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Das flmtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der freien fjansestadt Nremen
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sinnliches verkündungsblatt,des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
5inzelpreis 15 Nps.
Montag, 5. September 19Z8
Nr. 244 / S. Jahrgang
öroß-eullchland grüßt Nürnberg
NuLolf fieß in Nürnberg eingetroffen
Eröffnung des Volksfestes „sreut Euch des Lebens" in der Kds.-Sladt
Nürnberg, 5. September
Der Stellvertreter des Führers traf Sonntag kurz nach 19 Uhr im Hotel Deutscher Hof in Nürnberg ein. Er lieh sich vom Hauptdienstleiter Schmeer über die organisatorischen Vorbereitungen des Reichsparteitages abschließend Bericht erstatten. Am heutigen Montag wird Rudolf Hetz an der Spitze der Führerschaft der Partei den Führer in der Stadt der Reichsparteitage empfangen.
Bkit dem „Tag der Nürnberger und Nürnbergerinnen" nahm in der Stadt der Reichsparteitage das graste „Kraft-durch.-Frende"-Volksfest „Freut euch des Lebens" in der KdF.-Stadt am Valzner-Weiher, das erst am 15. September seinen Abschluß finden wird, seinen fröhlichen Beginn.
Der Eröffnungstag war den Niirnbergern und Niirn- bergerinncn. vor allem aber den Arbeitskameraden, die wahrend des Reichsparteitages im strengen Dienst stehen, gewidmet.. So war es denn auch nicht verwunderlich, daß sich in der KdF.-Stadt, die im Fahnenschmuck prangte, und deren Freigelände mit herrlichen Blumenbeeten verschönt ist, ein Leben und' Treiben entwickelte, wie man es nur in den Tagen des Reichsparteitages selbst gewöhnt ist.
In sämtlichen fünf reich geschmückten Hallen staute sich die Menge, und in den Gängen der Hallen standen die Menschen Kopf an Kopf, um das Riesonprogramm, das in den festlich illuminierten Hallen geboten wurde mit zu erleben.
In der riesigen Frankenhalle rollte, wie im Vorjahr, ein nicht zu übertreffendes Programm äb. Deutsche Artisten, wie Truxa, die vier Winstons, Ge
brüder Kenth, die drei Franklins, 6^ Lias usw., die von den größten Bühnen des In- und Auslandes nach Nürnberg kamen, gaben herrliche Proben ihres großen Könnens. Aber auch bekannte Nürnberger Artisten wirkten mit, während das Ballett Eerard mit neuesten Tanzschöpfungen das Publikum erfreute. Für Stimmung und Humot sorgte der bekannte Ansager Richard Kisten- macher, und für die musikalische Ausgestaltung des Programms das NS.-Frankenorchester sowie eine Nürnberger Militärkapelle.
Hervorragend waren auch die Darbietungen in den übrigen Hallen. Auch hier gestalteten größte deutsche Künstler der Artistik und des Humors das erstklassige Programm. So bot die H a n s e a t e n h a k l e Frohsinn von der Wasserkante. In der Bayernhalle herrschte echt oberbayerische Stimmung, und in der Berliner Halle, in die die Reichshauptstadt ganz hervorragende Künstler entsandt hatte, kamen Artistik, Gesang und Komik zu Wort. während in der Rheinlandhalle Koblenz und Köln in Gemeinschaftsarbeit die Festfolge bestritten. Am Nachmittag vermittelten hier Winzergruppen. Gesang- und Tanzkräfte den Zauber der rheinischen Landschaft, und am Abend sorgten die
Stimmungskanonen aus Köln dafür, daß der rheinische Humor nicht zu kurz kam.
Am gestrigen Sonntag wurde der „Tag der Nürnberger und Nürnbergerinnen" fortgesetzt. In den Hallen wurde wieder das ganze Programm geboten, und in den drei Zelten, die je 2000 Personen fassen, wurde den vielen Besuchern das Erlebnis eines KdF.-Abends vermittelt. Aber auch im Freien erfreuten die riesige Filmbühne. der Reichstheaterzug der DAF.. die Puppen- und Hans-Sachs-Spiele, das Waldtheater und viele andere Darbietungen die Menschen.
„One kunSgebung der Vrdnung und der Macht"
Rom, 5. September.
Am Vorabend des Reichsparteitages hebt die römische Presse den tieferen Sinn und das besondere Wesen dieser Massenkundgebung deutscher Einheit und Geschlossenheit hervor. Gerade jetzt, inmitten eines uneinigen, durch Zwietracht, Polemiken und Unverständnis geschwächten Europas, erhalte der Reichsparteitag eine besondere Bedeutung als Kundgebung der Ordnung und der Macht des nationalsozialistischen Deutschlands. „Giornale d' Jtalia" weist dabei vor allem auf die Teilnahme faschistischer Abordnungen hin uüd unterstreicht den außerordentlich herzlichen und kameradschaftlichen Empfang, der den 100 Jungsaschistenführern in München zuteil geworden sei. Eine weitere, vom ehemaligen Parteisekretär Farinacci, dem bekannten Vorkämpfer aus dem Gebiet der Rasse, geführte Abordnung heute
in Nürnberg eintreffen.
„wir alle folgen dem sützrer
Neichsminister 0r. Ooebbels an die fluslandsdeutschen - festlicher flbschluß der Stuttgarter Neichstagung
Stuttgart, 8. September
Die K. Reichstagung der Ausländsdeutschen ist zu Ende. Nach neun mit ernster Arbeit und festlichem Erleben angefüllten Tagen gehen die Deutschen aus aller Welt nun mit der beglückenden und stolzen Gewißheit, Angehörige, einer starken und stolzen Nation zu sein, wieder hinaus, um mit neuer Kraft an dem Platz wei- terzuwirkcn, an den das Schicksal sie gestellt hat. Der Sonntag, der letzte Tag dieser Reichstagung, stand im Zeiten der großen Rede, die Reichsminister Dr. G " 'l>els auf dem Schlußappell an die Ausländsdeutschen hielt.
Weit'über 100 000 Volksgenossen umsäumen nach dem gewaltigen Festzug „Das ganze Deutschland soll es sein" den Schloßhof, den Schloßplatz bis zum Königsbau und die anliegenden Straßen schon lange vor Beginn der nächtlichen Feierstunde, deren Sinn und Inhalt noch einmal aus die weltanschauliche und geistige Einheit des Deutscht u,m s in aller Welt abgestellt sind. Auf der blumen- und girlandenge- schmückten Ehrentribüne, die bor dem Hauptportal des S'^'wses ausgebaut ist. haben sich Reichsmi-nister Dr. G' bbels. die höchsten Führer von Partei, Staat und W'brmacht sowie die Eauamtsleiter und Landes- grnppenleiter der AO. esingefunden. /
Nach M.'dung der von der Kriegsmarine ge- stelllen Ehrenkompanie an dsn Kommandierenden General des V. Armeekorps und Befehlshabers im Wehrkreis 5. Eneral Geyer, und dem Einmarsch der etwa 200 F ldzeichen eröffnet Gauamtsleiter Erothe m:t kurzen Worten den Schlußappell und erteilt das Wort zunächst dem Oberbürgermeister der Stadt der A',"'andxr7>:tichi,li, Dr. Strölin. der der engen Be:-bunde:'l:it zwischen der Stadt Stuttgart und den A'.-'anÄ-d.t-tich,« beredten Ausdruck gibt. Hierauf gibt Ei leiter Reichsstatthalter Murr den Ge'ühlcn der Schwaben Ausdruck. Gemeinsam mit ihnen hätten sie die vergorene festliche Woche verlebt. ..Wiederum haben Sie die Sie von allen Teilen der Welt hierher gekommen sind", io führte der. Gauleiter u. a. aus, „erleb n düri n. wie'eng wir' uns mit Ihnen verbunden fü''' n.
M ederiun haben Sie unser Volk gesehen, wie es ncu- oe 7en worden ist, wie es seiner Arbeit nachgeht, wie es " rk und gläubig in die Zukunft blickt und auf sei- ii" Tiiihr vertraut."
I ' Ari'lluß verabschiedete sich Gauleiter Bohle von den ilnehmern an der 6. Reichstaaung. Wie in den 'ergo "enen Jahren, so führte er nach einem Dank au die S St aus. haben zahlreiche'führende Männer und Frar:n des neuen Reiches durch ihre Anwesenheit bei >er 6 Reichstagung ihre tiefe 'Verbundenheit mit den Ausländsdeutschen Ausdruck verliehen. Sie haben zu uns gcjprochen von ihrer Arbeit für Deutschland und b^^.n uni das Schicksal des neuen Deutschland gezeigt.
dicse Tatsache allein mußte auch dem letzten Au clandsde itschcn das beglückende Gefühl vermitteln, daß er nicht wie einst allein in der Welt steht, sondern ein ganzes Lölt und seine Führer ihm die Treue halten.
So wie die Reichstaaung der Ausländsdeutschen Tradition geworden ist, Hofjen wir von ganzem Herzen, so rief Gauleiter Vohle zu Reichsministcr Goebbels ge wandt, daß sie noch viele Jahre und Jahrzehnte unseren Schlußappell abhalten werden. Das starte Wort von Jbnen soll Jahr sür Jahr unsere Ausländsdeutschen l'p': - >-i-r-: Männer der Seefahrt zurückbegleite» als E is der :':>'i>t an alle Bruder und Schwestern draußen und als Mahnung des immerwährenden Ein
satzes für Führer, Volk und Reich. Ihr habt auch im vergangenen Jahre der ganzen Welt gezeigt, daß Euer Glaube an Adolf Hitler und sein Reich tief und unerschütterlich ist. Ihr habt lein Opfer und keine Mühe gescheut, um euer Deutschtum in fernen Ländern und auf dem Meere hochzuhalten.
Ihr seid in noch größerer Zahl als zuvor ins Reich gekommen, um Eurem Glauben sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Ich danke Euch allen für diese Treue, eine Treue, die vom ganzen Reich erwidert wird. Ihr werkst wieder hinausgehen und denen, die nicht zu uns kommen konnten, sagen, daß Deutschland unter Adolf Hitler wieder ein Reich der Kraft und der Ehre geworden ist. Ihr werdet aber auch im besten Sinne des Wortes Brücken schlagen zu den fremden Völkern, unter denen Ihr lebt. Die Welt weiß heute, daß Ihr Nationalsozialisten seid und immer Kleisten werdet und sie weiß, daß keine Macht der Welt Euren Glauben an Deutschland erschüttern kann. Das will mir das schönste Ergebnis dieser unvergleichlichen Tage sein und das wird Euch Zuversicht geben für die kommende Zeit. Grüßt diejenigen, die daheim geblieben sind und sagt ihnen, daß ganz Deutschland sie grüßte, seid eingedenk der Worte, die. der Führer in Rom an die Ausländsdeutschen in aller Welt richtete:
„Ihr, das weiß ich, habt Deutschland nie vergessen. Deutschland freut sich darüber und vergißt auch Euch nicht. Wir sorgen uns um Euch, weil wir der Ueberzeugung sind, daß die Bande dieser Volksgemeinschaft
sich niemals und ^nirgends lösen." (Langanhaltender Beifall setzt ein, als Gauleiter Vohle geendet hat.).
Nach Gauleiter Bohle ergreift, von den Massen erneut jubelnd begrüßt.
Neichsminister Vr. löoebbels
das Wort.
Dr. Goebbels begann mit dem Hinweis darauf, wie wünschenswert, ja wie notwendig es sei, daß die deutschen Volksgenossen im Auslande, die ja doch immer wieder der Lügenflut einer feindlichen Propaganda ausgesetzt sind, von Zeit zu Zeit den Weg in die Heimat nehmen, um sich selbst ein Bild von den Verhältnissen in Deutschland zu machen und die Lüge mit der Wahrheit vergleichen zu können. Für uns sei es nachgerade langweilig geworden, all die Vorwürfe und Verdächtigungen zu entkräften oder zu widerlegen, die so oft draußen in der Welt gegen das Reich Adolf Hitlers erhoben würden.
Die Gegner irrten sich sehr, wenn sie meintsn, Deutschland durch die ständige Wiederholung dieser penetranten Bosheiten auch nur im geringsten aus der Ruhe bringen zu können. „Wir sind nicht die Schwächlinge", so rief Dr. Goebbels unter begeisterter Zustimmung der Ausländsdeutschen aus, „die ehedem das kaiserliche oder das marxistische Deutschland regiert haben!
Wir kennen unsere Eegn er. Deshalb machen diese Lügenkampagnen auf uns gar keinen Eindruck mehr. Viel schwerer ist das für Euch draußen iin (Fortsetzung auf Seite 2)
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Ossclftckts ciss ^lotionostoriosiLmus in cisr Zsuticksn Oitmcir!<
Zum ersten Male überhaupt kommen unsere Kameraden der Ostmark legal und unangefochten zum 10. großen Reichspartcitag der NSDAP. Zum ersten Male im neuen, größeren Deutschland werden die Fahnen und Standarten unter dem Jubel der Bevölkerung an dem Führer aller- Deutschen vorübergetragen.
D« verlohnt es sich schon einmal, in den vergilbten Zeitnngsdokumenten der letzten 18 Jahre zu blättern und in kleinen Zitaten zu zeigen, wie von der Führerpersönlichkeit Hitlers ein Fluidum ausgeht, das auch bald die sich teilweise seitwärts entwickelte nationalsozialistische Bewegung Oesterreichs in seinen Bann und unter seine Führung zwang.
In den Jahren 1919 bis 1923 fanden lose zwischenstaatliche Tagungen und Führerbesprechungen der verschiedenen völkischen Bewegungen aus Deutschland im Sudetenland, in Oesterreich, in Salzburg, Linz, Wien und München statt, auf denen erst schwächer, später aber in zunehmendem Maße „Herr Hitler" (wie es in den damaligen Berichten heißt) maßgebend in Erscheinung trat.
Am 4. September 1920 schrieb gelegentlich einer Vertretertagung in Salzburg eine Zeitung unter dem Eindruck der großdeutschen Ausführungen des Führers: „Der nationalsozialistische Glaube hat das größte Eirn- gungswerk begonnen. Beendet ist es dann, wenn der Wiener und der Kärntner, der Bayer und der Mecklenburger und der Westsale der gleichen obersten Führerschaft gehorchen." Das schrieb,man vor 18 Jahren — heute ist durch Adolf Hitler jene Hoffnung Wirklichkeit geworden.
Auf Einladung der Oesterreicher sprach Adolf Hitler dann in Innsbruck am 29. September desselben Jahres, in Salzburg am 1. Oktober, in Wien am 8. und'9. Oktober. Es waren die ersten Hitlerversammlungen in Oesterreich überhaupt — heute vor 18 Jahren. Von der St. Pöltener Versammlung am 11. Oktober 1920 schreibt die „Deutsche Arbeiterpresse": . . . „eine Wählerversammlung, zu der sich die Nationalsozialisten Oesterreichs einen Gast aus München, Herrn Hitler, verschrieben hatten . . . Herr Hitler faßte in seinem Schlußwort den Kern seiner Ausführungen nochmals dahin zusammen, daß einzig der Anschluß, die Bewahrung der Reichscinheit, das Deutsche Reich vor seinem vollkommenen Untergang bewahren könne."
Wir können nur immer wieder staunen, mit welcher geradezu nachtwandlerischen Sicherheit und welchem unerschütterlichen Glauben an die Richtigkeit seiner Idee der Führer bis heute den Weg unfehlbar gegangen ist. Ein Beweis hierfür ist auch ein Artikel des Führers in der nationalsozialistischen Wiener Arbeiterpresse vom 3. Februar 1922, dessen Schlußworte lauten: „Begeifert, verleumdet und befehdet können wir mit Stolz feststellen, daß die siegende Gewalt unseres Glaubens im letzten Jahre wieder Hunderttausende zu unserer Fahne gerissen hat. Es soll unsere Aufgabe sein, in kommenden Jahren die Kräfte noch zu steigern, auf daß jeder Deutsche endlich erkenne: das erwachende Deutschland ist die nationalsozialistische Bewegung!"
Die Beziehungen Her beiden nationaliozialistischcn Bewegungen in Oesterreich und Deutschland wurden immer enger. lieber die erfolgreiche Erenzlandtagung in Berchtesgaden berichtet der Führer am 5. Jüli'<923 in^einem Brief folgendes an den damaligen Leiter der NsDAP. in Oesterreich . . Koller Scpp war mit einer strammen Sturmabteilung aus Salzburg hier: der Erfolg war wieder ein durchschlagender. Die Mitglicdcr- zahl der Bewegung hat sich. wie ich aus einer mir soeben zugestellten graphischen Darstellung ersehe, seit Januar 1923 mehr als verdoppelt."
Einen Monat später weiß eine Salzburger Zeitung vom 2. Parteitag der nationalsozialistischen Oesterreicher in Salzburg am 18. 8. 1923 über die Fllhr.rreüc vor Zehntauiendcn in der Reithalle der Mozartstadt u. a. folgendes zu berichten' „Seine Rede ist eine einzigeherne Anklage gegen alle jene, die das heilige Deutsche Reich zerschlagen haben. Wenn einer die Geschicke Deutschlands wenden wird, dann wird es Adolf Hitler sein. Und wenn Adolf Hitler ruft. dann werden Tausende und Zehntausende und Hunderttauscnde lei- nem Ruf Folge leisten und Blut und Leben einsetzen für Deutschlands Beseelung."
2>n Jahre 1926 — Monate nach der Neugriindung der reichsdeutschen Bewegung. — unterstellen sich alle Orts-
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Rudolf Heß ist zur Begrüßung des Führers in Nürnberg eingetroffen
Dr. Goebbels sprach aus dem Schlusappell der >l. Rcichstagung der Ausländsdeutschen Oldenburg beging die 128 Jahrscier seines Jnsan- terie-Regimenrs 91
Ucberraschende Ergebnisse hatten die Europameisterschaften der Leichtathleten in Paris
Deutschlands Sport stand gestern im Zeichen des Opfertags
Ein großer Erfolg wurde der Reqimentstaq in Dclmenhorst
In Nürnberg nahmen die NS.-Kampssvielc mit dem Modernen Fünfkampf ihren Auftakt