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vremerMuno
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatk des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches Verkündungsblatt des NeiHsstatliialters ia Oldenburg und Meinen
Nr. 155 / S. Jahrgang
Mittwoch, S. Juni 19Z8
kinzelpreis 15 Npf.
Selbst Kranke werden
wo bleibt die kntrüstung?
Moskaus Brandstiftung und die Westmächte
I ^
kin bezeichnender Vorfall in Lurnau / Seltsame Protokoll- aufnähme / vom Motorrad gerissen und schwer verletzt /
umfaßt,- ferner der Deutsche Landeslehrer-Verein in Reichenberg, dessen''Hauptausschnß in,,Aussig den Beschluß faßte, dex" sudetendeutschen Erzieherschaft und damit der Volksgemeinschaft beizutreten..
Ungeheure krregung der Sevölkerung
Wc eine slowakische strmee
Prag, 8. Juni.
Die Uebergrifse und Roheitsakte tschechischer Soldaten gegen friedliebende und wehrlose Sudetendeutsche nehmen kein Ende. Auch Kranke und Schwerverletzte sind vor Beschimpfungen und Mißhandlungen nicht mehr sicher.
Wie erst jetzt bekannt wird, hat sich am Pfingstfonn- abend in Turnau an der Straße zwischen Reichenberg und Trautenau ein bezeichnender Vorfall zugetragen. Ein Reichenberger deutscher Einwohner wollte seine Nichte, die im Krüppelheim in Reichenberg in Behandlung gewesen war und noch ein Bein im Gipsverband hatte, nach Jungbuch bei Trautenau schaffen. Beim Umsteigen in der Station Turnau wollten beide den Wartesaal des Bahnhofs betreten, was ihnen aber verweigert wurde, weil sich dort die Bahnhofswache eingerichtet hatte. Der Kommandant der Wache, nach Aussagen des Reichenberger Einwohners offenbar leicht betrunken, beschimpfte die beiden in wüster Weife.
Hierauf wurden zwei Mann der Bahnhofswache mit ausgepflanztem Bajonett dazn bestimmt, den Deutsche», dem man inzwischen die weißen Strümpfe heruntergerissen hatte, mit seiner kranken Nichte auf die Gendarmeriestation zu führen, was großes Aussehen in den Straßen der Stadt hervorrieft Die beiden Deutschen waren aus diesem Wege üblen Schimpfereien tschechischer Passanten ausgesetzt. Bemerkt muß werden, daß der Wachkommandant die Begleitsoldaten ausdrücklich gefragt hatte, ob sie scharse Patronen bei sich hätten, was von ihnen bejaht nmrdc.(!j
Auf der Eendarmeriestation wurde ein Protokoll aufgenommen, worauf die Deutschen wieder entlassen wurden. Der Betroffene gab den Vorfall bei seiner Rückkehr nach Reichenberg im Sekretariat der Sudetendeutschen Partei zu Protokoll. Die Sudetendeutsche Partei hat bei den zuständigen Stellen Beschwerde wegen dieses neuen Hebelgriffes des tschechischen Militärs eingelegt.
Passau, 8. Juni
Am Dienstagmorgen begab sich der deutsche Pfarrer Pins Fischer von Obermoldau rm Böhmerwald mit einem Begleiter nach Eleonorenhain, um dort einen Sterbenden zu versehen. An der Kleidung und der mitgefühlten Tasche war klar zu erkennen, daß es sich um einen Pfarrer handelte. Trotzdem rvmde der Geistliche kurz vor dem Ort auf eine Entfernung von sechs Meter von tschechischen Soldaten angerufen, und, da
er mit seinem Motorrad nicht so schnell bremsen konnte, samt der mitgefühlten kirchlichen Geräte von der Maschine heruntergerissen und zu Boden geworfen. Der Pfarrer erlitt mehrere Verletzungen. Trotzdem wurde er in diesem Zustand zur Eendarmeriestation geschleppt. Später begab er sich zum Arzt, um sich ein Zeugnis über. seine Verletzungen ausstellen zu lassen. Der Arzt war jedoch inzwischen von der Gendarmerie angerufen worden, die ihm bedeutete, daß er kein Zeugnis ausstellen dürfe. (!)
Lerror im Vötimrrwald
Linz, 8. Juni.
Der „Arbeiter-Sturm" berichtet unter dem Titel „Terror im Böhmerwald": „Der Kriegszustand und die grotesken Maßnahmen der wild gewordenen tschechischen Soldaten im sudetendeutschen Grenzgebiet sind zu den Pfingstfeiertagen neuerlich verschärft worden. Die Folgen waren im Böhmerwald geradezu katastrophal. Das Gebiet von Plöckenstein, der Heimat Adalbert Stifters, war vollkommen gesperrt und MG.-Stellungen waren errichtet. Den Gästen wurde der Besuch des Plöckenstei- ner Sees untersagt. Aehnlich wurde auch an anderen Orten verfahren. Die tschechische Soldateska ist an den Feiertagen bedeutend verstärkt worden. In der Gegend von Böhmisch-Röhren sind tschechische Soldaten in großer Zahl mit dem Bau von Barrikaden und sonstigen Hindernissen beschäftigt. Ueberall sieht man Militärpatrouillen, die sinnlos in den Wäldern umherschleichen und sich geheimnisvoll zu schaffen machen. Jede Annäherung wird mit angelegtem Gewehr abgewehrt."
7m Zeichen der sudetendeutschen kiicheit
Reichen«», 8. Juni.
Während der Pfingsttage haben sich weiter der sudetendeutschen Volksgemeinschaft eingegliedert: Der Hauptverein der Deutschen Ingenieure, der seine diesjährige Vollversammlung in Troppau abhielt, der Eenossenschaftsvelband der Kreditgenossenschaften, der in über 800 Genossenschaften über 200 000 Mitglieder
Warschau, 8. Juni.
Die polnischen Blätter beschäftigen sich weiterhin ausführlich Mit der Lage in der Tschechoslowakei und stellen in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung den Verlauf,der Slowakentagung in Preßburg und den für den 12. Juni bevorstehenden zweiten'Abschnitt der Gemeindewahlen. Die polnische Telegrafenagentur berichtet von neuen Kundgebungen slowakischer Autonomisten in Preßburg. Die Teilnehmer der Kundgebungen hätten vor dem Militärkommando für die Schaffung einer slowakischen Armee mit slowakischen Offizieren demonstriert.
„Vor entscheidender Auseinandersetzung"
Die Budapester Presse über die Preßburger Slowaken- Kundgebung
Budapest, 8. Juni.
Die.große Preßburger Autonomie-Kundgebung des Slowakentums hat in der ungarischen Öffentlichkeit große Beachtung gefunden. Das erstmalige geschlossene Auftreten des slowakischen Volkes wird als der Auftakt einer entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Slo- wakentum und.Tschechentum beurteilt. Man ist hier allgemein der Ansicht, daß die Durchsetzung der völkischen Forderungen der Slowaken mit dem Schicksal der ungarischen Volksgruppen verbunden ist. Die Dienstag- Abendpresse veröffentlicht spaltenlange Berichte ihrer nach Preßburg entsandten Sonderberichterstatter, die die leidenschaftliche Erregung der Massen und den eindrucksvollen Charakter der gewaltigen Kundgebung schildern. Viel bemerkt werden die begeisterten Kundgebungen, die sich bei. dem Verbrennen einer Sowjetfahne sowie einer Abschrift des tschechisch-sowjetrussischen Vertrages abspielten.
Rom, 8. Juni.
Unter lleberschriften wie „Hodza macht den Slowaken das Selbstbestimmungsrecht streitig" beschäftigt sich die römische Abendpresse , in kritischer Weise mit der in Preßburg veranstalteten Gegenkundgebung.
So schreibt der Präger Vertreter der „Tribuns" mit einer gewissen Ironie, daß trotz der sorgsam und präzise organisierten Sonderziige und trotz vorangegangener strengster Maßnahmen, die ein Fernbleiben von der von den Tschechen aufgezogenen Kundgebung unmöglich machten, diese Eegenveranstaltung sich mit der wahrhaft gewaltigen Willensäußerung der autono mistischen Kräfte nicht habe messen können.
(Siehe auch Seite 2)
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Li.AIü. Gewisse Vorgänge unserer Zeit wird'die Nachwelt beim besten Willen Nicht begreifen. Mutz sich doch schon heute der nachdenkliche politische Beobachter an den Kopf fassen, wenn er erfährt, datz Sowjetrutzland mit den sogenannten Westmächten ein ebenso offenes wie freches Doppelspiel treiben kann, ohne energisch zur Ordnung gerufen zu werden. Es ist in der Tat kurios: jede Regierung, die sich nur deshalb als „Friedensfreund" aufspielen würde, um unbehindert die Brandfackel der Weltrevolution in das Gebäude der.europäischen Zusammenarbeit zu werfen, würde von den Hintergangenen empört zur Rechenschaft gezogen werden — alleinden Moskauer Machthabern wird freie Bahn zur Entzweiung der Völker gegeben.
Ganze Bände ließen sich bereits füllen mit Material zu dem Thema: Wie Frankreich hintergangen und betrogen wird. Blitzartige Erkenntnisse einzelner, die der gefährlichen, von bolschewistischen Agenten hervorgerufenen Situation unseres westlichen Nachbarn voll gerecht werden, bleiben unbeachtet. Der französische General Nietzel hatte vor einiger Zeit im Rahmen eines Interviews mit der schwedischen Zeitung „Nya Dagligt Allehanda" temperamentvoll festgestellt: „Wir Franzosen sind trotz unseres Bündnisses mit Sowjetrutzland von der Propaganda der Komintern, die unermüdlich arbeitet, nicht verschont geblieben. Was hat uns unser Vertrag mit Sowjetrutzland eingebracht? Revolutionäre Propaganba im Lande — und in den Kolonien fortwährende Unruhen." General Nietzel hat aus dieser richtigen Meinung auch seinen Landsleuten gegenüber kein Hehl gemacht, aber die Pariser Regierungsstellen können sich nun einmal aus der kommunistischen Umklammerung, die das „Volksfront"-System vermittelt, nicht frei machen. Sie müssen mit verschränkten Armen zuschauen, wie die Drahtzieher des Kreml ganze Kolonnen entmenschter Hetzer aus den Revolutionsschulen in Moskau, Leningrad und Taschkent nach Französisch-Nordafrika entsenden, wo die antifranzösische arabische Front in den Dienst der Sowjetunion genommen und von roten „Jslam-Spezialisten" mit allen Mitteln der Demagogie verstärkt wird. Kein Mittel der Aufwiegelung, das die Roten verschmähen! Von Barcelona aus werden Radiovorträge in arabischer Sprache gehalten, die mit dem Appell an die „unterdrückten und geknechteten Eingeborenen- oölker" enden: „Tötet, plündert, steckt die Dörfer in Brand!" Streiks, Sabotageakte und bewaffnete Ausstände — -das sind die Folgen dieser von Paris mittelbar geförderten Bolschewisierung der französischen Kolonien Nordafrikas. Es drängt sich nur noch die - Frage aus, worüber man sich mehr wundern soll, über die Frechheit der Moskauer Brandstifter oder über die politische Engstirnigkeit gewisser französischer Handlanger der Kommunisten.
Auch England sieht dem Lauf der zersetzenden bolschewistischen Verhetzungen im Hoheitsgebiet seines Weltreiches mit seltsamer Gelassenheit zu. „Man läßt es sich in Moskau schon Geld kosten, in den Reihen der britischen Arbeiter Zwist zu säen" — so rief die Labour-Party schon vor Monaten Klagend aus, was sie jedoch nicht hinderte, im Spanienkonslikt die Geschäfte ihrer Todfeinde, der Moskauer Mordbrenner, zu besorgen Indessen wurde in Indien die Kongretz- partel auf der Basis „antiimperialistischer Bestrebungen" von den Beauftragten Stalins mit sichtbarem Erfolge unterstützt; erst kürzlich erklärte
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Kanton war der Zielpunkt japanischer Luftangriffe.
An der Teruel-Front setzte eine neue Offensive der Nationalen ein.
„ ...
Auf dem französischen sozialdemokratifchen Parte kam es zu seltsamen Spiegelfechtereien.
Tschechische Soldateska mißhandelte erneut weh» Sudetendeutsche.
^MeNswurde der Kontinentale Reklamekon,
Gauleiter Carl Rover besichtigte eingehend Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt". Heute wird mit einer Kundgebung auf dem B Holzberg das 3. Nordseeführerlager beendet. Die Nordseewoche erreichte mit der Regatta „R nm Helgoland« ihren Höhepunkt.
Zu einem vollen Erfolg wurde das Lili-nth, Revuen.
Groß» Beachtung finden m Frankreich die Weltbestleistungen de» deutsche» Flieger.