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Meiner Zeüm
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters derZreien kjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches Nerkündungsblatt des Neichsstattlzafters in Oldenburg und Vremen
Nr. 205 / 8. Jahrgang
Donnerstag, 28. Juli 1SZ8
Linzelpreis 15 Nps.
englischer Kriegshetzer fragt die Negierung im Unterhaus:
6ann dritisches Nugzeug
46 vomben nach verlin
UnerlMterSkandal im mMäienparlamenl
London, 28. Juli.
Wie der Anterstaatssekretär im englischen Luftfahrtministerium, Balfour, am Mittwoch im Unterhaus mitteilte, bauen u. a. die Ha- villand-Werke zur Zeit eine viermotorige Verkehrsmaschine. Weiter sei man an der Konstruktion eines viermotorigen Eindeckers, der ebenfalls Lei einer Dürchschnittsgeschwindigkeit von 200 Meilen in der Stunde 40 Fluggäste in einem Non-Stop-Flng von London nach Berlin brin» gen könne«
Die Zwischenfrage des Labour-Abgeordneten Montag«, ob die neue Maschine, die 40 Fluggäste ohne Zwischenlandung nach Berlin bringen könne, ebenso auch 40 Bomben nach Berlin bringen könnte, rief lebhafte Entrüstungsrufe hervor. Die Entrüstung im Unterhaus über diese Bemerkung des Abgeordneten war so groß, daß nach einigen Minuten der Sprecher einschreiten und die nächste Frage aufrufen mußte. Später entschuldigte sich Montag» beim Sprecher wegen dieser Zusatzfrage.
Das also sind die englischen Friedensapostel', die Pazifisten in Reinkultur! Schamloser, zynischer und verbrecherischer, als es der vor der Weltgeschichte für alle Zeiten gebrandmarkte britische Abgeordnete Montagu getan hat, können sich diese mordgierigen Wölfe in Schafskleidern-nun wirklich nicht mehr zu ihrem Kriegshandwerk bekennen! Die ernste Gefahr, die jene berufsmäßigen Bombenwerfer und ihre jüdisch-bolschewistischen Zuhälter für den Frieden Europas und damit für die Kultur der ganzen Welt bedeuten, ist mit jener frechen Zwischenfrage grell wie kaum je zuvor beleuchtet worden. Ngch dem fast unglaublichen Un- texhausskandal tritt es wiederum mit aller Ein
dringlichkeit zutage, in wie starkem Maße die verantwortungsbewußten Völker, vor allem aber die führenden Männer der deutschen Nation, nicht nur das Recht, sondern die unbedingte PfNcht haben, sich gegen die Folgen einer derart verhängnisvollen offenen Kviegshetze zu sichern. Ja, hier ist bereits der Schritt von der Kriegshetze zum Eingeständnis der Kriegsvorbereitung getan. Wie dankbar müssen wir erneut dem Führer sein, daß er das nationalsozialistische Deutschland wehrtüchtig und abwchrbereit bis zum äußersten gemacht hat, daß er in der jungen Wehrmacht ein scharfes Schwert schmiedete, dessen Schlagkraft, wenn es das Reich zu verteidigen gilt, keine
Grenzen kennen wird! Und noch eines: ein demokratisch-parlamentarischesSy- stem, das kriegslüsternen Abgeordneten die „Freiheit" gibt, von öffentlicher Stelle, eben von jener parlamentarischen Plattform aus, die Bombardierung der Hauptstadt eines Staates mit stammesverwandter Bevölkerung zu „ermöglichen", hat sich selbst gerichtet!! Wir erwarten, daß die englische Regierung und das britische Volk von den heimtückischen Brandstiftern in aller Form abrücken. Abrücken mit jenem Nachdruck, der Halbheiten oder gar Zweifeln keinen Raum läßt! Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil! Oder will das Londoner Kabinett statt Hammer Amboß sein? L. Äii.
(Von uvsorsr Berliner Zolrriktlsitung)
Berlin, 28 . Juli.
Die plötzliche Veröffentlichung des sogenannten Nationalitätenstatuts in der tschechischen Presse (s. unseren Bericht an anderer Stelle) ist um so überraschender, als die Präger Regierung über zwei Monate die Bekanntgabe hinauszögerte und somit die Sudetendeutschen im ungewissen gelassen hat. Die Tatsache, daß sich Lord Runciman Anfang August als neutraler Beobachter und Ratgeber der tschechischen Regierung nach Prag begeben wird, dürfte den Hradschin zu diesem Schachzug bewogen haben: Es soll zweifellos mit der Veröffentlichung bei dem britischen Diplomaten der Eindruck erweckt werden, als wenn von tschechischer Seite alles geschehe, um eine befriedigende Lösung des Nationalitätenproblem herbeizuführen.
Aber schon eine flüchtige Durchsicht der Präger Vorschläge genügt, um festzustellen^ daß die im Karlsbader Programm festgesetzten Mindestforderungen der Sudetendeutschen Partei nicht im geringsten berücksichtigt wurden. Es erübrigt sich, auf die verklausulierten Paragraphen dieses sogenannten „Statuts" im einzelnen einzugehen. Schon in den G^undzügen zeigt sich mit aller Deutlichkeit, daß zwischen den gemäßigten Vorschlägen der SdP. und dem, was Prag unter dem -Natio- nalitätenstatut versteht, eine unüberbrückbare Kluft sich auftut. Dieses „Statut" bleibt in seinen wesentlichsten Punkten selbst hinter den Versprechungen zurück, die Herr Hodza noch vor kurzem den Vertretern der Sudetendeutschen Partei gemacht hat.
Aus dem Präger Plan geht deutlich hervor, daß die Tschechen in Wirklichkeit gar nicht daran denken, die anderen Nationalitäten als gleichwertige Partner zu behandeln. Bezeichnend ist es, daß sich das Statut vollkommen über die Gewährung der Autonomierechte ausschweigt. Statt dessen sollen die Volksgruppen mit platonischen Minderheitenschutzgesetzen abgespeist -werden, die in Wirklichkeit an den heutigen unhaltbaren Verhältnissen nur sehr wenig ändern können. Selbst dort, wo auf den ersten Blick hin ein Entgegenkommen vorzuliegen scheint, stellt es sich bei einer näheren Prüfung bald heraus, daß den Tschechen ohne weiteres noch die Möglichkeit gegeben ist, -sogar diese Bestimmungen zu ihren Gunsten auszulegen. Mit keinem einzigen Wort geht das Präger Machwerk — eine andere Bezeichnung ist wohl für den Statutenentwurf kaum angebracht — auf die selbstverständlichen Grundrechte der sudetendeutschen Volksgruppe ein. Kein Wort über die Entnationalisierung des deutschen Bodens und über die Wiedergutmachung des den Sudetendeutschen zugefügten Schadens! Ebenfalls die Tatsache, haß die zweieinhalb
IIIIIMIIIMNIIIMIIIMMIIMIIIMIIIIMIIIIMIIMMIMIIIMIMMIIIMIIMIIIIIIIMI»
Im englischen Unterhaus kam es zu einem unerhörten, von Kricgshetzern verursachten Skandal. Prag veröffentlicht das völlig unbrauchbare Natio- nalitätenstatut des Hradschin.
Dr. Frick verkündete bei der Eröffnung des Deutschen Turn- und Sportfestes die Stiftung „Deutscher Sportdank".
Der Reichsjustizminister hat eine Durchführungsverordnung zum Ehegesetz erlassen.
Der erste KdF.-Zug unseres Gaues nach der Ostmark fuhr nach Körnten ab.
Im Zuge eine Reorganisation des Kleingartengeländes müssen 8600 Kleingärten verschwinden.
2m Deutschen Reich wird ein neuer Personalausweis, die Kennkarte, eingeführt.
Nach einer Anordnung des Reichskommissars für die Preisbildung müssen die Tarife für elektrischen Strom umgestellt werden.
Eeneralseldmarschall Eöring sprach den siegreichen deutschen Fliegern in Italien seine Anerkennung aus. Die deutschen Jugendmeisterschaften 1938 werden in Frankfurt ausgetragen.
Der sportliche Teil des Turn- und Sportfestes Vres- lau 1938 stand gestern im Zeichen der Jugend.
Der Weltmeister im Mittelgewicht Freddie Steele- USA. verlor seinen Titel an Al Hostak-USA.
Stiftung „Deutscher Sportdank" verkündet
Vr. srick eröffnete das Deutsche 7urn- und Sportfest Vreslau 1S5S
Breslau, 28. Juli.
In überaus feierlichem Rahmen vollzog am Mittwochnachmittag der Schirmherr des Deutschen Turn- und Sportfestes Breslau 1938, Reichsminister Dr. Frick, in der mit 52 000 Zuschauern bis auf den letzten Platz besetzten Schlesier-Kampfbahn in Anwesenheit von Vertretern von Staat, Partei, Wehrmacht sowie der gesamten deutschen Turn- und Sportbewegung die Eröffnung des größten deutschen Festes der Leibesübungen. Mit der Feierlichkeit war die Verkündung der Stiftung „Deutscher Sportdank", die Uebergabe des neuen Bundesbanners des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen durch den Schirmherrn des Festes an den Reichssportsührer sowie die Weihe der siebzehn neuen Gaubanner und und von 0000 Vereinsfahnen des DRL. verbunden.
us allen Gauen Eroßdeutschlands waren viele Eheste zu der Feierlichkeit eingetroffen. So sah man in Ehrentribüne neben dem Oberpräsidenten und Gau- :r von Schlesien, Joseph Wagner, den Führer der etendeutschen Partei, Konrad Henlein, zahlreiche ende Persönlichkeiten des Gaues Schlesien, ienige Minuten vor 4 Uhr betreten Dr. Frick und e Begleitung, geleitet vom Reichssportsührer, dre entribüne. 2m gleichen Augenblick leiten die Bres- :r Fanfaren den feierlichen Akt ein. Beim Einzug Fahnen hat sich alles von den Plätzen erhoben und llt den Einmarschierenden begeistert zu. Die Spitze Blocks ist den Ausländsdeutschen und den Terlneh- n aus allen Teilen der Welt vorbehalten, von denen nders die Sudetendeutschen zahlreich vertreten sind. Spitze jeder Gruppe bilden die Fahnenträger. Ihnen en die Blocks der noch verhüllten neuen DRL.-^ah- > Die auslandsdeutschen Teilnehmer, die m ihrer nerkleidung oder in ihren schönen und kostbaren kstumstrachten erschienen sind, werden jedesmal nur m Jubelsturm ohnegleichen überschüttet. Alle 20 000 lnehmer der Eröffnungsfeier sind schließlich aufmar-
ls'erster Redner nimmt Gauleiter Staatsrat Wag- r das Wort, um den vielen taufenden Teilnehmern Turn- und Sportfestes die herzlichsten Gruße des nzgaues und seiner Bevölkerung zu entbieten. Unter impften Fanfarenklängen leitet ein Vorspruch zu der prache des Oberbürgermeisters Dr. Strolin- ^ttgart über, der das Tradiiionsbanner der deut- a Turnfeste dem Reichssportsührer mit dem Hergen nsch und der festen Ueberzeugung übergibt, daß von
i auf das neue Banner der Gedanke übergeht: „Alles das ewige Eroßdeutschland!" Dieser übernimmt das : Banner in die Obhut der nationalsozialistischen Be- !«ng. Zugleich aber bittet er den Schirmherr» des
Festes, Dr. Frick, dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen ein neues Banner als Wahrzeichen der größeren Gemeinschaft zu verleihen.
In diesem Augenblick fällt die Hülle des neuen Banners des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, das den Adler des DRL., von Eoldlorbeer umrahmt, auf rotem Felde zeigt. Dann nimmt der Schirmherr des Festes,
Neichsminister llr. srick,
das Wort, um u. a. auszuführen:
„In stolzer Freude eröffne ich hiermit das erste Deutsche Turn- und Sportfest Breslau 1938. Als Schirmherr dieses Hochfestes der deutschen Leibesübungen grüße ich Euch, deutsche Turner und Sportler, die Ihr hier auf dem Sportfeld versammelt seid. Zum erstenmal seid Ihr heute geschlossen unter der einheitlichen Fahne des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen angetreten. Die zwingende Kraft des Nationalsozialismus hat Euch, deutsche Turner und Sportler, die Ihr früher getrennt marschiert seid, zusammengeschweißt in den einheitlichen Bund. So gebt Ihr Zeugnis von der Einheit unserer Nation unter unserem Führer Adolf Hitler.
Zeugnis gebt Ihr aber auch von der Größe unseres Volkes. In Eurer Mitte stehen die Vriider und Schwestern aus dem. Saarlande, das 1935 in das Reich zurückgekehrt ist, unter Euch weilen die Brüder und Schwestern aus Oesterreich, der uralten deutschen Ostmark, die in diesem geschichtlichen Jahr heimgefunden hat ins heilige Reich. Hand in Hand mit Euch feiern auskands- deutsche und Volksdeutsche Brüder und Schwestern von jenseits der Grenzen, die der Stimme ihres Blutes folgend sich hier versammelt haben zu diesem Fest deutsche» Lolkstums.
An der Ertüchtigung des Leibes zu schaffen, ist Arbeit am ewigen Leben des Volkes. Zu dieser Aufgabe habt Ihr Euch entschlossen, freien Sinnes und nicht einem Zwang folgend, wie ein mißgünstiges Ausland die Welt glauben machen möchte. Ihr seid nicht-kommandiert, Ihr folgt dem Ruf einer inneren Verpflichtung und bildet heute ein 4-Millionenheer von Freiwilligen, von Freiwilligen der Idee, durch Leibesübungen unser deutsches Volk gesund, stark und froh zu machen.
Euer Fest ist nicht eine Schau einer kleinen Gruppe Spitzenkönner vor beifallsfreudigen Massen. Wer hier in Breslau sich eingefunden hat, der gibt ohne Rücksicht auf Beifall das seinige zum Fest, der eine das Größte und Beste, der andere'das Bescheidene, ein jeder aber nach bestem Können und daher ein jeder mit gleichem Verdienst. So ist in Eurer ganzen Arbeit und in diesem Eurem Fest der Geist der Leistung in der Gemeinschaft verkörpert. Dies ist der Geist, den die nationalsozialistische Bewegung und der nationalsozialistische Staat zum Gemeingut unseres deutschen Balles und zur Richtschnur jedes deutschen Volksgenossen machen wollte. Und wie Ihr heute durch Euer Hiersein ein feierliches Bekenntnis ablegt zu diesem Geist, so fühle auch ich mich als des Führer verantwortlicher Minister verpflichtet, zu Euch mich zu bekennen und zu erklären:
Der Reichsbund für Leibesübungen, Männer und Frauen, die in ihm in selbstloser Hingabe wirken, tun in Wahrheit Dienst am deutschen Volke. Sie verdienen deshalb für sich und ihre Arbeit den Schutz des Staates und die Hilfe der Bewegung. Beides sei hiermit förmlich zugesagt.
Damit dem Wort auch sosort die Tat folge und eine Sorge beseitigt werde, die auf vielen Sportlern lastet, habe ich am heutigen Tage eine Stiftung „Deutscher Sportdank" errichtet. Sport ist Kampf, und wo gekämpft wird, gibt es Verletzungen, gibt es auch manchmal Opfer. Durch die Stistuug sollen die Sport-Schwerbeschädigten dauernd nachhaltige Unterstützung sinden. Das Reich stellt für die Stiftung einen Zuschuß von jährlich 100 000 RM. zur Verfügung. Dies sind die Zinsen eines Kapitals von 214 Millionen Reichsmark. Aus diesem festen Grundstock kann die Stistung großzügig ausgebaut werden. Damit hat das Deutschland Adolf Hitlers als erstes Land der Welt eine Versorgung der Sport-Schwerbeschädigten geschaffen.
(Fortsetzung auf Seite 2)