Ausgabe 
(31.3.1938) Nr. 89
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

parteiamtliche Lageszeitung

Bachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen

flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Bremen

Erscheint7mal Wochentl. Monatsbezug: ^?-62,3i> einschl. gustellgeb.; Postbezugspreis mono«, 8.30

Postzeltungsgebuhr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. ,272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz. NC.-Gauverlag Weser-Ems <8. m. b. H., Bremen. Geeren 6-8 / Fernsprecher: 541 21 und 51115.

Nr. SS / S. Jahrgang

Vas amtliche Verkimdungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Vremen

Anzeigen-Erundpreise: Ti« S2-mm.sseile Im Anzeigenteil >2 -A/, die 7l>-mm-Aeile Im Textteil 75 Rps. Ermäßigte Grundpreise lsür kleine Familien-Anzeigen u. a.> sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 5 (Nachlaststaiiel <?,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitnng Dienstag und Freitag 12>/^-13-/> Uhr.

Donnerstag, Zl. März 1S5S

kinzelpreis 15 Npf.

„Seid anständig und dankbar!

Br. Leg sprach in Bremen zum Wandel der Zeit / ?l>00l> in -er größten stutostalle veutschlands kin unvergeßliches Treuebekenntnis zum sichrer / Immer wieder begeisterte Beifallsstürme / stm lB. ftpril sestlt kein Bremer an der Urne

Bremen, 31. März.

Dr. Robert Ley sprach in Bremen. 70 000 hörten ihn, und viele weitere Tausende, die an den Ansahrtstrahen zur Kundgebungsstätte Aufstellung genommen hatten, jubelten dem Manne zu, dem wir kaum einem anderen Mit­streiter des Führers die Herzen des schaffenden Bremens gehören.

Dr. Ley weilte schon häufiger in unserer Hansestadt. Er sprach in großen. Kundgebungen und ging in Betriebe. Mit manchem Bremer Werkmann wechselte er einen Händedruck, mit manchem Arbeitskameraden unterhielt er sich über die Arbeitsbedingungen, mit manchem Volksgenossen sag er bei Vetriebsfeiern fröhlich beisammen und mancher Arbeitskamerad Und manche Arbeitskameradiii. die sonst schüchtern zurücktreten, wenn „eener von da Laben" in der Nähe ist. unterhielt.sich freimütig mit Dr. Robert Ley. dem besten Kameraden aller Schaffenden. So kommt es, daß wir Bremer Dr. Robert Ley zu den Unseren zählen, und so ist es auch zu ver­stehen, daß Bremens Bevölkerung diesem Paladin Adolf Hitlers gestern einen überaus herzlichen, begeisterten und unvergeßlichen Empfang bereitete.

Von Hamburg kam Dr. Ley. Zur Begrüßung fuhren ihm auf der Reichsautobahn bis Oyten Kreisleiter Pg. Blanke, SA.-Gruppenfiihrer Reg. Bürgermeister P' Vöhmcker, ff-OLer- sührer Pg. Ludwig, (>. ruobmann Pg. Dieckel- mann und andere führende Männtr Bremens entgegen. Hier, mitten auf der Straße des Füh­rers. wechselte der Reichsleiter mit den bremischen Parteigenossen den ersten Händedruck. Auf der Zubringerstrecke wurde dick Fahrt dann gemein­sam nach Bremen fortgesetzt. Ueberall hatte Schutzpolizei an den Straßenkreuzungen Auf­stellung genommen, um der Wagenkolonne den Weg zu öffnen durch die fast ununterbrochene Kette von Kraftfahrzeugen, die sich von der Stadt aus bereits zu der Kundgebungshalle bewegte. Ueberall. wo Dr. Ley erkannt wurde, brausten jubelnde Sieg-Heil-Rufe auf.

Viele Volksgenossen warteten schon seU Stun- , den auch vor Hillmanns Hotel, um den Schöpfer der Deutschen Arbeitsfront wenigstens für einige Sekunden sehen zu können. Zum Empfang Dr. Leys hatte es sich unser Gauleiter Carl Rover, trotz der noch nicht ganz überwundenen Nach­wirkungen seines Unfalles, um keinen Preis nehmen lassen, wenigstens in Hillmanns Hotel zu kommen. Die ihm von den zahlreichen Volks­genossen zuteil gewordene stürmische Begrüßung entsprang nicht zuletzt den herzlichsten Wünschen recht baldiger völliger Genesung.

Mit dem Gauleiter zugleich waren zum Empfang Mitglieder der bremischen Regierung, ferner Generalleutnant Strauß, Oberstarbeits­führer Klein und zahlreiche weitere Männer des öffentlichen Lebens erschienen.

Während dieses Empfanges, der zwanglos ver­

lief und bei dem Fragen, die die Gegenwart an­gehen, besprochen wurden, dauerte der Zustrom der bremischen Bevölkerung zur neuen Autohalle der Hansa-Lloyd-Goliath-Werke ununterbrochen an. Es war tatsächlich eine Völkerwanderung, die sich nach Hasiedt bewegte. Größere Betriebe mar­schierten geschlossen zur Kundgebungsstätte. Nicht Betrieb nach Betrieb wurde marschiert. Nein, die ganze Breite der Straßen wurde ausgenutzt. Mitten auf der Fahrbahn fuhr in ununterbrochener Reihenfolge die Straßenbahn. Zug schloß sich an Zug, Wagen für Wagen waren bis zum letzten Stehplatz auf den Trittbrettern besetzt. Auf Lastautos und in Omnibussen er­folgte ebenfalls der Antransport vieler tausend Volksgenossen. Und zwischen diesen endlosen mar­schierenden Kolonnen und Straßenbahnzügen, zwischen Personen- und Lastkraftwagen suchten noch viele tausend Arbeitskameraden mit dem Fahrrade durchzukommen-

Schon früh am Nachmittag hatte der Z""'rn- zur fla",'»umwehten Kundgebungshalle - um­setzt, aber noch um 17 Uhr, als die Kirn zR schon beginnen sollte, wurde gemeldet, daß die Kette der Straßenbahnwagen, die auf SeüalLs- briick in Anfahrt war, noch ganz bis zum Markt­platz reichte. So kam es auch, daß der Kund- gebllngsbegmn etwas hinausgeschoben im rd n mutzte. Es war einfach nicht möglich, den Mrn- scheustrom so schnell durch die breiten Einfahrts­tore zn lenken, wie die Organisationsleitnng es gerne gewünscht hätte.

Schmetternde Fanfarenklänge des Jungvolk- Fanfareikzuges, mitreißende Märsche des Gau- musikzugbs des Reichsarbeitsdienstes und des Werkscharmusikzuges der Bremer Lagerhausgesell­schaft riefen immer wieder dankbaren Beifall der Volksgenossen hervor, die sich — von SA.-Män- nern zu großen Blocks geordnet — Kopf an Kopf in der IlOmal 280 Meter großen Werkhalle drängten. Hunderte von Hakenkreuzfahnen ver­liehen dieser mächtigen Halle, an deren Rückwand der Kampfruf des 10. April leuchtete: „Ein

Volk — Ein Reich — Ein Führer", den würdigen Schmuck. Hinter dem erhöhten Rednerpodium breitete ein riesiger Hoheitsadler seine weiten Schwingen.

Gleich nach dem Einmarsch der Fahnen der Be­wegung und aller ihrer Gliederungen klang von draußen her in die Halle der Präsentiermarsch. Dr. Ley, dessen Wagen auf der Fahrt immer wie­der von begeisterten Volksgenossen angehalten worden war und dem unzählige Blumensträuße überreicht worden waren, war eingetroffen. Er schritt die Front der von allen Formationen ge­stellten Ehrenstürme ab. Unter den von diesen Formationen geführten Fahnen ragte besonders die Goldene Fahne des NS.-Musterbetriebes Gebr. Nielsen hervor. Am Eingang der Halle wurde Pg. Dr. Ley vom Betriebsführer Vorg-

ward und dem Vetriebsobmann empfangen. Un­aufhörlicher Jubel brandete.dem Reichsleiter ent­gegen, als er durch den breiten Mittelgang der Halle zur Rednertribüne schritt. — Ein Chorwerk, trefflich dargeboten vom Werkscharmusikzug, einem Werkscharmann als Sprecher und einem Werk­scharchor, gaben der

kröffnungsansprache des kreisleilers

der sich zum Dolmetsch der Gefühle aller 70 000 Volksgenossen machte, den erhebenden Auftakt. Kreisleiter Pg. Blanke rief dem Reichsleiter, immer wieder von zustimmenden Beifallskund­gebungen unterbrochen, u. a. zu:

In der größten Autohalle Deutschlands sind 70 000 Bremer versammelt. Im Namen dieser Schassenden der 1000 Jahre alten Hansestadt grüße ich Sie, Reichsleiter, dessen Sorgen dem Wohl aller Schassenden gilt. Nehmen Sie den Glückwunsch aller entgegen über die große An­erkennung, die Ihnen der Führer zuteil werden ließ, als er Sie jetzt in Hamburg den größten Idealisten nannte und einem stolzen KdF.-Schiss Ihren Namen gab. Bremen stimmte bei der letz­ten Wahl mit 08 Prozent sür den Führer, bei dieser Wahl wird es sich noch einmütiger zum Führer bekennen."

Ungeheurer Jubel brandete auf, als nun Dr. Ley das Rednerpodium bestieg und mit einer Ein­dringlichkeit ohnegleichen, einer von gläubigstem Idealismus durchdrungenen Ueberzeugungskraft das Wort an die zu ihm aufschauende gewaltige Menschenmenge richtete. Er sprach zu ihnen von der geschichtlichen Bedeutung dieses Mahlganges, zu dem der Führer aufgerufen hat, damit sich das gesamte Volk' zu- seiner Tat bekenne. Er sprach von dem Sinn einer Wahl, deren Resultat von' vornherein nicht anzuzweifeln ist.

Aber „es ist kein größerer Feind der Gemein­schaft als die Trägheit — immer wieder muß der Mensch zu seinem Volk gebracht werden, man darf nicht müde werden im Glauben an Volk, Führer und Vaterland! Das ist der Sinn dieser und aller unserer Wahlen!"

Immer wrsder soll dem deutschen Volk Gele­genheit gegeben werden, zu bekennen, zu sagen: Ich glaube! Ich glaube an das Volk, an die Par­tei, an Adolf Hitler! Und eine solche Gelegenheit ist wieder am 10. April gegeben. Das hämmerte Dr. Ley den Taufenden zn Beginn seiner Rede immer wieder ein, und der stürmische Beifall be­kundete, daß die Gemeinschaft ihn verstanden hatte. Er erinnerte an das Gewaltige, das dieser Glaube in fünf Jahren in unserem Volk voll­bracht hat. Daß es vor dem Abgrund gerettet wurde, ist allein das Verdienst des Glaubens eines einzigen Mannes, der da halberblindet als Soldat im Jahre 1918 schon sagte: Jawohl, Schicksal, ich glaube, ich glaube an die Anständig­keit des deutschen Menschen, ich glaube an den deutschen Arbeiter, ich glaube am die deutsche Lebenskraft . .

Und wie schwer war es, so fuhr Dr. Ley fort, damals vor neunzehn Jahren, so vorbehaltlos sich zu diesem Glauben zu bekennen, der nicht nur Berge versetzte, sondern heute der ganzen Welt seinen Stempel aufdrückt! „Wir sind andere Men­schen geworden, wir glauben wieder an das Le­ben, haben wieder Hoffnung und Freude! Nicht daß wir dir deutscher Volksgenosse alle Sorgen genommen hätten— aber wir haben dir eine neue Kraft gegeben, damit du sie meistern kannst. Denn wir glauben nicht an das Paradies auf Erden, wir wissen, daß das Leben hart ist, und wir pre­digen einen männlichen Sozialismus; ,

Wer von den Versammelten fühlte nicht das Herz in der Brust höher schlagen, als Dr, Ley ein so

herrliches, stolzes Bild vom deutschen strbeiler

vom deutschen arbeitenden Menschen zeichnete; denn wir dursten es ja alle miterleben, wie aus einem hoffnungslosen und wahrhaft gottver­lassenen, zersplitterten und in sich zerrissenen Men­schenhaufen in unvorstellbar kurzer Zeit ein schönes und edles, fleißiges und opferbereites, starkes und stolzes Volk wurde.

Dr. Ley erinnerte an den unglaublichen Ausstieg der deutschen Wirtschaft, an die Schaffung der besten Armee der Welt aus dem Nichts, an den Sieg des Schönen und Enten in der gesamten deutschen Lebenshaltung.

„Arbeiter, du bist ja tlicht Marxist geworden, weil es dir vor dem Krickg so schlecht ging, daß du ein Bettler warst, nicht wegen der Lohntüte, nicht weil du ein vaterlandsldset Geselle warst, sondern weil dich das Bürgertum vergessen hatte, weil es dir kein Vaterland gabt Heute haben wir dich heimgeführt zu deinem Volk, dich teilnehmen lassen an seiner Kultur, an der Schönheit deines Vaterlandes: das ist das Größte, das ist unser Sozialismus der Tat!"

So hat die Deutsche Arbeitsfront, fuhr Dr. Ley fort, auch ihre Arbeit auf allen Gebieten ange­packt; auf der Grundlage der Vetriebsgemeiy- schaft baute sie die Berufserziehnng: 1933 hatten wir 80, heute 1600 Lehrwerkstätten; heute haben wir 80 Fachschulen, 3 Millionen Menschen gingen durch unsere Abendkurse in einem Jahr, 3 Mil­lionen nahmen in diesem Jahr am Reichsbernfs- wettkampf als der wahren Auslese der Tüchtigen teil, Taufende von Aerztetrupps untersuchten den Gesundheitszustand unseres Volkes. Das sage ich euch: in zehn Jahren werden wir so weit sein, daß jeder deutsche Mensch einmal im Jahr ge­sundheitlich überholt wird!"

Dr. Ley erinnerte des weiteren an den Ban von IV- Millionen Wohnungen feit der Macht­übernahme, an die über 200 Millionen Menschen, die durch „Kraft durch Freude" feit 1933 die Schönheiten der Natur und die Güter der Kul­

tur kennenlernten. Und er ließ feine Anspräche münden in ein so herrliches Glaubensbekenntnis zu unserem Deutschland und dem Herrgott, der es beschirmt, daß siebzigtausend Menschen zuinnerst ergriffen dieses Gelöbnis bekräftigten: „Wir

glauben, daß der Herrgott diese Eä»e geschaffen hat, daß sich der Mensch auf ihr wohlfühle und daß er ein gütiger Vater ist, der unseren Fleiß segnet. Wir glauben, daß es einen Gott in uns und über uns gibt, daß dieser Gott den Führer segnet und daß er will, daß die Erde schön ist, Wer von ihr als einem Jammertal spricht, ist ein Landesverräter. Nein. sie ist schön, und Deutschland ist das schönste Land der Erde! Mein Volk aber ist das edelste und beste der Welt. Aus einem Helotsnvolk wurde ein Herronvolk, weil ein einfacher Soldat sich 1919 geschworen hatte:

„Ich werde den Versattler Vertrag brechen!"

Er hat ihn gebrochen, und welche Wandlung hat das deutsche Bolk durch diese Tat erfahren! Dr. Ley erinnerte an die großen Entscheidungen des Führers und an die letzte historische der Heimkehr Oesterreichs. Er erinnerte an Probleme, die trotz alles Erreichten noch zn lösen sind. ins­besondere an das Raumproblem, denn „es gibt kein Volk in der Welt, das wie Deutschland aus einem geschlossenen Siedlungsgebiet 88 Millionen rasse- uni. arteigene Menschen beherbergt — daher verlangen wir auch in dieser Beziehung dasselbe Recht wie die übrigen Völker!"

Und dann richtete, Dr., Ley zum Schluß den Appell an die Versammlung, der in seiner Schlichtbeit und Größe jeden einzelnen zutiefst verpflichtete:

Nur eins verlangen wir am 10, April voll dir: Sei ein wenig anständig und dankbar. Es ist unanständig und gemein, wenn du an diesem Tag zu Hause bleibst, es ist eine Pflicht des An- standes gegenüber Führer und Volk. daß du an die Wahlurne trittst. Denn du sollst dein Be­kenntnis ablegen für dein Volk, für dich und deine Kinder — denn wenn du an Adolf Hitler glaubst, glaubst du ja an dich selbst und an deine Zukunft!

Siebzigtausend Herzen und ein Schlag — 70.000 Stimmen und ein Bekenntnis: das war der Ausklang dieses Appells, den einer der treuesten und nächsten Mitkämpfer des Führers zu einer mächtigen Lohe der Begeisterung ent­zündet hatte. Der Gruß an den Führer, zu dem unser Kreisleiter aufrief, der brausende Gesang der deutschen Lieder ließ ein Gemeinschaftserleb­nis ausklingen, wie wir es nie größer und ein­dringlicher empfunden haben. Tann zogen die Fahnen aus — ein prächtiges Symbol der unter dem gleichen heiligen Zeichen marschierenden Volksgemeinschaft, Noch einmal brandete der Jubel empor, als Dr, Ley die Riesenhalle ver­ließ. Bremens größte Wahlkundgsbung vor dem 10. April war geschlossen.

Zwölf Hitler am freien deutschen lchein

rriumMalfrl des Wlzrers durch Köln / Jubelnde Menschen um den Schöpfer Sroßdeulfchlands / Strahlende Lichtfluten über Straßen und Plötzen

Eigener vraktbericbt cksr „8 reiner Leitung"

Köln, 31. März.

Ueber eine Million Menschen aus der deutschen Westmark begrüßten am Mittwochnachmittag jubelnd den Befreier der deutschen Ostmark, Adolf Hitler, der unter dem Geläut aller Glocken Kölns in die alte Domstadt am Rhein ein­zog. Nach einer unbeschreiblichen Triumphfahrt durch die prächtig geschmückten Straßen sprach der Führer im altehrwürdigen Gürzenich zu über hundert füh­renden Männern von Partei und Staat. Ein Begeisterungssturm begleitete dann den Führer weiter zum Dom-Hotel und zu den von Menschen überfüllten Messe­hallen. wo Zehntausende von Kölnern und Rheinländern mit Ergriffenheit und Jubel der großen Rede Adolf Hitlers lauschten.

Ein Orkan des Jubels, «in Meer der Begei­sterung empfing den Führer, als der Zug um 17.30 Uhr in die große Halle des Kölner Haupt­bahnhofes einlief. Auf dem Bahnsteig hatten sich kurz vor dem Eintreffen des Zuges Gauleiter Grvhö. Gauleiter Oberpräsident Terboven, Lan­deshauptmann Haake. fs-Obergruppenführer Sepp Dietrich. Obergruppenführer Weitzel, der Kom­mandierende General des VI. Armeekorps. Gene­ral der Artillerie von Kluge, und der Komman­deur der 26. Division, Generalleutnant Kuehne, eingefunden. Bald danach läuteten die Glocken des Domes, in deren ehernen Klang die Glocken aller Kirchen der Stadt einfielen.

Unter tosendem Jubel entstieg der Führer dem Wagen überaus herzlich begrüßt von den Per­sönlichkeiten, die sich zu seinem Empfang einge­bunden hatten. Der Führer begab sich darauf in das festlich hergerichtete Fürstenzimmer, wo ihm BDM.-Mädchen prächtige Blumensträuße über­reichten

Als der Führer vor dem Portal des Haupt- bahnhoses erschien, brauste ihm ein orkanartiger Jubel entgegen, und Zehntausend« von Haken­kreuzfähnchen wehte» ihm begeisterten Gruß. Die Absperrketten hatten oft große Müh«, die innner wieder vordrängenden begeisterten Menichen- massen zurückzuhalten.

Der Führer schnitt unter den Klängen des Präsentiermarfches und des Deutschlandliedes die beiden Ehrenkompanien des Heeres und der Luft­waffe sowie die Formationen der Bewegung ab und bestieg dann unter neu einsetzendem stürmi­schen Jubel seinen Wagen zur Triumphfahrt durch die Straßen der Hansestadt Köln,

Wie eine Lawine pflanzen sich die Begeiste­rungsstürme von Straße zu Straße fort, von Platz zu Platz. Aufrecht in dem langsam fahren­den Wagen stehend, grüßt der Führer nach allen Seiten seine Rheinländer, die ihm mit der ihnen eigenen Begeisterung zugleich den heißen Dank für die große geschichtliche Tat der Schaffung des großen 'Reiches aller Deutschen zum Ausdruck bringen. 'Köln bat schon viele große Feste ge­feiert, aber dieser Tag ^des Stolzes und des Glückes übertrifft sie alle.

Die Triumphfahrt des Führers durch den Strom des immer wi«der aufbrausenden, sich llberschlagenven Jubels ist unvergleichlich. Bilder von unerhörter Eindruckskraft wechseln einander ab auf der Fahrt durch den fahnenum- säumten Feststraßen, vorbei an den lebenden Mauern der Hundertlausende. Immer wieder dankt der Führer' für die unbeschreib­lichen Huldigungen, die ihm entaeaem-

schlagen. Ueberall, wo der Führer hinkommt, strecken sich ihm die Hände der Begeisterten aus den Fenstern, von den Dächern, von den Bürger­steigen, von den Tribünen entgegen. Tücher und Fähnchen wirbeln über den Köpfen der jubeln­den Masse. Wie ein einziges rotes Band reihen sich die geschwungenen Fähnchen aneinander und scheinen sich in der Ferne vereinigen zu wollen. Eine wahre Sinfonie des Glücks und der F r e ud.e durchbraust das festliche Köln.

Die Fahrt des Führers ist in Wahrheit eine Triumphfahrt, wie sie in dem 2000jährigen Köln mit seiner großen geschichtlichen Vergangenheit noch niemals einem Manne bereitet wurde.

Wieder umbranden den Führer wahre Stürme der Begeisterung, als er vor dem Gürzenich den Wagen verläßt, um sich zum

empfang durch die Stadtverwaltung

in den Festsaal zu begeben. Mit erlesener Pracht ist der^historische Saal für den Empfang ausge­staltet worden. An der mit weißer Seide be­spannten Stirnseite des Saales ist ein grüner Wald von Palmen und Blattpflanzen erstanden, vor dem sich ein herrliches Beet blühender Früh­lingsblumen ausbreitet. Ueber die ganze Saal­fläche ist ein roter Teppich ausgelegt, auf dem in diu Mitte der Längsseite einalterRatstisch Mit dem Goldenen Buch der Stadt Köln steht. Die Wand ziert ein rotbrauner Samtteppich, auf Äm unter einem brokatenen Hoheitszeichen die Karte des neuen großen Deutschlands, das uns der Führer schenkte, in weißer Seide mit der Lo­sung unserer historischen Tage „Ein Volk, ein Reich, ein Führer" leuchtet. Von den hohen Wän­den hebt sich das herrliche Holzwerk der Galerien, der Säulen und holzgetäfelten Decke wirkungs­voll ab.

Im weiten Halbkreis um den Ratstisch haben sich das Beigeordnetenkollegium der Hansestadt Köln, die Ratsherren, die Spitzen der Partei und ibrer Gliederung»» der Wehrmacht, der Behör­

den, der Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft ver­sammelt. Als der Führer mit den Gauleitern Grohö und Terboven den festlichen Saal betritt, grüßen sie ihn mit erhobener Rechten.

Sberkürgermefster Br. Schmidt

entbietet sodann in Verehrung und Dankbarkeit dem Führer im ehrwürdigen Gürzenich das herz­lichste Willkommen. Mit bewegten Worten er­innert er an den großen Tag vor zwei Jahren, da an dieser Stätte die glückerfüllten Vertreter aller Stände dem Führer den Dank der befreiten Rheinlande abstatten durften. Heute jubelten wie­derum Hunderttausende Rheinländer in grenzen­loser Begeisterung und Verehrung dem'Führer als dem größten 2oh«e des deutsch- österreichischen Landes und als dem Manne zu, der die tausendjährige Sehnsucht aller Deutschen nach dem Eroßdeutschen Reiche erfüllt habe.

Viele glanzvolle Ereignisse habe der Gürzenich gesehen, aber dieser Tag, an dem dem Rat der Stadt die Ehre zuteil geworden sei, den Grün­der des Eroßdeutschen Reiches namens der Bür­gerschaft zu begrüßen, sei der stolzeste Tag in der Geschichte des Gürzenich und der zweitausend- jiihrigen Hansestadt Köln. In dieser weihevollen Stunde möge der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler den Dank der Hansestadt Köln mit der Ge­wißheit entgegennehmen, daß die Herzen der Menschen in der deutschen Westmark ihm ebenso gehörten, wie die Herzen der Volksgenossen in der heimgekehrt«» Ostmark und im ganzen Reich.

Als Zeichen der großen Dankbarkeit überreichte der Oberbürgermeister dem Führer dann die Bronzestatue des sudetendeutichen Bildhauers Ze-ttlitzer: „Der gefesselte Mensch."

In seiner Erwiderungsansprache erinnert der Führer in kurzen Worten daran, daß vor knapp zwei Jahren auch dieses Land, das Rheinland, >elbst erst endgültig seine letzte Rückkehr ;u

Deutschland feiern konnte. Denn erst mit der Wiederherstellung der vollen Souveränität habe man auch dieses Gebiet als endgültig für Deutschland gerettet ansehen können. 2n bewegten Worten gibt der Führer seiner Freud- Ausdruck über die unermeßliche Begeisterung, mit der er in Köln empfangen worden sei. Ganz Deutschland werde hinter seiner nunmehr vollzogenen Einigung stehen. Tiefbewegt schließt der Führer dann mit den Worten: '„Ich bin glücklich — das können Sie ermessen — daß mich das Schicksal auserfehen hat, diese geschichtliche Wende herbeizuführen."

Der Führer trägt sich darauf in das Goldene Buch der Hansestadt Köln ein. Hierauf stellt der Oberbürgermeister des Führer das Beigeordneten- Kollegion und die Ratsherren vor, die der Führer wie die übrigen Teilnehmer an der Feststunde r it

........

Unser sayesspisyel

Francos Siegeszug am Cinca-Fluß nimmt seinen Fortgang.

Mussolini hielt eine bedeutsame wehrpolitische Rede.

Der Führer fuhr gestern durch Bremen. Adolf Hitler spr ^ gestern in Köln.

Die große Wieneim» ^de Dr. Goebbels lieqt im Wortlaut vor. ^ ^

Für das Land Oester. oi,'^,^/. eine Preis- jtopverordnung erlassen.

Die Alpine Montangesellschast wurde in die Rerchswerke Hermann Gering eingegliedert. Dr. Ley sprach zu 70 000 Bremern.

Ueber die Verwaltung der Polizei in Bre­men iit ein neues Eeied erlasse».