Ausgabe 
(21.4.1938) Nr. 108
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vremer Zeitung

Parteiamtliche Tageszeitung

yas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsblakt des veiHsstatthalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 108 / S. Zastrgang

Donnerstag, 21. flpril 19Z6

Linzelpreis 15 Npf.

We ganze geeinte Nation feierte mit

'./UM:

des großdeutfchen Volkes Liebe umgab den sichrer am Seburtötage

die Neichsstauprstadt im Freudentaumel F Serge von Seschenken in der Neichskanzlei / Parade der Wehrmacht Unter den Linden

Berlin» 21. April

Deutschland und das Deutschtum in aller Welt feierten des Führers Geburtstag. Zum ersten Male konnte nun des Führers österreichische Heimat den Geburtstag ihres größten Sohnes gemeinsam mit dem gesamtdeutschen Vaterlands feiern, und so läuteten zu mitternächtlicher Stunde Lie Glocken von Braunau einen stolzen Festtag, einen wahren Freudentag des Volkes ein.

schon lange vor Mitternacht hatten sich vor der Reichskanzlei die ersten Volksgenossen eingefunden, die dem Führer bereits in der ersten Stunde seines 49. Ge­burtstages ihre Glückwünsche aussprechen wollten. Ge­gen 12 Uhr waren viele Hunderte auf dem Wilhelm­platz versammelt, und immer neue strömten hinzu. Im­mer lauter brachten sie in Sprechchören ihre herzlichen Eeburtstagswünsche für den Führer zum Ausdruck. Eine Viertelstunde nach Mitternacht öffneten sich die Balkontüren der Reichskanzlei und wenige Minuten später trat der Führer auf den Balkon hinaus. Unbe­schreiblich war die Freude der mehr als 1600 Menschen, die ununterbrochen dem Führer zujubelten. Der Führer grüßte immer wieder nach allen Seiten, und stets aufs neue klangen ihm die Glückwünsche und die Dan- lesrufe entgegen. Dankbaren Herzens stimmte die Menge die Lieder der Nation an. die zu dieser nächt­lichen Stunde feierlich über den Wilhelmplatz' hallten. Line große Anzahl von Mädchen und Frauen, die be­reits mit Vlumenspenden zur Reichskanzlei gekommen waren, wurden zu ihrer großen Freude anschließend vom Führer in der Reichskanzlei empfangen. Der Führer nahm von jeder einzelnen den Blumenstrauß entgegen und dankte ihnen allen mit herzlichen Worten.

Punkt 7 Uhr haben rings im großen Umkreis um die Straße Unter den Linden, dem Schauplatz der Wehr­machtsparade vor dem Führer, die für den Aufmarsch der Truppenteile notwendigen polizeilichen Ab- sperrungsmaßnahmen eingesetzt. In den Straßen der Innenstadt bewegt sich eine festlich gestimmte Menschen­menge. Seit den frühesten Morgenstunden ist eine Völ­kerwanderung unterwegs, die in breitem Strom durch das Brandenburger Tor zum Wilhelmplatz flutet oder sich die Linden entlang bis in möglichste Näh« des .Pa­raderaumes vorschiebt. Schon drängen sich hinter den Spalierketten Tausende von Volksgenossen, die erwar­tungsfroh des Erscheinens des Führers und des Beginns des einzigartigen militärischen Schauspiels harren. Vor der Neichskanzlei sind bereits die Männer der Leib­standarte in Paradeuniform aufmarschiert. Dichte, begei­sterte Menschenmassen sind hier versammelt in dem Wunsche an diesem Tage ihrem Führer möglichst nabe zu sein. Inzwischen laufen ständig Geburtstagsgeschenke aus allen Teilen des Reiches in der Reichskanzlei ein und die Posteingängs türmen sich zu hohen Bergen.

Ne Sratulanten erscheinen

Um 9 Uhr vormittags nahm der Führer in der Reichskanzlei die Glückwünsche seiner militärischen Adjutanten, seiner Mitarbeiter und deren Kinder ent­gegen. Kurz darauf überbrachten der Reichsminister Dr. Eoebbels mit seinen Kindern, Reichsminister Graf Cch w e r i n - K r o s i g k, der ebenfalls von seiner Fa­milie begleitet war. Reichsminister Dr. Frick, Reichs­minister Dr. Lammers. der Präsident des Geheimen Kabinettsrat Freiherr von Neurath, Staatsminister Meißner, Reichspressechef Dr. Dietrich. Staats­

sekretär Hanck e, Staatssekretär Generalforstmeister Alpers und der braunschweigische Ministerpräsident Klagges ihre Glückwünsche. Der Reichsführer st Himmler, der mit einer Reihe hoher st-Führer, unter ihnen der Führer der Leibstandarte Adolf Heiler. st-Obergruppenführer Sepp Dietrich. General Daluege, fs-Obergruppenführer Lorenz und die st-Gruppenführer He ydr ich und Wolf Schmitt er­schien. überbrachte dem Führer einen Ehrenbogen als Geschenk. Stabschef Lutze überbrachte dem Führer mit den Glückwünschen der SA. einen metallenen Schrein in der Form eines Mahnmales, der die Bilder und Namen sämtlicher Gefallenen der Bewegung enthält.

Dann erschienen die Oberbefehlshaber der drei Wehr­machtsteile, Eeneralfeldmarschall Eöring, General­admiral Dr. Raeder, Generaloberst v. Brauchitsch, sowie der Chef des.Oberkommandos der Wehrmacht, General Keitel, sämtlich mit ihren Adjutanten. Reichsernährungsminister Darre überbrachte die Glück­wünsche des Fiihterkorps des deutschen Landvolkes, in dem jetzt auch Deutschösterreich vertreten ist, und isber- gab dem Führer 509 600 Reichsmark für soziale Zwecke. In der großen Zahl der Gratulanten sah man ferner Reichsorganisationsleiter Dr. Ley mit seinen Mit­arbeitern, die Reichsleiter Bouhler und Buch, Gauleiter Bohle, Baldur von Schirach, Korpsführer Hühnlein, Reichsminister Kerrl, Gene­ralmajor Reinhardt vom NS.-Reichskriegerbund, SA.-Eruppenführer Prinz Augu st-Wilhelm, die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink, Reichs­amtsleiter Hilgenfeld. Gauleiter WächtIer vom NS.-Lehrerbund, Gauleiter Vürckel. Reichsstatthalter Dr. S e y ß - I n q u a r t, Minister Glaise-Hor- stenau. Die Glückwünsche der Stadt Berlin überbrachte Oberbürgermeister Stadtpräsident Dr. Lippert.

Her flustakt;ur Parade

Gegen 9 Uhr hielten die ersten Truppenverbände ihren Einzug in die Innenstadt. Nach genau festgeleg­tem Plan vollzog sich der Aufmarsch der kilometer- langen Kolonnen, in denen man sämtliche Truppen­gattungen sah: Panzerwagen. Spähwagen, Flakeinhei­ten, Scheinwerfer- und Horchgeräte, Kraftradschützen, leichte und schwere Artillerie, Abteilungen der Kriegs­marine und schließlich die langen Reihen der Kraft- wagen, auf denen die Infanterie in die Nähe ihrer Aufstellungsorte herangebracht wurde. Alle Fenster waren dicht besetzt mit jubelnden Menschen, die den einziehenden Truppen ein herzliches Willkommen zu­riefen.

Während im Hofe der Reichskanzlei der Spielmanns­zug und Musikzug der SA.-StandarteFeldherrnhalle" konzertierte, hatten sich auf dem Wilhelmplatz viele Tausende von Volksgenossen eingefunden. Immer wieder klangen Sprechchöre auf:Führer, wir gratulieren!"

(Fortsetzung auf Seite 2.)

festliche 7 des Wmpia-films

kme Kgmne auf Sie Kraft und Schönkett des Menschen'

Berlin. 21. April.

In einem ebenso festlichen wie würdigen Rah­men fand zum Abschluß des Geburtstages des Füh­rers am Mittwochabend im Usa-Palast am Zoo die Uraufführung des unter der künstlerischen Lei­tung von Leni Riesenstahl entstandenen Olympia- Films statt. In einem einzigartigen, über alles Lob erhabenen, Augen und Herz und alle Sinne packen­den Filmepos erlebt man alle Einzelheiten des dramatischen Geschehens jener 16 Tage des August 1936, als in der Hauptstadt des Deutschen Reiches die Fugend der ganzen Welt, die besten Sport- kute von 51 Nationen, um die Palme des Sieges

rmmatischen Bedeutung des ^Ums mtt- m dem Wiener Architekten Franz Pocher ie äußere Umgestaltung des Uraufs h- s. Zwei hohe wuchtige, nnt goldmien n geschmückte Türme bildeten den Ein- nd die lange Front des Theaterbaues ern mit Fahnen. Bändern und den Ringen von dem Fest der Voller kündete Ufa-Palast hatte eine Ehrenkompanie der > Adolf Hitler Aufstellung genommen. Uten vor 19 Uhr traf der Führer vor dem Er schritt die Front der Ehrenkompanie

ab und wurde darauf von Reichsminister Dr. Goebbels und von Generaldirektor Klitzsch als dem Hausherrn des Gebäudes begrüßt und an (einen Platz geleitet.

Die große politische, sportlich« und künstlerische Be­deutung dieses Abends kam in der großen Zahl der Ehrengäste zum Ausdruck. Der Führer war, als er den festlich erleuchteten Theaterraum betrat, Gegenstand langanhaltender freudiger und herzlicher Kundgebungen. Das Diplomatische Korps hatte fast alle seine Missions­chefs entsandt. Es waren in Begleitung des Chefs des Protokolls, Gesandten von Bülow-Schwante, zumeist mit ihren Frauen, anwesend: die Botschafter von Frank­reich. Italien, der Türkei. Chile. Brasilien. Argentinien, Grogbritannien, Spanien, Japan und der Vereinigten Staaten, die Gesandten von Litauen, der Tschecho­slowakei, der Schweiz, Griechenland. Irland. Finnland, Portugal, Uruguay, der Union von Südafrika, Irak, Afghanistan. Jugoslawien, Ungarn. Beigsten. Estland. Schweden, der Niederlande. Guatemala, Venezuela, Iran. Siam. die Geschäftsträger der Dominicanischen Nepublik. von Columbien. Kuba. Peru, Rumänien, Aegypten. Dänemark. Bulgarien und Luxemburg.

In der Loge des Führers hatte der Reichssportführer von Tschammer und Osten seinen Ehrenplatz, ferner die Reichsminister Dr. Goebbels Dr. Frick. von Ribbentrop und Funk, Reichspressechef Dr Dietrich, die Staatssekre­täre Hanke und Pfundtner, SA.-Obergruppenführer Brückner und st-Gruppenführer Schaub. In den übrigen Logen sah man u. a. den Präsidenten des Geheimen Kabinettsrats Freiherrn von Neurath, die Reichs-

UWM

blostoll stes Volkswagens als Oosekvnk kür äen Viikrer. 2u seinem Geburtstag wurste äom Vükrsr ein Illöävll ües äeutseben Volkswagens übergeben. Illnks 6«beimrat Larsvbs, äer an äor 8eböpkung äss Volkswagens mitgearbeitet, reebts vom Vübrer Korpskübrer llübulein, links, balb veräeokt, Dr. I-vxz stritten von reebts Direktor VVvrlin. (Lrssss-Hokkmann.)

minister Dr. Gllrtner, Graf Schwerin von Krosigk, Dr. Frank Darre, Rüst, Kerrl, Dr. Dorpmüller, Dr. Ohne- sorge, den Chef der Reichskanzlei Reichsminister Lam­mers und den Chef der-Präsidialkanzlei Staatsminister Meißner, die Reichsleiter Amann Ritter von Epp, Buch, Vouhler. Hier!, den Reichsjugendführer Baldur von Schirach, den Stabschef der SA.. Lutz«, den Reichs- fllhrer st Himmler, NSKK.-Korpsführer Hühnlein, NSFK.-Korpsführer Generalleutnant Lhristiansen. den Generalinspektor für das deutsch« Stratzenwesen Dr. Todt, Generalbauinspektor Pros. Speer, den Präsidenten der Reichsfilmkammer Staatsminister a. D. Prof. Dr.

Soldenes kliren;eichen für den Veichssportfichrer

Berlin, 21. April

Der Führer und Reichskanzler verlieh Reichssport- siihrer Staatssekretär von Tschammer und Osten vor der Welturaufführung des Olympia-Films in Anerkennung seiner Verdienste um den deutschen Sport das Goldene Ehrenzeichen der NSDAP.

Lehnich, die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink. Unter den vielen hohen Offizieren der Wehrmacht be­merkte man Generaladmiral Dr. h. c. Rweder und den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, General der Artillerie Keitel

Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart war mit den in Berlin weilenden Herren der österreichischen Landes­regierung und dem Chef des politischen Amtes in der Landesleitung Oesterreich Dr. Rainer erschienen. Das Internationale Olympische Komitee war vertreten durch General der Artillerie von Reichenau, Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg, Ritter von Halt und von Rosen-Stockholm. Anwesend waren ferner die zehn Vor­standsmitglieder des Deutschen Olympischen Organisa­tionsausschusses, die Mitglieder des Deutschen Olym­pischen Ausschusses sowie sämtlich« deutschen und öster­reichischen Olympiasieger, insgesamt 239 Träger der Goldenen, Silbernen und Bronzenen Medaillen.

Fanfarenbläser des Musiklorps der Leibstandarte Adolf Hitler leiteten den festlichen Abend mit den Olympia-Fanfaren" ein. Das Philharmonische Orchester spielte unter der Leitung von Herbert Windt, der auch die Musik zum Olympia-Film geschrieben hat, den Marathonlauf". Dann rollte der Film ab, ein Film, wie er in der Welt bisher beispiellos ist, der wirklich das ist, was Leni Riefenstahl sich zum Ziel gesetzt hat eine Hymne auf die Kraft und Schönheit des Men­schen". Für jeden muß der Film zu einem einmaligen und unauslöschlichen Erlebnis werden. Er zeigt die wahre Größe und Schönheit der XI. Olympischen Spiele. Sein« Gestalterin Leni Riefenstahl hat ihr Werk in Dank­barkeit dem Wisderbegrüyder der Olympischen Spiele Baron Coubertin gewidmet, dessen Traum von dem ewigen Fest der Jugend aller Völker sich in Berlin zum ersten Male in vollendeter Weise erfüllte.

Die Zeitlupe hält jede Phase einzelner, wichtiger Entscheidungen fest. Von der künstlerischen Sendung des Films wird der meisterhaft dargestellte Marathonlauf selbst den letzten Zweifler überzeugen. Der Film kündet den beseelten Schwung der Teilnehmer am Start, den stillen Kampf gegen Hitze und Durst auf einsamer, son- nendurchfluteter Straße, den Kampf der müden und immer müder werdenden Beine um Meter und Meter der endlos langen olympischen Strecke Es ist wirklich ein Heldenlied und ein in dieser Form bisher noch nicht erreichtes Denkmal für den wahren und lauteren Ge­danken des Sports und den Sieg der reinen olympischen Idee. (Siehe unsere ausführliche Würdigung des Films im Innern des Blattes.)

Treue und gehorsam

Ich schwöre Adolf Hitler unverbrüchliche Treue. Ich schwöre ihm und den Führern, die er mir be­stimmt, unbedingten Gehorsam."

Mit diesem heiligen Eid haben sich nun 600 000 neue Politische Leiter, Walter und Warte der Partei und der angeschlossenen Verbände der gro­ßen Idee, in deren Dienst sie im Laufe des ver­gangenen Jahres getreten sind, und der diese Idee gestaltenden und formenden nationalsozialistischen Partei verpflichtet. Mit dieser Ableistung des Eides treten sie vollgültig in den Rahmen der Führergemeinschaft des Volkes. Sie haben sich in dieser Stunde einer durch Blut ge­weihten, durch Kampf gehärteten und durch die höchsten Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben ge­adelten Tradition unterworfen, in deren Entwick­lung die Treue und der Gehorsam Samen und Frucht aller großen Leistungen wurden.

Unverbrüchliche Treue zu Adolf Hitler welch geringe Gegenleistung an den Mann, der durch seine eigene selbstlose Treue Hüter des Lebens der Nation, ihr Erwecker, Retter und Gestalter wurde! Gehorsam ihm und den von ihm bestimmten Füh­rern welch geringe Dienstleistung, gemessen an dem gradlinigen, unerschütterlichen Gehorsam, mit dem Adolf Hitler von seinen frühesten Tagen an dem Befehl seines Gewissens, seinem geschichtlichen Auftrag folgte! Aus wahrhafter Treue wächst echter Gehorsam, der auf die Ueberzeugung von der Richtigkeit der Fllhrungsgrundsätze gegrün­det ist.

Aus dem Nichts, aus dem Chaos schuf der Führer, nachdem er Jahre hindurch als Soldat Gehorsam» nichts als Gehorsam bewiesen hatte, sein unver­gleichliches Werk. Kein Deutscher, der diesem Werk und seiner Organisation, der Partei, etwas Besseres, etwas Vollkommeneres entgegenzusetzen vermöchte! Unser aller Können und Vermögen

Die nationalspanischen Truppen haben bei Tortosa insgesamt 2500 Bolfchewisten gefangengenommen.

Durch ein Erdbeben wurden in der Türkei zehn Dörfer zerstört.

Am heutigen 21. April jährt sich zum 20. Male der Todestag des unvergeßlichen Kampffliegers Nicht- hofen.

Unter Anwesenheit des Führers erlebte der gran­diose Olympia-Film feine festliche Uraufführung. Der Führer verlieh Neichssportführer von Tschau,- Dste" das Goldene Ehrenzeichen der

NSDAP.

Von München aus vereidigte Rudolf Hetz die neuen Amtstrager der NSDAP.

nähme an der Bermudas-Regatta aus.

Wie im ganzen Reiche, wurde auch in Vremen d< Geburtstag des Führers Ausdruck der Liebe un Treue aller Menschen deutschen Blutes.