Ausgabe 
(15.10.1938) Nr. 284
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Keiner Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der freien Hansestadt Bremen

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Die 22-lliw-Zeile im Anzei^nreil 13 die 78-nun-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreis« (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstafsel O- Für An- zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 18 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen:

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der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des Beichsstattlsalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 284 / 8. Jahrgang

Sonnabend, 15. Oktober 1SZ8

kinzelpreis 15 Npf.

öanze flrbett der Sudetendeutschen

Unterredung mit Konrad kenlem

Ver Neichskommissar zur Aufbauarbeit im Sudelengau: «wir kennen setzt weder Nast noch Nutz"

Berti«, 15. Oktober

Neichskommissar ll-Gruppenführer Konrad Henlein empfing den Hauptschriftleiter derNationalsozialistischen Parteikorrespondenz", Helmuth Sündermann, zu einer län­geren Unterredung über die beginnende Aufbauarbeit im Sudetengau.

Mit herzlichen Warten gedachte Konrad Henlein gleich zu Beginn der Unterredung der mustergültigen Ord­nung, die im ganzen Sudeiengebiet durch das deutsche Heer in den vergangene« Tagen aufgerichtet wurde: Alle Volksgenossen sind des Lobes voll Wer unsere herrlichen Truppen, die sich im Herzen der Sudeten- deutschen für alle Zeiten ihre« Platz erobert haben."

Konrad Henlein sprach dann kurz von der Haltung der Deutschen in diesem Eau während der entscheiden­den Monate. Er erinnerte daran, daß schon vor 10 und 15 Jahren zehntäusende Sudetendeutsche gläubige Na-tio- nationalsozialisten und fanatische Anhänger des Führers gewesen sind. Die liebe rführung der SsP. in die NSDAP. werde, so betonte der Reichskommissar, sehr rasch vollzogen werden. Sie werde entsprechend den Weisungen des Stellvertreters des Führers durch­geführt. Die Auswahl der i« die NSDAP. zu über­nehmenden 'Mitglieder werde die SdP. selbst vor­nehmen.

Mit berechtigtem Stolz sprach Konrad Henlein von dem Beitrag, den die Sudetendeutschen durch die Zu­sammenfassung aller ihrer politischen Kräfte, durch die beispiellose Disziplin, durch ihr« restlose Unterordnung mtcr die Parteiführung zum großen Befreiungswerk des Führers lieferten.Im Sudetenland" so erklärte Henleinist eine politische Front geschaffen worden, die die ganze Bevölkerung erfaßt. Sie hat in den letzten Wochen und Monaten ihre große Bewährungsprobe in Ehren bestanden. Wir werden jetzt weder Rast noch Ruhe kennen, wir werden die ganze, dem Sudetendeuftchtum innewohnende Kraft und Energie einsetzen, um aus un-

München, 15. Oktober

Der Führer empfing gestern in Gegenwart des Reichsautzenministers von Ribbentrop den tschecho­slowakischen Außenminister Chvalkowsky. Der tschecho-slowakische Außenminister gab dem Führer die Versicherung ab, daß die Tschecho-Slowakei eine loyale Haltung Deutschland gegenüber ein­nehmen werde, wovon der Führer mit Befriedi­gung Kenntnis nahm.

Der Führer drückte dem tschecho-slowakische» Außenminister sein Bedauern darüber aus, daß in der Frage der ungarischen Minderheiten noch keine Lösung gesunden sei; er sprach die Hoffnung aus, daß es gelingen möge, auch in dieser Frage baldigst eine befriedigende Lösung zu finden.

*

Sollte die tschechische Außenpolitik endlich nach Mjährigen Mißerfolgen neue Wege gehen und be­sonders Deutschland gegenüber eine Verständigung auf der Basis der Vernunft suchen, so wird dies vom deutschen Volk selbstverständlich lebhaft be­grüßt werden. Daß der neue tschecho-slowakische Bundesstaat mit allen seinen Nachbarn in Frieden leben kann, steht außer Zweifel; allerdings muß dieser Wille zur Zusammenarbeit von Prag auch durch Taten unterstrichen werden. Mehrere Aeußerungen der tschechischen (nichtjüdischenj Presse in den letzten Tagen lassen darauf schließen, daß die Erkenntnis, eine antideutsche Politik müsse zwangsmäßig zum Schaden Prags auslaufen, m der Tschecho-Slowakei im Wachsen begriffen ist. Möge ihr die Nutzanwendung auf dem Fuße folgen!

serer verelendeten Heimat so rasch wie möglich wieder das blühende Land zu schaffen, das es ehedem gewesen ist. Die Bevölkerung unseres Gaues, die jetzt die Be­freiung von Ajährigem Terror erlebt, wird erst in den nächsten Wochen voll ermessen können, wie groß der Umbruch wirtlich war, und wie aus einem wirt-

Ver Kreisletter ruft zur NSV.

.Die letzten Wochen haben uns gezeigt» daß

nur ein Volk bestehen kann, das gesunde Nerven hat. Gesundheit läßt sich aber nicht kommandieren. Sie dem Volke zu erringen, schuf der Führer die NSV.

. . . Wir wollen dem Führer dadurch seine Tat danken, daß wir uns in das Mitgliederverzeichnis der NSV. eintragen, der NSV., die die Organi­sation des Opfers aller Deutschen ist."

Aus der Rede unseres Kreisleiters beim Appell der Politischen Leiter, Amtsträger und Amtsträgerinnen der NSV. (Bericht siehe im Inneren des Blattes.)

schaftlichen und sozialen Trümmerfelde ein neues, kräf­tiges, ewiges Leben aufblühen wird.

Es ist meine feste Absicht, bei der Angleichungsarbeit ein scharfes Tempo vorzulegen. Wir Sudetendeutschen sind gewohnt, ganze Arbeit zu machen, und wir werde» es auch jetzt so tun."

> Obwohl von amtlicher Seite noch keine bestimmten Angaben gemacht werden, will man wissen, daß Graf Csaky die Notwendigkeit einer Intervention der vier I Mächte entsprechend den Münchener Vereinbarungen betont habe. Man nimmt an, daß Gras Csaky auch noch vom italienischen Regierungschef empfangen wird.

Paris nimmt süstlimg auf

Paris, 15. Oktober

Der französische Außenminister Bonnet hat am Freitagnachmittag den italienischen Geschäftsträger in Paris, den ungarischen und den tschecho-slowakischen Ge­sandten empfangen. Die Besprechungen Bonnets mit den beiden letztgenannten Diplomaten bezogen sich, wie man in unterrichteten Kreisen erfährt, auf die schwe­bende Frage der Grenzregelung zwischen Üngarn und der Tschecho-Slowakei.

Mit der völkischen 6ren;e im kinklang

Die Einigung im Internationalen Ausschuß vor der Londoner Presse

London, 15. Oktober

Die endgültige Abgrenzung des an Deutschland fallen­den sudetendeutschen Gebiets durch die Internationale Kommission und das Absehen von Abstimmungen finden in der Londoner Presse Günstige Aufnahme.Times" schreibt u. a., die neue Grenze zwischen der Tschecho- Slowakei und Deutschland sei, soweit vernünftigerweise möglich, mit der völkischen Grenze in Einklang gebracht

Konrad Henlein wies daraus hin, daß im alten Oesterreich-Ungarn drei Viertel der gesamten indu­striellen Wirtschaft der Monarchie im Sudetengebiet konzentriert waren und daß es der Wille des National­sozialismus ist, diese alte Blüte nicht nur zu neuem Leben zu erwecken, sondern darüber hinaus diesen Gau zu einem der kräftigsten Glieder des Reiches zu machen.

Vorerst sei freilich, so betonte Henlein, ein furcht­bares Erbe der tschechischen Herrschaft zu liquidieren. Die ersten Maßnahmen der Partei müßten daher der Bekämpfung der größten Not dienen. Der Reichskommissar legt besonderen Wert darauf, festzu­stellen, daß die Röt in kürzester Frist überwunden sein werde, weil das Sudetenland entschlossen ist, auch von sich aus alles beizutragen, um ein eigenes, kräftiges Leben zu entwickeln. Konrad Henlein ist überzeugt, daß die sudetendeutsche Industrie einen ungeahnten Umschwung nehmen wird. Er wies auf die außer­ordentlichen Entwicklungsmöglichkeiten hin, die sich jetzt für die Ausnutzung der großen Heilquellen und anderer Bodenschätze des Gaues eröffnen.

Auch die verkehrsmäßige Erschließung, nicht zuletzt durch die Reichsautobahnen, die von Reichenberg über Eger nach München und von Reichenberg zur Autobahn BerlinVreslau führen werden, soll, wichtige Beiträge für die Zukunft des Sudetengaues liefern. Mit einem zuversichtlichen Ausblick auf die Zukunft schloß Konrad Henlein die Unterredung:

Ich glaube, daß wir uns in ganz kurzer Zeit als ein Gau zeigen werden, dem nicht mehr geholfen wer­den muß, sondern der zur Kraft und Stärke, zur Blüte und Größe der deutschen Nation von sich aus einen würdigen Beitrag liefert. In der unermüdlichen Arbeit sür diese Zukunft hoffen wir, unserem Führer einen be­scheidenen Dank abstatten zu können für feine Tat, die uns die Freiheit brachte."

worden. Zwar bringe die neue Linie schwere Nachteile für das Wirtschaftsgebäude der Tschecho-Slowakei mit sich, aber solche Nachteile seien solange von der drastischen Operation einer Grenzänderung untrennbar, als eine Trennung von Völkern gleichzeitig eine Spannung innerhalb des wirtschaftlichen Systems bedeutet, was unglücklicherweise in Europa größtenteils der Fall sei. Das Ergebnis der Beratungen der Inter­nationalen Kommission zeige, daß eine in Godes- berg von Hitler gezogene Linie im großen und ganzen sich ziemlich an die Volksgrenze anlehne.

flbstimmungspolijei nicht mehr notwendig

(vrabibsriokt unssrss I-onäovsr Vsrtrstsrs)

London, 15. Oktober.

Der Beschluß der Berliner, Internationalen Kom­mission, auf eine Volksabstimmung in den sudetendeutschen Gebieten zu verzichten, hat den Einsatz der 1288 bri­tischen Legionäre, die sich als freiwillige Abstimmungs­polizei zur Verfügung gestellt hatten, überflüssig gemacht. Die bereits eingekleideten und auf Schiffen zur Ueber- fahrt nach Vremerhaven untergebrachten Mitglieder der Britischen Legion sind auf Anweisung des englischen Außenministeriums wieder in die Heimat entlassen wor­den. Sie erhalten ihren Spesenzuschuß für die Zeit bis zum 1, November und freie Heimfahrt. Die blaue Dienst­kleidung dürfen sie behalten. Lord Halifax hat der Bri­tischen Legion im Namen der Regierung den Dank sür ihre nationale Einsatzbereitschaft zum Ausdruck gebracht.

Lee K/We sL« Ostsee

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Auch diesen Winter wird das deutsche Volk nicht hinter schützenden Mauern und an traulichen Kaminen ver­träumen. Es wird ihn erleben, würdig den Erschütte­rungen und Erfüllungen dieses Jahres. Die großen Er­lebnisse werden in den Herzen nachzittern und in einem Dankopfer Gestalt gewinnen, das der Größe dieser Zeit gerecht wird. Das große Friedenswerk des Führers nach außen wird einen würdigen Eleichklang finden im Frie­denswerk nach innen. Das Winterhilfswerk des deut­schen Volkes, diese friedlichste Anstrengung einer Nation, wird diesem Jahr eine ehrfurchtgebietende Krone auf­setzen und neuerdings der Welt den Geist der Verbrü­derung des ganzen Volkes und wahrhaft sozialer Tat­bereitschaft vor Augen führen.

Brüderlichkeit! Dieses Wort war einmal auch bei uns eine hohltönende Parole internationaler Klassensolidarität. Heute ist es durch den National­sozialismus auf seinen eigentlichen Wortsinn zurückge­führt worden. Denn die Blutsbruderschaft ist die einzige wahre und echte Brüderschaft überhaupt. Zu dem Be­wußtsein der blutsmäßigen Verschwisterung aber hat das deutsche Volk zurückgefunden. Aus ihr erwuchs die natio­nale Solidarität, die nicht als phrasenhaftes Schaum­gebilde ungreifbar in Lüften schwebt, sondern sich dau­ernd lebendig erweist, sich dauernd in Taten brüderlicher Liebe und Hilfsbereitschaft bewährt und ihrer selbst ge­wiß wird.

Einen Teil dieser Mobilmachung des sozialen Ge­wissens bilden die Straßensammlungen,die mit diesem Sonnabend und Sonntag einsetzen.werden. Mil­lionen Hände werden sich wieder in ganz Deutschland regen als freiwillige Spender und als Treuhänder des Opfers. Armselige und neidische Geister, die nun ein­mal am nationalsozialistischen Deutschland und seinen Einrichtungen kein gutes Haar lassen möchten, wissen sich angesichts dieser imponierenden Leistung meist nicht anders zu helfen, als daß sie die Freiwilligkeit dieses Opfers anzweifeln und seine Ergebnisse dadurch schmä­lern wollen, daß sie sie als erzwungen hinstellen. Diese Verfechter einer schrankenlosenFreiheit" zu einem egoistischen Privatleben haben eben keinen Blick für die Haltung eines echten Sozialismns, mögen sie auch fälsch­lich dieses Wort in ihrem Schilde führen. Sie über­schätzen in ihrer Jnstinktlosigkeit für überpersönliche Ee- meinschaftswerte die Mittel der Gewalt und ihre Wir­kung. Sie sind so verrannt in ihre egoistische Selbst­herrlichkeit, daß sie tatsächlich glauben, das gigantische Opfer einer Nation, wie es das deutsche Winterhilfs­werk darstellt, ließe sich mit Bajonetten und Gummi­knüppeln erzwingen.

Da sie aber meist auch diejenigen sind, die ihre unge­betenen Krokodilstränen über die verlorengegangene Freiheit" in Oesterreich vergießen, wäre es viel­leicht einmal ganz angebracht, den Blick auf dieses Land in den vergangenen Jahren zu lenken, um daraus zu ergründen, wie wenig man im Grunde mit Bajonetten und Gummiknüppeln, ja Existenzbedrohung und Frei­heitsberaubung, Zuchthaus und Galgen erreichen kann. In ihrer billigen Nachahmungssuchtverordnete" auch die österreichische Systemregiernng einWinterhilfs­werk". Sie war bekanntlich im schrankenlosen Besitz aller staatlichen Machtmittel und auch gewillt, diese Machtmittel bei jeder Gelegenheit mit letzter Brutali­tät einzusetzen; sie tat dies mit jener gewissenlosen Rücksichtslosigkeit, die politischen Desperados nun einmal eigen ist. Und was war das Ergebnis? Ein schmäh­liches Debakel auf allen Linien. System-Oesterreich lieferte die beste Jllustrierung zu jenem Satz aus dem Munde Tayllerands, daß man mit Bajonetten alles machen kann, nur eines nicht, nämlich länger darauf sitzen.

Der nationalsozialistische Fllhrungsbegriff wurzelt in der Erkenntnis, daß nackte Gewalt kein sicherer Daseins-

Japaner rücken zur Kantan-Valzn vor

Schon bis 20 km nordwestlich der viasbuchl vorgedrungen tstinestsche flbwestrmaßnakmen

Her tschechische gußenminister beim sichrer

Verstcherung einerlegalen kallung gegenüber Beuljchland" Sie frage der ungarischen Minderheiten

von Varanzll bei fldolf Killer

München, 15. Oktober

Der Führer und Reichskanzler empfing gestern nach­mittag in Gegenwart des Rcichsministers des Auswar- Zigcn von Ribbentrop den ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten von Daranyi zu einer Besprechung über Fragen des ungarischen Volksiums in der Tschecho- Slowakei.

0er kabinettscheftdes ungarischen stußenministers bei tiano

Rom, 15. Oktober

Gras Csaky, der Kabinettschef des ungarischen Außen­ministers, ist am Freitagnachmittag in Begleitung des ungarischen Gesandten von Außenminister Graf Ciano empfangen worden. Die Unterredung bezog sich auf die .ungarisch-slowakischen Verhandlungen.

Schanghai, 15. Oktober.

Der japanische Sprecher gab am Freitag zum ersten Male genauere Einzelheiten über die Landung japani­scher Truppen in der Bias-Bucht bekannt. Danach er­folgte die Landung in der Aling-Vucht, im westlichen, tiefsten Einschnitt der Bias-Bucht, aus einigen Karten auch Dumbell-Vucht genannt. Die Japaner stürmten sofort die auf dem Tienschwang-Berge gelegenen Forts, die nur schwach besetzt waren und sofort genommen wurden. Dann gingen sie nordwestlich an der Land­straße vor und besetzten gestern Tamshui, das etwa 28 Kilometer von der Bias-Bucht entfernt ist. Die Japaner erreichten damit die Verkchrsstraße, die vom Südteil der Hongkong-Kanton-Vahn nach Huitschou (auch Hwcitschau, Waiyeung und Waischow genannt) führt. Der Vorstoß werde weiter nach Westen auf Kowloon an der Kanton-Bahn geführt.

Infolge des Fehlens chinesischer Gegenwehr können die japanischen Fliegerangrifse ohne Schwierigkeiten durch­

geführt werden. So griffen auch am Freitag wieder Massen von Luftgeschwadern die Eisenbahnlinie sowie die rückwärtigen chinesischen Verbindungen an.

Von der Hankau-Front sind keine wesentlichen neuen Entwicklungen zu melden.

Zur Abwehr der japanischen Operationen an der Bias- Bucht fanden, wie aus Hankau gemeldet wird, chine- sischerseits erhebliche Truppenverschiebungen in Richtung des Gebietes nordöstlich und nördlich von Hongkong statt, wo Verteidigungslinien vorbereitet werden. Chinesische Flieger warfen über der Bias-Buc' t mehrmals Bomben ab. In Hankau wurde» zwischen führenden chinesischen Militärs Beratungen über die Lage in Südchina ge­führt.

Kein diplomatischer Schritt knglanö-Iapan

Tokio, 15. Oktober.

Zu den zahlreichen Meldungen und Gerüchten über diplomatische Schritte Englands anläßlich der japani­

schen Aktionen in Südchina gab der Sprecher im japa­nischen Anßenamt eine Erklärung. Danach habe sich Englands Stellungnahme bisher ausschließlich auf per­sönlich geäußerte Bedenken des englischen Botschafters Lraigie dem stellvertretenden japanischen Außenminister Horinouchi gegenüber am 18. Oktober beschränkt. Einen Tag vor Bekanntwerden des Vollzugs der japanischen Landung in Südchina habe Botschafter Craigie Horinouchi auf große Schwierigkeiten, in die Hongkong durch eventuelle militärische Maßnahmen in der Nähe seiner Grenzen geraten könne, aufmerksam gemacht. Der englische Botschafter habe auch auf große Ernährungs­schwierigkeiten. die für die Zivilbevölkerung der Kron- kolonie entstehen könnten, hingewiesen. Hongkong er­halte den größten Teil seiner Nahrungsmittel nämlich aus dem benachbarten chinesischen Gebiet. Amtliche Aeußerungen oder Warnungen von englischer Seite lägen nicht vv