Ausgabe 
(27.3.1938) Nr. 85
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtendlatt der Deutschen flrbeitssront Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen

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Nr. SS / S. Jahrgang

Sonntag, 27. März 1SZS

kinzelpreis 15 Npf.

das Wiederaufbauprogramm für österreich verkündet / Umfassende wirtschaftliche und soziale Sofortniaßnalimen ftdols ftitler: „Ich will, daß zum erstenmal in seiner Seschichte das große Ueutschland einen staatspolitischen ftkt volhieftt"

der sichrer in Leipjig / lsermann Söring in Wien

Jubelsturm in Leipzig

Leipzig, 27. März.

Unmittelbar nach der gewaltigen Kundgebung in der Schlageterhalle zu Königsberg am Frei­tagabend hat der Führer im Sonderzug die Hauptstadt der deutschen Nordostmark verlassen, um »ach Leipzig zu fahren, wo er am Sonnabend kurz vor 16 Uhr eintraf. Die Reichsmessestadt, die als weltberühmtes Schaufenster der deutschen Wertarbeit und als Vaterstadt Richard Wagners dem Herzen Adolf Hitlers so nahesteht, empfing den Führer mit lachendem Frllhlingsgriin, wehen­den Flaggen und gläubigen Herzen.

Die Erwartung der Menge vor dem Haupt­bahnhof und der Glücklichen, die es verstanden haben, bis an den Bahnsteig heranzukommen, ist bis aufs höchste gestiegen, als die Parteiführer­schaft. die Generalität und die sächsischen Landes­minister eintreffen. Die Ankunft des Führers mutz unmittelbar erfolgen. Das Stimmengewirr unter den Glasdächern verstummt. Langsam rollen die beiden Lokomotiven des Sonderzuges in die nächtliche Bahnhofshalle. Sofort nach dem Halten entsteigt Adolf Hitler in Begleitung des Reichsführers ii. seiner Adjutanten und- des Reichspressechefs dem Zuge. Gauleiter Reichsstatt­halter Mutschmann mit Reichsleiter Reichs­minister F r a n k begrüßen den Führer als erste an der Spitze der sächsischen Landesregierung.

Jubelstürme brausen durch die Bahnhofshalle und immer weiter pflanzen sich die Heilrufe fort, als der Führer die Treppe herab zum Bahnhofs­vorplatz geht, wo ihm Hunderttausende mit ge­schwungenen Hakenkreuzfähnchen und hellen, freu­digen Gesichtern entgegenjubeln. Der Führer hebt seine Hand und lächelt den Leipzigern zu, um sich dann den Ehrenformationen zuzuwenden.

Schellente und Musikkorps der Wehrmacht setzen ein. Der Führer schreitet die Ehrenkompanie des Infanterieregiments 11 ab, die mit ihrer Fahne angetreten ist. Daneben stehen wie aus Erz ge­gossen die Abordnungen der nationalsozialistischen Kamxfformationen, die Männer der 1. Kompanie der Leibstandarte mit weißem Lederzeug, ebenso wie die Ehrenhundertschaft der Schutzpolizei, da­neben der SA.-Sturm 16/106, eine Ehrenabtei- lung des Reichsarbeitsdienstes von der Arbeits­gruppe 168, der erste Sturm der Motorstandarte 35 vom NSKK.,eine Ehrenbereitschaft Politischer Leiter und eine Ehrengefolgschaft von Hitlerjun­gen und -mädeln. Jedesmal, wenn der Führer sich der Ehrenformation einer Gliederung näher­te, setzte deren Musikzug mit dem Deutschlandlied ein. Der Führer grüßt jede Fahne. Dann besteigt er seinen Wagen und fährt an der Spitze einer langen Wagenkolonne durch den festlich geschmück­ten Eeorgi-Ring unter dem grünen Triumph­bogen hindurch. ,

kmpfang im Nalftaus

In dem prächtig geschmückten Festsaal des Rat­hauses haben sich die Spitzen der Leipziger Be­hörden und die Alten Kämpfer des Kreises Leipzig versammelt. Auf dem Podium stehen die jugendfrischen' Sänger des Thömanerchors und davor die Standarten der Bewegung. Im der Führer den Festsaal betritt, grüßen ihn stürmische Heilrufe. Dann singen die Thomaner unter Lei­tung ihres langjährigen Kantors Professor B. Dr/Sträube Goethes „Veherzigung' und Gustav Reichardts „Des Deutschen Vaterland

Oberbürgermeister Doenicke spricht rn einer kurzen Ansprache seine Freude darüber aus, datz er den Führer in der Reichsmessestadt willkommen heißen könne. Dann gibt er einen kurzen Ueoer- blick über den Kampf und Sieg der Vewegsing in Leipzig und über die Aufbauarbeit, hie hier geleistet wurde. Mit dem Gelöbnis, daß die Reichsmessestadt geschloffen zum Führer stehe und

dieses Bekenntnis am 10. April unter Beweis stellen werde, schloß die Feier.

Kundgebung in der Maschinenftalle .

- Schon lange vor Beginn der Führerkundgebung füllen rund 28 000 Menschen in gespannter Er­wartung die weiter Halle 7 des Messegeländes, in der der Führer sprechen wird. Das Fahnen­tuch der Bewegung beherrscht den Raum, es ziert vor allem die Tribünen. Darüber goldene Lor- beergirlanden. Die Wände sind festlich weiß aus- geschlagen. An ihnen sind alle fünf Meier schmale Hakenkreuzfahnen zu Gruppen zusammen­geballt, jede Gruppe von einem goldenen Haken­kreuz gekrönt, das vom aufsteigenden Adler der Bewegung rechts und links beschirmt wird.

Punkt 20 Uhr ist der Einmarsch der Fahnen- beendet. Kurz vorher war Reichsminister Frank eingetroffen, der die Grütze der Mqnge Hinderte. Dann eröffnet unter atemloser Spannung Kreis- leiter Wettengel die Kundgebung. Er be­grüßte die versammelten 28 000 in der Halle, die ungezählten Zehntausenden an-den Straßen des Messefeldes und weiter die Hunderttausende an den Lautsprechern. Dann kündet er unter lautem Beifall als Redner den Reichsleiter der Deutschen Rechtsfront, Reichsminister Frank, an.

Keichsminister Br. frank am Mikrophon

Schon die ersten Worte Franks lösen Beifall aus. Er weist eingangs darauf hin, daß es sich

Lei diesem Wahlkampf um den größten überhaupt handele. Sein Ziel sei die völlige geistige'und seelische ZusammeUschweihung Eroß-Dsutschlands. Geschlechter hätten darum gerungen, die größten Männer der Geschichte darum gskämpft. Der Füh­rer jedoch habe diesen tausendjährigen Traum Wirklichkeit werden -lassen. Reichsminister Frank erinnerte dann an den Sommer ISIS, wo in Wei­mar nach endlosen Debatten als Kompromiß­lösung zwischen den verschiedenen Änteressenver- tretern und Cliquen die „Verfassung" ausgehan­delt worden sei.

Nach. der Machtübernahme seien dann die die Einheit des Reiches hemmenden Grenzen der Länder gefallen und die Reichsautorität erstanden. Der Redner erinnerte dann an die Nürnberger Gesetze als Schutzwall gegen das Judentum, an die Adelung der Arbeit, an das Reichserbhofgesetz, an die Beseitigung des Klassenkampfes durch Schaffung der Gemeinschaft aller schaffenden Deutschen und an die Wieder­erlangung der Wehrfreiheit. Dies alles habe Adolf Hitler geschaffen. Zuletzt habe er die Ein­heit Oesterreichs mit dem Reich wie­derhergestellt und damit vollbracht, was in tau­send Jahren die Besten unseres Volkes vergeb­lich versuchten.

„Die Tat des Führers wird in die Geschichte des Großdeutschen - Reiches als ein Fundament eingehen, aber erst spätere Generationen werden

die Bedeutung des 13. März voll ermessen können, i Dem Führer, dem größten Deutsche», dies zu danken, ist unsere heiligste und selbstverständliche Pflicht. Jeder bekennt sich daher am 10. April zu der Frage Adols Hitlers mit „Ja"!"

Nachdem Reichsminister Frank geschlossen hatte und der Beifall verrauscht war, betritt der Füh­rer unter ohrenbetäubendem Jubel die Halle. Die Gefühle der Liebe und Dankbarkeit kennen nun keine Grenzen mehr:-Adolf Hitler hat unter den Klängen des Badenweiler Marsches die Halle betreten. Mit ihm branden herein die Heilrufe der Hunderttausende. Ein einziger hingebender Schrei jenes gewaltigen Glaubens, der Berge versetzt! Langsam schreitet der Führer, die Hand erhoben, zum Podium. Endlich hat sich die Menge nach minutenlangen Kundgebungen beruhigt. Be­sonders die 1000 Arbeiter und KdF.-Gäste aus Wien und dem Burgenland, die einige Tage in Leipzig weilen, können mit dem lauten Ausdruck ihrer Freude nicht enden.

Gauleiter Mutschmann drückt dann- im Na­men des Sachsenlandes die unendliche 'Dank­barkeit für die letzte Großtat des Führers aus. Er feiert den persönlichen Einsatz und die über­raschende Schlagkraft, die Oesterreich vor der Ju­dendiktatur und dem Schicksal Spaniens bewahrte. Er spricht davon, wie der Führer in seiner Hei­mat als Retter gefeiert wurde. Dann bittet der Gauleiter den Führer, das Wort zu nehmen.

Zwölf Hitler spricht:

Donnernd rollt der Beisall auf, als der Führer vor die Mikrophone tritt. Leipzig, die Stadt der deutschen Bücher, die Stadt der größten deutschen Messe, so sagt er, könne gar nicht anders denken als großdeutsch. Der große Kampf dieser Woche gelte der Sehnsucht einer Nation, die bisher hin­ter anderen Völkern zurückgestanden sei. „Was für andere selbstverständlich galt, mußte für uns spät erworben werden. Wir sind im Begriff, die­ses Problem zu lösen."

Dann zeigte der Führer auf, wie am Ende des Krieges die Phrase vom Selbstbestim­mungsrecht der Völker verkündet wurde und gleichzeitig die Vergewaltigung des deutschen Volkes begann. Das wehrlose deutsche Volk sei mit Füßen getreten worden. Der Führer spannt dann den Gedanken weiter aus und verband ihn mit der 20jährigen Leidensgeschichte des deut­schen Volkes in Oesterreich und im Reich. ,

Weiter zeichnete der Führer den Weg, wie man nach dem Sieg des Nationalsozialismus Oester­reich jenseits aller geschichtlichen Voraussetzungen von der Seite des Reiches wegstoßen wollte. Trotz­dem, so unterstrich der Führer mit innerer Be­wegung, seien die Herzen der 614 Millionen in Oesterreich mit den Herzen der 68 Millionen gleichgeschlagen. So seien die Grenzen zur Lä­cherlichkeit geworden. Der Führer lehnte es ab, noch im einzelnen die wirtschaftlichen und die anderen Gründe für das unaufhaltsame Absinken des unnatürlich getrennten Volksteiles in Oester­reich anzuführen. Er stellte nur den Unterschied in der Regierungsmethode heraus: im Reich die wirtschaftlichen Mittel und Möglichkeiten eines großen Volkes konzentriert angesetzt, in Oesterreich machtlose Ab splitterung. Deutschland, so rief der Führer, baut die Riesenbrücke in Ham­burg, nicht die Stadt Hamburg! Ebenso stellte der Führer die Leipziger Messe als Werk Gesamt­deutschlands heraus. Die Autostraße Bayerns sei

das Ergebnis der zusammengeballten Kraft einer ganzen Nation, die an einer einzigen Stelle zum Einsatz komme.

„Wir haben durch diesen geschlossenen Einsatz unter einer Führung das ganze Reichsgebiet in Ordnung gebracht. — Bier Jahre später soll man sehen, was wir geleistet haben!" (Brausender Bei­fall.). „Hinter dem einzelnen stehen die Möglich­keiten eines großen Volkes — das steigert die Unternehmungslust, steigert Wagemut und Ver- antwortungssreudigkeit, führt zu Leistungen!"

Als Adolf Hitler dann davon spricht, daß der Führer zu großen Taten der Geschlossen­heit der Nation bedarf unterstreicht das Volk das stürmisch in Dankbarkeit und restloser Anerkennung Erschüttert schweigt alles bei der Schilderung des Volkstodes in einem Staat, wo das anders war, wo die Kinder zu fehlen be­gannen und damit der Antrieb zur Leistungs­fähigkeit fehlt. Denn das. so hob der Führer hervor, sei der letzte Sinn des Aufstieges: die Sorge für die, die danach kommen. Volk ohne Erben schafft nicht mehr.

Der Führer gab dann einen Ueberblick über den Kampf der Braunhemden um die Macht hier und drüben. Schweigend blickt die Menge hoch, als her Führer vom Entwicklungsweg und der Bestimmung des einst aus Oesterreich ins Reich gekommenen Knaben von-Vraunau spricht:

„Ich habe nichts anderes gedacht, als dieses Reich nach seinem Zusammenbrach wieder groß und stark und mächtig zu machen — aber ich habe auch niemals meine Heimat vergessen und die Stunde herbeigesehnt, wo ich diese Heimat ins Reich zurückbringen konnte." (Minutenlange Bei­fallskundgebungen.)

Und nun gab der Führer Rechenschaft von sei­nen Versuchen, mit eindringlichen Vorstellungen

das irregeleitete System Schuschnigg noch einmal auf den richtigen Weg zu bringen. Empörung wird laut in der Halle, als der Führer die letzten Winkelzüge, die Zuflucht Schuschniggs zur Gewalt, erläuterte. Das Volk aber habe um Hilfe gerufen durch eine neue Regierung: Und ich habe geholfen; in drei Tagen hat ein Ideal einen Staat erfüllt." „Der 12. März sollte der Tag des Betruges sein. er wurde der Tag der Befreiung!"

Und glücklich spricht der Führer von der Vor­sehung, die ihn berufen hat, nun ein Wunder zu gestalten. Die Schönheit seiner Heimat, die Treue dckr von ihm neugewonnenen Briider schil­dert der Führer bewegt: „In dieser Zeit", so

schloß er hierbei, „konnten wir es spüren, daß der Segen des Herrn mit uns war und nicht mit unseren Feinden!" Die Bestätigung der geschicht­lichen Tat werde nun gefordert werden in dem Glauben, daß eine solche geschichtliche Entwicklung der Zustimmung des gesamten Volkes bedürfe:

„Das deutsche Volk soll bestätige», daß ich in seinem Auftrag handelte! Deshalb rufe ich ganz Deutschland auf: Ich will, daß nun zum ersten Mal in seiner Geschichte das große Deutschland gemeinsam einen staatspolitischen Akt vollzieht."

Bevor der Führer seine Rode schloß, wies er noch einmal hin auf den Reichstag, den das größere Deutschland nun zu feinem Nutz und Frommen haben werde: einen nationalsozialisti­schen Reichstag. Der Führer endete mit dem Appell an das Sachsenland: „Es ist für mich

selbstverständlich", rief Adolf Hitler aus, „daß am Abend des 10. April mir gemeldet wird: Hinter mir steht Sachsen!"

Den Sinn des nun orkanartig donnernden Schlußbeifalls faßte Gauleiter Mutschmann zusammen. Die Masse in der Halle fiel ein in feinen Ruf: „Ein Reich, ein Volk, ein Führer!"

Vol ksabstimmung am )0.Apri!19Z8

Stimmzettel

Stimmst Du, deutscher Soldat, der am 13. März 1938 vollzogenen Wiedervereinigung Ssterreichs mit dem Deutschen Reich zu?

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Nein

0 -

Volksabstimmung und Grotzdeutscher Reichstag

Stimmzettel

Bist Du mit der am »L März >938 vollzogene»

Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich

einverstanden und stimmst Du für die Liste unseres Führers

Adolf Hitler?

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stuf dem Wege zur Wahl

Noch der öroßiat des sichrere

s.L.V. Bremen. 27. März.

'Wieder einmal hat der Führer das deut­sche Volk — und diesmal gemeinsam mit: der nun wieder zum Reich gehörenden alten Ostmark — zur Abstimmung ausgerufen. Das deutsche Bolk soll am 10. April die Frage beantworten, ob mit dem Vollzug der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich dem Willen Deutschlands entsprochen wurde. Und das Volk in Oesterreich selbst soll, wie es der Führer in seiner Königsber- ger Rede so schön hervorhob, bekennen, datz es zu Adolf Hitler, dem Sohn seiner eigenen Heimat und dem Führer der deutschen Na­tion, steht.

Der vom Führer immer wieder geübte Brauch, nach schicksalsschweren Entscheidun­gen (die er allein und nur dem eigenen Gewissen verantwortlich zu fällen hatte) sein Volk über die Richtigkeit der Entscheidung abstimmen zu lassen, tritt auch diesmal wie­der in Erscheinung. Und wo es dem Führer nunmehr darum geht, den einzigartigen ge­schichtlichen Akt vom 13. März 1938 und alles, was dem voranging, dem Urteil des Volkes zu unterbreiten, hat er das deutsche Volk gemeinsam mit dem Volk in Oester­reich an die Wahlurne gerufen. Wer ver­möchte sich diesem Rufe versagen?

Es gibt keine, aber auch wirklich keine Möglichkeit für einen Menschen deutschen Blutes, bei Beantwortung der zu den Wah­len am 10. April gestellten Frage seine Ja- Stimme zu verweigern. Es ist die zur Frage gestellte geschichtliche Grotztat des Führers eine so eindeutig deutsche Tat; sie bedeu­tet ganz ohne jegliche Einschränkung die schönste und glänzendste Erfüllung der tief­sten nationalen Sehnsucht aller Deutschen, daß, wer hier die Genugtuung über die Er­füllung dieser Sehnsucht verleugnen wollte, sich selber außerhalb der Reihen des eigenen Volkes stellen müßte, ja sich selber aus der Volksgemeinschaft ausschlösse mit dem Eingeständnis, daß er seinem Fühlen und Denken nach gar kein Deutscher ist.

So gibt es bei der Entscheidung über die gestellte Wahlfrage für keinen Wähler im gesamten großen Deutschen Reiche auch nur den kleinsten Zweifel. Und der einzige Ein­wand, den Unverständige und politisch Unzu­längliche zu der vom Führer angeordneten Abstimmung machen könnten, ist lediglich der, warum denn überhaupt Wahlen statt­finden sollen. Um des Führers willen brauchten sie allerdings nicht stattzufinden. Sie finden statt um Deutschlands wil­len, um des nunmehr 75 Millionen zählen­den deutschen Volkes wegen, das sich dem Ausland gegenüber als ein politisch reifes, ein wahrhaft einiges und als ein in eiserner Geschlossenheit hinter seinem großen Führer marschierendes Volk darstellen soll.

Jeder einzelne Volksgenosse kennt ja zur Genüge die Vielsarbigkeit einer verlogenen.

Unser lagvsspiegel

Die nationalspanischen Truppen marschiere» aus Lerida.

Der Führer war aus seiner Deutschlandfahrt in Leipzig.

Die Führerrede in Königsberg liegt im Wortlaut vor.

Hermann Göring wurde in Wien mit Jubel begrüßt.

Die Postgebühren für Oesterreich wurden gesenkt.

Ein Reichsgesetz über die Auflockerung der Kündigungstermine bei Mietoerhältnisseu wurde erlassen.

In Berlin wurde die Große Wassersport-Aus­stellung Berlin 1838 eröffnet.

Das Herz Baron de Coubertius wurde i» Olympia beigesetzt.

Zur bevorstehenden Wahl erläßt der Reichs« sportsührer einen Aufruf.

Der erste Sammeltag der DAF. für das WHW. hatte einen guten Erfolg zu ver­zeichnen.

Am kommenden Mittwoch spricht Dr. Leu zur Bremer Bevölkerung.

Ministerialrat Eisbertz weilte zur Klärung der Verhältnisse im Kleingartenwesen i„ unserer Stadt.

Der Grundriß der Ausstellung „Bremen —. Schlüssel zur Welt" liegt nunmehr in allen Einzelheiten fest.