Ausgabe 
(21.3.1938) Nr. 79
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Nachnchrenbiatt der Deutschen flrbeitssront Bremen

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen

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Nr. 7S / S. Jahrgang

Montag, 2l. März ISIS

kinzelpreis lS Npf.

Volksspende" gegen Oesterreichs Not

kin flufruf des Sauleiters viirckel zur sozialistischen rat

Wien. 21. März

Der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich, Gauleiter Bürckel, hat folgenden Aufruf erlassen:

Deutsche! Die Jahre des wirtschaftlichen Niederganges haben besonders die ärmsten Schichten des deutschen Volkes in Oesterreich getroffen. In den Arbeitervierteln unserer Großstädte leben viele unserer Volksgenossen untere den menschenunwürdigsten Verhältnissen. Hier muß unsere erste Hilfe einsetzen. Ich habe eine Volksspende errichtet, die uns ermöglichen soll, erste wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Ich fordere deshalb alle auf, die ihren Dank an den Führer zum Ausdruck bringen wollen, einen ihren Verhältnissen entsprechenden Beitrag zu dieser ersten sozialisti­schen Tat zu leisten. Mit der Durchführung der Sammlung habe ich Parteigenossen Langoth aus Linz beauftragt.

Die Spenden sind einzuzahlen aufVolksspende"-Postsparkassenamt-Konto Nr. 208 000 oder im Wege aller Geldinstitute für das bei der Creditanstalt-Wiener Bankverein Wien, l. Bezirk, Schottengasse K, errichtete Sammelkonto Volksspende".

lausende wurden In Wien gespeist

Oesfentliche Massenspeisung der Wehrmacht

(Vrallbbsriobt Msvrss Miswsr Vkibrsbsrs)

Wien, 21. März.

In endlos langen Schlangen steht die, Menge gedrängt, Kopf an Kopf, Hunderte von Meter weit steht man nichts als diese wartenden Men- schsmyassen. In Favoriten, dem größten Arbeiter­bezirk an der Peripherie der Stadt, treten die Gulaschkanonen in Aktion. Volksspeisung! Dieses Wort hat gebrechliche Greise, ausgemergelte Kin­der und vor allem eine große Zahl ausgesteuerter Arbeitsloser herbeigelockt, die das Schuschnigg- System hungern ließ. Jetzt aber sollen sie sich wieder sattesten können. Tausende von Tellern wandern von Hand zu Hand. Die Ketten der har­renden Menschenmenge reißen nicht ab. Man sieht ihnen allen die Not der letzten Jahre deut­lich an. Die Soldaten sind zunächst ganz fassungs-, los über so viel Elend. Schon bald stellt sich her­aus: Für die Tausende, die hier nach Nahrung rufen, reicht der Vorrat nicht. Rasch entschlossen verzichten die ganzen Mannschaften aus das eigene Mittagbrot und bringt es gleichfalls zur Verteilung. Wenn die Soldaten heute auf ihr Esten verzichten, tun sie es in dem freudigen Be­wußtsein, daß nun bald auch im deutschen Lande Oesterreich niemand mehr hungern mutz. Der Füh­rer wird dafür sorgen, daß auch hier wieder geder hungernde Volksgenosse Arbeit und Brot be­kommt.

wir saliren ins Neiäi!"

2099 Wiener Arbeiter nach Berlin

Wien, 21. März.

Wir fahren ins Reich!" das ist die Parole, die seit Tagen die Wiener Betriebe beherrscht. 2999 Wiener Arbeitskameraden wurden am Sonntag noch einmal in den einzelnen Bezirken zu einem letzten Appell vor ihrer Abreise als KdF.-Fahrer zusammengerufen, um die notwendi­gen organisatorischen Anweisungen entgegenzu­nehmen. Sie können es alle noch gar nicht fassen, daß sie in einigen Tagen schon in der Hauptstadt des Reiches, fern vom Alltag, als deutsche Volks­genossen weilen werden. Die Freudenbotschaft hat sie so überrascht, daß sich nur wenige vorstellen können, welch großes und tiefes Erlebnis ihnen bevorsteht.

Bei der Auswahl hat man bewußt besonders jene Kreise der Wiener Arbeiter berücksichtigt, die bisher der Bewegung fernstanden; denen in den marxistischen Hochburgen Wiens die rot­schwarze Judenpresse den Nationalsozialismus als ein Schreckgespenst darstellte. Die nationalsozia­listische Stawtsfllhrung will diesen von wirtschaft­licher Not bedrückten, belogenen und verhetzten Volksgenossen zeigen, was in fünfjähriger Arbeit im Dritten Reich geleistet wurde. Sie sollen mit eigenen Augen sehen, daß man sie Jahre hin­

durch betrogen hat. Aus eigener Anschauung wer­den sie dann ihren Kameraden nach ihrer Rück­kehr von dem wahren Reich Adolf Hitlers, von seinem Fleiß, seinem Schaffen und seiner fest­gefügten Gemeinschaft aller Schichten erzählen können.

Erst dann werden viele Arbeitskameraden Oesterreichs begreifen, warum Tausende und aber Tausende Blut und Gut opferten für eine große Idee.

Staatssekretär keppler Neichsbeaustragter sür österreich

Berlin, 21. März

Der Führer und Reichskanzler hat den Präsi­denten der Reichsstelle für Vodensorschung Wich Helm Keppler zum Staatssekretär zur besonderen Verwendung im Auswärtigen Amt ernannt.

Staatssekretär Keppler ist von dem Reichs­minister des Jynern und dem Beauftragten für den Bierjahresplan auf Grund der Verordnung vom 16. März 1938 (Reichsgesetzblatt I S. 249j zum Reichsbeauftragten für Oesterreich mit dem Sitz in Wien bestellt worden.

(Siehe auch Seite 2!)

Vvv Rüliier ii,! livlebsmiiiister Dr. 6ovI>I>eIs gaben, nie rvir bereit» auskülii'livli beiivbteten, am Sonnabenä naelimittag in äer livolloper Idivktlinivn an kiiv üon IVabllcainpk am 1«. ^pril.

Lessse-Iloksmann

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Neuer Mumps, deutschen sliegergeistes

Zweimotoriges kemkel-Seeflugieug erobert acht Weltrekorde auf ro00-kilome»e»slug

Berlin, 21. März

Am Sonntag hat die deutsche Luftfahrt einen neuen stolzen Triumph erlebt. Ein zweimotori- ges Seeslugzeuq der Heinkel-Flugzeugwerke, aus­gerüstet mit sivlW-132-Motoren, erreichte bei einem Flug über 2990 Kilometer mit 2999 Kilo­gramm Nutzlast die ausgezeichnete Geschwindigkeit von 329 Kilometer in der Stunde, nachdem es bis zur 1999-Kilometer-Erenze sogar 331 Ktto- meter Stundengeschwindigkeit erzielt hatte. Die Besatzung des Flugzeuges bestand aus Flugzeug- sührer, 'Diplom-Ingenieur Ritz der Heinkel-

Werke und Mechaniker Schmidtder Bayerischen Motorenwerke. Mit dieser hervorragenden Lei­stung fielen nickst weniger als acht Weltrekorde an Deutschland. Es handelt sich um die Rekorde über 1999 Kilometer ohne Nutzlast, mit 599 Kilo­gramm Nutzlast, 1999 Kilogramm und 2999 Kilo­gramm Nutzlast. Ferner um die Rekorde über 2999 Kilometer ohne Nutzlast, mit 599, 1999 und 2999 Kilogramm Nutzlast.

Sämtliche Rekorde wurden bisher vom Aus- land gehalten und standen für die 1999-Kilometer- Strecke auf 309 Kilometer, Bei günstigem Wetter

durchflog das Heinkel-Flugzeug viermal die von Laboe bei Kiel über den Swinemünder Leucht­turm nach Leba in Pommern führende 609 Kilo- meter lange Wegstrecke. Bei der Durchführung des Rekordfluges wirkte die Luftwaffe mit Flak­metzgeräten und fahrbaren Funkstellen sowie durch den Einsatz von Sicherungsflugzeugen in hervor­ragender Weise mit.

Der Flug wurde von amtlichen Sportzeugen überwacht und sofort zur Anerkennung durch die Föderation Aeronautique Internationale" .an­gemeldet. > Die Worte des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, des Generalfeldmarschalls Hermann Göring, de­nen zufolge, die deutsche Luftfahrt einen uner­hörten Aufschwung erlebe, haben eine neue wun­derbare Bestätigung gefunden. Die schöpferischen Leistungen der Luftfahrt des Dritten Reiches er­ringen zweifellos die Achtung und Bewunderung der Welt.

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Berlin, 21. März.

Der Reichsminister der Luftfahrt und Ober­befehlshaber der Luftwaffe, Eeneralfeldmarschall Göring, richtete an Dr. Ernst Heinkel aus Anlaß des Rekordfluges folgendes Tele­gramm: Zu dem hervorragenden Erfolge eines Ihrer Seeflugzeuge, durch den acht bestehende in­ternationale Rekorde überboten wurden, spreche ich Ihnen, allen Beteiligten und besonders auch der Besatzung meinen Glückwunsch und meine volle Anerkennung aus. Ihr Werk hat für die Welt­geltung der deutschen Luftfahrt einen hervor­ragenden Beitrag geleistet.

Den Bayerischen Motorenwerken telegraphierte Eeneralfeldmarschall Göring: Ihre Flugmotoren haben an dem achtfachen Weltrekord des Heinkel-Seeflugzeuges einen hervorragenden > Anteil gehabt. Ich übermittele Ihnen meinen I Glückwunsch und mein« volle Anerkennung.

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Adolf Hitler zog wie ein Sieger in Wien ein", so schrieben die ausländischen Bericht­erstatter über die triumphale Fahrt unseres Führers durch die Straßen der Hauptstadt des jüngsten Bollwerks des Großdeutschen Reichs. Brausender Jubel brandete ihm entgegen, Stürme der Begeisterung schlugen über ihm zu­sammen die Deutschösterreicher, von denen der Führer sagte, daß sie sich in der Treue und Hin­gabe für das Reich von niemandem überbieten lassen, dankten ihm für seine geschichtliche Ve- freiungstat.

Der Führer fuhr auf feinen ausdrücklichen Wunsch durch die A r b e i te r v o r o r te der alten deutschen Donaustadt. Er wollte den deutsch­österreichischen Arbeitern, die in den langen Jah­ren harter Arbeitslosigkeit,^ bitterster Not und brutaler politischer Unterdrückung treu geblieben sind, zeigen, daß er auch in den Tagen seines bisher herrlichsten Triumphs an sie dachte. Er wollte in der Stunde, in der er die größte Voll­zugsmeldung seines Lebens vor dem deutschen Volke machte, nämlich die über die Heimfllhrung seiner Heimat ins Deutsche Reich, bei seinen deutschösterreichischen Arbeitern sein, die in jahrelangem Kampf das stolze Wort wahr gemacht haben, daß Deutschlands ärmste Söhne auch seine getreue st en sind. Die Wiener Arbeiter verstanden ihren Führer, sie wußten, warum er vor seinem Einzug in die Hofburg seinen Weg durch ihre Straßen nahm - und sie dankten ihm dafür mit solchen Jubclausbrüchen, mit solcher lobender Begeisterung, daß die aus­ländischen Berichterstater nur den Vergleich mit dem Einmarsch eines römischen Triumphators fanden, um ihren Lesern die Anteilnahme der Wiener Arbeiterschaft beschreiben zu können.

Wir haben an allen Lautsprechern des alten Reichs diese Beg, isterung der deutichösterreichi- chen Arbeiter für unseren Führer vernommen. Wir wußten in di.iem Augenblick, daß die Be­hauptungen der bisherigen schwarzen Machthaber Oesterreichs und ihter roten Helfershelfer von

Die Jubelstürme in den Wiener Arbeitervororten waren der. Ausdruck des bedingungslosenJa!" der Werktätigen Deutschösterreichs zur Wiederver­einigung der Ostmark mit dem Reich.

2n diesen Wochen werden in Deutschösterreich die organisatorischen Maßnahmen getroffen, um die Millionen Arbeiter aus Wien, aus Ober- und Niederösterreich, aus Tirol, Steiermark, Körnten, aus Vorarlberg und aus dem Burgeckland in die große Gemeinschaft aller schaffenden Deutschen, in die Deutsche Arbeitsfront, ein- der angeblichenAnschlußgegnsrschaft" der deutsch- österreichischen Arbeiter bewußte Lügen waren.

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Unser ?«Nessp ep sl

Gauleiter Bürckel erließ einen Aufruf zu einer Bolksspende gegen die Not in Oester­reich.

Ein deutsches Heinkel-Flugzeug stellte acht neue Weltrekorde aus.

Die deutsche Walfangflotts wird mit reichen Fängen im April aus der Antarktis zurück­kehren.

In mehreren Ortsgruppen der NSDAP., Kreis Bremen, wurde gestern die schul­entlassene Jugend verpflichtet.

Am 28. und 27 März sammelt die DAF. siir das WHW.

Deutschlands Fußball-Nationalelf spielte gegen Ungarn nur 1:1; die i -T-annschast schlug Luxemburg 2:1.

Durch einen 12:9-Sieg über Vlumenthal wurde Hannover 98 Niedersachscns Fußball- Gaumeister.

Aus dem Genfer Reitturnier gewann Deutsch­land den Preis der Nationen.

Hollands Hockey-Frauen wurden von Deutsch­land 1:2 besiegt.

Auf der Motorsportschule Hülsen übergab Vrigadesührer Uhde Motor - HJ. - Einheiten 59 Krafträder.