Ausgabe 
(4.12.1938) Nr. 334. (Nr.334)
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheint 7mal wöchentlich

Monatsbezug -r?^!2,30 einschl. Zu­stellgebühr; Postbl^ugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 44,24 ^ost- zeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist im us zahlbar. Postscheck: Hamburg 17e 72. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Eins GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 5 41 21, Nach», u. Sonnig. 51115. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr; Schrifklcikung Diens­tag und Freitag 12>/-—13>/- Uhr.

Meiner Mimn

parteiamtliche Tageszeitung

Has Amtsblatt des legierenden vürgermeisters der Lreien fjansestadt lremen

Anzeigen - Srundprrisel

Die 22-mw-Ze!le im Anzeigenteil 13 7^, die 78-mm-Zeile im Teil­test 75 7^/. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Famllienanzeigen u. a., sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffel 0). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen; Am Geeren 6—8, Fern­sprecher Nr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Feristprecher Nr. 51115; Obern straße Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 41 21. Ln Syke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkUndungsblatt des leichsstatthalkers in Oldenburg und Meinen

Nr. ZZ4 / 8. Jahrgang

Sonntag, 4. Dezember 1SZ8

kinzelpreis 15 Npf.

todreanu wurde kaltblütig ermordet

wieder drei politische Sefangene erschossen

Opfer des Weltjudentums / Spontane Protestkundgebungen der rumänischen veoölkerung

Bukarest, 4. Dezember.

Die Generaldirektion der rumänischen Polizei veröffentlicht folgende Mitteilung: Der Attentäter von Czernowitz, Fagadaru, und die Attentäter von Klausenburg, Beca Nania und Petro Andrei, wurden bei einem Fluchtversuch von der Wache erschossen.

So verlautet aus Klausenburg, daß die beiden letz­teren, die den Anschlag auf den Rektor der Klausen- burger Universität, Stcfanescu Eoanga, am letzten Montag verübten, erst in der Nacht auf Sonnabend verhaftet worden waren und Sonnabend vormittag ihren mißglückten Fluchtversuch unternahmen.

Zur krmordung des fülirers der „kisernen löarde"

r-I. Berlin, 4. Dezember.

Als die Welt durch eine kurze amtliche Bukarester Verlautbarung die Erschießung Codreanus erfuhr, wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien, Frankreich, Polen, Ungarn, Spanien, ja so­gar in England Zweifel laut, ob der Führer der „Eiiernen Garde" und seine 13 Kameraden einen Flucht­versuch gemacht hätten und in einem Gefecht den Kugeln der Polizei zum Opfer gefallen seien. Alle äußeren Um­stände sprechen gegen diese amtliche Version, die, wie jetzt einwandfrei festgestellt wurde, eine glatte ErsimdungderBukarester Regierung ist. Keiner von den „Unbekannten", die auf der Straße von Pioesti 'nach Bukarest den Kraftwagen mit den Gefangenen überfallen haben sollten, ist festgenommen worden! Nicht einem einzigen Mann der Wachmann­schaften wurde auch nur ein Haar gekrümmt, während Codreanu und seine Kameraden, die wie Schwerver­brecher gefesselt waren, alle ohne Ausnahme getötet wurden. Nein, sie sielen nicht in einem Kampf! Sie wur­den ermordet, abgeknallt wie Tiere! Kalt lächelnd entledigten sich die uniformierten Henker ihres Auf­trages, den sie mit der Beerdigung der Leichen zwölf Stünden, später im Gesangnishof zu Jiliva zu Ende führten. Die verantwortlichen Stellen in Bukarest haben mit diesem Mord, der sich in nichts von den Tscheka- mcthoden im Moskauer Lubjankakeller unterscheidet, schwere Blutschuld auf sich geladen.

Große Teile der rumänischen Bevölkerung haben ihre Empörung über diese Tat durch spontane Protest- kundge bringen Ausdruck gegeben. Aber die Regie­rung hat überall diese Demonstrationen mit bruta­ler Gewalt unterdrückt. 18006 Verhaftungen sind bis jetzt insgesamt vorgenommen worden. Das ganze Land befindet sich in einer ungeheuren Er­regung. iHur dem Einsatz der gesamten Exekutive ver­dankt es die Regierung, daß es nicht zu schwersten Er­eignissen gekommen ist.

Cornelius Zelean Codreanu ist nicht mehr, aber seine Ideen sind tief in die Herzen Hunderttausender einge­glasten, die seine Fahne hochhalten werden. Das Welt- judentum triumphiert heute über den Tod Codreanus. Wissen aber jene Leute, die den „Lapitanul" beseitigen ließen, daß Ideen noch nie durch Gewalt be­siegt worden sind? Das rumänische Volk weiß, daß Zelean Codreanu um seine Seele gerungen hat, es weiß, wie die Männer der „Eisernen Garde" seit 1927 als „Legion des Erzengel Michael" für ein neues juden- sreies, nationales und völkisches Rumänien in den Kamps zogen. Die Bewegung wurde der Regierung so gefährlich, daß sie im Jahre 1933 die Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Duca zum Anlaß nahm, die „Eiserne Garde" zu verbieten, aber der junge Student aus Jassy kämpfte weiter. Er gründete mit der Unterstützung seines Freundes des Generals Canta- cuzino die Partei „Alles für das Vaterland", der the

Soi'in'Iii» Xollmn Codioaini

(Lrssso-Ilokkwavv.)

Mitglieder der verbotenen „Eisernen Garde" ange­hörten.

Der General, der im Auftrage Codreanus nach außen hin die Führung übernahm, glaubte an die Sendung des „Capitanul", der durch seine Reden Hunderttau- fende zu seinen Ideen bekehrte. „Codreanu", sagte der greise General, als wir ihn vor zwei Jahren in seinem Bukarester Palais, das er der Bewegung zur Verfügung gestellt hatte, besuchten, „wird siegen". Der greise General hat den Tod seines Freundes nicht überlebt. Er wär auch nicht mehr Zeuge, als Codreanu wegen „Hochverrates" am 19. April ds. Js. zn einer Zucht­hausstrafe von 19 Jahren verurteilt wurde. Wie leicht

"hätte der „Capitanu." ins Ausland flüchten können, aber Codreanu stellte sich seinen Richtern. Es ging nicht um sein eigenes Ich, sondern es ging, wie er in . seiner Verteidigungsrede betonte, um seine Bewegung und um das rumänische Volk, Vielleicht wußte er damals schon, daß sein Schicksal besiegelt war. Aber er fürchtete den Tod nicht, da er an seine Idee, an die Wiederauserstehung seines Volkes glaubte.

Irgendwo in Rumänien liegen nun seine sterblichen Ueberreste verscharrt. Irgendwo in Rumänien liegen die Gebeine der 13 anderen Märtyrer, aber ihr Geist, die­ser heldische Geist der „Eisernen Garde" wird weiter leben, Sie sind ebenso wenig umsonst gefallen, wie alle diejenigen, die um einer großen Idee willen ihr Leben opferten. Cornelius Zelean Codreanu und seine 13 Kameraden , werden in die Geschichte eingehen als Märtyrer ihrer Idee, einer Idee,'die stärker ist als der Tod.

(Siehe auch Seite 21

Siegesfreude im jüngsten Nelchsgau

Sudetenberge stehen in flammen - Merken gingen zu Wahlversammlungen

(Oralltbsi'ioll.t unseres ins Zuüetenlanä entsandten Zondsrbsrioiitsrstatters)

lli. Rcichenberg, 4. Dezember.

Der Tag vor dem großen Bekenntnis des Sudeten- landes ist angebrochen, und «r wirkt schon wie ein Feiertag. Siegesgewißheit und Vorfreude schwingen mit unwiderstehlicher Gewalt aus den letzten Demonstratio­nen, mit denen der eindrucksvolle Wahlkampf zu Ende ging. Keine Wahlrede erklingt mehr am Sonnabend. Aber dafür marschieren die neu aufgestellten Gliederun­gen der Bewegung. Unaufhörlich hallt der Tritt ihrer Werbemärsche in den Dörfern und Städten. Endlose Wagenkolonnen des NSKK., bunt geschmückt und be­flaggt, donnern durch das Land. Schon liegen die Fackeln für die abendlichen Demonstrationsziige in allen Kreisen des Gaues bereit, und die ganze Nacht bis zum Wahlmorgen werden die Berge und Höhen in Flammen stehen. Vom Böhmerwald und Erzgebirge, über Elb- sandstein, Kummergebirge, Jeschken, Äser-, Riesen- und Adler-Gebirge bis hinunter zu den letzten Ausläufern des Altvaters sollen Freudenfeuer davon künden, daß 3H Millionen deutsche Menschen glücklich darüber sind,, endlich ihr ewiges Gelöbnis zum Großdeutschen Reich ablegen zu dürfen.

Aus allen Teilen des Landes kommen Nachrichten von einer durchaus positiven Einstellung der tschechischen Reichsbürger zum neuen Staat. 2n Troppau beispiels­weise, wo sie während der Präger Gewaltherrschaft —

aufgehetzt von Zugewanderten — gegenüber der deut­schen Bevölkerung äußerst feindlich auftraten, haben die Tschechen ihre Häuser festlich geschmückt, die Jugend trägt stolz Hakenkreuzabzeichen am Rock. Ubberall zeugen Loyalitätskundgebungen, daß der Nationalitätenhaß ausgelöscht ist. Aus freiem Willen bekennen sich die Tschechen zum Reich. Sie wissen, daß sie in völliger Freiheit — auch der Wehrdienst ist ihnen erlassen — ihrer Arbeit werden nachgehen können.

Seit Generationen in urdeutschem Gebiet lebend, haben die „Reichstschechen" es nach der Angliederung vorgezogen, auf ihrer Scholle zu bleiben. Manche von ihnen, die aus.„Angst" vor den deutschen Truppen ge­flohen waren, sind wiedergekommen, als sie erfuhren, daß die Soldaten des Reiches nicht als Rächer, sondern als Retter ins Land kamen. Auch für die Tschechen wurde, soweit sie Not litten, aus den Gulaschkanonen Essen verteilt, auch sie erhielten von der NSV. Brot, Kleidung und Heizungsmaterial. So ist es nicht ver­wunderlich, wenn sie dankbar zum Führer blicken, der sie an die Wahlurne ruft. Selbst Präger Blätter, wie beispielsweise „Narodny Listy" erkennt an, daß' die „Reichstschechen" unter der neuen Obhut aus Grund des jetzt abgeschlossenen Minderheitenabkommens durchaus national gesichert sind. Und „Ceske Slovo" tritt sogar nachdrücklichst dafür ein. daß die Tschechen im Reiche am Wahltage sich offen zum deutschen.Reich bekennen mögen.

Vs»

K/aete

Z. L. v. Bremen, 4. Dezember.

öesunSer Menschenverstand

Der von Moskau und Iudäa mit unermeß­lichen Hoffnungen erwartete französische General­streik ist am gesunden Menschenverstand des fran­zösischen Volkes gescheitert. Trotz einer ungeheuer­lichen Vernebelungsaktion durch Volksfront- und Gewerkschaftsbonzen hat der Großteil der fran­zösischen Arbeiterschaft durchschaut, wohin die Fahrt gehen sollte, die mit ebensoviel Gehässig­keit wie Heimtücke gegen die Regierung Dala- bier gestartet wurde. Das die Drahtzieher der oppositionellen Politik sehr wohl durchschauende französische Volk hat es abgelehnt, sich an einem Experiment zu beteiligen, das aus Frankreich ein zweites Spanien machen sollte und hat eingesehen, daß sich kein Gedeihen in einem Staate einstellen kann, wo nicht Krankheitserscheinungen mit bitterer Medizin und böse Geschwüre mit dem blanken Messer des Chirurgen behandelt werden. Nachdem nun mit der Behandlung der von den marxistisch-bolschewistischen Bonzen im Sinne Moskaus und Iudäas angezettelten Streiks gegen, den politischen Krankheitsherd in Frankreich er­folgreich vorgegangen wurde, wird nun wohl auch die finanzielle und wirtschaftliche Sanierungs-» aktion Daladiers, im ganzen gesehen, wenigstens kaum mehr auf ernstlichen Widerstand stoßen. So unzufrieden auch nach wie vor die brutale Oppo­sition sich in Presse und Parlament geltend machen dürfte, ihr böses, aber zielbewußtes Streben, den Frieden und die Wohlfahrt Frankreichs zu sabo­tieren, ist vorerst wenigstens zur Fruchtlosigkeit verurteilt. .

wertvolle Aufklärung

Der jüngste Sabotageversuch der jüdisch-frei- maurerischen Weltpresse am europäischen Frie­den durch die schurkische Lüge von der Mo­bilisierung drei deutscher Armeekorps an der polnischen Grenze trug den Keim des Ver­sagens schon in sich. Da diese neue Hetze nach den berühmten Mustern, die schon allzu zahlreich von der Lügenpresse des Auslandes gewählt worden sind, vor sich ging, sind die Völker selbst dort nicht mehr der Lügenpresse auf den Leim gegan­gen, wo sonst leider immer noch genug Vorurteile gegen Deutschland gehegt werden und die Nei­gung besteht, stets das Schlimmste vom National­sozialismus zu glauben. Diese Neigung hat sich wieder einmal zur Genüge in der Reaktion der Presse des Auslandes auf die den Juden in Deutschland zu Recht erfahrene Behandlung ge­zeigt. Immerhin kann der hohe Wert der Auf-

flllgemeines kraftfalirverbot für die Juden!

kine weitere flbwekrmaßnakme des Seutschen Volkes — Verfügung des Neichsführers U und tkefs der deutschen Polizei

Berlin, 4. Dezember.

Der Reichsführer st und Chef der deutschen Polizei im Reichsmini-sterium des Innern, Heinrich Himmler, erläßt folgende vorläufige polizeiliche Anordnung über die Entziehung der Führerscheine und Zulassungspapiere für Kraftfahrzeuge von Juden:

Die feige Mordtat des Juden Grünspan, die sich gegen das gesamte deutsche Volk richtete, läßt Juden als un­zuverlässig und ungeeignet zum Halten und Führen von Kraftfahrzeugen erscheinen. Vorbehaltlich einer end­gültigen Regelung wird daher folgendes angeordnet:

1. Aus allgemeinen sichcrheitspolizeilichen Gründen und zum Schutze der. Allgemeinheit untersage ich mit sofortiger Wirkung sämtlichen in Deutschland wohnen­den Juden deutscher Staatsangehörigkeit das Führen von Kraftfahrzeugen aller Art und entziehe ihnen hier­mit die Fahrerlaubnis.

2. Den in Deutschland wohnenden Juden deutscher Staatsangehörigkeit ist das Halten von Personenkraft­wagen und Krafträdern (mit und ohne Beiwagen) ver­boten. Für Lastlrastsahrzenge bleibt weitere Anordnung vorbehalten.

3. Die in Deutschland wohnenden Juden deutscher Staatsangehörigkeit haben die Führerscheine aller Klassen sowie die Krastfahrzeugscheine der Personen­kraftwagen und Krafträder unverzüglich, spätestens bis zum 31. Dezember 1938, bei den zuständigen Polizei­revieren oder behördlichen Zulassungsstellen abzuliefern; die amtlichen Kennzeichen sind mit. den Zulassungs­scheinen zur Entstempelung vorzulegen.

4. Die zuständigen Polizei- und Verwaltungsbehörden haben das Erforderliche zu veranlassen.

5. Gegen Zuwiderhandlungen wird nach den bestehen­den Strasvorschriften eingeschritten.

Diese polizeiliche Anordnung tritt sofort mit ihrer Veröffentlichung durch die Tagespreise in Kragt. Eine weitere Mitteilung an die zuständigen Behörden aus amtlichem Wege ergeht nicht.'

Auch mit dieser Abwehrmaßnahme gegen jüdische An­maßung hat der nationalsozialistische Staat dem gesun­den Rechtsempfinden des deutschen Volkes Ausdruck gegeben. Der deutsch« Mensch hat es schon lange als eine Provokation und als eine Gefährdung des-öffent-

lichen Lebens empfunden, wenn Juden sich am Steuer eines Kraftwagens im deutschen Straßenbild bewegten oder Nutznießer der von deutschen Arbeiterfäusten ge­schaffenen Straßen Adolf Hitlers waren. Auch dieser vom deutschen Polke bisher mit unerhörter Langmut ertragene Zustand hat jetzt sein .Ende erreicht. Juden haben in Deutschland am Steuer eines Kraftwagens nichts mehr zu suchen! Statt dessen soll der schaffende deutsche Mensch mehr als bisher Gelegenheit haben, mit dem Kraftwagen, dem Werk deutschen Geistes und deutscher Hände, die Schönheiten seiner Heimat kennen­zulernen und neue Kraft für seine Arbeit zu schöpfen.

Der nationalsozialistische' Staat erstrebt weiter im Straßenverkehr eine Gemeinschaft aller deutschen Men­schen, die sich freiwillig den Notwendigkeiten und den Gesetzen des Verkehrs unterordnen. In diese national­sozialistische Verkehrsgemeinschaft gehört der Jude n.i ch t hinein! Deshalb mußte der Staat in An­lehnung an die anderen Abwehrmaßnahmen unter dem Eindruck der jüdischen Mordtat in . Paris schon allein aus Gründen der allgemeinen Sicherheit diese !eit lan­gem notwendige Trennung vollziehen.

^udenbanne in verlin

Berlin, 4. Dezember.

Der Polizeipräsident hat für den Landespolizeibezirk Verlin zu der Reichspolizeiverordnung vom 28. 11. 38 über das Auftreten der Juden in der Oeffentlichkeit eine erste Anordnung erlassen, die am 6. Dezember in Kraft tritt. Sie bestimmt, daß Straßen, Plätze, An­lagen und Gebäude, über die der Judenbann verhängt wird, von allen Juden deutscher Staatsangehörigkeit und staatenlosen Juden nicht betreten oder'be­fahren werden dürfen.

Sind solche Juden bei Inkrafttreten dieser Verord­nung noch innerhalb eines Bezirks wohnhaft, über den der Judenbann verhängt ist, so benötigen sie zum Ueberschreitcn der Banngrenze einen vom Polizeirevier des Wohnbezirks ausgestellten Erlaubnisschein. Mit Wirkung vom 1, Juli 1939 werden Erlaubnis­scheine für Bewohner innerhalb der Bannbezirke nicht mehr erteilt. Der Judenbann erstreckt sich in Berlin auf: .

1. sämtliche Theater, Kinos, Kabaretts, öffentliche Konzert- und Vortragsräume, Museen, Rummelplätze die Ausstellungshallen am Messedamm einschließlich Ausstellungsgelände und Funkturm, die Deutschland- halle und den Sportpalast, das Reichssportseld, sämt­liche Sportplätze, einschließlich der Eisbahnen;

2. sämtliche öffentliche und private Badeanstalten und Hallenbäder einschließlich Freibäder.

3. die Wilhelmstraße von der Leipziger Straße bis Unter den Linden einschließlich Wilhelm-Platz;

4. die Boß-Straße von der Hermann-Görinq-Straße bis zur Wilhelmstraße;

sFortsetzung auf Seite 2)

IHM»,m»»„1„»,m„„»,n„m„»n,NIMM.

Unser Issessmsseö

Es steht nunmehr fest, daß Codreanu im Auftrage des Weltjudentums kaltblütig ermordet wurde.

Eiy holländischer Abgeordneter fordert die Aus- merzung der Juden.

In Amsterdam wurden 1938 97 jüdische Millionäre (1937 „nur" 88) gezählt.

Der amerilaniiche Pasiagierdampscr „President Harding" wurde in Le Havre auf eine Mole ge­schleudert.

Die „Neptun" nimmt den Rhein-Seeverkehr nach Spanien auf.

Gegen die Juden in Deutschland wurde ein all­gemeines Krastfahrverbot erlassen.

Der Tag der Nationalen Solidarität gestaltete sich wieder zu einem gewaltigen Triumph der deut­schen Volksgemeinschaft.

Das ganze Sudetenland steht im Zeichen der heuti­gen Wahl.

Reichshauptamtsleiter Pg. Rienhardt sprach auf der Bremer Pressetagung über das Thema „Presse und Gemeinschaft".

Ein dreister Raubüberfall ereignete sich in Hoqa. In der Hanseatenhallc landete Lazek nach 15 Run­den einen Punktsieg über Steve Dudas.