Ausgabe 
(13.10.1938) Nr. 282
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Reiner ZeNno

Anzeigen - L.

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parteiamMche Tageszeitung

Has Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen

Die 22-mm-Zeile im Anzei enteil 13 4^/, die 78-mm-Zeile im Tert- teil 75 4^4. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige »Bedinqungen Preis­liste 7 sNachlaßstaffei O. Für An- zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annabmeschluß 16 Uhr Geschäftsstellen: 8n Bremen:

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des leichsstattlialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 282 / 8. Jahrgang

Donnerstag, 1Z. Bktober 1SZ8

kinzelpreis 13 Bps.

Japan greift m Südchina an

überraschender Vorstoß auf Kanton

Landung starker japanischer Iruppen in der viasbucht / krklarungen des lokioter flußen-

ministeriums / diplomatischer Schritt wegen ftongkong

Tokio, 13. Oktober

Amtlich wird bekanntgegeben, daß die japanische Armee und Marine militärische Operationen gegen Südchina entlang der Küste der Provinz Kwantung begonnen haben.

Hongkong, 13. Oktober

Mittwoch früh um 4.30 Uhr wurden, wie hier berichtet wird, die ersten japanischen Abteilungen in der Vias- Bucht gelandet. Dort liegen etwa 60 japanische Trans­portschiffe mit Truppen. Dirs nächste Ziel ist anscheinend die Unterbrechung der Hongkong-Kanton-Vahn. Die Behörden in Hongkong rechnen mit einem starken. Zu­strom chinesischer Flüchtlinge. Sie verstärkten daher den militärischen Schutz an der Nordgrenze des briti­schen Territoriums.

Ueber die begonnenen japanischen Operationen in Südchina gab der Sprecher des Autzenamtes eine Er­klärung ab. Er unterstrich, Last die japanischen Matz- nahmen rein militärischer Natur seien und die Unter­brechung des Hauptweges für die chinesische Wafsen- und Munitionsversorgung bezwecken. Die bisher von der japanischen Regierung verfolgte Politik, die Rechte und die Interessen dritter Mächte zu achten, bleibe unverändert.

In Tokio wurde die Meldung über die Landung japanischer Truppen in SLdchina durch Extrablätter verbreitet. Militärische Kreise unterstreichen, datz die Besetzung Kantons, der wichtigsten Handels- und Ver­kehrsstadt SUdchinas, die letzte Widerstandskraft des Tschiangkaischek-Regimes brechen soll. Nach Besetzung Kantons würde nämlich die militärische Versorgung Tschiangkaischeks ausschließlich auf die beschwerliche und unsichere Zufuhr aus Jndochina, Burma und Sowjet- rustland angewiesen sein.

In politischen Kreisen Tokios verweist man darauf, daß die Erweiterung des Kampfgebietes in China selbst­

verständlich auch einen erheblich größeren Krafteinsatz des japanischen Volkes verlange. Äutzerdem bedeute die japanische Expedition nach Süd-Lhina eine inhalts­schwere Matznahme gegen die Interessengebiete Englands und Frankreichs und besonders die in unmittelbarer Nachbarschaft liegende britische Kronkolonis Hongkong. Der starke chinesische Widerstand um Hankau habe je­doch.diese Bedenken zugunsten einer radikalen Durchfüh­rung des China-Feldzuges überwunden.

kinsah der Luftwaffe

Schanghai, 13. Oktober.

Ueber die Aktion der Luftflotte wurde mitgeteilt, datz über 110 Jagdflugzeuge militärisch wichtige Plätze in der Kwantung-Provinz und an der Eisenbahnstreüe KantonHongkong mit Bomben belegt haben.

In japanischen Kreisen ist infolge des kraftvollen Vorstoßes in Südchina die Stimmung sehr gehoben. Man hofft, datz Kanton und Hankau nunmehr in absehbarer Zeit fallen werden.

Interessen dritter Mächte gewahrt

Tokio, 13. Oktober.

Am Mittwochmorgen teilte der japanische Außenmini­ster den Botschaftern von Großbritannien, Frankreich, der Vereinigten Staaten, von Deutschland und Italien sowie dem Gesandten von Portugal mündlich mit, datz es in der Absicht der japanischen Truppen läge, entlang der Küste der Provinz Kwantung militärische Operatio­

nen zu beginnen, um damit das Tschiangkaischek-Regime wirksamer zu treffen und das Ziel des gegenwärtigen Fsldzuges zu erreichen.

In der Mitteilung wird von neuem die Achtung Ja­pans vor den Rechten und Interessen dritter Mächte in China hervorgehoben und die Versicherung gegeben, datz alle Anstrengungen gemacht würden, um diese Mächte vor allen Schäden bei der Durchführung der beabsichtig­ten Operationen zu bewahren.

In größter Aufmachung berichtet die japanische Presse ausführlich über den Fall Sinyang an der außerordent­lich wichtigen Hankau-Peking-Bähn. Die Blätter seicrn die Einnahme der Stadt, die 130 Kilometer nördlich von Hankau liegt, als den wichtigsten japanische» Sieg, der in den letzten Wochen gegen starke chinesische Streit- kräfte erkämpft werden konnte. Der Fall Sinyang ist von erheblicher Bedeutung für alle weiteren Operatio­nen. die sich aus den Fall Hankaus konzentrieren.

Auch die Vertreter der Armee messen der Eroberung dieser Stadt große Bedeutung bei, da nunmehr oie Bahn­verbindung der Verteidiger Hankaus mit den chinesischen Truppen am Gelben Flutz zwischen Tungwan und Lschen- tschau unterbrochen ist. Ebenso wird die westlich der Bahnlinie verlaufende große Verkehrsstratze von Hankau über Sian nach Sowjetrutzland bedroht. Von entschei­dender Bedeutung ist schließlich die Tatsache, daß nun­mehr ein direkter Angriff auf Hankau unternommen werden kann. da auf Grund der geographischen Verhält­nisse die Stadt nur von Norden und Nordosten her be­zwungen werden kann.

In militärischen Kreisen ist man der'Ansicht, datz von Sinyang aus ein weiterer Vorstoß nach Westen unternommen werden wird. um die Handelsstraße nach der Sowjetunion zu unterbrechen. .

Vas Märchen von den S 5 V VVV Ischechen

erdrückende latsacken gegen internationale Brunnensergistung

Berlin, 13. Oktober

Der s.Dcutjchc Dienst" schreibt: Entsprechend dem Münchener Abkommen und den Feststellungen der Inter­nationalen Kommission beschränkte sich die Besetzung des sudetcndeutschcn Gebietes ausschließlich aus das geschlossene deutsche Siedlungsgebiet. Eine ganze Reihe von Städten mit vor wenigen Jahrzehnten noch über­wiegend deutscher Bevölkerung in unmittelbarer Nähe der Vesetzungslinie wurde nicht besetzt. Trotzdem haben gewisse ausländische Zeitungen voran ein dänisches Blatt es nickt unterlassen, durch die Erfindung des Märchens, 800 000 bis 850 000 Tschechen kämen durch die Besetzung zum Reich, den günstigen Eindruck, den das Münchener Abkommen in der Welt hinterlassen hat, bei ihren Lesern zu verwischen.

Nach tschechischen Statistiken wurden in den Sudeten- ländcrn, in Böhmen und Mähren-Schlesien, bei der Volkszählung im Jahre 1830 in Gemeinden mit abso­luter deutscher Mehrheit 2 757 272 Deutsche und 361 000 Tschechen festgestellt. Die Zahl der Tschechen ist hierbei auf Kosten der Deutschen zweifellos viel zu hoch gegrif­fen. Die Fcststellungsmethoden bei der Zahlung im Jahre 1930 sind bereits vor ihrer Durchführung von allen damaligen sudctendeutschen Parteien einmütig ab­gelehnt worden. Schon die Zähler selbst wurden über­wiegend von Tschechen gestellt. Die Beeinflussung vor allen Dingen wirtschaftlich Schwacher und Abhängiger und die Schreibungewandtheit in ländlichen Bezirken wurde von diesen weitestmöglich ausgenützt, um deutsche Männer und Frauen zu einer falschen Eintragung ihres nationalen Bekenntnisses zu veranlassen. Auch wurde das Vorhandensein gewisser slawischer neben deutschen Dia­

lekten als Beweis für eine Zugehörigkeit zur tsche­chischen Nation ohne weiteres angenommen, indem seitens der Präger Regierung einfach ein gemischter Dialekt bzw. eine nicht rein deutsche Sprache als tsche­chisch bezeichnet wurde.

Besuch des Präger flußenministers im Berliner fluswärtigen flmt

Berlin, 13. Oktober.

Der tschecho-slowakische Augenminister Choalkowski wird am Donnerstag früh in Berlin eintrefsen und sich am Vormittag in das Auswärtige Amt begeben, um dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbcntrop einen Besuch zu machen.

So wurde unter einer solchen Begründung im Jahre 1919 die Abtrennung des Hultschiner Ländchens vom Deutschen Reich geführt und noch 1930 von den Volks­zählern der Tschechen behauptet, datz in diesem ausge­sprochen deutschen. Gebiet neben 49,316 Tschechen nur

4908-Deutsche vorhanden seien, während bei jeder Wahl die deutschen Parteien, so schon 1935. mit 79 bis 90 v. H. der abgegebenen Stimmen die große Mehrheit erzielten. Aehnliche Beispiele können von einer ganzen Reihe su- detendeutscher Gebiete gebracht werden, es genügt aber auch so bereits, die zu durchsichtigen Zwecken hergestell­ten tschechischen Statistiken zu kennzeichnen.

Selbstverständlich wird in der tschechischen Statistik auch in keiner Weise berücksichtigt, datz tausende Tsche­chen auf Kosten der tschechischen Eesamtbevölkerungs- ziffer in das sudetendeutsche Gebiet hineingezogen wur­den, um dieses kerndeutsche Land mit einer tschechischen Bevölkerung zu durchsetzen und die deutsche Bevölkerung zu verdrängen. Dennoch sind diese Bemühungen vergeb­lich gewesen, denn trotz solcher Maßnahmen stellte z. V. im Schönhengst-Eau auch nach der tschechischen Statistik von 1930 die deutsche Bevölkerung mit 103 742 gegen­über nur 9027 Tschechen eine wahrhaft überwältigende Mehrheit. '

Angesichts solcher Tatsachen müssen die Erfindungen der ausländischen Zeitungen vom angeblichen Vorhan­densein von 850 000 Tschechen im von deutschen Truppen besetzten Sudetcngebiet als unverantwortliche inter­nationale Brumienvergiftung gekennzeichnet und ener­gisch zurückgewiesen werden.

(Von nnssrsr Lsrtiner LeIrriktlsitnnK)

Berlin, 13. Oktober.

Seit Wochen hämmern die Schläge der japanischen Offensivarineen auf den chinesischen Verteidigungsgürtel rund um Hankau. In zähen und erbitterten Kämpfen haben sich die Truppen Japans Schritt um Schritt vor- gekämpft. Alle Prognosen des Gegners haben sich nicht bewahrheitet: weder die weit auseinandergezogene 1290 Kilometer lange Front, noch die Anmarjchwege von über mehreren 1699 Kilometern haben die Erfolge der Japaner abwenden können. Die Ermattungsstrategie und dasZeitgewinnen" haben sich allein als keine kriegsentscheidenden Faktoren erwiesen. Gewiß kann man auch den chinesischen Truppen, insbesondere den vor Hankau konzentrierten Elite-Divisionen Tschiang­kaischeks, nicht absprechen, datz 'sie mit allem Mut und aller Zähigkeit gekämpft haben und vermutlich auch weiter kämpfen werden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, datz der ganze bisherige Verlauf des fern­östlichen Konflikts und insbesondere seine jüngste Phase, in deren Mittelpunkt die Kämpfe um Hankau stehen, die klare militärische und strategische Ueberlegenheit der japanischen Kriegs­führung ebenso wie die Tüchtigkeit des japanischen Soldaten bewiesen haben.

Gerade in den letzten Tagen haben diese unbestreit­baren Tatsachen eine neue Bestätigung erfahren. Die jüngsten Offensivvorstötze der japanischen Armeen haben der japanischen Kriegsführung überaus entscheidende Vorteile in die Hand gespielt. Am 10. Oktober konnte die Stadt Sinyang, der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt der PekingHankan-Vahn, erobert und damit die chinesische Eisenbahnverbindung zwischen Hankau und dem Norden unterbrochen werden. Auch an anderen Stellen der Hankau-Front glückten entscheidende fapa- nische Vorstöße, die die chinesischen Verteidiger in eine immer bedrohlichere Lage brachten

Inwiefern Augenblick, der für Hankau schon kritisch genug erscheint, hat die japanische Kriegsfllhrung zu einem ebenso überraschenden wie für Tschiangkatschek überaus gefährlichen Schlage ausgeholt. In den frühen Morgenstunden des 12. Oktobers haben starke japanische Flottenverbände rund 60 090 Mann in der Bias-Bucht gelandet. Das Landemanöver selbst ist, nach den bisher vorliegenden Meldungen, nahezu ohne Schwierigkeiten vor sich gegangen. Der erste und nicht unwichtige Teil der neuen entscheidenden japanischen Offenstvbewegung ist damit schon gelungen. Die japanischen Truppen, die inzwischen weitere Verstär­kungen erhalten haben, befinden sich seit gestern schon auf dem Marsch nach Kanton. Die Hauptstadt Slldchinas, die bisher lediglich von der Luft her be­droht war, ist damit in den unmittelbaren Bereich der kriegerischen Aktionen gerückt und wie man schon jetzt feststellen kann ebenso wie Hankau unmittelbar be­droht.

Es unterliegt keinem Zweifel, datz diese neue Wen­dung der kriegerischen Ereignisse im Fernen Osten von weitreichender - Bedeutung für den gesamten. Verlauf des chinesisch-japanischen Krieges sein wird. Die erste unmittelbare Folge des japanischen Vorstoßes auf Kanton wird zweifellos für Tschiangkaischek die zwin­gende Notwendigkeit sein. sofort Truppen von der Hankau-Front an die Kanton-Front in großem Matze abzugeben. Aller Voraussicht nach werden dazu. zumindest die bei Hankau kämpfenden süd- chinesischen Divisionen verwandt werden müssen. Mög­licherweise werden diese Verbände, die qualitativ und

wilder ljerenkessel in Palästina

Neue blutige kämpfe, Überfälle uns Sabotageakte

Zeder opfert für sein Volk!

Der Eauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Parteigenosse Bruno Dieckelmann, erlägt nachfol­genden Ausruf zur ersten Reichsstragcnsammlung des Winterhilfswcrkes 1938/39.

Gib für dein Volk!" so lautet die Losung, unter der das Winterhilfswerk 1938 39 feierlich für den Gau Weser-Ems eröffnet wurde. Dieses Wort wird auch die Losung für alle Schaffenden sein, wenn sie am 15. und 16. Oktober 1938 als Samm­ler und Geber bei der ersten Reichsstraßensamm- lung der Teutschen Arbeitsfront ihre Pflicht er­füllen, eine Pflicht, der unser Gauleiter den wah­ren Sinn gab, wenn er erklärte:Durch unsere große Winterschlacht 1938/39 geben wir letzten Endes nur einen Bruchteil dessen zurück, was uns der Führer gegeben hat."

Bruno Dieckelmann, MdR.

Gauobmann der DAF."

Jerusalem, 13. Oktober

Die Palästina-Bilanz des letzten Tages ist wieder recht mannigfaltig und zeigt, daß es den britischen Be­mühungen noch lange nicht gelungen ist. einigermaßen illr Ordnung in diesem durch das Eindringen immer neuer Jüdenscharen beunruhigten Lande zu »argen. In Nablus. wo es schon in den letzten Tagen wiederholt zu Zwischenjällen kam. ereignete sich ein schwerer Zu­sammenstoß zwischen britischen Truppen und Frei- schärlern. bei dem es mehrere Tote gab. Ueber die Stadt Nablus wurde sofort Ausgehverbor verhängt.

Auch der Bezirk Jerusalem war in den letzten Tagen Schauplatz zahlreicher blutiger Vorfälle. Bei dem Dorfe Walajeh südwestlich von Jerusalem entspann sich ein Kampf mit Freiichärlern. bei dem die. Engländer Flug­zeuge und Panzerwagen einsetzten. Tote und Ver­wundete gab es auf beiden Seiten.

Aus zahlreichen anderen Meldungen, die aus dem ganzen Lande eingelaufen sind, ergibt sich. datz in der Nähe von Haifa Araber erschossen wurden, im Bezirk von Ealiläa die Telefon- und Lichtleitungen zerstört, in Nazarcth der Direktor einer Bank durch Schütze schwer verwunde! und auf der Eisenbahnstrecke Lydda Haifa eine Draisine von Freiichärlern angehalten und verbrannt wurde.

25 Käufer in Sie Lust gesprengt

Jerusalem, 13. Oktober.

Die Strafaktionen der Engländer gegen arabische Dör­fer halten an. So wurden in der kleinen Stadt Medjal nördlich von Gaza nicht weniger als 25 Häuser in die Luft gesprengt. In Nordpalästina sind mehrere Dörfer mit Kollektivstrasen belegt worden; sie müssen u. a. die Kosten sür zusätzlich in diese Ortschaften gelegte Polizei- abteilungen tragen. Ausgchvcrbot besteht jetzt in den Städten Nazarcth. Tiberias, Ienin, Tulkarem, Iassa, der Altstadt von Jerusalem, Bethlehem, Gaza und zahl­reichen Dörfern. In Jerusalem wurde am Mittwoch ein Araber hingerichtet. Am Zafsa-Tor ist ein Jude durch mehrere Schüsse verwundet worden.

polizeistalionen unter seuer

Jerusalem, 13. Oktober

Die Polizeistationen Tulkarem und Ienin lagen unter Eewehrfeucr arabischer Freischärler In 'Kalkilieh wurde ein arabftcher Feldpolizist schwer verletzt. Bei der Beschießung eines arabischen Dorfes namens Shcnali wurde ein Araber getötet. In Haifa drangen Bewaffnete in das Haus eines arabischen Notabel eist

und verletzten diesen durch Schütze schwer. Ein weiterer anwesender Araber wurde getötet.

Wieder der leilungsplan?

London, 13. Oktober

Der gestrigeTimes"-Leitartikel erörtert wieder die Lage in Palästina. Die notwendig gewordene Verstär­kung der britischen Garnisonen in Palästina, so schreibt das Blatt, sei der beste Beweis für die fortschreitende Verschlechterung der Situation seit dem Sommer Klar sei. datz vor jeder politischen Lösung des Palästina- Problems die Ordnung wiederhergestellt werden müsse. In Palästina schweige heute das 'Gesetz. Die. ..Times" ist dann der Meinung, datz die letzten Ereignisse in Pa­lästina die Argumente zugunsten einer Teilung eher ge­stärkt als geschwächt hätten. Trotz aller offensichtlichen Gefahren scheine eine Teilung Palästinas weniger ge­fährlich zu sein, als eine mechanische Einigung. Bei einer Trennung der beiden Volksgruppen brauche man jedoch nicht den Empfehlungen der Palästina-Kommission in jeder Einzelheit zu folgen. Vielleicht prüften der Kolo­nialminister und der Palästina-Kommissar einmal an­dere Methoden zur Erreichung desselben Zieles, etwa auf kantonaler, oder, was noch wahrscheinlicher sei, auf föderaler Grundlage.