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parteiamtliche Tageszeitung W der Nationalsozialisten Vremens
Das flmtsblatl des Negierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen flmtliches verkündungsblakt des NeicHsstattdalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 154 / S. Jahrgang
Dienstag, 7. Juni 19Z9
Linzelpreis 15 Npf.
dlißpfingsten in Sudetendeutschland
AU
Unter der Knute tschechischer Vendarmerie , Mit 6ummi- knüppeln und Sewehrkolben gegen teilnehmer einer Wahlversammlung , Beutschenjagd tschechischer Kommunisten
Berlin, 7. Juni.
Selbst an den Psingstfeiertagen war das Sudetendeutschtum unerhörten tschechischen Willkürakten ausgesetzt. In der Nacht vsm Sonnabend aus Sonntag überfiel tschechische Gendarmerie bei Bodenbach zweimal eine Gruppe von Ordnern der Sudetendeutschen Partei, die aus einer Wählerversammlung friedlich heimkehrten und mißhandelten sie sie aus das schamloseste mit Gummiknüppeln und Gewehrkolben. Dabei wurden 2V Ordner verletzt. Der Ordner Hirschmann erlitt eine so schwere Kopfverletzung, daß er ins Krankenhaus eingeliefert werden mutzte. Wenige Stunden später veranstalteten Tschechen in Liboch an der Elbe eine wahre Deutschenjagd.
Leber diese neuen ungeheuerlichen Prügelorgien tschechischer Sadisten gegen die friedlich feiernde deutsche Bevölkerung werden folgende Einzelheiten bekannt:
In Maxdorf bei Bodenbach wurde eine Wahler- vevsammlüng der SDP., an der auch SDP.-Mitglieder aus Bodenbach selbst teilnahmen, abgehalten. Als die Versammlung nach störungslosem Verlauf beendet war, gingen die Teilnehmer in aller Ruhe nach Haufe, jene, die einen gemeinsamen Heimweg hatten, nicht einzeln, sondern gemeinsam. Diesen Umstand zu erwähnen ist deshalb wichtig, weil ein amtlicher Bericht von „formierten" Zügen spricht und aus dieser Behauptung eine Art Begründung für das empörende Vorgehen der tschechischen Gendarmerie konstruieren will. Demgegenüber ist festzustellen, datz, wie die anderen heimkehrenden Wähler auch die Bodenbacher, die einen gemeinsamen Heimweg von etwa einer halben Stunde hatten und deshalb zusammengingen, keineswegs . in einer geschlossenen Formation, sondern durchaus ungeordnet, ohne Kommando gingen.
Um so größer war die lleberraschung, als plötzlich ein Ueberfallwagen mit Polizei und Gendarmerie heran- nste ,md die Heimkehrer unter brutaler Anwendung
von Gewalt auseinanderjagte. Aber bald sollte ein neuer Ueberfall erfolgen. Wenige Zeit später erschien der Ueberfallwagen wieder. Die tschechischen Gendarmen sprangen heraus und schlugen sofort mit Gummiknüppeln und Gewehren auf die Heimkehrenden ein. Bei diesen wüsten Ausschreitungen tschechischer Gendarmen, die der ruhige Verlauf der sudetendeutschen Versammlung in Maxdorf in eine wahre Raserei gebracht hatte, wurden 20 Sndetendeutsche mehr oder weniger schwer verletzt. Bei den llebersallenen sind deutlich sichtbare Spuren von Schlägen ärztlich festgestellt worden. Die Atteste darüber liegen vor. Die Verletzungen wurden durchweg auf dem Rücken festgestellt, ein Beweis, datz sich die Mißhandelten nicht zur Wehr gesetzt hatten, sondern datz sie vielmehr von den Tschechen vor sich Hergetrieben und dabei geschlagen worden sind.
Auch die anderen Gruppen von Versammlungsteilnehmern waren lleberfällen tschechischer Prügelkommandos ausgesetzt, die in ihrem Ueberfallwagen immer wieder die Gegend nach neuen Opfern absuchten.
Dr. Kreisel, Senator Tschakert und der Ortsleiter Lerche haben an den Präger Innenminister ein Protesttelegramm folgenden Inhalts gerichtet:
„Wir protestieren schärsstens gegen das Verhalten der Polizei und Gendarmerie von Vodenbach, die heimkehrende Ordner der Sudetendeutschen Partei grundlos «Wandelte und verletzte. Ein Ordner liegt im Krankenhaus."
Vom zweiten Schauplatz tschechischer Ausschreitungen, dem hartumkämpften Grenzort Liboch an der Elbe, werden folgende Einzelheiten bekannt: In Liboch war infolge freiwilligen Uebereinkommens der Sudetendeutschen Partei mit der tschechischen Wahlgruppe am Sonntag, dem 29. Mai, eine vollständige Vereinbarung getroffen worden, so datz der Wahlkampf entfiel. Die Tschechen erhielten 14 und die Sudetendentsche Partei 12 Mandate durch Vereinbarung. So wurde dank der ruhigen Haltung der SDP. der Friede in der Gemeinde für die Wahlzeit sichergestellt. Das patzte aber chauvinistischen-Tschechen aus der Umgebung von Liboch nicht in ihren Plan. Am Pfingstfonntag kam eine Gruppe Tschechen aus dem Melniker Bezirk nach Liboch und veranstaltete dort Jagd auf weih« Strümpfe. Ein deutscher Bauer, der von einer tschechischen Gruppe umringt, ergriffen und gezwungen werden sollte, die weihen Strümpfe, abzulegen, setzte sich zur Wehr, und es entstand «ine Schlägerei, die gefährliche Formen anzunehmen drohte. Einige andere Deutsche kamen dem angegriffenen Bauern zu Hilfe und konnten ihn aus der Gruppe befreien, nachdem er bereits einige Verletzungen erlitten hatte. Erst dann schritt die Gendarmerie ein und stellte die Ruhe und Ordnung wieder her und verhaftete drei Personen.
Die Polizei veranlaßte schließlich die auswärtigen Tschechen, den Ort zu verlassen. Die Vertreter der Sudetendeutschen Partei in Liboch haben wegen des Vorfalles bei der Bezirksbehörde in Dauba Beschwerde erhoben.
Zweimaliger Sieg deutscher Luftfahrt
USets neuer 0eschwindigkeitsrekord — Bes „Oroßen Befsauers" internationale Bestleistung im Höhenflug
Berlin, 7. Juni.
In den Psingsttagen konnte die deutsche Luftfahrt zwei neue stolze Ersolge erringen. Am Sonnabend erreichte ein viermotoriges Iunkers-Flug- geug des Musters, das unter dem Namen der „Große Dessauer" weltbekannt geworden ist, mit einer Zuladung von 5VV0 Kilogramm eine Höhe von SS12 Meter, und am Sonntag erzielte ein Heinkel-Jagdslugzeug über die IlM-Kilometer- Strecke eine Geschwindigkeit von 634,37V Kilo- meter in der Stunde. Beide Ergebnisse stellen neue internationale Bestleistungen dar. In beiden Fällen gelang es, bisher in auslätckischem Besitz befindliche Rekorde für Deutschland zu erobern.
Der „Große Dessauer" wurde aus seinem vom Flugplatz Dessau ausgehenden Rekordslug, der sich über Äwa zwei Stunden erstreckte, von dem Ehespiloten der
freiwillige für die Luftwaffe
Junkers-Werke, Flugkapitän Kind ermann, geführt. Außerdem gehörten Flugzeugführer Wendel und Flugversuchsingenieur Hotops zur Besatzung. Durch die mit 5000 Kilogramm Nutzlast erreichte Höhe von 9312 Meter wurde der früher vom Ausland mit 8989 Meter gehaltene Rekord um mehr als 300 Meter überboten.
Generalmajor lldet als der für die Entwicklung des Fluggerätes in Deutschland verantwortliche Ehef des Technischen Amtes im ReichSlnftfahrtminffterium, ließ es sich nicht nehmen, den Schnelligkeitsrekordslug über die 100-Kilometer-Strecke mit einem neuen einsitzigen Heinkel-Jagdslugzeug nach einem kurzen Probeflug persönlich durchzuführen. Auf einer amtlich vermessenen Flugstrecke in der Nähe von Rostock-Warnenründe konnte der Generalmajor den gleichfalls bisher vom Ausland mit 554,57 Kilometer je Stunde, gehaltenen Rekord um 80 Kilometer auf 634,370 Kilometer je Stunde verbessern. Start und Landung erfolgten aus dem Heiukel-Flugplatz bei Rostock. Die Vorbereitungen zu diesem Flug waren erst vor kurzer Zeit in Angriff genommen worden. Diese Eeschwindigkeits-Vestleistnng reiht sich würdig dem vor einigen Monaten von einem
Flugzeug der Bayerischen Flugzeug-Werke mit 611 Kilometer in einer anderen Wertungsklasse ausgestellten Rekord an.
Die deutsche Flugmotorenindustrie ist an den beiden neuen Welterfolgen der deutschen Luftfahrttechnik hervorragend beteiligt. Sowohl der „Große Dessauer" der Junkers-Werke, wie das Heiwkel-Jagd- flugzsug waren mit Daimker-Benz-Motoren ausgerüstet, die wiederum ein eindrucksvolles Vewäh- rungszeuAnis ablegten. Beide Rekordflüge standen unter der amtlichen Kontrolle von Lustsportzeugen und wurden sofort dem internationalen Luftfahrtvevband znr offiziellen Anerkennung angemeldet.
Mit welchem Stolz das deutsche Volk aus Liese großartigen Leistungen wagemutiger deutscher Männer und besten deutschen Fluggeriites blickt, hat der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Eeneralseldmarschall Göring, in Worten des Dankes und der besonderen Anerkennung gegenüber den beteiligten Werken und den Besatzungen zum Ausdruck gebracht. Die beiden Rekordflüge sind erneute beredte Beweise der im nationalsozialistischen Deutschland wiedererrnngenen Weltgeltung -er deutschen Luftfahrt.
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Während im Deutschen Reich das Pfmgstfest in, Frieden und Ruhe von einem glücklichen Volk gefeiert wurde, kam es in den deutschen Gebieten der Tschechoslowakei wieder zu schweren Ausschreitungen tschechischer Gendarmerie gegen friedliche deutsche Volksgenossen: Man hätte annehmen können, daß nach den zahlreichen Zwischensällen der letzten Wochen, die nur allzu deutlich das herausfordernde Verhalten der tschechischen Militär- und Polizeiorgane offenbarten, die Präger Regierung ihre untergeordneten Stellen zur Zurückhaltung und Mäßigung auffordern würden; man hätte um so eher dieses annehmen können, als die Präger Regierung in ihren amtlichen Erklärungen zu -einigen Zwischensällen recht peinliche Tatsachen hatte zugeben müssen. So wurde bekanntlich zum Beispiel das blindwütige Schießen eines tschechischen Gendarmen auf SudetendeutfchL mit „vorübergehender Geistesverwirrung" entschuldigt.
Die Präger Regierung hat sich aber anscheinend nicht im geringsten bemüht, weitere Auswirkungen solcher in letzter Zeit recht häufige Anfälle von „Geistesverwirrung" in Heer und Polizei zu verhindern, im Gegenteil zeigen die blutigen Pfingst- zwrschenfälle, datz die „Geistesverwirrung" in der tschechischen Exekutive anscheinend immer mehr um sich greift.
Die Präger Regierung hat nach den blutigen Zwischenfällen der letzten 14 Tage nicht etwa ihre PMzeiorgane Zurückgepfiffen, sondern wahrscheinlich sogar zu weiteren „Heldentaten" angespornt. Wie wäre sonst die neue Prügelorgie tschechischer Gendarmen gegen friedliche Sndetendeutsche zu erklären, die mit Gummiknüppel und Gewehrkolben Teilnehmer einer sudetendeutschen Wahlkundgebung bei Bodenbach überfielen. 20 Sude- tendeutsche wurden von diesen in Polizeiuniform gesteckten Bestien niedergeschlagen, einer von ihnen wußte mit ernsten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Mit Ueberfallwagen verfolgten diese tschechischen Knüppelgarden auf der Landstraße heimkehrende deutsche Volksgenossen und schlugen sie lazavettfähig. Wie die ärztliche Untersuchung der zahlreichen mehr oder weniger schwer verwundeten Volksgenossen ergab, haben alle Betroffenen Wunden auf dem Rücken erhalten, ein Zeichen dafür, datz nicht die tschechische Polizei angegriffen wurde, sondern diese die heimkehrenden Deutschen als Freiwild ihres ungezügelten Hasses vor sich Hergetrieben hat. Der Protest der Ortsleitung der Sudetendeutschen Partei an den Innenminister spricht eine deutliche Sprache und zeigt den Ernst der durch die Raserei der tschechischen Polizeiorgane geschaffenen Lage.
Datz die Tschechen in diesen Tagen geradezu Jagd auf Deutsche machen, beweist auch der Zwischenfall in Liboch im Elbtal, wo tschechische Chauvinisten deutsche Volksgenossen aufforderten, ihre weihen Strümpfe auszuziehen, weil die Tschechen in diesen weihen Strümpfen bereits eine deutsche „Uniformierung" sehen. Ein deutscher Bauer konnte im letzten Augenblick durch andere deutsche Volksgenossen in verwundetem Zustand aus der Gewalt der tschechischen Uebermacht befreit werden.
Der Pfingstgrutz der Tschechen an die Sudetendeutschen bestand also in einem Sögen von Gummiknüppel- und GewehrkoLenschlägen aus die Rücken friedlicher Deutscher, die auf diese Weise
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vnsor VaFQsspioysL
Berlin, 7. Juni.
Im Frühjahr 1939 erfolgt Einstellung von Freiwilligen bei Flieger- und Luftnachrichtentruppe.
Meldungen hierzu ergehen möglichst sofort an die zuständigen Meldestellen. Spätere Gesuche laufen Gefahr, zu spät zu kommen. Ueber Einstellungsbedin- gungen geben sämtliche Wehrersatzdienststellen, Polizeidienststellen und Annahmestellen der Luftwaffe Auskunft. Annahmestellen für Fliegertruppe: Flieger-Ersatzabterlung 37 lletersen, Flieger-Ersatzabteilung 47 Stade, Flieger-Ersatzabteilung 24 Quakenbrück.
Für Lustnachrichtentruppe: Luftnachrichtenabteilung U17 Braunschweig-Quernm.
Bevorzugt werden: Bewerber mit fliegerischer Vorbildung, technische Fachhandwerker (z. B. Motorenschlosser. Feinmechaniker, Elektrotechniker, Dreher, Motorenprüfer, Modelltischler, Sattler, Maschinenschlosser, Kraftfahrzeugschlosser, Klempner), ferner Angehörige des NSFK. und NSKK.
Bei der Flakartillerie werd«« kn Frühjahr 1969 M-m Freiwilligen »ingestsM.
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Vontsvbe l? 1 ,1 A /, ellse in aller IV v l t! zvie „klie^enäv 8el>»ebbrettvr" seilen ckiese iriewm Lunst- kluKmasekinen aus, ckio sieb rnoniniseke kliegerokkimepe kür ibre ILnilstkluAVei-anslaltiinKe» ausgervüdlt linden. 0er ^.nstriel, an äer Unterseite cker plagreuge unterscbeiSst sieb vvsentliell von äsn, cker Oberseite, nw nälirenä cker Vorkülirungen vorn Locken aus Sie einzelnen Llngznstiinüs (Normal- nnck küokonkllln) Kevaa beobaebten sn könne». (Press »
Während der Pfingsttage ereigneten sich wieder blutige tschechische Ueberfälle auf Sndetendeutsche.
Durch eine» neuen Flugzeugiiberfall auf französisches Gebiet unternahmen die Valencia-Volschewisten weitere Störungsoersuche der Nichteinmischungsverhandlungen.
Die deutsche Luftfahrt errang neue absolute Rekorde im Geschwindigkeits- und Höhenslug.
I« Württemberg erforderte ein Omnibusunglück sieben Todesopfer.
Stabsfiihrer Hartmann Lanterbacher und Reichs- referentiu Dr. Jutta Rüdiger sprachen auf dem 3. Nordseefiihrerlager der HJ. '
Im Metropol-Thcater wurde der Bremer Jungvolk- Film „Feindliche Ufer" uraufgeführt.
Unter großer Teilnahme der bremischen Bevölkerung fand in Bremen ein großes Sportfest dreier HJ.- Eebiete statt.
Mit sechs weiteren Treffen wurden die Kämpfe um die Fußballweltmeisterschaft in Frankreich fortgesetzt.
Hockey-Nationalelf über Großbritannien. ^
Aufstiegsspielen zur Gauliga schlug l MSB. Lnnebnrg den FB. Woltmershausen 4:2.