Ausgabe 
(21.9.1938) Nr. 260
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flmksblatt des Negierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Siemens

flmliiches Nerkündungsblatt des Neiltzsßatttzalters in Oldenburg und Vremen

M. 260 / 8. Zatzrgang

Mittwoch, 21. September 19Z8

Tschechische Mordbrenner

kinzelpreis 15 vpf.

A

waten baßersültt in deutschem vlut

Noter Mob überfällt reichsbeutsche Stobt

Die Lies

Keine Diskussion mit Lügnern und Verbrechern!

folgenschwerer versuch, ein Flüchtlingslager zu stürmen Zwei Schwerverletzte, 15 Leichtverletzte

Görlitz» 21. September

Bei Seidenberg, das unmittelbar an i»er Grenze liegt kam es gestern nacht zu ,iem unerhörten tschechischen Feuerüberfall aus das friedliche Grenzstädtchen. Die chechischen Horden es handelt sich um bewaffnete Rote Wehr versuchten in as deutsche Städtchen einzudringen und das Flüchtlingslager auszuheben. Nach einem Feuergefecht mit der deutschen Grenzwache zogen sich die Tschechen zurück. Bei dem feigen Ueberfall wurden zwei Angehörige der deutschen Grenzwache schwer und fünfzehn leicht verletzt.

-chon am Montagabend wurde in Seidenberg be- °»«i, daß in Bersdors eine größere Abteilung Rote 1 N in Uniformen des tschechischen Militärs einge- 1 war mit der Absicht, das Flüchtlingslager in t «nberg auf deutscher Seite nachts auszuheben und »«Reihe von Flüchtlingen zu entführen, deren Ent­kamen offenbar den Tschechen außerordentlich unan- Mhm war. Unter diesen Flüchtlingen befand sich H ein tschechischer Gendarm. Wegen der eingegan­gen Nachrichten wurde deshalb die Grenzwache bei Adenberg noch in der Nacht verstärkt.

ßwehrfeuer auf deutsches Zollgedäude

Segen 3 Uhr morgens bemerkte die Grenzwache plötz­lich, daß aus der Gegend Tschernhausen sich militärische

Abteilungen in Stärke von mehreren hundert Mann in verschiedenen Trupps kriegsmahig der Grenze näher­ten. Als sie sich in der Nähe des tschechischen Zollamtes befanden, das etwa 15V Meter von der Grenze entfernt liegt, eröffnete eine kleine Gruppe Eewehrseuer aus die deutsche Paßbude und das deutsche Zollgedäude. Im gleichen Augenblick ging die zweite Gruppe der roten Wehr direkt gegen Seidenberg vor und überschritt gegen 3.3V Uhr die Reichsgrenze.

Seidenberg eine Stunde lang beschossen Sie versuchte in den Ort Seidenberg einzudrin­gen, wurde aber daran von den deutschen Grenz­wachen, die durch Leuchtkugeln eiligst an die ge­

fährdete Stelle gerufen wurden, gehindert. Sie beschossen dann etwa eine Stunde lang aus Ge­wehren und Maschinengewehren den Ort Seiden­berg. Der Marktplatz von Seidenberg, dessen friedliche Bevölkerung durch den Vorfall in größte Erregung versetzt wurde, weist eine ganze Reihe von Einschüssen auf. Desgleichen sind das Ge­bäude des deutschen Zollamtes und die Paßbude mit Kugeleinschlägen übersät.

Bei dem Vorsall wurden leider zwei Angehörige der Grenzwache schwer und 18 leicht verletzt. Gegen 4.30 Uhr zogen sich die tschechischen Abteilungen langsam wieder aus tschechisches Staatsgebiet zurück.

Aus einer Reihe von Blutlachen geht hervor, daß sie offenbar ebenfalls Verlusto gehabt haben, deren Um­fang jedoch nicht feststeht, da sie ihre Verletzten auf tschechisches Gebiet mitnahmen. Erst gegen Morgen trat in dem Erenzabschnitt wieder Ruhe ein. Es wurde sofort eine umfangreiche Untersuchung wegen des brutalen tschechischen Friedensbruches und des Ueberfalls auf eine reichsdeutsche Grenzstadt ein­geleitet.

(Siehe auch Seite 2)

tschechisches Untermenschenkum ohneMaske

kussitenterror wütet unter den Sudetendeutschen Frauen und Kinder furchtbar mißhandelt

Bilin, 21. September

Am Montag zog der uniformierte Pöbel des Rollkommandos mit aufgepflanz­tem Bajonett unter der Führung des Biliner Gendarmen Bubal durch den Ort und ver­haftete zunächst den deutschen Bürgermeister Rudolf Stierl. Er wurde, ohne das geringste verbrochen zu haben, von dem johlenden Haufen gefesselt durch die Straßen geschleift und auf ker Gendarmeriewache blutig geschlagen. Später wurde er auf einem Kraftwagen aus dem Ort geschafft.

Mutter sich entschloß, mit den Kindern zu sliehen, ob­wohl sie über das Schicksal ihres Mannes nichts wußte. I« den frühen Morgenstunden brach die Frau mit ihren fünf Kindern auf und kam auch bis an die Grenze. Ein einjähriger Säugling schrie, so daß ein tschechischer Grenzer aus die Fliehenden aufmerksam wurde. Die Mutier der Kinder wurde sofort verhaftet und die fiins Kinder mit Fußtritten über die Grenze gejagt.

I. L. v. Bremen, 21. September

Es istsoweit,! Die Stunde der Entscheidung für den Mosaikstaat im Herzen Europas, der als Krebsgeschwür den ganzen Kontinent zu vergiften drohte, hat geschlagen. Es haben die Tatsachen der letzten Tage zu deutlich gesprochen, als daß nicht selbst ein Teil der tschechischen Bevölkerung be­griffen hätte, wie verhängnisvoll die Politik eines Benesch und eines Hodza der eigenen tschechischen Sache geworden ist.

Wie ein Kartenhaus vor einem bloßen Wind­hauch sind über Nacht die. tschechischen Hoffnun­gen aus einen Kreuzzug der Demokratien gegen die autoritären Staaten Europas zusammenge­brochen und übrig blieb die staatsmännische Ver­nunft, als deren Fahnenträger Adolf Hitler die verantwortungsbewußten Staatsmänner Europas um sich zu scharen nach wie vor bemüht ist. Zum zweiten Male innerhalb kürzester Frist erfolgt morgen die Zusammenkunft des Führers der Deutschen mit dem Führer des englischen Im­periums. Sie gilt der Lage, die sich nach den Vor­stellungen Englands und Frankreichs in Prag er­geben hat.

Wir können nicht wissen, ob die Verantwort­lichen in Prag die freundschaftlichen Ratschläge von London und Paris ehrlich anzunehmen und zu befolgen entschlossen sind. Eine immerhin be­achtenswerte Meldung aus Prag besagt, daß man dort selbst unter dem härtesten Druck der Not­wendigkeit es auch indieser Stunde nicht lassen kann, mit dem Gedanken desZeitgewin- nens" zu spielen. So wird von den englisch­französischen Vorschlägen hinsichtlich der Grenz- revision als nur von einerVerhandlungs­grundlage" gesprochen und damit zu erkennen gegeben, daß map hofft, auch jetzt noch lange parlieren" unddiskutieren" zu können. Dies aber ist ein betrübliches Zeichen für die staats- mannische Instinktlosigkeit der Benesch und Hodza, die sich sagen müßten, daß Deutschland wahrlich nicht mehr gewillt sein kann, noch länger sich zu gedulden, daß Deutschland bei den stündlichen blu­tigen Opfern, die das Sudetendeutschtum dem

Zur gleichen Zeit wurde der Amtswalter der SdP. »Mgo Fuchs gefesselt in den Keller der Gendarmerie »Gracht und dort so v i e h i s ch geschlage n, daß man I -« Schläge und das Stöhnen des Gefolterten bis auf I k Straße hören konnte. Die Menge, die sich daraufhin R A der Gendarmerie ansammelte und unter der sich M^der greise Vater des Mißhandelten befand, wurde Pöbel mit Kolbenhieben auseinander-

» är Arbeiter Weiß, der diese Szene mit ansah, wurde »v einem Gendarm bis vor sein Haus verfolgt und mit den Worten gestellt:Weshalb trjigst du heute »>»! weißen Strümpfe, du Henlein-Hund?" Da- m schlug er ihm mehrmals ins Gesicht. Der Arbeiter Wete in seinen Hausflur und als der Gendarm ihm ÜM> schlug er ihn in Notwehr zu Boden und konnte Z durch den Hinteren Ausgang in Sicherheit bringen. -"Nr Frau mußte, mit dem kleinen Kind aus dem gleichfalls flüchten, um der Rache des »niformier- ^ Pöbels zu entgehen.

! Das Militär hat Handgranaten und Sprengstoffe an '!«ortskundigen Mob verteilt. Das Gesinde! zieht von zu Haus mit der Ankündigung:Auch hier fliegt ^ld eine Bombe hinein!"

Me Schädeldecke zertrampelt

»^che>, Lcopoldfchlag und Unterhaid wurde in der zum Sonntag ein Sudetendeutscher. der in das ^Meüiei ,g, flüchten versuchte, von Tschechen buch- Mammengeichossen. Der Schwerverletzte, dessen jeweils der Grenze zu hören war. wurde dann den Untermenschen eingeholt.

Das Bcrbrechcrpack traktierte den Unglücklichen eine dmlang unt Kolbenstoßen und Schlägen, dann, als sie diesemZeitvertreib" genug hatten, zertraten sie « buchstäblich die Schiidoldecke.

tzE"" öslbstadt kommend versuchten bei der tschechischen r-i:«.!, iw" Neuiorge Sudetendeutsche, darunter Wehr- zZ.Asi auf reichsdcu'tfches Gebiet durchzubrechen. Es r c n, ^ ^ Männer. 10 Frauen und vier Kinder,

smn«. "s" aus dem Walde von tschechischen

4saohne Anruf beschossen. Die Sudetendeut- ,ür- kwtdrrten das Feuer, und es gelang ihnen, unver- Verluste deutsches Reichsgebiet bei erreichen. Bei der Schießerei wurden auch . eutichem Gebiet eine Reihe von Geschoß-

' Mgm festgestellt.

Pöbel plündert

In Warnsdorf hat der tschechische und kommunistische Pöbel die gesamte elektrische Stromversorgung unter­brochen, um den Rundfunkempfang lahmzulegen, und um ein möglichst ungehindertes Tätigkeitsfeld für die beson­ders nachts üblichen Gewalttätigkeiten und Plünderun­gen des lichtscheuen Gesindels zu schassen.

flm vonnerstag in öodesberg

Fortsetzung der Aussprache zwischen dem sichrer und ttzamberlaii.

Himmelschreiende Srausamkeit

Im Durchgangslager sür sudetendeutsche Flüchtlinge in Rohrlach wurden fünf elternlose Kinder emgeliefert, die von einer geflüchtet«« Frau über die Grenze ge­bracht wurden. Der Vater dieser Kinder ist schon vor Wochen von den Tschechen als Sudetendeutscher ver­haftet worden. Jetzt drohte der kommunistisch-tschechische Mob der Mutter der fiins Kinder ständig, so daß die

svrsktderlckl unserer Serllner Sekriktleitunes

verlin, 2l. September Per Fützrer und der britische Premierminister sind übereingekommen, itzre auf dem obersahberg begonnene Pussprache am Vonnerstag, 22. Sep­tember, 5 Utzr nachmittags in Sodesberg wiederaufzunetzmen.

Ungarische Staatsmänner beim sichrer

flussprache über die untzaltbaren Zustände in der rschecho-Slowakei Vorlegung der Forderungen des ungarischen Volkes

Berchtesgaden, 21. September

Der ungarische Ministerpräsident Imredy stat­tete am Dienstag in Begleitung des ungarischen Außenministers von Kanya sowie des ungarischen Generalstabschefs General Keresztes-Fischer und des Staatssekretärs von Pataky dem Führer und Reichskanzler in Anwesenheit des Reichsminislers des Auswärtigen von Ribbentrop auf dem Ober­salzberg einen Besuch ab.

Der Besuch diente der Aussprache über die un­haltbaren Zustände in der Tschecho-Slowakei. Während der Führer und Reichskanzler die deut­schen Probleme behandelte, legten die ungarischen Minister eingehend die gleichfalls unverrückbare Forderung des gesamten ungarischen Volkes aus das Recht der Selbstbestimmung ihrer unterdrück­ten Bolksgenossen in der Tschecho-Slowakei dar.

Der Führer und Reichskanzler empfing gestern auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden in Anwesenheit des Rcichsministcrs des Auswärtigen, von Ribbentrop, den polnischen Botschafter in Verlin Exzellenz Lipsli.

kortkv und Vörmg in Ostpreußen

Berlin, 21. September

Ministerpräsident Generalfeldmarschall Eöring, dessen Gesundheit wiederhergestellt ist, traf in Alt-Sternberg mit dem ungarischen Reichsverweser Admiral von Horthy zusammen und hatte mit ihm eine längere Aus­sprache. Admiral von Horthq hält sich seit einigen Tagen als Jagdgast des Feldmarschalls in den Stern- berger Revieren auf.

*

Das ganze deutsche Volk nimm! mu großer Freude von der Wiedergenesung des Generalfeld- marschalls Kenntnis und bringt dem treuen Mit-

streiter des Führers bei diesem Anlaß seine herz­lichsten Glückwünsche zum Ausdruck.

Polnischer und ungarischer Schritt in London

London, 21. September.

Wie bestätigt wird, hat die polnische Regierung vor kurzem eine Demarche beim Foreign Office unternom­men, m der sie mit voller Eindringlichkeit die Forderun­gen Polens auf Berücksichtigung bei der Lösung der tichecho-slowakischen Frage geltend machte. Die Rückkehr des Te>chener Gebietes zu Polen wurde energisch ge­fordert. » > > »

Auch der ungarische Gesandte ist beim Foreign Ossice vorstellig geworden und hat auf die gegenwärtig schwe­benden Verhandlungen zur Neuregelung des tschechischen «taatsgebretes hingewiesen und die ungarischen An­sprüche auf die im Vertrag von Trianon gewalt­sam von Ungarn abgetrennten und der Tschecho-Slowakei zugewiesenen Gebietsteile angemeldet.