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parteiamtliche Tageszeitung
Vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien kjansestadt vremen
der Nationalsozialisten Bremens
flmliiches Verkundungsbiatt des NeiHsstattlialters in Oldenburg und Nremen
Nr. 1SZ / 8. Zchrgang
Mittwoch, 6. Juli 1SZS
Einzelpreis 15 Npf.
ks dämmert in französischen Hirnen
isoooo irregeführte prbeiter »erlassen kommunistische Sewerkschaft
Me yulttung für verfehlte VolksfrontpoMik/Vas Monopol der 60s. gebrochen/flppell der natlonalistlschen „Liberte" an die Negierung / klne harte Nuß für den Marxismus
<8oockerberlc:kt cksr „Lremer Leitung")
Paris, V. Juli.
Im Lause der letzten Monate haben über 150 000 <3GT.-Mitglieder diese Gewerkschaft verlassen. Weder bei dieser kommunistischen Gewerkschaft noch im übrigen Lager der parlamentarischen Parteien Frankreichs ist man sich im Zweifel darüber, datz die Massenabsage des französischen Arbeiters an die Gewerkschaft die Folge der dem französischen Arbeiter nur Enttäuschung gebrachten Bolksfrontpolitik ist.
Die Tatsache, dah innerhalb von sechs Monaten allein die der EGT.-Gewerkschaft angeschlossene Bauarbeiter- gewerkschaft 40 000 Mitglieder, die Veam-tengowerk- schaft 24 000 Mitglieder, die Gewerkschaft für die Nah- rungsmittelbramche und die chemische Industrie zusammen 18 000 Mitglieder verloren, datz ferner im der Metallindustrie 70 000 Arbeiter der EGT. den Rücken gekehrt haben, hat in ganz Frankreich allgemeines Aufsehen erregt, und die Presse beginnt sich mit dieser Tatsache sehr interessiert zu beschäftigen. So weist Doriot in seiner nationalistischen „Liberts" darauf hin, datz nunmehr die marxistisch-kommunistische GET.-Eewerk- schaft nicht mehr das Recht habe, im Namen der französischen Arbeiterschaft zu sprechen, wie sie das immer tue.
Es handele sich, so bemerkt Doriot, um eine Bewegung allgemeiner Art, die man nicht unterschätzen dürfe. Zahlreiche Arbeiter begännen sich darüber klar zu werden, daß sie von den marxistischen Demagogen getauscht worden sind. Die politischen Streiks und die bitteren Enttäuschungen infolge Scheiterns der Volksfront seien die Hauptgründe dieses Abfalles. Die EGT. umfasse heute nur noch einen Bruchteil der französischen Arbeiterschaft.
Sie -könne sie also nicht mehr vollkommen vertreten. Die Regierung müsse dieser neuen Lage Rechnung tragen und das Monopol, das sich die EGT. anmaße, brechen.
Doriot spricht Hier zweifellos die Ueberzeugung des ganzen nichtmarxistischen Frankreichs aus und es wird sich die Regierung während der Parlamentsferien nun überlegen müssen, wie sie sich zu dieser Frage in Zukunft stellen wird.
Keine flrbeil im »reichen" kngland
Das Gespenst der Arbeitslosigkeit über Großbritannien 1800 000 klagen an
(Ligsvsr vrabtbsriebt äsr „Lrswsr 2siinvA")
London, 0. Juli.
Wie bereits kurz berichtet, ist die Zahl der eingetragenen Arbeitslosen in England um 24107 auf 1802 002 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es insgesamt 500 000 Arbeitslose mehr in England. Besonders in Mitleidenschaft gezogen ist die Textilindustrie, der Kohlenbergbau und das Baugewerbe.
Der Geheime Ausschutz konservativer Unterhausmitglieder befaßte sich in einer Sitzung mit dem Teil der Rede Chamberlains in Kettering, in dem Chamberlain sich auf den Standpunkt stellte, datz England mit Rücksicht auf die Dominions nicht mehr Lebensmittel erzeugen sollte als heute. Nach einer lebhaften Debatte forderte eine ganze Reihe von Abgeordneten, datz das Kabinett alles nur Denkbare tun sollte, um die englische Landwirtschaft zu fördern und ihr zu helfen.
Der „Daily Expreß" und die „Daily Mail", die sich immer für eine Unterstützung und Förderung der englischen Landwirtschaft eingesetzt haben, bringen diese Meldung als Hauptmeldung des Tages in großer Aufmachung. „Daily Expreß" greift gleichzeitig diese Politik Chamberlains scharf an. In außenpolitischen Fragen, so heißt es u. «„ vertrete Chamberlain die Mehrheit der Nation; aber er verliere sowohl in innerenglischen wie in Empire-Fragen erheblich an Anhang. Ein Jahr sei er erst im Amt, und wieder erhebe das Ungeheuer der Arbeitslosigkeit sein Haupt. Chamber- lain habe keinen Plan zur Bevölkerung des leeren Empire, zur Entvölkerung der überladenen Städte und zur Hebung der Reichtümer der Kolonialgebiete. Dieser Kritik an der Agrarpolitik Chamberlains hält die „Times" aber entgegen, daß es unklug und unrichtig sein würde, die Landwirtschaft bereits heute auf die Kriegsbasis zu stellen.
Aus einer zwar anderen Grundhaltung heraus greift auch der „Daily Herold" die Regierung wegen ihrer Untätigkeit in der Frage der zunehmenden Arbeitslosigkeit an. Das Blatt stellt in seinem Artikel fest, datz die Erwerbslosigkeit im Juni 1,83 Millionen erreicht habe und datz man im Winter trotz der Aufrüstung wieder mit zwei Millionen Arbeitslosen werde rechnen müssen.
Sie „Stadt des kds.-wagens" geschaffen
0er sülirer belfSlt stch endgültige Namengebung vor — Vermessungsarbeilen baden bereits begonnen — Yuelle am
klieversberg das künftige Wasserwerk
(§igsvsr Lsrlobt äsr „Lrsmsr 2sitnng")
eu. Braunschweig, 8. Juli
Durch Entscheidung des Oberpräsidenten von Hannover ist im Kreise Gifhorn mit Wirkung vom 1. Juli 1838 eine Stadtgemeinde gebildet worden, in deren Gebiet die KdF.-Wagen-Fabrik liegt. Da der Führer sich die endgültige Namengebung vorbehalten hat, erhält die neue Stadtgemeinde die vorläufige Bezeichnung „Stadt des KdF.-Wagens bei Fallersleben".
Mit der Führung der Geschäfte des Bürgermeisters der neuen Stadt ist Regierungsassessor Bock vom Negierungspräsidium Lünsburg beauftragt worden. Die Gemeinden Hetzlingen, Rotenfelde und Rotehof werden vollends in der neuen Stadt aufgehen. Sie haben theoretisch mit dem 1. Juli 1938 zu bestehen aufgehört. Auch Teile von Fallersleben, Mörse und Sandkamp werden in den Bereich der „Stadt des KdF.-Wagens" fallen.
Die Vermessnngsarbeiten für die Stadt haben bereits begonnen. Die Stadtneubwuleitnng ist vorläufig in einer Baracke'am Klieversberge untergebracht, jedoch soll binnen kurzem ein auch für den Winter verwendbarer Neubau geschaffen werden. Für das Wasserwerk hat man eine Quelle am Klieversberg in 120 Meter Tiefe angetroffen, die hinreichend ergiebig sein soll. _
Neilbsminister Vr. Voebbels besuchte die bandwerksausstellung
Berlin, 6. Juli
Reichsminister Dr. Goebbels besuchte gestern in Begleitung von Staatssekretär Hanke die Internationale Handwerksausstellung am Berliner Funk- turm. Am Eingang zur Ehrenhalle begrüßten ihn Ministerialrat Eutterer und Direktor Wischek vom Ausstellungs- und Messeamt der Reichshauptstadt Berlin. Ständig dicht umringt von den Ausstellungs- besuchern und allenthalben stürmisch begrüßt unternahm der Minister unter Führung des Leiters des Deutschen Handwerks in der DAF., Paul Walter, einen zweistündigen Rundgang durch die Hallen. Mit besonders großem Interesse besichtigte Dr. Goebbels die antiken Kostbarkeiten der Kunst- und Kulturhistorischen Schau. Lange verweilte der Minister in den Hallen in denen die Sonderschauen der, 27 ausstellenden Länder unter
gebracht sind. Die Leiter der einzelnen ausländischen Abteilungen ließen es sich nicht nehmen, den Minister zu begrüßen und ihm Ehrengaben zu überreichen, die für die Handwerkskunst ihrer Heimat besonders charak
teristisch sind. Dann nahm Dr. Goebbels auch die deutsche Leistungsschau in Augenschein, die eine reiche Fülle von hochwertigen Erzeugnissen aller Zweige des deutschen Handwerks in sich vereinigt.
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bestimmten blasebiuen wird au Lord des Llugstutr-punktes genommen. ^kresss-LoLmavn.)
„2eK»«ke
Mangels eigener neuer Gedanken scheinen gewisse französische und englische Blätter wieder, alte Zertungsbände aus der Vorkriegszeit hervorzukramen. Wiederum geistert im demokratischen Blätterwald des Westens die „deutsche Eefah r". Nach der gleichen Methode, die vor dem Völkeriingen gegen Deutschland angewandt wurde, erheben sich wieder zahlreiche ebenso unrichtige wie hatzverwirrte Verdächtigungen gegen das Reich.
Es gibt keinen Nachbarn Deutschlands, der nicht in irgendwelchen Organen der französischen oder englischen Presse bereits als wahrscheinlicher, wenn nicht sogar als todficherer Kandidat eines deutschen llebersalls bezeichnet und von vornherein als Opfer des deutschen Imperialismus bedauert worden ist. Da das Deutsche Reich an 13 kontinentale Nachbarstaaten unmittelbar grenzt, ergibt sich eine Fülle von Themen für angebliche deutsche Kriegspläne, die sich gegen Litauen oder Holland, Liechtenstein oder Luxemburg, Polen oder Frankreich, die Schweiz oder die Tschecko- Slowakei usw. richten. Leider hat noch keiner der findigen Verfasser bzw. „Enthüller" dieser gefährlichen deutschen Pläne sich der Mühe unterzogen, einmal auszumalen, wie das Deutsche Reich gleichzeitig seine Nachbarn in Ost, West, Nord und Süd angreifen soll. Das Deutsche Reich mügte zehnmal soviel Einwohner haben, wollte es die Ziffer jener Jnvasionsarmeen aufbringen, die nach den angeblichen in Pariser und Londoner Blättern bereits erschienenen deutschen Einmarschplänen vorhanden sein sollen.
Vor wenigen Tagen noch brachte der „Ordre" eine« Artikel „Wie Hitler die Welt erobern will" und einen angeblichen Plan der „Militärakademie" von Berlin für den Einfall in die Lschecho-Slowakei. Fast am gleichen Tage brachte das englische Blatt „Sunday Times" eine Darstellung, nach der der deutsche Generalstab Vor, bereitungen für eine etwaige Offensive durch die Schweiz treffe. Die „Nazipropaganda" in der Schweiz greise immer mehr um sich. Deutschland sei bestrebt, die „Velfort-Lücke" von Freiburg im Breisgau bis LLr- rach als Operationsbasis gegen Frankreich zu gewinnen. Nach der Tschecho-Slowakei sei für Deutschland die Schweiz „fällig". Trotz aller mehrfach von zuständiger deutscher Stelle gegebenen feierlichen Versicherungen» daß Deutschland die Neutralität der Schweiz nicht nur anerkannt, sondern sogar in ihr einen wesentlichen Bestandteil des europäischen Gleichgewichtes sieht, bringt es «in englisches konservatives Blatt fertig, Deutschland kriegerischer Absichten gegen die Schweiz zu verdächtigen.
Die „Sunday Times" und alle anderen französischen und englischen Blätter, die jedes Wort eines deutschen Staatsmannes oder eines deutschen Funktionärs dreimal prüfen, ob aus ihm nicht eine „Angriffsabsicht" zu ersehen ist, übersehen jedoch geflissentlich, wenn von anderer Stelle aus öffentlich der Üeberfall auf ein neutrales Land vorgeschlagen wird. Das französische Mili» tärblatt „Notre Prestige", das dem Generalstab nahesteht, bezeichnete bekanntlich vor wenigen Tagen Belgien als unvermeidliches Schlachtfeld und empfahl Frankreich, offen im Falle eines Konfliktes mit motorisierten Truppen in Belgien einzufallen, um möglichst schnell das Ruhrgebiet — „die verwundbarste Stelle Deutschlands" zu treffen. Kein Pariser oder Londoner Blatt hat es für notwendig gehalten, in diesem offenkundigen Falle für die belgische Neutralität einzutreten und die Pläne des Blattes zurückzuweisen. Solche Pläne werden, falls ein französisches Blatt sie äußert, in Paris oder London als „verständlich" und „natürlich" empfunden. Würde ein deutsches Blatt, vielleicht
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Die Japaner haben Hukau eingenommen.
Die letzten Stürme in Japan wirkten sich in einer furchtbaren Unwetterkatastrophe aus.
Die nationalspanischen Truppe» eroberten Burriana.
Die französische kommunistische GGT.-Eewerkschast verzeichnet eine Masfenabwanderung.
Ein riesiger Brand wütete in der größten Theater- kulissensabrik Frankreichs.
Im Nichteinmischungsausschutz wurde die Zurückziehung der Freiwilligen beschlossen.
Die Stadt des KdF.-Wagens ist gegründet,
01 Waggons Lebensmittel entsandte der Gau Ost- Hannover als Spende an die Ostmark.
Heute vollendet Ulrich Graf sein 80. Lebensjahr.
Die grötzte Kindertagesstätte unseres Gaues wurde eröffnet.
In Bremen werden rund 5000 Haustafel» der NSDAP. angebracht.
„Saarland" ist glücklich in Bremen gelandet.
Nach den neuesten Ziffern für Mai bleibt Weser. mllnde/Bremerhaven der grötzte deutsche Fischereihafen.
Die Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt- schloß mit einem großen lleberschuß ab.
Die Hapag erwartet für 1938 kein nngiinstigere- Betrrebsergebnis als im Vorjahre.
Die United States Lines haben ein neues Passagier» schiff in Auftrag gegeben. " °
Die erste Etappe der 32. „Tour de France" gewann der Deutsche Oberbeck.