Ausgabe 
(12.7.1938) Nr. 189
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Nremen

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Die 22-mia-Zelle im Anzeiaentell 13 die 78-mm-Zeile im Tert- tell 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Dedinaunaen Preis­liste 7 (Nachlaßstassel O). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annabmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremcn:

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches Nerkündungsblakt des Neichsstattlialters in Mdenburg und vremen

Nr. 189/8. Jahrgang

Dienstag, 12. Juli 19Z8

Einzelpreis 15 Nps.

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kin Weltwunder deutscher Technik

Neues Unterwasserkeastwerk an der Iller in vetrieb

epochemachende Umwälzung aus dem Ueblete der Stromerzeugung / 25 Millionen Kilo­wattstunden im lalzr / Unbedingte Sicherbeit gegen Kochwasser und kisdruck / kinzig- arUge Verschönerung des Landschastsbildes / wettere acht Werke im Neich geplant

St ein dach, (Kreis Memmingen), 12. Juli. Mit einem feierlichen Akt wurde am Montagnachmittag das nach den Plänen von Landesbaurat Arno Fischer-München erbaute Unterwasserkraftwerk an der Iller bei Steinbach im Kreis Memmingen in Anwesenheit des bayrischen Staatsministers des Innern, Gauleiter Adolf Wagner, und der Gauleiter Karl Wahl-Augsburg und Franz Schwede-Coburg-Pommern seiner Bestimmung übergeben.

Kein Wehr, kein Staudamm, keine hohen Bauten ver­raten, daß unter den brausenden Wassern der Iller ein gewaltiges Kraftwerk verborgen ist. Unbe­rührt scheint die Natur, und doch waren hier ein Jahr lang Erd- und Betonavbeiter, Monteure und Ingenieure rastlos tätig. So stellt Gestaltung und Durchführung dieses Unterkraftwerkes, das bis jetzt zwei Vorbilder hat, eine vollständige Umwälzung auf dem Gebiete der

Wasserkraftausnutzung und der Elektrizitätsgewinnung dar.

Staatsminister Gauleiter Adolf Wagner beglück­wünschte Baürat Fischer zu der Schaffung des Wer­kes, dankte vor allem auch der Arbeiterschaft und rich­tete einen Appell an die Wirtschaft, mitzuhelfen, daß die freien Wasserkräfte, besonders die reichen Wasser­kräfte in Bayern, weiter ausgebaut werden.

Mit leisem Singen liefen die Generatären an, brau­send ergossen sich die Wassermengen, und bald war nu.r noch ein einziger Wasserfall zu sehen. Die Bedeutung der neuen Anlage liegt in der wesentlichen Herabsetzung der Bauzeit sowie in einer bedeutenden Ein­sparung von Arbeitskräften und Rohstoffen, Vor­teile, die im Vergleich zu einem gleich leistungsstarken Usberwasserwerk bis zu 50 Prozent ausmachen. Die Unterwasserkraftanlage erfüllt auch die Forderung des Führers, daß technische Arbeiten die Landschaft nicht entstellen, sondern schöner machen sollen. Besondere Sicherheit gewährt diese Bauart dei Hochwasser und Eisgang.

Das neue Werk, dessen Inbetriebnahme abermals eine nationalsozialistische Großtat bedeutet, hat eine Leistung von 2S Millionen Kilowattstunden im Jahr. In seiner Art sollen an der Iller noch acht weitere Werke errichtet werden.

Nom durchschaut pariser Zittrigen

Italienische Stimmen zur spanischen frage und zum englisch-italienischen flbkommen

Rom, 12. Juli.

Zu den Qne'rtreibereien gegen das Inkrafttreten des englisch-italienischen Abkommens nimmt „Messaggero" in seiner Sonntagsausgabe, unter der Uebcrschrift „Buchstabe und Geist" in sehr bemerkenswerter Weise Stellung. Das Blatt unterstreicht mit Nachdruck den Umstand, daß das Abkommen und seine Bestimmungen einschließlich jener über sein Inkrafttreten zu einem, Zeitpunkt abgesagt wurden, zu dem alles ein rasches Ende des spanischen Krieges als Folge des siegreichen Vormarsches der nationalfpanischen Truppen voraus­sehen ließ. Auch habe damals die Ueberzeugung vorge- herrscht, daß keine weiteren Störungen mehr auftreten und ganz besonders die riesigen Waffen- und Muui- tionstransporte über die Pyrenäen-Erenze unterbleiben würden.

Was bedeute heute die Schließung der Grenzen, nach­dem bereits alles, was den Widerstand der Bolschewisten verlängern und verstärken könne, über die Grenze ge­schasst worden sei?

Unter diesen Umstanden erscheine eine Verlängerung des Krieges über die damals angenommene Zeit hinaus unvermeidlich, was in den Augen der Kriegshetzer nur den einen Sinn haben könne: Verzögerung des Inkrafttretens des englisch-italieni­schen Abkommens. Dazu komme die allgemein be­stehende Annahme, daß sich Barcelona in der Frage der Zurückziehung der Freiwilligen auf Geheiß von Mos­kau und des internationalen Antifaschismus jede Art von Widerstand und Obstruktion leisten werde. Man wolle also nur Zeit gewinnen, um nach den Wünschen der Dritten Internationale den Krieg im nächsten Frühjahr wieder mit voller Kraft aufnehmen zu können.

Das Blatt nimmt dann auf eine Aeußerung der „Times" Bezug, die englische Regierung möge dem Ausdruck „Regelung der spanilchen Dinge" keine unver-

oeneral pariani beim führet

München, 12. Juli

Der Führer empfing gestern im Führerbau am König­lichen Platz zu München den Oberbefehlshaber und Ecneralstahsches der italienischen Armee, General Pariani.

Vor dem Empfang beim Führer legte General Pa­riani am Kriegerdenkmal vor dem Armeemuseum und in den Ehrentempeln am Königlichen Platz Kränze zum Gedächtnis der Gefallenen des Krieges und der Toten der Bewegung nieder Eine Ehrenkompanie des Heeres und eine Ehrenkompanie der ((-Standarte ,,Deutsch­land" erwiesen dem hohen italienischen Gast an den Ge­denkstätten die Ehrenbezeugungen.

In einer Meldung des Berliner Vertreters der Agenzia Stefanie über den Besuch des Generals Pariani heißt es, der General habe seinen Berliner Aufenthalt mit dem Besuch bei Eeneralfeldmarschall Gör ing, der ihn herzlich in Karinhall aufgenommen habe, abgeschlossen.

„Sowohl bei dem Besuch der Militärschnlen und der Ausbildungslager aber auch bei der Besichtigung der Uebungen der verschiedenen Waffengattungen hat General Pariani die prächtige Entwicklung feststellen können, die in Deutschland innerhalb kurzer Zeit von der Militärorganisation erreicht wurde, ferner den hohen Grad ihrer Leistungsfähigkeit und der Vor­bereitungen der Abteilungen und die andauernden Fort­schritte, die auf jedem Gebiet der militärischen Tätigkeit verwirklicht werden. Ueberall ist er Gegenstand diesem Stand herzlicher Kundgebungen und Aufmerksamkeiten gewesen und seine Anwesenheit hat Gelegenheit gegeben, die Gefühle der Sympathie die die beiden Heere der befreundeten Nationen verbinden von neuem zu bekräftigen."

nünftige Auslegung geb^n und erklärt, das einzige 'Hin­dernis gegen ein rasches Inkrafttreten des englisch- italienischen Abkommens liege heute bei der Prozedur für die Zurückziehung der Freiwilligen. Nochmals auf die „Times" zurückkommend, die eine weitgehende Zu­rückziehung der beiderseitigen Freiwilligen vorschlägt, erklärt der „Messaggero", man könne den Geist: dieses Vorschlages nicht in Zweifel ziehen. Der Vorschlag wolle „das Jnkraftsetzen des englisch-italienischen Abkommens- wieder in den Willen der beiden direkt interessierten Parteien stellen und dem unbegreiflichen und ab>urden Zustand ein Ende machen, der die Handlungsfreiheit zweier Großmächte von dem schlechten Willen Dritter und von den verbrecherischen Machenschaften derer ab­hängig mache, die einen allgemeinen Krieg entfesseln wollen".

Auch die „Stampa" und der „Popolo di Roma" beschäftigen sich mit dem Stande der spanischen Frage. Die „Times" habe, so meinen die Blätter, wenn auch nur zwischen den Zeilen zu verstehen gegeben, daß, wenn die Gründe Italiens nicht anerkannt werden, die Möglichkeit bestehe — die übrigens nicht einmal ver­dammt werden könne — daß Italien sich eines Tages entschließe, das Gleichgewicht der Kräfte in Spanien wiederherzustellen, so daß das Verhältnis der sich gegenüberstehenden Kräfte wieder dem bei der Unter- zeichnung des englisch-italienischen Abkommens ent­sprechen würde.

Die Haltung Frankreichs und die Jntrigen, mit denen man von Paris aus versucht, das Inkrafttreten des englisch-italienischen Abkommens zu verzögern, werden von der gestrigen römischen Abendpresse hervorgehoben,

wobei das von Paris znr Schau getragene Erstaunen über die italienische Reaktion als völlig ungerecht­fertigt bezeichnet wird.

Man brauche nur, wie der Pariser Korrespondent der „Tribuna" erklärt, um Frankreichs Verantwortung auf­zuzeigen, darauf hinzuweisen, daß der verstärkte Nach­schub nach Rotspanien unmittelbar nach dem 16. April eingesetzt habe, um den spanischen Marxisten die Mög­lichkeit zu bieten, den Ausgang des spanischen Bürger­krieges hinauszuschieben.

Frankreich behauptet immer noch, daß ein französisch­italienisches Abkommen die notwendige Ergänzung des italienisch-englischen Abkommens darstelle und für eine Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes im Mittelmeer und des europäischen Friedens unerläßlich sei. Eigentlich sollten also die Franzosen das größte Interesse daran haben, die notwendigen Voraussetzungen für das Zustandekommen eines derartigen Abkommens zu schaffen, auf das Italien seinerseits sehr wohl verzichten könne.

Der Pariser Vertreter des „Lavoro Fascista" betont, die französische Presse verschweige bewußt die zahlreichen schwerwiegenden Handlungen Frankreichs, um glauben zu machen, daß Italien gegen Frankreich Stellung genommen habe. Man versuche allerdings, die Untätigkeit Frankreichs und seinen Verzicht, entschlossene Gesten zugunsten des Friedens zu unternehmen, mit den Schwierigkeiten zu entschuldigen, die der Regierung von feiten der Marxisten in den Weg gelegt werden.

Wenn sich aber Frankreich von den Marxisten dazu verführen lasse, bereits bestehende Abkommen zerstören zu wollen, so gebe es dafür keine Entschuldigung.

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Wer denkt heute bei uns noch an jene orientalisches Gestalten mit krummen Nasen und geschäftigen Fingern, geschweiften Beinen und krausen Haaren, die laut dis­kutierend und mauschelnd die Vorgärten der Eroßstadt- cafös am Nachmittag und die besten Gaststätten am Abend bevölkerten? Im trauten Verein saßen sie bei Kaffee und auch schärferen Sachen, retteten sich und die Welt mit Hilfe des Edelkommunismus in die Welt­revolution und verschacherten Deutschland auf allen Gebieten des Lebens.

Die Zeiten sind vorbei, da diese Salonbolschewisten, mögen sie nun gefährliche oder harmlose Gestalten ge­wesen sein, glaubten, bei uns die erste Geige spielen zu können. Sie haben ihr Tätigkeitsfeld gewechselt und sind nach Ländern gezogen, die für diese Schmarotzer einen besseren Nährboden abgeben. Den dort bereits ansässigen Vettretern ihrer Rasse haben sie dann ihre Manieren mit Erfolg beigebracht, falls diese sie nicht bereits von sich aus begriffen hatten.

Oder wie soll man sonst eine kleine versteckte Notiz in einer der Ausgaben der Londoner Zeitung „Evening Standard" verstehen, die kürzlich unter der vielsagenden lleberschrift „D ie Kaffeehaus-Kommunisten" mit folgendem Satz begann: „Eistes der jüngsten En zeugnisse unseres sozialen Lebens sind die Kaffeehaus- Kommunisten". „Evening Standard" begnügt sich jedoch nicht, mit dieser an sich schon interessanten Feststellung, sondern nimmt sich in wenigen Zeilen drei dieser Edel- kommunisten vor, deren Lebenshaltung in krassem Widerspruch zu den von ihnen verkündeten Anschau­ungen steht.

Es fällt der Name John Strachey, der ein in England recht bekanntes Mjtglied der Kommunisti­schen Partei ist, nichtsdestotrotz aber in einem ebenso bekannt guten Londoner Restaurant sein keineswegs schmales Abendessen einzunehmen beliebt.

Es fällt der Name Tom Driberg (auch unter dem Namen William Hickey nicht gayz unbekannt), der den Unterschied zwischen Theorie und Praxis in dürren Worten vor seine begeisterten Anhänger legt. Denn als man ihn fragte, wie sich nun seine Anschauungen mit seiner Lebensweise-vertrügen, da erklärte der Prediger Moskaus kurz und sachlich, daß er nicht ein­sehe, warum er ein Opfer von Unterernährung werden solle, warum gutes Essen das klare Denken verhindern solle, und einige solcher aufschlußreichen Sachen mehr. Die roten Genossen, die arbeitslosen Männer, die unter­ernährten Kinder werden ihm für eine derartige Auf­klärung sehr dankbar sein.

Es fällt weiter der Name Victor Gollancz. Dieser buchhandelnde Jude ist zwar nicht Mitglied der Kommunistischen Partei, aber er tritt mit der ganzen Wucht seine jüdischen Persönlichkeit plattflltzig für den linken Flügel ein. Es ist selbstverständlich, daß er, um sich von dieser Anstrengung zu erholen, nur die besten Gaststätten Londons aufsuchen kann, um sich an den leckersten Herrlichkeiten der Küche zu stärken.

Dieser Mann hat einen Lebensweg hinter sich, der für viele seiner Rasse im Deutschland vor 1933 typisch war. Vor zehn Jahren kam er in das Verlagsgewerbe, nachdem er sich vorher im Londoner East M>, aus dem er stammt, herumgetrieben hatte. Sein großes Geschäft witterte der Jude im Jahre 1933, und er machte es mit seinen eigenen Rasfegenossen. Damals stürzte er sich auf das Drucken von Emigrantenliteratur und holte damit aus den Taschen derer, die aus Deutschland flüchteten, noch Geld. Diese Methode hat er dann als äußerst gewinnbringend beibehalten. Neben seinem

Die Unruhen in Palästina erforderten am Mont ,echs Todesopfer.

Die spanischen Bolschewisten pressen Kinder i Schanzarbeit. "

Ungarn erhält ein Propagandaministerium m deutschem Vorbild.

Der bekannte englische Schriftsteller Bernard Shi veröffentlicht eine für England aufschlußrei Charakteristik des Führers und des Duce.

Der Führer empfing den Chef des italienisch Generalstabes, General Pariani.

Das neue Unterwasscrkraftwerk an der II wurde feierlich seiner Bestimmung übergeben. Der Rcichstreuhänder gibt Erläuterungen für i Tarifordnung für den öffentlichen Dienst bekan In Bremen traf die japanische Jugendsllhrerabo' nuug und der Japanmarschblock der HJ. ein. Der Bremische SB. belegte in der Vereinswertn der Deutschen Schwimm-Meisterschasten wieder d ersten Platz.

Die Arbeiten am Roland werden wiedcraufi nommen. -

Der amerikanische Flieger Hughes legte die Strc Newyork—Paris in 17)4 Stunden zurück.

Abkehr in Grog-Paris forderte im Jahre 18 . 468 Tote.

In der Tour de France liegt Leducq-Frankre m,t 26 Sekunden Vorsprung vor Wengler-Dcuts land.