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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblokk des legierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Anzeigen - Grnndprekftf
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblakt des Beichsstattdaiters in Oldenburg und Bremen
Nr. 11? / S. Jahrgang
Sonnabend, ZD.flprU 19ZS
Linzelpreis 15 Npf.
z. Mai Nationalteiertag IN Italien
ktzrung des fützrers
fluch der 5. und S. Mal felertag für zahlreiche Provinzen — Nömische presse hat
nur ein thema: sührerbesuch! — „fldols Hitler ein wahrer freund Italiens"
Rom» 30. April
Die italienische Regierung hat anläßlich des Besuches des Führers und Reichskanzlers folgendes Gesetz erlassen:
Artikel l. Der 3. Mai 1938 (Jahr XVI der faschistischen Zeitrechnung) ist zum nationalen Feiertag erklärt worden. Feiertage im Sinne des Gesetzes werden außerdem der 5. Mai 1938 für die Provinzen Avellino, Benevento, Littoria, Neapel und Salerno und der 9. Mai 1938 für die Provinzen Frosinone, Rieti» Rom, Viterbo, Arezzo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lueca, Marta Carrara, Pisa» Pistoia und Siena.
Artikel II. Die Präfekten werden ermächtigt, für die Tage des 3., 5. und 9. Mai die teilweise oder vollständige Schließung aller Betriebe anzuordnen. Im Falle der Schließung werden den Arbeitern die Löhne ausgezahlt, doch ist es den Arbeitgebern freigestellt, die verlorengegangenen Arbeitsstunden nachholen zu lassen. In Rom können für Hen 8. Mai die Bestimmungen über die Sonntagsruhe aufgehoben worden.
' Mailaird, 30. April.
Bilder des Führers und seiner Mitarbeiter sowie überaus herzlich gehaltene Begrützung.-artikel beherrschen die gesamte Presse. Jegliches andere Weltgeschehen tritt gegenüber der für die Freundschaft der beiden Völker so ungeheuer bedeutungsvollen Begebenheit völlig in den Hintergrund.
keit, daß der Duce und der Führer erneut einen persönlichen Gedankenaustausch über die großen Probleme pflegen könnten; denn die konkrete Bedeutung der Reise liege in der Freundschaft der beiden Führer und dem loyalen Willen zur Eintracht und Zusammenarbeit der beiden Völker.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Neben der Veröffentlichung des Vefuchsprogramms bringen die Morgenblätter auch Lebensbeschreibungen aller führenden Persönlichkeiten aus dem Gefolge des Führers^ Dieser Besuch, so schreibt „Popolo d'Jtalia", bedeute das Zusammentreffen zweier Revolutionen, die Europa Elemente neuer und mächtiger Lebenskräfte gegeben hätten. Rom werde Adolf Hitler mit Kundgebungen einer Freundschaft empfangen, in der die Erinnerung an die Ehrungen lebendig sei, mit dem der Duce in Deutschland empfangen wurde. Der Besuch Adolf Hitlers, erklärt „Carriere della Sera", sei schon wegen des Zeitpunktes, in dem er sich abspiele, ein Ereignis von weltweiter Bedeutung. Im Spiel der internationalen Kräfte habe die italienisch-deutsche Freundschaft ein ungeheueres Gewicht und eine unvergleichliche dynamische Funktion.
Die Nachricht vom Kommen Adolf Hitlers werde vom ganzen italienischen Volk mit wahrer Begeisterung aufgenommen. Der Führer sei ein Freund Italiens nicht im äußeren und wandelbaren Sinne des Wortes, sondern in jener tiefen Bedeutung, die eine im Wesen liegende Ähnlichkeit des Temperaments, ein Gleichläufen der Ansichten, ein reales und herzliches Verstehen zum Ausdruck bringt. Man werde auch nie vergessen, welche Haltung Deutschland nicht durch Worte, sondern durch Taten während des Sgnktjonskrieges eingenommen habe. Die Bedeutung des Führerbesuches erschöpfe sich nicht in der Abwicklung des großartigen Festprogramms, sondern sie bestehe auch in der Möglich-
flmnestke für Mepartergerkchlsbarkeit
Eine Verfügung des Führers
Berlin, 30. April
Aus Anlag der Schaffung Großdeutschlands hat der Führer für die Parteigerichtsbarkeit eine Amnestie erlassen. Die Verfügung des Führers hat, nach Meldung der NSK., folgenden Wortlaut:
1. Parteigerichtliche Verfahren werden wegen Handlungen, die vor dem 1V. April 1S38 begangen worden sind, nicht eingeleitet, wenn es sich um Verfehlungen handelt, für die eine geringere Strafe als der Ausschluß aus der Partei zu erwarten ist.
2. Im selben Umfang werden anhängige Verfahren eingestellt und erkannte Strafen erlassen, deren Frist noch nicht abgelaufen ist.
3. Die Beschränkung ehemaliger Logenangehöriger in der Partei wird, soweit es sich nicht um Hochgrade handelt, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt des Austritts aus der Loge aufgehoben.
4. Dir Bestimmungen zur Durchführung dieser Verfügung erläßt der oberste Richter der Partei.
München, 27. April 1938.
gez. Adolf Hitler,
gez. Walter Buch, oberster Richter der Partei.
Das Ergebnis von London
Verstärktes Militärbündnis / Zusammenarbeit der Nüstungswirtsäzaft Verstänöigungsverlzandlungen mir Deutschland? / Vas tschechoslowakische Problem
(Oraktboriebt unseres I-ovckonsr Vertreters)
London, 39. April
Am Freitagnachmittag um 17.39 Uhr wurden die englisch-französischen Ministerbesprechungen abgeschlossen. Ihre Ergebnisse lassen sich kurz in folgende Punkte zusammenfassen. Im Vordergrund stehen die militärischen Vereinbarungen, die in der Presse teils als „technische Zusammenarbeit", teils als „tatsächliche Desensiv-Alliance" ausgelegt werden. Sodann wird von einem engen Kontakt zwischen den Seneralstäbsn gesprochen: die Besprechungen sollen bereits Ende nächster Woche beginnen.
Eine Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Rüstungs- wirtschaft und Vorarbeiten für eine Zusammenarbeit der beiden Streitkräfte sind ihre wichtigsten Merkmale. Außerdem soll eine gemeinsame Lebensmittelvorratswirtschaft organisiert werden. Ein großer Teil der Londoner Presse, der diesem erweiterten Militärbündnis größte Bedeutung beimißt, legt allerdings Wert darauf, seinen technischen Charakter hervorzuheben. In den Rahmen dieser Zusammenarbeit gehört auch die von London zugestandene Hilfe für die in Aussicht genommene französische Rüstungsanleihe.
Was die Tschechoslowakei anlangt, so läßt die in dem offiziellen Kommunique angedeutete „Altion" mancherlei Schlüsse zu. Im Gegensatz zu den französischer- seits verbreiteten Versionen betont man in London, daß Chamberlain auf seinen Auffassungen bestanden habe. Er habe von den französischen Ministern in bezug auf die Tschechoslowakei im besonderen und auf Osteuropa im allgemeinen eine „positivere Stellungnahme" gesordert.
Aus taktischen Gründen haben die Franzosen dabei die Behauptung aufgestellt, daß die Tschechoslowakei weniger militärisch als wirtschaftspolitisch bedroht sei. Sie hoffen, auf diese Weise England für eine Unterstützungsaktion gewinnen zu können. Inwieweit sie dabei Erfolg hatten, ist im Augenblick noch nicht festzustellen. Interessant ist jedoch die Mitteilung des „Daily Telegraph", wonach Chambc'AEg. auf die praktischen Schwierigkei Eq ' . ^einer militärischen Hilfeleistung , ck .die Tschechoslowakei hingewiesen habe. Zlatt fügt hinzu, Prag habe
nur die von allen gewünschte Möglichkeit einer vernünftigen Verständigung mit Deutschland.
In diesem Zusammenhang wird in London auch wieder die Notwendigkeit einer Verständigung Englands mit Deutschland erwähnt, wobei behauptet wird, daß die französischen Minister keine Einwendungen gegen die von Chamberlain geplanten Bemühungen erhoben hätten.
Zum Kapitel der in dem Kommunique als wünschenswert bezeichneten Beruhigung im Mittel- meer, über die man sich bei der Besprechung des italienisch-englischen Abkommen und der italienischfranzösischen Entspannungsgespräche äußerte, gehört auch das Spanien-Problem. Frankreich hat sich bereit erklärt, im Augenblick der praktischen Durchführung des englischen Räumungsplanes zur Auskäm- mung der ausländischen Freiwilligen die Kontrolle seiner Landesgrenze gegen Spanien wieder zuzulassen. Gleichzeitig wurde ein Abkommen für die Zurückziehung von ausländischem Kriegsmaterial aus Spanien angekündigt.
Schließlich hat man sich über die Genfer Prozessur- frage ausgesprochen , um das Abessinien- Problem so glimplich wie möglich zu liquidieren. Auch Fragen des Fernen Ostens wurden unter allgemeinen Gesichtspunkten erörtert.
worauf London Wert legt
London, 30. April.
In London scheint Wert auf dahingehende Meinungsäußerung gelegt zu werden, daß bei den englisch-französischen Bespechungen über die militärische Zusammenarbeit keinerlei Vereinbarungen getroffen wurden, die über den Rahmen der Vereinbarungen hinausgehen, die im Frühjahr 1936 getroffen worden sind und die serner- zeit auch der deutschen Regierung amtlich zur Kenntnis gegeben wurden- Ferner wird von englischer Seite ausdrücklich erklärt, daß auch in den Besprechungen über die Tschechoslowakei englischerseits keinerlei neue Verpflichtungen auf sich genommen worden sind.
(Siehe auch Seite 2)
klonte rvird kvielisauüvniniaister von llibbontrop 45 siabro alt. kiivv der letzten ^nknqbmon lies KoivkssuLsu- niinistors inst seinen beiden Kindern Ursula und ^dolk. Lrssss-Kokkwann (I-sux).
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Zirkelten — mit sceude
Sojiale flrbeitsbilan; am I. Mai
Am Nationalfeiertag des deutschen Volkes wird der Führer wieder einmal die soziale Arbeitsbilanz ziehen. Er verleiht mit der Goldenen Fahne der Deutschen Arbeitsfront einer neuen Zahl von Betrieben schöne und verpflichtende Auszeichnungen. Damit findet gleichzeitig der Leistungskampf 1937/38, den rund 84 000 Betriebe durchgeführt haben, seinen Abschluß.
Wenn wir uns die wichtigsten Ergebnisse ansehen, dann können wir feststellen, daß auf allen Gebieten des.Betriebslebens große Fortschritte gemacht wurden. Es ist wirklich so, daß Leistungen, die noch 1937 als Spitzenleistungen galten, heute zum guten Durchschnitt gehören. In dieser Entwicklung haben beispielsweise die Tarifordnungen ihre frühere Bedeutung verloren, aus den Höchstsätzen. sind Mindestsätze für die Lohn- und Arbeitsbedingungen. geworden. - Ebenso unterliegen die Betriebsordnungen in allen guten Betrieben einer laufenden Ueberprüfung und Verbesserung. Damit haben die Betriebssichrer einen richtigen Weg eingeschlagen, denn die betriebliche Sozialpolitik darf niemals schematich verallgemeinert werden, sondern muß sich der Eigenart des Betriebes anpassen.
Aus diesen Gründen war es sicherlich schwer, allgemeine Gesichtspunkte für die Auswahl der neuen Musterbetriebe aufzustellen. . In diesem Jahre hat der Beauftragte für die Gesamtdurch- führung des Leistungskämpfes der deutschen Betriebe/ Pg. Dr. Hupfauer, vier Richtlinien vorge- zeichnet, die den Idealen der Deutschen Arbeitsfront und den Zielen unserer Wirtschaftspolitik entsprechen. Dazu gehören: 1. Erhaltung und Gewährleistung des sozialen Friedens, 2. Erhaltung und Steigerung der Dolkskraft, 3. Erhaltung und Steigerung der Arbeitskraft und Steigerung der Lebenshaltung, 4. Wirtschaftliche Zielsetzung unter Berücksichtigung der Ziele der politischen Führung.
Die. Eigenart und Verschiedenartigkeit unserer Betriebe bedingt, daß keine „Rezepte für Musterbetriebe" verschrieben werden können. In Zukunft werden aber zwei Anforderungen gestellt, die der Gesundheit und Lebenssicherung der Gefolgschaft dienen sollen: das warme Mittagessen und die betriebliche Altersversorgung. Im übrigen treuen wir uns über jeden guten Gedanken, den Betriebsnibrer oder Gefolgschaft zur Verbesserung des Betriebes verwirklichen. Dann kann die betriebliche Sozialpolitik so buntfarbig werden, wie das Betriebs- und Arbeitsleben des deutschen Vol
kes. Als. Wegweiser können dabei die Muster* betriebe angesehen werden, die sich nach dem Willen des Führers und nach den Anstrengungen der deutschen Wirtschaft von Jahr zu Jahr ver» mehren.
Deshalb verfolgep wir die > Sozialberichte der Musterbetriebe mit aufmerksamem Interesse, weil sie nicht nur die geschäftliche Entwicklung, sondern auch das soziale Leben des Betriebes in einem geschlossenen „Geschäftsbericht" widerspiegeln. Aus mehreren Berichten, die uns in den letzten Wochen vorgelegt wurden, ersehen wir, daß jeder Musterbetrieb natürlich gute Gesamtleistungen ausweisen kann. Daneben gibt es noch eine Reihe von Einzelleistungen, die als besondere Stärke oder als besondere Note des Betriebes gelten können. Ein Betrieb bemüht sich beispielsweise in vorbildlicher Weise um die Ausbildung seiner 160 Lehrlinge; er schafft ferner gesunde Wohnungen. Die Wünsche nach „Schönheit der Arbeit" werden durch ein neues Kameradfchaftshaus, einen Festsaal, Wafch- räume, Bäder und Grünanlagen erfüllt. So kann im Bericht die völlige Umgestaltung des Werkbildes gemeldet werden. Eine besondere Note geben die Veranstaltungen der NSG. „Kraft durch
Die Verhandlungen in London führten zu vieldeutigen Ergebnissen.
Lord Rothermere setzt sich erneut für Verständigung Englands mit Deutschland ein.
Anläßlich des Führerbesuches wurde der 3. Mal zum Nationalfeiertag Italiens erklärt.
Der Führer hat eine Amnestie für die Partei- gerichtsbarkeit angeordnet.
Anläßlich der Siegerverkllndung des RVWK. teilt« Dr. Sey den Plan für den Bau eines RBWK.« Stadions mit.
Am 1. Mai tritt die neue Reichsmcldeordnung in Kraft.
Ab 5. Mai gelten auch nach Oesterreich Urlaubs« karten.
Auf dem römischen Reitturnier kamen Deutsch- lands Reiter zu ihrem ersten Sieg.
Eine Wiener Boxstaffel kämpfte in Bremen gegen eine bremische Staffel unentschieden 8:8. Stellvertretender Gauleiter Joel erläßt einen Aufruf zu aktiver Mitarbeit in der Partei.
Heute abend steigt am Osterdeich das Riesenseuer« werk zum 1. Mai.
Der Bremer Vulkan in Vegesack schüttet für 1937 eine erhöhte Dividende aus.