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Werner ZeitMj
parteiamtliche Lageszeitung
Bas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten IZremens
flmkliches Berkündungsblatt des Beichsstattlfalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 251 / S. Zastrgang
Montag, 12. September 1SZ8
Einzelpreis 15 Npf.
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Ver Marsch der Slurmkolonnen
stelüenehrung und Standartenweihe im euitpoldliain / der sührer: „was liier stelzt, das ist des Volkes beste politische Kampftruppe" / Ver gewaltige Vorbeimarsch aus dem stdolf-Kitler-platz
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sVo» unserem uavll ^ürulisi'A vutsanüteu 8on<ler- bsrieüleiststtvr)
ili. Nürnberg, 12. September Der Sonntag des Reichsparteitages gehört wie immer den Kampfformationen der nationalsozialistischen Bewegung, die auch in diesem Jahre wieder zum grotzen Appell in der Luitpold-Arena und zum Vorbeimarsch an dem Obersten SA.-Führer nach Nürnberg gekommen waren. Die Führer der Gliederungen meldeten dem Führer nacheinander mehr als 12ü VOV Männer. Diese Männer der Kampssormationen der NSDAP. traten somit vor dem Führer zum großen Appell und zum Vorbeimarsch an. 93 Feldzeichen weihte der Führer.
Die Rede des Führers an seine Männer gipfelte in dem Satz: „Was hier steht, das ist des Volkes beste politische Kampftruppe!" Das Gelöbnis der Sturm- iolomcn gipfelte in dem Worte des Stabschefs: „Sie, mm Führer, haben diesen Männern den Glauben geilst Herz versenkt, aus dem es niemand wieder ent- stmc» kann, es sei denn, man zerrisse diese Herzen!" MÄ dem großen Appell, an-dem neben dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, dem ersten SA.-Füh- m Hermann Görina und dem früheren SA.-Führer «on Pfeffer alle Reichsleiter und Gauleiter und alle in Nürnberg anwesenden hohen Gäste des In- und Auslandes teilnahmen, marschierten die Sturmkokonnen Adolf Hitlers durch Nürnberg, um auf dem Adolf- Hitler-Platz an ihrem Obersten Führer vorbeizumarschieren.
Her große ftppell im Luitpoldhain
Von irgendwoher klingt über das weite Feld der Luit- pold-Arena der Klang einer Glocke. Acht helle, klingende Töne. In das Verklingen der Töne braust der Jubelsturm. Adolf Hitler ist zum grotzen Appell seiner Kamps- sormationen erschienen. Er steht auf der Führertribüne der Luitpold-Arena, steht an der gleichen Stelle, an der er 1927, 1929 und in all dsn Jahren nach dem Siege der deutschen Revolution gestanden hat und blickt hinunter aus Führer und Männer seiner härtesten Organisation, seiner politischen Kampftruppe, die nach Nürnberg ge- lommen sind mit Fahnen und Feldzeichen, mit Spiel- mannszügen und Musikzllgen, um beim grotzen Appell sür eines netzen Jahres Weg Richtlinien und Ziel gewiesen zu bekommen.
Im strahlenden Licht eines hellen Morgens steht Adolf Hitler, und zu ihm hinauf blitzt das Braun und Schwarz der Braunhemden und Dienströcke, leuchtet es bunt von den Mutzenvorstötzen der SA.-Eruppen, glänzt hell das «über der Fahnenspitzen und hell das Gold der Stan- dutenadlcr. Vor Adolf Hitler stehen die alten und die MM Sturmsoldaten, hinter ihm die Männer, die durch sein Vertrauen Führer dieser Männer sind.
Die Führer der Kampfoerbändc melden nacheinander, steht Adolf Hitler auf der Führertribüne und laut Acht sein Kuf übers weite Feld der über 120 000. „Heil,
ftuslanSsjournqMen beim süftrer
Nürnberg, 12. September.
Her Führer empfing am Sonntag im Anschlich an den Mtzrn Appell im Luitpoldhain und nach der Fahrt durch die Stadt auf der Nürnberger Burg eine Anzahl d" zum Reichsparteitag in Nürnberg weilenden ausländischen Journalisten, die ihm vom Reichspresseches Dr. Dietrich vorgestellt wurden. An dem Empfang nahmen ferner u. a. teil der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, Neichsleiter Alfred Roscnberg und der Reichs- ministcr des Auswärtigen, von Ribbentrop.
Mbbenlrop empfing die ausländischen Löste
Nürnberg, 12. September.
In Anwesenheit des Führers gab der Reichsminister des Auswärtigen, -Gruppenführer von Ribbentrop, am Tonnabendnachmittag sür die ausländischen und Volksdeutschen Gäste des Führers einen Tee-Empfang M „Deutschen Hos".
An der Veranstaltung nahmen auch die zum Reichs- ??^fitag in Nürnberg 'weilenden Abordnungen der fa- Mjtlichen Partei Italiens und der nationalspanischen -aeiflerung, ferner die auf einer Deutschlandfachrt befind- u» spanische Presseabordnung und weitere Vertreter oer ausländischen Presse teil. Von deutscher Seite
- . lellvcrtretcr des Führers, Reichsminister Ru ^ Mehrzahl der in Nürnberg anwescr und Bauleiter erschienen. Im Laufe stellte der Reichsminister des Auswi Me v Anzahl der ausländischen Eh
meine Männer!" „Heil, mein Führer!" so schallt es hun- derjtausendfältig zurück.
Ein Kommandor-uf. Dumpf wirbeln jetzt die Trommeln, das Kalbfell rasselt mahnend und dröhnend, -oft Feldzeichen und Fahnen
;ur großen rotenehrulig
In langen Reihen rücken sie von den Verbänden ab und bauen sich neben dem Ehrenmal auf. Die höchsten Zeichen d?r Bewegung stehen steil und leuchtend neben dem schlichten Mal, das Nürnberg den toten Soldaten geweiht.
Durchs breite Mittelfeld, das von der Führertribüne hinübergeht zum Ehrenmal, schreitet der Führer, barhaupt so wie er es immer getan, wenn er die Hand zum Grutz für Deutschlands tote Söhne heben will. Der Stabschef der SA. und der Reichsführer s) allein gehen mit ihm. Dann steht der Führer im Ehrenmal, steht vor dem grotzen Kranz, den er den Toten geweiht, steht vor
der Blutfahne, steht zwischen den ehernen Schalen, aus denen das helle Feuer lodert. Tief senken sich die Zeichen, senken sich Fahnen und Standarten vor Deutschlands toten Frontsoldaten. Die Blutfahne selbst neigt ehrend sich. Das Lied vom gutetz Kameraden klingt auf und verklingt. Barhaupt stehen mehr als hundert- zwanzigtausend Mann und mehr als fünfzigtausend Volksgenossen, die dieser grotzen Stunde beiwohnen.
Dann geht der Führer den Weg wieder zurück, zurück zur breiten Ehrentribüne, die überragt wird von drei riesengroßen Fahnen und von des Reiches Hoheitsadlern. Und nun dröhnt über den weiten Weg, den eben der Führer gegangen, 'der schwere Schritt der Reichsverfllgungstrüppe, der ss-Totenkopfoerbände und der ff-Führerschulen in Stahlhelm und weitzem Lederzeug. Und jetzt stehen die stolzen Abteilungen wie ein einziger, geschlossener Block.
Und dann spricht der, der diese Männer einmal rief und ihnen Vorbild ist und Führer: Adolf Hitler.
Äse Paetttiias-eeü
ksoksnsciisft uncl psrole Usr ^ükrung
Der Nürnberger Parteitag ist nicht nur ein^ grotze Heerschau der äußeren Organisationsformen des' Nationalsozialismus. Alljährlich tagt hier auch der grotze Parteikongretz, auf dem der Führer und seine Mitarbeiter Rückblick über das Vergangene und Ausblick in das Kommende geben. 2m Laufe der Jahre hat auch dieser Kongreß die Form der grotzen Kundgebung angenommen. So wird hier nicht in einem kleinen Kreis von Sachverständigen ein rein sachliches Referat gegeben; es wird vielmehr jeder Rechenschaftsbericht vor einem möglichst grotzen Forum von Volks- und Parteigenossen gehalten und damit in die Weihe des Gemeinschaftserlebnisses gekleidet. Darin dürfen wir nun einen charakteristischen Wesenszug des Nationalsozialismus erblicken. Die nationalsozialistische Führung weiß, daß alle ihre Leistungen letzten Endes, im Volke wurzeln. So fühlt sie sich auch verpflichtet, mit der Rechenschaft
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über diese Leistungen so weit als möglich ins Volk zu dringen. Weiter weiß sie, daß jede Leistung, mag sie zahlenmäßig noch so deutlich und überzeugend bärge» stellt sein, dennoch erst in der Sphäre gefühlmätzigen Erlebens und Miterleben« die richtige Wertung erfährt. Diese Tatsache bestimmt Form und Umfang des Par- teikongresses.^ Er ist grundsätzlich mehr als eine bloße jährliche^ Feststellung des Erreichten und des Gewallten. Er strebt über die rein sachliche Bestandsaufnahme hinaus zu einer unmittelbaren und lebendigen Aussprache zwischen Führung und Volk.
Well sich eben. die nationalsozialistische Staatsführung immer bewußt ist, daß sie ihre Leistungen und ihre Kraft zur Führung immer von neuem vom Volke her beziehen mutz, sucht sie auch nach geeigneten Formen den Kontakt mit dem. Volke so weit und so ununter^ brachen als möglich herzustellen. Dies geschieht im nationalsozialistischen Deutschland bekanntlich nicht nach demokratisch-parlamentarischem Muster. Denn das rationalistisch-demokratische Denken hat keine befriedigende Lösung dafür gefunden, wie denn eigentlich die Zusammenzählung zweckmäßig und verläßlich erfolgen soll. Weiß man doch zur Genüge, wie wenig in der demokratischen „Willensbildung" der durchschnittliche Volkswille ungetrübt, geschweige denn annähernd richtig zum Ausdruck kommt. Eine ganz einfache Ueberlegung müßte eigentlich sagen, Latz es eben nicht möglich ist, über jede staatsnotwendige Entscheidung regelmäßig zuerst Hinz und Kunz zu befragen, wie denn nun er zu entscheiden gedenke; besonders dann ist diese Methode fraglich und zugleich komisch, wenn der selbstherrliche Hinz und der nicht minder eigenwillige Kunz einfach entgegengesetzter Meinung sind. Hier nun die parlamentarische Lotterie in Bewegung zu setzen und die Meinungen aller anderen Hinzes und Kunzes auf die Waage zu legen, um bann nach dem Ausschlag des Züngleins die Entscheidung zu treffen — welch aussichtsloses und verfehltes Beginnen! Es gibt nun einmal keine Möglichkeit, den Willen des Volkes zu einer direkten Teilnahme an der verantwortlichen Entscheidung lebenswichtiger Fragen der Nation heranzuziehen. Was vielleicht in der engbegrenz^en Welt eines Schweizer Kantons möglich ist, das ist praktisch ein Nonsens, wenn es um die Schicksalslenkung einer grotzen Nation
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Unser TaFesspLeye!
Nürnberg stand im Zeichen der Kampfformationen oer Bewegung.
Bei der Kundgebung im Luitpoldhain weihte der Führer Standarten.
Die HJ. verlietz Nürnberg. ,
Der Führer empfing Auslandsjournalisten.
Unser Gauleiter übergab dem Gauumsikzua tu Nürnberg in feierlicher Veranstaltung den Schellen.
Die Rede Hermann Körings fand in der ganzen Welt ein starkes Echo.
Mit 1,67 Meter stellte die Bremerin Dora Natien einen neuen Weltrekord im Hochsprung aus.
Durch eine 3:2-N>edcrlage wurde der SB. Werder >m Kampf um den 5 schamim -Pokal ausgeschaltet. Den Grotzen Preis von Italien gewann Nuvolart auz Auto-Union.
Im Städteachter siegte der OLerweser Ruderverein Bremen vor Hannover.
Ver sichrer an seine öarde:
Männer der nationalsozialistischen Kampfbewegung!
Zuerst grüße ich unter euch jene Kameraden, die seit Jahren in Treue und Ergebenheit zu unserer Bewegung gestanden haben, ohne daß sie dieser ihrer inneren Herzensgesinnung äußeren Ausdruck unter uns verleihen konnten. In diesem Jahr hat es die Vorsehung endlich ermöglicht, den Traum zahlloser Generationen zu verwirklichen. Auch in diesem Teile unseres Volkes ist die nationalsozialistische. Bewegung Vollzieherin des Schicksals geworden. Ich grüße die SA.-MLnner, die ii- Männer aus der neu zum Reich gestoßenen alten Ostmark! (Minutenlange stürmische Heilrufe brausen über das weite Aufmarschfeld).
Wir alle ermessen es, wie groß die Opfer waren, die sie bringen mutzten, um ihrem Ideal treu bleiben zu können. Wir ermessen aber auch den Stolz und die Freude, die sie jetzt erfüllen müssen angesichts dieser gewaltigsten sichtbaren Demonstration der Einigung des deutschen Volkes. Denn was jetzt hier steht, ist des deutschen Volkes beste politische Kampftruppe, die es je gehabt hat! (Jubelnde Begeisterung der Hunderttausende.)
Die Zeit ist heute so, daß es notwendig ist, sich dessen zu erinnern, daß der Nationalsozialismus nicht durch ein vages Hoffen, sondern durch ein starkes Kämpfen zur Macht gekommen ist. Und daß er entschlossen ist, seine Stellung und die Stellung des Reiches, das er geschaffen hat, unter allen Umständen zu wahren! (Stürmische Heilrufe der Hunderttausende branden dem Führer entgegen.)
An eurer Spitze sind heute die alten Standarten getragen worden, jene alten Standarten, die vor nunmehr 15 Jahren am ersten Reichsparteitage der SA. übergeben worden sind. «seitdem sind ihnen Hunderte und Hunderte nachgefolgt. Ihr Geist und der Geist ihrer Träger ist der gleiche geblieben: Sie sind uns Symbol für die Herrlichkeit, für die Macht und Stärke des nationalsozialistischen Glaubens und des von ihm eroberten Reiches! Ihr empfangt heute neue Standarten und sie werden sich äußerlich genau einfügen in das Bild der alten. Ich erwarte aber auch, daß ihre Träger der gleiche Geist beseelt, von dem die Träger der früher verliehenen erfüllt waren und sind.
Diese Zeichen werden einmal ehrwürdige Symbole sein, Zeichen der Erinnerung an Deutschlands tiefstes Unglück, an Deutschlands tiefstes Hofffen, an Deutschlands innerpolitisch schwerste Kämpfe. Und an Deutschlands glorreiche Wiederauferstehung! Sie sollen Symbol sein eines unvergänglichen und ewigen Reiches, des unvergänglichen und ewigen deutschen Volkes! (Bei jedem dieser Sätze des Führers schlägt ihm eine brausende Welle des Jubels und der Begeisterung entgegen.) (Fortsetzung Seite 2)
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