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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt Vremm
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsblatt des Neichsstattdaliers in Oldenburg und Meinen
Nr. Z2 / g. Jahrgang
Mittwoch, 1. Februar ISZg
friedensstimmlmg nach der füllrerrede
Gewaltiger Nachhall im Nusland
Mskusston um die deutschen Kolonialsorderungen / tiefer kindruck
der deutschen entschlossensten
svrsktberickl unserer Lerliner Sckriktleitung)
r6. Berlin. 1. Februar.
Die stärkste Bestätigung für den tiefen Eindruck der Führerrede und die zwingende Gewalt ihrer Beweisführung ist das ungeheure Echo in der ganzen Welt. Noch nie hat eine Rede des Führers einen derartigen Nachhall gesunden. Die dunklen Prophezeiungen gewissenloser Hetzer, die dem Führer die unmöglichsten Kriegspläne zuschrieben und die Reichstagsrede als den Auftakt blutiger Abenteuer ankündigten, haben das Gegenteil von dem erreicht, was die Verbreiter dieser Greuelmärchen erhofften.
Durch die Völker des demokratischen Westens und der Vereinigten Staaten geht ein befreites Aufatmen, weil man erkennt, dah alle jüdische Kricgshctze unwahr gewesen ist und das deutsche Volk auf eine lange Zeit des Friedens hofft. Die Worte des Führers „Ich glaube an einen langen Frieden" beherrschen die Schlagzeilen der Blätter in England, Frankreich und in den Vereinigten Staaten und haben in den Herzen von Millionen einen dankbaren Nachhall gesunden. Die Fülle der Kommentare, der ausländischen Presse ist ein beredtes Zeichen für den auszerordentlichen Nachhall. Ein
Blick in die Weltpresse bestätigt die durchschlagende Kraft der Beweisführung der Rede. Die Welt muhte sich von dem entschlossenen deutschen Friedenswillen überzeugen, der auch in Paris und London anerkannt wird. Gleichzeitig hat das Ausland den Ernst der deutschen Ko- lonialforderungcn zur Kenntnis nehmen müssen. Zahlreiche Stimmen im Ausland finden sich, die für eine möglichst rasche Lösung dieser Frage eintreten. Unsere Auslandsvertreter berichten über den gewaltigen Eindruck der Führerrede in der Welt im einzelnen folgendes:
k nglcmcl:
friedliche erörtern»- der Kolonialfrage
(OrsINksriekt unseres Tonäonsr Vertreters)
London, 1. Februar.
Ein Blick in die englische Presse zeigt, wie sehr die eindeutigen Forderungen des Führers zur Klärung der Atmosphäre beigetragen haben. Mehrere englische Blätter fordern die sofortige Prüfung der Kolonialfrage durch die englische Regierung.
Die „Times" stellt fest, datz Hitler nervöse Prophetin Lügen gestraft habe. Es sei klar, dah der Friede das Werk von Taten und nicht von Worten sein müsse. Die Worte, die man gestern abend gehört habe. hätten im Gegensatz zu den Voraussagen vieler Propheten nichts Kriegerisches an sich gehabt. Wenn die wirtschaftliche und soziale Wohlfahrt des deutschen Volkes in Zukunft die vordringlichste Aufgabe der Reichsregierung sei, so werde morgen vieles möglich sein, was in Zeiten dunkler und wachsender Spannung nicht im Bereich der Möglichkeit liege. — „Daily Telegraph" schreibt in der Ueberschrift „Eine Verstärkung der Friedens- hoffnungen" und sagt, es sei der „dringende Wunsch Englands", und man könne wohl annehmen, aller führenden Staaten. „Deutschland zu freundschaftlicher und fruchtbarer Zusammenarbeit zurückzubringen. Alles in allem sei man wohl nicht überoptimistisch, wenn man in die Rede des Führers eine Versicherung für eine bessere Zukunft hineinlese. — Selbst der „Daily Herald" (marxistisch) muh feststellen, dah Adolf Hitler vor aller Welt seine friedlichen Absichten verkündet habe. Die Wiederholung -er Kolonialforderung sei „kein Grund zu besonderer Beunruhigung . Allerdings spreche Adolf Hitler in diesem Zusammenhang auch von der Möglichkeit eines Handelskrieges, ^eder ernsthafte Vorschlag ..werde von England und von anderen bereitwillig'beantwortet werden".
„Daily Erpreß" (Vcaoerbrook) schreibt, es se, ossen gesagt Englands Pflicht, die Kolonialfrage sofort zu prüfen. Der Ministerpräsident müsse baldigst eiye klipp und klare Erklärung hierüber abgeben. Die ganzen Umstände, unter denen Deutschland seine Kolonien verloren habe, mühten geprüft werden. Auch das Versprechen Wilsons, dah Deutschland nicht seiner Kolonien beraubt werde, müsse dabei in Rechnung ge
zogen werden. Es handele sich um eine moralische Frage. Alles in allem gehe aus der Rede hervor, dah Hitler keine Abenteuer vorhabe. Es werde keinen Alarm geben.
Der politische Korrespondent des „Star" erklärt, die Rede des Führers habe in Londoner Regierungskreisen im allgemeinen einen guten Eindruck gemacht. Zweifellos beginne man in England die Nöte und Wünsche Deutschlands nach dieser Rede mit anderen Augen zu betrachten als bisher, und Ministerpräsident Chamberlain selbst betrachte die Rede. direkt als einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Befriedungspolitik. Man hoffe in englischen Regierungskreisen, dah auch alle die wirtschaftlichen Fragen, vor allem das Problem des Exports in absehbarer Zeit bereinigt werden könnten. „Daily Mail" setzt sich ebenfalls für eine friedliche Lösung der Kolonialfrage ein.
Kennzeichnend für den grohen Eindruck, den die Führerrede in den Kreisen der englischen Geschäftswelt gemacht hat. sind die Kursbewegungen an der Londoner Börse. Es waren gestern allgemein grohe Kursgewinne zu verzeichnen, und die Börse erholte sich gegenüber den vorherigen Tagen in geradezu sensationeller Weise. Kaufaufträge gingen von allen Seiten ein.
Aus diesen Tatsachen kommt ganz eindeutig zum Ausdruck, in welchem Mähe sich die sonst schwarz sehende englische Geschäftswelt nach allen Kriegs- geriichten der letzten Zeit wieder beruhigt hat. Gleichzeitig wird damit auch unter Beweis gestellt, dah man der Führung des Erohdcutschen Reiches grohes Vertrauen entgegenbringt.
lliambeelain begrüßt die sülirerrede
Premierminister Chamberlain nahm gestern im englischen Unterhaus kurz zur Führer-Rede Stellung. Er bcgriihte den Wunsch des Führers nach Zusammenarbeit mit England und versicherte, dah diese Gefühle auch vom englischen Polt und seiner Regierung geteilt würden. Die derzeitigen Verhandlungen zwischen den Vertretern der deutschen und der englischen Industrie seien sehr zu begrüben.
Italien :
gerechte Forderungen Veutfchlands
(Srsktksrickt unseres Vertreters in Uom)
Rom, 1. Februar.
Die Reichstagsrede des Führers hat die italienische ieffentlichkeit wie me zuvor die Rede eines auslan- ischen Staatsmannes beherrscht und ein begeistertes cho in der Seele des italienischen Volkes gesunden. IN esigen Schlagzeilen wiederholen die faschistnchen Zei- ingen das für Italien am unmittelbarsten wirkende ariptmotiv der Führerrede: „Deutichland und Italien i Krieg und Frieden solidarisch. — Auf der Solivari- it Deutschlands und Italiens gründet sich die Rettung uropas. Die alten Hegemonien vor einer neuen Wirr- chkeit". Die Rede wird insgesamt nicht nur als hr- rrisch für die deutsch-italienischen Beziehungen, sondern ich als von universaler Bedeutung für die kommende ntwicklung Europas und der Welt beurteilt. Die kur- ste und klarste Zusammenfassung der Deutung der iihrerrede für Italien kann in dem Satz des „Rest der irlino" gesehen werden, der schreibt: „Es gibt keine nziqe Stelle in der ganzen Rede des Führers, die nicht m dem faschistischen Italien unterschrieben wird „Giornale d'Jtalia" sagt unter der Ueberschrift Soli- rität der Rechte": „Wie Mussolini für Deutschland e italienische, so hat Hitler für Italien die deutsche Uidarität für die italienischen Ansprüche ausge- rochen. Hitler weih, dah Italien keine Abenteuer sucht,
dah es nicht an Verletzungen der vitalen, Interessen anderer denkt, sondern daß es nur die gerechte Bezahlung der Rechnung und die Achtung seiner Rechte verlangt. Diese deutsch-italienische Solidarität ist nicht offensiv, sondern des e n s i v. Sie ist der Ausdruck eines natürlichen Rechtes, das durch das Leben entständen ist und durch den Egoismus anderer zurückgewiesen wird. Sie denkt nicht daran, diese Probleme in einer Kriegskoalition zu lösen. Aber es darf von der anderen Seite auch nicht auf die gerechten Forderungen mit einer Kriegsdrohung geantwortet werden. Gerade gegenüber dieser dunklen Drohung hat Hitler die Situation völlig klargestellt, indem er die Solidarität zwischen Deutschland und Italien eindeutig herausstellt."
Dieser Eindruck des Regierungsorgans findet sich abgewandelt in allen faschistischen Zeitungen. So schreibt „Lavoro Fascista": „Hitler garantiert den Frieden.' Er stellt keine territorialen Ansprüche gegen England noch gegen Frankreich, sondern will nur die Rückgabe dessen, was Deutschland geraubt wurde. Das ist eine. Ermahnung, die die Mächte, wenn sie den Frieden wirklich wollen, schon längst hätten anhören müssen, da man nicht wissen kann. wie lange noch diese friedliche Forderung in derselben friedlichen Art ausgesprochen werden kann.
(Weitere Auslandsstimmen stütze Seite 2),
»er >,vi seiner nvavnisamen lieüe vor ckvm erste» lleielistaK Oiolläeutselilancks. (?rssss-8otkwnlln.)
^ 8 . ^
rä. Ebenso wie das deutsche Volk die Politik in anderen Staaten mit großem Interesse verfolgt, verstehen wir es, wenn sich das Ausland für das nationalsozialistische Deutschland interessiert und die ausländischen Zeitungen diesem Interesse durch sachliche Artikel und Reportagen Rechnung tragen. Allerdings muß sich diese Berichterstattung dann in einem Rahmen bewegen, der der Währheit entspricht. Umgekehrt sieht es die nationalsozialistische Presse als ihre vornehmste Aufgabe an, das deutsche Volk über die Verhältnisse jenseits der Grenzen so zu unterrichten, wie es die Gesetze einer sauberen und anständigen Publizistik erfordern. Manche Irrtümer und falsche Vorstellungen im Ausland über die Zustände in Deutschland wären von vornherein vermieden morden, wenn von der sogenannten Weltpresse diese selbstverständlichen Regeln der wahrheitsgemäßen Journalistik beachtet worden wären.
Obwyhl man von einem großen Teil der Auslandspresse im Hinblick auf seine Besitzer und deren egoistischen Tendenzen nicht erwarten kann, daß er sich die Mühe gibt, die Idee des Nationalsozialismus zu ersassen, so sollte man in diesen Kreisen doch andererseits allmählich schon begriffen haben, daß die Opfer und die Pflichterfüllung, die heute von jedem einzelnen deutschen im Interesse der Nation gefordert werden, gemessen an der geschichtlichen Größe unserer Zeit, nichts bedeuten. Gewiß, um nur eine Schwierigkeit zu nennen, die Knappheit gewisser Lebensrnittel bereitet den Hausfrauen manche Sorgen, aber aus dieser Einschränkung und Verbrauchslenkung eine „Nahrungsmittelnot" zu konstruieren, wje es dieser Tage im Londoner „Daily Herald" und in der Pariser „Oeuvre" geschah, ist eine absolute Lüge; denn es gibt in Deutschland niemand mehr,'- der zu hungern gezwungen ist, wie beispielsweise die englischen und amerikanischen Arbeitslosen. Die ausländischen Journalisten, die mit einer haßerfüllten Phantasie über die Wirtschafts- schwierigkeiten des deutschen Volkes lächerliche Kombinationen anstellen, gehen, wie so oft schon
in ihrer Berufspraxis, von der falschen Voraussetzung aus, daß das deutsche Volk immer noch. -die Politik aus jener Kirchturmperspektive he-, trachten würde, die auch bei uns einmal zu Zeltern des unseligen „demokratischen" Regimes üblich war. Wenn diese Auslandskreise ihre Augen ausgemacht hätten, so würden sie sich allein schon im letzten Jahr.überzeugt haben, wie die Dinge in Wirklichkeit stehen. Die Tatsache des Großdeutschen Reiches, um das Generationen vor uns gedämpft und geblutet haben, wiegt wahrhaftig einige Beschränkungen, die überdies nur zeitweise bedingt sind, millionenfach auf. Jeder anständige Deutsche ist stolz darauf, durch sein persönliches Opfer einen Beitrag zu der Machtstellung, die das Reich heute in. Europa und der Welt einnimmt,
- WtW dürfen., Hie nationalsozialistische Welt
anschauung, die von dem krassen Materialismus
Unser Isssssptsgsl
(Die Konti As ^usAoks nmtskt 16 Leiten)
Die grohe Rede des Führers fand ein gewaltiges Echo in der Welt.
Madrid wurde überraschend beschossen.
Stabschef Lutze traf zur Teilnahme am 16. Jahrestag der Miliz in Italien ein.
In Berlin sprachen Dr. Sey und der Reichsjugendführer auf der Eröffnung des Reichsberufswett- kampses.
Der Führer verlieh neben 230 Parteigenossen auch drei alten Parteigenossen aus unserem Gaubereich das Ehrenzeichen der Bewegung.
Bremens neue BDM.-llntergaufiihrerin wurde in ihr Amt eingeführt.
4600 junge Mädchen werden gegenwärtig in der Berufsschule für Hauswirtschaft zu Bremen ersaht. Niedersachsens Boxstaffel rang der schwedischen Na- tionalacht ein ehrenvolles Unentschieden ab.
In der Piererdob-Weltmeisterschaft siegte der Schweizer Feierabend.
Jeder dritte Einwohner Prags hat Grippe.
Bei dem Erdbeben in Chile entstand ein Eesamt- schaden von 1560 Millionen Pesos.