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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatk des VeichsstattHalters in Mdenburg und Vremen
Nr. 265 / S. Jahrgang
Montag, 26. September 1SZ8
Linzeipreis 15 Nps.
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Massenkundgebung im verllner Sportpalast - kin flusruf Vr. Soebbels' - Semeinschastsempfang im ganzen Neich
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Verlin, 26. September
der Neichspropagandaleiter der nationalsofiolistischen Bewegung, Neichsminister dr. Soebbels, gibt bekannt:
stm beullgen Montag, abends S lllir, findet im Sportpalast in Berlin eine große Volkskundgebung statt.
Ver sülzrer spricht. Viese Kundgebung wird auf alle deutschen Sender übertragen. Sie wird in allen Städten und Vörsern des Neiches von denienigen, die selbst nicht im Besitz eines NunSsunkapparates find, im Semeinschastsempfang aufgenommen.
Vie getsgruppenletter der Partei stoben sofort mit den Vorbereitungen zu diesem 6e- meinschastsempsang zu beginnen, ks darf im ganzen Neich niemand geben, der nicht über den Nundfunk Zeuge dieser stistorischen Kundgebung würde.
Wie immer, spricht auch diesmal wieder der Führer in Schicksalsstunden der Nation zum gesamten deutschen Volk. Indem er die ganze Nation in einer erhebenden Gemeinschaftskundgebung über die Pläne der Staatsführung unterrichtet, zeigt er erneut auch der Weltöffentlichkeit, wie eine wirkliche, eine echte Demokratie beschaffen sein muß, eine Demokratie, in der es, wie im Dritten Reich, keine Geheim-
diplomatie mehr gibt. Die Gesamtheit der deutschen Volksgenossen aber wird heute abend voller Erwartung an den, Lautsprechern die Parole des Führers entgegennehmen, erfüllt von dem unerschütterlichen Willen, der sich kundtut in dem Bekenntnis: „Führer, befiehl! Wir folgen!" Dem Führer Großdeutschl-ands schlagen die Herzen von 80 Millionen Deutscher entgegen, die gläubig, stahlhart, voll Zuversicht und mit Hingabe der Worte des Führers harren.
Mussolini: . Italien auf alles gefaßt'
„wenn Sie Demokratien mit «Kren militärischen Maßnahmen fortfahren, so ist es klar, daß Italien auch solche
Maßnahmen ergreifen wird"
Eigener So riebt cksr „Lrein er Zeitung")
Rom, 26. September.
Der Duee hielt am Sonntag vor den Schwarzhemden der oberitalienischen Stadt Bizenza eine große Rede. in der er mit bedeutsamen Erklärungen zu der Lage Stellung nahm.
Der Duce führte u. a. folgendes aus: „Man kann lagen, daß mit Sonnabend die Woche der Erwartung und der Passion Europas begonnen hat. Es ist nunmehr allgemein anerkannt, daß in den Friedensverträgen von 1!>I!I Irrtümer begangen wurden. Von diesem Augenblick an war es leicht, vorauszusehen, was sich gegenwärtig ereignet. Gegenüber einem eininal begangenen Irrtum kann man nichts anderes machen, als ihn abzustellen. (Die Menge bricht minutenlang.in den Rus aus „Abstellen, Abstellen!)
2rrcir ist menschlich, im Irrtum verharren teuflisch. Dennoch will man den Irrtum, den man inet der Zusammensetzung der Tichecho-Slowakei beging, nacht ao-
Dumdumgeschosse
bei tschechischen Soldaten gefunden
Teishennersdors, 26. September. Bei Warnsdorf (Böhmen) ist am Sonnabend eine größere Anzahl tschechischer Soldaten übergelau- sen. Bei der Festnahme weiterer tschechischer Soldaten stellte sich heraus, daß ihre Gewehrpatronen zum großen Teil in Dumdumgeschossen bestanden. Die rcichsdentschen Zollbehörden haben die tschechischen Dumdumgeschosse, mit denen also aus die Su- detcndeutschen geschossen wird, als Beweisstücke in Bcrwahrung genommen.
Am Sonnabend hörte man von reichsdeutschem Ge- bztt aus, daß in den sudetcndeutschen - Nachbarorten ^chönborn, Oberhennersdorf, Lichtenberg und anderen das Vieh in den Ställen vor Hunger stirbt. Die Dör- sind nahezu menschenleer. Auf den Straßen laufen °>e Hunde, die sich in den Gehöften losgerissen haben, aanningsuchend umher, Reichsdeutsche haben sich Über Grenze begeben, um das Vieh in den verlassenen ^rpchaften zu füttern.
stellen. Man will ihn aufrechterhalten, und deswegen sollen die Völker übereinander herfallen. Bis zum Gegenbeweis kann ich nicht glauben, daß sich dies ereignen wird, was man nur als tragischsten Widersinn in der Weltgeschichte bezeichnen könnte, Männer, die ihrer Verantwortung bewußt sind, können nicht anders, als sich zu glauben weigern, was die absurdeste aller Theorien wäre," Der Ducke fuhr fort:
„Bis aus den heutige ! Tag hat Italien keine Maßnahme militärischen Charakters getroffen, während andere fortfahren, Reservisten einzuberufen. die Grenzen zu besetzen, Flottenkonzentratio- nen durchzuführen. Aber es ist wahr, daß niemand
solgendcs bekannt:
1 Das Aushängen von Hakenkreuz- und SdP.-Fahnen ist verboten. Im Betretungsfalle wird das betreffende Haus angezündet.
erstaunen kann, wenn auch Italien Maßnahmen ergreift.
Die Welt hat bereits einen Beweis unserer Entschlossenheit und unseres Willens erhalten. Wir haben Abeisinien erobert, wicht nur indem wir gegen die abessiwischen Heere/die von Europäern ausgebildet und geführt wurden, in den Kampf zogen, sondern zugleich auch der wirtschaftlichen Belagerung standhielten, die von 52 Staaten über uns verhängt worden war. Je mehr damals auf den Genfer Tischen die Karten gemischt wurden, um so sicherer wurde ich, daß das italienische Volk niemals auch nur im geringsten schwankend würde. Heute sind alle Verfechter der Sanktionen von der Bildfläche verschwunden, die einen sind in Vergessenheit geraten, die anderen mit Schimpf und Schande abgetreten. Das italienische Volk, das in den letzten vier Jahren höchste Kraftproben bestanden HH, ist bereit, auch künftig Kraftproben auf sich zu nehmen, Das italienische Volk hat in diesen Tagen ein einziges Antlitz gezeigt, das Antlitz der Ruhe und der Entschlossenheit, Das ist das Gesicht eines starken Volkes." .
Der Ansprache des Duce folgten tosende, sich immer wiederholende Ovationen der Zuhörermassen.
2. Wer ein SdP,-Abzeichen trägt, wird auf der Stelle erschossen. Das gleiche trifft denjenigen, der eine Hakcnkreuzarmbinde trägt.
3. Wenn aus irgendeinem Grunde ein Schuß fällt, so darf niemand zu der Stelle hinlaufen »der weglaufen,
„Osmokrslisn"
Hätte den salbungsvollen Zugeständnissen des tschecho-slowäklschen Staatspräsidenten Benesch an die Pariser und Londoner Adresse, er wolle das Beste zur Erhaltung des europäischen Friedens beitragen, ein ernster und aufrichtiger Will» zugrunde gelegen — die Präger Regierung hätte ihn im ersten Abschnitt der ihr gestellten sechs- tägigen Frist ohne die geringsten Schwierigkeiten unter Beweis stellen können! Das Gegenteil aber, eine weitere Verschärfung der Lage, hielt man im Hradschin für angebracht, wie die neuen Ausschreitungen der hussitischen Soldateska im su- detendeutschen Gebiet, die mörderischen Ueber- griffe der bewaffneten Kommunistenhorden und die provozierenden Gewaltmaßnahmen der tsche- chischen Behörden mit eindringlicher Deutlichkeit zeigen.. Vor allem sei. hier die fast unglaubliche Anordnung eines tschechischen Gemeindevorstehers, alle Besitzer von Hakenkreuzfahnen und Träger des SdP.-Abzeichens zu erschießen, an den Pranger gestellt. „Erschießen! Erschießen! Erschießen!" — das also versteht Herr Benesch unter dem Minderheitenschutz, den er noch vor wenigen Tagen mit angeblich „feierlichem Nachdruck" den Sudeten- deutschen zusicherte. Zynischer konnte die Präger Demokratie ihr wahres, teuflisches Gesicht nicht enthüllen, als es durch den (an anderer Stelle dieser Seite wiedergegebenen) öffentlichen Anschlag geschieht. Mit jener ungeheuerlichen Brutalität hat die tschechische Regierung ihre Katastrophen- politik auf die Spitze getrieben.
Sodann verzeichnen wir, was den gestrigen Tag betrifft, mit großer Genugtuung eine ebenso klare wie männlich-starke Rede des Duce in Vn.zenza. Die Worte, die Benito Mussolini den engstirnigen Versailler Quertreibern ins Stammbuch schrieb, verdienen wegen ihrer geschliffenen Form und ihrer inneren Wucht in die europäische Geschichte einzugeyen. Wenn der Schöpfer des faschistischen Imperiums vor seinem Volk und vor aller Welt keinen Zweifel darüber ließ, daß Italien im Falle der Fortsetzung des Säbelrasselns der „Demokratien" gleichfalls militärische Maßnahmen ergreifen werde, so vernimmt die ganze deutsche Nation diese Bekundung der Treue und Solidarität ge- genüber dem Reich mit dem Gefühl nachhaltiger Dankbarkeit. Darüber hinaus erfüllt es uns mit Stolz, ein Volk an unserer Seite zu sehen, dessen Entschlossenheit und Marschfähigkeit der Aktionsbereitschaft Großdeutschlands, wie es der Kamps um Abessinien bewiesen hat, nicht zurücksteht.
Prag aber möge sich noch einmal gesagt sein lassen, daß die im deutschen Memorandum niedergelegten Forderungen und die zu ihrer Erfüllung gesetzte Frist unwiderruflich sind! Unwider. ruflichk
ir. lin.
sondern soll ruhig weitergehen, auf Anruf jedoch sofort stehenbleiben. Wer dem zuwiderhandelt, wird er. schössen.
4. Auf der Straße dürfen nicht mehr als zwei zusammengehen.
5. Das Tragen von Waffen, sowie der Besitz derselben, wird mit sofortigem Erschießen bestraft.
6. Falls außergewöhnliche Ereignisse eintreten, ist den grauen, Kindern und Greisen, soweit gegen dieselben nichts vorliegt, der Erenziibertritt gestattet.
Neuerdings treffen größere Mengen von Flüchtlingen ein, weil die Soldaten Haussuchungen halten und jeden, bei dem Waffen oder Hakenkreuz- sahnen gefunden werden, erschießen. Diese Tatsache beweist, daß in der Tschecho-Slowakei bereits nach dem öffentlichen Anschlag verfahren wird.
erschießen! - erschießen! - erschießen!
Häuser, an denen SdP.- oder Hakenkreu;falinen Hängen, werden ange;ündet. wer Sdp.-fib;eichen, Hakenkreuzbinden oder Waffen Hat, wird sofort erschossen — Neuer öffentlicher flnschlag in der Mecho-Slowakei
Dresden, 28. September.
Flüchtlinge aus 21 Orten teilen mit, daß dort überall zum Teil gedruckte, zum Teil hektographierte und mit den Unterschriften der Gemeindevorsteher bzw. der Bürgermeister versehene Kundmachungen angeschlagen wurden, in denen ungeheuerliche Strafen für die Sudetendeutschen festgesetzt werden. Uns liegt ein Original vor, das aus Tissa bei Tetschen stammt und die Unterschrist des Gemeindevorstehers trägt. Die Kundmachung hat folgenden Wortlaut:
Laut Weisung des Obersten Gcneralstabes geben wir