 11. Iun!

egenwärtig eine sowsetrussische Ausstellung UdSSR." gezeigt. Die Veranstaltung steht kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen

Die Ausstellung berichtet auch über das Dasein der dem spanischen Volk von den Sowjets geraubte«spa­nischen Jugend". Sie wird gezeigt als die Stoßbrigade gegen die Religion, indem man sie in Narrenkostümen um einen Christbaum tanzen läßt, und weiterhin ahnt man die Rolle, die diese unglücklichen Kinder einmal für Sowjetrußland spielen sollen, wenn man sie, mit Maschinengewehren und Flinten Lewafsnet, unter der sowjetspanischen Flagge auf seltsamen BildernKrieg spielen" sieht.

tschechische Niistungswerke in bolschewistischer stand

Kommunisten erzielten bei den Betriebsrätewahlen 89 Prozent

Warschau, 11. Juni.

Wie die polnische Telegraphenagentur aus Prag mel­det, haben die Wahlen zu den Betriebsräten in den Krisgs'i-nÄustriewerken Skoda in Pilsen den Kommu­nisten einen fast einstimmigen Sieg gebracht. Die Kom­munisten haben sämtliche 20 Mandate und eine Stim­menmehrheit von nahezu 99 v. H. erhalten. Die natio­nalistischen Gruppen und die Volkssozialisten des Staats­präsidenten Venesch, die an den Wahlen teilnahmen, seien ohne Mandat geblieben. Einen ebenso großen Er­folg hätten die Kommunisten in dem zweitgrößten Werk der Kriegsindustrie, Kolben-Danek in Ostrau, davon­getragen. Der Wahlsieg der Kommunisten in der Kriegs­industrie habe sogar in den linkseingestellten Kreisen der Regierungskoalition eine starke Beunruhigung her­vorgerufen.

London schickt militärischen Beobachter nach Prag!

London, 11. Juni

Nach einer Meldung derDaily Mail" soll sich in der allernächsten Zeit ein britischer Militärattache nach Prag begeben, um als neutraler Beobachter die militä­rischen Maßnahmen der tschechischen Regierung zu studieren. Die Blätter erklären übereinstimmend, daß der tschechische Gesandte in Paris, Osinsky, der sich zur Zeit in Prag aufhält, ausführlich mit Außenminister Krosta über die französische Stellungnahme zu der Ein­führung der dreijährigen Wehrpflicht für die tschechische Armee gesprochen habe.

Mll Schüssen und vchonetten gegen Wühler

Prag, 11. Juni.

Wie erst jetzt bekannt wird, tam es im Anschluß an eine Wahlkundgebung der Sudetendeutschen Partei in Neudors bei Sebastiansberg im Bezirk Komotau am letzten Mittwoch wiederum zu unerhörten Uebersiillen auf Teilnehmer der Wahlkundgebnng, die, wie ausdrück­lich hervorgehoben werden muß, von tschechischem Militär verübt worden sind.

Ein Sudetendeutscher wurde, wie der Sudetendeutschen Partei aus Neudors mitgeteilt wird, auf dem nächt­lichen Heimweg von tschechischen Soldaten und einem Gendarm belästigt und schließlich von einem Soldaten mit geballter Faust ins Gesicht geschlagen. Als der Ueberfallene schließlich freikam und einige Schritte weitergeeilt war, schössen die Tschechen auf ihn. Eine Kugel ging dicht über seinen Kopf hinweg.

Auch der Ortsleiter der Sudetendeutschen Partei von Neudors wurde von tschechischen Soldaten mit Bajo­netten bedroht und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

(Siehe auch Seite 2)

Per eiserne keil der Nationalen

weiterer Vormarsch zwischen lerue! und der Küste / Neue krfolge an der Pprenäensront

Bilbao, 11. Juni.

Die Offensive der nationalen Truppen an der gesam­ten Front zwischen Ternel und der Küste wurde in den ersten Morgenstunden des Freitags fortge­setzt unter Einsatz der Luftwaffe, die unaufhörlich die feindlichen Stellungen angreift und dabei durch Ar­tillerie unterstützt wird. Tanks und Infanterie brachen allenthalben in die feindlichen Linien ein, besonders tief im Mittelteil des Abschnittes Lucena del Eid. Die durchschnittliche Tiefe des Einbruches beträgt hier 12 Kilometer.

Die am weitesten östlich vordringende Kolonne des Generals Aranda bedroht den nur noch 14 Kilometer

von Castellon entfernt liegenden Ort Villafames, der die Verbindungswege zwischen Albocacer und Castellon beherrscht. Westlich besetzte eine weitere natio­nale Gruppe den Ort Costu r. Durch den weiteren Vor­marsch dieser Abteilung sind die Orte Alcera und La Foya südlich von Lucena del Eid bedroht. Die Ver­bindung zwijchen Castellon und Lucena i st damit abgeschnitten. Westlich und östlich des letztgenannten Ortes befindliche Höhen sind bereits im Besitz der nationalen Truppen, die von dort aus die Stadt, unter Feuer nehmen. Westlich von Lucena besetzte eine weitere nationale Kolonne den Ort Castillo de Villa­fames. Der feindliche Widerstand ward Freitag schwä-

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cher. Die Zahl der Ueberläufer ist besonders groß. Im Abschnitt Teruel konnten die Truppen des Generals Barela gleichfalls weiter südlich vordringen.

An der Pyrenäen front setzten die nationalen Streitkräfte die am Donnerstag begonnene Offensive er­folgreich fort. Interessant ist, daß die Leiden feiiMichen Divisionen es handelt sich um die 43. und 48. Divi­sion sowohl Verpflegung wie Waffen und Munition über die nahegelegene französisch-spanische Grenze bei Sän Juan de Plant erhielten.

Die nationalen Truppen, geführt von General Jrure- tagoyena stießen längs der Grenze vor und besetzten Sän Juan, wo sie mit den französischen Grenzbeamten Grüße austauschten. Hiermit ist ein weiteres Zufahrtstor für die Versorgung Rotspaniens abgeschnitten. Nach Bersie- gung der französischen Zufuhrquelle ist die Lage der Ro­ten in diesem Abschnitt aussichtslos.

Teruel, 11. Juni.

Der nationale Vormarsch an der Castellon- Front ist durch ein bemerkenswertes Umgehungsma- nöoer der von General Aranda befehligten galicischen Truppen begünstigt. Die Bolschewisten hatten im Ab­schnitt zwischen Albocacer und der Küste unter Aus­nutzung des gebirgigen Geländes eine starke Verteidi­gungsstellung ausgebaut, die die nationalen Aktionen aufhalten sollte. General Aranda durchkreuzte aber die bolschewistischen Pläne und stieß unvermutet von Älbo- cacer direkt nach Süden, wobei er sich parallel zur Küste hielt. Die bolschewistischen Kolonnen sehen sich nun zwi­schen der nationalen Front und der Küste eingeschlossen und beginnen jetzt die vorher erwähnte' und nunmehr nutzlos gewordene Verteidigungsstellung abzubauen.

In diesem eingeschlossenen roten Gebiet, das etwa IVVll Quadratkilometer groß ist, lassen Ne Bolschewisten nun in größter Eile ihr Kriegsmaterial zurück. Gleich­zeitig werden die Städte und Dörfer evakuiert. So nimmt der Rückzug der Bolschewisten nach Süden einen überstürzten Verlaus.

Ven loten derDeutschland

Spanische Regierung gedenkt des lleberfalles aus PanzerschiffDeutschland"

Berlin, 11. Juni

Die spanische Regierung hat dem deutschen Botschafter in Salamanca aus Anlaß der Wiederkehr des Tages, an dem vor einem Jahr der feige Angriff rotspanischer Flieger auf dieDeutschland" erfolgte und zahlreiche Opfer an deutschen Menschenleben forderte, ihr Ge­denken ausgesprochen und um entsprechende Unterrich­tung der Reichsregierung gebeten. Der deutsche Bot­schafter ist beauftragt worden, den aufrichtigen Dank der Reichsregicrung für die erwiesene Anteilnahme aus- zusprechen.

Mit zwangsläufiger llnaufhaltsamkeht unb ständig zunehmender Bedrohtichkeit gleitet die Tschechoslowakei in den Bolschewismus hinein. Noch vor wenigen Wochen hätte man diese Feststellung in Prag mit Entrüstung und in der demokratischen Pariser und Londoner Presse mit ungläubigem Lächeln alstendenziöse Uebertrei­bung der nazistischen Propaganda" bezeichnet. Die Ge­meindewahlen in der Tschechoslowakei, aus denen i« nichtsudetendeutschen Teil die tschechischen Kommunisten als unumstrittene Sieger hervorgingen, brachten jedoch zum ersten Male den unwidertegl-ichen, auch für Kurz­sichtige nicht mehr zu übersehenden Beweis der fortschreitenden V ol s chew i sierun g, des tschechischen. Staat es. Wie weit der Bolschewis­mus schon in diesem Vielvölkerstaat dank der Beihilfe desVerbündeten"'der tschechischen Regierung vorge­drungen ist, enthüllt pun mit nicht mehr zu überbie­tender Deutlichkeit das Ergebnis der Betriebsrätewah­len in der tschechischen Rüstungsindustrie. In de« Skoda-Werken in Pilsen und in dem zweitgrößten Werk der Kriegsindustrie Kolben-Danek in Ostrau errängen die Kommunisten mit nahezu 100 Prozent aller abgege­benen Stimmen alle Betriebsratsmandate. Die tsche­chische Kriegsindustrie ist also rein bol­schewistisch! Die Komintern in Moskau, nicht das tschechische Kriegsministerium ist die letzte bestimmende Instanz, die darüber entscheidet, ob in Pilsen und Ostrau die Räder der tschechischen Kriegsindustrie still­stehen oder arbeiten. Dieses Wahlergebnis zeigt, wie es in Wirklichkeit um die angeblich von Deutschland bedrohteUnabhängigkeit" des tschechoslowakische« Staates bestellt ist. Kann überhaupt noch von einer Unabhängigkeit die Rede sein, wenn die Arbeiterschaft lebenswichtiger Industrien ideologisch und organisato­risch von einer politischen Partei erfaßt ist, deren Be­fehlszentrum im Auslande liegt? Hat die tschechische Regierung noch ihre Entschlußfreiheit, wenn Sowjet­rußland jederzeit drohen kann, durch einen Streik in der Kriegsindustrie das Land wehrunfähig zu mache«?

Es offenbart sich immer mehr, daß Prag nicht als es auf den Rat seiner französischen Freunde sich mit Moskau verband wie die politische chauvinistische Presse es hinstellte, diegeniale außenpolitische Lösung" und diestarke Bürgschaft seiner Unabhängigkeit" ge­funden hat, sondern gefährliche Geister rief, die es nu» nicht mehr loswerden kann. Der dauernde amtliche Hinweis auf die militärische Stärke der Sowjetunion, der jede unter Umständen aufkommende Neigung im tschechischen Volk zu einer Verständigung mit Deutsch­land ersticken sollte, hat dem tschechische« Kommunis­mus einen ungeahnten Auftrieb gegeben. Die amtliche Verherrlichung derstarken Sowjetunion", desjeder­zeit hilfsbereiten mächtigen Freundes", führte und führt noch immer die Massen der tschechischen Arbeiter und Bauern in die Arme der roten Agitatoren. Der künst­lich großgezüchtete Haß gegen Deutsch­land verbindet sich mit dieser von amtlicher Seite ge­förderten Lobpreisung des verbündeten bolschewistische« Sowjetstaates zu einer besonders bedrohlichen Form des Bolschewismus, für dessen Mrk-

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Fraucos Offensive nimmt an Leiden Fronte« eine« vielversprechenden Fortgang.

Prag bekennt sich mit einer Ausstellung Verbündeter UdSSR." offen als Basall Kreml.

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Ve, den Betriebsräte»«-!«» in den tschechische» Rüstungswerken erzielten die Kommunisten fast 16V Prozent der Stimmen.

Die erschütternde Liste unerhörter tschechischer Ge­waltakte gegen die Sudetendeutschen nimmt wei­ter zu.

Tschechische Gendarmen unternahmen einen Erpres­sungsversuch an einer Reichsdeutschen zur Verhin­derung ihrer Zeugenaussage.

In Hamburg wurde die vierte KdF.-Reichstaauna eröffnet.

Eine reiche Zahl schöner, finniger Geschenke uird Gluckwnniche anläßlich der Geburt ihres Töchter- chens bezeugen die große Verehrung und Beliebt- heit, die Eeneralfeldmarschall Göring und sein« Gattin im deutschen Volke genießen.

«u«, »I» »Hirnen ^ng oer 2)eur>«yianvfayrt gab es einen deutschen Ctappensieg.

Aeußerst anerkennend sprachen sich dänische Press«, stimmen über das Abschneiden des SB. Werder in Dänemark aus.

Das NSKK. übernimmt die Verkehrsschulnna der Parteigenossen.

DieNordmeer" undDer große Dessauer" statte- te» getzern Bremen einen Besuch ab.

Die Jahrestagung des Deutschen Nautische» 8er- ems wurde in Bremen abgehalten.

«ersandgeschiiste dürfen nicht in Oesterreich «ertze«.