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Meiner Mim
arteiamtliche Tageszeitung
s flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Lreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchatters in Oldenburg und Vremen
r. 221 / S. Jahrgang
Sonnabend. IZ.siugust 19Z8
kinzelpreis 15 vpf.
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ie Welt lobt die „tondor-Leistung
SesprSch der Piloten mit der Heimat
socke-wulf-Maschine im Mittelpunkt der amerikanischen presse / oeneralseldniarschall oöring
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sprach den deutschen Wegern seine flnerkennung aus
Berlin. 13. August.
Kurz nach ihrer Landung aus dem Floyd-Bennett-Jield bei Newyork setzten sich die beiden Führer des Focke-Wuls „Condor", Flugkapitän Henke und Hauptmann von Moreau, telefonisch mit Generalmajor Udet. dem Chef des Technischen Amtes , im Reichslustsahrtministerium, in Verbindung.
Klar und ganz nahe klang ihre Stimme. Frisch und >hne im geringsten angestrengt zu sein, berichteten sie wn dem Wstüningen Rekordflug Berlin—New Park, der ei verhältnismäßig schönem Wetter vollkommen pro- grammäßig und ohne die geringsten Störungen an Zelle A, and Motoren verlief. Noch weitere drei Stunden .-«-hätte der Betriebsstoff gereicht. Das wäre bei der ein- DM gehaltenen Reisegeschwindigkeit noch „Schnaps" für veitere 1000 Kilometer gewesen.
Die Flieger sind glücklich über die gelungene Ost- Pest-Ueberquerung des Nordatlantiks und begeistert lom Empfang und von der herzlichen Aufnahme durch hie Amerikaner. Unzählige New Parker begrüßten sie. Unaufhörlich tönten die Hupen und Sirenen zum Zeihen eines freudigen und freundlichen Willkommens md der Hochachtung vor der Flugleistung, die sich wie in Lauffeuer herumgesprochen hatte. Eifrig bemühten . fch gleich nach der Landung Monteure und'Mechaniker Ozean-StlltzpuNktes „Westfalen", eines der Luft- »I»^Uv^a«>a-Schiffe,- das gerade für Zwecke der im Gange be- findiichen -Lufthansa-Transozean-Flüge im Hafen von »olacitsLMiNew Pork liegt, Schulter an Schulter mit amerikanischen rrs.s.Vikrq Kameraden, um die Maschine, sehen sie in allen Teilen genau durch, tanken und versorgen den viermotorigen »1 „Vogel mit allem Notwendigen.
Z! Besonders erfreut war die Besatzung über die Grütze
Ll und die besondere Anerkennung des Reichsministers der
———Luftfahrt, Eeneralfeldmarschall Göring, der den Flug >rin ligktmü größtem Interesse verfolgt hatte. Der Heimat und . allen ihren Freunden und Bekannten galten zuletzt
noch die besten Grütze der Besatzung, für die heute dank Mihres .jCondor" die Trennungsbriicke höchstens einen ^ A-Ltundcn-Tag bedeutet.
f I Edward Noble, der Leiter der amerikanischen Vun-
v_e Vdesbehörde für Verkehrsfliegerei, übermittelte der
H deutschen „Condor'-Besatzung telegraphisch „begeisterte
- dElückwünsche". Der Ohne-Halt-Flug Deutschland—Ame- !a»Lar> rika sei «in gutes Beispiel für die gewaltigen Fort- -ssn! schritte auf dem Gebiete der Verkehrsluftsahrt.
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IO Newyork: Deutsche Flugleistung — eine der
^ ^ bedeutendsten in der Entwicklung des Flug-
- esmpbe! Wesens
sI < - lI Der überraschende Ohne-Halt-Flug Berlin—New Pork, I den das deutsche Condor-Flugzeug durchführte, bildet als ^ Ms/i Flugereignis ersten Ranges in den USA. das Tages- l II II* gespräch und löst rückhaltlose Bewunderung aus. Ebenso » w» wie die Nachmittagszeitungen die Ankunft des deutschten Flugzeuges in ganzseitigen Schlagzeilen meldeten, widmet auch die Morgcnpresse dem Flüge mehrspaltige Be
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richte, die sie ausreichend mit Bilder» von der Londor- Maschine und ihrer Besatzung und den Ereignissen bei der Landung versieht.
I» den Presseberichten wird insbesondere die Bedeutung der Flugleistung hervorgehoben, und es wird auch darauf hingewiesen, daß die Flugzeit des „Eondor" um etwa 30 Minuten geringer war. als die Flugzeit, die der verstorbene amerikanische Flieger Wiley Post über den gleichen Kurs in umgekehrter Richtung auf seinem Ohne-Halt-Flug Newyork—Berlin 1933 benötigte. AI Williams, einer der amerikanischen Flugpioniere, bezeichnet die deutsche Flugleistung als eine der bedeutsamsten in der Entwicklung des Flugwesens. Er betont, daß der Flug in einem Landflugzeug und nicht in einem Wasserflugzeug oder Flugboot unternommen wurde. Besonders weist er aber darauf hin, daß die glänzende Leistung des „Condor" mit einem Se- rienmodell und nicht mit einem Spezialflugzeug erzielt wurde. ,
Die „New Pork Times" leitet ihren Bericht mit der Erklärung ein, daß mit der Ankunft des „Condor" eine der bemerkenswertesten Ohne-Halt-Transatlantik- flüge in der Geschichte der Luftfahrt beendet worden ,sei, der mit der routinemäßigen Pünktlichkeit eines Berkehrsfluges durchgeführt würde. Das Blatt unterstreicht weiter, daß dies nicht nur der erste Ohne-Halt-
Flug Berlin—Newyork in westlicher Richtung war, sondern daß durch ihn alle Ohne-Halt-Langstreckenrekorde für die schwierige Atlantiküberquerung in ostwestlicher Richtung gebrochen wurden. Im Leitartikel bemerkt die „New Park Times", man werde eines Tages die Nachrichten über Ohne-Halt-Flüge über den Nordatlantik wahrscheinlich neben den gewöhnlichen Schiffsnachrichten auf den inneren Seiten der Zeitungen verzeichnen. Heutzutage aber. wo die. Menschen in den einzelnen Ländern sich beharrlich und mutig bemühen, die Weltentfernungen zu verringern, zähle ein Flug wie der des „Condor" zum Nachrichtenstoff der ersten Hauptfeite.
Flugkapitän Henke und feine Begleiter, so betont die Zeitung weiter, könnten für ihre ausgezeichnete Flugleistung und Navigation, sowie für die Sorgfalt und Genauigkeit der Vorbereitungen nicht zuviel gelobt werden. Sie hätten ja gleich bekanntgegeben, datz sie von Berlin nach dem Floyd-Bennett-Feld fliegen würden und genau das hätten sie ja auch getan. Die Flieger nennen das „genaues Eintreffen", der gewöhnlich« Mensch aber bezeichne es als wunderbar".
Auf dem Flugfeld gab Flugkapitän Henke seiner Freude über den herzlichen Empfang Ausdruck, wo auch Vertreter der städtischen Behörden ihn begrüßten. In Unterredungen mit der Presse erklärte der deutsche Flug- kapitän. daß der „Condor" durchschnittlich in einer Höhe von 6000 Fuß und dabei zeitweilig blind geflogen sei. Die Ankunft des Flugzeuges wurde nicht nur im Rundfunk nach Deutschlaiä», sondern auch Aber ganz Amerika verbreitet.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Größter Luftangriff auf ftankau
Starke erfolge der eingesetzten 100 japanischen slug;euge
Hankau, 13. August
Die japanische Luftwaffe führte am Freitagmorgen auf die Städte Wutschang und Hankau einen neuen Luftangriff durch, bei dem 100 Flugzeuge eingesetzt wurden, das ist die bisher größte gegen Hankau verwendete Zahl.
Der Hauptangriff richtete sich gegen Wutschang, wo der Nordbahnhos und die dazugehörigen Anlagen immer wieder mit Bomben belegt wurden. Dabei geriet ein Oellager und zahlreiche Eisenbahnwagen in Brand. Die Zahl der Toten und Verwundeten soll sehr hoch fein. An den Angriff schloffen sich nördlich von Hankau Luftkämpfe an, über deren Ergebnis nähere Einzelheiten noch nicht vorliegen. Von japanischer Seite verlautet, daß die Flieger große Erfolge gegen die verschiedensten militärischen Ziele, wie die Eisenbahnstationen auf dem Süd- und Nordufer erzielt haben. Sie sollen größtenteils zerstört sein, wobei dort lagernde Militärvorräte
vernichtet wurden. Auch das Vekleidungsamt und das Kommandogebäude der II. chinesischen Division und der 4. Brigade in den Wutschang-Forts bei Hanyang wurde heftig beworfen. Flakabwehr wurde nur bei Annäherung der Flieger beobachtet, so daß die Bomben aus niedrigeren Höhen abgeworfen werden konnten.
Schanghai, 13. August.
Trotz der schärfsten polizeilichen und militärischen Sicherungsmaßnahmen und trotz Einrichtung eines ausgewählten Streifendienstes bei Tag und Nacht haben chinesische Terroristen .am Freitag früh drei Vomben- attentate innerhalb des italienischen und amerikanischen Verteidigungssektors der internationalen Niederlassung ausgeführt. Die Attentate richteten sich gegen eine japanische Polizeistation und gegen zwei japanische Fabrik- betriebe. Ein japanischer Polizist und zwei chinesische Kinder kamen bei den Anschlägen ums Leben. Insgesamt sind 17 Chinesen zum Teil schwer verletzt.
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vefotzlene tzeutzchentzetze in Vötzmen
Sie Negie berückflchkgt Lord Nimciman F Provokationen oline knde
Prag, 13. August.
gibt ci». ' Es ist siir die Deutschen in der Tschecho-Slowakei schon unvcvvindl' lauge kein Geheimnis mehr, datz die Deutschenhetze, die Besuch m» in fortgesetzter Folge die Gasse zur Eewaltaktion gegen Gros- die Deutschen ermuntert, von ganz bestimmter Seite her- KiichcM vorgerufen und gelenkt wird.
!ue Anrege« Selbstverständlich leistet vor allem die Präger tfche- Aroße Au«»" chjsche Boulevard-Presse der Deutschenhetze nach Kräften Bekam» Vorschub. Man gibt sich dabei durchaus keine Müh«, kleine PE diese Tendenz zu verbergen, und aus sehr einleuchten- aus derlei)* den Beispielen kann man erkennen, daß hier die Draht- kieher sitzen, die den Mob zu ganz bestimmten Aktionen aufhetzen. Und zwar.macht, man auf die geeigneten Objekte mittels nach einem bestimmten System ausgebügelter Reportagen aufmerksam. Dabei werden die -Treffpunkte des deutschen Lebens herausgesucht, die unter Angabe ihrer Lage, der Hausnummer und weiterer eingehender Informationen genau beschrieben werden. ^ Tamit erhalten die Provokateure ihr Angriffsziel und ngenslr.^^ tauch«» mit ihrem allem Anschein nach bezahlten Gesindes auch bald an den beschriebenen Stätten auf.
. Im übrigen gibt man sich in der offiziellen Presse ^ durchaus keine Mühe, eine gewisse Regie von oben her Sie Derk^ fn der Anordnung der Stimmungsmache zu verbergen, mken köil"/, So hält man es angesichts der Anwesenheit von Lord ophicnsA' Runciman für'geboten, darauf hinzuweisen, daß die Ee- Rus Waltaktionen gegen die Sudetendeutschen jetzt unter- I »leiben-müßten, damit sie nicht bei den Verhandlungen
Zum Nachteil der Tschechen ausgenutzt werden könnten
isskat ^ Veutfchen sind unsere feinde"
-^ie Deutschen sind unsere Feinde!" so steht es un- mrMinj. in einVm Flugblatt, das die Tschechen in,Tarm- te 2ckk-..!^ w der Nacht zum Dpnnerstag in den Hauptstraßen Geldpr«^' ausstreuten. Das Hetzblatt fordert, eben mit der Be- Nü.u-s;- Rundung, Laß die Tschechen die Leinütz dn LepMeß
esackerjl.
seien, zum Boykott deutscher Geschäfte auf. Das tschechische Flugblatt ergeht sich weiter in Beschimpfungen der „deutschen Henlein-Leute". Es fordert dann, über den Boykott der deutschen Kaufleute hinaus, dazu auf, auch der Freiwilligen Feuerwehr, „die sich zum geeinten Deutschtum bekenne", keine Unterstützung zu gewähren.
Auf diesen neuen tschechischen Haßaufruf antworteten die Deutschen in Tannwald mit dem schlichten Satz: „Wer sein Volk liebt, haßt kein anderes".
Offene kinmischung Ses tschechischen Militärs
Während die tschechische Regierung nunmehr Anstalten macht, die Verhandlungen mit der Sudetendeutschen Partei durchzuführen, häufen sich die Vorstöße tschechischer Parteien und Verbände. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist ein Aufruf des Verbandes der tschechischen Offiziere, der in der Zeitschrift des Verbandes „Dustojnicke Listy" veröffentlicht wird. Darin heißt es ü. a.: „die Autorität des Staates darf unter keinen Umständen geschmälert, untergraben oder herabgesetzt werden, nicht durch eine einzige Tat, nicht durch ein einziges Wort mehr! Von dieser Stellung darf kein Rückzug angetreten werden. 2n ihr können wir leben und arbeiten, verteidigen und kämpfen, wir können sterben, aber wir können nicht mehr zurückweichen, nicht um einen Schritt, nicht um einen Fußbreit."
Es erregt in politischen Kreisen Aufsehen, datz auf diese Weise die tschecho-slowalische Armee sich in die Politik einmischt, denn es ist kein Zweifel, datz mit dieser Aussorderung gegen Zugeständnisse an die Sn- detendeutschen Stimmung gemacht werden soll.
fluch der letzte sudetendeutsche Postbeamte versetzt
Zu den alltäglichen Maßnahmen, die als Schikane gegen das Sudetendeutschtum in der Tschecho-Slowakei angeprendet werden, gehört dj« Entblößung sudeten«
deutscher Gemeinden von der sudetendeutschen Volksgruppe angehörenden Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst. Ein für sich selbst sprechendes Beispiel ist der Fall in dem rein deutschen, nahe der Grenze in Böhmen gelegenen Kurort Eichwald. Hier befand sich bisher noch ein sudetendeutscher Postbeamter im Dienst. Nunmehr ist auch dieser letzte sudetendeutsche Beamte der dortigen Postverwaltung nach Teplitz versetzt worden.
Welch großen Umfang die oben bereits gekennzeichneten Tschechisierungsmaßnahmen angenommen haben, geht aus einer Entschließung des Reichsverbandes der deutschen Postbeamten hervor, in der darauf hingewiesen wird, daß im Postdienst im sudetendeutschen Gebiet nicht weniger als 7000 sudetendeutsche Beamte fehlen, die seit der Gründung des tschecho-slowakischen Staates tschechischen Beamten Platz machen mußten.
Sudetendeutsche in Siidmiitzren beunrutzigt
W'ie das sudetendeutsche Blatt „Die Zeit" aus Znaim in Südmähren meldet, erregt es unter der deutschen Bevölkerung dieses hart bedrängten Bodens starke Beunruhigung, daß am nächsten Sonntag in Baumöhl eine tschechische Kundgebung'geplant ist. die nach einer Meldung des tschecho-slowakischen Preßbiiros ein „Wehrtreffen der Grenzerkorporationen aus Südmähren" sein wird und unter dem Protektorat militärischer, behördlicher und politischer Repräsentanten steht.
Prags Zenstermaschine aus tzotzen kouren
Aus dem Amtsblatt der tschecho-slowakischen Republik vom 11. August, das diesmal 82(!) Beschlagnahmen bekanntgibt, geht hervor, daß die tschechische Zensur weiterhin aus hohen Touren läuft. Unter den erwähnten beschlagnahmten Blättern befinden sich 75 reichs- und fünf sudetendeutsche.
DsftfteLpetttiettee
Ois Isirtsn Reserven im Hrbsitsslnsstr
On. Fünf Fahre nationalsozialistischer Aufbauarbeit haben, wie der von uns gestern veröffentlichte Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenfürsorge über die Beschäftigung im Fuli wieder beweist, eine grundlegende Wandlung der Lage am Arbeitsmarkt herbeigeführt. Das erste Ziel, das Heer der Arbeitslosen wieder in den Produktionsprozeß, einzuschalten, ist längst erreicht; heute heißt das Problem nicht mehr, wie Arbeit beschafft wird, sondern woher die zur Erfüllung der durch Aufrüstung, Vierjahres- plan und Erzeugungsschlacht gestellten Aufgaben notwendigen Arbeiter genommen werden sollen. Der erwähnte Bericht der Reichsanstalt gibt die Zahl der augenblicklich Beschäftigten mit 20,7 Millionen an, das sind 1,17 Millionen mehr als im Vorjahr, die Zahl der noch voll einsaß- und ausgleichsähigen Arbeitslosen wird mit nur 19 000 angegeben, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß es sich in der Hauptsache hierbei um nur vorübergehend Unbeschäftigte handelt.
Die Spannung zwischen dem tatsächlichen Bedarf an Arbeitskräften, der sich bisher von Jahr zu Fahr gesteigert hat und es auch nach der Lage der Dinge immer weiter tun wird, und den vorhandenen Reserven tritt also klar zutage. Der Gesetzgeber versuchte schon durch die stärkere Einschaltung auch verheirateter Frauen diese Spannung zu mildern; er hob die Voraussetzung für die Gewährung von Ehestandsdarlehen, daß nämlich die Frau ihren Beruf aufgeben müsse, aus. Gerade bei dem Eintritt der Ehefrau in den Beruf trat, wenn auch der Ehemann verdiente, die Frage auf: Doppelverdienertum oder nicht?
Während der Zeit der großen Arbeitslosigkeit war es nur recht und billig, gegen das Doppelverdienertum anzugehen, denn es widersprach dem Gemeinschaftsgefühl, daß in einer Zeit, wo sechs Millionen deutsche Menschen auf Arbeit warteten, einige dadurch,daß sie zwei Stellungen aus einmal ausfüllten, anderen Volksgenossen das Brot wegnahmen. Mit diesen Bestrebungen, die im Dränge der Not in die Wirklichkeit umgesetzt wurden, war jedoch der Nachteil verbunden, daß dem freien Leistungswillen des einzelnen eine Grenze gezogen war. Sicherlich war es so. daß einige sich das Doppelverdienertum erschlichen hatten, aber bei der Mehrzahl ddr doppelvdrdie- nenden Volksgenossen bzw. der doppelverdienenden Familien war es doch die Leistungsfähigkeit und der Wille, diese Kraft einzusetzen die sie überhaupt zu einem Doppelverdienertum befähigten.
Der Nationalsozialismus hat immer betont, datz er — un Gegensatz zur kapitalistischen Wirtschafts- rheorie — nicht nur das Recht des einzelnen aus Arbeit, sondern auch dessen Anspruch auf volle Ausnutzung seiner Leistung anerkennt. Es dient nur dem Wohl der Gesamtheit, wenn jeder die ihm zur Verfügung stehende Arbeitskraft voll und ohne Einschränkung ausnutzen kann, und es ist eine Pflicht der sozialen Gerechtigkeit, wenn dem wirtschaftlich Schwachen Gelegenheit gibt, sich aus diese Weise hochzuarbeiten. Der Nationalsozialismus kann und will nicht dulden daß in einer Zeit, wo Arbeit in Hülle und Fülle vorhanden ,rst, dem einzelnen aus Gründen irgendwelcher bürgerlichen „Ordnung" die Hände gebuk- öen sind, mit denen er zusätzlich verdienen konnte, damit seinen Lebensstandard und — im großen gesehen -- den des ganzen Volkes hebend.
3eitpunkt, diese Ideen zu verwirklichen, sä gekommen, die Spannung zwischen Arbeits- krastbedars und Arbeiiskrastreserve, die wir oben andeuteten, fordert geradezu dazu heraus. Der erwähnte Bericht der Reichsanstalt zeigt schon diesen Weg wenn er feststellt, daß rund 772 000 Volksgenossen aus den Reserven der mithelfenden
Unser Tagssspisssl
Starace verkündete die Richtlinien für die italienische Rassensorschung.
Nalo Balbo besuchte den Bereich des Technischen Amtes der deutschen Luftwaffe.
.«"Ü" rüstet sich zum Empfang des ungarischen Reichsverwesers. ^
In der Reichshauptstadt wurde der 12. Internationale Eartenbaukongretz eröffnet.
Für die Einlagerung von Getreide werden sämtliche geebneten Räume erfaßt. ^
D. „Suvat" machte seine Abnahmeprobefahrt.
Die Roland-Kommission traf weitere Entscheidungen sur die N-uerrichtung der weltbekannten Statue.