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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkiindungsblatt des Beichsstattlialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 182/9. Jahrgang
Dienstag, 5. Juli 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
Ver Vuce an die demo-plutokratien
Mussolini auf der Dreschmaschine brandmarkt internationale sriedensseinde
Jüdische Hoffnungen auf den Hunger des italienischen Volkes feklgeschlagen / Zusammen- bruch der «Spekulationen der front des Abschaums aller Volker" / Nationen, die fich chr vrot aus eigener Kraft verdienen, brauchen keine VettelanleilienL
, Rom. 5. Juli.
Nachdem die Getreideernte in ganz Italien bereits seit 14 Tagen in vollem Gange ist, hat Mussolini am Montag im Gebiet der ehemaligen pontinischen Sümpfe, der jüngsten Provinz Littoria, die Arbeit an der Dreschmaschine eröffnet. Der Duce hat bei dieser Gelegenheit männlich-stolze Worte gerichtet an die Adresse jener internationalen Mächte, die unter dem Mäntelchen der „Demokratie" den Aufbauwillen der zu starkem Nationalbewußtsein,erwachten und autoritär geführten Völker sabotieren.
Mittags war der Duce, begleitet von Parteisekretär Minister Starace und anderen Regierungsmitgliedern sowie von sämtlichen Gaullettern Italiens, in.Aprilia eingetroffen. Unter dem stürmischen Jubel der Land- arbeiter stieg er sofort auf die Dreschmaschine und hielt vor deren Ingangsetzung eine kurze Ansprache über Sinn und Bedeutung der diesjährigen Ernte- und Dresch- arbeiten, die durch den italienischen Rundfunk verbreitet wurde.
Mit der Abwicklung der Erntegeschäfte, so führte Mussolini mit stärkster Betonung und sichtlichem Stolz aus, breche die schändlichste Spekulation jener Front zusammen, die aus dem Abschaum aller Völker gebildet wird. Man wollte auf den Hunger des italienischen Volkes und auf eine Mißernte spekulieren.
Er könne aber heute von der Dreschmaschine herunter, wo er sich anschicke, das Getreide der jahrhundertelang verwahrlosten und nur durch den Heldenmut und den Willen des Faschismus für die Landwirtschaft erschlosse
nen pontinischen Gebiete auszudresche», vor aller Welt erklären, daß die diesjährige Ernte qualitativ besser sei als die vorjährige und quantitativ nur wenig hinter ihr zurückstehe. Dabei sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Italien könne ruhig der Zukunft entgegensehen.
Der knappe Boden Italiens, der von den durch unk durch faschistischen Bauern Italiens mit so viel Glauben und Sorgfalt bearbeitet werde, habe ihnen die schönste, aber auch die höchst verdiente Ueberraschung bereitet: Das italienische Volk werde das für sein
Leben nötige Brot haben.
Aber selbst wenn es an diesem Brot gefehlt hätte, so hätte sich das italienische Volk niemals — er wiederhole: niemals! — dazu hergegeben, bei den sogenannten Demo-Plutokratien irgendeine Hilfe zu suchen. Die Berechnungen der Antifaschisten seien fehlgeschlagen. Auf diese Feinde Italiens wolle er aber heute das italienische Volk besonders hinweisen, damit es sich an sie zur
ge-ebeneil Zeit und unter allen Umständen im Frieden wie im Kriege erinnere.
Mit stürmischem Jubel wurden die Worte Mussolinis aufgenommen. Dieser gab den Befehl, zum Ingangsetzen der Dreschmaschinen, deren Summen mit den Volksliedern der Landarbeiter zusammenklang.
Italien Ist mißtrauisch
„Tribuna": „Londons Optimismus verfrüht"
(bügsnsr Oräbtbsriebt cksr „Lrswsi ZsituvZ")
London, 5. Juli.
Die italienische Zeitung „Tribnna" beschäftigt sich in einem längeren Bericht ihres Londoner Korrespondenten mit der bevorstehenden Vollsitzung des Nichteinmischungsausschusses, der heute zusammentritt. Das Friedenswrrk, so heißt es in diesem Bericht, das Mussolini und Lhamberlain zusammen begonnen haben, stehe im Begriff, seine ersten Früchte zu tragen. In einem Redaktionskommentar stellt jedoch das Blatt fest, daß der. verfrühte Optimismus Londons angesichts der Kräfte, die die europäische Zusammenarbeit sabotieren, nicht gerechtfertigt sei. In maßgebenden römischen Kreisen ist man über die niederträchtigen Spekulationen in London und Paris auf eine italienische Mißernte sehr empört. Dieser Stimmung hat auch die oben angeführte Rede des Duce in Aprilia Ausdruck gegeben.
versüßrie belgische „freiwillige" berichten
Die volschewisten fesselten Beiseln und warfen sie ins Meer!
Brüssel, 8. Juli.
In Namur wurde eine bemerkenswerte Veranstaltung der aus Rotspanien zurückgekehrten belgischen „Freiwilligen" abgehalten. Die Redner, sämtlich bedauernswerte Opfer der kommunistischen Agitatoren, richteten erschütternde Anklagen gegen ihre bolschewistischen Verführer. Dabei brachten sie aufsehenerregende Enthüllungen über die wahren Zustände an der rotspanischen Front vor.
In ergreifenden Worten schilderten sie, bei welchen entsetzlichen, allen menschlichen Gesetzen hohnsprechenden Szenen sie in dem noch von den Volschewisten unterdrückten Teil Spaniens hätten Zeugen sein müssen, - tägliche Erschießungen, .mißhandelte und umgebrachte Priester und „Faschisten" — und unter welchen Schwierigkeiten und täglicher Lebensgefahr es ihnen gelungen sei, aus Rotspanien zu entfliehen, nachdem sie verwundet worden waren.
Ein Augenzeuge berichtete, wie seine nur ärmlich ausgerüstete Kolonne von den bolschewistischen Drahtziehern buchstäblich in den Tod geschickt wurde. Die Volschewisten beschossen sie von hinten und plünderten die eigenen Schützengräben.
Der Redner brachte auch eine bemerkenswerte Aufklärung zu der vor Wochen durch die Weltpresse gegangenen Nachricht, daß an der französischen Küste zusammengebundene Leichen angetrieben worden seien. Damals sei natürlich allgemein behauptet worden, daß es sich um Opfer der Natlonalspanier handele. Tatsächlich aber seien es bolschewistische Kugeln gewesen, durch die diese Opser getötet worden seien, die man vorher zu zweien zusammengebunden und dann ins Meer geworfen hatte.
vorwärts aus Sagunt!
Salamanca, 5. Juli.
Der nationale Heeresbericht meldet: An der Castel - Ion- Front wurde im Abschnitt Aechi nach Abweisung feindlicher Angriffe der Pormarsch fortgesetzt. Im Abschnitt Tales wurden die eroberten Stellungen befestigt. Im Espadangebirge kamen die Truppen Earcia Valinos bis auf 15 Kilometer an Segorbe, dem wichtigsten Knotenpunkt auf der Strecke nach Sagunt, heran. An der Teruel-Front im Abschnitt Puebla Baloerde eroberten die Nationalen wichtige Stellungen und machten über 400 Gefangene. Den Operationen General Varelas kommt hier große Bedeutung zu, da es seinen Truppen in schwierigstem Gelände nicht nur gelang, den Feind aus seinen Stellungen zu vertreiben, sondern darüber hinaus 17 Kilometer südlich bis in die Nähe von Cubla vorzustoßen, wodurch die Straße nach Cuenca, die zu den Hauptverbindungen der
Roten zählt und außerordentlich befestigt ist, bedroht wird. Die Nationalen drücken weiter in breiter Front in Richtung Sagunt vor. — Der rote Heeresbericht kann nicht umhin, das stetige Vordringen der Nationalen auch weiter zugeben zu müssen.
Der Vormarsch der Kolonne Varelas wird durch Flugzeuge und Tanks unterstützt. Von allen Kampfabschnitten wird auch am Montag siegreiches Vordringen der nationalspanischen Truppen gemeldet. Südlich von Puebla Valverde wurden wichtige feindliche Stellungen erobert.
Zu den Nationalen übergelaufene Volschewisten teilten mit, daß die Volschewisten nördlich von Sagunt mit der Sprengung sämtlicher Brücken begonnen hätten, da die im Norden der
Stadt gelegenen Stellungen tm Vspadungebirge unhaltbar geworden seien.
Die Nervosität, die unter den Rotem immer mehr um sich greift, zeigt sich in den Zwistigkeiten der roten Vrüder untereinander und ebenso in einem kürzlichen Verbot der Stadtbehörden von Valencia für die städtischen Beamten, die Stadt zu verlassen. Auf den Landstraßen, die aus Valencia herausführen, patrouillieren Milizen, die den Befehl haben, die Stadt Verlassende als Staatsfeinde zu behandeln. Der politische Kommissar der Levantefront hat einen Besohl erlassen, Zaudern und Feigheit vor dem Feinde umgehend mit Erschießen zu bestrafen. Drei Offiziere wurden bereits vor ein Kriegsgericht gestellt, well sie die Ortschaft Tales vorzeitig geräumt hätten.
--^borcknunA vorn Du es einplanten. Vor L.ksebl»6 seines oktimsllen IZesnelles in Italien nurckv Ltabsvlivk I.nire mit seiner Letleiiunt vam italienisclie» IketiernnAsvIivk ölussolini vmpkanZen. »er »nee sprael, «lein Stabselivk seine besten V iin-elis aucb kür äiv Zusammenarbeit cker 8.V nnck cker knsebistiscbe» Ililir aus nnck iikerrsicbtv ibin sein mit einer berrlieben IViilmnng versvkenes Bück. — Unser Bild xeiAt ölnssolini mit 8tabsebek Inilxe nnck cker 8V.-,Vboräii!iiiu im l'ala//o Veneria.
.(Lrssss-llokkwanll.),
-ak HsüvseiE La Arbeite
Berlin, S. Juli.
In der politischen Zeitschrist „Wille und Macht" schreibt der bekannte Schriftsteller Colin Roß, der insbesondere auch Amerikas Länder und Menschen erforschte, einen „Offenen Brief" an den Gründer der American National Progressive Party, Gouverneur Philip La Follette von Wisconsin. Diese kürzlich gegründete Partei bildet die Veranlassnng zu dieser Aeußerung, insbesondere die Rede des Gouverneurs aus der Eründungsversammlung dieser Partei.
Die Einstellung, dle aus dieser Rede hervorgeht, sei sehr geeignet, die Beziehungen des amerikanischen zum deutschen Volk zu beeinflussen. Davon ausgehend, daß in Amerika alles im Augenblick Unerwünschte oder Unwürdige kurzerhand als „Faschismus" bezeichnet werde, wendet sich Colin Roß dagegen, daß man gerade in den Vereinigten Staaten „faschistische" Gedanken aufgreift, nationalsozialistische Einrichtungen nachahmt, „und trotzdem nicht aufhört, die Schöpfer dieser Gedanken und Einrichtungen zu bekämpfen, ja als Abschaum der Menschheit zu verurteilen". Nun stellt Colin Rotz fest, daß gerade La Follette — abgesehen von den üblichen Angriffen auf den Faschismus — „eine rein faschistische, oder sagen wir .nationalsozialistische" Rede gehalten" habe.
Roß schreibt dem Gouverneur: „In Ihren wirtschaftlichen wie weltanschaulichen Ausführungen ist kaum etwas, das ich als überzeugter Nationalsozialist nicht unterschreiben könnte. Ja, mehr als das: viele Ihrer wichtigsten Sätze hätte nicht nur Adolf Hitler ebensogut sprechen können, nein, er hat sie vielmehr gesprochen, sogar fast im gleichen Wortlaut. Ich glaube gern, Herr Gouverneur, -atz Ihnen diese Tatsache bisher unbekannt war, ja, daß Sie zutiefst erschrecken, wie weitgehend Sie Aussprüche unseres Führers nachgesprochen haben und als Leitsätze Ihrer neuen, angeblich antifaschistischen Partei verkündeten, was Hitler seit vielen Jahren als Grundlage des Nationalsozialismus verkündete."
Bevor Tolln Roß im einzelnen diese Behauptung, die angesichts des Aufstieges unseres Volkes den Amerikanern nicht peinlich sein müßte, nachweist, weist er darauf hin, wie unglücklich und verwirrend die in USA. übliche Terminologie von „demokratischen" ünd „diktorischen" Weltanschauungen sei. Der Unterschied beider sei vielmehr der, daß die erstere universal, die letztere aber regional denke. Deshalb erblicke der „Demokrat" allein im Vorhandensein des „Faschismus" eine Bedrohung, oben weil er es nicht zu fassen vermag, daß irgendwer freiwillig eine andere als „demokratische" Ueberzeugung habe. Merkwürdig berühre dabei die Abwehrstellung der „Demokratie" denn „ist es nicht erstaunlich und im Grunde durch und durch unverständlich, daß ausgerechnet nach dem gewaltigen Kveuzzug zur Rettung der Demokratke, nach dem großen Kriege . . . die Demokratie einen solchen Zusammenbruch erlebt?" Für die Not und das Elend der Nachkriegszeit, die die Völker „für den Faschismus reif" gemacht haben — „ja, wer ist den dafür verantwortlich zu machen, wenn nicht die Demokratie, die doch im November 1918 auf der ganzen Linie gesiegt hatte?" Und Tolin Roß fährt mit Hinweis auf die häufig geradezu grauenhafte Not in USA. fort: „Ja, warum ist das so,' Herr Gouverneur? Sie führen in Ihrer Rede noch aus, es sei das Wesen der Demokratie, daß Sie den Willen des Volkes erfülle! Ja, will denn dos Volk in USA. diese jämmerlichen Wohnstätten? Will es all das Elend der unaufhörlichen Arbeitslosigkeit, dieSiedie „Schwarze Pest"des zwanzigsten Jahrhunderts" nennen? Und wenn das Volk es wtcht will, warum ändert es das alles denn nicht? Hat denn dieses amerikanische Volk nicht seit anderthalb Jahrhunderten die Macht dazu? Sie, Herr
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Chamberlains Friedensrede fand in der englischen Oessentlichkeit Zustimmung.
Mussolini geißelte die verbrecherische Wühlarbeit des internationalen Judentums.
Die Rotspanier sprengten auf ihrem Rückzug die Brücken nördlich Sagunts.
Eine neue Judenrevolte in Palästina erbrachte neun Todesopfer.
In USA. forderte das letzte Wochenende durch Verq kehrsunsälle 300 Todesopfer.
Antwerpens Seeschiffsverkehr ist weiter rückläufig. Das Konferenzproblem stellt die Großschisfahrt vor schwierige Ausgaben.
Die Deutsche Luft-Hansa nimmt ihre planmäßigen Nordatlantikfliige wieder aus.
Nach der Eingliederung der Ostmark steht die Wirtschaftspolitik vor neuen Zielsetzungen.
In Berlin wurde eine Reichsfinanzschule für Steuerrechtsanwälte eröffnet.
Der Polizeipräsident von Glasgow besuchte Bremen. Die Zahl der Bremer Fernsprechzellen wird in Kürze aus 100 erhöht.
Der Deutsche Peter Riede! stellte in USA. einen neuen Zielstrecken-Rekord über 366 Kilometer im Segelflugzeug aus.
1882 auf der Lübecker Ruderregatta.
Korpsführer Hühnlein wandte sich wegen der neu" Rennformel an die Internationale Vereinig» des Motorsportclubs.