Ausgabe 
(1.6.1938) Nr. 149
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Meiner Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsdlatt des Beichsstatchalters in Videnburg und Bremen

7lr. 149/8. Jahrgang

Mittwoch. I.Zum 19Z8

Einzelpreis 15 Npf.

Sowjetjude wird jn London frech

dreistes flustreten Kostns im Mchteinmischungsausschust

Der Vertreter Moskaus leugnet die flnwesenkelt fowjet- rulstscher Streltkrafte in Spanien / Die Kosten für die Zurückziehung der freiwilligen

London, 1. Juni.

Der Unterausschuß des Vorsitzenden des Londoner Nichteinmischungsausschusses befaßte sich gestern mit den Kosten für die Zurückziehung der Freiwilligen aus Spanien, die aus 2)4 Millionen Pfund geschätzt werden. Die Sitzung war gekennzeichnet von einem unerhört frechen und scheinheiligen Auftreten des Sowjetvertreters.

Für die Zahlung und Zusammenziehung der Frei­willigen in Sammellagern bis zum Abtransport ist ein Kostenaufwand von 1 bis IlL Millionen Pfund errechnet. Es wurde vorgeschlagen, datz dieser Betrag von den fünf Hauptmächten des Nichteinmischungsausschusses aufgebracht werden soll. Sollte jedoch Sowjetrutzland dem Plan nicht zustimmen, so sollen sich England, Frank­reich. Deutschla^i und Italien in diese Kosten teilen. Für den Abtransport der Freiwilligen in ihre Heimat­länder werden 750 000 Pfund für erforderlich gehalten. Diese Summ« soll von den Heimatländern der Frei­

willigen entsprechend der auf jedes Land entfallenden Freiwilligenzahl aufgebracht werden.

Für die britische Regierung erklärte Lord Plymouth, daß England bereit sei, seinen Anteil zu zahlen, voraus­gesetzt. daß die anderen Mächte dem Plan zustimmen.

Der sowjetrussische Vertreter Kagan (Kahn), der in der letzten Sitzung gegen ein Uebereinkommen gearbeitet und grundsätzlich erklärt hatte, datz seine Regierung den Vorschlag zur Wiedereinsetzung der Landkontrolle und Verschärfung der Seekontrolle nicht annehmen könne, meinte jetzt, datz feine Regierung bereit sei, die Zahlung

eines Beitrages zusammen mit den anderen Mächten zu den Kosten für die Einsetzung und Unterhaltung der Räumungsausichüssein Erwägung" zu ziehen.

Er könne dagegen, so fuhr Kohn in provozierender Weise fort, der Zahlung eines Betrages zu den Koste« für den Abtransport, die Unterhaltung und Räumung der Freiwilligen nicht zustimmen, weil hier über­schlug sich die Frechheit des Sowjetjuden geradezu überhaupt keine Sowjetrussen in Spanien seien (!!). Jedes Land solle die Räumung seiner Freiwilligen selbst bezahlen . . .

Die Vertreter der übrigen Länder erklärten sich be­reit, die Vorschläge ihren Regierungen zu unterbreiten. Der Sekretär des Unterausschusses, Hemming, teilte mit, er benötige am Tage der endgültigen Annahme des Planes 600 000 Pfund für die erste Ingangsetzung und vorher 50 000 Pfund für verschiedene Ausgaben.

Der Unterausschuß befaßte sich ferner mit der Frage der Entsendung von Beamten in eine Reihe euro­päischer Hauptstädte, um mit den dortigen Regierungen wegen Lieferung von Material, das für die Räumung benötigt wird, wie Medikamente, Lebensmittel, Bau­materialien für Sammellager und anderes mehr in Fühlung zu treten. Die nächste Sitzung des Unter­ausschusses wird am Donnerstag stattfinden.

österreichische tanstesregierung eingewiesen

feierlicher Staatsakt im Wiener Amt des Neichsstaltstalters Ansprache des Neichsinnenministers

Wien, 1. Juni.

In einem feierlichen Staatsakt nahm Dienstag nach­mittag Reichsinnenminister Dr. Frick im Amt des Reichsstatthalters die Einführung der neuen österreichi­schen Landesregierung vor.

Reichsinnenminister Dr. Frick, der in Begleitung der Staatssekretäre Dr. Pfundtner, Dr. Stuckardt und Dr. Keppler sowie des Gauleiters Krebs war, wurde vom Gauleiter Viirckel und Reichsstatthalter Dr.Seyß-Jnquart begrüßt. Der feierliche Staats­akt fand im historischen Kongretzsaal statt. Die Mit­glieder der Landesregierung, die Gauleiter sowie zahl­reiche andere führende Männer von Partei, Staat und Wehrmacht, der Stadt Wien, der Polizei, die früheren Mitglieder der Landesregierung urä hohe Beamte wohnten dem Festakt bei. Dr. Seytz-Jnquart gab in seiner Rede noch einmal eine geschichtliche Darstellung der März-Ereignisse.

Anschließend ergriff Reichsminister Dr. Frick das Wort zu seinen grundlegenden Ausführungen über die verwaltungsmäßige Neuordnung des Landes Oesterreich. Eingangs gab Dr. Frick die Versicherung ab, daß die gesamte Reichsregierung mit ihrer vollen Autorität bei der schwierigen Aufbauarbeit in der Ostmark hinter der neuen Landesregierung und den Landeshauptmännern stehe. Der Reichsinnenminister wies dann die historische Notwendigkeit der vom Führer verwirklichten Wieder­vereinigung der Ostmark mit dem Deutschen Reich an Hand der Ereignisse nach, streifte die verdienst­volle Tätigkeit der nunmehr ausscheidenden Mi­nister, Staatssekretäre und Landeshauptleute und gab dann die Einweisung der neuen Landes­

regierung mit Reichsstatthalter Seyß-Jnquart als Führer der Landesregierung und Leiter des Ministe­riums für innere und kulturelle Angelegenheiten, Mi­nister Fischböck als fieiter der Ministerien für Wirtschaft und Arbeit und für Finanzen und Minister Reithaler als Leiter des Ministeriums für Landwirtschaft bekannt. Mit ihrem bewährten Rat würden auch der Landes­regierung zur Verfügung stehen: Minister Klausner, Minister Glaise-Horstenau und Minister Hueber. Dr. Frick fuhr fort:

Wie die Einheit von Partei und Staat ihren sicht­barsten Ausdruck in der Person des Führers findet, so ist, in Anlehnung an bewährte Maßnahmen im Alt­reich, Personalunion auch in der Person der Gauleiter und Landeshauptmänner hergestellt. Den vom Führer berufenen Männern erwächst damit in den Ländern die Aufgabe, Partei und Staat auch in ihrem Amtsbezirk zu einer inneren Einheit zusammenzuschweißen, damit die Kraft der Bewegung der staatlichen Organisation neue Impulse geben kann. In enger Anlehnung an die überkommene Erenzsührung find die Parteigaue neu ab­gegrenzt. Dieser Abgrenzung wird die staatliche Gliede­rung nach sorgfältiger Prüfung, wie den Landesinter­essen der betroffenen Gebiete am besten Rechnung ge­tragen werden kann, tunlichst nachfolgen."

Am Ende der organisatorischen Neuordnung steht die unmittelbare Unterstellung der Länder unter die Reichs­zentralstellen und damit der Wegfall der bisher für Oesterreich bestehenden zentralen Einrichtungen in

Wien. Die Zuständigkeiten der bisherigen zentralen Einrichtungen in Wien gehen alsdann entweder auf die Behörden des Reiches oder der Länder über. Wenn alsbald nach der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich so weittragende gebietliche und organisa­torische Maßnahmen durchgeführt werden, so liegt der Grund hierfür darin, datz die organische Eingliederung eines Bundesstaates Oesterreich in das Einheitsreich der Deutschen nicht möglich ist.

Der nationalsozialistische Staat hat sich alsbald nach dem Umbruch im Reich zu dem Gedanken echter gemeind­licher Selbstverwaltung bekannt, weil er davon über­zeugt ist, datz eine Verwaltung um so volksnaher und damit um so wirkungsvoller ist, je stärker sie an die unmittelbare Mitarbeit der Volksgenossen selbst appel­liert. Es ist der Wille der Staatsfiihrung, auch im Lande Oesterreich sobald wie möglich eine gleich aktive und schlagkräftige Selbstverwaltung der Gemeinden und Eemeindeverbände aufzurichten.

Daher soll schon zum 1. Oktober 1938 die deutsche Ee- meindeordnung in den österreichischen Gemeinden ein­geführt werden. Daneben werden alsbald als Grund­lage der kommenden Landkreise in Anlehnung an die Bezirkshauptmannschaften Eemeindeverbände geschaffen werden."

Groß sind die Aufgaben, die uns in Vollzug der welt­geschichtlichen Tat unseres Führers vom 13. März nun­mehr gestellt sind. Es handelt sich nicht um eine zweck­mäßige Lösung nüchterner Reformfragen der Ver­waltung, nicht um den Aufbau eines bürokratischen Systems, sondern einzig und allein um die Frage, welche Form die beste ist, um alle Kraftquellen der deutschen Ostmark und Großdeutschlands in einem lebendigen Organismus zusammenzuschließen und zu Höchstleistun­gen zu befähigen. Mit Leidenschaft und zähem Willen wollen wir an die Arbeit gehen.

Indem wir dabei unser Bestes geben, wollen wir, ein jeder an seinem Platz, dem Manne unseren Dank ab­statten, der den großen Wurf des 13. März gewagt und zum guten Ende geführt hat und der uns so die Mög­lichkeit schuf, in größter deutscher Zeit die Hände aus Werk zu legen. Eroßdeutschlawd und fein Führer Adolf Hitler Sieg-Heil!"

In das Sieg-Heil auf den Führer stimmten die An­wesenden begeistert ein. Die Lieder der Nation schlössen die eindrucksvolle Feier.

wie die oftmark opfert!

1 086 248,55 RM. für die NSV.

Berlin, 1. Juni.

Nunmehr steht, wie die NSV. mitteilt, das end­gültige Ergebnis des erste» von der NSV. durchgeführ­te» Sammeltages in Oesterreich fest. Danach wurden 1068 248,55 RM. von der österreichische» Bevölkerung am 22. Mai ausgebracht. Das entspricht einem Durch­schnitt von 15,8 Pfg. je Kopf der Bevölkerung. Das Ergebnis ist ein Beweis für die große Opfersreude und den Aufbauwillen unserer Volksgenossen in Oesterreich.

Erholung für ostmürkische HZ.

Berlin, 1. Juni.

Der Stellvertreter des Führers hat 209 Hitlerjungen aus nationalsozialistischen Familien der Ostmark, die durch ihren besonderen Einsatz in der Hitlerjugend während der Verbotszeit gesundheitliche Schäden davongetragen haben, zu einem mehrwöchigen Erholungsurlaub in das bekannte Sportsanatorium Hohenlychen eingeladen. Unter besonderer ärzt­licher Betreuung wird der dortige Aufenthalt der HJ.- Kameraden die Verdienste und notwendige gesund­heitliche Erholung bringen.

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Die dvutseksn blieger in Rvlgimä. 37 llsmpkkingneugv ilss I-uktAesekvvsdors 6i eiks^vald traten, wie bsrivbtet, mun vesued der ersten Lelgraäer Internationalen LuktkalirtausstvIIung auk dem lllugliaken 2vmum ein. Der Osnvrsl der bliexsr Limovie begrübt Generalmajor barster bei der Zuklinkt in öelgrad (von links naeb rvobts): Oor deutsvde 6essndts Viktor von Heeren, Neuern! Limovic nnd Nvuvral-

wajor Förster. ^krssss-Lokkwann.)

Ist unsere lugend einStaat im Staate"!

Von

Helmut Lündermann

Es ist nicht nur uns, die wir selbst zur jungen Generation gehören, sondern überhaupt allen alten Nationalsozialisten von der Partei seit je gelehrt worden, daß nicht allein das Alter die Weisheit besitze, sondern datz der Jugend ihrem Einsatz und ihrer Leistung entsprechend auch der An­spruch aus Anerkennung ihres Wortes gebühre.

Daran soll nicht gerüttelt werden, wenn diese Zeilen der Korrektur einer Parole dienen, die in den letzten Tagen in einer Zeitschrift unserer Jugend zu lesen war und die vielleicht etwas unüberlegt von unserer nationalsozialistischen Jugend den Satz ausstellte, sie sei einStaat im Staate". , ' '

Gewitz, es handelt sich mehr um ein elegantes Wortspiel, als um eine ernste Behauptung, auch die Argumente blieben an der Oberfläche: die Arbeit der Jugend seiin den Grundzügen den staatlichen Ministerien und den parteilichen Dienst­stellen entsprechend" organisiert. Die Fügend habe sich einen Staat für sich gebildet, der ,^in Spiegelbild des grotzen Geschehens im kleineren jugendlichen Sektor" darstelle. Jahr für Jahr finde gewissermaßen eineParoleausgabe des Staates für den Staat der Jugend" statt, die die Gleichrichtung der jugendlichen Arbeit' in allen ihren Zweigen mit der Tätigkeit der staatlichen Ministerien und parteilichen Aemter" zur Folge habe. Die vielen Millionen der Jungen und Mädel seienfür nüchterne Arbeit in Marsch gesetzt" worden. So sei der angeblich naturgegebene alte Gegensatz zwischen Jugend und Staat überwunden worden.

Jedes dieser Argumente trägt manche Wahrheit in sich und doch befriedigen sie den nicht, der als Nationalsozialist von unserer Jugend mehr erwartet. Datz die Jugend hineinwächst in die Arbeit des Lebens, datz sie sich einfügt in einen Staat datz sie in ihrem Sektor sachliche Bei­träge zur allgemeinen Wohlfahrt liefert das vermögen Schule, Lehrer und bürgerliche Er­ziehung wohl auch in anderen Staaten unserer Welt. Wir wissen dabei, datz in einem etwa nach alten Traditionen gelenkten Staat keineswegs einGegensatz zwischen Jugend und Staat" zu bestehen braucht, datz aber der Gegensatz, der früher bei uns zu gewaltigen Flammen der Em­pörung und des Kampfes führte, seine Wurzel nicht bei der Jugend, sondern bei jenem Staat hatte.

Wir haben es am eigenen Schicksal erlebt, daß der Einsatz unserer Jugend im Kampf gegen das System nicht in einer unserem Alter etwa natur­gemäß beigegebenen Antipathie gegen das Bestehende begründet lag, sondern in unserem instinktiven Glauben an den Führer, in unserer Begeisterung für die Ideen, die er uns gab, in unserem heißen Einsatz für die Partei, in deren Reihen er uns rief. Wir kamen nicht, um uns auf ministerielle Tätigkeiten vorzubereiten, sondern um in unseren jungen Jahren der geistigen Kräfte teilhaftig zu werden, die uns die nationalsoziali­stische Bewegung gab und der wir uns dabei für unser ganzes Leben verschrieben haben. Mr wollten auch nicht etwa nachdem wir damals

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ViRssr

Im englischen Unterhaus rief die Frage der Ein­führung der allgemeinen Wehrpflicht die Opposition auf den Plan.

Im Londoner Nichteinmifchungsausschuß erging sich der Sowjetjude Kohn in frechen Provokationen. Pros. Vruns begründete in seiner Rede vor der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Berlin den geschicht­lichen Rechtsanspruch der Sudetendeutschen.

In Wien wurde die österreichische Regierung durch den Reichsinnenminister in ihr Amt eingeführt.

Ein schweres Unwetter hat im Unterweser,eSiet großen Schaden angerichtet.

Unter der Leitung von Senator Bernhard-Bremen tagte in Wilhelmshaveu der Landesfremdenver» kehrsverband Unterweser-Jade.

In der Aktion des Schulbrieswechsels mit dem Aus- lande erhielt die Bremer Wilhelm-Decker-Schul« eine Auszeichnung aus Japan.

Zur Internationalen Tagung der europäische» Flughafen rn Bremen treffen die Teilnehmer heute ,mGroßen Dessauer" und imCondor" von Berlin kommend ein.

Die Zusammenarbeit zwischen HJ. und dem DRL wurde für Bremen neu geordnet.

Die Daimler-Benz AG., Berlin-Stuttgart, er

gegenüber 1938

72 Mill. RM.