Ausgabe 
(15.11.1938) Nr. 315
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Einzelspielen gab es seweilj Lediglich Spreckelsen, Diei> L. konnten ihren Gegnern dann aber mit 3:1 geschia: n beiden Doppel klar an Zacobs vom NDL. den ein- ingen. Nach einem harten laarmann mit 3:2.

Zm ersten Einzel konnte tmann einen in den Sätzen chform befand sich Sanders BSV. hatte nicht viel z» packenden Kamps lieferten :d Heiliger. Nach fünf Hai: her Sieger, er gewann die e nächste Paarung, Schild nrberg vom BSV kämpften Erst nach fünf Sätzen ent- fsere war.'Auch Lotte tn» gegen Fromme durchsetze» schwachhausen. Tielitz. war ach, um einen Sieg errin- V. konnte einen kostbaren >as erste Paar vom BSD, einen 3:1-Sieg übcrFahrt- s Punktspieles sicherstellen, m in den übrigen Doppel«

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in der ^-Klasse bis seist keinen Satz im ganze» Weiß in diesem Spiel er- SV. Lloyd zur Zeit an- chmacht. so zeigt der E--S

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tschnle (NenstadtewalN. lauptschule. . ^ r, veranstaltet von

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e Trainingsabende

sen beiden Tagen

Ersche int 7mal wöchentlich

Monatsbczug 2,30 elnschl. Zu­stellgebühr- Postbezugspreis monatl. 2,30 (ei'nschl. 44,24 3Ack Post- zeltungsgebühr) zuzügl. 42 rH/ Be­stellgeld. Bezugspreis ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Eauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 5 41 21, Nachtr.u. Sonnig. 51115. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr: Schriftleitung Diens­tag und Freitag 12'/-—13V. Uhr.

vremer Muno

parteiamtliche Lageszeitung

Bas Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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Die 22-mw-Zeiie im Anzeigenteil 13 die 78-mm-ZeiIe im Tert- tell 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a., sowie sonstige Bedingungen Preis­liste'? (Nachlaßstassel 0). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremen: Geeren 6—8, Fernspr. Nr. 5 41 21, Nachtruf und sonntags: Fernspr. Nr. 51115: Obernstr. 86, Fernspr. Nr. 54121. In Oldenburg, Staustraße 21, Fernspr. Nr. 86 09. In Shke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

7K.Z15 / 8. Jahrgang

Dienstag, 15. November 18Z8

kinzelpreis 15 Nps.

Deutschland und die Judenfrage

Vr. Goebbels spricht mit Neuter-Vertreter

peinliche Scheidung zwischen deutschen und Juden / weitere Maßnahmen sind zu erwarten die Voraussetzungen für eine deutsch-englische Verständigung

Berlin, 13. November

Reichsminister Dr. Goebbels gewährte dem Sonderkorrespondenten des eng­lischen Reuterbüros, Cordon Äsung, eine Unterredung, in der er ausführlich die deutsche Auffassung über die JudenfrchKe darlegt.

Dr. Goebbels erklärte u. a.: „Das, was sich in deß letz­ten Tagen hier in Berlin abgespielt hat, sind nur Re­aktionen auf eine Infektion, die sich in den deutschen Volkskörper einschleichen wollte, meiner Ansicht nach nicht nur in den deutschen, sondern in den aller Völker in Europa und weit über Europa hinaus; Reaktionen auf eine Infektion, mit der wir Deutschen uns ausein­andergesetzt haben und weiterhin auseinander­setze n m ii s s e n. Ob andere das tun, was insbesondere England in der Judenfrage tut oder lägt, ist für uns nicht von Belang und von keinerlei Einfluß auf unsere Haltung. Ebenso ist es nicht Englands Sache, wie wir in Deutschland die Judenfrage lösen werden." .

kinstehung des vtißebetrages in form einer flbgabe

Auf die Frage, wie die Abgabe von einer Milliarde Reichsmark praktisch durchgeführt werde, antwortete der Minister: „Sie wird in Form einer Abgabe ein­gezogen. Das jüdische Vermögen in Deutschland beträgt, wenn ich recht orientiert bin, etwa 8 Milliarden. Reichsmark. Eine Reihe von weiteren Maß­nahmen sind für die nächste Zeit zu erwarten. Im wesentlichen bewegen sie sich in wirtschaftlicher Hinsicht, und zwar dahingehend, daß wir die Juden aus dem öffentlichen wirtschaftlichen Leben ent­fernen müssen, damit es nicht wieder Zusammenstöße gibt, wie sie. in dieser Woche vorgekommen sind. Jedes­mal, wenn in der Judensrage eine akute Situation ent­steht, hält sich das deutsche Volk an den, den es fassen kann.'Es ist unmöglich, daß in einem nationalsozialisti­schen Staat, der antisemitisch eingestellt ist, ganze Stra- ßenzllge von jüdischen Geschäften besetzt sind. Diese Ge­schäfte werden allmählich in arischen Besitz übergeführt.

Zum Teil erstrecken sich die Gesetze auch auf das kultu­relle Gebiet. Wir wollen die Juden nicht kulturell ver­nichten; sie sollen ihre eigene Kultur pflegen. - Es gibt in Deutschland einen Jüdischen Kulturbund, der in Ber­lin Theater, Variete usw. betreibt und über Konzert­säle und eigene Orchester verfügt.

Er war vor drei Tagen geschlossen worden. Ich habe ihn wiöder geöffnet! Mit anderen Worten:

wir wollen eine gan; reinliche Scheidung

zwischen Deutschen und Juden. Den Juden ist auch ein eigenes Winterhilfswerk geschaffen worden. Die reichen Juden können Unterstützungen für die armen Juden geben. Wir nehmen selbst keinen Pfennig von diesem Geld. Im übrigen ist man sich in der Welt im unklaren darüber, wie reich die Jaden in Deutschland noch sind. Das zeigen die ganzen Reihen jüdischer Geschäfte am Kurfürstendamm, in der Frisdrichstraß« -und aridere.

Mister Poung stellte dann die Frage, ob diese Gesetze das jüdische Problem in Deutschland endgültig lösen würden.

Die Antwort lautete: das hängt vom Juden­tum selbst ab; davon, ob die Juden die Stellung im öffentlichen Leben einzunehmen gewillt sind, die wir ihnen zubilligen, nämlich die Stellung einer fremden Rasse, von der wir wissen, daß sie dem deutschen Volke ablehnend gegenübersteht.

Versuchen sie wieder, durch die Maschen des neuen Gesetzes hindurchzuschliipfen, so wird es neue Gesetze

I>er neue li!tii/ö>i-clie Lotseliaktev in Berlin, Üobert Loulonilre, ivirü nioiAvn in Berlin eintrekken

(Bresss-LoSmann.)

geben, damit neue Demonstrationen vermieden werden. Eine andere Möglichkeit besteht nicht/'

Zur Frage, ob sich die neuen Gesetze auch auf britische, amerikanische und andere fremde Juden beziehen, gab der Minister folgende Erklärung ab: „Britische, ameri­kanische und Juden anderer Nationalität sind für uns Angehörige der britischen, amerikanischen öder anderen Nationalität. Darüber, ob sie Briten sind, haben wir nicht zu entscheiden, sondern das britische Volk selbst. Also können sich auch diöse Gesetze nicht auf Juden an­derer Nationalität beziehen. Sie gelten für uns als Ausländer.

Veutschlands Maßnaßmen sind eine frage der Zweckmäßigkeit

Reichsminister, Dr. Goebbels machte dann Ausfüh­rungen über die Zukunft der Juden in Deutschland. Er betonte u. a., daß keine Absicht bestehe, die Juden in bestimmte Stadtviertel Mammenzuzwängen. Aber es seien natürlich Maßnahmen zu erwarten, um dem un;

möglichen Zustand «in End« zu machen, daß Juden- familien mit zwei bis drei Köpfen Villen mit 20 und 30 Zimmern bewohnen, während angemessener Wohn- raum für deutsche Volksgenossen noch fehl«. Die Juden könnten ihre Geschäfte verkaufen, von ihren Renten leben oder sich nutzbringender Arbeit zuwenden. Es werde aber im Augenblick, tn dem die Juden weiterhin provozieren, und die Lage verschärfen, auch diese Tä­tigkeit eingeschränkt werden müssen.

„Ich kann nur dringend betonen", so erklärte der Minister, „daß die ausländischen Juden, die jetzt gegen Deutschland eine Riesenkampagne entfesseln, ihren Rassegenossen im Reich einen denkbar schlechten Dienst erweisen. Ich betone, daß wir unsere Maßnahmen nicht aus einem Rachegefühl tresfen, sondern daß das eine Frage der Zweckmäßigkeit ist."

Auf eine Frage, ob denn die Juden Deutschland ver­lassen könnten, da man thuen doch die Pässe abgenom­men habe, stellte der Minister fest daß dies den Tat­sachen nicht entspreche. Soweit es doch ge­schahen sei, würden die Pässe wieder ausgehändigt. Deutschland habe nur «tu Interesse daran, daß die Juden, aus dem Lande gehen. Sie dürften einen ge­wissen Prozentsatz ihres Vermögens mitnehmen, natür­lich im Rahmen des deutschen Devifenvorrats.

(Fortsetzung auf Seite 2)

kntfernung der luden aus deutschen Schulen

kine Anordnung des Neichsministers Nust

Berlin, 1S. November

Nach der ruchlosen Mordtat in Paris kann es keiner deutschen Lehrerin und keinem deutschen Lehrer zuge­mutet werden, an jüdische Schulkinder Unterricht zu er­teilen. Auch versteht es sich von selbst, daß es für deutsch« Schüler und Schülerinnen unerträglich ist, mit Juden in einem Klassenraum zu sitzen.

Die Rassentrennung im Schulwesen- ist zwar in den letzten Jahren im allgemeinen bereits durchgeführt, doch ist ein Restbestand jüdischer Schüler auf den deutschen Schulen übriggeblieben, dem der gemeinsame Schul­besuch mit deutschen Jungen und Mädeln nunmehr nicht mehr weiter gestattet werden kann.

Vorbehaltlich weiterer gesetzlicher -Regelung hat da­her Reichserziehungsminister Ruft mit sofortiger Wir­kung folgende Anordnung erlassen:

1. Juden ist der Besuch deutscher Schulen nicht ge­stattet. Sie dürfen nur jüdische Schulen besuchen. Soweit es noch nicht geschehen sein sollte, sind alle zur Zeit eine deutsche Schule besuchenden jüdischen Schüler und Schülerinnen sofort zu entlassen.

2. Wer jüdisch ist, bestimmt § 8 der Ersten Verord­

nung vom 14. 11. 1938 zum Reichsbürgergesetz (Reichsgesetzblatt I Seite 1333). ^

3. Diese Regelung erstreckt sich auf alle mir unter- ' stellten Schulen einschließlich der Volksschulen.

Kein ZuSe mekr auf deutschen kochschulen

Bekanntlich hat Reichsminister Rüst schon seit langem Juden nur noch in ganz beschränktem Umfang zum Studium an den deutschen Hochschulen zugelassen. Ein in Vorbereitung befindlicher Gesetzentwurf sieht vor, daß künftig kein Jude mehr zum Studium an deutschen Hochschulen zugelassen wird.

Die aus Grund der ruchlosen Freveltat des Juden Grünspan entstandene Empörung des deutschen Volkes erforderte eine sofortige Maßnahme, da es nicht mehr länger deutschen Studenten zugemutet werden kann, in den Hochschulen und ihren Einrichtungen mit Juden zusammenzuarbeiten. Reichsminister Rüst hat daher durch telegrafische Weisung an die Rektoren der deut­schen Hochschulen angeordnet, daß den Juden die Teil­nahme an Vorlesungen und Uebungen sowie das Be­treten der Hochschulen untersagt wird.

Berlin, 15. November.

Abteilungsleiter Hinke! vom Propagandaministerium gab vor Vertretern der Presse in Ergänzung der Anord­nungen von Dr. Goebbels, die den Juden die Teilnahme an öffentlichen kulturellen Veranstaltungen verbietet, zu­sätzliche Erklärungen ab.

Der nationalsozialistische Staat, so führte er aus, hat bereits im Sommer 1933 den damals aus dem deutschen Kunstleben insbesondere auf dem deutschen Theater- und Musikleben ausgeschiedenen Juden zugestanden, sich in einer eigenen Kulturorganisation zur Pflege des eige­nen jüdischen Kulturlebens zusammenzufinden. So ist ' bereits im Juli 1933 in der Reichshauptstadt der Jü­dische Kulturverband gegründet worden, der schon damals starken Zuspruch bekam. Zum Beispiel zählte bereits im Herbst 1933 der Ortsverband Berlin des Jüdischen Kulturverbandes 17 600 Mitglieder. Vom 15. Oktober 1933 an spielte u. a. in der Reichshauptstadt ein rein jüdisches Theater vor ausschließlich jü­dischem Publikum. Die Juden bekamen damals ein Theatergebäude zur Verfügung gestellt, in dem sie mit jüdischen Künstlern Opern, Operetten und Schauspiele aufführten.' Auch betätigte sich die Ortsgruppe des Jü­dischen Kulturverbandes im Musikleben. In den nächsten Wochen und Monaten bildeten sich solche Orts- veröände in den übrigen Großstädten des Reiches. Mit Beginn des Jahres 1934 wurde alle diese Ortsverbände zusammengefaßt im Reichsverband jüdischer Kulturbünde, der seit seiner Bildung meiner (Hinke!) Aufsicht untersteht. In dieser Dachorganisa­tion sind sämtliche jüdischen Kulturorganisationen Deutschlands zusammengeschlossen. Dazu gehören auch die vielen früheren rein jüdischen Musik- oder wissen­schaftlichen Vereine, Theateraemeinschaften und ähn­lichen Organisationen. In oem Reichsverband sind 184 000 volljlldische Mitglieder erfaßt worden. Die Organisation ist bisher nur einmal auf vier Wochen verboten gewesen, nämlich nach der Ermordung Eust- loffs. Sonst hat sie in den vergangenen fünf Jahren vollkommen ungestört gearbeitet.

Selbstverständlich werden die Programmfolgen, die Theaterstücke,- die Musikfolgen und die Vortrüge vorher genehmigt. Die Organisation hat sich sonst ungestört entwickeln können, soweit sich die Juden selbst ihrer Pflicht bewußt waren, diese ihre eigene Organi­sation zu unterstützen.

Hinkel nannte dann einige Zahlen, um die Ausdeh­nung der jüdischen Kulturorganisation zu zeigen. In der normalen Winterspielzeit 1936/37 fanden inner­halb des Reichsverbandes Jüdischer Kulturbünde im damaligen Reichsgebiet 2211 Veranstaltungen statt, und zwar auf dem Gebiete der Theater- und Vor- tragswesen, weiter Kleinkunstveranstaltungen, Unter­haltungsabende und ähnliches. Im Reichsverband jüdischer Kulturbünde ist ein großer Teil jener Juden tätig, von denen sogar die deutsche Öffentlichkeit an­nimmt, daß sie längst emigriert sind. Wider Erwarten hielten sich die Bessersituierten, versnobten, stark assimilierten, weltstädtischen europäischen Juden vom Besuch der jüdischen Veranstaltungen fern. Sie gingen lieber in ein deutsches Kulturinstitut. Dagegen ist mstt der neuen Anordnung endlich ein­geschritten worden.

Auch auf dem Gebiet des Films betätigt sich der Reichsverband jüdischer Kulturbünde seit etwa einem

Neue schwere Zusammenstöße in Palästina

Vier Araber von englischen rruppen erschossen — Acht Häuser in die Luft gesprengt — Sie Araber setzen itzre Alüionen fort

Jerusalem, 18. November.

In Gaza wurden uom britischen Militär acht Häuser in die Luft gesprengt als Strafmaßnahme für die Be­schießung von zwei Soldaten. Ueber die Stadt wurde außerdem das Ausgehverbot verhängt. Im Bezirk von Ealiläa wurden arabische Freischärler von englischen Truppen beschossen. Drei Araber fielen den Kugeln zum Opfer. Bei dem Dors Sissourieh wurde bei einem wei­teren Zusammenstoß zwischen Freiheitskämpfern und Truppen fn Araber getötet, ein anderer Araber ver­letzt. In Gaza wurde ein Araber ermordet ausgefunden.

Das Dorf Quastel unweit von Nazareth wurde von britischem Militär durchsucht. Als die Truppen abzogen, sielen einige Schüsse, die die Soldaten erwiderten. An­geblich gab es dabei mehrere Verletzte. 2m Bezirk von Samariä wurden Durchsuchungen in den Dörfern Attara und Jammaia von britischen Truppen vorge­nommen. Dabei wurde ein Araber auf der Flucht ver­letzt. Sechs Araber wurden festgenommen. In Beisan explodierte eine Bombe in einem Araberhaus, jedoch kam niemand zu Schaden. In Haifa ging ein jüdisches Geschäftshaus in Flammen auf.

Die Stadt Jericho ist nach militärischer Durchsuchung Gesetzt worden. Zwei Araber, die den Postengürtel zu durchbrechen versuchten, wurden durch Schüsse verletzt.

In Jaffa haben sich erneut zahlreiche Zwifchensälle ereignet, obwohl erst kürzlich dort eine militärische Durchsuchung vorgenommen worden war. Ein Jude wurde durch einen Schuß verletzt, «in Araber wurde tot aufgefunden. Daraufhin ist von 9 Uhr morgens bis 41t Uhr des nächsten Morgens ein Ausgehverbot fest­gesetzt worden. In Haifa wurde ein jüdischer Auto­fahrer erschossen. Ein englischer Soldat, der einige Schüsse erhalten hatte, ist seinen Verletzungen erlegen. Aus vielen Teilen des Landes werden weitere Zwischen- fälle gemeldet, besonders Beschießungen von Siedlungen.

Die Araber setzten ihre Aktionen ständig fort. In Haifa beschossen sie Juden und verletzten sie schwer. Auch die abermalige Zerstörung der Fernsprechleitungen zwischen Lydda und Jaffa weist darauf hin, daß 'die um ihre Freiheit kämpfenden Araber sich auch durch schärfste Maßnahmen nicht abschrecken lassen.

-palöstina-verkandlungen nur mit dem Sroßmufti^

Wie die arabische Zeitung „Palästin" mitteilt, sand­ten die obersten mohammedanischen Geistlichen in Jeru­salem an den englischen Kommissar ein Telegramm mit der Bitte, es an den Kolonialminister weiterzuleiten. In diesem Telegramm wird festgestellt, daß die Juden im arabischen Palästina nicht das Recht haben, zu Verhandlungen zugezogen zu werden. Vielmehr müßten im Namen Palästinas in kürzester Zeit Verhandlungen von Seiner Eminenz dem Eroßmufti, dem einzigen Führer Palästinas, und seinen Kollegen, den Mitglie­dern des arabischen Hohen Komitees, »geführt werden, um das Palästina-Problem wirklich dauerhaft zu lösen.

- Bekanntlich ist der Sitz des arabischen Hohen Komi­tees jetzt Damaskus. Fünf Mitglieder sind nach den Seychellen-Jnfeln verbannt.

Ver süi,rer empfängt pirow

Berlin, 15. November.

Der südafrikanische Wirtschaftsminister Oswald Pirow wird am 17. November um 14.6» Uhr am Bahn­hof Charlottenburg zu einem mehrtägigen Besuch in der Reichshauptstadt eintressen. Der Führer wird den siidajrikanischen Staatsmann empfangen. Ferner sind

Empfänge vorgesehen bei Eeneralfeldmarschall Eöring, bei Reichsminister des Auswärtigen von Riübentrop, bei ReichswirtschaftsMinister Funk sowie beim Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel.

Der südafrikanische Gesandte und die deutsch-südafrika­nische Gesellschaft haben zu Ehren des'Ministers gesell­schaftliche Veranstaltungen geplant. Außerdem wird ein Jagdausflug in die Schorfheide stattfinden.

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Unser Isgsssmesel

In Palästina kam es zu neuen schweren Zusammen­stößen zwischen englischen Truppen und arabischen Freischärlern.

Bei den Trauerfeierlichkeiten für die Opfer des Brandunglücks in Marseille kam es zu geheimnis­vollen Zwischensällen.

Dr. Goebbels legte in einer Unterredung mit einem Reuter-Vertreter den deutschen Standpunkt zur Judensrage dar.

Reichsminister Rüst erließ zwei Verordnungen für die Ausschaltung der Juden aus deutschen Schulen und Hochschulen.

Die Postsparkassen beginnen ihre Tätigkeit am 2. Januar 1939.

Zu Ehren des scheidenden Generals Strauß fand gestern auf dem Domshof ein Großer Zapfenstreich statt.

25 italienische beamte wurden

Der

begann seine Bremer Arbeitstagung.

höhere Post- und Telegraphen- im Bremer Rathaus empfangen.

Reichsbund der Haus- und Grundbesitzer