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Meiner Ntma
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Lreien Hansestadt Dremen
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Die 22-uim-ZeiIr m An-i>> neil 13 i^r, die 78-aun-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine. Familienanzeigen u. -i.s sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 sNächlaßstassei O. Fü, Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annobmeschiuh 1b Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremcn:
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des leichsstattkialters in Oldenburg und vremer
Nr. Z06 / 8. Zaiirgang
Sonntag, 6. November 19Z8
kinzetpreis 15 Nps.
Sfl., Schule des Volkes:
eine Schule des Slaubens, des willens und der öesunSlieit
sübrerappell der Sfl.-Vruppe Nordsee
Ver tkef des krrlekungs-liauptamles der obersten Sfl.-fülirung, Vbergruppenfükrer Lugken,
über die «Vekrerziekung des deutschen Mannes^
?. Bremen, 8. November.
„Der SA.-Mann als der politische Soldat Adolf Hitlers ist der Träger der nationalsozialistischen Idee!" Unter dieser Erkenntnis stand der gestrige Appell des Führerkorps der SA.-Gruppe „Nordsee", der am Nachmittag in Bremen in der „Glocke" stattfand und bei dem der Chef des Erziehungs- Hauptamtes der Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer Luyken, zu den Führern der SA.-Brigade 82 über die „Wehrerziehung des deutschen Mannes" sprach.
Vor der „Glocke" hatte ein Ehrensturm der SA. Aufstellung genommen, und unter den schmetternden Klängen des Präsentiermarsches schritten Obergruppenführer Luyken, der am Vormittag die SA.-Eruppenschule in Etelsen besichtigt hatte, und SA.-Eruppenführer Böhmcker mit seinem Adjutanten die Front ab. 2m Großen Saal der „Glocke" hatten inzwischen die Gäste aus Partei, Staat, der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienstes Platz genommen. Den weiteren Raum des großen Saales füllte ein einziges braunes Meer: die Standarten- und Sturmbannführer sämtlicher Brigaden der SA.-Gruppe „Nordsee" und über 1000 SA.-Führer, darunter 900 SA.-Führer der Brigade 62, 300 SA.-Fübtir der übrigen Brigaden und 6.0 Führer der SA:-Eruppenschule Etelsen. Auf der Bühne hatte ein Ehrensturm Aufstellung genommen. Die Fahnen der einzelnen Stürme flankierten das große SA.-Sport- abzeichen auf roiem Grunde, das den Hintergrund bildete.
Der Führer der Brigade 62, Standartenführer Val - sechi meldete dem SA.-Eruppenführer Böhmcker und Obergruppenführer Luyken 900 Führer der Brigade 62, 300 Führer der übrigen Brigaden der SA.- Gruppe Nordsee und 60 Angehörige der Eruppenschule angetreten.
Ein Fanfarensignal, ein Führerwort und ein heldisches Musikstück, dem das Lied „Ein junges Volk steht auf" folgte, leiteten den Appell ein, den SA.- Eruppenführer Böhmcker anschließend für eröffnet erklärte. Er erklärte, der Appell sei einberufen, weil nach den Sommermonaten jetzt Gelegenheit gegeben sei,
Oboi'KiuppenküIll'ei' I, naiven spricht beim 8L..-^ppeII.
Duknsbms: Bors
die SA. aus- berufenem Munde über die Aufgaben und Probleme zu unterrichten, die alle bewege. Der Sommer sei nicht günstig gewesen für die Arbeit in der SA., bedingt durch die politischen Ereignisse und den Ernteeinsatz der SA. Dadurch habe der Dienst nicht straff durchgeführt werden können.
Weimar umjubelle den süstrer
Hiflakt ;um thüringischen öaiitag — Ver sichrer als erster 6ast im Haus „klephant"
(Ligsnsr Vorlebt cksr „Lrsins-r Leitung")
Weimar, 8. November.
Zu Ehren des Führers, der zum diesjährigen Gautag i« die thüringische Hauptstadt gekommen ist, fand am Sonnabendnachmittag im Schloß zu Weimar ein feierlicher Staatsempfang statt. Der Führer legte den Weg vom neuen Haus „Elephant", in dem er als erster Gast Wohnung genommen hat, zum Schloß zu Fuß zurück und durchschritt dabei ein Spalier jubelnder Menschen, deren Begeisterung keine Grenzen kannte.
Im Schloßhof waren die Ehrenabordnungen der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes mit ihren Fahnen angetreten, während sich die Ehrengäste im Weißen Saal des Schlosses zum Empfang des Führers versammelt hatten. Außer den Mitarbeitern des Gauleiters Sauckel und der thüringischen Staatsregierung mit Ministerpräsident Marschier an der Spitze, den Gauamtsleitern, Landräten und Kreisleitern sowie dem Lhef der thüringischen Wehrmachtsteile waren zahlreiche Reichsleiter und Gauleiter erschienen. Man sah Reichsführer Himmler, Reichs- presseches Dr. Dietrich, Reichsleiter und Reichsminister Darre, Reichsleiter Bouhler, die Gauleiter Adolf Wagner, Koch, Mutschmann, Förster, Dr. Meyer, Weinrich und Wächtler und Gauleiter a. D. Krebs sowie den Reichsbankpräsidenten Reichsminister Dr. Schacht, ferner die Korpsführer des NSKK. und des, NSFK., Hühnlein und Christiansen. Dazu traten zahlreiche Obergruppenführer und Gruppenführer der SA. und 0.
Gauleiter Sauckel begrüßte hier den Führer mit einer Rede, in der er nochmals' die Gefühle des Dankes und der Verehrung zusammenfaßte, die heute das ganze deut-
Notspanischer srachter in der Nordsee gekapert
Emden, 6. November.
Der uationalspanische Hilfskreuzer „Ciudad de Ali- cante" hat in der Nordsee den rotspanischen Dampfer „Ria Mira" gekapert. Die Besatzung des rotspanischen Dampfers wurde gefangengenommen. Der gekaperte Dampfer erhielt eine Prisenbesatznng des national- spanischen Hilfskreuzers. Die Prisenbesatzung hat mit dem gekaperten Dampfer am Freitag den Emder Hafen zum Zwecke der Vetriebsstoffergrnzung angelaufen.
sche Volk für den Schöpfer des Großdeutfchen Reiches empfindet, und das Gelöbnis unwandelbarer Treue erneuerte. 2m Anschluß daran ließ sich der Führer die Ehrengäste vorstellen und verweilte mit ihnen längere Zeit in angeregten Gesprächen. Ein Empfang im neuen Hause „Elephant" und eine Festauifführung von „Aida" im Deutschen Nationaltheater beendeten den ersten Besuchstag Adolf Hitlers.
Daß aber der Geist nicht gelitten habe, beweise das Ergebnis der Schrottsammelaktion. Mit einem Ergebnis von 51VV Tonnen stehe die Gruppe an der Spitze der ganzen SA. In diesem Geiste solle die Weiterarbeit fortgesetzt werden.
Der November fei nun als Werbemonat für die SA. bestimmt, und es seien jetzt auch die 2ungmannfchaften aus der Hitlerjugend in die Partei übernommen worden. 2ndem dann SA.-Eruppenführer Böhmcker Obergruppenführer Luyken begrüßte, gab er der Hoffnung Ausdruck, daß dessen Bortrag in allen Kreisen des Volkes Verständnis für die SA. wecken und fördern möge. Mit dem Ausruf „Wir dienen alle demselben Ziel, Deutschland groß und stark zu machen und wir haben alle die Pflicht, mitzuarbeiten!" übergab SA.-Gruppen- führer Böhmcker das Wort dem Obergruppenführer Luyken zu seinem Vortrug.
(Fortsetzung auf der dritten Seite dieses Bogens)
Zakee OeäiscUattÄ"
Geschichte in Charakteren
8. v. Bremen, 6. November,
Sven Hedin, Deutschlands alter und stets zuverlässiger Freund, der berühmte Asienforscher und große Sohn Schwedens, hat im Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig, ein neues Buch unter dem Titel „Fünfzig Jahre Deutschland" erscheinen lassen. Es handelt dieses Buch — der Verfasser betont es im Vorwort — von den vergangenen Tagen eines halben Jahrhunderts und erzählt von den reichen Beziehungen Sven Hedins zu Deutschland; von seinen Erlebnissen mit Deutschen daheim und in aller Welt, von feiner Kindheit bis zur Gegenwart, von der Gründung des Zweiten Reiches bis an die Schwelle des Dritten. Es will das fesselnde Buch ein Denkmal sein den großen Männern, die einst am Werke waren, das Deutschland zu schaffen, das erst jetzt durch Adolf Hitlers Genie zur Wirklichkeit geworden ist, Groß- deut schlaud!
Bismarcks Gestalt ist es, die als erste große Erinnerung in des jungen Sven Hedins Gedächtnis sich einprägt; bereits in der Zeit des dänischen Krieges, mehr noch durch den Sieg bei Königgrätz, am meisten durch den Deutsch-französischen Krieg und die Kaiserproklamation in Versailles. In echt Sven Hsdinscher Natürlichkeit fließend und lebenswahr ist das Buch vom ersten Kapitel bis zum letzten geschrieben. Ob der Verfasser seine eigene Jugend schildert (wo er als Kind und Schüler mit Vorliebe Bücher über Abenteuer und Entdeckungsreisen las und phantastische Skizzen dazu anfertigte), oder ob wir die Schilderung seiner ersten, nach der Reifeprüfung im Alter von zwanzig Jahren unternommenen Reise nach Asien, durch Kau- kasten, Persien, Mesopotamien lesen, ob wir dann in späteren Kapiteln an seiner Seite sind, wenn er die Bekanntschaft eines Harnack, eines Birchow, eines Helmut von M o I t k e,-Frei- herrn v. d. Goltz - Pas ch a, eines Großadmirals vonTirpitz, Generalseldmarschalls von Hin - denburg, Erich Luden dorfss, Admirals Sche er, Generaloberst von Seeckt, Hugo Junkers machte und vieler anderer deutscher Männer von Namen und Rang, oder ob wir sein treffliches Urteil über den Versailler Vertrag, über die „gigantische Dummheit" der Staatsmänner lesen, die dem Krieg als dem großen Massenver- brechen der Weltgeschichte folgte: aus allem spricht uns immer wieder an ein warmes Empfinden für Deutschland und das deutsche Volk und ein großes Denken über die Geschehnisse in der Welt.
Eine Galerie flüchtiger Erinnerungen nennt Sven Hedin sein Buch. Doch sagt er gleichzeitig, daß es Kostbare und unvergeßliche Erinnerungen seien. Und so begreifen und verstehen wir sie auch, wenn sie, meisterhaft dargestellt, an uns vorbeiziehen, die großen, aufrechten Gestalten deutschen Blutes, die an das Wähl der Nation mehr als an den äußeren eigenen Gewinn dachten, denen allen eines gemeinsam war: der Wunsch und die
Me Sdp. in die NSOflp. übergeführt
Ver 6roße rag der eaukauptstadt Neichenberg — Nudolf keß rechnet mit den kriegsketzern ab
Reichenberg, 6. November.
Die Hauptstadt des Sudetengaues, die'gerade vor vier Wochen den unvergeßlichen Tag der Befreiung erlebte, als mit klingendem Spiel und mit flatternden Fahnen die ersten deutschen Truppenformationen in die Stadt einzogen, prangt im Festschmuck. Ein Wald von Fahnen kündet das große Ereignis. Der Arbeitsrhythmus, der nun wieder das befreite Land durchpulst, ist für einen Feiertag unterbrochen. Die Geschäfte haben geschlossen.. Die 2ugend ist in dichten Scharen auf die Straßen gezogen, die Gliederungen der Bewegung sind aufmarschiert.
Bis über die Grenzen des alten Reiches reicht die erwartungsvolle Begeisterung des Sudetendeutfchtums. Beim Einlaufen des Sonderzuges in Zittan gegen 17.30 Uhr wird der Stellvertreter des Führers von Reichsamtsleiter Hoffmann und Eauorganisations- leiter Dr. Köllner begrüßt. 2n seiner Begleitung sieht man u. a. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. ii-Obergruppenführer Lorcnz, Dr. Todt vom Hauptamt für Beamte, den Chefadjutanten des Stellvertreters des Führers Leitgen.
In Keichonberg
selbst ist inzwischen die Erwartung auf das höchste gestiegen. Kürz vor 18.38 Uhr hallen von der Kratzauer Straße her stürmische Jubelruse. Und als der Wagen von Rudolf Hcß sichtbar wird, da gibt es kein Halten mehr. Mit unbändiger Freude schlägt Rudolf Heß eine Welle der Begeisterung entgegen. Fiihnche» m-vden geschwenkt, Tücher flattern im Winde.
Segrüßung im Natßaus
In dem ebenfalls festlich geschmückten Saal des Rathauses heißt zunächst Konrad Heulern den Stellver
treter des Führers nochmals willkommen: 2mmer habe das Sudetendcutschtum in dem Stellvertreter des Führers einen Mann gesehen, der für dieses Land eine hilfreiche Hand hatte; dafür wüßten ihm die Sudetendeut- schen tiefsten Dank. Heute, da die SdP. als alte Kampfformation in die große NSDAP. übergeführt werde, erfülle es die sudetendeutfchen Vrüder mit besonderem Stolz, den Stellvertreter in ihrer Mitte zu wissen.
Danach begrüßt Bürgermeister Rohn im Namen der Stadt Reichenberg den hohen Gast. „Mit einem Gefühl tiefster Dankbarkeit begrüßt die Bevölkerung Reichenbergs Sie als den Stellvertreter des Führers, der unser Befreier und Erlöser geworden ist.
Nach der Vorstellung der Partei- und Vehördenver- treter trägt stich der Stellvertreter des Führers in das Goldene Buch der Stadt ein.
Als dann Rudolf Hetz das Rathaus wieder verläßt und seinen Wagen besteigt, um zur Kundgebung in die Messehalle zu fahren, da begleiten ihn auf dem ganzen Wege die begeisterten Zurufe der Sudetendeutfchen. Nicht nur Reichenbergcr, sondern Männer und Frauen, Lungen und Mädel aus der ganzen Umgebung säumen die lange, von einem Meer von Fahnen beherrschte Straße.
Bereits seit dem Nachmittag sind die Hallen auf dem Messegelände der Gauhauptstadt geöffnet. Die große Halle I, in der Rudolf Heß spricht, ist vollkommen mit weißem Tuch ausgefchlagen.
Nach der Eröffnung ist schon nach wenigen Minuten die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt, ebenso sind die übrigen Hallen des Messegeländes, wohin die Veranstaltung durch Lautsprecher übertragen wird, überfüllt.
Kurz vor acht llhr treffen die Ehrengäste ein. Um acht Uhr kündet lauter Lubel von der Straße her. daß nun auch der Stellvertreter des Führers eingetroffen ist. Als Rudolf Heß dann die Ehrenformationen der
ii-Verfügungstruppe und der SA.-Standarte Feldherrnhalle sowie der Ordnungspolizei abschreitet und mit Konrad Henlein, Dr. Ley, Dr. Todt und den übrigen Männern seiner Begleitung die Halle betritt, springen die Menschen auf, und ein Jubel läßt den ganzen Bau erdröhnen. (Fortsetzung auf Seite 2.)
MllMIlMIMIlMIIMMMMMIMIMMIMMMMIttMllMIMillllMIIlMMMMMI
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Der Führer weilt anläßlich des thüringischen Gau- tages ,n Weimar.
In Reichenberg übernahm der Stellvertreter des Führers dU SdP. in die NSDAP.
Beim Führer-Appell der SA.-Gruppe Nordsee hielt Obergruppenführer Luyken eine zündende Ansprache.
Der Kreis Bremen der NSDAP. steht im November im Zeichen parteiinterner Arbeit.
Kreisleiter Blanke und Krcissrauenschaftsleiterin Pgn. Schomburg verpflichtete 434 Mitarbeiterinnen, daunter 5 Kreisabteilungsleiterinnen und 29Orts- frauenschaftsleiterinncn.
Reg. Bürgermeister SA.-Gruppensührer Böhmcker kennzeichnete aus Anlaß der Dokumenten-Nieder- lcgung in die Rolandsäule die Wiedererstehung des Standbildes als Symbol neuer steigender Blüte Bremens.
Traditionelle Hubertusjagden fanden bei Bassen (Bremer Schutzpolizei) und Werden (Verdener Reitverein) statt.