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arteiamtiiche Lageszetttmg
Has Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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Die 22-illw-Zeile im Anzeiacnteil 13 die 78-mm-Feile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 (Nachlaßstafsel O- Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: Sn Bremen:
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der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches verkündangsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Mr. 218/8. Irchrgang
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Mittwoch, M.flugust 1SZ8
kinzelpreis 15 Bps.
Balbo flog von Iripolis nach Berlin
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fluf dem Nugliafen Staaken gelandet
ftermann Böring begrüßte feinen Bast / Ber italienische Botschafter stttolico beim kmpsang
rci.Berlin.lv. Mgust
Der Schöpfer der italienischen Luftwaffe und jetzige Gouverneur von Libyen, Luftmarschall Jtalo Balbo, traf am Dienstagnachmittag unmittelbar von Tripolis kommend zu seinem Deutschlandbesuch auf dem Flughafen Staaken ein. Balbo legte die 2400 Kilo- meter lange Strecke in nur S Stunden im Ohne-Halt-Flug zurück.
Zu seiner Begrüßung hatten sich außer dem Lustfahrt- vlmister und Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe j Eeueralfeldmarschall Hermann Eöring und dem italienischen Botschafter Att-Nico der italienische Luftfahrtattache Liotta, Staatssekretär General der Flieger Milch, der Chef des Eeneralstabs der Luft- »umffe Generalleutnant Stumpfs und die Generalität «ullsIIlsMder Luftwaffe eingefünden. Neben den Anwesenden sah IS man weiter als Vertreter des Auswärtigen Amtes Ün-
l,-,., terstaatssekretär Woermann. iLITlIuIik Am 17.15 Uhr erschien die dreimotorige „Savöy 79" r Lclllggtzl über dem sonnenbeschienenen Flugplatzgelände von ksv». oi-i, pi.Etacrken, auf dem ein Ehrenbataillon des Regiments >n Ho,» mUm-^Eeneräl Eöring zur Parade angetreten war. Die Ma- IUkSiellSiiU^^ drehte noch eine letzte Runde und ging dann glatt
nieder. Als erster entstieg Luftmarschall Balbo in der sandfarbenen Uniform der italienischen Kolonialsoldaten der Kabine, von seinem Gastgeber, Reichsluftfahrt- minister Hermann Eöring, mit Handschlag empfangen, der daraufhin auch die Begleitung des Luftmarschalls, u. a. den Chef der Luftwaffe Libyens, General Bri- gandi, begrüßte. Nach der Meldung durch den Kommandanten des Fliegerhorstes Staaken, Oberstleutnant Trautvetter, schritten Jtalo Balbo und Hermann Eöring unter den Klängen der italienischen Königs- . Hymne und der Giovinezza die Llaugraue Front des Vhrenbataillons ab. Anschließend stellte Hermann Eöring seinem hohen Gast seine Mitarbeiter aus dem Relchsluftfahrtministerium und die Generalität der Luftwaffe vor.
Auf der großen Heerstraße fuhren Jtalo Balbo und Hermann Eöring dann, unterwegs immer wieder herzlichst begrüßt, in die Stadt. Vor dem Hotel „Kaiserhof", in dem der Luftmarschall während seines Berliner Aufenthaltes mit seiner Begleitung Wohnung nimmt, und auf dem angrenzenden Wilhelmplatz hatte sich'eine große Menschenmenge angesammelt, die die ankommenden Wagen mit herzlichem Jubel begrüßte. General- feldmarschall Eöring geleitete den Wagen in das Innere des Hotels und fuhr dann, selbst am Steuer seines Wagens sitzend, über den Wilhelmplatz und durch die Wilhelmsträße in sein Ministerium. Am Abend fand zu Ehren des italienischen Lustmarschalls im Hotel ,Aai- serhof" ein Empfang statt, an dem auch der General- seldmarschall teilnahm.
Heute vormittag wird Luftmarschall Balbo am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz für die Gefallenen des Weltkrieges niederlegen und sich dann in das Rathaus begeben, wo er vom Oberbürgermeister und Stadtpräsidenten Dr. Lippert empfangen wird. Anschließend wird er sich in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen.
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Wie Frankreichs Einmischungspolitik den spanischen Konflikt zu verlängern sucht
X. 8. Als am 21. Juni ds. Js. in London eine Einigung über die Zurückziehung Freiwilliger aus Spanien nach heftigen Sabotageversuchen Lit- winow-Finkelsteins doch noch erreicht wurde, atmete man in vielen politischen Kanzleien Europas befreit wie nach einem Alpdruck auf. Sollten doch die vorher vereinbarten, zu Papier gebrachten und nachher unterzeichneten Maßnahmen eine Lokalisierung des spanischen Konfliktes bringen. Doch man soll den Morgen nicht vor dem
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Llis Moröanschlag auf zwei SLP-Mitglieder
Mit Messer und Schlagring geht der lecror durch den völimerwald — Bas System macht die Unterwelt mobil!
Prag, 10. August.
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' ULrkig» ^ der Nacht vom 7. zum 8. August wurde, wie jetzt zuverlässig bekannt wird, das Mitglied der Sudetendeutschen Partei Joseph Wiesner in Sirb im Bezirk Hoftau im Vöhmerwald mit dem Messer überfallen. Wiesner erhielt vier Messerstiche. Das Mitglied der Sudetendeutschen Partei Bogner eilte dem lleberfalle- nen zu Hilfe und wurde durch einen furchtbaren Hieb mit einem Schlagring schwer im Gesicht verletzt.
Der Mordanschlag auf die sudetendeutschen Wiesner Bogner erweist sich als vorbedachtes Ver- brechen. Die näheren Umstände sind folgende: Vor ^ Wiesners Haus lärmte ein Haufen junger Burschen, die Echmährufe auf die Sudetendeutsche Partei Konrad p f tzenleins ausstietzen, wozu sie anscheinend von beson- rksitsscW derer Seite angestachelt wurden. Man erzählt sich in diesem Zusammenhang, daß unter besonderer Duldung ' des tchechifchen Chauvinismus kommunistische Scharfmacher seit einiger Zeit durch den Vöhmer- t AM gehen und die Leidenschaften gegen die Vertreterin
-der Interessen des Sudetendeutschtums, die Henlein- , Partei, aufwiegeln. So nimmt es denn kein Wunder, , ' daß Wiesner, der sich Ruhe unter seinen Fenstern aus-
bat, von einem der Burschen mit dem Gebrauch des. Messers bedroht wurde. Derselbe Mensch machte, als irt Wiesner später sein Haus verlies, Anstalten, ihm ein en/cksMU Dierglas aus den Kopf zu schmettern. Der Ueberfwll
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mit Messer und Schlagring aus Wiesner und seinen Kameraden Bogner erfolgte, als ersterer wieder heimkehrte. An dem Anschlag beteiligte sich der ganze Anhang des mehrmals angeführten Terroristen, darunter auch Frauen.
Wechifcher kmkgrant ermordete Pokerte
Prag, 1«. August.
---- ----s,-— Das tschecho-slowakische Pretzbüro bestätigt als Er- seimig der amtlichen Untersuchung des Mordfalles von
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Glaserwald, daß der SdP.-Mann Paierle durch einen Messerstich ins Herz getötet wurde. Nach dieser Meldung handelt es sich bei dem Mörder offenbar um einen tschechischen Emigranten aus Wien.
Me obSuktion der Leiche
Zu dem Mord an dem SudetendeuMen Paierbe werden noch folgende Einzelheiten bekannt:
Die Obduktion der Leiche ergab vier Stichwunden, eine an der linken Seite in der Rippengegend, eine rechts in der Rippengegend, zwei Stiche im Rücken, eine Kopfverletzung und einen Schlag mit einem Vierglas. Der tödliche Stich traf die linke Herzkammer und wurde mit einem Taschenmesser geführt. Wie sich fetzt herausstellt, wurde Paierle kurz nach dem Verlassen des Gasthauses ganz in der Nähe des Einganges überfallen. Dem Vezirksrechtswahrer der Sudetendeutschen Partei, Dr. Steinbrenner, wurde die Anwesenheit bei der Obduktion der Leiche verweigert. Das Begräbnis Paierles findet Donnerstag statt. Man rechnet damit, daß 40 bis 50 Ortsgruppen der SdP. an dem Begräbnis teilnehmen werden. Der Leichenzug geht von Hartmanitz nach Gutwesser, dem Heimatort des Toten.
Krasse Verssössnung der Sudetendeutschen
Trautenaü, 10. August.
Eine am gestrigen späten Abend von amtlicher tschechischer Seite verbreitete „Begründung" der Schießübungen tschechischer Soldaten auf sudetendeutsche Landarbeitel und Bauersfrauen hat im Grenzgebiet helle Empörung hervorgerufen. Hat man doch die Stirne, in einer offiziellen Verlautbarung zu den mutwilligen Schießereien am 5. August auf der Straße Hoyenelbe—Mittel- langenau folgende Behauptung aufzustellen: Die betreffenden Angehörigen der tschechischen Wehrmacht, welche um die Köpfe der auf den nebenliegenden Feldern arbeitenden Sudetendeutschen Pistolenkugeln fliegen ließen,
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hätten auf Bussarde geschossen; es hätte ein Bussard auf einem Chausseebaum gesessen. (!) Die Bevölkerung nimmt diese empörenden Bemäntelungsversuche mit offenem Hohn entgegen und ist sich dabei zugleich der Tatsache bewußt, daß morgen auf Habichte, übermorgen auf Krähen usw. geschossen werden wird, und zwar nur dann, wenn Sudetendeutsche in der Nähe sind.
Die schnell von tschechischer Seite beigebrachten Ausreden, Bemäntelungen. Ablenkungen und Unwahrheiten, mit denen die Weltöffentlichkeit getäuscht werden soll über die entsetzlichen Zustände in dieser Präger Republik, verstärken die allgemeine Ansicht, -aß das Sudetendeutschtum völlig vogelfrei ist.
Sie Sudetendeutschen aus das Höchste beunruHigt
Prag, 10. August.
Nach einer Mitteilung des Presseamtes der Sudetendeutschen Partei fand am Dienstag unter dem Vorsitz des Stellvertreters Konrad Henleins, des Abgeordneten Karl Hermann Frank, eine Beratung der Kreisleiter der Sudetendeutschen Partei statt.
Aus sämtlichen Berichten der Kreisleiter war ersichtlich, daß die Lage im sudetendeutschen Gebiet, besonders nach den Maßnahmen vom 21. Mai, eine allgemeine Verschärfung erfahren hat, und daß die deutsche Bevölkerung auf das höchste beunruhigt ist.
Dabei wurde mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß der Mord in Glaserwald einen neuerlichen und unbeschreiblichen Beweis dafür liefert, daß die Verhältnisse einfach unhaltbar geworden sind. Die Kreisleiter waren einmütig der Auffassung, daß eine eventuelle Verbreiterung derartiger „Sicherheitsmaßnahmen", wie sie in einem amtlichen tschechischen Bericht über das ruchlose Verbrechen von Glaserwald angedeutet werden, den tatsächlichen Zustand völliger Unsicherheit keinesfalls beseitigen könne.
Die Folgen der deutschfeindlichen Hetze haben derartige Ausmaße angenommen und einen Zustand so hemmungsloser Unsicherheit geschaffen, daß eine Bereinigung dieser Lage nur durch eine grundsätzliche Lösung, keinesfalls aber durch Teilmaßnahmen möglich ist.
NoHeitsakle klagen an!
Nachdem wir bereits gestern den neuen Meuchelmord an einem wehrlosen Sudetendeutschen und die zahlreichen Ausschreitungen tschechischer Rohlinge angeprangert haben, geben wir im folgenden noch einige Ausführungen des „Deutschen Dienstes" wieder:
Die lange Kette der gegen das Sudetendeutschtum gerichteten tschecho-slowakischen Drangsalierungen, Mißhandlungen, Drohungen, darunter auch bestialische Morde, wurde von mordlüsternen Gegnern der Sudetendeutschen um ein neues, sehr schweres Glied ergänzt. Paierle blieb das Opfer des wahnsinnigen lleberfalls, er mußte verbluten für einen wahnsinnigen -Haß, der gegen sein Volkstum gerichtet ist.
Die Liste der Ueberfälle und Mißhandlungen — selbst wenn man sie nur auf einzelne grobe Fälle beschränkt — ist sowohl ihrer Tatsachen als auch des Umfanges wegen geradezu empörend. Sie ist ein lausendes Band frechster und gemeinster Herausford e r u n g e n, die nur jemand hinnehmen kann, der sich die Pflicht gestellt hat, ruhig und besonnen zu bleiben. Eine wahre Engelsgeduld gehört hierzu. Ob aber ein Mensch fähig ist, auf die Dauer solche gleicherweise widerlichen und herausfordernden Dinge hinzunehmen? Mit Bewunderung schaut man auf sie Sudetendeutschen und ihre Haltung. Daß aber nach allem, was tschechischer Haß in den letzten Monaten hervorgebracht hat, die Erregung glimmt und nur durch eisernen Willen zurückgehalten werden kann, das wird wohl auch der Allerneutralste in der Welt begreifen müssen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Abend loben? Alte Sprichwörter beweisen auch sehr oft im verwickelten politischen Leben ihre Daseinsberechtigung. Der große „Wortbrüchige", der so gern Vertrage unterschreibt, dabei aber streng darauf achtet, daß er selbst keine allzu großen Verpflichtungen eingehen mutz und anderen so gern das Leben schwer und sauer macht, ist wieder einmal unser „Nachbar zur Linke n". Doch keine Behauptung und Kritik ohne stichhaltige Argumente und handfeste Beweise!
Die jüngsten Vorgänge in Spanien sind militärisch wie politisch sehr bedeutsam. Mitte Juli erfolgte an der Ebro-Front ein überraschender Vorstoß gutbewassneter und starker bolschewistischer Streitkräfte. Es war nur zu natürlich, daß die roten Truppen in dieser Verfassung über die verhältnismäßig geringfügigen nationalspanischen Streitkräfte einen Ueber- raschungssieg erfochten. Doch nach sofortiger Verstärkung wurde der bolschewistische Vormarsch nach wenigen Tagen schon abgestoppt und die Kämpfe wieder zum Stehen gebracht. Schon bei diesen Gefechten erlitten die Roten schwerste Verluste. Sämtliche Lazarette in Barcelona waren überfüllt. Neue Reseroejahrgänge wurden unver- züglich durch die bolschewistischen Machthaber einberufen. Franco nutzte diese Schlappe der Roten durch weitere Verstärkung seiner Truppen im Ebro-Abschnitt sofort aus. So kam es dann zu einem der glänzendsten Siege der Nationalspanier in der letzten Zeit, als am Sonntag im Abschnitt Fayon-Mequinenza mehrere neue Höhen- züge besetzt und der Gegner bis an den Fluß zurückgedrängt wurde. Großartig waren die Erfolge! 2000 Bolschewisten wurden gefangengenommen. mehrere tausend eingeschlossen und zahlreiche Einheiten völlig aufgerieben. Hinzu kommt noch der große Gewinn an Kriegsmaterial.
Hier sei aber jene Phase des Kampfes behandelt und näher beleuchtet, die den Vorstoß der roten Einheiten überhaupt ermöglichte. Frankreich bemühte sich in der letzten Zeit wiederholt mit offi- Iiosen Dementis, jede Einmischung in Spanien zu leugnen. Doch das laute Geschrei war schon zu verdächtig, als daß man es glauben konnte; denn wer schon wiederholt wortbrüchig wurde, den schaut man sich in Zukunft bei eifriger Beteuerung seiner Unschuld etwas genauer an. Es - Zuch gar nicht lange, da war die italienische Presse m der Lage. über eine Abmachung der rotspanischen Botschaft in Paris mit der französischen Regierung über Entsendung von 8000
Der rote Marschall Blücher hat die Leitung -er Schangfeng-Operationen übernommen.
Aus Böhmen werden neue Mordanschläae und Terrorakte der Tschechen gemeldet.
In Venedig wurde die Internationale Filmkunst- schau eröffnet. '
Der italienische Lustmarschall Balbo traf in Berlin
Auf der Jahresversammlung der Rundfnnkschaffende» sprachen Dr. Kriegler und Dr. Elasmeier.
Aus der Tagung der Kreisorganisationsleiter des Gaues Weser-Ems sprach EauamtsleiterWalkenhorst.
Auch in Bremen kann ab heute der Volkswagen bestellt werden.
Der SA.-Standort Bremen führte eine Veranstaltung mit dem Film „NS.-Kampfspiele 1937" durch.
Der Focke-Wnlf-„Condor" wird versuchsweise im Nordatlantikdienst der Deutschen Lufthansa eingesetzt. Werder trifft Sonntag in Hamburg aus den HSV.