Erscheint 7mal wöchentlich
Slnzekgen - Grundpreise!
Monatsbezug 2,30 einschl. Zustellgebühr- Postbezugspreis monatl. 2,30 E seinschl. 44,24 ^ Post- zeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung' rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 5 41 21, Nachtr.u. Sonnig. 51115. Sprechz.: Verlag: werkt!. 12—13 Uhr: Schriftleitung Dienstag und Freitag 12»/»—13»/, Uhr.
parteiamtliche Tageszeitung
Mas Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der freien tiansestaitt lremen
D:e 22 ZeM im Anzeiacnieil 13 die 78-mw-Ze»e im Tert- teil 75 ^2. Ermäßigte Grunbereiie (für kleine, Famlllenanzeigen u o., sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 sNachlaßstoffel 0). Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 1k! Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren 6—8, Fernsprecher Nr. 5 41 21. N a ch t r u f und sonntags: Fernsprecher Nr. 51115; Obernstraße Nr. 88, Fernsprecher Nr. 5 41 21. In Syke, Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches Neckündungsdlatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Meinen
!! Nr. Z51 / S. Zalirgang Mittwoch. 21. Dezember 1SZS . . _ kinzelpreis 15 Npf.
t»
VlL
,L-
kine grunSsötzliche Unordnung öürings
Zusammenfassung der gesamten Maßnahmen zur Leistungssteigerung und Leistungs- ^ ertüchtigung beim Neichswirtfchastsministerium
Berlin, 21. Dezember.
Der durch den Vierjahresplan herbeigeführte Aufschwung hat zu einer vollen Inanspruchnahme der deutschen Wirtschaft geführt. Die zur Verfügung stehenden Betriebsanlagen und Produktionsmittel sowie die menschliche Arbeitskraft sind voll ausgenutzt. Daraus hat sich die Notwendigkeit ergeben, durch eine Verbesserung der Betriebsanlagen und Betriebsmittel sowie durch eine Steigerung des Leistungsvermögens der Werktätigen die deutsche Wirtschaftskraft zu erhöhen.
Die Größe dieser Aufgaben hat die verschiedensten Stellen veranlaßt, Maßnahmen der Rationalisierung und Leistungsertüchtigung zu treffen; neben den einzelnen Ministerien und ihren Beratungsstellen war «ine große Zahl von Organisationen wie auch die HAF. auf diesem Gebiete tätig. Bei dem mangelnden Zusammenhang zwischen diesen Stellen mußte aber zwangsläufig eine Zersplitterung der Kräfte eintreten, die dem gewünschten Erfolg Abbruch tat.
Am die zentrale Führung sicherzustellen, hat der Beauftragte für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall ! Gering, dem Reichswirtschaftsminister mit Schreiben vom 14. Dezember 1338 folgenden Auftrag erteilt:
„Die Durchführung des Vierjahresplanes hat zur vollen Inanspruchnahme der deutschen Wirtschaft und zum Bolleinsatz aller Werktätigen geführt. Eine Erhöhung der deutschen Wirtschaftskraft kann noch durch Verbesserung der Betriebsanlagen, Produktionsmittel und Produktionsmethoden sowie Steigerung des Leistungsvermögens der in der deutschen Wirtschaft Tätigen erfolgen. Die zu diesem Zwecke durchzuführenden Maßnahmen bedürfen einer einheitlichen Lenkung. Aus diesem Grunde beauftrage ich Sie, alle Maßnahmen, die zur Leistungssteigerung der deutschen Wirtschaft erforderlich sind. anzuordnen und durchzuführen. Sie sind ermächtigt, die sich aus dieser Zielsetzung ergebenden Ausgaben aus die zur Durchführung geeigneten Stellen — bei Inanspruchnahme von Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers — zu verteilen und die Aufgabengebiete dieser Stellen untereinander abzugrenzen.
Ihrer Weisungsbefugnis unterstehen zur Erfüllung dieser Ausgaben alle in die Gesamtplanung einzube- ziehenden Organisationen und Unternehmen."
Aus dieser Beauftragung ergibt sich, daß nunmehr
der Reichswirtschaftsminister allein befugt ist, Weisungen über die Durchführung der notwendigen Maßnahmen zu erteilen und die Stellen und Mittel zu bestimmen, die hierfür zum Einsatz zu bringen sind.
Schrottsammlungsaktton der Betriebe
Merlin, 21. Dezember.
Dieser Tage fand in Wien eiln« Versammlung der Eaubeauftragten für Altstoffsammlung statt. In dieser Versammlung wurden neben dem Aktionsprogramm für das Jahr 1939 die genauen Richtlinien für die große Schrottsammlungsaktion der Betriebe festgelegt, die auf Veranlassung des Eeneralfeldmarschalls Göring in der Zeit vom Januar bis März 1939 in allen Betrieben des Reichsgebietes stattfindet. Die Schrottsammlungsaktion wird im wesentlichen von den Werkscharsn innerhalb des Betriebes durchgeführt. Die genaueren Einzelheiten werden noch bekanntgegeben.
Kabinettsumbildung in London?
„Ministerrevolte" gegen Kare Veliska und Znskip
(Oraütböriobt äussres I-ouäousr Vvrtrstsrs)
London, 21. Dezember.
Die „Ministerrevolte", die sich hinter den Kulissen des englischen Kabinetts abspielte, steht naturgemäß im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Wie verlautet, sollen die jüngeren Kabinettsmitglieder die Forderung gestellt haben, Laß der Kriegsminister Höre Velisha, der Verteidigungsminister Sir INskip sowie einige andere Kabinettsmitglieder durch andere Leute ersetzt werden müßten, wenn dies nicht geschehe, würden sie aus dem Kabinett ausscheiden.
Dem Kriegs- und Lustfahrjminister wird vor allem vorgeworfen, daß sie sowohl das Kabinett als auch das Unterhaus über den tatsächlichen Stand der Aufrüstung getäuscht hätten, der in Wirklichkeit sehr viel zu wünschen übrig ließe, Ministerpräsident Chamberlain gab auf eine Anfrage im Unterhaus über die angebliche Uneinigkeit im Kabinett zu verstehen, daß die Gerüchte über die Unstimmigkeiten ohne große Bedeutung seien. Immerhin scheinen sie aber in gewisser Beziehung doch den Tatsachen zu entsprechen. Von dieser „Revolte" gegen Chamberlain hofft die Churchill-Gruppe zu profitieren, die die Gelegenheit für günstig erachtet, wieder einmal im trüben zu fischen, indem sie die Außenpolitik heftig kritisiert und gleichzeitig für eine vergrößerte Aufrüstung eifrig Propaganda macht.
Der Premierminister hat sich bereit erklärt, die Vorwürfe der jüngeren Kabinettsmitglieder gegen Sir Inskip Höre Velisha und die anderen Männer, zu denen auch u. a. Lord Snowden, Lord Runciman und sogar Sir John Simon gehören, zu prüfen. Die Prüfung dürfte jedoch erst, wie verlautet, Mitte Januar, also nach dem Italienbesuch Ehamberlains. beendet sein.
„Evening News" glaubt im Zusammenhang mit den Kabinettsumbildungsgerüchten, daß unter diesen Umständen mit einer Vorverlegung der im Laufe des nächsten Jahres stattfindenden Neuwahlen zu rechnen sei.
Am Schluß der Unterhaus-Aussprache am Montag erhob sich Schamtzkanzler Sir John Simon: um für die Regierung zu der Kritik der Opposition Stellung zu nehmen. Seine Antwort gestaltete sich in der Hauptsache zu einer Zurechtweisung Lloyd Georges
Simon erklärte zunächst zur tschechischen Frage, Lloyd George huldige der Ansicht, daß die Abtretung des Su- detengebietes an, Deutschland falsch gewesen sei. Darauf fei zu erwidern, daß Lloyd Runciman schon vor der Münchener Konferenz der Regierung mitgeteilt habe, er sei der Ansicht, daß die tschechischen Grenzbezirke sofort von der Tschecho-Slowakei an Deutschland abgetreten werden müßten. Der Hauptgrund, weshalb man das Münchener Abkommen verteidige, bestehe darin, daß dieses Abkommen richtig sei. Dadurch sei ein Gebiet, das niemals der Tschecho-Slowakei hätte übertragen werden dürfen, abgetreten worden an ein Land, das engere völkische Beziehungen zu diesem Gebiet habe, als die Tschechen überhaupt haben könnten. Durch das Münchener Abkommen sei ein Irrtum der Friedensverträge berichtigt worden.
Zur spanischen Freiwilligenfrage erklärte Simon, es sei nicht wahr, daß die aus Spanien zurückgezogenen 10 000 italienischen Freiwilligen ersetzt würden. Ihre Zurückziehung sei endgültig. Jedenfalls gebe es zwischen der britischen und' italienischen Regierung keinen Kuhhandel, und es werde keinen geben. Derartige Vermutungen seien völlig unbegründet.
Ungewöhnliche Költe in ganz kuropa
Msker 25 rote in kngland - weitere rodesopfer in Frankreich und der rschecho-Slowakei - München meldet Kälteobbau
R London, 21. Dezember.
s Die ungewöhnliche Kälte, von der England zur Zeit heimgesucht wird. hat bisher 25 Menschenleben gefordert. Die starken Ostwinde, die an allen Küsten des Landes wehen, haben die Schiffahrt stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Kältewelle bält weiter an.
^ Paris, 21. Dezember.
i Die Kältewelle in Frankreich nimmt immer mehr zu. Das Thermometer, das am Montag bis aus 15 Grad in den Pariser Außenbezirken gesunken war, fällte gestern nach dem amtlichen Wetterdienst um weitere 1 bis 2 Grad sinken. Aus Paris und der Provinz werden wieder zahlreiche Opser dieser für Frankreich ungewöhnlichen Kältewelle gemeldet. Ueber SO Personen, die aus offener Straße infolge der Kalte einen Echirnschlaq erlitten, mußten in e»n Krankenhaus übergeführt werden. Sieben von ihnen sind an den folgen dieses Eehirnschlages gestorben.
Prag, 21. Dezember.
Die Käliewell«, die nunmehr auch die Tschecho-Sloloa- kei erreich! Hai, hat in Böhmen bereits Zwei N- 04 .es- opfer gefordert. Bei Königgrätz sind ein Eijenbahnbeamter, der wahrscheinlich von einem Zuge enaßr wurde und
Laguarbia würbe
auf offener Straße niedergeschlagen
Newyork. 21.'Dezember.
Ein bezeichnender Vorfall, der deutlich erkennen läßt, wie wenig Anklang die Haltung des Oberbürgermeisters von Newyork, des Halbjuden Laguardia, selbst bei seinen engsten Mitbürgern findet, spielte sich am Dienstagmittag in der Nähe des Newqorker Rathauses ab. Laguardia wohnte hier den Abbrucharbeiten des alten Postgcbäudes bei. Plötzlich drängte sich durch die Zuschauerinenge ein Mann, der den berüchtigten Hetz- opostel mit einem wuchtigen Schlag auf das rechte Auge niederstreckte.
verletzt liegenblieb und ein 18jähriger Bursche, der aus einer Füri'orgeanstalt entwichen war, erfroren.
10 Srab Kälte an der Moiera
Mailand, 21. Dezember.
In ganz Norditalien hat tiefer Winter seinen Einzug gehalten. Nachdem bereits am Sonntag an verschiedenen Orten Schnee gefallen war, sind jetzt überall reichliche Schneefälle eingetreten, die sich sogar bis an die Süd- hänge der Apenninen ausdehnten und von Triest bis Genua im Süden bis Pistoia und Lucca reichten. Aus den Bergen von Savona an der Riviera-Küste war die Temperatur bis auf minus 10 Grad und in den Bergen bei Bicenza in den Dolomiten und in den Karnischen Alpen auf minus 15 Grad gefallen. In der Po-Ebene waren fast überall 5 Grad Kälte zu verzeichnen. Die Wasserläuse sind mit einer Eisschicht bedeckt und sogar die Lagune von Venedig ist an mehreren Stellen zugefroren. In Piacenza und in Triest mußten zwei Personen mit schweren Erfrierungserschcinungen in das Krankenhaus eingeliefert werden.
Mit dem Auftreten des Schnees hat sich die strenge Kälte etwas gemildert und die Quecksilbersäule hält sich etwas unter Null. Mailand selbst ist tief verschneit. Auf den St.raßen und Plätzen liegt der Schnee mehrere Fuß hoch, Gärten und Parkanlagen zeigen ein nordisch winterliches Weihnachtsbild. Schneepflüge fahren ununterbrochen durch die Stadt, und ein Heer von -chnee- schauflern ist an der Arbeit, um die Straßen freizuhalten. Die Züge treffen in Mailand alle mit großen Verspätungen ein.
22 Krad minus in vosnien
, Belgrad, 21. Dezember.
Die Kältewelle in Jugoslawien wandert nach Westen. Die tiefsten Temperaturen wurden vorgestern in Bosnien gemessen. Aber auch in Dalmatien war die Kälte sehr groß. In den serbischen Landesteilen kam es durch den Tchnecsall zu einem Nachlassen der Kälte, so daß heute nur noch 5 bis 8 Grad Kälte durchschnittlich ge
meldet werden im Gegensatz zu Vosnien, wo es in den besiedelten Gegenden bis zu 22 Grad Celsius Kälte gab. Die Flüsse beginnen überall Eis zu bilden, doch ist der Schiffsverkehr schon seit einigen Tagen eingestellt. In mehreren Städten Nordjugoslawiens waren vorgestern Lebensmittel knapp, da die Bauern nicht zum Markt kamen.
Im kismeer 1 Krad über Null
- Moskau, 21. Dezember.
Die Wetterlage in Sowjetrußland zeigt ein außergewöhnliches Bild. In Moskau und Umgebung herrschte bis vor kurzem außergewöhnlich strenger Frost bis minus 30 Grad Cessius. Am Dienstag wurden in Moskau 18 Grad Kälte verzeichnet, in den Wolga-Gebieten bis zu 24 und in Nowosibirsk 48 Grad. Gleichzeitig zeigt das Thermometer im Nördlichen Eismeer ein Grad über Null.
warmlustmaffen oom Süden
München, 21. Dezember.
Das alte Sprichwort „Gestrenge Herren regieren nicht lange" scheint sich für Siidbaye'rn diesmal zu bewahrheiten. Nach der grimmigen Kälte, die ganz unvermittelt einsetzte und Bayern Kältegrade von minus 15 Grad brachte, war am Dienslagmorgen ein leichter Temperaturanstieg festzustellen. Zwar zeigte das Therrno- meter in den tieferen Lagen immer noch unter 10 Grad — Füssen und Berchtesgaden meldeten sogar minus 13 Grad und der Preißenberg minus 14 Grad —, in der Höhe machre jedoch der Warmkustoorstoß von Westen her ganz erhebliche Fortschritte. In Höhen über 1500 Meter war am Dienstagsrüh bereits eine Temperatur- umkehr zu beobachten. So meldete der Predigtstuhl plus 2 Grad, das Nebelhorn nur 0 Grad und die Zugspitze minus 8 Grad. Da nach dem Wetterbericht des Reichswetterdienstes München die Warmluftzufuhr in der Höhe bestehen bleibt, ist damit zu rechnen, daß die Warm- iustmassen nach und nach auch in die tieferen Lagen einstießen und der Frost «ine weitere Milderung erfährt.
L. 8. Es gibt im Sprachschatz der demokratischen Welt ein Wort, das zur Kennzeichnung der Gruppe von Abgeordneten gewählt wird, die die „entgegengesetzte Richtung zur maßgebenden Richtung" — so geschrieben zur Erklärung im Volks-Brock- haus — bilden. Dieses Wort heißt Opposition! Komischerweise muß jeder Mensch, befaßt er sich auch noch so wenig mit den politischen Tagesgeschehnissen, beim Fallen dieses Wortes an jene. Opposition denken, die jenseits des Kanals im englischen Parlament immer soviel Staub auf» wirbeln läßt und kriegshetzerische Reden hält. Stündlich scheint diese Opposition nach neuen Möglichkeiten zu suchen, um herauszubekommen, wie sie dem englischen Premierminister am wirksamsten ein Bein stellen kann? Bon denselben Motiven war der letzte Mißtrauensantrag der Labour-Party geleitet, den sie gegen die Außenpolitik der Regierung eingebracht hatte. Doch sie sollte, wie wir inzwischen erfahren haben, den erwarteten Schifsbruch mit dem Abstimmungsergebnis von 34V gegen 143 Stimmen erleiden. Dieses Schiff- lein ohne Segel mit dem Mißtrauensantrag wurde im Sturm der Debatte gegen den granitenen Fels Chamberlain geworfen, an dem es elendig zerschellte. Unter dem Beifall der konservativen Abgeordneten hatte die Opposition eine schallende Ohrfeige erhalten. Daß sie sich getroffen und geschlagen fühlte, bewiesen die Wütausbrüche, die Chamberlain einige Augenblicke unterbrachen, als er in schonungslosen Worten das niedrige Treiben dieser Clique von Abgeordneten verurteilte, die zwar die Regierung angreift, aber nie imstande ist, zu sagen, was sie an Stelle der Regierung getan hätte. „Daily Telegraph" trifft den Nagel auf den Kopf, wenn sie nach dieser lebhaften Unterhaus-Aussprache schreibt, daß die Stärke des Premierministers gegenüber seinen Kritikern darin liege, daß diese keine Alternative-Politik anzubieten hätten und daß sie nicht zu sagen vermögen, was sie an seiner Stelle getan hätten. „Daily Mail" enthüllt die ganze Gegensätzlichkeit zwischen der Politik Ehamberlains und der Opposition, von der das Blatt schreibt, wenn das Schicksal Englands 1938 in den Händen dieser verantwortungslosen Führung gelegen hätte, dann würde es heute einen Krieg haben. ,
Die Frontstellung ist eben ganz klar, hier stehen sich Friedens- und Kriegspolitik gegenüber. Loch einem genauen Beobachter wird es nicht schwerfallen festzustellen, daß in der ganzen Entwicklung der Dinge, wie sie durch die Opposition hervorgerufen und verursacht wurden, System liegt. Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, daß die englische Opposition vollkommen unfähig ist, der Regierung auch nur einen konstruktiven Vorschlag zu machen. Das ist eine Ursache, die in der Mittelmäßigkeit ihrer Führerschaft liegt, von der auch der Führer der Labour-Party, Attlee, nicht ausgeschlossen ist. Die „Segnungen" dieser Labour- Party, unter deren Regierungstätigkeit England vor sieben Jahren dem Ruin näher gestanden hat als jemals zuvor, sind dem englischen Volke noch m bester Erinnerung. Im Hinblick dar- auf Kann gerade nicht behauptet w-eröen, daß sich diese Partei in den breiten Massen des englischen Volkes etwa großer Beliebtheit erfreute. Doch ohne Volk kann auch die Labour-Party nicht in die ersehnten Ministersessel gelangen. So beschicktet sie den Weg kleiner Geister, die sich auf das Kritisieren und Hetzen beschränken. In einem friedlichen Europa wäre das weiter nicht schlimm und ihr Geschrei würde unbeachtet verhallen. Doch da wir in einem Europa leben, dessen demokratischer Teil immer
Unser VssesspöeseS
(Ois bsutigs 4usgabs umkokt 16 Lsitsn)
Eeneralfeldmarschall Göring hat die Zusammenfassung der gesamten Maßnahmen zur Leistungssteigerung beim Reichswirtschaftsministerium angeordnet.
Die Kältewelle über Europa hält auch weiterhin an. >ni London beginnen die Kabinetts - Umbildungsgerüchte festere Formen anzunehmen.
Zu schweren Zusammenstößen kam es in Indien Mit den britischen Behörden.
Staatssekretär Vrrnkmann äußerte sich über die Notwendigkeit der Organisation der gewerblichen Wirtschaft.
Die Nordwestdeutschen Kraftwerke erweitern ihre Anlagen.
In einer Feierstunde im Bremer Rathaus Lber- rekchte der Reg. Bürgermeister SA.-Gruppenführer Bohmcker Auszeichnungen für Rettungstaten und treue Dienste.
Im Lause des gestrigen Tages trafen viele Militär- Urlauberziige in Bremen ein.
Auf dem Tejo (Portugals sank eine Fähre, dabei ertranken 35 Personen.