Ausgabe 
(1.12.1938) Nr. 331. (Nr.331)
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meiner Muno

parteiamtliche Lageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen

Anzeige» - Grundpreise!

Die 22-ium-Zeilk im Anzeigenteil 13 eAk, die 78-mw-Zeile im Tert- teil 75 ^4. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a., sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffel 0). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren 68, Fern­

sprecher Nr. 54121. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher Nr. 51115? Obern st raße Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 4121. Ln Stzke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches Nerkündungsblatt des Beichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. ZZ1 / S. Jahrgang

Donnerstag, 1. Dezember 19Z8

kinzelpreis 15 Bps.

beispiellose Leistung des vre mertondor"

200" nach glänzend gelungenem 42-stündigen flug über 14000 Kilometer in tokio gelandet / Zwei slugzeugrekorde der soche-wuls-Meisterkonstruktion angemeldet / Stürmische vegrüßung der vesatzung

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üsiebnung: Risgsr

zwischen den Anti-Komintern-Mächten, das nur wenige I vorragende Leistung desCondor" der Anfang zur Ein- Tage nach der Feier des zweiten Jahrestages des Anti- richtung einer regelmäßigen Luftverkehrslinie zwischen Komintern-Paktes der Flug in so glänzender Weise Deutschland und Japan in naher Zukunft sein möge. durchgeführt wurde. Wir alle wünschen, daß die her-1 (Weitere Einzelheiten im örtlichen Teil.)

Valadier hat gesiegt!

Bolschewistisch-Mischer öeneralstreih zusammengebrochen - Nur lokale leilstreiks

Jubel in tokio

Tokio, 1. Dezember.

Das Focke-Wuls-FlugzeugCondor" o-^EOdi ist gestern um 22. Uhr Ortszeit (deutsche Zeit 14.3b Uhr) auf dem Flugplatz Tachikawa, dem 30 Kilo- meter von Tokio entfernt liegenden Flughafen der Hauptstadt Japans, eingetroffen. Der glänzend gelungene Bersuchsflug über eine Flugstrecke von rund 14 üllü Kilometer wurde in 46)4 Stunden bei einer reinen Flugzeit von nur 42 Stunden zurück­gelegt. Die Stundendurchschnittsgeschwindigkeit betrug 33V Kilometer. Diese Leistung genügt, um je einen Flugweltrekord BerlinHanoi und Ber­linTokio bei der keckerstion ^Veronsutigue Inter­nationale anzumelden.

Auf dem mit deutschen und japanischen Flaggen reich geschmückten und durch riesige Scheinwerfer taghell er­leuchteten Flugplatz, der im Westen Tokios liegt, er­wartete eine riesige begeisterte Menschenmenge die An­kunft des deutschen Flugzeugs. Zur Begrüßung hatten sich Vertreter der japanischen Regierung und der Lust- fahrtsgesellschasten, der deutsche Botschafter mit seinem Stäbe sowie die Vertreter der Partei und der deutschen Kolonie cingesunden. Alle japanischen Sender übertru­gen die Landung derCondor"-Maschine. Die Begeiste­rung der japanischen Ocffcntlichkeit über die Leistung der deutschen Flieger und ihrer Maschine ist außer­ordentlich groß. Allgemein spricht man von einer einzig­artigen Flugleistung in der Geschichte der Luftfahrt.

Döring an Japans Volk

Eine Botschaft, durch dieCondor"-Vesatznng iiberbracht

Berlin, 1. Dezember.

Eeneralfeldmarschall Hermann Eöring hat durch die Besatzung des FlugzeugsCondor" an das japanische Volk eine Botschaft gerichtet, die über die Domei-Ngen- tur verbreitet wurde. Die Botschaft hat folgenden Wortlaut:

Zu einem Zeitpunkt, in dem das japanische und das deutsche Volk den festen Willen zum gemeinsamen Kampf gegen den bolschewistischen Weltieind erneut bekunden und als Bekräftigung dieses politischen Zieles verhei­ßungsvolle Schritte zur Vertiefung der kulturellen Be­ziehungen unternehmen, startet in der Hauptstadt des Deutschen Reiches ein deutsches Flugzeug zum Fluge nach Tokio. Es ist nicht fliegerischer Ehrgeiz allein, der die bewährte Besatzung anspornt, diesen Weg in einer möglichst kurzen Zeit zurückzulegen, die deutschen Flie­ger sind zugleich Sendboten des deutschen Volkes. Sie wollen durch diese fliegerische Tat zeigen, daß auch die räumliche Entfernung' zwischen den beiden befreunde­ten Nationen zusammengeschrumpft ist. In diesem Geiste Habs ich meinen Fliegern den Auftrag gegeben, dem japanischen Volk« meine aufrichtigen und guten Wünsche zu überbringen.

(gez,) Hermann Eöring"

6n gutes 0men

Bei den Begrühungsfeierlichfeiten auf dem Flugplatz Tachikawa hielt der deutsche Botschafter Ott eine An­sprache, in der es heißt: Wir nehmen es als ein

gutes Omen für die Zukunft der deutsch-japanischen Zusammenarbeit und der freundschaftlichen Beziehungen

Paris, 1. Dezember

Der von den bolschewistisch-jüdischen Drahtziehern mit so hochtönenden Worten proklamierte Generalstreik ist durch die entschlossene Haltung der Regierung Daladier vollkommen gescheitert. Das Pariser Straßenleben unterschied sich kaum von dem an normalen Tagen? sämtliche lebenswichtigen Betriebe funktionierten rei­bungslos. Auch der Zugverkehr wickelte sich wie sonst ab. Daladier hat auf der ganzen Linie gesiegt.

Die einzelnen Industriezweige, in denen gestreikt wurde, waren die Bauindustrie und das Druckerei­gewerbe, Die Zeitungen konnten indessen nur init Not­ausgaben erscheinen.

(Vrsktbsriebt unseres Vertreters in Rom)

Rom, 1. Dezember

Die letzte Sitzungsperiode der Faschistischen Kammer wurde am Mittwochnachmittag in Anwesenheit des Ducc und des gesamten Diplomatischen Korps in feier­lichen Rahmen eröffnet. Außenminister Graf Ciano hielt eine grundlegende Rede über die italienische Außenpolitik. Er beschäftigte sich in dieser Rede, die über fünf Viertelstunden dauerte, vor allem mit der Septemberkrise und ihrer Vorgeschichte. Seine Dar­legungen beleuchteten viele diplomatisch-politischen Vorgänge, über die bis jetzt noch nicht in der Oeffent- lichkcit gesprochen wurde.

Graf Clano ging zunächst aus die Entstehung und Entwicklung der tschecho-slowakischen Krise ein. Er er­innerte u. a. daran, daß er schon ain 18, Dezember 1037 dem dainaligen tschecho-slowakischen Gesandten in Rom, Chvalkovski, auf dessen Frage über die Haltung Italiens im Falle einer tschecho-slowakisch-deutschen Krise erklärt habe, daß die Tschecho-Slowakei in ihrer politischen Gestalt für Italien kein Problem ersten Ranges bilde. Sie interessiere jedoch Italien wegen seiner Beziehungen zu Deutschland, Polen und Ungarn, die mit Italien durch starke Freundschaft verbunden seien. Er, Graf Ciano, habe damals dem tschecho-slowa­kischen Gesandten den Rat gegeben, rasch nach einer freien Verständigung mit Berlin, Warschau und Buda­pest zu suchen, bevor die Tschecho-Slowakei von dem unaufhaltbaren Ablauf der Ereignisse dazu gezwungen werde. Es wäre ein großer Fehler, die Äugen vor den Tatsachen zu schließen und sich auf die kollektive Sicherheit der Genfer Entente bzw. auf Freundschaften von geographisch abgelegenen Ländern zu verlassen.

Sofort nach dem Kriege sei es immer klarer gewor­den, daß die Tschecho-Slowakei als Zentrum eines stra- 1

Auch in der Provinz kam es nur zu lokalen Teil­streiks in der Privatindustrie. Zu größeren Zwischen- fiillen ist es, von örtlichen Reibereien abgesehen, nicht gekommen. Insgesamt sollen von der Polizei rund 90V Verhaftungen vorgenommen sein.

Der allmächtige Gewerkschaftsverband, dessen Bon­zen jahrelang den Eindruck zu erwecken versuchten, als ob sie über die Macht in Frankreich verfügten, hat eine Niederlage erlitten, die auch die größten Optimisten im Regierungslager nicht erwartet hatten, Vernunft und Einsicht haben, wie die Pariser Abendblätter betonen, die arbeitenden Massen veranlaßt, nicht den Streik­parolen der Hetzer Folge zu leisten. (S. auch Seite 2.)

Deutschland und Ungarn auszuschließen, was das Zu­sammenschließen und die Zusammenarbeit der Minder­heiten mit dem tschecho-slowakischen Staat unmöglich gemacht habe. Mit dem Abschluß des tschecho-slowakisch- sowjetrussischen Paktes im Frühjahr 1935, durch den die Tschecho-Slowakei zu einem Brückenkopf im Herzen Eu­ropas geworden sei, habe die entscheidende Krise be­gonnen.

Graf Ciano sprach dann von dem Alarm in ganz Europa, von den Gerüchten über eins französische Mo­bilmachung und ging schließlich auf die Besuche ein, die der englische Botschafter in Rom ihm am 21, und 22. Mai abstattete, um die Besorgnisse der englischen Regierung mitzuteilen und die Solidarität Englands mit Frankreich bekanntzugeben. Er habe damals dem englischen Botschafter erklärt, daß Italien die Lage mit weniger Pessimismus betrachte und der Meinung sei, daß die Tschecho-Slowakei immer noch den Schlüssel des Friedens in Händen halte.

Mit besonderem Nachdruck betonte der Außenminister, daß in jenen Tagen trotz aller alarmierenden Gerüchte und Falschmeldungen aus Präger Quellen Deutschland seinen Effektivbestand um nicht einen einzigen Mann verstärkt und keinerlei militäri­schen Verband an die tschecho-slowakische Grenze ge­sandt habe. Man habe durch gewisse Manöver glauben machen wollen, daß Deutschland zunächst die Mobil­machung angeordnet und später rückgängig gemacht habe, und zwar unter dem Eindruck der Rückwirkung einer solchen Maßnahme in verschiedenen Ländern. Durch solche Falschmeldung sei nicht, nur die Wahrheit belei­digt, sondern auch das militärische und politische Pre­stige des Dritten Reiches aufs Spiel gesetzt worden. Andererseits sei damit jede diplomatische Möglichkeit zur Lösung der sudetendeutschen Frage verlorengegangen,

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OsutrcstloncI rllotst Lieb kür clsn 3. Dsrsmbsr

Solidarität

von den Demokraten jenseits unserer Grenzen mißbraucht als sinnverwirrendes aufputschendes Schlagwort;

in Deutschland Ausdruck tiefsten völkischen Erlebens für jeden einzelnen der national« sozialistischen Volksgemeinschaft.

Solidarität

in marxistischen Gewerkschaften westlicherZivili­sation" entweiht als Streikparole haßerfüllter Klassenbonzen;

im Reich Adolf Hitlers Symbol der Einheit und Geschlossenheit aller Schaffenden einer starken, selbstbewußten Nation.

Solidarität

in jüdisch verseuchten Staaten hetzerischer Schlacht­ruf kommunistischer Brandstifter;

in Grotzdeutschland heiliges Bekenntnis des aus eine politische Idee ausgerichtete« ganzen Volkes.

Solidarität

das Stichwort verantwortungsloser Kriegstreiber bei ihren verbrecherischen völkervergiftenden Ma­chenschaften;

uns das Sinnbild für die umfassende fried­liche Selbsthilfe einer opferfreudigen und schicksalsverbundenen Aufbaugemeinschaft.

Diesen Gegensatz zwischen der niederrei­ßenden Klasse n-Solidarität", die in den Hoch­burgen des Liberalismus jeden Aufstieg des Arbei­ters verhindert, und der echten Solidarität, die unser Volk beseelt, diesen Gegensatz zwischen dem Alle für alle!" und demAlle gegen alle" wollen wir uns am kommenden Sonnabend, dem Tag der nationalen Solidarität, ganz be­sonders Zu Gemüte führen! Und von der Erkennt­nis wollen wir wiederum zur Tat, zum Opfer, schreiten! mit.

die damit auf ein völlig anderes Gebiet verschoben wor­den sei.

Graf Ciano erinnerte in diesem Zusammenhang dar­an, daß der Duce bereits am 20, August, die nächste

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Unser VsKSSsoiesel

Die marxistische Generalstreik-Aktion in Frankreich ist kläglich zusammengebrochen.

Gras Ciano gab in einer Rede in Rom hoch- bedeutsame Ausschlüsse über Italiens Anteil an der Lösung der tschecho-slowakischen Krise.

Dr. Hacha wurde zum Präsidenten der Tschecho- Slowakei gewählt.

Im Rahmen eines ersten Eemcinschastsempfanges in den sudetendeutschen Betrieben rechnete Rudolf Heß mit den Juden ab.

Die Japaner haben mit den Schweden ein Ab­kommen über dke Ostasicnfahrt getroffen.

In 42 Flugstunden erreichte der VremerCondor" Tokio.

Zur Gaukulturwoche fand gestern der Taa des Schrifttums statt.

Im Oldcnburgifchcn wurde eine jugendliche Ber- brecherbande festgenommen.

Aus dem bremischen Stadtwerder wurden die neuen Sportanlagen ihrer Bestimmung übergeben.

Das bremische Bäckerhandwerk unterzog sich einer sreiwilligcn Leistungsprobe.

Die weiblichen Gefolgschaftsmitglieder des Fern­sprechamtes Domsheide übergaben der NSV. wie­der eine umfangreiche WHW.-Kleidcrspende.

Wiektigs Enthüllungen über ciis poütiseks Tntvvieklung clsr Lsptembsrkriss

liano:flchft ein mächtiges Instrument"

iZroße Nede des italienischen fluhenministers in der Kammer In Segenwart des Sure

tegisch-poliltischen Systemes habe dienen sollen, um