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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des leichsstattltalters in oidenburg und Vreme,
Nr. 24S / 8. Jahrgang
Freitag,L. September 19Z8
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ich. Nürnberg, 9. September
Der dritte Tag des Parteikongresses stand neben den großen Rechenschaftsberichten der nationalsozialistischen Bewegung, die Reichsminister Dr. Frank und der Generalinspekteur für das deutsche Stratzenwesen, Dr. Todt über das Rechtswesen des Dritten Reiches und das Riesenwerk der Straßen des Führers ablegten, im Zeichen st der großen Mde von Reichspressechef Dr. Dietrich über den Kampf Deutschlands gegen die internationale Pressehetze.
Her sülirer auf dem Kongreß
Ein strahlend Heller Morgen ist über der Stadt der Reichsparteitage ausgegangen. Die ganze Nacht hindurch ist das pulsierende Loben des nun zur Millionenstadt gewordenen Nürnberg nicht zn-m Stillstand gekommen: ununterbrochen trafen aus allen Bahnhöfen Sonöerzüge, vornehmlich mit Politischen Leitern ein, die mit Gesang und klingendem Spiel in ihre Quartiere rückten. Schon am frühen Morgen sammelten sich vor dem „Deutschen Hof" Zehntausende, Sperrketten zogen sich wieder vom Führerquartier bis hinauf zum Reichs-, parteitaggeiände. Hinter den Männern der ss stauten sich die Massen, um die Anfahrt des Führers zum Partcikongreß zu erleben. Als Adolf Hitler den „Deutschen Hof" verließ, war die breite Straße von Jubel- rufen erfüllt, die sich in einem Strom der Begeisterung fortpflanzten und den Führer auf seinem Wege zur Kongreßhalle begleiteten.
Wieder füllen fast SO voll Menschen den weiten Versammlungsraum bis auf den letzten Platz. Ein Sturm der Begeisterung tost auf, als der Führer die Halle betritt. Nach dem Fahneneinmarsch spielt das Reichs- syinphonieorchestek' ,die Coriolan-Ouvertüre von Beethoven unter Stabführung von Kapellmeister Kloß. Der Stellvertreter des Führers eröffnet den Kongreß und erteilt das Wort als erstem Redner des dritten Parteikongresses
Neichsleilec 0r. srank
Reichsleiter Dr. Frank gab in seiner Rede einen ungemein interessanten Ueberblick über die Aufbauarbeit des nationalsozialistischen Staates auf dem Gebiete des Rechtswesens. Ziffern, an denen nicht zu rütteln und nicht zu deuteln ist. erhärten seine Feststellungen, die darin gipfeln, daß die deutsche Rechtsordnung der Gemeinschaft wie jedem Volksgenossen Schutz und Sicherheit verbürgt. Am stärksten kommen die Erfolge der nationalsozialistischen Rechtspolitik im Rückgang der Kriminalität zum Ausdruck: Die Gesamtzahl der rechtskräftig Verurteilten ist von über 564 000 im Jahre 1932 auf unter 380 000 im Jahre .1937 zurückgegangen,, eine Ziffer, deren Tragweite man j-erst richtig ermessen kann, wenn man die von Dr. 'Frank in anderem Zusammenhang erwähnte Tatsache gegenüberstellt, daß nach einem Memorandum des Sonderausschusses des Senates der Vereinigten Staaten »on Nordamerika das amerikanische Volk an die Verbrecherwelt einen Tribut in Eesamthöhe von 13 Milliarden Dollar f!) entrichten muß, ungerechnet der Schädigung der amerikanischen Wirtschaft durch, verbrecherische Erpressungen und brutalen Terror der unter kommunistischer Kontrolle stehenden Gewerkschaften.
Erst bei der Aufzählung der einzelnen großen Eesetzes- taten des abgelaufenen Jahres wird deutlich, welche ungeheuren Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt worden sind. Allen anderen voran steht aber das Gesetz vom 13. März 1938, das in der klaren Sprache des Reichs- rechtcs die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich festgelegt, ein historisches Ereignis, das Dr. Frank unter minutenlangem stürmischen Beifall als die „Größte Rechtstat der deutschen Geschichte" bezeichnet.
In diesem Zusammenhang ersteht aus den nüchternen Zahlen der österreichischen Justizgerichte, die Dr. Frank «wähnt, das furchtbare Leid, das die nationalsozialistischen Vorkämpfer in der Ostmari erdulden mußten: 19 Todesurteile gegen nationalsozialistische Kämpser, davon 13 durch den Strang vollstreckt; 86 Verurteilungen zu lebenslänglichem Kerker, 7006 zu zum Teil jahrzehntelangen Kerkerstrascn, Vermögensbeschlagnahmen in Höhe von 3 800 000 Schilling, die Vernichtung von Tausenden von Existenzen.
Lerechte Vergeltung für Sie Märtyrer See Vstmark
Mit stürmischer Zustimmung wurde die Feststellung ausgenommen, daß jetzt durch das Gesetz über die Verantwortlichkeit von Mitgliedern der ehemaligen österreichischen Bundes- und Landesregierungen die Verantwortlichen der Dollsnß-Schnschnigg-Periode zur Rechenschaft gezogen werden können.
Dr. Frank streiste dann die zahlreichen '-gesetzgebenden Maßnahmen, unter denen vor allem die Schaffung des Jugend rechtes und die Neuordnung des E h e r e ch t e s hervorgehoben seien. Dieser Rechtssicherheit des deutschen Volkes stellte Dr. Frank zum Schluß, den Zusammcnbruch der Rechtsordnung in Sowjetrußland gegenüber. Allein in ^>er Zeit zwischen dem 1 Oktober 1937 und dem l. Februar 1938 wurden nach einwandfreien Mitteilungen in Sowjetrußland durch tschekistijche „Liquidierungen" über 16 000 Menschen getötet, über 85 000 'Menschen zur Zwangsarbeit verurteilt und damit einem grauenhaften Schicksal überliefert, unter dem nach den amtlichen Zahlen der Komintern 7)4 Millionen Men- w!«i schmachten. Die zahlreichen Beispiele, die Dr. Frank auf der Grundlage sowjetrujstscher Zeitungs
berichte gibt, rufen immer wieder die wachsende Empörung der Zuhörer hervor.
„In Moskau haben die gemeinen Verbrecher über das anständige Volk gesiegt", stellt Dr. Frank fest.
Mit dem Gelöbnis, auch auf dem Gebiete des Rechts dem Führer und seinem Werke treu zu dienen und ihn dadurch einen von Herzen kommenden Dank abzustatten, schloß Dr. Frank seine mit stärkstem Beifall aufgenommenen Darlegungen.
Anschließend gab der Stellvertreter des Führers das Wort dem
Seneralinspekteur für Sas deutsche Straßenwesen vr. ladt
Die planmäßige Durchführung des größten Bauvorhabens, das jemals angepackt wurde, spiegelt sich in den Ziffern wider, die Dr. Todt in seinem stolzen Rechenschaftsbericht über die Straßen Adolf Hitlers nennt.
Er betont selbst mit Recht, daß bei den Zahlenangaben über dieses gigantische Werk- dem Laien schwindlig
Nürnberg, 9. September.
Der gestrige Tag fand in Nürnberg seinen erhebenden Ausklang mit dem schon zur Tradition gewordenen Vorbeimarsch der Politischen Leiter am „Deutschen Hof" vor dem Führer, der sich zu einer besonderen Ehrung für die Kämpfer der Ostmark gestaltete. Sie marschierten an der Spitze aller Gaue am Führer vorüber.
Schon früh am Abend strömen die Menschen aus den Vorstädten zu den Straßen, durch die die Formationen der Politischen Leiter marschieren müssen. Nach 20 Uhr wird der Andrang so beängstigend, daß weitere ff- Formationen zum Absperrbienst herangezogen werden müssen. Zehntausend Politische Leiter haben sich zur Spalierbrldung vor den ff-Sperrketten postiert. Kolonnen der Ordensjunker marschieren an und nehmen gegenüber dem „Deutschen Hos" Ausstellung. Die Reichsleiter haben indessen unter dem Balkon des Führer- quartiers gemeinsam mit den Gauleitern und stellvertretenden Gauleiter ihre Plätze eingenommen. Das Spalier der Politischen Leiter wird plötzlich zu einem lodernden Band, das sich, wie von Zanberhand geschaffen, quer durch die Innenstadt Nürnbergs legt.
Von fernher wird die breite Front der Fackelträger sichtbar. Die Tür vom Balkon des „Deutschen Hofes"
werden kann: Die bisher geförderten Erdmassen haben den Umfang von 300 Millionen Kubikmeter erreicht, eine Ziffer, die Leben gewinnt, wenn man hört, daß sie einen Erdkörper von der Grundfläche des Wannsees bei Berlin mit seitlichen senkrechten Wänden von 104 Meter Höhe entspricht! Auch von den verarbeiteten Betonmengen von 14,5 Millionen Kubikmdter gewinnt man erst eine richtige Vorstellung durch den Vergleich, daß sechs Cheops-Pyramiden aus diesem Material erbaut werden könnten. Der hierzu verarbeitete Zement könnte 300 000 Eisenbahnwaggons füllen, ein Zement- zug, der vom Nordkap bis nach Venedig reichen würde.
Die wachsende Bedeutung der Reichsautobahnen wird durch eine andere Ziffer erhellt: rund eine halbe Million Fahrzeuge sind zu Pfingsten über die Autobahnen gefahren — und dabei ereignete sich nur ein einziger schwerer Verkehrsunfall durch ungeschicktes Fahren.
Die Straßen des Führers sind also nicht nur, wie Dr. Todt unter stürmischer Zustimmung feststellte, die leistungsfähigsten, sondern gleichzeitig auch die verkehrssichersten Straßen der Welt. Dr. Todt teilte weiter mit, daß, wie vorgesehen, im Lause der nächsten Monate der 3000. Kilometer der Peichsautobahn dem Verkehr übergeben werden wird.
Wie die Mitteilungen Dr. Todts über die Erschließung der deutschen Ostmark durch Re i ch s a u t o b a hn e n wurde auch mit besonderer Freude die Feststellung aufgenommen, daß durch die von ostmärkischen Ingenieuren durchzuführenden unbedingt wintersicheren Verkehrswege unter Benutzung gewaltiger Tunnels alle Gaue der Ostmark mit dem Reich verbinden werden, so auch das bisher verkehrsmäßig vollkommen vernachlässigte Vurgenland. fForts. Seite 2)
öffnet sich und der Führer tritt heraus. Während unten aus der Straße die Formationen der Politischen Leiter schon dicht vor dem „Deutschen Hos" angelangt sind und die auf den Straßen harrenden Massen den Führer mit begeisternten Ovationen begrüßen, meldet Reichs- organisationslerter Dr. Ley dem Führer 80000 Pol. Leiter zum Vorbeimarsch. Der Jubel der Menge gilt auch den Kämpfern aus Körnten und den Salzburgern, Tirolern und Wienern, den Männern aus den Gauen Niederdonau, Oberdonau und Steiermark. Mit erhobener Hand grüßt der Führer seine Kämpfer aus der Ostmark und in diesem Gruß ist zugleich der Dank für ihre Opfer und ihren Einsatz eingeschlossen.
Immer wieder braust beim Herannahen weiterer Kolonnen neuer Jubel auf und grüßt die Männer, die tagtäglich im Dienste der Bewegung stehen und den Willen und das Wort des Führers in das letzte Dorf, in den letzten Winkel des Reiches tragen. Tiä Gaue Thüringen, Saarpfalz und Weser-Ems bilden den Schluß des Vorbeimarsches.
Neue begeisterte Jubelstürmo hallen dem Führer nach dem Marsch seiner politischen Soldaten entgegen. Er steht noch immer auf dem Balkon und dankt mit erhobener Hand für die Begeisterung und sük die Liebe, die sich hier in so stürmischen Formen offenbart.
>oi- »ipIttiimtmii-mMiiq: boii» Cüliivi'. tm llittvroebskoncl nurilvu, nüo boricktvt, äis als Gasts Oer Itaitziis- -ex-iervnxt v>-ä1>rsml Oes lleicÜKpaiteitagos in Xiirnbsrg vsiisnckvi, Oipimvatisebsn Vsrtrvtsr vom Cüürer >m Hotel „Oeulselier llot" empkanxsn. Von rscbts naeb linüs: der tranrösiselie, äor türkisclis, ,Isr polnisolio, >Isr italieniseüe und ,Ior- brasilianisclio Lotsoiiattsr; kintsr dorn l^übrer 8taatsministör Dr. Ileiknor, -xanr rscbts dsr Obst des ?rotoüolls, Baron von Vörvbsrz. (Lrssss-Lokkmann)
Loderndes Sand der Politischen Letter
Vorbeimarsch der Kämpfer vor ihrem sichrer
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rd. Berlin, 9. September
Die Unterbrechung der Verhandlungen mit der Präger Regierung, zu der sich die Sudetendeutsche Partei nach den skandalösen Ausschreitungen tschechischer Polizeiorgane in Mähren gezwungen sah, hat in der Weltöffentlichkeit einen außerordentlichen Eindruck hinterlassen. Der im demokratischen Ausland — besonders aber in Paris — im Anschluß an die tschechischen Schein-Vorschlage anfangs gezeigte Zweckoptimismus, der mit reichlichen Vorschußlorbeeren für den tschechischen „Friedenswillen" ausgestattet war, ist nach den Znnschenfällen in Mährisch-Östrau einer nüchternen Betrachtung der Lage gewichen.
In England scheint man — dies geht aus dem Leitartikel der „Times" hervor — deutlich zu erkennen, daß in der sudetendeutschen Frage endlich klare Entscheidungen fallen müssen. „Daily Telegraph" spricht nach dem Abbruch der Präger Verhandlungen davon, daß die Entwicklung offensichtlich eine Wendung zum Ernsteren genommen habe.
Es ist nicht verwunderlich, daß Paris ausschließlich den Sudetendeutschen die Schuld an der Zuspitzung der Dinge gibt und die Haltung der SdP. als „Manöver" verdächtigt. Immerhin verkennt man augenscheinlich auch in Paris nicht, daß eine neue Lage in der Tschecho-Slowakei entstanden ist, die — nach Ansicht des „Petit Parisien" — noch manche dramatische Augenblicke bringen wird.
Wenn man auch nicht erwarten konnte, daß die Zwischenfälle in Mährisch-Ostrau in England und Frankreich trotz ihres ernsten Charakters einen grundsätzlichen Wandel der Ansicht bringen würden, so haben die tschechischen Roheitsakte zweifellos, besonders in London, doch die künstliche Begeisterung für den Benesch-Plan und die tschechischen „Zugeständnisse" gedämpft und — wie aus den Zuschriften an die „Times" hervorgeht — zu ernsten Betrachtungen Anlaß gegeben. Wenn englische Blätter die Möglichkeit der Loslösung des sudetendeutschen Gebiets erörtern, dann muh diese Tatsache als erheblicher Umschwung der Mei- mung in manchen Kreisen des Auslandes innerhalb weniger Wochen angesehen werden.
Die Zwischenfälle in Mährisch-Ostrau haben drei wesentliche Folgen gezeitigt. Zunächst ist die Verhandlungsfähigkeit bzw. Verhandlungswürdigkeit der Präger Regierung ernstlich erschüttert. Entweder ist nämlich die tschechische Regierung nicht willens, ihre angebliche „Friedensbereitschaft" durch entsprechende Taten zu beweisen, oder sie ist nicht mehr Herr ihrer Polizeiorgane. Bei^ps aber beeinträchtigt in gleicher Weise die Vertrauensgrundlagen für weitere Verhandlungen. Die zweite Folge der neuen Terrorakte ist eine merkliche Berichtigung der öffentlichen Meinung des Aus- landes, das nunmehr die Kehrseite des tschechischen „Friedenswillen" allzu drastisch erleben mußte. Die dritte Folgewirkung der Polizeiausschreitungen in Ostrau ist eine unter dem Eindruck des Dschecheuterrors sich immer mehr festigende Zusammenarbeit zwischen den Volksgruppen in der Dschecho-Slowakei. Die am Donnerstag statt- gefundene gemeinsame Tagung der Vertreter der Sudetendeutschen Partei, der slowakischen Volkspartei, der vereinigten ungarischen Parteien und des polnischen Verständigung-Ausschusses, in der volles Einvernehmen festgestellt wurde, zeigt, daß die Volksgruppen des tschecho-slowakischen Staates m der Zeit gemeinsamer höchster Not sich zu gemeinsamen Handeln zusammengefunden haben. Vielleicht erkennt Prag in letzter Sekunde die Notwendigkeiten der neu entstandenen Lage und entschließt sich, seine Verhandlungswürdigkeit wiederherzustellen.
In Nürnberg sprachen die Reichsleiter Dr. Dietrich, Ama^n,^ Frank sowie der Nationalpreisträger
Mit dem „Tag der Gemeinschaft" erreichten die NS.-Kampfspiele in Nürnberg einen Höhepunkt.
Korpssührer Hühnlein wurde vom Führer zum Reichslciter ernannt.
Der Fackelzug der Politischen Leiter vor dem Führer nahm einen glänzenden Verlaus.
Die skandalösen Vorfälle in Mährisch-Ostrau haben in der ganzen Welt großes Aufsehen hervorgerufen.
Ein schwerer Raubüberfall wurde in Goslar verübt.
Die Maßnahmen zur Fettverbilligung werden bis Dezember 1938 fortgesetzt.
Der Betrag für die Abhebung von Spareinlagen wurde neu festgesetzt.
Im Kampf gegen Hannover wird Bremen durch den Obcrwcser RV. vertreten.