Ausgabe 
(27.12.1938) Nr. 355
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vremer Munv

parteiamtliche Tageszeitung

Has Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches Berkündungsblatt des Neichsstatchatters in Oldenburg und Bremen

Nr. Z55 / 8. Jahrgang

vienstag, 2?. Dezember 19Z8

Einzelpreis 13 Bps.

Hie Partei gibt der Mutter den klirenplatz

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kinzelkeiten zur Stiftung des kftrenkreures

Vie ersten BurchfülirWagsbestimmungeii / Voraussetzungen der Verleitzung

(Vrsdtdvrlvkt un8vrer Berliner 8oürlk11e11un§)

Berlin, 27. Dezember.

Ueber die Stiftung des Ehrenkreuzes der deut­schen Mutter, die der Stellvertreter des Führers am Weihnachtsabend bekannt gab, werden im Rerchsgesetzblatt folgende Einzelheiten veröffent­licht:

Die Verleihung des Ehrenkveuzes der deutschen Mutter wird an die Bedingungen geknüpft, daß die Eltern der Kinder dentschblütig und erbtiich- t i g sind, ferner dich die Mutter der Auszeichnung wür­dig ist und -atz die Kinder lebend geboren sind. Wie der Stellvertreter des Führers bereits ankündigte, wird das Ehrenkreuz in drei Stufen verliehen.- in Bronze an Mütter mit vier und fünf Kindern, in Silber an Mütter mit sechs und sieben Kindern, und in Gold an Mütter mit acht und mehr Kindern.

Das Ehrenkreuz der deutschen Mutter besteht aus einem schmalen blauemaillierten Langkreuz mit weißem Rand, das in der Mitte im weißen Kreis das Haken­kreuz zeigt. Auf einem metallenen Rand steht die Um­schrift:Der deutschen Mutter". Aus den Winkeln des Ehrenkreuzes gehen metallene Strahlenbündel hervor. Die Rückseite trägt die Inschrift:Dqs Kind adelt,die Mutter" und den Namenszug des Führers. Das Kreuz wird an einem blauen, weißgeränderten Band am Hals getragen. Gleichzeitig mit der Verleihung des Ghren- kreuzes wird auch ein Besitzzeugnis ausgestellt. Nach dem Tode der Inhaberin kann das Kreuz den Hinter­bliebenen als Andenken verbleiben.

Wie in der ersten Durchführungsverordnung ferner mitgeteilt wird, werden die Anträge aus Verleihung

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des Ehrenkreuzes der Deutschen Mutter vom Bürger­meister oder aus Antrag des Ortsgruppenlciters der NSDAP. oder des jeweiligen Kreiswartes des Reichs­bundes der Kinderreichen gestellt. Der Bürgermeister legt die Borschläge der unteren Verwaltungsbehörde vor. Bor der Weiterbearbeitung wird noch ein Gut­

achten des Gesundheitsamtes und des jeweiligen Kreis­leiters der NSDAP. eingeholt.

Bei festgestellter Unwürdigkeit kann das Ehrenzeichen auch wieder entzogen werden. Das geschieht aus Vor­schlag des Rcichsministers des Innern durch den Führer selbst, der auch die Verleihung bestätigt.

In die Provinz sorragona eingedrungen

francos siegreiche offensive

Salamanca, 27. Dezember.

Wie aus dem nationalspanischen Heeresbericht her­vorgeht haben die nationalen Truppen ihre Offensive fortgesetzt. Die Vormarschbreite beträgt durchschnittlich 7 Kilometer. Die Abteilungen Francos besetzten insge­samt sieben Ortschaften, Sarroca, Alcano, Torrebefes, Llardecans und Mayals, in dem von zahlreichen Flüssen durchzogenen Gebiet südlich von Lerida sowie Fontlonga und Figuerola im Abschnitt Tremp. Die nationale Luftwaffe hat in zwei großen Lufkkämpfen 23 so-wjet- spanlsche Maschinen abgeschossen. . ...

Auch der Heeresbericht >der spanischen Bolschewisten muß zugeben, daß südlich von Lerida heftige Kampfe im Gange sind und daß die Nationalenleichte Fort­schritte" gemacht hätten.

Die nördliche Kolonne der Truppen Francos erreichte nach letzten Meldungen die an der Hauptstraße Ler.da- Tarragona, 28 Kilometer östlich von Lerida gelegene Kreisstadt Borjas Vlancas. Die südlich der genannten Hauvtstratze operierenden Einheiten besetzten die Stra- tzenkrenzungen GranadellaVobla und drangen bei Eranadella in die Provinz Tarragona ein, wo die Bol- schewisten in dem den Zugang der Küste sperrenden Llona-Eebirge ihr wichtigstes Widerstandszentrum be­sitzen. Die bolschewistischen Stellungen am Ebro sind in- solqe des schnellen Vorgehens der Nationalen im Rucken bedroht. Unter der erheblichen Beute beenden sich ganze Batterien, große Munitionslager und wertvolle Dokumente der roten Heeresleitungen.

Bilbao, 27. Dezember.

Wie aus Barcelona bekannt wird, hat die national- spanische Offensive in den bolschewistischen Krei,eN die größte Bestürzung ausgelöst. Fortwährend tauchen wi­dersprechende Nachrichten auf, so dag alle sogenannten Amtsstcllen mit Anfragen überlaufen werden, kommunistische ZeitungMundo Obrer» benutzt

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Immer wieder Juden

Empörende Zwischenfälle in Montevideo

Montevideo. 27. Dezember.

Anläßlich des Besuches des italienischen Kreuzers Eugemo di Savoia" in der Hauptstadt Uruguays kam es zu einem empörenden Zwischenfall. Eine Abordnung der Besatzung besichtigte mit Rundfahrtomnibutzen die Stadt Plötzlich wurden die Italiener von Kommunisten durch italienfeindliche Rufe provoziert. Als die Matro­sen mit Heilrufsn auf Mussolini antworteten, warf der rote Mob mit Steinen. Die Matrosen sprangen sofort aus den Wagen und setzten sich zur Wehr. Polizei ^grM "eie

ein und verhaftete etwa 50 der bolschewistischen Stören­friede. Es stellte sich heraus, daß unter den Festgenom­menen eine große Zahl Juden sich befand. Mehrere der italleni-ch'-n'Matrosen sind durch die Sternwurfe verletzt worden.

Bestürzung in varc elona

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Gelogenheit, um erneut umfassende Verhaftungen und Erschießungen zu fordern,da die Feinde im Innern für die Erfolge des äußeren Feindes verantwortlich seien".

In St. Jean de Luez eingetroffene Berichte lassen er­kennen. daß die bolschewistischen Oberbonzen in Barce­lona bereits Vorbereitungen treffen, um sicherere Plätze aufzusuchen. Es verlautet, daß ein Teil derMiniste­rien" und sonstigenBehörden" angesichts der natio­nalen Offensive nach anderen Orten verlegt werden.

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Der nationalspanische Minister für die öffentliche Ord­nung, Generalleutnant Martine; Anido, ist am Sonn­abend im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.

Friede" imgelobten Land'

Jerusalem, 27. Dezember.

Palästina hat auch in den Weihnachtsfeiertagen keinen Frieden gehabt. In Jerusalem und Nazareth hat der der arabischen Bevölkerung des Landes aufgezwun- gene Kampf bis Sonntag einschließlich sechs Arabern und einem Juden das Leben gekostet. Vier Araber, drei Juden -und ein britischer Polizist wurden verwundet. Am Montag wurde in Jericho die Leiche eines Arabers gefunden, der einer bekannten Jerusalemer Familie angehörte. 2n Jerusalem selbst wurden in einem Hause ein britischer Polizeiinspektor und eine Jüdin tot auf­gefunden.

pittman stört VeUinachtssrieden

Eine unverschämte Erklärung des berüchtigten amerikanischen Senators

Washington, 27. Dezember.

Der amerikanische Senator Pittman, der Vor­sitzende des Senats des Außenausschusses, gab ohne sicht­lichen Anlaß folgende formelle Erklärung ab:1. Das USA.-Volk schätzt nicht die Regierung Japans. 2. Das USA.-Volk schätzt nicht die Regierung Deutschlands. 3. Das USA.-Volk ist meines Trachtens gegen jede Form der diktatosschen Regierung, ob kommunistisch oder faschistisch. 4 . Das USA.-Volk hat das Recht und die Macht, die Sittlichkeit und Gerechtigkeit in Ueberein­stimmung mit den Friedensverträgen zu erzwingen und wird dies tun. Unsere Regierung braucht und wird keine militärische Gewalt anwenden, falls es nicht notwendig ist." Pittman erklärte anschließend,in privater Eigen­schaft und im Interesse des Volkes" gesprochen zu haben.

Hierzu schreibt derDeutsche Dienst" unter der lleber- schriftStörung des Weihnachtsfriedens" u. a, mit Recht: Die Erklärung des Senators Pittman, des Vor­sitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Senats der Vereinigten Staaten von Amerika, unmittelbar

abgegebenvordemWeihnachtsfest.dasvon

dem amerikanischen wie dem deutschen Volke gleicher­maßen als das Fest des Friedens gefeiert wird, stellt eine raffiniert ausgeklügelte, brutale Störung eben dieses Weihnachtsfriedens dar. Welche zynische Gemein­heit, aber zugleich auch unverschämte lleberheblichkeit spricht aus dieser Feststellung dieses als Ausschußvor­sitzenden eine immerhin verantwortliche Stellung beklei­denden, aber nichtsdestoweniger völlig unverantwort­lich handelnden Parlamentariers, wenn er erklärt,das USA.-Volk schätzt nicht die Regierung Deutschlands".

Er hat das amerikanische Volk nicht gefragt und hält sich trotzdem für befugt, eine europäische Großmacht in

dieser unglaublichen Weise zu brüskieren. Schließlich muß er wissen, daß er das deutsche Volk in seiner Ge­samtheit und in allen seinen Schichten beleidigt, wenn er sich eine solcheFeststellung" gegen die deutsche Reichs­regierung anmaßt. Es ist verständlich, wenn die frechen Auslassungen dieses merkwürdigen Parlamentariers, der offenbar als Exponent einer gewissen, sattsam bekann­ten, demokratisch-jüdischen Clique in Ame­rika handelt, im ganzen deutschen Volke tiefste Ent­rüstung hervorrufen. Die Staatsform des Deutschen Reiches ist ganz allein die Sache des deutschen Volkes, und dieses ist weder irgendeinem anderen Lande, ge­schweige denn Herrn Pittman und seinen Hintermän- ncrn Rechenschaft darüber schuldig, und es verbittet sich auf das entschiedenste solche dreistenFeststellungen".

Wes Geistes die Hintcrmänncr und Einpeitscher dieser politischen Strauchritter sind, wird durch die Tatsache beleuchtet, daß Jckes Mitglied der Civil Libery Union ist, der übrigens auch der frühere amerikanische Bot­schafter in Berlin, Dodd, angehört, der in Deutschland ein Benehmen an den Tag legte, das seine Zurückzie­hung erforderlich machte. Diese Vereinigung ist wegen ihrer Vorliebe für den Marxismus bekannt, der in Nordamerika eine stark kommunistisch-bolschewistische Prägung trägt. Während der deutsche Reichsaußen­minister vor einiger Zeit die Versicherung abgegeben hat, daß das deutsche Volk willens ist, mit der amerika­nischen Nation in Frieden zu leben, eine Erklärung, die vom amerikanischen Volk sicherlich begrüßt worden ist, , versucht man in diesen radikalen Kreisen das deutsch­amerikanische Verhältnis um jeden Preis zu vergiften. Wenn es noch eines Beweises für den politischen Cha­rakter dieser Clique bedurft hätte, so könnte man ihn in der Erklärung des Senators Pittman selbst finden.,

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Zu der vom Stellvertreter des Führers verkündeten Stiftung des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter durch den Führer schreibt die Nationalsozialistische Partei-- korrespondenz:

Die deutsche kinderreiche Mutter soll den gleichen Ehrenplatz in der deutschen Volksgemeinschaft erhalten wie der Frontsoldat, denn ihr Einsatz von Leib und Leben für Volk und Vaterland war der gleiche wie der des Frontsoldaten im Donner der Schlachten." Mit die­sen Worten hat der Hauptdienstleiter der NSDAP. Dr. Wagner bereits in Nürnberg im Auftrage des Führers die Schaffung eines Ehrenzeichens' für die kinderreiche deutsche Mutter angekündigt. ,

Mit der Weihnachtsbotschaft des Stellvertreters des Führers ist diese Ehrung Wirklichkeit geworden. In einem schlichten, würdigen Ehrenkreuz hat der Dank des Führers und damit der Dank eines ganzen Volkes an die Besten seiner Mütter sichtbaren Ausdruck ge­funden.

Drei Millionen deutscher Mütter werden nunmehr am Tage der deutschen Mutter 1939 erstmalig in feierlicher Weise die neuen Ehrenzeichen durch die Hoheitsträger der Partei verliehen bekommen. Jahr für Jahr werden diese Feiern sich dann am Muttertag wiederholen.

Das Kind adelt die Mutter!" so steht auf der Rück­seite des Ehrenkreuzes geschrieben. So werden die Fei­ern am Muttertage aufs neue künden von jener Wand­lung in der inneren Haltung des deutschen Menschen, vom wiedererwachten Willen zum Kind, den der Nati­onalsozialismus mit Recht als den größten seiner Er­folge bezeichnen darf.

Daneben gilt dieser Dank auch den Altmllttern, die unter den schwersten Verhältnissen in der Zeit während und nach dem Kriege ihrem Volk und seiner Zukunft dienten wie unsere Jungmütter von heute. Ohne die großen Hilfeleistungen, wie sie heute im Hilfswerk für Mutter und Kind der NSV. gegeben sind, haben sie die Sorge um das tägliche Brot, die ganze Last der Kinder­erziehung auf den eigenen Schultern getragen.

Die Partei wird niemals müde werden in ihrer Er­ziehungsarbeit, die der Achtung der Mutter gilt. So wird sich die Ehrung der deutschen Mutter nicht nur auf den Muttertag und auf die Verleihuyg des Ehren­kreuzes beschränken. Auch im öffentlichen Leben wird die kinderreiche Mutter in Zukunft den Platz einnehmen, her ihr zukommt. Sämtliche -Mitglieder der Jugend­formationen der Partei werden ihr, die Achtung er­weisen. Darüber hinaus aber werden die Trägerinnen des Miitter-Ehrenkreuzes in Zukunft alle jene Bevor­zugungen genießen, die uns gegenüber den verdienten Volksgenossen, gegenüber Kriegsbeschädigten und Opfern der nationalsozialistischen Erhebung, bereits Selbstver­ständlichkeit geworden sind: Ehrenplätze bei Veranstal­tungen der Partei und des Staates, Vortrittsrecht an Behördenschaltern, Verpflichtung der Schaffner zu bevor­zugter Platzanweisung in Eisen- und Straßenbahn. Dazu kommt eine Altersversorgung mit bevorzugter Aufnahme in Altersheimen für alleinstehende Mütter, gegebenen­falls in eigens in Großstädten zu errichtenden Alters­heimen oder in besondere Abteilungen der schon bestehen­den Heime.

)smet Fnönii parteioorsihender

/ Istanbul, 27. Dezember

Gestern tagte in Ankara der außerordentliche Kongreß der Republikanischen Volkspartei. Die wichtigste Ent­scheidung betraf die durch den Tod Atatllrks notwendig gewordene Neuwahl des Führers der Partei. Ein­stimmig wurden folgende Beschlüsse angenommen: Ata- türk bleibt für ewige Zeiten in den Satzungen der Pak-' tei als ihr Gründer und geistiger Führer verzeichnet. Der neue Präsident der Republik Jsmet Jnönü, wird Vorsitzender der Partei, und zwar für Lebenszeit.

Unser Isgessp>ese>

(vis bvvtiss Kusgabs umkaüt 8 3 s i t s v)

Eine Weihnachtsfeier vereinte den Führer und seine Alten Kämpfer in München.

Die Woihuachtsansprache des Stellvertreters des Führers hat in der ganzen Welt starte Beachtung gesunden.

Zur Verleihung desEhrenkreuzes der deutschen Mutter" wurden Ausführung-bestimmungen er­lassen.

Jin Zuge der nationalspanischen Ossensive drangen Truppen Francos in die Provinz Tarragona ein. Ein Eisenbahnunglück in Rumänien forderte 86 Tote und 256 Verletzte.

Durch die Eingliederung der Ostmark und des Su- detengaucs verzeichnet Deutschland einen Zuwachs von 2,5 Mill. Baumwollspindeln.

Dem Präses der Industrie- und Handelskammer Bremen ist die silberne Medaille der Handelskam­mer Paris verliehen worden.

Der zweite Weihnachtstag brachte in Bremen eine Rekordkälte von 19 Grad.

Bei Freundschaftsspielen im Altreich schnitten Wie­ner Fußballmannschaften vorwiegend gut ab.

Der jüdische Wiener SportclubHakoah" wurde endgültig aufgelöst.

Der Italiener Turicllo wurde in Mail durch einen Punktsieg über Woutcr -pa-

meister im Weltergewicht.