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meiner Zeitung
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
Slnzekgcs - K,>uuöpi.etsL:
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches Nerkündungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen
Nr. 210 / 8. Jahrgang
Vienstag, 2. flugust 1SZ8
Einzelpreis 1S Npf.
Volkswagen für 5 NM. wöchentlich
Nr. Lev: Sparaktion beginn»
kineinkalb Millionen Volkswagen-Iakresproduktion
Köln, 2. August.
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Aus Anlast des 75jährigen Bestehens des Leverkusener Werkes der Z. G. Farben fand am Montagmittag aus dem Gelände der Fabrik in Leverkusen ein Betriebsappell statt, der seine besondere Bedeutung dadurch erhielt, datz Reichsorganisatiolisleiter Dr.
Ley über die Probleme des deutschen Volkswagens sprach und den Beginn der grasten Sparaktion verkündete, die es jedem Deutschen ohne Unterschied des Standes und Besitzes ermöglichen wird, diesen Wagen zu erwerben.
15 000 Eefolgschaftsmitglieder, die sich zu dem eindrucksvollen Betriebsappell versammelt hatten, grüßten freudigen Herzens Dr. Ley in ihrer Mitte, der ja selbst in den Jahren des Kampfes -ihr Werkskamerad gewesen ist. Gauleiter Florian gab diesem herzlichen Gruß Ausdruck und würdigte die Bedeutung des deutschen Großunternehmens, das in der ganzen Welt den deutschen Arbeitern ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat. Von stürmischem Beifall begrüßt, nahm dann Reichsorganisationsleiter Dr. Ley das Wort.
Er betonte, daß es für ihn ein eigenartiges und zugleich stolzes Gefühl sei, an diesem Appell teilzunehmen, eigenartig, weil er selbst ja sieben Jahre in diesem Werke tätig gewesen sei und hier eine ganze Reihe von Mltgardisten wiedersehe, die seinerzeit mit ihm in dieser Stadt für die Idee des Nationalsozialismus kämpften, ein stolzes Gefühl andererseits, da Führer und Partei das erfüllt haben oder die Erfüllung sichern, was er damals in den Jahren des Kampfes hier predigte. „Wir Nationalsozialisten", betonte Dr. Ley, „sind keine Phantasten, wir sind Idealisten, die sich mit aller Kraft und Energie, mit allem Fanatismus für das Werk einsetzen und dabei mit beiden Füßen aus der Erde bleiben. Wir verwirklichen, was wir predigen!"
Dr. Ley wandte sich dann der Frage des Volkswagens zu, die ja unter den Leistungen der Organisation „Kraft durch Freude" eine besondere Rolle spielt. Er wandle sich einleitend, gegen die Behauptung, daß das Auto einen Luxus darstelle, der nur für bestimmte Schichten des Volkes bestimmt sei. Er erinnerte daran, daß ja so viele Dinge des täglichen Lebens früher einen Luxus bedeuteten, und betonte:
„Wir wollen ja nicht die Menschen zu Proleten herabziehen, wir wollen, datz es in Deutschland nichts mehr gibt, an dem der deutsche Arbeiter nicht seinen Anteil haben kann (stürmischer Beifall)! So wird es schon in einem Jahrzehnt auch keinen schaffenden Menschen in Deutschland mehr geben, der nicht seinen Volkswagen hat oder ihn zum mindesten haben kann, wenn er es will."
Unter lebhaftem Beifall begrüßte Dr. Ley den genialen Konstrukteur des Volkswagens, der ebenfalls an diesem Appell teilnahm. Er teilte mit, daß die erste Serie dieses Volkswagens, dieses technischen Wunders voraussichtlich bereits Ende nächsten Jahres die Fabrik verlassen werde. Nach ihrer Fertigstellung würde die Volkswagenfabrik nicht nur- die größte Automobilfabrik, sondern die größte Fabrik der Welt überhaupt sein. Während Ford eine Produktion von 1 Million Wagen im Jahr habe, würde die Volkswagenfabrik jährlich 1)4 Millionen Wagen herstellen können. Das Unternehmen werde gleichzeitig auch in sozialer Hinsicht eine Musterfabrik darstellen.
In Stein gebaut und in Eisen gegossen wurden hier all die Gedanken der Berufserziehung und des Siedlungswesens, der Volksgesundheit und der Schönheit der Arbeit verwirklicht, unter deren Zeichen einmal die ganze deutsche Wirtschaft stehen soll. „Jede Volkswagenfabrik wird ein großes Olympia der Arbeit werden, gekrönt von einer Akropolis der Freude, der Schönheit. All die Gedanken, die hier als richtig erscheinen und die wir im Leistungswettkampf der deutschen Betriebe verkünden, werden hier in die Tat umgesetzt.
Mustergültige Lehrwerkstätten werden der deutschen Wirtschaft eine Auslese der Tüchtigsten zur Verfügung stellen, auf völlig neuen Wegen wird die Dolksgesund- heit gefördert weiden und in architektonischer Schönheit und mustergültiger Anlage wird die Volkswa-genstadt Fallersleben zu einer Siedlung gestaltet werden, in der dtr Geist von „Kraft durch Freude" zu Haus sein wird. Der Volkswagen ist das ureigenste Werk des Führers. Schon in der Kampfzeit hat sich der Führer mit diesem Gedanken beschäftigt. Und nach der Machtübernahme hat der Führer jedes Jahr bei der Eröffnung der Automobilausstellung den Bau des Volkswagens als ein Hochziel unseres nationalsozialistischen Wollens hingestellt. Aber mit Gedanken und Worten hat es der Führer auch hierbei nicht genug sein lassen. Im ersten Jahre der Macht erteilte der Führer bereits konkrete Aufträge, begutachtete vorgelegte Konstruktionen, gab selbst Anregungen, besorgte die finanziellen Mittel, mit einem Wort, der Führer lebte und arbeitete täglich mit diesem, seinem Lieblingsgedanken.
Ilnd nun ist der Volkswagen wirklich da. Der geniale Konstrukteur und Erfinder, Dr. Porsche, hat das technische Wunder vollbracht und der Führer hat alsdann die Deutsche Arbeitsfront mit der gesamten Durchführung, Produktion, Vertrieb, Versicherung, Garagen usw. beauftragt. In diesem Jahre noch wird der erste Bauabschnitt für 450 000 Wagen Jahresproduktion gerechnet unter Dach sein. Bereits Ende des nächsten Jahres wird mit der laufenden Produktion begonnen. Dr. Ley führte dann noch einmal die großen Vorzüge des Volkswagens auf und verkündete sodann die große Sparaktion.
Ab 1. August beginnt die große Sparaktion für den Volkswagen „Kraft durch Freude". — Hiermit verkünde ich folgende Bedingungen, unter denen sich der Schaffende ein Automobil kaufen kann:
1. Jeder Deutsche ohne Unterschied der Klassen, des Standes und des Besitzes kann Käufer des Volkswagens werden.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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Immer rvieäer muLte äor Mbrer cken Begeisterten ckio llänäe äriieken; neben ckom Vnbrer (von links) Knnr. Heulern, kvieks- ministor vr. Briek, kercdsminister Hast unck lieiebsminister vr. 6oebbels. (Siede anet» unsere Lilcksr- Svngerseite in üer vor- liegvnäen Ausgabe.)
(Lresss-Hokkwsnu.)
Prag wM das Unrecht verewigen
Vas tschechische NationaMiitenstatut gellt an der örundfeage vorbei
' Prag, 2. August
Die Sudetendeutsche Partei hat gestern abend die vom Abgeordneten Ernst Kundt angekündigte Broschüre veröffentlicht. Der erste Teil enthält den Text der am 30. Juni der Sudetendeutschen Partei vorgelegten Regierungsvorschläge (das sogenannte Nationalitäten- statut) mit vergleichender Gegenüberstellung der bisher für die gleichen Sachgebiete geltenden Rechtsvorschrift
Sowjetrussischer Luftangriff aus Korea
fünf Sowietbomber heruntergeholt — Entschlossenes vorgeben des japanischen Hauptquartiers
Tokio, 2. August.
Sowjetrussische Bombenflugzeuge haben, einer Meldung aus Söul zufolge, verschiedene Angriffe auf koreanisches Gebiet durchgeführt. Ihr Ziel waren Bahnen und Brücken im Grenzgebiet. Nach einer Meldung des japanischen Hauptquartiers wurden fünf sowjetrussische Flugzeuge, darunter mehrere Bombenflugzeuge, abgeschossen oder zur Landung gezwungen.
Von der Presseabteilung des koreanischen Hauptquartiers in Keizo wird eine zusammenfassende. Meldung über die mißglückten sowjetrussischen Fliegerangriffe auf japanische Stell ngen und militärische Grenzpunkte in Korea verbreitet., Danach flogen die Sowjetapparate Montag mittag zweimal über Chang- kufeng und belegten die Truppen in der vordersten japanischen Linie mit Bomben und ME.-Feuer, ohne ihnen jedoch Schaden zuzufügen. Um 14.30 Uhr am Montag überflogen sowjetrussische schwere, Bomber in geschlossener Formation die Grenze am Unterlauf des Tumen-Flusses; sie flogen dann werter über koreanisches Gebiet und bombardierten die Eisenbahnlinie bei Kin- sojye südlich von Kogi. Später wurde die Brücke bei Keijo bombardiert, doch wurde auch bei diesen Angriffen kein ernstlicher Schaden angerichtet. Bei den fünf sowjetrussischen Flugzeugen, die von den Japanern abgeschossen wurden, handelt es sich um zwei etwa vier Kilometer südlich Kogi, zwei schwere Bomber bei So- zan und einen Apparat bei Suiryupo.
Das Hauptquartier in Keijo meldet ferner, daß bei den gestrigen sowjetrussischen Verlusten 37 Tote festgestellt wurden, die nach Uniform und Abzeichen dem GPU.-Erenzschutz verschiedener Formationen angehören.
Unter den Gefallenen befinden sich Soldaten der Infanterie, Artillerie und der Tanktruppe.
Im japanischen Luftverteidigungsabschnitt West wurde für die Provinz Fukucka in Nordkyuschu ab Mitternacht erhöhte Alarmbereitschaft durch Verdunkelung angeordnet. Fukucka ist ein wichtiges Zentrum der japanischen Industrie.
chinesische Kanonenboote vernichtet
Tokio, 2. August
Japanische Marineflugzeuge haben am 31. Juli trotz stürmischen Wetters ein schwieriges Unternehmen erfolgreich durchgeführt. Sie belegten drei chinesische Kanonenboote und mehr als ein Dutzend chinesische Munitions- schunken stromaufwärts von Kiukiang mit Bomben. Die drei chinesischen Kanonenboote wurden in Brand gesetzt und strandeten. Die Dschunken gingen in kurzer Zeit brennend unter.
Kämpfe am Nordufer des Jangtle
Schanghai, 2. August.
Auf dem Nordufer des Pangtse, kam es im Werkgelände von Taihu zu schweren Kämpfen, da hier die Chinesen zur Verstärkung ihrer 4. Armee zur Gegenoffensive übergegangen waren. Nach mehrtätigen Kämpfen gelang es, nach japanischen Angaben zuwlge, die chinesische Offensive zum Stehen zu bringen. Die japanischen Truppen besetzten wichtige Vergstellungen. Da die Operationen auf dem NordflügÄ'noch im Gange sind, wurde der Vormarsch des Südflügels vorläufig eingestellt; doch besetzten die Japaner hier Taian an der Bahnstrecke zwischen Kiukiang unL Nantschang.
Japanfeinftllche Verschwörung aufgeSeck»
Der Polizeichef der von den Japanerü eingesetzten Regierung von Grotz-Schanghai ist gestern zusammen mit 20 höheren Polizeibeamten von japanischen Gendarmen verhaftet worden. Die Verhafteten werden verdächtigt, «insgeheim eine Rebellion gegen die Regierung von Groß-Schanghai anzuzetteln und mit den chinesischen Freischärlern gemeinsame Sache zu machen.
Japanische flbwehraklion erfolgte auf mandschurischem Soden
Tokio, 2. August
Die von den Japanern zurückgeworfenen Sowjettruppen haben sich nach zweimaligem Gegenangriff auf eintz Höhenstellung östlich des Tschanahisees, der unmittelbar hinter der sowjetrussischen Grenze liegt, zurückgezogen. Die nunmehr von den Japanern wieder genommenen Höhen bei Schangfeng waren von den sowjetrussischen Grenztruppen mit Infanterie- und Artilleriestellungen versehen. Die neuen Stellungen westlich und östlich des Tschanghisees sind etwa drei Kilometer voneinander entfernt. Eine vom Kriegsministerium herausgegebene Skizze über die Frontlage bei Schangfeng verzeichnet sowohl die Grenzlinie, wre sie auf den sowjetrussischen Generalstabskarten eingezeichnet ist, wie auch die Grenzlinie gemäß dem Huntschun-Vertrag. Daraus ist klar ersichtlich, daß beide Linien östlich der Höhen von Schangfeng liegen, daß also die japanische Abwehraktion einwandfrei auf mandschurischem Gebiet erfolgt ist.
ten. Der 2. Teil enthält eine juristische Kritik dieser Regierungsvorschläge Weder der erste noch der zweite Teil bezieht sich auf jene Regierungsvorschläge, die als Vorschläge zur sogenannten „Selbstverwaltung" bezeichnen werden, da diese Vorschläge noch nicht veröffentlicht worden sind. Die Sudetendeutsche Partei legt Wert auf die Feststellung, datz durch diese Veröffentlichung einer politischen Stellungnahme der Partei in keiner Weise vorgegriffen werden soll.
In dem Vorwort zur Broschüre heißt es u. a.: „Die Gegenüberstellung der Regierungsvorschläge vom 30. Juni mit dem bisher für die gleichen Sachgebiete geltenden Rechtsvorschriften ist deshalb geeignet, in die Problematik der Regierungsvorschläge einzuführen, weil sich nur mittels einer solchen bis ins einzelne gehenden Uebersicht feststellen läßt, daß die bisherigen Vorschläge der Regierung keine bemerkenswerte formale noch viel weniger aber eine materielle Verbesserung der bis-
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Sowjetrussische Bomber unternahmen einen Luftangriff auf Korea.
Italien ergreift weitere rassenpolitische Schutzmaßnahmen.
Ein Abkommen zwischen dem Balkan-Bund und Bulgarien trägt zur Befriedung in Südosteuropa bei.
Das tschechische Nationalitätcnstatut wird von den nichttschechischeu Volksgruppen abgelehnt.
Die Ortsgruppe Emden der NSDAP. feierte in Anwesenheit unseres Gauleiters ihr lüjähriges Bestehen.
Dem Hauptschriftleiter der „Ostfriesischen Tageszeitung" im NS.-Gauverlag, Pg. Folkerts, wurde die Leitung der Sippenforschung im Gau Weser-Ems übertragen.
OLergebietssührer Lühr Hogrefe verabschiedete in Uelzen den Adolf-Hitler-Marschblock der Nordsee-HJ. In der Europameisterschaft der Motorradfahrer führt Kluge-Deutschland in der 2S0er-Klasse.
Schöne Erfolge errangen bremische Segler auf der Ostseeregatta.
Das Unglück der Bremer Segeljacht „Gaby" hat eine schnelle Aufklärung gefunden.
Gestern ereignete sich in Bremen der 33. tödliche Verkchrsunfall dieses Jahres.