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erscheint 7mal wöchentlich
Monolsbezug 2,30 einschl. Zustellgebühr, PostdezugspreiS monatl. 2.30 E < einschl. 44,24 Post- zestungsgebübri zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertig! keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Versag: NS.-Gauveriag Weser- Ems EmbH., Bremen, Meeren 6-? Fernspr.: 3 41 21, Nachti.u.Sonnig. 511 13. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr; Schristlestung Dienstag und ffreilaa 12)4—I3>S Ubr.
vremerZMiw
parteiamtliche Tageszeitung
2as Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen
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Die 22-uilli-Zeilk >m Anze> nieil 13 die 78-rnm-Zeile im Terk- teil 7s eHv! Ermüßigie Grundpreise (für kleine, ffamilienanzeiaen u a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 lNochioßstassel O. i^ür Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annabmeschluß 1b Uhr. Geschäflsstellen: Un Bremin:
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches Nerkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Nremen
Nr. Z0Z / 6. Jahrgang
Donnerstag, Z. November 19ZS
kinzelpreis 15 Npf.
Neichsmimfter Vr. srick zum öruße
Äer verantwortliche Leiter der Innenpolitik des Neiches keute in vremen
(I?1'6386-^0skM3.N7ri
m heutigen Donnerstag wird der Reichsminister des Innern Dr. Wilhelm Frick in unserer Hansestadt sprechen. In ihm begrüßen wir den verantwortlichen Leiter der Innenpolitik des Reiches, den alten Kämpfer des Führers und den hervorragenden Mitgestalter des Dritten Reiches.
Reichsminister Dr. Frick ist seit der Bildung der ersten nationalsozialistischen Reichstagsfraktion deren Fraktionsführer, und er ist durch das Vertrauen des Führers auch der erste nationalsozialistische Staatsmann der Bewegung. In ihm vereinigt sich das politische Erleben, daß Staat und Partei eine Einheit geworden sind wie selten in einer anderen nationalsozialistischen Führerpersönlichkeit.
Seit der Machtergreifung am 30. Januar 1933 hält Dr. Frick das Steuer der Innenpolitik Adolf Hitlers in seinen Händen. In dem Gebäude, das einst den Großen Generalstab des alten Reiches am Königsplatz in Berlin beherbergte, arbeiteten seit der Nachkriegszeit die Innenminister der Weimarer Republik. In buntem Wandel sind in den 15 Jahren von 1918—1933 die Innenminister der Systemparteien tätig gewesen. Dieses Haus war förmlich ein Symbol der Ohnmacht eines Reiches geworden; denn es fehlte ihm an allem, was Macht und Autorität geben konnte. Das Reichsministerium des Innern, das wohl Gesetze ausarbeiten und Anordnungen erlassen konnte, deren Ausführungen aber bei den Ländern lag, wurde von einem Minister der Systemzeit selbst in bitterer Erkenntnis als „Dame ohne Unterleib" bezeichnet. Hilflos steuerte die Innenpolitik, ebenso wie die gesamte Reichsfirhrung dem Abgrund entgegen.
In dieses Haus ist nach der Machtergreifung Reichsminister Dr. Frick eingezogen. Ihm ist vom Führer die historische Aufgabe übertragen worden, unter das Kapitel der inneren Zerrissenheit des Deutschen Reiches einen Schlußstrich zu ziehen und ein neues Kapitel zu beginnen mit der Ueberschrift: „Das einige Reich".
Wer heute die Arbeit der Regierung Adolf Hitlers überblickt, der muß feststellen, daß es in außerordentlich kurzer Zeit gelungen ist, die Reichseinheit in so erheblichem Umfange zu schaffen, daß der Neubau des Reiches Tag für Tag fortgesetzt seiner Vollendung entgegengeht. Stück für Stück wird nach einem großzügigen Plan die Vereinheitlichung der gesamten Reichsgewalt durchgesetzt. Längst sind die inneren Grenzen des Reiches und die Gegensätze, die die Dynastien und politischen Parteigruppierungen schufen, hinweggefegt. Der national
sozialistische Staat ist ein deutscher Nationalstaat geworden, der die gesamte Nation ohne Unterschied der Abstammung und der geschichtlichen Entwicklung zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenschweißt.
Daß diese Arbeit soweit gelungen ist und so rasch gelingen konnte, danken wir dem Führer und Reichskanzler, seiner politischen Weitsicht und Energie, und seinem Reichsminister des Innern Dr. Frick. In unermüdlicher Arbeit hat er die Machtbefugnisse des Reiches von Tag zu Tag verbreitert, die Sonderrechte der einzelnen Länder abgebaut und eine starke Zentral- gemalt geschaffen. Diese Vorgänge sind.vielfach unbemerkt in ruhiger und erwünschter Entwicklung vor sich gegangen. Es ist die besondere Leistung des Reichsministers Dr. Frick, daß diese gewaltige Arbeit ohne Aufsehen und Verwirrung methodisch fürsorglich mit sicherer Hand durchgeführt wurde, so daß diese geschichtlich bedeutungsvolle Leistung unserer Zeit. die in die Jahrhunderte hinein die Gliederung des Reiches bestimmen wird, nahezu selbstverständlich der Vollendung entgegengeht.
Als der Führer und Reichskanzler die Macht übernahm, war es selbstverständlich, daß Dr. Frick, der schon in Thüringen als Innenminister sich große Verdienste um den Nationalsozialismus erworben hatte, das Reichsministerium des Innern übertragen erhielt. Dr. Frick ist Verwaltungsbeamter und hat daher die Praxis der Verwaltung selbst erlebt. Er hat seit der ersten Zeit des Kampfes Adolf Hitlers an der Seite des Führers gestanden und wurde wegen Unterstützung Adolf Hitlers vom Münchener Molksgericht zu Festungshaft verurteilt. Er ist als einer der ersten Vertreter der nationalsozialistischen Bewegung in den Deutschen Reichstag eingezogen. In den harten Kämpfen um die Durchsetzung des Nationalsozialismus auf parlamentarischem Boden war er ebenso wie in tausend Versammlungen der energische und treue Kämpfer des Führers.
Unter seiner Führung ist nach der Besreiungstat des Führers sowohl das Saärgebiet wie auch die Deutsche Ostmark in die Neichsverwaltung zurückgeführt worden. In unseren Tagen ist der Neichsminister Dr. Frick der für die Wiedervereinigung des sudetendeutschen Gebiets mit dem Reich verantwortliche Staatsmann.
Wir grüßen diesen alten Kämpfer in den Mauern unserer Stadt. Wir grüßen ihn im unerschütterlichen Glauben an das Reich und die Sendung Adolf Hitlers.
(Siehe auch den örtlichen Teil)
SGedsspruMrprag unö vuvapest gefüllt
Karte über die an Ungarn abzutretenden öebiete fertiggestellt / vesetzung in der Zeit vom
5. bis w. November / Lösung aus etlznograplzischer Krundtage
Me wiener kntscheidung
(Von unserer IVisnsr LollriktlsituuA)
icl. Wien, 3. November
Die Entscheidung des deutsch-italienischen Schiedsgerichts ist gefallen. Europa hat eine ungerechte Grenze weniger und zwei ausgesöhnte Nationen mehr. In wenigen Stunden wurde von den Achsenmächten ein Problem gelöst, das zwei Jahrzehnte lang, von der Genfer Kollektive wohlwollend geduldet, politische und nachbarliche Beziehungen vergiftete. Zum drittenmal in diesem ereignisreichen Jahre 1938 ist dem Primat des Volkstums Geltung verschafft worden. Es gibt nun zwischen Sudeten, Alpen und Karpaten keine von Strategen gezogenen Grenzen mehr. Nicht Sieger und nicht Besiegte verließen an diesem denkwürdigen 2. November das Schloß Belvedere. Auf dem ethnographischen Fundament, das die Autorität der Achse erstehen ließ, wird sich der Donauraum in Zukunft friedlich entwickeln können.
Der Schiedsspruch, der 7 Uhr abends gefällt wurde, hat folgenden Wortlaut:
Auf Erund des von der Königlich-Ungarischen und der Tschecho-Slowakischen Regierung an die deutsche und die Königlich-Italienische Regierung gerichteten Ersuchens, die zwischen ihnen schwebende Frage der an Ungarn abzutretenden Gebiete durch einen Schiedsspruch zu regeln, sowie aus Erund der daraufhin zwischen den beteiligten Regierungen gewechselten Noten vom 30. Oktober 1938 sind der deutsche Reichsminister des Auswärtigen, Herr Joachim von Ribbentrop, und der
Minister des Auswärtigen Seiner Majestät des Königs von Italien und Kaisers von Aethiopicn, Erai Ealeazzo Ciano, in Wien zusammengekommen und haben im Namen ihrer Regierungen nach nochmaliger Aussprache mildem Königlich-Ungarischen Minister sür die auswärtigen Angelegenheiten, Herrn Koloman von Kanya, und dem Tschecho-Slowakischen Minister für die auswärtigen Angelegenheiten, Herrn Dr. Franz Chvalkovsky. folgenden Schiedsspruch gefällt:
1. Die von der Tschccho-Slowakei an Ungarn abzutretenden Gebiete sind in der anliegenden Karte bezeichnet. Die Festlegung der Grenze an Ort und Stelle bleibt einem ungarisch-tschecho-slowakischen Ausschutz überlassen.
2. Die Räumung der abzutretenden Gebiete durch die Tschecho-Slowakei und ihre Besetzung durch Ungarn sind am 5. November 1938 und bis zum 10. November 1938 durchzuführen. Die einzelnen Etappen der Räumung und Vesetzung sowie deren sonstige Modalitäten sind unverzüglich durch einen ungarisch-tschecho-slowakischen Ausschntz festzusetzen.
3. Die tschccho-slowakischc Regierung wird dafür Sorge tragen, datz die abzutretenden Gebiete bei der Räumung in ordnungsmätzigem Zustande belassen werden.
4. Die sich aus der Gebietsabtretung ergebenden Einzelfragen, insbesondere die Staatsüngehörigkeits- und Lptionsfragen, sind von einem ungarisch-tschecho-slowa- kischen Ausschutz zu regeln.
5. Ebenso sind von einem ungarisch-tschecho-slowaki- schen Ausschutz nähere Bestimmungen zum Schutze der im Gebiet der Tschecho-Slowakei verbleibenden Personen magyarischer Volkszugehörigkeit und der in den abgetretenen Gebieten nichtmagyarisch r Volkszugehörigkeit zu vereinbaren. Dieser Ausschutz wird insbesondere dafür Sorge tragen, datz die magyarische Volksgruppe in Pretzburg die gleiche Stellung wie die anderen dortigen Volksgruppen erhält.
8. Soweit sich aus der Abtretung der Gebiete an Un- gürn Nachteile und Schwierigkeiten wirtschaftlicher oder
verkehrstechnischcr Art für das der Tschecho-Slowakei verbleibende Gebiet ergeben, wird die Königlich-Ungarische Regierung ihr Möglichstes tun, um solche Nachteile »nd Schwierigkeiten im Einvernehmen mit der tschechoslowakischen Regierung zu beseitigen.
7. Falls sich bei der Durchführung dieses Schiedsspruches Schwierigkeiten oder Zweifel ergeben, werden die Königlich-Ungarische und die tschecho-slowakische Regierung sich darüber unmittelbar verständigen. Sollten sie sich dabei über eine Frage nicht einigen können, so werden sie diese Frage der Deutschen und der Königlich- Italienischen Regierung zur endgültigen Entscheidung unterbreiten.
Wien, den 2. November 1938.
(gez.) Joachim von Ribbentrop. (gez.) Ealeazzo Ciano,
Vas Protokoll zu dem Schiedsspruch
Auf Erund des von der Königlich-Ungarischen und der T>checho-S»owaki:chen Regierung an die deutsche und die Königlich-Italienische Regierung gerichteten Ersuchens, die zwischen ihnen schwebenden Fragen der an Ungarn abzutretenden Gebiete durch einen Schiedsspruch zu regeln, sowie auf Erund der daraufhin zwischen den beteiligten Regierungen gewechselten Noten vom 30. Oktober 1938 sind der deutsche Reichsminister des Auswärtigen Herr Joachim von Ribbentrop und der Minister des Auswärtigen Seiner- Majestät des Königs von Italien, Kaisers von Aethiopien, Graf Ealeazzo Ciano, heute in Wien im Schloß Belvedere zusammengekommen, um im Namen ihrer Regierungen den erbetenen Schiedsspruch zu fällen.
Sie haben zu diesem Zweck den Königlich-Ungarischen Minister für die auswärtigen Angelegenheiten, Herrn Koloman von Kanya, und den Tschecho-Slowakischen Minister für die auswärtigen Angelegenheiten, Herrn Dr. Franz Chvalkovsky, nach Wien' eingeladen, um ihnen Gelegenheit zu geben, zunächst nochmals den Standpunkt ihrer Regierungen darzulegen.
Dies ist in einer Aussprache zwischen den vier Ministern geschehen. Der deutsche Reichsministsr des Auswärtigen und der Königlich-Italienische Minister des Auswärtigen haben alsdann, nachdem sie sich eingehend darüber beraten hatten, den diesem Protokoll beigefügten Schiedsspruch beschlossen. Dieser Schiedsspruch nebst der in seiner Ziffer erwähnten Karte ist dem Königlich- Ungarischen Minister für die auswärtigen Angelegen-
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Die antikommunistische Chinapolitik Japans wird durch eine Tokioter Erklärung unterstrichen.
Im Unterhaus stand das englisch-italienische Abkommen zur Debatte.
In Wien wurde die ungarisch-tschecho-slowakische Erenzsrage durch deutsch-italienischen Schiedsspruch endgültig gelöst.
Das deutsche Realeinkommen liegt jetzt über dem Vorkriegsstand.
Neichsinnenminister Dr. Frick und Oberpräsidcnt der Provinz Hannover, Stabschef der SA. Viktor Lutze, weilen heute in Bremen.
Der stellvertretende Gauleiter und oldenburgische Ministerpräsident Joel besichtigte die Forschungsarbeiten am Dümmer.
Die Reichsreserentin des BDM., Jutta Rüdiger, führte die neue Obcrgausiihrerin Lilo Schmidt in ihr Amt ein.
800 zukünftige RAD.-Männer verliehen Bremen. 140 Sudetendeutsche wurden Bremer Arbeiter bei der „Weser"-Flugzcugbau-Eesevschast m. L. H.
Weltmeister im Mittelgewicht wurde der amerikanische Boxer Solly Krieger.