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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien kjansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsblatt des Beichsstattlialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 256 / S. Mrgang
Sonnabend, 17. September 19ZS
kinzelpreis 15 Bps.
Noler Mob wütet im SudetenlanS
öeßöfte in vrand gesteckt!
Unglaubliche Vestialitüten der liulsttischen Banden / 25000 Beknechtete entrannen der Hölle / Kommunisten in tschechischer Militaruniform
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Seifhennersdorf, 17. September
Die brutalen tschechischen Terroraktionen in den sudetendeutschen Bezirken haben in den letzten 24 Stunden einen neuen Höhepunkt erreicht. In allen sudetendeutschen Orten steht die Bevölkerung unter dem Schreckensregiment einer verwilderten Soldateska, die vom kommunistischen Mob eifrig unterstützt wird. Eine telefonische Verbindung ist in den meisten Orten nicht möglich. Immer mehr Sudetendeutsche müssen angesichts der tschechischen Blutherrschaft ihre Heimat verlassen. Am Freitagabend erreicht die Zahl der Flüchtlinge, die die Reichsgrenze überschritten haben, bereits 25VVV. Die aus ihrer Heimat vertriebenen Sudetendeutschen berichten von unglaublichen Bestialitäten der tschechischen Banden.
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Aus tschechischer Seite ist man jetzt dazu Lberge- gogeii, sich an den zurückgebliebenen Angehörigen der sichrem tschechischen Militärdienst entzogenen Sudeten- iaischen in gemeinster Weise zu rächen. Man hat sogar tu Eltern junger geflüchteter Sudetendcutscher er- Wu. Nach Mitteilung der Flüchtlinge, die Freilag Man der Fnrther Senke über die Grenze gekommen K,loben im Laufe dieses Tages mehrere solcher Erschien stattgefunden. Viele Flüchtlinge, die einen «Ächten und niedergeschlagenen Eindruck machen, ch/Hher in banger Sorge und Ungewißheit über das 'Wl ihrer Angehörigen.
Prag, 17. September, df den Präger Bahnhöfen trafen unzählige Juden, Itmnnnisten, Sozialdemokraten sowie Frauen und Ikder tschechischer Staatsbeamter ein, die das Erenz- l Kot fluchtartig verlassen hatten. Andererseits ist die Isschische Hauptstadt von den meisten volksbewußten liitschen Familien geräumt worden, da die Atmosphäre isn sie dort unerträglich geworden ist. i im den Zügen, die von Prag in die Provinzstädt« Mien, wimmelt es von Polizeispitzeln und bewaffneten «ichnpolizisten, die abreisende Deutsche zu provozieren schm. Ein Sudetendeutscher wurde von einem tschechischen
Spitzel unsinnigerweise beschuldigt, einen Koffer, mit verdächtigem Schriftenmaterial hinausgeworfen zu haben. Da der Sudetendeutsche allein im Abteil saß, konnte er keine Gegenzeugen namhaft machen und mutzte dem mit Gewalt drohenden tschechischen Polizeispitzel folgen. Ueber das weitere Schicksal dieses Sudetendeutschen kann nach der bekannten tschechisch-bolschewistischen Justizpraxis kein Zweifel mehr bestehen. .
In den sudetendeutschen Orten ist das wirtschaftliche und kulturelle Leben vollkommen stillgelegt; dabei schreiten die Plünderungen der unter Duldung der staatlichen Behörden bewaffneten Kommunisten und Sozialdemokraten fort, ohne daß ein Einschreiten der staatlichen Sicherheitsorgane erfolgt. Die amtliche Verlautbarungen der Präger Stellen, daß die Regierung Herr der Lage sei, sind durch stündliche kommunistische Hebelgriffe Lügen gestraft.
In verschiedenen Gemeinden Böhmens hat die Kommune Gehöfte volksbewutzter Sudetendeutscher in Brand gesteckt. Die Rettungsarbeiten werden naturgemäß durch das verhängte Standrecht behindert, so daß wertvoller sudetendeutscher Besitz den kommunistischen Brandstiftern ausge
liefert ist. Berüchtigte Kommunistenführer wurden in die Uniform des tschechischen Militärs eingekleidet (!) und „sichern" derart Leben und Eigentum sudetendeutscher Bürger.
öeneralstreik auch in kger
Am Freitag ist auch in Eger und in Nord- und Westböhmen der Generalstreik erklärt worden. In den meisten Betrieben wird nicht gearbeitet. Ebenso sind die meisten Geschäfte geschlossen. In Eger wird der Generalstreik in erster Linie damit begründet, weil trotz aller Znsicherungen auch in der Nacht zum Freitag es wiederum zu wilden Pänikschießereirn des tschechischen Militärs gekommen ist, das offenbar auf diese Weise die Bevölkerung einschüchtern und mürbe machen will. Weiterhin, weil in der gesainten Stadt Leibesvisitationen, Haussuchungen und Verhaftungen vorgenommen wurden.
Die Polizei hat einen Aufruf an die Bevölkerung veröffentlicht, der in erster Linie auf die nach Eger gekommenen Ausländer wirken soll, und der widerrechtlich mit der Unterschrift des deutschen Bürgermeisters versehen wurde. In dem Aufruf wird festgestellt, daß alles ruhig sei und die Bevölkerung in erster Linie die Geschäfte wieder öffnen solle, denn es bestehe lein Grund zu Befürchtungen.
Es wirkt wie ein Hohn, daß dieser Ausruf in den menschenleeren Straßen klebt und lediglich Polizei- und Militärpatrouillen stehenbleiben, um ihn zu lesen.
Die deutschen Zeitungen im Sudetengebiet haben nunmehr fast sämtlich ihr Erscheinen einstellen müssen, weil einmal durch die verschärfte Zensur nur noch ein Bruchteil des Textes genehmigt wurde, und sie zum anderen gegen ihre Ueberzeugung gezwungen werden sollten, über die Vorgänge der letzten Tage Darstellungen zu veröffentlichen, die in gar keiner Weise den Tatsachen entsprechen.
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Sudetendeutsche Flüchtlinge klagen an
lausende berichten nach ihrer flucht von der rasenden Mordgier der lschechen
SS 1,0««»
Hirschberg, 17. September. Tugende und aber Tausende von Sudetendeutschen jaden sich bereits den Haßorgien der hussitischen Sol- iolcska und des kommunistischen und tschechischen Mobs )>rch die Flucht über die Reichsgrenze entzogen. Un- »iches Leid haben diese armen Menschen durchlebt, «s die Qual nicht mehr zu ertragen war und sie, Weib («i> Kinder zurücklassend, die Heimat verließen. Stünd- R hatten sie in den letzten Tagen den Eestellungs- siehl zu erwarten, der sie zwang, auf ihr eigenes Blut ^Motzen, Da rasten Lastwagen durch die Städte und «her des Sudetenlandes, besetzt mit brutalen Hä- «rn, die alle Wehrpflichtigen ohne jedwede Benach- Mung aus dem Zimmer, vom Arbeitsplatz weg- «m und in die Reihen der tschechischen Unterdrücker Wen.
M Flüchtling aus Grotz-Wernersdorf, ein Amts- hter der SdP., konnte sich mitten in der Nacht noch Achter Minute vor Kommunisten, die bereits in sein MS eingedrungen waren, retten. Nur mit Hemd .hd Unterhose bekleidet sprang er aus dem Fenster An im ersten Stock liegenden Wohnung und floh in >>- Wälder.
^Kompanien für SuSetendeutsche!
Besonders groß ist die Zahl der Flüchtlinge aus dem ^on, lauer Land. Eine Freudenkundgebung am Diens- Mnachmittag war noch in voller Ruhe und Disziplin "rchgcsiilm ' worden. In der Nacht zum Mittwoch Achten in fast allen Dörfern plötzlich Militärkraft- Mgen und Panzerwagen auf, die den Gemeindevor- sMrn ganze Pakete von Gestellungsbefehlen überbrach- " mit der Weisung, diese sofort — mitten in der zuzustellen. Ueberall wurden die sudetendeut- PoUsgenossen aus den Betten geholt und ihnen j^°u^eroidentlich kurz befristeten Gestellungsbefehle
.Bcnicrlcnswert war, daß diese als Gestellungsort - fffüpdt angaben, wo das bei allen Sudetendeutschen wchtigjx Infanterieregiment 48 liegt, das mehrere anonipanicn für Sudetendeutsche hat.
bezeichnend, daß sich die „Rote Wehr", ^chunistischc Schutztruppc der tschechischen Macht- "ei den Angriffen mit Panzerwagen besonders gn hat. Uebereinstimmend sagen die Fliicht-
daß iibelbeleumundete kommunistische Subjekte " und Polizei eingekleidet wurden. Diese beherrschen tatsächlich die Truppe und tun sich Kuj ^"«trächtiges und gemeines Vorgehen in erster Der kommunistische Einiluß zeigt sich ge- m",n in besonderer Deutlichkeit.
^^'°- 1 stctlioden bei verßafiungeil
>»mi-'-^^^"Msaktionen der Tschechen ne^„n.u einen fröhlicheren Umfang an. Die Art des Vor- °er tschechischen Behörden ist dabei dermaßen.
kiücML "" Ticheta-Methoden erinnert wird. Bei Erhören wurden die Verhafteten in den Sebauden mit dem Gesicht an die Wand gestellt
und mit Erschießen bedroht und durch Mißhandlungen zu Unterschriften unter Protokolle gezwungen, in denen sie zugegeben hatten, daß sie im Besitz von Waffen gewesen seien.
Me Sudetendeutsche Partei aufgelöst
Prag treibt die Entwicklung auf die'Spitze Prag, 17. September
Amtlich wird verlautbart: „Auf Beschluß der tschecho-slowakischen Regierung wurde die Sudetendeutsche Partei aufgelöst. Gegeit andere um- stürzlerische Organisationen wurde bereits früher durch die zuständigen Behörden vorgegangen."
Soweit die amtliche Mitteilung. Um welche anderen Organisationen es sich neben der bereits aufgelösten FS. noch handelt, ist bisher unbekannt.
Im Flüchtlingslager Augustusburg schildern die Flüchtlinge, daß zahllose Sudetendeutsche aus den Häusern und Gaststätten gezerrt, zusammengetrieben und vor den Bajonetten hergejagt wurden. Mit den Worten: „Jetzt haben wir ja Geiseln, nun könnt ihr machen, was ihr wollt", versteckte sich der tschechische Mob feige hinter den wehrlosen Gefangenen und ging in ihrer Deckung gegen die Bevölkerung vor.
In das Flüchtlingslager Klingenthal ist ein Heer des Elends geströmt, denn weit über 1000 Sudetendeutsche sind allein hier vor den tschechischen Horden über die Grenze geflohen. Viele haben Frau und Kinder, die sie auf den gefährlichen Schleichwegen über die Grenze nicht mitnehmen konnten. Bauern find unter ihnen, die ihre Höfe verlassen mutzten, Arbeiter, Fabrikanten und Kaufleute.
Die ganze Brutalität der b o l s ch e w > st i s ch e n Methoden tschechischer Söldner wird aber deutlich, «nenn man die Frauen sieht, die aus ihrer Heimat flüch- (Fortsetzung auf Seite 2)
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Der kritiseke Premierminister 8ir XeviNe Llmmlivrlain bei seiner ^nkunll unk üein Odersolsderg xu seinsr Losprseiiuvg wit dem pObrer. Inuks Ssrwrat Lsitsl. (Prsssv-Lottwonu)
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Die Schergen des Herrn Benesch haben auch gestern wieder Tausende und aber Tausende Sudetendeutsche gepeitscht, ohne baß diese auch, nur ein Stück ihrer Habe, ohne daß sie mehr als nur das nackte Leben vor dem Haß einer entfesselten Unterwelt retten konnten. Etwa 25 000 beträgt bis zur Stunde die Zahl der Flüchtlinge. Unter^ ihnen befinden sich Frauen, Kinder und Greise. Sie wurden geschlagen und getreten, und sie waren gezwungen zuzusehen, wie man ihre Vater und Brüder bei Nacht oder in den frühen Morgenstunden aus den Häusern herausholte, angeblich um sie in den Militärdienst zu pressen.
Was aus ihnen geworden ist oder was ihnen in den Nächsten Stunden noch bevorsteht, besagen andere Meldungen, in erster Linie die glaubenswllr- di'gen Aussagen übergetretener slowakischer Soldaten, die mit Waffen und voller Ausrüstung auf deutsches Gebiet kamen: die geknechteten Sudeten- deutschen befinden sich entweder in tschechischen Kerkern oder sind in öffentlichen Gebäuden zusammengepfercht, wo ihnen die Läufe der tschechischen Maschinengewehre Tag und Nacht entgegen- starren. Unermeßlich ist das Elend, das in den Augen der Tausende flackert, die sich in den deutschen Flüchtlingslagern befinden. Noch größer ist die Not und das Elend der Hunderttausende und Millionen, die jenseits der Grenze wehrlos einem furchtbaren Terror ausgeliefert sind.
Das gesamte sudetendeutsche Gebiet befindet sich im Ausnahmezustand. Auf die Städte und Dörfer sind die Geschützrohre der tschechischen Mordbanden gerichtet, und in ihren Eingangsstraßen liegen die Tanks und Panzerwagen, die Millionen Deutschen die letzte Segnung des „demokratischen Friedens" bringen sollen. Was sich Prag in den letzten 48 Stunden erdreistet hat, ist nicht mehr mit einfachen Worten zu Papier zu bringen. Ein Regime des Wahnsinns hat zu den letzten Schlägen ausgeholt, um auch den verstocktesten Zweifler darüber zu belehren, daß sein einziges Programm und sein einziges Ziel Vernichtung und nochmals Vernichtung lautet.
Die Sudetendeutsche Partei ist aufgelöst. Ihre Organisationen sind verboten. Die Angehörigen des Selbstschutzes des Sudetendeutschtums sind entweder schon dem tschechischen Fanatismus zum Opfer gefallen, oder sie liegen in den Kerkern. Die Präger Gewalthaber sind selbst nicht einmal davor zurückgeschreckt, einen „Steckbrief" gegen den Führer der Zi/z Millionen Deutschen zu erlassen, den sie an alle „Kriminalzentralen der Welt" kabelten! Zu dem Vernichtungswillen und zu dem ganzen unersättlichen hussitischen Haß also auch noch diese Ausgeburt eines menschlichen Hirns, das den Wahnsinn schon in seiner höchsten Stufe offenbart.
Wo die Verbrecher sitzen und wo die heiligsten Rechte eines ganzen Volkes auf sein Leben brutal vergewaltigt werden, weiß heute die ganze Welt. In einer Stunde, in der der Führer eines 75-Mil- lionen-Volkes mit dem Premierminister des britischen Weltreiches über die zur Erhaltung des Friedens notwendigen Maßnahmen beriet, ausgerechnet in diesem Augenblick hielt es Prag für richtig und notwendig, alle Register seiner Wahnsinnspolitik zu ziehen. Zu einem Zeitpunkt, in dem die ganze verantwortungsbewußte Presse der großen europäischen Länder die Hoffnung auf eine Zu-
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Der tschechische Terror im Svdetenland artete zu bestialischem Wahnsinn aus.
Sudetendeutsche Flüchtlinge berichten aus rcichs- deutschem Boden über beispiellose Scheußlichkeiten der hussitischen Mordbanden.
Durch Bewaffnung der Roten Wehr ist in Böhmen den Haßinstinkten der Bolschewisten Tür und Tor geöffnet.
Die Präger Friedenssaboteurc haben die SdP. verboten.
Der Hradschin besah die Unverfrorenheit, gegen Konrad Henlein einen Steckbrief zu erlassen.
Die frevelhaften militärischen Maßnahmen in der Tschecho-Slowakei nehmen ihren Fortgang.
Auch in Eger wurde der Generalstreik verkündet. Chamberlain äußerte sich, nach London zurückgekehrt, befriedigt über seinen herzlichen Empfang in Deutschland.
Aus dem Domshos fand die feierliche Fahnenüber- gabe an die Bremer Schutzpolizei durch den,Höheren ff- und Polizeiführer Nordwest statt.
Zur VDA.-Sammlung erlassen Gauleiter-Stellvertreter Joel, Eauinspekteur Thiele und Eauamts- lciter Kemnitz Aufrufe.
Einen neuen absoluten Keschwindigkeits-Wcltrckord stellte der Engländer Eqston mit 575,340 Stundenkilometer auf.