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vas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und NremL«
Nr. ZZZ / 8. Jahrgang
Sonnabend, Z. Dezember 19Z8
Linzelpreis 1S Npf.
wuchtiger Schlußappell ;ur Sudeten-Wlchl
der sichrer sprach in Neichenberg
lubelstürme um den vefreier der Sudetendeutfchen / „öraf Zeppelin" über der liaubauptstadt
(vrslitbsricbt unssrss naaii Reickenberg entssncktsn Sonäerberickterststtsis)
in. Reichenberg, 3. Dezember.
In den hundert und aber hundert Ortschaften des jüngsten Gaues versammelten sich gestern abend 3)4 Millionen glücklicher Menschen zu gewaltigen Gemeinschaftsempfängen. Sie alle hörten den Führer auf der letzten und größten Wahllrundgebung.
Reichenberg aber konnte Adolf Hitler zum ersten Male zujubeln. Der Führer besichtigte die jüngste Gauhauptstadt des Reiches und sprach von ihrem Boden aus zu seinen Sudetenländern. 3)4 Millionen hörten seinen Appell. Am Sonntag werden sie handeln.
Lm 1 Lhr mittags füllt für Minuten ein einziges Glockengeläute und Tönen der Sirenen das ganze weite Land. Ueber dem Eger-Bezirk, die reichen Kohlenreviere von Falkenau und Brüx, über Böhmisch-Schlesten und das Gebiet'um die Gauhauptstadt schrillen die Pfeifen der Fabriken und Werke. Sie künden, daß der Führer in diesem Augenblick die alte Reichsgrenze überschreitet. Der Führer kommt zum großen Appell zu seinen dankbaren Sudetenländern.
Prächtig geschmückt hat sich Reichenberg. Heute soll das mächtig aufstrebende Industriezentrum, das vor wenigen Tagen den Sprung von 40 000 auf 80 000 Einwohnern tat, seine größte Stunde erleben, soll durch den Besuch des Führers die Weihe erhalten als Gau- hauptstadt. Gruppen der neuaufgestellten Sudeten-ii. noch ohne Sturmnummer und Spiegel, schieben sich lachenden Gesichts durch die menschenüberfüllten Straßen.
Auf dem Bahnhof bilden die Männer der ii-Ver- fiigungstruppe Spalier. In der weiten Bahnhofshalle, die schon von geschäftigem Treiben erfüllt ist. herrscht noch feierliche Stille. Auf dem Bahnsteig erwarten den Führer der Gauleiter Konrad Heul ein und sein Stellvertreter Frank. Reichsstatthalter Seytz- Jnquart, der Kommandeur der Leibstandarte. ^-Obergruppenführer Sepp Dietrich, und die Führer der Gliederungen der Bewegung, sowie Vertreter der Wehrmacht und der Polizei.
Her sichrer trifft ein
Kurz vor 14 Uhr rollt der Führerzug in die Bahnhofshalle ein. Nach der Begrüßung durch den Gauleiter und die übrigen Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht, durchschreitet der Führer die Halle. Und nun braust unendlicher Jubel auf: ein einziger Aufschrei der Freude empfängt den Befreier des Sudetenlandes vor dem Hauptportal des Bahnhofs. Im Wagen stehend erwidert Adolf Hitler wieder und wieder die freudigen Grüße, die ihm dargebracht werden. Und noch einmal, wie in den Tagen der Befreiung, löst sich bei den Menschen der Bann der Erwartung, in einem Sturm der Freude und Begeisterung. Den Frauen stehen erneut Tränen in den Augen, wie in den ersten Tagen, als deutsche Soldaten ins Land marschierten und der Führer zum ersten Male das befreite Sudetendeutschland betrat.
„6raf Zeppelin" über Neichenberg
Zur selben Zeit, wo der Führer, umbrandet von der Begeisterung der Tausende und aber Taufende, . die 'Straßen der jüngsten Gauhauptstadt des Eroßdeutschen Reiches durchführt, erscheint in den Lüften das neue Luftschiff „Graf Zeppelin", der stolze Zeuge deutschen Schaffensgeistes und Könnens. Neue Begeisterungsstürme gehen durch die Massen. Die Augen sind wie gebannt nach oben gerichtet, als das Luftschiff seine Kreise über der Stadt zieht. Um 14.06 Uhr traf „Graf Zeppelin" über Reichenberg ein und warf Post ab. An kleinen Fallschirmen schweben nun Hakenkreuzfahnen, abge- ' warfen vom Lustschiff, über den Dächern der Stadt. Lautsprechermusik tönt von Bord des „Graf Zeppelin".
Sesichtigungen durch den sichrer
Nach einem kurzen Besuch im Reichskommissariat fuhr der Führer zum Eswerbemuseum. In fast einstündigem Rundging besichtigte Adolf Hitler
Italien dem Londoner flottenabkommen beigetreten
London, 3. Dezember.
Der italienische Botschafter Graf Erandi teilte gestern, wie von amtlicher Seite mitgeteilt wird, der englischen Regierung den Beitritt Italiens zu dem Londoner Flottenabkommen von 1936 mit.
Das Protokoll über den Beitritt Italiens wurde gestern vormittag im Foreign Office vom italienischen Botschafter Graf Erandi und dem llnterstaatssekretär im Foreign Office. Scott, unterzeichnet. Die beiden Unterzeichnerstaaten des Abkommens, die Bereinigten Staaten und Frankreich, sind sofort offiziell von dem Beitritt Italiens unterrichtet worden.
dieses Museum, das durch seine wertvollen kunstgsschicht- lichen Sammlungen einen einzigartigen Einblick in die handwerkliche Kunst und das Brauchtum des Sudetenlandes gibt. Anschließend besichtigte der Führer zusammen mit Gauleiter Konrad Henlein das Reichen- berger Theater, das nunmehr unter der Obhut und der Förderung der Einrichtungen des Reiches einer neuen Blüte entgegengeht und einen Mittelpunkt im kulturellen Leben des Sudetengaues darstellen wird.
Begleitet von dem brausenden Jubel der Reichen- Lerger Bevölkerung begab sich der "Führer sodann zu Fuß vom Theater zum Rathaus. Vor den Stufen des Gebäudes dankte der Führer noch einmal nach allen Seiten der Bevölkerung für die begeisterten Huldigungen, die sie ihm immer wieder darbrachte.
Her empfang im Nachauo
Im großen Sitzungszimmer stellt darauf Gauleiter Konrad Henlein die Vertreter der Partei und ihrer
Als Geschenk der Stadt Reichenberg überreichte der Oberbürgermeister dem Führer einen wundervollen Wandbehang aus Goldbrokat, der in der weit über das Sudetenland hinaus bekannten Reichen- berger Textilschule nach einem alten italienischen Brokat gewebt wurde. Das Vorbild zu dieser künstlerisch schönen Arbeit wurde bei der Oesfnung der Königs- gräber im Jahre 1928 im Veits-Dom zu Prag gefunden und auf der Schule nachgebildet. Erfreut dankte der Führer für dieses sinnvolle Geschenk.
Da draußen die Menge immer noch keine Ruhe gab und immer laute Sprechchöre in die Zimmer hineindrängen, begab sich der Führer gemeinsam mit dem Gauleiter auf den Balkon des Rathauses. Es war ein wundervolles Bild in dieser abendlichen Stimmung: In allen Fenstern rings um den Adokf-Hitler-PIatz
Unser Pariser Vertreter drahtet: Zu dem Besuch des Reichsaußenministers von Ribbentrop wird von französischer offiziöser Seite erklärt, daß noch nicht alle Einzelheiten des Programms festgelegt seien. Vorgesehen sind bereits folgende große Linien: Der Minister wird bei der Ankunft in Paris am Dienstagvormittag von Außenminister Vonnet am Nordbahnhof begrüßt werden. Die Unterzeichnung der französisch-deutschen Erklärung soll noch im Laufe des Dienstagvormittags erfolgen/ Mittags wird Ministerpräsident Daladier dem deutschen Gast ein Frühstück geben. Abends folgt ein Diner am Quai d'Orsay. Für Mittwoch ist ein.Diner in der deutschen Botschaft vorgesehen. Auch in den Kreisen des. Tonnte France-Allemagne wird ein Empfang vorbereitet, bei dem Außenminister von Ribbeutrop Gelegenheit erhalten soll, sich durch den Rundfunk an tzas französische Volk zu wenden. Voraussichtlich wird der Reichsaußenminister vor seiner Abreis« auch vom Präsidenten der Republik empfangen werden. Die Rückreise nach Berlin ist für Donnerstagvormittag vorgesehen.
Der „Jntransigeant" schreibt: ..So führt Sie von unserem Außenminister !o glücklich geleitet« Verhandlung zu ihrem endgültigen Abschluß. Die Annäherung zwischen Paris und Berlin wird sicher einen bestimmenden
Gliederungen, sowie die Vertreter des Staates, der Wehrmacht und der Polizei dem Führer vor. Oberbürgermeister Rohn führt den Führer in einen kleinen Raum, in dem auf dem Tisch ein Gedenkbuch liegt, das aus Anlaß des für alle späteren Zeiten denkwürdigen heutigen Tages angefertigt wurde. Die Eintragung in dieses Ehren- und Gedenkbuch eröffnet der Führer. Auf dem ersten Blatt wird nun zur Erinnerung an diesen großen Tag in der Reichenberger Geschichte fortan der Name Adolf Hitler zu sehen sein.
Nach der Eintragung begrüßt dann der Oberbürgermeister den so lang ersehnten Gast und dankt dem Führer für seine Befreiungstat.
In seiner kurzen Erwiderung erklärte der Führer, daß er mit großer Freude in die jüngste Eaustadt des Großdeutschen Reiches gekommen sei. Er gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß es gelingen werde, im Laufe weniger Jahre auch diese Stadt zu einem wirklich schönen Hort unserer Bewegung und zu einer stolzen Eauhauptstadt zu machen, und er sagte persönlich alle nur denkbare Unterstützung zu, um dazu beizutragen, daß auch dieser Gau mit seiner Hauptstadt ebenso ausblühen möge wie die vielen anderen Gaue und Städte im übrigen Reich. Der Führer dankte dann nochmals den Sudetendeutschen für ihre Treue und ihre Stand- haftigkeit in den Zeiten des Leidens und Kämpfcns, die es ihm ermöglicht hätten, die geschichtliche Wende herbeizuführen.
leuchteten Tausende von Wachskerzen, aus, von den Dächern grüßten Hakenkreuze herab und die freudig bewegten Menschen gaben ihrer Begeisterung in lauten Jubelrufen Ausdruck.
Um 19.15 Uhr verläßt der Führer das Rathaus und begibt sich zum Messegeläwde Wieder empfängt ihn auf der Fahrt der gleiche unbeschreibliche Jubel und die gleiche Begeisterung. Immer wieder dankt der Führer, der in seinem Wagen steht, für die orkanartigen Heil- rufe und die Sprechchöre, die über den Adolf-Hitler- Platz schallen. Vor den Messehallen angekommen, begibt sich der Führer zunächst in eine Nebenhalle, die bis zum letzten Platz gefüllt ist. Unbeschreiblicher Jubel empfängt ihn dort. Dann betritt der Führer, nachdem er noch eine weitere Halle aufgesucht hatte, die Haupthalle, wo er sprechen wird.
(Kundgebung und Rede des Führers siehe Seite 2)
Einfluß auf die Entwicklung der internationalen Politik haben. Wir betrachten den Abschluß des französischdeutschen Abkommens keinesfalls als einen Endpunkt, iondern im Gegenteil als «inen Ausgangspunkt. Wir treten in eine neue internationale Phase ein."
k. Xlü. . Die Ankündigung der Pariser Reise des Reichsaußenministers für den kommenden. Montag findet im ganzen deutschen Volk ein lebhaftes, zustimmendes Echo. Seit Ludwig XIV- war die Atmosphäre für eine wirkliche Vertiefung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Frankreich — von gewissen jüdisch-marxistischen Quertreibereien abgesehen — nie so günstig wie nach der Münchener Konferenz, die in überraschend kurzer Frist schwerwiegende, bisher als unlösbar angesehene europäische Probleme restlos aus der Welt schaffte. Daß die Annäherung der beiden großen Nationen im Zeichen der Achse Berlin-Rom erfolgt, die'in Verbindung mit Tokio überhaupt erst die Voraussetzungen zu einem Brückenschlag zu anderen Mächten geschaffen hat,
Lum „Isg cter bistionsisn SolirtsritA"
Zum fünften Male begeht heute das deutsche Volk den „Tag der Nationalen Solidarität"..Zum fünften Male gehen die führenden Männer der Partei und des Staates auf die Straße, mitten unter das Volk, nicht als Minister und Amtsleiter, sqndern als Menschen zu Menschen, als Sammler, als Kämpfer in der Front gegen Not und Elend, um auch zu ihrem Teil praktisch an der Erfüllung des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes mitzuwirken. Aber nicht nur deshalb — diesem Hilfswerk stehen Millionenorganisationen, steht die freudige Bereitschaft eines ganzen Volkes zur Verfügung — nicht aus der praktischen Notwendigkeit heraus erfolgt dieser Schritt, sondern aus derselben Opferbereitschaft, die das ganze Volk beseelt, aus dem Willen, alle Not mit ihm zu teilen und ihm nah zu fein, in guten wie in schlechten Tagen.
Symbolisch findet dieser Wille am „Tag der Nationalen Solidarität" seinen schönsten Ausdruck. Die Männer, die das Volk sich zu Führern erkor, die. vom Vertrauen der Gemeinschaft getragen, das Schicksal von achtzig Millionen gestalten, sie, die diesem Volke selbst entwuchsen, sie gehen an diesem Tag mitten unter das Volk, um sichtbar kundzutun, daß sie zu ihm gehören, heute genau wie damals, als sie den Kampf um seine Seele begannen. Und könnten sie dafür einen schöneren Anlaß finden als diesen: einzutreten und zy sammeln für die Notgeplagten, für die Kranken und Elenden und Frierenden!?
So lebt ein tiefer Sinn in diesem „Tag der Nationalen Solidarität", an dem der Kampf um die Verwirklichung der nationalsozialistischen Idee, dieser stete und täglich sich wiederholende Kampf um die Schaffung der wahren Gemeinschaft, sich vielleicht am schönsten äußert. Diese unablässige Arbeit aber gilt dem Volk, nur dem Volk allein, und daher ist es nur folgerichtig, wenn jene Parasiten, die diesem Volk am meisten Schaden zufügten und immer noch unter uns leben, am Geschehen des Tages nicht teilhaben können, wenn man die Juden also anwies, sich in diesen Stunden nicht sehen zu lassen.
„Die Diktatoren gehen auf die Straße" — so pflegt an diesem Tage ein gewisser Teil der Auslandspreise zu schreiben, der das Wunder der deut
ist Gewähr dafür, daß die Reise von Ribbentrops als wichtiger Beitrag zur gesamteuropäischen Regelung zu werten ist. Das bewährte deutsch-italienisch-japanische Einvernehmen tritt jedenfalls auch bei der deutsch-französischen Verständigungmls treibende Kraft in Erscheinung. Was den Inhalt der Erklärung, die in Paris un- (Fortsetzung auf Seite 2)
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Unser Isssssmvssl
England will den Froiheitskampf der Araber durch Aushungerung niederschlagen.
Italien, ist dem Londoner Flottenabkommen beigetreten.
Die Reise von Ribbentrops zur Unterzeichnung der deutsch-französischen Erklärung erfolgt am Montag.
Der Führer sprach in Neichenberg zu seinen Sndeten- dcutschen. -
Adolf Hitler sandte der ältesten Bremerin zu ihrem heutigen 100. Geburtstag ein persönliches Glückwunschschreiben. ^.
In der Bremer Mütterschule fand eine Arbeitstagung mit der Eaufrauenschaftsleiterin statt.
Heute werden am Dümmer die diesjährigen vorgeschichtlichen Ausgrabungen beendet.
kin beschenk der Stadt an fldolf Hitler
von Mbbentrop Mrt Montag nach Paris
Znr Unterzeichnung einer deutsch-französischen krKlärung
Berlin, 3. Dezember.
Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, wird sich am Montagabend auf Einladung der französischen Regierung zu einem kurzen Aufenthalt nach Paris begeben. Reichsautzenminister von Ribbentrop und der französische Außenminister George Bonnet werden in Paris eine die deutsch-französischen Beziehungen betreffende gemeinsame Erklärung unterzeichnen.
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