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vremerZeitM
parteiamtliche Tageszeitung
Has flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtiiches BerkllndungsblaN des Beichsstattstalters in Oldenburg und Bremen
str.N0/S. Jahrgang
Sonnabend, 2Z. flpril 19Z6
kinzelpreis 15 Npf.
die ungarische Negierung bleibt fest
Uns Lesest gegen die luden zwingende Notwendigkeit
Sie in der öffentlichkeit berrschende Unrube würde steigen, wenn die gebrüer veiterdetren dürsten / Ven winkelblättern wird das Lebenslicht ausgeblasen
Budapest, 23. April.
Am Freitag begannen die Verhandlungen über das ungarische Fudengesetz vor den vereinigten Ausschüssen des Budapester Abgeordnetenhauses im Beisein des Ministerpräsidenten, des Iustizministers und des Unterrichtsministers. In weiten Kreisen wird die Behandlung des Gesetzentwurfes mit gespanntestem Interesse verfolgt. Nahezu 14V Mitglieder des Abgeordnetenhauses nehmen an den Ansschutzsitzungen teil. Bor Beginn der Sitzung erklärte Iustizminister Mikecz Pressevertretern gegenüber, die wesentlichen Bestimmungen und die prinzipiellen Grundlagen der Borlage zur Regelung der Iudensrage würden nicht abgeändert. Nur einzelne Bestimmungen seien der freien Erwägung überlassen. Er hasse, daß die Behandlung der Gesetzesvorlage vor den vereinigten Ausschüssen heute verabschiedet werde, so datz sie bereits Ende nächster Woche im Plenum des Abgeordnetenhauses zur Verhandlung gelangen könnte.
Zu Beginn der Sitzung betonte der Berichterstatter des Ausschusses, datz die Regierung der Regelung der Mensrage nicht mehr ausweichen könne, weil. die Osfenlassung dieses Problems die in der Öffentlichkeit herrschende Unruhe außerordentlich steigern würde.
Im Zustizausschutz des ungarischen Abgeordnetenhauses iutzerte sich der Justizminister über den Kampf der Legierung gegen die Winkel- und Flugschristenpresse. Unter Winkelpresse verstehe er die Presse, die ihre, wenn
auch noch so bescheidene Publizität einzig zur Erringung materiellen Nutzens benutze. Im Herbst seien allein in Budapest 1280 solcher Zeitschriften erschienen. Sie seien inzwischen auf 888 beschränkt worden. Diese Zahl aber erschwere immer noch die Existenz der anständigen Presse. Die Pressereformvorlage fordere für die Gründung solcher Blätter in Zukunft die Bewilligung des Ministerpräsidenten und bedinge für die Verbreitung von Flug- zeitungen die Vorlage derselben bei der Staatsanwaltschaft.
Voulsvb« OIz-mpiasisAer beim 1?ükroi-. blaeli cker Uraiikkiilii iinA Los Ol^mpinkilms kanS, ^vie borivktot, 1« krvpsKavüaniinistorium viu IlwplanK Ler Leutsvben unä Lsutsvkösterreiekisekea Olympiasieger statt, üla im Verlaute Los ^.benLs vom b'iiiii er bsxriiüt vurLon. — Unser LilL: Der I'llliror begriikt cki« Oosebn-istov kausin, Lio im Diskuastla.uk molirkaeb siogroivli hervorgetreten sinL; liuks keieksmiuister Dr. Ooobbols uaL keieksspvrtkübror von Isebammvr unL Ostou, (krsssb-llokkmann.)
Ungarische kbeung für fldolf Hitler
Berlin, 23. April
Der Führer und Reichskanzler nahm am Freitag den Besuch tzes Königlich ungarischen Gesandte» Dome Tztojay entgegen, der ihm im Auftrag des Königlich mgarischen Ministerpräsidenten Dr. von Daranyi und des Königlich ungarischen Außenministers von Kanya Mr Erinnerung an den Besuch der ungarischen Staats- »iiilner im November vorigen Jahres in Deutschland ihre Bilder mit eigenhändiger Widmung überreichte. Der Führer dankte für die Gabe mit herzlichen Worten.
Weiter empfing der Führer am Freitag im Beisein des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den zum deutschen Botschafter in London ernannten bisherigen Botschafter in Tokio von Dircksen, der sich «er Antritt seines Postens in England beim Führer verabschiedete. Außerdem empfing der Führer den zurzeit in Berlin anwesenden deutschen Gesandten in Bu- krest Dr. Fabricius zur Meldung.
Ver führer bel den Wiener pliilliarmonikern
(Orabtberlobt uassr.sr Berliner LebrMsituug)'
Berlin» 23. April
In Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers fand an Freitag in der Berliner Philharmonie unter Leitung von Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler ein Gastkonzert des Wiener Philharmonischen Orchesters statt. Der Führer und Reichskanzler, der in Begleitung des ReichsMiüisteis Dr. Goebbels erschienen war, wurde von den Ehrengästen, unter denen sich zahlreiche führende Persönlichkeiten der Partei, des Staates und der Kunst befanden, herzlich begrüßt. Das Konzert wurde eingeleitet mit Schuberts Unvollendeten. Den zweiten Teil des Abende füllte Vruckners 7. Symphonie D-Lur. Furtwängler und sein Orchester erhielten vom Führer und den begeisterten Zuhörern für ihre ausgezeichneten Leistungen einen starken, anhaltenden Beifall.
„Mit beiderseitigem Interesse"
Sie ttaliemsch-fran;ösischen kntspannungsoerliandlungen
Mrabtbsriebt unseres Vertreters in Rom)
Rom, 23. April
c französische Geschäftsträger in Rom, Blonde!, e Freitag nachmittag vom italienischen Augen- ter Graf Eiano zu einer halbstündigen Unter- g empfangen; mit ihr wurden die offiziellen Ver- ungen zur Entspannung der Atmosphäre zwischen m und Frankreich eingeleitet, wobei anscheinend hst die Haltung Frankreichs zur englischen ^ni- e in der Abessinien-Frage in Genf geklärt werden Mussolini wird am Sonnabend das weitere Pro- m dieser Gespräche überprüfen, die in den nächsten i fortgesetzt werden sollen mit Ausnahme der vier die Außenminister Graf Eiano als Trauzeuge tönigs Zog» in Albanien wollen wird. Da nach Vereinbarung Einzelheiten über die Gespräche en Graf Eiano und Blonde! nicht bekanntgegeben n, beschränkt sich die italienische Presse auf kurze ungen ohne eigene Kommentare. .
der französisch-italienischen Fühlungnahme wird iterrichteten italienischen Kreisen bemerkt, datz die echungen mit „beiderseitigem Interesse vor sich n. Es handele sich dabei um Fragen, die auf d der in den letzten Jahren eingetretenen Ent- mg nach dem neuesten Stand gelöst werden sollten-- >as bereits für die zwischen Italien und England !enden Fragen geschehen sei. v In französischen en ist man bemüht, einen gewissen Optimismus zu i. Man betont, datz die Besprechungen einen alen Fortgang nehmen, und datz man am Freitag .eigentlichen Fragenkomplex angeschnitten have^
> die Ernennung eines neuen frai^ostschen Vaters in Rom im Vordergrund stehe, bekanntlich ist f. seit mehr als 1)4 Jahren nur durch einen Msträger vertreten, da die französische Regierung bis heute nicht entschließen konnte das rubigungsschreiben des neuen Botschafters an den 8 von Italien und Kaiser von Aethropien zu -n.
Paris, 28. April
e Pariser Presse behandelt die beginnenden fran- !-italienischen Verhandlungen mit gleichbleibendem resie wie während der letzten Tage. Doch lpnrtm Lesen der Leitartikel, datz das Thema bereits l'ch erschöpft ist. Die Zeitungen weisen mit einer
gewissen Ueberbetontheit auf „günstige. Aussichten" für diese Verhandlungen hin, die zu einer psychologischen Entspannung führen sollen. Allgemein erwarten die Zeitungen eine neue Unterredung zwischen dem französischen Geschäftsträger in Rom und dem italienischen Außenminister. Der Direktor des „J ou r" begrüßt den Beginn diplomatischer Besprechungen zwischen Rom und Paris Der Autzenpolitiker des „Petit Pari- sien" schreibt, für die von Rom und Paris gewünschte Verwirklichung eines französisch-italienischen Gentleman- Agreements noch vor der Volkevbundssitzung bleibe nur sehr wenig Zeit. Inzwischen werde eine schriftliche Erklärung genügen. Der Autzenpolitiker der „Jour- nse I nd u st r i e l l e" ist der Ansicht, das italienische Volk sei gefühlsmäßig immer ein Freund Frankreichs und interessenmätzig immer ein Freund Englands gewesen. Doch dürfe man sich nicht vorstellen, datz Italien nun etwa in das englisch-französische Lager übertreten werde Die kommunistische „Humanitö" scheint ihre Haltung jeden Tag zu ändern. Während das Moskauer Organ sich noch vorgestern stark für die französisch- italienischen Verbandlungen einseifte, schreibt es jetzt, die Franzosen müßten sich klar darüber sein datz Frankreich. indem es mit Italien die Verhandlungen unter den gegebenen Bedingungen aufgenommen habe, Spanien'dem „internationalen Faschismus" ausgeliefert habe.
Hore-Velislia bei Mussolini
(Vrsbtdsriebt nnssrss Vertreters in Rom)
Rom, 23. April
Das Flugzeug des englischen Kriegsministers Hore- Velisha landete gestern gegen 17 Uhr im römischen Flughafen. Im Auftrage des Duce begrüßte Staatssekretär General Pariani den Gast. Hore-Velisha wurde am späten Nachmittag von Mussolini empfangen; abends fand im Casino der Armee ein Festesten statt, an dem auch Außenminister Graf Eiano teilnahm. Heute vormittag wird Hore-Äelisha einige militärische Anlagen besichtigen, während für den Abend ein Empfang in der englischen Botschaft vorgesehen ist. Der Kriegsminister verläßt Rom am Sonntagmorgen, um sich nach Paris zu begeben.
Die Walirsselt Mec Iioecia^ci^a
Wie 6is Komintern ciie frsnLüsisoiien Kolonien „reik msebt"
Man weiß, datz die Moskauer Regierung.seit langem die Erfüllung ihrer Weltrevolutionspläne vom Ausbruch eines allgemeinen Mittelmeerkonflikts erhofft. Zumindest erwarten die noch überlebenden Machthaber des Kreml von solchen so sehr herbeigewünschten Zwi- schenfällen jene Verwirrung und Dekonzentration, die es ihnen ermöglicht, sich im nordafrikanischen Raume feste Positionen zu schaffen. . Es fiel den Abgesandten der kommunistischen ^Internationale verhältnismäßig leicht, ihre Zersetzungstätigkeit in die französischen Kolonien zu tragen, da die Volksfrontregierungen, die auf die Unterstützung der Moskauer Partei angewiesen waren, naturgemäß nicht in der Lage waren, dem Kommunismus wirksam entgegenzutreten.
Als unlängst die Unruhen in Algerien und Marokko bedrohliche Formen annahmen, schickte d^e Regierung Blum eine parlamentarische Untersuchungskommission nach Nordafrika, die sich zum größten Teil aus Marxisten zusammensetzte. Wie die Schlutzberichte einer solchen Kommission ausfallen mutzten, kann sich jedermann vorstellen. Es sei hier nur ein typischer Satz zitiert: „Wir haben mit absoluter Sicherheit feststellen können, daß die politischen Parteien Algeriens, die sich als national bezeichnen, nichts anderes als Organismen sind, die im Solde der faschistischen Mächte stehen, die davon träumen, sich Algeriens zu bemächtigen . . ."
Diese groben Ablenkungslügen der Volksfront haben die Perspektiven der wirklichen Entwicklung nicht nur vor dem französischen Volke, sondern vor der gesamten Weltöffentlichkeit verzerrt, während der rote Dimitroff seinen nordafrikanischen Plan in aller Ruhe in die Praxis umzusetzen vermochte. Die Atmosphäre war in Nordafrika in der Tat für die bolschewistischen Umsturzversuche überaus günstig: Insbesondere Algerien, Tunesien und Marokko waren von der französischen' Krise und der Deslationspolitik stark heimgesucht worden; Arbeitslosigkeit und Proletarisierung kleiner Bauern, Rückgang landwirtschaftlicher Einkünfte und wachsende Verschuldung, Niedergang des Handwerks und überaus schlechte Ernten, die weiten Gebieten Hungersnöte brachten, zermürbten die Bevölkerung und steigerten die Unzufriedenheit.
Bereits beim 7. Kongreß der Komintern hatte der französische Kommunistenhäuptling Thorez wörtlich festgestellt: „Wir französische Kommunisten erklären, datz wir einen unaufhaltsamen Kampf führen werden, um die kolonialen Völker vom Joch des französischen Imperialismus zu befreien." Im Laufe des Mai 1937 trat das politische Büro der Komintern zusammen, um die kommunistische Aktivität in Nordafrika einer eingehenden Prüfung zu unterziehen und einen neuen Plan der „direkten Aktion" zu beschließen. Am 28. Juli fand in Moskau eine Versammlung der nordafrikanischen Sektion der Dritten Internationale statt, deren Leitung Dimitroff hatte. Eine französische Wochenschrift gab einige interessante Angaben über die dabei getroffenen Entschließungen; darin hieß es wörtlich: „Die Lage in Nordafrika wird für eine energische Aktion der Masten als günstig erachtet. Diese Aktion mutz dazu führen, datz die kommunistische Partei in
absehbarer Zeit nicht nur die Führung der Arbeiter« schaft, sondern auch der nationalistischen Kreise, die genügend für eine direkte und plötzliche Aktion vorbereitet werden müssen, übernimmt. Zwei Jnstruktoren — Wassif Suleiman und Said Jdris — wurden unverzüglich nach Paris geschickt, um mit dem Pariser Büro der Komintern und der französischen kommunistischen Partei Fühlung zu nehmen. Ferner befahl Dimitroff die Schaffung besonderer Kurse zur Ausbildung von hundert eingeborenen Jnstruktoren und die Sendung von Waffen an die nordafrikanischen Militanten. Es liegen Beweise dafür vor, daß die Wafsenlager der Komintern in Odessa und Batum den kommunistischen Parteigängern in Algier und Marokko große Mengen automatischer Pistolen und Munition sandten, die mit den Dampfern „Terek", „Sowjet" und „Kuban" transportiert und heimlich entladen wurden. Auch erhebliche Geldmittel hat Moskau den roten Verschwörern in den französischen Kolonien zur Verfügung gestellt. Ein Fonds von 5 Millionen Franken wurde dem Finanzagenten der Dritten Internationale, Walter Rauscher, für diesen Zweck übergeben.
Die Bedeutung des neuen Moskauer Unternehmens führte zur Schaffung einer neuen Propagandazentrale für den Mittelmeerraum, die nach Marseille gelegt wurde, und zwar in das gleich» Haus, in dem früher das Verpflegungszentrum der rotspanischen Freute populär seine Unterkunft hatte. Als der Marseille! Apparat aufgezogen war, wurden die führenden kommunistischen Agitatoren aus Marokko und Tunis in die südfranzösische Stadt berufen, wo ihnen Flugzettel und Broschüren ausgehändigt wurden, i«
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2n Rom begannen die italienisch-französische» Besprechungen.
Francos Truppen erbeutete» eine bolschewistisch« Kriegskaste.
Das ungarische Judengesetz wurde! in den Parlamentsausschüssen behandelt.
Der Führer wohnte dem Konzert der Wiener Philharmoniker in Berlin bei.
Der Kapitän des „KdF.«-Schisfes „Wilhelm Tust, lost" erlag einem Herzschlag.
Zum Intendanten des Bremer Staatstheater« wurde Intendant Kurt Eerdes ernannt.
Auch die gartenbautechnischen Arbeiten aus dem Bremer Ausstellungsgelände schreiten rüstig voran. Die Schiffbau-Gesellschaft llnterweser AG. nimmt wieder die Dividendenzahlung auf.
Die deutsche Ausfuhr nach Südamerika hat im ersten Vierteljahr weiter zugenommen.
In Lublin (Polen) brannten 44 Siedlungshäuser nieder.
Bei den Trainingssahrten zum Eilenriede-Renne» gab es Rekordrunden.