Ausgabe 
(24.7.1938) Nr. 201
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parteiamtliche Tageszeitung

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches NerkünÄungsblatt des Beichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 201 / 6. Jahrgang

Sonntag, 24. Juli 1SZS

Einzelpreis 15 Nps.

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l-roßdeulschlan- ehrl die lzel-en der nationalsozialistischen krdebung in österreich am vierten lalzrestag

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Leute und morgen begeht die Ostmark mit ihren Gake« zum ersten Male feierlich den Gedenktag der natkrwalen Erhebung des Jahres 1934. Dieser Tag wird für immer historisch bleiben. Denn aus-dem Blutopfer, das das Volk im Kampf gegen die verfas- sungsbrüchige Tyrannei des Regimes Dollfuß- Schuschnigg gebracht hat, ist die Kraft erwachsen, die vier Jahre später zum Endsieg durchgedrungen ist. Zu diesem Sinne ist die Volkserhebung vom 25. Juli 1934 nicht gescheitert. Wie auf dem Denkmal der To­ten vom November 1923 steht über den Gräbern der Opfer des 25. Juli in leuchtender SchriftAnd Ihr habt doch gesiegt!"

Dem VolksaufstaN'd war ein maßloser Sadismus gegen Millionen deutscher Volksgenossen in Oester­reich vorangegangen. Namentlich die aktiven national­sozialistischen Kämpfer bekamen damals die ganze Brutalität einer Regierung zu spüren, die den Verfas­sungsbruch zum Grundsatz erhoben hatte, und da­neben aller Niedertracht in der Anwendung physischer Gewaltmethoden einen erbitterten Kampf gegen das deutsche Volksbewußtsein in Oesterreich führte. Als das Maß voll war und Tausende den offenen Kampf als letzten Ausweg sahen, stand das Volk auf. Es war eine Erhebung zur Wiederherstellung der von der Re­gierung Dollfuß geraubten Volksrcchte, die 'in der Verfassung verbrieft waren. Gegen eine illegale wort­brüchige Regierung richtete sich der Kampf, die nun den ganzen Machtapparat rücksichtslos einsetzte und das Volk blutig niederschlug. Auch hier wieder trat neben die Gewalt der Wortbrnch. Den nationalsozia­listischen Kämpfern, die ihr Bekenntnis zu ihrem Volke nach der Besetzung des Bundeskanzleramtes am Galgen Schuschniggs büßen mußten, wqr damals freier Äbzug zugesichert worden. Nichts kann die Blutschuld, die das Regime Schuschnigg auf sich ge­laden hat, auslöschen. Die Hinrichtungen waren nicht Akte der Justiz, sondern gemeine Morde, denen ein niederträchtiger Wortbruch voranging. Die 13 Opfer des Lenkers sind Blutzeugen eines Kampfes, über dessen Ende der Sieg leuchtete. Daß sie ihn nicht er­leben durften, ist die bitterste Anklage, die gegen die infame Inquisition erhoben werden muß, die nach der Volkserhebung in Oesterreich wahre Orgien feierte. Zu diesen 13 aber traten hinzu die Lunderte, die im Kampf für Großdeutschland das Leben ließen. Sie haben einen Ehrenplatz in den Lerzen aller Deutschen, und ihre Namen stehen unauslöschlich im Buche der deutschen Geschichte.

So ist die Erinnerung an die erste Volkserhebung vom 25. Juli 1934 in allererster Linie den toten Kämpfern der Bewegung geweiht. Leute, vier Jahre später, hat die Nation erkämpft, was jene Leiden un­ter Einsatz des Lebens vorbereitet hatten. Großdeutsch­land ist geworden und wird allen Gewalten zum Trotz sich erhalten. Wir, die wir heute in heißer Dankbar­keit an den Gräbern stehen, haben darüber hinaus die Verpflichtung, alle unsere Kraft in den Dienst unseres großen Reiches und unseres Führers zu stellen. Mit derselben Einsatzbereitschaft, mit der die Ostmark-Gaue den Kampf gegen den Staatsseparatismus jahrelang geführt haben, wird Adolf Litlers Reich der Deut­schen bestehen. Die internationalen Kräfte, gegen deren Exponenten in Oesterreich das Volk am 25. Juli sich erhob, bestehen weiter fort. Sie sind im Juli 1934 gewarnt und im März 1938 geschlagen worden. Der Kampfgeist der nationalsozialistischen Ostmark aber bürgt dafür, daß sie in diesem deutschen Land nie wie­der das Laupt erheben werden.

Nudolf best in klagensurl

Klagcnfurt, 24, Juli.

Herrliche Sonne strahlte gestern über Kärnten, als Reichsininiste- Rudolf Heg, der Stellvertreter des Füh­rers, in Klagenfurt eintraf, um heute der Eedenlserer für die Toten des Weltkrieges und die Opfer der Be­wegung, die ihr Leben für die Einigung des deutschen Volkes liegen, besondere Weihe zu geben.

> Das festliche Kleid, das' die Stadt angelegt hatte, wurde belebt durch den Aufmarsch der Gliederungen der P-rtei, die in der Uniform der Kampfzeit mit weigem S-md, schwarzer Binde und Lederhose Spalier bildeten. Viele Kärntner Frauen trugen die schmucken Trachten des Landes. Auf dem Bahnhof wurde der Stellvertreter des Führers von Gauleiter Bürckel und allen Gauleitern der Ostmark herzlich begrüßt. Die örtlichen Führer der SA., tt und des NSKK., der Standortalteste der Wehr- NiLcht, der Bürgermeister der Stadt Klagenfurt uno viele alte Parteigenossen wurden bei der Begrutzung Rudolf Hetz vorgestellt.

Lebendig im Volk

Sen gliiubigen Herolden der deutschen kmliett

Vusiislösclilicli verreicbnst ckss Luc!» cker Sksclilciite cler Sswegimg ^äolk Hitlers, äsrsn Seist rum i.ebsnsickesl <ler xsareil ckeutsclien Kation vvurcks, üer Toten Tstenrnbm. Das Kapitel vom kieilleitsksmpt um Srokelentsclilsnil nennt unveigsLIieli nnck als eiviges Vorbilü äes liSciisten Opkers im Slanbso an Lülirer uns Volk am Legion rite Kamen kler lirsirslln Helcken, äie Las 8cliuscdnigg-Lkgime brutal errvörgte, <iie aber wie alle ikre gekallenen Lsmeracken im berrlicken Liege aukerstsncken. Sie leben ant ervig im ganren ckeutscben Volk, kür ckss sie kämpften iinil fielen:

Mto planetta

geb. 2. 8. 1899 in IViscban. Useressngs- börigsr, kingsricbtst 31. 7. 1934.

fron; Hohweber

geb. 20. 11. 1904 in Wien, Useressngs- böriger, bingsriebtet 31. ?. 1934.

Friedrich wurmig

geb. 25. 1. 1908 in Innsbruck, Hanilsls- angsstslltsr, dingericbtst 1. 8. 1934.

Ludwig Meitzen

geb. 8. 9. 1905 in Lissnstackt (Lnrgsnlanä),

Lolireiobervackinann, kingsricbtst 13. 8. 1934.

Erich wtchlrab

geb. 14. 2. 1908 ii^ckamnitr, kolirsivack- mann, kingericktst 13. 8. 1934.

Josef Hacket

geb. 6. 11. 1906 in IVisn, kolirsivack- msnn, kingsricbtst 13. 8. 1934.

JoHann Domes

geb. 18. 6. 1901 in cksroslan, Kontorist, kingsricbtst 18. 8. 1934.

Iknei, desoncksrs gelten üie Worte, Sie -k <1 oIi Hitler vor Lein veutscken Leickstsg am 18. klär? 1938 sprsck: LIs letrts Opfer cker ckeutscken Linigung aber sollen in riiesein f^ugenblicik vor uns sukersteben jene raklrsicben Kämpfer, üis in cker nunmebr rum Leicb ruriickgekebrtsn alten Ostmark ckie gläubigen Hsrolcks cker beule errungeuen üeutscben Linkeit vsren unci als Llutreugen uucl klarerer mit cksm letalen Haucb ibrer Stimme nock clss ausspracken, was von jetat an uns allen mekr clenn je keiiig sein soll: Lin Volkl Lin Leicbl veutscblsuckl

Ernst feiste

geb. II. 3. 1911 in krsran, ksläjägsr im Kraktfabi-Latsillon in Wien, kingericktst 7. 3. 1934.

fron; Leeb

geb. 4. 6. 1902 in Wien, Loliasiobsrvscli-- mann, kingericktst 13. 8. 1934.

fron; Unlerberger

geb. 24. 3. 1907 in lsckl, Hilfsarbeiter, kingsricbtst 20. 8. 1934.

fron; Saureis

geb. 5. 9. 1904 in lsckl, Isnärvirt-

sckaktlicksr Hilksarbsitsr, kingsricbtst 20. 8. 1934.

Nudolf krlbacher

geb. 22. 8. 1906, LIsiscbbsuer-Osbilks in Ltsinsck, kingsricbtst 22. 8. 1934.

fron; Ebner

geb. 6. 4. 1902, cksgäpraktikant in Antsr- Isnss, kingsricbtst 29. 8. 1934.

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K. kckü. Bremen, 24. Juli

^ . ^... Gästebuch eines Schutzhauses

Prag, Paris Iauering in Böhmen hat sich und London ein tschechischer Beamter namens

- Hradilek mit Bezug aus die Su-

detendeutschen wie folgt verewigt:Sie werden tanzen, wie wir pfeifen werden! Nach dem (tsche- schen) Statut werden sie schon nicht mehr so froh­locken!" Wenn dem zynischen Hussiten bei seinem zügellosen Afsektausbruch auch ein erheblicher Irr­tum unterlaufen ist, nämlich hinsichtlich der ange­kündigten politischerftHaltung des Sudetendeutsch- tums, so läßt jene Aeußerung doch ahnen, wie sehr die angeblich bevorstehende Veröffentlichung des Präger Statuts den Weg zu einer wirklichen Lösung des tschechischen Problems vollends ver­bauen wird.Sie werden tanzen, wie wir pfeifen" so dachten freilich auch einige französische Volksfront"fanatiker> als sie in Erinnerung an die Pariser Vorkriegsbesuche Georg V. und Eduard VII. vor wenigen Tagen dem Eintreffen des englischen Königspaares und des britischen Außenministers in der Seinestadt entgegensahen. Jetzt, nachdem die festlichen republikanisch­monarchistischen Ereignisse des Königsbesuches vor­über sind, müssen die Propagandisten eines gegen Deutschland gerichteten französisch-englischen Mili­tärpaktes zugeben, daß bei weitem nicht alle Blütenträume des Quai d'Orsay reiften. In der tschechischen Frage hat sich Paris auf englische Ini­tiative hin sogar zu einem gemeinsamen mahnenden Schritt in Prag entschließen müssen; einige eng­lische Zeitungen sprechen von einem unsanften Druck auf Benesch, endlich die Katze aus dem Sack zu lassen. Im Hradfchin aber ist man offenbar be­strebt, sich auf dem Boden der Scheinheiligkeit, der leeren Versprechungen und der chauvinistischen Anmaßungen so lange wie nur irgend möglich zu tummeln. Sicherlich ist Herrn Benesch der Gegen­satz außerordentlich peinlich, in dem das (unver­öffentlichte) tschechische Statut zu der Forderung seiner vor 30 Jahren verfaßten DoktorarbeitDas österreichische Problem und die tschechische Frage" steht:Es ist die Versöhnung der beiden Völker in Böhmen", so schrieb Benesch 1908,nur möglich, wenn sie vollkommen autonom sind." Dieser selt­same Canossa-Gang des jetzigen Staatspräsidenten Benesch von einer richtigen Erkenntnis zu wahn­witziger Unvernunft soll, das ist der eine Sinn der Vertuschungstaktik Prags, noch mehrere Mo­nate dem Licht der Öffentlichkeit entzogen blei­ben. Sodann will die tschechische Regierung noch schnell ein Ermächtigungsgesetz zum Ausbau der Präger Diktatur Einführung der dreijährigen Militärdienstzeit ohne Befragung des Parlaments. Arbeitsdienstpflicht zum Bau strategischer Stra­ßen, uneingeschränkte Vollzugsgewalt in Wirt­schaftsfragen unter Dach und Fach bringen. Das Ganze nennt sich amtlichTschechische Befrie­

dungspolitik"

Westmächte?

Unter dem sanften Druck der

Vatikan und

Das eindeutige Bekenntnis der faschistischen Partei zur positiven Faschismus Rassenpolitik, verbunden mit der Proklamation des Satzes:Die Juden gehören nicht zur italienischen Rasse!"- und der Ablehnung des Begriffs der Latinität, verdient eine um so stärkere Beachtung, als die biologischen Erkenntnisse des Faschismus aus' eigenem, d. h.

Um äss ZouäsMbäuäs äsr Wisnsr 1is.vsg io cksr äobsiwssxssss eotbrsiwts vor vier iLbrou ein dsktixsr Kswpk. Vit Lsnaerv-iZco, KssebinsnZovsbrsn und IlLiulArLNLtsn. Zinx äis Uxskutivo xsxsn äis kleine Krupps von 15 Llunn vor, äis sieb bisr vsrsobsnat Kalis und gegen sins sob^srkevgfknsts Usbrbsit fast avsi Stunden lang einen bsldenbaktsn .Widerstand leistete. Unser Uilddokuwent asigt den Abtransport der Tokbn auZ dem llavaggsbäudo. (kresss-Uollinann)

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2m Fernen Osten provozierte Sowjetrntzlai weitere Grenzzwischenfälle.

Die Japaner organisieren den Vormarsch ai Honkau.

Nationalfpanische Truppen überquerten den Ein diana-Flutz.

2m Pariser Ministerrat traten Meinungsverschi denheiten zutage.

Rudolf Hetz ist zu den heutigen Feierlichkeiten i Klagenfurt eingetroffen.

Die Salzburger Festspicle wurden eröffnet.

2n Vreslau nahm das Deutsche Turn- und Spor fest seinen Auftakt.

Vier deutsche Alpinisten haben erneut den Ausstil über die gefährliche Eiger-Nordwand unternomme 2m Davispokalkampf siegte Deutschland gcgi Frankreich mit 3:0; es steht jetzt gegen 2ugoslawü im Europazonen-Endspiel.

Zu den Belastungsverschiebungen bei der Grün steuer liegt eine ministerielle Stellungnahme vo Kreisobmann Schwenk erlätzt einen Aufruf c die Betriebssichrer.