Ausgabe 
(3.8.1938) Nr. 211
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parteiamtliche Tageszeitung M der Nationalsozialisten Vremens

Vas flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Lreien Hansestadt vremen flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen

Nr. 211 / 8. Jahrgang

Mittwoch, Z. flugust 1SZ6

Linzeipreis 15 Npf.

Mchtkrone über der Neichskanzlei

per süßrer beim Nichtsest

Sank an vauarbeiler und vauleilung / vegeisterle Kundgebungen kür fldolf KÜler / Weestunde der flrbeilskameradschast

Berlin, 3. August

Am Dienstag wurde über dem Erweiterungsbau in der Reichskanzlei in Berlin die Richtkrone aufgezogen, ein neues leuchtendes Zeichen für die bauliche Neugestal­tung der Reichshauptstadt. Der mächtige und hohe Bau ist seiner Bestimmung als Arbeitsstätte der Reichskanzlei, der höchsten Verwaltungsstelle des Reiches wahrhaft würdig. Seine eindrucksvolle und großartige Architektur wird in Zukunft zum bau­lichen Mittelpunkt des Berliner Regierungsoiertels gehören und den national­sozialistischen Gestaltungswillen in vollendeter Form zum Ausdruck bringen

Die Front des neuen Bauwerks erstreckt sich an der Nordseite der Voßstraße in einer Länge von.420 Meter. 2n schöner und hoheitsvoller Linie gliedert sich der Er­weiterungsbau, der von Eeneralbauinspektor Professor Speer entworfen wurde, in drei Teile. (Ueber Einzel­heiten der baulichen Ausgestaltung und Zweckbestim­mung der neuen Reichskanzlei berichten wir auf Seite 2.)

Der Neubau der Reichskanzlei umsaht in Zukunft die 3 Kanzleien des Führers, nämlich die Reichskanzlei (Chef Reichsminister Dr. Lammers, die Reichskanzlei des Führers der NSDAP. (Chef Reichsleiter Vouhler) und die Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers (Chef Staatsminister Dr. Meißner), ferner das Büro des Stabschef der SA., die Adjutantur des Führers und Reichskanzlers und schließlich die Adjutantur der Wehrmacht beim Führer und Reichskanzler.

In einer schlichten Feierstunde begingen die 4800 Arbeitskameraden, die geholfen haben, den Neubau zu schaffen, in Gegenwart des Chefs der Reichskanzlei Reichsminister Dr. Lammers, d>es Chefs der Kanzlei des Führers, Reichsleiter Vouhler sowie des Gene­ralbauinspektors Professor Speer am Dienstagmittag das Richtfest. Rote Teppiche mit dem goldenen Haken­kreuz schmückten die Fenster, während über dem Bau die riesige Richtkrone mit ihren golddurchwirkten Gir- ^ landen und Hakenkreuzbannern in der Sonne leuchtete. Vor der Längsseite des Neubaus hatten die Arbeiter Aufstellung genommen. Von der Höhe des Neubaues herab richtete der Polier den traditionellen Richtspruch und leerte nach altem Handwerksbrauch ein Glas auf die glllckhafte Vollendung des Baues.

Architekt Piepenburg, der nach den. Plänen von Professor Speer den Bau ausgeführt hatte, dankte allen Mitarbeitern für ihre treue und fleißige Hilfe. Er schloß mit einem Siegheil auf den Führer, das von den Teilnehmern der Feierstunde begeistert aufgenom­men wurde. In Sonderziigen der U-Bahn begaben sich dann die am Bau beteiligten Arbeiter zum alther­gebrachten Richtschmaus in die Deutschlandhalle. Dort erreicht das Richtfest seinen Höhepunkt durch die Anwe­senheit des Führers.

Mit seiner Teilnahme und seiner Ansprache bereitete der Führer den Männern, die seit vielen Monaten in, schwerer Arbeit Tag und Nacht das monumentale' Bau­werk geschaffen haben, die schönste Freude und Aner­kennung. Aus dem begeisterten Jubel der Arbeiter sprach ihr bewegter Dank dafür, daß es der Führer

Adolf Hitler sich nicht hatte nehmen lassen, an ihrem Ehrentage zu ihnen zu kommen.

Die riesige Deutschlandhalle war für dieses Richtfest mit den Fahnen des Reiches, mit dem Hoheitszeichen, Tannengrün und bunten Richtkronen würdig ausge­schmückt? An langen Reihen weißgedeckter Tische hatten etwa 5000 Arbeiter und deren Angehörige Platz genommen.

Um 18 Uhr betritt der Führer, empfangen von einem aus dem Herzen kommenden überwältigenden Be­geisterungssturm der Bauarbeiter, die Deutschlandhalle. Neben ihm geht der Schöpfer des gewaltigen Baues, Architekt Professor Speer, der in tage- und nächte- langer Arbeit das Projekt ersann und seine Durch­führung leitete. Mit dem Führer kommen ferner Reichsminister Dr. Lammers, Reichsleiter Vouhler, Staatssekretär Dr. Meißner, Reichspressechef Dr. Dietrich, Obergruppenführer Sepp Dietrich sowie die Adjutanten des Führeps, Brigadeführer Wiedemann und Major Schmundt.

Der Jubel der Arbeiter verstärkt sich noch, als der Führer von der Stirnseite der Halle aus die Versam­melten grüßt. Minutenlang wollen diese überwältigen­den Kundgebungen der Treue des schaffenden Deutsch­lands zum Führer kein Ende nehmen. Nur mühsam kann sich der Sprecher der Bauarbeiter Gehör ver­schaffen, als er den Führer begrüßt. Er spricht davon, daß sich alle, die an diesem Bau mitgearbeitet hätten, wie eine einzige große Familie, vom obersten Bau­herrn des Reiches bis zum einfachsten Arbeiter, gefühlt hätten. Unter begeisterter Zustimmung seiner Ärbeits- kameraden dankt er dem Führer dafür, daß er an ihrem Fest teilnimmt. '

Und nun spricht der Führer zu seinen Arbeits­kameraden vom Bau. ,Jn einer herzlich gehaltenen kameradschaftlichen Ansprache dankt er den Arbeitern und der Bauleitung für die gewaltige Arbeitsleistung, mit'der sie diesen Bau in so kurzer Zeit vorangebracht hätten. Er feiert ihr Werk als eine Höchstleistung von Arbeitern der Stirn und Arbeitern der Faust, als ein stolzes Denkmal unserer nationalsozialistischen Volks­und Arbeitsgemeinschaft.

Die, Schlußworte eines Arbeiters gehen, fast in tosendem Jubel der Bauarbeiter, um den Führer unter. Machtvoll brausen die Siegheilrufe und die Lieder der Nation durch die weite Halle. Begleitet von bewegten Dankeskundgebungen der Arbeiter für diese Stünde verläßt der Führer wieder das Richtfest.

Schangfeng wieder bombardiert

Neuer Sreimunschenfall durch 40 Sowjetflugzeuge rankangriff von den

Japanern abgewiesen

T o k i o, 3. August

Das japanische KriegsministeriuH teilt einen neuen Grenzzwischenfall mit. Am Dienstag früh haben danach 40 Sowjetflugzeuge die Grenze überflogen und Schang- fcng bombardiert.

Nach einer weiteren Mitteilung des -japanischen Kriegsministeriums griffen- am Dienstagvormittag sowjetrusfische Truppen Schangfeng von Süden und mit acht Tanks vom Norden an. Beide Angriffe wurden von den Japanern abgewiesen. Anscheinend beabsichtigen die Sowjetrussen durch diesen Angriff die Stellung in den Höhen von Schangfeng wieder zu nehmen. Der vorher auf Schangfeng erfolgte Luftangriff der Söwjetruisen, an dem 40 Flugzeuge beteiligt waren, richtete sich ledig­lich gegen die japanischen Infanterie-Stellungen und bedeutete mehr eine Demonstration.

Der japanische General Tods, der am Dienstag aus Hsinking in Japan eintraf, bezeichnete Schangfeng als Zwischeüfall ohne ernstere Folgen. Außerdem seien die Grenzen in der Mandschurei so stark gesichert, daß er keine Gefahr sähe.

Japanischer Protest in Moskau

Moskau, 3. August

Im Laufe des gestrigen Nachmittags suchte der-Erste Sekretär der japanischen Botschaft in Moskau, Jjakawa, den Leiter der Fernöstlichen Abteilung des Autzenkom- missariats, Mironow, auf, um gegen die lleberfliegung der mandschurischen Grenze durch 40 'Sowjetflugzeuge zu protestieren. Der japanische Vertreter brachte dabei zum Ausdruck, daß seine Regierung dieser Aktion der sowjetrussischen Luftwaffe besonders ernste Bedeutung beilege, da sich Grenzverletzungen durch eine so hohe Anzahl van Militärflugzeugen bis jetzt überhaupt noch nicht ereignet hätten. Der Leiter der Fernöstlichen

Abteilung des Außenkommissariats lehnte diesen Protest j,als unbegründet" ab.

Tokio, 3. August

, Wie die Korea-Armee meldet, überflog am Dienstag um 18 Uhr ein Sowjetgeschwader die koreanische Grenze und bewarf die Kreisstadt Kojo, etwa 5 Kilometer nördlich von Schangfeng, mit Bomben.

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Mitte Juli 1921 erschien in einer Ausgabe des zwei­mal wöchentlich erscheinendenVölkischen Beobachters" in München ein Aufruf. Es waren unruhige Jahre da­mals für Deutschland. Die Inflation hatte mit ihrer Papierflut eingesetzt, ein Dollar war 80,62 Mark wert, drei Wochen vorher hatte die Reichsregierung die Orts­und Erenzwehren in Ostpreußen, die Organisation Eschenreich und die Einwohnerwehren Bayerns aufge­löst. In Bayern aber, wo der Kern der neuen Frei­heitsbewegung sich bildete, war Adolf Hitler auf der außerordentlichen Generalmitglioderversammlung der NSDAP. zum 1. Vorsitzenden gewählt worden. Die Versammlungen der NSDAP. fanden immer mehr Zu­spruch. Der Gegner schwankte in seiner Haltung der neuen Bewegung gegenüber. Weiteres Totschweigen oder brutalster Terror, das war die Kernfrage, von deren Antwort seine ganze künftige Taktik abhängig war. In dieser Atmosphäre erschien der genannte Aufruf tm .VB". Er richtete sich an die Kreise der sportliebenden Jugend innerhalb der jungen Bewegung, sich zu sam­meln und zup Verfügung zu stellen. Unterschrift lautete Adolf Hitler und Hans Ulrich Klintzsch . . ." Die sich gemeldet hatten, wurden einige Tage später durch Karte aufgefordert, sich zwecks näherer Besprechung und Gründung der entsprechenden Organisation am 3. Au» gust 1921 im Leiberzimmer desSterneckerbräu" z« melden. Dieser 3. August 1921 sollte der Gründungstag der SA. Eroßdeutschlands werden.

Ein Ungenannter, der damals dabei war und heute noch in der braunen Armee marschiert, hat diese Stunden einmal imSA.-Mann" ' beschrieben. Er berichtet von den wenigen jungen Menschen, die sich im bewußten Zimmer zusammenfanden und von den Worten, die der Beauftragte des Führers an sie richtete: Wir wollen keinen neuen Verein, wir wollen keine Vereinsmeierei. Wir wollen dem Manne, der unter Einsatz von Gesundheit und Freiheit für das Glück unseres Volkes ringt, einen Schutz geben, um ihm seine Arbeit zu ermöglichen, den Ersolg zu gewährleisten, wir

wollen, mit ihm und seinen Mitarbeitern für die innere und äußere völkische Freiheit unseres Volkes und Vaterlandes arbeiten, und wenn es notwendig sein sollte, unser Blut, unser Leben dafür einsetzen." Der diese Worte damals sprach, war der Marineleutnant a. D. Hans Ulrich Klintzsch. Im Sommer 1918 hatte er von seinem Torpedoboot aus auf kaum 100 Meter Entfernung einem englischen Kreuzer vor Zebrllgge die Geschosse in den Leib gejagt. Er sollte die neue Turn- und Sportabteilung der NSDAP. führen, die Organisation, die Vortrupp, Wache und Schutz der Weltanschauung durch alle Zeiten hindurch war und sein wird. Er starb jedoch schon im Mai 1923.

Der Verlauf dieses ersten Abends ist für die neuqe- gründete Schutzabteilung und ihre weitere Geschichte, die

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Schangseng wurde erneut von Sowjetfliegern bom­bardiert.

Frankreich verstärkt seine Garde Mobile.

Zum deutsch-französischen Wirtschaftsvertrag wurde.' ein Zusatzabkommen unterzeichnet.

Der Führer nahm am Richtfest der neuen Reichs­kanzlei teil.

Auf die KdF.-Dienststellen setzte ein Massensturm der Volkswagenkäuser ein.

Der Weltslieger Bertram ist von Newyork gestartet. Einen schönen deutschen Sieg brachte das inter­nationale Luftrennen in Belgien.

Ragnhild Hveger schwamm den 28. Weltrekord. Eine Vrandkata'strophe äscherte in der Rhön acht Wohnhäuser und acht Scheunen ein.

Aus Fahrlässigkeit entstand in Huchtiüg ein Schaden­feuer.

Der neue Kommandeur der Bremer Schutzpolizei Oberst Schroers, wurde feierlich in sein Amt ein­geführt.

Die VZ besuchte bei Zwischenahn zu einem Aus­bildungslehrgang zusammengezogene zukünftige Lehrlinge der Volkswagenfabrik.