Ausgabe 
(5.11.1938) Nr. 305
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ler Turnverein in der Issest feiern. Durch eine iührungen erhält dieses so mehr. als auch die ln diesem Abend sich in i besten Turnern des >en. Dieses gemeinsame und Reck, sowie in Frei-

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ührt in diesem Winter- ig durch, der ganz der ewidmet ist. Der nächste :gen, S.3V Uhr, in der e. An dem Lehrgang nen des DRL.-Kreises

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ne des Kreises Bremen s zurückblicken und da- s ganzen Niedersachsen- armbecker Turnsrbund. ilieder des Vereins und ! Jubelfeier zusammen- lhalle Osterholz-Scharm- dem 90jährigen Bestehen rnerischen Teil werden es Bremen ihr Können

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hrem ersten Punktspiel t. Brinkmann in^ der Sportler in ihre? spiel- ben, wird man recht nen. Die 98er stellen Jornik, Schulz, Holz,

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reude' k und diesem Doms- eriolgt a und

via Ecstatoria eine d° -ureil- Presse; 4.

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Erscheint 7mol wöchentlich

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parteiamtliche Tageszeimng

vas Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Sreien Hansestadt lrernen Nr. Z05 / 8. Jahrgang

Anzeigen - Grundpreise;

Die 22-uiw-8eil« >m Anzk> weil 13 rAch die 78-wm-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Fainilienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 lNachlaßstasfei O. Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeichluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremcn:

Geeren 68, Fernspr. Nr. 5 41 21, Nachtrus und sonntags: Fernspr. Nr. 5 11 15? Ob-rnstr. 86. Fernspr. Nr. 54121. 8v Oldenburg, Staustraße 21. Fernspr. Nr. 36 6g. In Svke Mühlendamm Nr. 2.

Sonnabend, 5. November 19Z6

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblatt des leikhsstallhatters in Oldenburg und lremen

kinzelpreis 15 Nps.

Programm sür den S./9. November

Her Marsch zur kwigen wache

Adolf Mer wird am bistorifchen lag wieder bei seinen Allen Kämpfern stelln

München, 5. November.

Die Reichspressestelle der NSDAP. veröffentlicht das nachstehende Programm sür sie Feierlichkeiten am 8. und S. November 1938:

Vienstag, S. November

19 Uhr:'Treffen der Alten Kämpfer im Bürger- bräukeller. Die Alten Kämpfer sammeln sich zur Histo- rffchen Versammlung. Der Führer spricht. Es spielt der Musikzug und Spislm-annszug der fs-Leib- standarteAdolf Hitler". Teilnahme: die Alten

Kämpfer, die Hinterbliebenen der 16 Gefallenen, die Gäste des Führers, die Reichsleiter, Gauleiter, stellver­tretenden Gauleiter, die Obergruppenführer und Gruppenführer der SA., der ss, des NSKK. und des NSFK., die Obergebietsführer und Gebietsführer, die Hauptdienftleiter und Hauptamtsleiter der Reichs­leitung, die Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes.

2 3.30 Uhr: Einmarsch der Standarten durch das Siegestor zur Feldherrnhalle. Es marschieren mit: der Mufikzug der ss-StandarteDeutschland", Standarten der ss-Verfügungstrnppe, Standarten der st-Toten- kopfverbände, . Standarten der Schutzpolizei, Ehren­kompanien der ss-StandarteDeutschland", die Blut- fahne, die Standarten der SA., der st, des NSKK. und des NSFK., die 16 Kränze des Führers, getragen von Alten Kämpfern, Ehrenftürme der SA., Ehrensturm Ostmarkkämpfer, Ehrensturm sudstendeut- scher Kämpfer, Ehrenftürme der NSKK., Ehrenftürme des NSFK., Ehrewbereitschaften der Politischen Leiter, Ehren-äbteilung des Reichsarbettsdienstes, Ehrenftürme

der st. Die Standarten nehmen zu beiden Seiten des Odeons-Platzes Aufstellung. Kampfgenossen von 1923 legen unter den Klängen des Präsentiermarfches die 16 Kränze des Führers an den Flammenpylonen in de-r Fsldherrnhalle nieder. Die Hitlerjugend bezieht die Ehrenwache. Die Ehrenftürme der SA., Ostmarkkämpfer, sudetendeutscher Kämpfer, des NSKK., des NSFK., die Ehrenberettschaften der Politischen Leiter, die Ehren­abteilung des Reichsarbeitsdienstes und die Ehrenftürme der st ziehen am Mahnmal vorbei.

Mittwoch, s. November

Der Marsch des 9. Novembers

10.36 Uhr: Aufstellung des Zuges am Bürger- bräukeller. Marschordnung: Julius Streicher, die Blut- fahne, die Führergruppe, die Alten Kämpfer, Ehren­sturm Ostmarkkämpfer, Ehrensturm sudetendeutscher Kämpfer, die Reichsleiter, Gauleiter. Stellvertretende Gauleiter, Obergruppenführer und Gruppenführer der SA., der st, des NSKK. und des NSFK., Obergebiets- fllhrer und Gebietsführer, Haupidienstleiter und Haupt­amtsleiter der Reichsleitung, Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes, zwei Stürme der SA., ein Sturm NSKK., ein Sturm NSFK., «ine Abteilung Politischer Leiter, eine Abteilung Reichsarbeitsdienst, ein Sturm st.

chamberlain fahrt nach Paris

kin vestich mit Lord Halifax vom 2). bis 25. November auf kinladung der französischen Negierung

London, 5. November.

Ministerpräsident Chamberlain und sein Außen­minister Lord Halifax haben eine Einladung der fran­zösischen Negierung, Paris oom 23. bis 28. November einen Besuch abzustatten, angenommen.

Das Foreign Office gab am Freitag folgendes Kom­munique aus:Der Premierminister und Lord Halifax haben die sehr freundliche Einladung, die ihnen von der französischen Regierung übermittelt worden ist, Pa­ris vom 23. bis 25. November einen Besuch abzustatten angenommen. Sie werden von Mrs. Chamberlain und Lady Halifax begleitet sein."

Klärung See gegenseitigen Auffassungen

Zu diesem offiziellen Besuch wird von unterrichteter Seite darauf hingewiesen, daß der französische Minister­präsident Daladier und Außenminister Bannet im Sep­tember zweimal in London gewesen seien. Der jetzt angekündigte englische Besuch stelle daher zunächst eine Erwiderung dieser Besuche dar. Weiter wird aber daraus hingewiesen, daß die französische Regierung den britischen Ministerpräsidenten und den britischen Außen­minister offiziell nach Paris eingeladen habe, um mit ihnen Fragen der allgemeinen politischen Lage zu erörtern. Der englische Besuch in Paris werde Gele­genheit zu einer eingehenden sachlichen Prüfung der für beide Regierungen jetzt im Vordergrund stehenden Fragen bieten. Für die Pariser Beratungen sei kein besonderes Programm vorgesehen.

Die Aussprache zwischen den britischen und den fran­zösischen Staatsmännern habe vor allen Dingen den Zweck, in unmittelbarer Fühlungnahme die gegenseiti­gen Auffassungen zu klären. Die Hinzuziehung von Ver­tretern anderer.Mächte zu diesen Verhandlungen sei nicht zu erwarten.

Die französische Regierung habe auch die Frauen des Ministerpräsidenten und des Außenministers nach Paris eingeladen, wodurch der Besuch auch eine gewisse gesell­schaftliche Note erhalt«. Der 23. November sei mit Rück­sicht auf die Tagung des Parlaments und das in der nächsten Zeit außerordentlich belastete Arbeitsprog.ramm

Heute übernaHmeakt in Neichenberg

Uebertragung im Deutfchlandfcnder

Reichenberg, 8. November.

Die lleberführung der SdP. in die NSDAP. wird wie bereits gemeldet am heutigen Sonnabend im Rahmen einer feierlichen Kundgebung in der neuen Eauhauptftadt Reichenbcrg durch den Stellvertreter des Führers vollzogen.

Rudolf Hetz wird. zwischen 17 und 18 Uhr von Mün- cheird kommend im Gau Sudetenland eintreffen. Um 20 Uhr wird in der Messehalle zu Reichenberg die histo­rische Kundgebung, auf der der Stellvertreter des Füh­rers und Gauleiter Henlein sprechen werden, beginnen. Der Deutschlandsender sowie mehrere Reichssendcr wer­den ab 20 Uhr die Feierstunde übertragen.

Während des Sonntags wird der Stellvertreter des Führers, von Gauleiter Henlein begleitet, eine Fahrt durch den neuen, den 40. Gau der NSDAP., durchfüh­ren. (Siehe unsere SonderseiteDer Sieg der Idee".)

des Ministerpräsidenten festgesetzt worden. Eine Ent­scheidung, ob und welche Beamten des Foreign Office au dem Pariser Besuch teilnehmen werden, sei bisher noch nicht getroffen worden.

IHronrede im Unterhaus

London, 5. November.

Bei der Vertagung des englischen Parlaments, das am nächsten Dienstag erneut zusammentritt, um eine neue Session zu beginnen, wurde eine Thronrede des Königs verlesen, in der auch auf eine Reihe außenpoliti­scher Fragen Bezug genommen wurde.

^ In der Thronrede ging der König zunächst einmal auf seinen Besuch in Paris ein, und kam dann aus die tschechische Krise zu sprechen. Hierzu erklärte er:In der ganzen Zeit hat meine Regierung in enger Zu­sammenarbeit mit der französischen Regierung jeden Ver­such unternommen, sowohl in Prag als auch in Berlin eine dauerhafte und friedliche Regelung der Frage der deutschen Volksgruppe in der 'Dschecho-Slowakei zu sichern. Angesichts der wachsenden Schwere der Krise be­schloß der Premierminister am 4. September nach Berch- tesgaden zu fliegen, um dort eine persönliche Fühlung­nahme mit dem deutschen Kanzler herzustellen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

12.16 Uhr: Marsch des Zuges durch die Straßen des 8./9. Novembers 1923; Marschweg: Rosenheimer Straße, Ludwigsbrücke, Zweibrückenstraße. Jsartorplatz, Tal, Marienplatz, Weinstraß«. Dheatinerstraß«, Perusa­stratz«, Präsidentstraß«. Feldherrnhalle.

12.50 Uhr: Der Zug trifft an der Feldherrnhalle ein. 16 Salutschüsse künden an, daß vor 15 Jahren 16 Männer ihr Leben sür Deutschland geopfert haben. Marsch von der Feldherrnhalle zur Ewigen Wache.

13.10 Uhr: Appell vor den Toten der Bewegung. Auf dem Königlichen Platz sind angetreten: Marsch- blöcke der SA., des NSKK., der Politischen Leiter, des Reichsarbeitsdienstes und der Hitler-Jugend, die Rekruten der jf, die -LeibstandarteAdolf Hitler",

U-StandarteDeutschland" und ^-StandarteGerma­nia", Abteilungen des weiblichen Arbeitsdienstes, For­mationen des BTM. «

Dir Zug des 9. Novembers trifft ein. Die Alten Kämpfer nehmen vor der Ewigen Wache Ausstellung. Adolf Hitler steht bei den Helden der Bewegung. Der Sprecher der Partei Adolf Wagner rüst zum Appell. Die Wachtparade zieht aus. Der Appell wird durch den Sprecher der Partei beendet.

Das Eefamtprogramm für die Feierlichkeiten des 8.- 9. November ergeht unter Verantwortung des Gaulei­ters des Traditionsgaues München-Oberbayern, Adolf Wagner. Die Eesamtleitung liegt in Händen von Gau­propagandaleiter Pg. Wenzl. Den Aufmarsch und die Aufstellung der Formationen leitet SA.-Obergruppen- führer Helfer. Die polizeilichen Zicherungsmatznahmen und -Absperrungen leitet Polizeipräsident -Ober­gruppenführer Freiherr von Eberstein.

Das Treffen der Alten Kämpfer im Bürgerbräukeller sowie die Aufstellung der Alten Kämpfer am Bürger- Lränkeller steht unter Leitung von ff-Brigadesührer Christian Weber.

^ Mittler 27v1selisri gestern uncl morgen

Heute mittag wird in Anwesenheit des Regie­renden Bürgermeisters wie bereits angekündigt die Einmauernng von Dokumenten in die wieder­erstehende Rolandsäule feierlich vorgenommen.

ls im Jahre 1404 das Rolan'dsbild auf dem Bremer Markt errichtet wurde, reichte das Deutsche Reich von den Küsten der Nord- und Ostsee bis nach dem Mittelmeer, Wien war eine deutsche Stadt und lag hart an der Grenze des großen Ungarlandes, Ostpreußen war im Besitz des deutschen Ordens, aber auch Prag, die Trutz- burg der Hussitten, lag inmitten der deutschen Lande, Mailand, Genua, ja sogar Avignon, gehör­ten dem an Umfang so gewaltigen, innerlich aber schwachen und kranken Reiche an. Es war das Römische Reich Deutscher Nation, dessen Volks­kräfte nur künstlich zusammengehalten wurden, es war ein Reich der Unruhe, dem die endgültige Ruhe erst werden konnte, als die romanischen Länder das erhielten, was ihnen gehörte, und als zu der deutschen Nation diejenigen Volksstämme mit ihren Gebieten gestoßen waren, die, von der Stimme des Blutes getrieben, deutsch sein woll­ten. Wien ist heute wieder eine deutsche Stadt, und ist es erst jetzt wirklich und unbedrohbar. Der alte Bremer Roland hat es erleben dürfen. Rein deutsch, ein Block geballter Kraft, so steht das Reich unter Adolf Hitler heute da. Und niemals war es so groß, niemals dem Bilde des Deutschen Reiches von 1404 äußerlich so ähnlich, innerlich aber so weit überlegen, wie heute. Das sei voran­gestellt an dem Tage, da man sich anschickt, den 500 Fahre alten Roland gesundet wiedererstehen zu lassen und ihm die Grüße unserer großen Zeit in eine ferne Zukunft mitzugeben.

Wenige Werke der deutschen Bildhauerkunst haben eine annähernd gleiche Weltberühmtheit wie dieser Roland. Fragen wir uns aber, woraus sich die große Volkstümlichkeit erklärt, so sehen wir, daß es sich dabei Keineswegs um ein Zufallsergeb­nis handelt. Zwar hat das ehrwürdige Alter und auch das Rätsel, das sich immer noch an den Sinn

der Figur und an den Namen geknüpft, ebenso wie die außerordentliche Bildhauerlelstung zu dem Ruhme beigetragen, entscheidend sür den Welt- ruhm ist aber doch wohl die Tatsache, daß es der Bremer Rat seinerzeit vollbracht hat, in diesem Roland ein Symbol seiner Macht aufzustellen, das in majestätischerEwigkeitshaltung" fernhin über Länder und Zeiten blickt und uns heute noch mah­nend an die Seele rührt. Leider ist uns der Name des Bildhauers nicht überliefert. Manche wollen annehmen, der Meister Johannes, der die kaiser­lichen Figuren am Rathaus geschaffen hat, habe auch schon den Roland gearbeitet. Andere glauben eine Verwandtschaft mit niedersächsifchen Grab­malsplastiken zu sehen, besonders mit Arbeiten in Hardegsen (Braunschwelg). Wir halten, indem wir beide Meinungen für sich bestehen lassen, fest, daß der Künstler ein Niederdeutscher gewesen sein muß.

Im Fahre 1366 hatten erzbischöfliche Krieger die hölzerne Rolandsäule umgestürzt und verbrannt. Etwas völlig Neues ist es also nicht, wenn uns eine Eintragung tm Rechnungsbuch des Rathauses meldet:Do na ghodes bord weren ghan iviodo unde im jar, let de rad to Bremen buwen Rolande van stene, de kostede hundert unde seventich bre- mere Mark." Aber riesig sollte dieser neue Recke sein und wirken, und der Rat hatte ein Recht, so selbstbewußt aufzutreten. Eben gewannen überall die Städte den Vorrang, das Bürgertum wurde sich seiner Werte bewußt und rivalisierte mit dem Adel, soeben war zudem die Macht der Bitalien- brüder mit der Hinrichtung Störtebekers aus dem Grasbrok zu Hamburg gestürzt, innerhalb der ge­wichtigen Hanse stand Bremen mächtig da, vor allem -aber war es der Stadt um diese Zeit ge­lungen,volle Unabhängigkeit von der Gewalt ihres Herrn", des Erzbischofs, zu gewinnen.Wy hebben eyne vrye stad!" erwiderte der Bremer Rat dem Grafen van Hoya 1404, als dieser sich darüber beschwerte, daß Bremen seinen Gegnern Lebensrnittel geliefert habe, und damit klingt der Inhalt des berühmten Spruches schon an, den der

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stände weg von Palästina, sterr koosevelt l

offener Vrief des ffraberfüHrers an den amerikanischen Präsidenten

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Jerusalem, 5. November

In einem Offenen Vrief wendet sich der Oberste Führer der arabischen Freischärler, Aris Abdul Razik, an den Präsidenten Roosevelt, Staatssekretär Hüll, Senator Erant und andere mit solgenden Erklä­rungen:

Unwissenheit, Grausamkeit oder Gefügigkeit gegen­über dem Zionismus sind die Ursachen dafür, daß ver­antwortliche amerikanische Persönlichkeiten sich unter das Joch jüdischer Propaganda beugen und Reden wie in der letzten Zeit halten. Ist es das Amerika, von dem aus im Weltkriege das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung propagiert wurde? Dann wären keine Juden in Palästina! Aber es ist das Amerika von heute, das jeden Freiheitsdrang unter­drückt, sonst hätten die Juden niemals Rechte auf unser Land geltend gemacht. Wir wissen aber, wie wir diesen Forderungen zu begegnen haben. Weder der Zionis­mus noch England können auch nur einen Fußbreit Palästina nehmen, solange ein Araber noch lebt. Wir sind noch mächtig und bereit, für unsere Unabhängig­keit zu kämpfen. Wenn Sie großzügig sind und den Juden zu helfen wünschen, dann öffnen Sie doch die Tore Amerikas für diejenigen, die Sie bemitleiden. Palästina ist zu klein, um das Judenproblem zu lösen, Amerika aber ist groß genug dazu. Wenn Sie auf­richtig wären und ein Gewissen hätten, würden Sie niemals das blutige Vorgehen der Engländer zulassen, wie es täglich im Lande Jesu Christi zu verzeichnen ist. Wir wollen nicht Ihre Hilfe, aber wir ersuchen

Sie, die Einmischung in eine Angelegenheit zu unter­lassen, die Sie nichts angeht.

Wenn das nicht geschieht, werde ich Ihnen einen neuen Weg zur Gerechtigkeit zeigen: Wir werden allen arabischen Studenten befehlen, die amerikanischen Schu­len und Universitäten zu verlassen, amerikanische Wa­ren zu boykottieren, alle amerikanischen Bauten in Palästina zu zerstören und alles amerikanische beweg­liche Gut zu beschlagnahmen. Sie selbst tragen die Schuld, wenn wir gezwungen sind, dies zu tun. Wir Araber befinden uns dabei in der Defensive.

Palästina im Kampf

Jerusalem, S. November.

In ganz Palästina ereigneten sich wieder zahlreiche Feuerüberfälle auf Militärpatrouillen, Polizeiabteilun­gen und Siedlungen. Unweit des Dorfes Elfrei-dis wurde ein Jude bei einem Feuerübersall erschossen. Auch ein Freischärler wurde getötet. Das Polizeilager bei Tulk- arem und die Eisenbahnstation Gaza wurden erneut be­schossen. In Gaza explodierten ferner zwei Bomben, wo­bei ein Pumphaus in die Lust flog.

In mehreren Stadtvierteln von Nablus fanden Mili­tärdurchsuchungen statt. 11 Araber wurden verhaftet und einer auf der Flucht erschossen. Auch im Dorfe Tinnik sind nach militärischen Durchsuchungen 14 Araber ver­haftet worden. In einem Hotel in Nazareth, in dem englische Truppen untergebracht sind. wurde eine Bombe geworfen. Ueber die Stadt wurde sofort das Ausgeh- vrrbot verhängt. In Ramkeh ist ein jüdischer Lastkraft­

wagenfahrer getötet worden. Entlang der Hauptstraße JerusalemJaffa besteht durchgehend Ausgehverbot. Auch die Eisenbahnstation Lydda wurde von arabischen Freiheitskämpfern beschossen.

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Unser Issesspiiesel

Der Arabersührer Abdul Razit richtete einen scharfen Offenen Brief an Roosevelt.

Eine amerikanische Fluggesellschaft plant regel­mäßigen Flugdienst über den Atlantik. Chamberlain und Lord Halifax werden noch in diesem Monat nach Paris fahren.

Benito Mussolini sprach zu den italienischen Front­kämpfern.

In Weimar nahm der Parteitag des Gaues Thü­ringen seinen Anfang.

Ein schweres Berkehrsunglück ereignete sich auf der Reichsautobahnstrecke BerlinHannover.

Der Führer des BlitzzugesMittel-Jüte" sprana in den Kleinen Veit.

Gestern abend erfolgte die Ueberweisung der 18jährigen Hitlcrjungen Bremens in die NSDAP. In Anwesenheit des Reg. Bürgermeisters findet heute mittag die Einlage des Dokumentenbehälters in die wiedererstehende Rolandsäule statt.