Ausgabe 
(8.10.1938) Nr. 277
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der Nationalsozialisten Vremens

fimtliches Nerkündungsblatt des Neichsstattstaiters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 27? / S. Jahrgang

Sonnabend, S. Oktober 19Z8

Linzelpreis 15 Nps.

Unser Sauleiter eröffnete die Vinterfchlacht im Nordseegau

flile helfen Sem wstw. durch Sie Int!

Über 7,S Millionen Neichsmark opserte der 6au weser-kms 19Z7/ZS

Osnabrück, 8. Oktober

Nachdem der Führer am Mittwoch das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes „Großdeutschland 1S38/3S" im Berliner Sportpalast mit einem zündenden Appell an die deutsche Volksgemeinschaft eröffnete, erfolgte am Freitagabend in einer schlichten, aber eindrucksvollen Großkundgebung durch Gauleiter Carl Rover die feierliche Er­öffnung des Winterhilsswerkes im Gau Weser-Ems, die unter dem sichtbaren Zeichen echt nationalsozialistischer Opserbereitschaft stand und in dem freudigen Wider­hall gipfelte: den Dank an den Führer durch die Tat zu bezeugen!

Daß wir im Gau Weser-Ems bei dem größten sozi­alen Hilfswerk aller Zeiten nicht hinter den anderen Gauen zurückstehen Werden, ist «ine Selbstverständlich­keit. Das hat vor allem schon das schöne Ergebnis der Kleidersammlung für unser« Bruder und Schwestern im befreiten Sudetenl-and bewiesen, so daß mit dem Ein­satz aller Kräfte im diesjährigen Winterhilfswerk und damit wieder mit einem großen Erfolg im unserem Heimatgau gerechnet weiden kann. Unter dieser Zu­versicht staiid die feierliche Eröffnungskundgebung des Winterhilsswerkes des Gaues Weser-Ems im Nattonal- Dheater Osnabrück, an der die führenden Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht, der Industrie, aus Han­del und Handwerk und die Helfer und Helferinnen des WHW. sowie zahlreiche Volksgenossen aus dem ganzen Eaugebiet teilnahmen. Als Vertreter des Kreises Bre­men war Kreisleiter Pg. Blanke mit Mitgliedern des Kreisstabes anwesend.

Kreisletter Münzer dankte in seiner Begrüßungs­ansprache dem Gauleiter für sein Komme« und gab

der Versicherung Ausdruck, das große soziale Hilfswerk noch erfolgreicher als bisher zn gestalten.

Eauamtsleiter Staatsrat Denker gab dann einen aufschlußreichen und stolzen

Nechenschastsbeeicht über das bpferwerk des Saues weser-kms

im vergangenen Winter. Der Zwhlenspiegel gibt mit überzeugender Deutlichkeit ein lebendiges Bild des wahren Tatsozialismus aller Volksgenossen des Gaues. (Die Ausführungen Pg. Denkers veröffentlichen wir im Innern des Blattes.)

Eaupropagandaleiter Ernst Schulze wies darauf hin, daß die Propagandisten des Gaues sich restlos für den Winterkampf des WHW. einsetzen würden und bat dann den Gauleiter, das Wort zu ergrsifen.

tarl Nöoers Appell

Gauleiter Carl Röver gab zunächst einen geschicht­lichen Rückblick auf die Bewegung und betonte, daß es heute seit Oktober 1918 gerade 20 Jahre her seien, als irgendwo in einem deutschen Lazarett ein einfacher Soldat des Weltkrieges erblindet lag, der einmal das Schicksal Deutschlands gestalten sollte.

Ebenso wie der Kamps der Bewegung siegreich zum Durchbruch kam, können wir auch im neuen Winterfeld­zug nur siegreich bestehen vor dem Führer und dem deutschen Volk, wenn wir uns den Kamps- und den Siegeswillen Adolf Hitlers zueigen machen. Das ist nur möglich aus der sauberen inneren Haltung des deutschen Menschen heraus. So ist schließlich der Kampf sür das Winterhilfswerk letzten Endes ein Kamps, der in diesem Sinne die ethischen Werte in den Vorder­grund stellt.

In diesem Zusammenhang ließ der Gauleiter die ver­gangenen 20 Jahre vorüberziehen, um damit ein leben­diges Bild zu geben, welches Wunder der Zeit sich seitdem vollzogen hat.

„Wir wollen das Werk des Führers, das er sür uns geschaffen hat, durch unsere Arbeit untermauern," so ries der Gauleiter aus. „Je mehr wir im Winterfeld­zug das Volk mobilisieren und je tiefer wir uns mit den hohen Idealen des Führers befassen, desto eher wird der Sieg unser werden."

Unsere gewaltigen Aufgaben sind auch mit dem Win- terhilfswerk 1938/39 noch nicht erfüllt. Es werden viele Jahre vergehen, bis wir wirklich das erreicht haben, was wir erreichen müssen, und wir müssen alles in großer Einigkeit tun. Nur aus der gewaltigen Kraft des Volkes und des Reiches konnte Adolf Hitler die ent­scheidenden Taten wagen, die uns den Erfolg gaben, lleberlegen wir uns: Was stand oftmals auf dem Spiel und was alles ist geschaffen worden in den wenigen Jahren seit der Machtübernahme!

Was Adolf Hitler durchsetzte sür das deutsche Volk wird erst ein späteres Geschlecht voll begreifen können. Für uns aber heute gilt eins: Adolf Hitler muß bei uns sein bei Tag und bei Nacht, in uns und mit uns! Unsere Weltanschauung ist auf Idealen aufgebaut. -Des Führers Bewegung wird so lange sein, als sie die Be­treuerin der deutschen Seele und des deutschen Menschen

Sie wollen auch ;u Deutschland

Tschechische Grenzbewohner haben kein Vertrauen mehr zu Prag

Haag im Böhmerwald, 8. Oktober Dieser Tage meldeten sich der« deutschen Vorposten die Abordnungen der Dörfer O«mau, Schweinitz und Besednice, sämtlich Dörfer im tschechischen Sprachgebiet. Sie ersuchten durch Vermittlung eines Lehrers, bei der Reichsregierung daraus hinwirken zu wollen, daß auch ihre Dörser in das Abstimmungsgebiet einbezogen wer­den. Darüber hinaus wird uns auch aus den Ortschasten des deutsche» Sprachgebietes berichtet, daß unter den Tschechen, die hier im Zuge der Präger Entnationali- fierungspolitik angesiedelt worden sind. eine starke Strömung sür Deutschland vorhanden ist.

überhaupt ist und sie wird so lange sein, wie es ei« deutsches Volk gibt."

Unser Gauleiter kam dann auf den Weltkrieg zu sprechen und fuhr fort: „Wenn das deutsche Volk damals etwas Aehnliches gehaht hätte wie die Bewegung Adolf Hitlers, so weiß ich, daß wir 1918 nicht kapitu­liert hätten. Der deutsche Soldat hat nicht kapituliert. Es war die Heimat, die unterminiert wurde, und es war der Glaube, der fehlte. Dieser Glaube wird immer der ausschlaggebende Faktor sein; auch im Kampf der NSV. und des WHW. um den Sieg gegen die Not.

Der gewaltige Aufbau, der sich in Deutschland auf allen Gebieten vollzogen hat. ist ausschließlich ein Zei­chen der Kraft des Führers und ihm allein ist das Verdienst für diesen Aufbau zuzuschreiben. Wir haben

etwas vom Führer geschenkt bekommen, so betonte der Gauleiter, was die übrige Welt noch nicht ganz be­griffen hat. Welch ein Glück ist es. daß kein Menschen­blut vergossen werden mußte, um «in Recht zu er­kämpfen, sondern daß die Vernunft siegte.

Noch nach tausend Jahren werden uns die Menschen um diese Zeit beneiden, wie wir einst in der Schulzeit die großen Männer beneideten, die damals Geschichte machten.

Wir wollen dem Winterfeldzug und damit dem WHW. in jeder Beziehung und zu allen Zeiten als Kameraden zur Seite stehen. Vergessen wir nicht: Die NSV. ist das Gewisse« der Bewegung Adolf Hitlers in höchstem Maße!"

Bei dieser Gelegenheit sprach der Gaulleiter dem Eau­amtsleiter Pg. Denker und seinen Mitarbeitern seinen besonderen Dank aus. Leistungen, so betonte er, wurden von den Tausenden von Helfern vollbracht, auf die wir wirklich von ganzem Herzen stolz sein können.

Der Gauleiter fuhr dann fort: „Ich sagte schon ein­gangs, das Entscheidende bei allen Siegen war immer der Glaube; auch zu Beginn des Kampfes Adolf Hitlers stand dieser Glaube und je mehr wir unser Volk in Adolf Hitlers Weltanschauung hineinführen — wir werden bestimmt niemals dabei müde werde« — desto größer, stärker und glücklicher werden wir.

Heute weiß auch der Letzte, daß das Geld nicht das Ausschlaggebende ist; zwar ist es notwendig, aber nur aus dem Gedanken des wirklichen, reinen, sozialistischen Wollens heraus kann etwas geleistet werden. Die Weltanschauung hat auch hier beim WHW. das Schwer­gewicht.

Wenn man ein Flüchtlingslager besucht und sieht, was alles die NSV. mit ihren einsatzbereiten Helfern ge­schafft und an Not gelindert hat, wenn man sieht, welche Furcht und welches Entsetzen aus den Augen der Flüchtlinge spricht, dann gibt es wohl keinen im ganzen Reich mehr. der nicht zu helfen bereit wäre.

„Führer, hol uns heim!", so riefe» die Sudetendeut- schen aus dem Turnfest in Breslau, und der Führer hat sie heimgeholt. Helfen wir dem WHW. als Dank für das, was Adolf Hitler für uns, für das Eroßdeutsche Reich, getan hat! Und diese Hilfe, diese Einsatzbereit­schaft, dieser Glaube und dieser Wille zur Hilfe, das alles muß solange in uns bleiben, wie es ein ewiges Deutschland gibt!"

Damit schloß Gauleiter Röver seine große, oft von stürmischem Beifall unterbrochene Rede. Das von den Versammelten mit Begeisterung gesungene Deutschland- knd Horst-Wessel-Lied folgte. Darauf wurde die Kund­gebung und die Eröffnungsfeier des Winterhilsswerkes des deutschen Volkes im Gau Weser-Ems geschlossen.

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Du dankst dem Führer

Z. ö. v. Osnabrück, 8. Oktober

Das diesjährige WHW-, das für den Gau Weser- Ems mit der gestrigen Feierstunde im National- theater zu Osnabrück durch unseren Gauleiter er­öffnet wurde, soll ein Dank so groß und so unver­gleichlich an den Führer werden, wie des Führers große und unvergleichliche Taten in diesem Jahre gewesen sind. Das ist es, was mit Recht der-Gau­leiter gestern in seiner zündenden Ansprache her­vorhob, das ist es, was durch den ganzen Fluß seiner Rede hindurchging. Das ist es, was jeder, der den Sinn des Winterhilfswerks und die Größe Adolf Hitlers auch nur erahnt, heute empfinden und sich zur eigenen Anschauung machen muß.

Gewaltiges und Unerhörtes — der Gauleiter hat es hervorgehoben — haben wir in den letzten Jah­ren erlebt und nicht genug kann es jeder, der in diese geschichtlich so unendlich große Zeit hinein­geboren ist, sich immer und immer wieder sagen, daß er dieser Zeit würdig sich erweisen muß, würdig durch eine innere Haltung, welche die Erfolge, die der Führer erkämpft hat, mit eigenen Werken untermauert. Gelegenheit zu solchen Wer­ken gibt das Deutsche Winterhilfswerk, als das größte soziale Werk der Welt, jedem einzelnen Volksgenossen. Wir bezweifeln nicht, daß, wer immer sich darüber klar geworden ist, wie bedeu­tungsvoll, ja geradezu unentbehrlich dieses soziale Werk sich gerade bei der Heimführung der zehn Millionen Volksgenossen aus der Ostmark und dem Sudetenland erwies und noch erweisen muß, die Gelegenheit bei seiner Erkenntnis entsprechend zu handeln in vollstem Maße ausnutzen wird.

Zehn Millionen deutsche Menschen hat der Führer in das Reich heimgebracht und weitaus über hunderttausend Quadratkilometer deutschen Landes, die außerhalb der bisherigen Reichsgrenze lagen, dem Reiche zugeführt. Und wenn der Führer dazu sagte, daß ihm dies nicht möglich gewesen wäre ohne die beispiellose Geschlossenheit des deut­schen Volks, und. wenn der Gauleiter das unter­strich, indem er betonte, daß das Winterhilfswerk als einer der wichtigsten Faktoren dieser deutschen Volksgemeinschaft nicht zuletzt mit an den Er­folgen des Führers beteiligt sei, ja wenn der Gau­leiter das Winterhilfswerk geradezu das Ge­wissen der Bewegung Adolf Hitlers nannte, so glauben wir, daß damit deutlich und klar genug ausgedrückt ist, was das Winterhilss-

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