Ausgabe 
(12.8.1938) Nr. 220
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Meiner Zeitma

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Frau,

parteiamtliche Tageszeitung

las Amtsblatt des Regierenden Rürgermeisters der Lreien fjansestadt Vremen

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Die 22-llim-Zeile im Anzeioenieil 13 die 78-rnin-ZeiIe !m Terl- leil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, FamiÜenanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingung«: Preis­liste 7 (Nachlaßstasfel O). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremen:

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der Nationalsozialisten Vremens

' flintliches Nerkündungsblatt des Reicstsstattljatters in Oldenburg und Nremen

Angehört ^

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Zreitag, 12. flugust 1SZ9

kinzelpreis 15 Rpf.

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Verfln-New Uork in 25 Stunden

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Ohne-ljalt-slull / keschwinöigkeitsrekord

f Slanzende Sroßtat deutscher Weger mit der vremer Maschine

Dis sin^ixv ^uknnlims Ltzs 8tnvtss nm vörAestriKvn ^liviiü in 8taalron. vor kür äio 8tür1ro üvr Aotoron üor 1?^V 200 boEelinvnrlo r n s v n L o 8tnrt i<t in üieseui Kalis »seil selinvllor Ksveson als üvr Verscliluü äor Kamera, <lie aus ^.matourlianü bei alionülivliein Kiekt üas üvnlirvnrüiKo KroiZnis ant äiv klatto baunte. . ^.utnaliins: Koeks-IVnIk dnikA.

Seit Donnerstag mittag 12 Uhr schweigen die Geschütze und Maschinengewehre bei Schangseng. In 80 Meter voneinander entfernten Schützen-' graben liegen die japanischen und die sowjetrussi- schen Truppen mit schußbereiten Waffen, jede Be­wegung des Gegners aufmerksam beobachtend. Der Kamps geht seit gestern nur noch auf diplo­matischem Boden weiter.

Litwinow-Finkelstein hat sich lange genug mit jüdisch gewundenen Winkelzügen um eine Stel­lungnahme zu den vernünftigen Vorschlägen Ja- päns gedrückt. Nur dem Geschick des japanischen BYtschafters in Moskau, Shigemitsu, und der Ent­schlossenheit Tokios zur Wahrung seines Stand­punktes, aber auch zur Erhaltung des Friedens, ist es zu danken, daß die von den Sowjets an die mandschurische Grenze geschleuderte Brandfackel ausgetreten werden konnte. Der Diktator oes Kreml hat jedenfalls alles versucht, um den vom Zaune gerissenen Konflikt mit Japan zu erwesi törn, obwohl nicht nur das Recht, sondern auch der Schein gegen ihn waren. Am 15. Juli überschrit­ten zum erstenmal GPU.-Truppen die mandschu­rische Grenze, schössen einen patrouillierenden japanischen Unteroffizier nieder und besetzten die Schangfeng-Höhen. Erst als alle Proteste Tokios gegen diese freche Grenzverletzung vergeblich blie­ben, entschloß sich das Kriegsministerium, die Sowjets mit Gewalt hinauswerfen zu lassen. Seit­her tobte der Kämpf um das umstrittene Gebiet. Alle sowjetrussischen Infanterieangrisse, mit Unter­stützung von Tanks und Flugzeugen, brachen je­doch vor den japanischen Linien zusammen.

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Da. Bremen, 12. August - Ussrsti Die Focke-Wulf-Flugzeugbau GmbH. Bremen riss rum pnd damit die deutsche Luftfahrt haben einen äenäilSei« neuen gewaltigen Erfolg zu verzeichnen:^;« einem Z- uiia 8°, Ohne-Halt-Flug, der in der Geschichte der Fliegerei -kmittLxs ganzen Welt einzig dasteht, hat das vier- 8pi-scl>stM» motorige Focke-Wulf-Flugzeug 200 „Condor" mit dem Zulassungszeichen v — A.LOdi die fast 7W Kilometer lange Strecke von Berlin nach >New Dork innerhalb 25 Stunden zurückgelegt.

Vor acht Wochen erst versetzte die schneidige K1V 200 die Welt mit ihrem Elf-Stunden-Flug Ber- lin — Kairo in Erstaunen. Kein Wunder, wenn die iLPNAmausländische Verkehrsluftfährt sich schon vor solchen ^ Erfolgen zu Ankäufen entschloß, denn schon das Be-

>QN kanntwcrden der Fähigkeiten und Eigenschaften der

ersten beiden Muster erregte damals die einmütige Be­sser Ram wunderung aller Fachwelt. So hat also nicht nur die Grunds» Deutsche Lufthansa auf ihren Auslandsstrecken nach Fläche, "u Amsterdam, London und Budapest diese „schönste nur wirk Maschine Europas" in den regelmäßigen Betrieb Sremen Äi-ringest^ sondern auch Dänemark erwartet bereits kehrsverM die Lieferung eines zweiten Exemplars des „Condor", nachdem an die dortige Luftfahrtgesellschaft am 14. Juli ch Preise dieses Jahres die erste Maschine geliefert wurde. , Der „Condor", in dem sich als Besatzung FlugkapitLn Henke als erster'Flugzeugführer, Hauptmann » M AM Adolf von Moreau als zweiter Flugzeugführer, ^ , ^Ls-bersunkermaschinist Paul Dierberg und Oberflug-

I "vloli-si" Zcuginnker Walter Kober befanden, — Männer, die- tz parum S zu dem Stamm der vielfach bewährten Atläntik-llLber-- r gut W"ar der deutschen Luftfahrt gehören — startete am'- ^ clsrum jjMittwoch um 19.53 Uhr auf dem"Flug'platz Berlin- ake n. Obwohl der Start, der in aller Stille rnsm «,zjldor sich ging, ohne Starthilfe bewerkstelligt wurde, kam r Flugzeug, das ein 'Fluggewicht von 18 Tonnen, das 5,8 Tonnen mehr als bei normaler Benutzung, auf- roucdl! mlcnd leicht vom Boden ab. Um 20.45 Uhr überflog ' .M» Maschine, die in regelmäßiger, stündlicher Funk- Ä-wsirs» ?"b>»dung mit der Kurzwellenstation Quickborn b n Hamburg stand, die Stadt Hamburg, um sl Uhr gab es seinen Standort bereits über Glasgow w Schottland an.

Dann begann der eigentliche Ozeanflug, der in einer durchschnittlichen Flughöhe von 2000 Meter durch- gsiührt wurde. Am gestrigen Donnerstag um 13.40 Uhr weidete der „Condor": „Neusundland in Sicht!" Um 53 Uhr landete die Maschine glätt in New Ssork.

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mer 8^ Damit hat ein in Bremen von unserem „flie- n Sie Senden Direktor" Tank der Focke-Wulf-F!ug- -aukge^zeugbau GmbH. konstruiertes und von Bremer ZP« ^ualitätsarbeitern erbautes Landflugzeug eine Tat »Eracht- die sich den Leistungen der deutschen ^ Luftschiffe und der -deutschen Wafserflugzeuge

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„Nordwind" und „Nordmeef", vor allem aber dem ersten Ostwest-Flug des Flugzeuges „Bremen" mit der ersten Nordatlantiküberquerung in Ost-West- Richtung des Hauptmanns Köhl im Jahre 1928 würdig anschließt.

Vewunderuirg in flmerika

New Sj ork, 12. August

Der «soeben glücklich beendete erste Ohne-Kält-Flug Berlin—New Ssork mit dem deutschen Flugzeug „Con­dor", der für die amerikanische Öffentlichkeit völlig überraschend kam, begegnet in ganz Amerika stärkstem Interesse.

' Me große Rundfunkgesellschaft National Broadcasting Company' verbreitete stündlich Berichte über die Fort­schritte des Flugzeugs auf seinem großen Flug: Die Frühausgaben der New Parker Abendblätter widmen dem Ereignis breiten Raum. Sie weisen auf die Er st malt gleit dieses Unternehmens hin und stellen fest, daß nach der fahrplanmäßigen Pünktlichkeit, mit der die Deutsche Lufthansa nunmehr seit drei Jahren Probeflüge über den Nordatlantik unternehme, jetzt auch der Beweis für die sichere Zurllcklegung noch größerer Strecken sogar mit einem ausgesprochenen Landflugzeug erbracht wurde.

"Draußen auf dem Brooklyner Flugplatz Floyd- Vennett hatten sich zum Empfang der deutschen Flieger

außer den amerikanischen Luftfahrtbeamten Angefunden der deutsche Luftattachö General von Boetticher, der deutsche amtierende, Generalkonsul Müller, Konsul Draeger als Vertreter der Auslandsörganisation der NSDAP, und der deutsche Handelsattache von Knoop.

Trotz der überraschenden Bekanntgabe der Ankunft des „Condor"-Flugzeuges hatte sich auf dem Floyd- Vennet-Flugplatz eine große Menschenmenge ange­sammelt, als das deutsche Flugzeug, das mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von annähernd 260 Kilo- meter in der Stunde einen internationalen Geschnittn- d i g k e i t s r e ko rd auf der Strecke Berlin—New Pork nach den Regeln der FAJ. aufgestellt hat, landete.-Als erstes Flugzeug überhaupt hat „Condor" die Strecke Berlin—New Port im Ohne-Halt-Flug vollendet. ' Die amtliche Flugzeit beträgt sogar nur 24 Stundey und 54 Minuten, weil der Augenblick der llcberslieguüg des Verwaltungsgebäudes des Flugplatzes als offizielle Ankunftszeit gilt und das Flugzeug den Flugplatz vor der Landung mehrfach umkreiste. /

Zahlreiche Pressevertreter und Kameramänrwr um­drängten die deutschen Flieger, die von den Vätretern des Deutschen Reiches und den amerikanischen Kame­raden aufs herzlichste begrüßt und beglückwünscht wur­den, Ein hundert Mann starkes Polizeiaufgebot sorgte für dem Schutz der Maschine vor der begeisterten Zu­schauermenge. / ' /

(Einzelheiten über den Verlauf des triumphalen Flusses und die genaue Karte der Flugroute im örtlichen Teil).

Deutschlandbesuch von florchys

Im flugust auf kinladung des füstrers und Neichskanilers

Berlin, 12. August.

Im Laufe des Augusts werden der Reichsoerweser des Königreichs Ungarns vitöz Nikolaus Horthy von Nagy- banya und Krau von Horthy auf Einladung des Füh­rers und Reichskanzlers mit dem Königlich-Ungarischen Ministerpräsidenten Dr. vitez Vela von Lmredy, dem Königlich-ungarischen Außenminister Koloman von Kanya und dem Königlich-Ungarischen Honved-Minister vitez Eugen von Ratz zu mehrtägigem Aufenthalt in Deutsch­land eintreffen. Der Reichsverweser wird auf seiner Reise vom Chef der Kabinettskanzlei Dr. Stephan von Uray, dem Ches der Militärkanzlei Feldmarschalleut- nant oitäz Gustav von Iany und weiterem Gefolge begleitet sein. Frau von Horthy wird in Kiel die Taufe eines neuen Kreuzers der deutschen Kriegs­marine vollziehen.. Im Reiseprogramm ist auch ein Besuch der Reichshauptstadt, der Stadt Hamburg und der Stadt der Reichsparteitage vorgesehen. Der erste

offizielle Empfang auf deutschem Boden soll in Wien stattfinden.

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Das deutsche Volk vernimmt die Nachricht über den Deutschland-Besuch des ungarischen Reichsver­wesers mit großer Freude, kann es doch in der Person des großen ungarischen Staatsmannes einen aufrichtigen Freund Deutschlands und einen der mutigsten Kämpfer gegen den Bolschewismus begrüßen. Nach der siegreichen Niederwerfung des bolschewistischen Aufstandes und der Ausschaltung des Massenfchlächters Bela Khun machie von Horthy die Vertiefung des zwischen Deutschland und Ungarn bestehenden Verhältnisses zu einer sicheren Freundschaft, zu einem der ersten Pro­grammpunkte seiner Politik. Durch den im Laufe dieses Monats erfolgenden Besuch wird die nun­mehr 400jährige Freundschaft zwischen Deutschland und Ungarn erneut dokumentiert und noch fester geknüpft werden.

Auch auf diplomatischem Felde standen Moskaus Aussichten alles andere als günstig. Die japani­schen Argumente und Proteste waren unanfecht­bar. Sowohl von englischer wie von französischer Seite mußte der Kreml darüber belehrt werden, daß man für seine Provokationen wenig Verständ­nis habe. Wohl oder übel hat sich Moskau dazu bereitgefunden, in einen Waffenstillstand und die Einsetzung einer Kommission zur Festlegung der mandschurisch-sowjetrussischen Grenze, einzuwilli­gen. Die weitere Entwicklung bleibt allerdings abzuwarten. Hundertprozentiger Optimismus jedoch wäre verfrüht, denn auch jetzt noch dürfte man mit manchen Schwierigkeiten von feiten der Sowjets zu rechnen haben. ' . ' '

Die Lehre, die der Bolschewismus durch diese verbrecherische Provokation der Kulturwelt- gab, liegt darin, daß Moskau wieder einmal seine Be­reitschaft und seinen Willen unter Beweis gestellt hat, dauernd neue Konflikte zu erzeugen, Unruhen heraufzubeschwören und den Kriegsbrand zu ent­fesseln. Aus dieser schon so oft wiederholten Er­fahrung Die Konsequenz der gemeinsamen Abwehr gegen das bolschewistische Chaos zu ziehen, ist für jede Kulturnation unumgängliche Verpflichtung.

Vnssr rasosspLvysI

Der japanisch-sowjetrussische Waffenstillstand trat in

Die Beisetzung des jüngsten Opfers des tschechischen Terrors gestaltete sich zu einer schweren Anklage gegen Prag.

Focke-Wnls „Condor" legte die Strecke Berlin-New Pork in 25 Stunden zurück.

Marschall Valbo weilte bei der deutschen Luftwaffe an der pommerschen Küste.

Der ungarische Reichsverweser von Horthy besuc noch in diesem Monat Deutschland.

Das Artillerie-Regiment Nr. 12 wurde von General­oberst von Fritsch übernommen.

Der Stand der Beschäftigten ist auf 20,7 Millionen gestiegen.

Die Vewertungsfreiheit für kurzlebige Wirtschasts- güter in der Landwirtschaft ist ausgedehnt worden.

Der Einkaufsverband Nordwest Bremen-Hagen i./Westf. veranstaltet in Bremen seine diesjährige Herbsttagung.