Ausgabe 
(18.7.1938) Nr. 195
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Meiner Mim

parteiamtliche Tageszeitung

9as Amtsblatt des legierenden lürgermeisters der Zielen liansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsbiatt des Neichsstatllfatters in Oldenburg und Bremen

Nr. 195 / 8 . Jahrgang

Montan. 18. Juli 1958

kimelvreis 15 lvt.

Schwarzstemd und vrauichemd

eine unzerstörbare lZememschast

Seneral Nusso beim fükrerappell dee S». Her Stabschef gibt die neue Losung aus

Berlin. 18. Juli.

In der Dietrich-Eckart-Bühne, der olympischen Feierstütte, waren in den Abend- stu.iden des Sonnabend aus Anlaß der Reichswettkämpfe der SA. 21 3vll SA.-Führer, vom Sturmführer auswärts, zum Appell vor dem Stabschef und seinem Gast, dem Generalstabschef der Faschistischen Miliz, General Luigi Russo, angetreten.

Die SA.-Führer füllten, nach Gruppen geordnet, die 1 hochaufftsigenden Ränge dieser größten europäischen »Freilichtbühne, unter ihnen in weißen Hemden, den M iniformen der Kampfzeit, die SA.-Führer Oesterreichs. '»Zen hellen Stein des Bühnenhauses schmückten die 'Kähnen der beiden befreundeten Nationen, flankiert oon der Standarten der Gruppe Berlin-Brandenburg. Pylonen mit dem Zeichen der SA. zu beiden Seiten der Bühne trugen lodernde Feuer. Das gewaltige Halb­rund der herrlichen Anlage in dem-typisch märkischen Landschaftsbild gibt dem einheitlichen Block der SA.- Führer einen Rahmen voller farbiger Reize. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches schritten der Stabs­chef und der Generalstabschef der Faschistischen Miliz über die Mitteltreppe zur Orchestra. Der Stabsführer der Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer Herzog, meldete die 21 306 SA.-Führer und begrüßte den hohen Erst General Russo, indem er seiner höhen Genugtuung darüber Ausdruck gab, daß durch den ehrenvollen Be­such die enge Verbundenheit zwischen der italienischen Miliz und der SA. ihren Ausdruck gefunden habe.

Mit minutenlangen Heilrusen begrüßt, wandte sich dann General Russo an das Führcrkorps der SA. Die Faschistische Miliz und die SA. besäßen gemeinsame

hohe und bewunderungswürdige Ideale. Ihre Gedanken bewegten sich in der gleichen Richtung und seien in einem kurzen und doch so reichen Wort eingeschlossen: Vaterland!

Wenn diese geistige Verwandtschaft zwischen den^ Be­wegungen sich in der nächsten Zeit noch vertiefen werde, so geschehe das nicht nur wegen der Einheitlichkeit des Ursprungs, sondern auch auf dem Weg« des gleichen Ideals. Wenn die Beziehungen zwischen ihm und dem Stabschef nicht nur herzliche Kameradschaft, sondern auch wirkliche Freundschaft bedeuteten, so deshalb, weil Ka­meradschaft und Freundschaft kontrolliert würden von denselben Idealen. General Russo gab dann seiner tie­fen Bewegung über diesen Abend Ausdruck, in dem vor seinem Auge und keinem Geist das Urbild der Legionen Mussolinis und der Legionen Adolf Hitlers aufgestiegen seien. 2n einer Atmosphäre von unverbrüchlicher Soli­darität, geschaffen zwischen dem arbeitenden deutschen und italienischen Volk, hätten die Träger der beiden Revolutionen kein anderes Verlangen, als auf dem gleichen Wege zum Besten des Vaterlandes fortzuschrei­ten, Exzellenz Russo hob hervor, daß die gleichen 'Tu­genden, die dem Zerstörer Bolschewismus die Tore ver­schlossen haben, sie auch vor den Zerstörungen ver­schlössen, die aus der alten Welt herüberkämen.

Treue, Kraft, und Bereitschaft seien die treibende« Elemente beider Bewegungen und ihre Bereitschaft habe ihre besondere Bedeutung darin, daß sie zwischen Deutsch­land und Italien eine gemeinsame Aktion gebildet habe, die allen Priisungen widerstehen könne.

General Russos Ansprache schloß mit einem Lvviva auf die nationalsozialistische und faschistische Revolution, den Führer und den Duce und fand, oft von stürmischen Heilrusen unterbrochen, einejubelndeAufnahme. Nachden italienischen Hymnen nahmdannder Stabschef das Wort und führte aus, daß der Gast der SA., General Russo, von einer Kameradschaft, von einer Freundschaft ge­sprochen habe, die ihn mit dem Stabschef der SA. ver­bindet und die er mit ihm zusammen geschaffen hat. Aber ich darf sagen" so betonte Stabschef Lutz«daß sie bestehen soll wie zwischen uns, zwischen allen Män­nern draußen, die das Braunhemd tragen und allen Männern in Italien, die das Schwarzhemd tragen,"

Es ist vielleicht aus der gegenwärtigen politischen Atmosphäre heraus zu verstehen, daß wir uns etwas mehr mit den Ereignissen draußen beschäftigen müssen als in sonstigen Zeiten, Eine alte, faule Welt soll wissen, daß genau so, wie man es in der Kampfzeit nicht fertigbrachte und auch nach der Kampfzeit nicht fertig gebracht hat, unsere Organisation auseinander- zuschlagen oder falsche Woge zu leiten, heute die Mei- nug falsch ist, man könne uns vereinzelt schlagen. Nein, man soll wissen, daß man uns nur zusammen antreffen wird, (Stürmisch anhaltende Heilrufe,)

(Fortsetzung auf Seite 2)

Verschwundener Spuk

Lebhafte Nacht mit militärischen Maßnahmen im sudetendeutschen Brenrgebiet

Waldenburg (Schlesien), 18. Juli. Während noch am Sonnabend im gesamten sudeten- deutschen Grenzgebiet außerordentlich reges militärisches Lebe« herrschte, wodurch die sudetendeutsche Bevölkerung erneut stark beunruhigt wurde, sind am gestrigen Sonn­tag die Erenzstraßen und Wege plötzlich wie ansge- siarben. Lediglich in den frühen Morgenstunden bemerkte «an bei Halbstadt, in der Gegend von Nachod und an­deren Erenzstellen am Elatzer Bergland kleinere Trup- penabteilungen, die damit beschäftigt waren, die am -anuabend an den Nebenstraßen errichteten Grenz­sperren wieder zu beseitigen. An einzelnen Stellen lie­ge» «och spanische Reiter und anderes Sperrmaterial, darunter Wage» und dergleichen, neben den Straßen.

Während am Sonnabend zahlreich« Nebenstraßen und Erenzwege durch Posten und Barrikaden gesperrt waren und der ganze Verkehr sich durch die Hauptstraßen ab­wickeln mutzte, sind diese Posten über Nacht offenbar eingezogen oder G placiert worden, daß sie von der Grenz« aus nicht mehr sichtbar sind. Die zwischen Parschnitz (bei Trautenau) über Halbstadt, Vraunau bis Nachod im unmitelbaren Grenzgebiet sichtbaren Eeschütz- und Maschinengewehrstände, deren Lage nach den Mo- dllisationsmaßnwhmen vom Mai der gesamten Erenz- aevötkerU'Ng genau bekannt ist, sind am Sonntag wieder u«rdeckt und die Panzerkuppeln geschlossen, während am Sonnabend die Geschützrohre deutlich erkennbar waren.

Zahlreiche Passnnten teilen jedoch übereinstimmend «ch daß sowohl in Braun«» wie Trautenau und Nachod d>- Garnison«« erheblich verstärkt worden sind, und zwar durch Truppenteile aus Prag und der Slowakei, die zum Teil keine Regimeutsnummern tragen.

Die »m Sonnabend früh bei einer Reihe von Land­wirten vorgenommenen Requirierungen von Gespannen und Wagen sind jedoch bisher offenbar nur zum Teil aufgehoben worden, ebenso ist am gestrigen Sonntag den Landwirte« trotzdem sie mitten in der Ernte stehen, das Betreten gewisser Gebietsteile an der Grenze noch Mt gestattet, obwohl das Wetter für die Einfuhr des LMens günstig war, und das Korn trocken auf den Helden, steht. Aehnliche Beobachtungen werden auch aus Gegend von Lichtenau. Mäbiisch-Mtstadt im Elatzer vchneegebirge und aus dem Reichensteiner Gebiet ge­meldet, wo ebenfalls in der Nacht vom Freitag zum «onnabend die Garnisonen durch Truppenteile aus dem inneren Staatsgebiet verstärkt wurden. Auch am Sonntag stehen an einer Reihe von Brücken Posten unter 7°w«hr, die in den letzten 14 Tagen nicht mehr sichtbar S°wegn waren,

Aus Vraunau wird berichtet, daß noch in der Nacht »um -onntag die Crenzstrahen zum Teil gesperrt waren.

und ein außerordentlich lebhafter Verkehr militärischer: Lastkraftwagen zu bemerken, war, wobei nicht genau be­obachtet werden konnte, in welchem Maße etwa Truppen­teile aus Vraunau in die Befestigungen an der Grenze oder aus den Befestigungen. nach Vraunau gebracht wurden.

Zu den neuen nach Braunan verlegten Truppenteilen gehören zahlreiche Reservisten, die angeben, daß sie am Mittwoch und Donnerstag mit sechsstündiger Frist Gestellungsbefehle zu einer zweimonatigen Uebung erhalten hätten. Aus diesen übereinstimmend

larmmg unS Nückrugsmaßnaßmen!

gemachten Angaben geht hervor, daß es sich bei dieser Einziehung ganz ohne Zweifel um Msbilisierungsmaß- nahmen handelt, da Gestellungsbefehle mit so kurzer Frist nur im Falle einer Mobilisierung ausgestellt wer­den. Die Reservisten sind am Freitag in Präger und Preßburger Kasernen eingekleidet und dann unter Füh­rung von Offizieren in Sonderwaggons mit planmäßi­gen Zügen nach Trautenau geschafft worden, von wo aus sie mit Lastkraftwagen mit anderen Transporte» zu­sammen nach Braunau gebracht und den dortigen Trup­penteilen zugeteilt wurden.

Oesitor» traten in I!reinen <M»lIitIerurIanI,er aiw ,1er üvntselisii Ostmark ei». Viele von äen 15V in unserer Stallt selbst verbleibeiiäen Kamvrailvn Iraxen die sebniueke Travbt ibrer Tiroler Heimat. (8 oriebt siebe lw lllnorn äes ?1 attys-) L.wkv.Lbws:.-8owwsr.

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Wenn man draußen erst einmal genau weiß, wie in diesen Sportvorführungen der SA. lebensnahe, harte Kämpfe unter den Bedingungen der Wirklichkeit aus- getragen werden, dann werden sie immer mehr zum Ziel Tausender von Besuchern und damit zum Mittel­punkt des Interesses des Volkes!" Der uns das nach Abschluß der vorjährigen Reichswettkämpfe erklärte, war keinProminenter", sondern ein begeisterter Sport­schriftleiter, sein Ansspruch braucht deswegen jedoch nicht minder wahr und richtig zu sein. Was im vo­rigen Jahr zum erstenmal in Berlin nach kurzer Einarbeit dem deutschen Volk vorgeführt wurde, zeigte sich in diesem Jahr als große Veranstaltung, die im Mittelpunkt des Dolksinteresses steht, wiederum in der Reichshauptstadt.

Die SA. ist die Erzieherin des deutschen Mannes. Aus ihrem Geiste heraus sind die wehr­sportlichen Wettbewerbe geboren. Die 7660, die von 400 666 Kämpfern als Auslese in Berlin antraten, sind Beweis dafür, daß diese körperliche Erziehungs­arbeit trotz ihrer gewaltigen und immer mehr sich ausbreitenden Ausdehnung den rechten Platz für die Auslese bester Mannschaftsleistungen bietet. Die Art der Vorführungen bewies, daß hier nicht Sport um des Sportes allein, sondern um der körperlichen Schulung harter, erprobter Männer willen getrieben wird. Mannschaftsanslese und Breitenarbeit sind keineswegs Dinge, die einander ausschließen.

SA.-Sport ist nicht Reservatgebiet einiger weniger Liebhaber. Aus dem soldatischen Wesen der tragenden Organisation heraus mutz er sich an die soldatische Na­tur im deutschen Manne wenden, Soldat aber muß jeder deutsche Mann sein. Eine kurze Auslese aus der Fülle der Kämpfe dieser Tage allein macht klar, wie wirklichkeitsnahe dieser Kampfsport der SA. ist. Man greife nur die Nachricht en-Wettkämpse heraus. Von 500 Nachrichtenstürmen im Reich waren nur die fünf besten in die Entscheidung gekommen. Es kam hier nicht allein darauf an, daß die Mannschaften in voller'Ausrüstung Hindernis- oder Orientierungs­märsche zurücklegen, wobei die Hindernisse mit den schweren Kabeltrommeln usw. genommen werben müssen, es galt vielmehr daneben auch die geistige Aufnahme- oder Aufgabebereitschaft wie man will zu beweisen. Aufgeben und Aufnehmen von Morse- zeichen und Nachrichten, die Anlage eines Nachrichten­netzes und die Uebermittlung weiterer Meldungen sind die besten Beweise dafür, daß auch im. ausgepumpten Körper der Geist nie versagen darf.

Besonders markant für Geist und Zielrichtung des neuen Sports sind die wehrsportlichen Mann- schafts.wetttämpfe wie z. B. der Wehrmann- schaftskampf. Zwanzig-Kilometer-Gepäckmarsch mit voller Ausrüstung und Gewehr in geschlossener Marsch­kolonne, Ueberwinden von natürlichen Hindernissen unterwegs und der 256 Meter langen Wehrkampfbahn mit ihrem Wassergraben, den spanischen Reitern, den Kriechhindernissen, anschließendes Handgranatenziel- werfen der Mannschaft und Schießen, Nur so kann man die Einsatzfähigkeit messen. Dies gilt auch für die Radfahrstreife, deren Führer nicht allein sein Orien­tierungsvermögen im Gelände glänzend nachzuweisen Gelegenheit hatte, er konnte mit seiner Mannschaft durch Nehmen von Hindernissen wie Wassergraben und Zaun, durch - Handgranatenzielwurf und. Anfertigen von Geländeskizzen auch seinen und den weiteren Aus­oder Vorbildungsstand seiner Männer ihre Probe be­stehen lasten. Auch der Mannschaftsörientierungslanf

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Bei den Unruhen in Palästina sind wieder vier Tote zu verzeichnen.

Die portugiesische Presse verurteilt in schärfster Weise dieNews-Chrdniclc"-Liigen.

Im sudetendeutschen Grenzgebiet waren die Straßen nach den vorherigen Truppenznsainmenziehnnge» plötzlich wie ausgejtorben.

Auf dem großen Führerappell der SA. sprach«» General Russo und Stabschef Lnhe.

Zu einem hervorragenden wehrsportlichen Erfolg wurden die 2. Reichswettkämpfe der SA. im Olympiastadion.

Deutschlands Amateurbox-Länderstasfcl schlug Ita­lien 16:6.

Bei dem deutschen Schwimmersicg über Ungarn schlug Fischer-Bremen den Ungarn Cfik.

Deutscher Handballmeister wurde der MTSA. Leip­zig durch einen 8:S-Sieg über MSB. Weitzcnfels.