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VaLteiamitiche Tageszeitung
Nachrichtenbla» der Deutschen Arbeitsfront vremen
der Nationalsozialisten Bremens
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen
NS.-G°uv°rl-g Weser-Ems «. m. 'b. H?Br°m?n" S«r°^ / Spr7ch^
Nr. 51 / 8. Jahrgang
Das amtliche VerkünLungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg un d Vremen
Montag, 21. sebruar 1S58
Anzeigen-Grundpreis«: Ti« 22-mm,AeiIe im Anzeigenteil 12 die 7V-mm,Aeile im Textteil 7b Rps. Ermäßigte Grundpreise (iür kleine Familien-Anzeigen u. a > sowie sonstige Bedingungen Preisliste ii (Nachloßstaiiel <7,. Für Anzeigen durch iternsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich t2-I3 Uhr: Schriitleitung Dienstag und Freitag l2>/r—13>/> Uhr.
kinzelpreis 15 Npf.
stdolf stiller sprach im keichstag
das ganze deutsche Volk und ungeMIte Millionen im Husland lauschten in unermeßlicher Spannung
Sefchichtliche Stunde der deutschen Nation / Viele raufende verharrten vor der Krolloper / reftglan; durchströmte den Neichstag / ?4l Nbgeordente füllten den Sitzungsraum / Vollzählig vertreten war das diplomatische Korps Unbeschreibliche veifallskundgebungen durchtasten den Saal / Vegeifterter Jubel, endlose Keilrufe wechselten mit tiefer Ergriffenheit / Hermann Söring gab im Schlußwort den Sefühley deutfchlands Nusdruck
kine
denkwürdige Sitzung
'(vrsktbsricüt nvssrsr Ssrlivsr ScIirikUsitunZ)
rs. B erlin, 21. Februar
Der 2V. Februar 1838 ist zu einem der Tage geworden, die für immer in der deutschen Geschichte stehen werden. Der Führer legte vor dem ganzen deutschen Volke Rechenschaft ab über die Arbeit des deutschen Volkes und feiner Führung und gab das Ziel für den Marsch in die Zukunft. So wie in allen Gauen des Reiches waren im deutschen Oesterreich, im Sudetenland und überall dort, wo deutsche Menschen leben, Millionen um die Lautsprecher versammelt, um die Worte des Führers zu hören. »
Glutrot und klar steigt die Sonne über Berlin empor. Ein Tag von hi st arischer Größe bricht an und ruft schon in den frühen Morgenstunden des Sonntags Hunderttausende und dann gegen Mittag Millionen Berliner auf den Plan. Die Stadt der Arbeit hat ihr Festkleid an-
Mmistec kden zurückgetreten
London» 21. Februar.
Anthony Eden ist am Sonntagabend von seinem Posten als Außenminister zurückgetreten. Wie verlautet, sind bisher keine weiteren Rücktritte von Kabinettsmitgliedern erfolgt.
Schicksals st unden gewesen, gewaltige Augenblicke völkischen Erlebens. Auch jetzt wieder ahnt man beim Betreten des festlich geschmückten Raumes, daß ein großes gewaltiges Erlebnis bevorsteht. Die Spannung, die seit Tagen auf dem ganzen Voll lastet, findet hier, wo sich die berufenen Vertreter des Volkes versammelt haben, um vom Führer die neuen Parolen entgegenzunehmen, sichtbaren Ausdruck.
Die neue dekorative Ausstattung des Sitzungssaales erhöht die feierliche Stimmung. In strahlendes Scheinwerferlicht getaucht breitet der riesige goldene Adler seine Schwingen, eine gewaltige symbolische Verkörperung der Würde und der geistigen Autorität dieses Forums.
Die Spannung ist kurz vor Beginn der Sitzung auf den Höhepunkt gestiegen. Alle Abgeordneten haben ihre Sitze eingenommen. Bis auf den letzten Platz gedrängt sind die Zuschauer- und Pressetribünen gefüllt. In der Diplomatenloge haben fast sämtliche in Berlin akkreditierten Vertreter der ausländischen Mächte Platz genommen und auf den Bänken des Reichskabinetts sind nur noch 4 Plätze frei.
Plötzlich geht eine Bewegung durch den Saal. Spontan erheben sich die Versammelten von ihren Plätzen. Schweigend erheben sich die Arme dem Führer zum Gruß, der jetzt in Begleitung von Generalfeldmarschall Göring, Dr. Goebbels, Dr. Frick und Außenminister von
Ribbentrop durch die Mitte der Abgeordneten hindurchschreitet. Der o
NeichstaggprSfident veneralselSmarschall Söring
eröffnet die Sitzung mit folgenden Ausführungen: Die Sitzung ist eröffnet! Meine Herren Abgeordneten! Bevor wir in die Tagesordnung eintreten, wollen wir derjenigen gedenken, die seit der letzten Reichstagssitzung verstorben sind. Wir gedenken der Abgeordneten Hoenscher, Rompel, Holdinghausen, Homann, Schmid-Augsburg und Kling. — Sie haben sich zum ehrenden Andenken der Verstorbenen von den Sitzen erhoben. Ich danke Ihnen.
gelegt. Auf den Gesichtern der Menschen spiegelt sich die Spannung, mit der jeder nach den geschichtlichen Ereignissen der letzten Tage, die den deutschen Volksgenossen Oesterreichs neue Hoffnungen gaben, den Worten des Führers entgegenfiebert. Die Stadtbahnen, Untergrundbahnzüge und die Wagen der Straßenbahnen bringen Hunderttausende von Menschen in die Innenstadt. Endlos lange Ströme wälzen sich aus den Bahnhöfen heraus, verteilen sich auf sie weiten Straßenziiae zwischen Wilhelm-Platz und Krolloper und ballen sich gegen 12 Uhr mittags zu unübersehbaren Blocks zusammen, die den Abfährtsweg des Führers flankieren von der Reichskanzlei durch die Wil- helmstraße über die Straße Unter den Linden, unter dem Brandenburger Tor hinweg bis herüber zur Krolloper. 2m Halbrund um die hoch aufragende Siegessäule ziehen sich die Sperrketten d^r Leib- standarte, hinter denen Kopf an Kopf dichte Menschenmhuern der Anfahrt des Führers harren. Die SA., die Politischen Leiter und auch die Deutsche Arbeitsfront haben in allen Blocks und Zellen, in allen Ortsgruppen und Kreisen Gerne inschaftsempfänge angesetzt. Wahrend sich hier und in allen Wohnungen die Millionen Berliner um die Lautsprecher scharen, erreicht die Spannung der in den Straßen der Innenstadt harrenden Massen ihren Höhepunkt.
Die Banner des neuen Reiches wallen vorn Dach des Gebäudes der Krolloper goldbebandert bis tief zum Erdboden herab. Goldene Hoheitszeichen grüßen vom EingangSdach. Mit klingendem Spiel zieht eine Ehrenkompanie der Leibstandarte auf, schwenkt unter Heilrusen der Menge zackig ein und nimmt vor der Krolloper Aufstellung. Wagen auf Wagen fahrt nunmehr am. Eingangstor vor. Die fuhrerchen Männer unseres Volkes, Minister, Reichsleiter, Reichs- statthalter die führenden Offiziere unserer Wehrmacht die' Gauleiter der Partei und die übrigen Abgeordneten, sie all« werden bei ihrem Erscheinen von der Menge lebhaft Le- tzrüßt Dr 6-oeööeIs und Nud-ol^H H o ken ein Der Präsident des Deutschen Reichstages, Ministerpräsident Generalfeldmarschall E o r l n g, entsteigt unter Heilrusen der harrenden Massen seinem Wagen. Vom Tiergarten her dringen Jubel rufe zur Krolloper, die sich fortpflanzen rings um die Siegessäule herum: verfuhr er isteinaetrosfen und wird nun minutenlang begeistert begrüßt. Er schreitet die,<iront der Ehrenkompanie seiner Leibstandarte ab und ward unter den Heilrufen der Tausende von Hermann Göring in die Krolloper geleitet. ^ ,
Die Menschen strömen fetzt von der Ansahns- straße zu den Lautsprechern die auch in der Im nenstadt aufgestellt sind. Wenige Minuten nach dem Beginn der Fuhrerrede ist das Stadtbild, besonders in den Außenbezirken, wie verwandelt, die Straßen liegen völlig aus gestorben da. Kein'Wagen fährt, die Straßenbahnen find leer und selbst die Schutzpolizeibeamten sind von der Straße verschwunden. Alle Lokale aber sind gefüllt bis auf den letzten Platz. In jedem Haus tönt die Stimm« des Führers. Millionen Herzen hängen in diesen Stunden an den Worten Adolf Hitlers.
In der krolloper
Schon oft ist die Kroll-Oper in den letzten fünf Jahren Z e uge hast o r isch e r Stund en geworden. Der Reichstag des Dritten Reiches ist nicht die Schwatzbude der Systemzeit, sondern das Forum, vor dem der Führer die großen und entscheidenden Fragen der Nation dem Volk und der Welt vorzutragen pflegt. Diese Reichstage find
üas Wort hat der Mrer und keichskanzler
„Meine Abgeordneten! Männer des deutschen Reichstages! Ich weiß, daß Sie. und mit Ihnen das deutsche Volk es erwarteten, zur Feier des 5. Jahrestages unserer Machtübernahme zusammengerufen zu werden, um als die gewählten Vertreter des Reiches mit mir diesen für uns Nationalsozialisten erinnerungsschweren Beginn eines neuen geschichtlichen Aufstieges unseres Volkes zu feiern. Die Festsetzung der Einberufung des Reichstages auf den heutigen Tag erklärt sich aus zwei Gründen:
Erstens hielt ich es für richtig, eine Reihe personeller Veränderungen nicht vor, sondern nach dem 38. Januar vorzunehmen und zweitens schien es mir nötig, auf einem bestimmten Gebiet unserer auswärtigen Beziehungen vorher noch eine dringend notwendige Klärung herbeizuführen.
Denn Sie erwarten es alle mit Recht, daß an einem solchen Tage nicht nur ein Rückblick in die Vergangenheit, sondern auch ein'Ausblick in die Zukunft gegeben wird. Beides soll denn auch Aufgabe und Inhalt meiner heutigen Rede zu Ihnen sein. ^ .
Als mich am 38. Januar vor ö Jahren der Herr Reichspräsident Generalfeldmarschall von Hinden- burg um die Mittagsstunde mit der Kanzlerschaft und damit mit der Führung des Reiches betraute, war in den Augen von uns Nationalsozialisten eine Wendedes d e ut sch e n S ch i cks a l s an
gebrochen, Unseren Gegnern erschien dieser Vorgang vielleicht gleich den zahlreichen ähnlichen anderen, in denen ebenfalls ein Mann zum Reichskanzler ernannt worden war, der dann wenige Wochen oder Monate später seinem ungeduldigen Nachfolger Platz machen durfte! Was wir Nationalsozialisten als eine geschichtliche Stunde von einmaliger Bedeutung erlebten, erschien diesen anderen daher nur als zeitlich begrenzte Ablösung vorübergehender Erscheinungen, Wer hat nun, meine abgeordneten Männer, die Bedeutung dieser Stunde richtig erkannt?
Fünf Jahre sind seitdem vergangen, Ermächtigen uns die Erlebnisse dieser Zeit, ein Urteil abzugeben über die epochale Bedeutung der damaligen Stunde oder sind sie nur eine Bestätigung jener Auffassung unserer Gegner, die damals meinten, die Unzahl bisheriger deutscher Reichskabmette einfach durch ein weiteres vermehrt zu sehen? Wenn es im deutschen Volke keine andere Einigkeit gebe, dann würde wenigstens über einen geschichtlichen Vorgang heute nur eine Meinung vorhanden sein. Auch unsere Gegner von damals, sie werden es kaum mehr bestreiken:
Der Tag, an dem ich als Ches der größten deutschen Oppositionspartei in das Haus am Wilhelmplatz ging, und als Führer und Kanzler der Nation heraustrat, war ein
Wendetag in der öestMte unseres Volkes
als, jetzt und sür alle Zeiten. Alle sind ,,ch iber im klaren: Der 38. Januar 1933 wurde Abschluß einer Zeit und zum Beginn einer !N. So unbestritten, ja selbstverständlich ist
> Tatsache, daß man schon jetzt von einer deut- , Geschichte vor der Machtübernahme und r solchen nach der Machtübernahme spricht.
; ist nicht meine Absicht. Ihnen, meine Abgelten. heute ein Bild des chaotischen Zustan- ter Zeit vorder Machtübernahme zu entwe^ Sie ist den erwachsenen Zeitgenossen noch aft in Erinnerung, die heranwachsende Ju-
> aber würde auch trotz einer solchen Schilde-
> das damalige Deutschland kaum begreifen, wenige allgemeinere Ausführungen will ich Kennzeichnung dieser zurückliegenden tragi- i Epoche der Geschichte unseres Volkes machen, ach dem Zusammenbrach des alten Deutschen hes und insonderheit Preußens zu Beginn vergangenen Jahrhunderts erschien, von dem nderger Buchhändler Palm herausgegeben,
eindringliche und bemerkenswerte Schrift: utschland in seiner tiefsten Erniedrigung".
kleine Heft hatte einst so aufrüttelnd leutschen Landen gewirkt, daß sich Napoleon chloß, den Verfasser oder zumindest Herau-- >r erschießen zu lasten. Nach dem Ab- aen des großen Völkergeschehens verfielen h und Verfasser mehr oder weniger einer rlichen Vergessenheit. Ein neues D e u t- >s Reich war entstanden. Siegum- >en klarierten seine Fahnen über zahlreiche °e" der Ehre und des Ruhmes! Als ferne Erdung verblich der große Befreiungskrieg ae- äber den strahlenden Taten einer so großen selbstbewußten Gegenwart.
»am Ende eines gewaltigen und KchL RckgE t-n-r unfaßbar- Zusa.m-
menbruch, der nun mit einem Schlag das vor über 188 Jahren in der tiefsten Not des Vaterlandes geschriebene Werk auch unserer Zeit verständlich machte: „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung". Wir haben den erschütternden Inhalt dieses Bekenntnisses seit dem November 1918 alle selbst erlebt. Anderthalb Jahrzehnte lang lag über unserem Volk jene dumpfe Bedrückung der Folge des größten Zu- sammenbruches in unserer Geschichte. Nicht des Zusammenbruches unserer Heere und auch nicht desjenigen unserer Wirtschaft, sondern des Zusammenbruches unserer Haltung, unserer Ehre und unseres Volkes, und damit endlich unserer Freiheit.
15 Jahre lang waren wir das willen- und hilflose Objekt einer internationalen Vergewaltigung, die, während sie im Namen demokratischer Ideale von Humanität redet, die unbarmherzigste Zuchtrute eines wahrhaft sadistischen Egoismus auf unser Volk niederschlagen ließ. In dieser Zeit unserer Erniedrigung und unserer Not begann sich der forschende Geist mit den Ursachen dieses Geschehens zu beschäftigen.
Aus tausend Vorgängen der Vergangenheit und Gegenwart bildete sich langsam eine bestimmte Einsicht. Was im Reichtum der Friedensjahre vielleicht als unsinnig verlacht oder zumindest mißverstanden worden wäre, wurde nun im Zwange der Not aus Erkenntnissen ein Wissen und damit zum
Aaubensyul zahlreicher bester Veutscher
Eine tiefernste Priisung der Grundlagen unseres geschichtlichen Seins, der Gesetze unserer Entstehung und unserer Entwicklung, der Ursachen
unseres Ausstiegs und unseres Verfalls und damit der Voraussetzungen sür eine neue deutsche Erhebung setzte ein.
Es kam zur Scheidung der Geister in unserem Volke. Denn wie immer zog der politische Zusammenbruch einen wirtschaftlichen nach sich. Indem aber der nur wirtschaftlich orientierte Bürger in ihm das Wesen unseres Unglückes an sich sah, entfernte er sich immer mehr von jenen Kämpfern, die über die wirtschaftliche Not hinweg die größere politische und moralische empfanden..
Aus ihren Reihen aber allein konnte die Rettung Deutschlands kommen. Sie stellten einer beschränkten bürgerlichen Parole der Staatsrettung durch die Wirtschaft die Staats- und Wirtschaftsrettung durch die innere und äußere Erhebung des Volkes entgegen.
Vielleicht zum ersten Male in der Geschichte Deutschlands fiel in dieser Zeit der Blick sehender Deutscher nicht mehr auf den Staat oder gar auf die Wirtschaft als den wesentlichsten Erscheinungen und Funktionen menschlichen Daseins, sondern auf dasSein und Wesen der ewigen Substanz, die der Träger des Staates und damit selbstverständlich auch der Wirtschaft ist. Ueber die politischen und wirtschaftlichen Ideale vergangener Zeiten erhob sich damit bestimmend ein neues: das Völkische.
Zum ersten Male ergab sich nun die Voraussetzung für eine wahrhaft unabhängige souverän« Prüfung der wirklichen Ursachen unseres Verfalls sowohl als auch des tatsächlichen Zustandes unserer Lage. Alle jene Bindungen, die in früheren Zeiten den sicheren. Blick in die nationalen Notwendigkeiten zu trügen, verwirren und zu lähmen vermochten, verloren von jetzt ab ihren Einfluß und damit ihre Bedeutung. Dynastische, konssssionelle, parteimäßige sowohl als staatlich formalistische Vorstellungen verblaßten angesichts der Erkenntnis des Wesens der blut- bestlminten und blutgebundensn Substanz als dem Träger alles volklichen Lebens. Was auch dem einzelnen als letzte äußerliche Ursache des Zusammenbruches gelten konnte, das unbestreitbare
Verlagen der obersten Führung
besonders in der Stunde der größten Not, und damit stärkster Anforderungen, die ersichtliche Schwäche der inneren Organisation unseres staatlichen Lebens, die seelenlose Verbürokratisierung rnserer Verwaltung, der behauptete Zuiammen- bruch der Nerven einzelner Männer oder die wahnsinnige Verblendung breiter Massen, es trat dies alles zurück gegenüber der tieferen Erkenntnis, daß diese Schwächen höchstens äußere Symptome waren. Denn ihnen stand gegenüber die erschütternde Tatsache, daß 1, das deutsche Volk als solches überhaupt unfertig und daß 2, auch sein Staat unvollendet geblieben waren.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Kechenschaft und Zielsetzung
I. L. v. Bremen, 21. Februar.
Leistungen gigantischen Ausmaßes hat der Führer mit seinem Volke im neuen Deutschland geschaffen. Darum lohnt es sich auch, inmitten unermüdlichen Vorwärtsstvsbeus und rastlosen Weiterarbertens von Zeit zu Zeit einen Blick zurückzuwerfen auf dre Wegstrecke, die eine disziplinierte Nation Mit ihrem Führer bewältigte. Darum lohnst es sich zu überblicken die Ergebnisse gemeinsam verrichteter Werke, und die schier unglaubliche, einfach märchenhafte Entwicklung Deutschlands, die ihren Ausgang am 30. Januar 1933 nahm.
Nicht nur, daß sich ein Rückblick lohnt, weil er dem deutschen Volke stolzes Selbstbewußtsein und frohen Mut zur Bewältigung der noch vor ihm liegenden Aufgaben gibt, sondern er ist geradezu notwendig, weil sonst im Dränge des Alltags allzu leicht vergessen wird, wie ungeheuerlich die Größe des Erreichten ist und wie vielfältig auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens sich die Erfolge einer an sich ganz kurzen, einer nur fünfjährigen nationalsozialistischen Staatsführung darstellen.
Will jemand leugnen, daß er nicht überrascht und begeistert zugleich die schier endlose Aufzählung ganz nüchterner Zahlen und Tatsachen vernahm, die einen Teil der Führerrede ausmachten? Will jemand leugnen, daß er — selbst wenn er im beruflichen Leben mit den statistischen Ziffern unserer wirtschaftlichen, sozialpolitischen und kulturellen Verhältnisse vertraut wurde — in ständig steigender, ja, in ehrfürchtiger Bewunderung aus dem Munde des Führers die Bergleichs- ziffern vernahm, die ein so lebendiges Bild sowohl von dem wirtschaftlichen Aufstieg der Gesamtheit des Volkes, als von dem steigenden Wohlergehen des einzelnen Schassenden gaben?
In steilen Kurven bewegen sich die Zahlen unserer Wirtschaftsstatistik in fast steilerer noch die unserer sozialen Fürsorgetätigkeit. Wohnungsbau, Gesundheitsfürsorge, Tarif- und Urlaubsregelung, Schönheit der Arbeit, Freizeitgestaltung, das Volksbildungswerk, die sportliche Betreuung des Arbeiters, nicht zuletzt die Organisation von Kraft durch Freude und die Ergebnisse des Winterhilfs- werkes, ferner die Zahl der Theater, Kinos, und vor allem auch der Rundfunkteilnehmer, alles, alles bewegt sich in ganz außerordentlich stark aufwärts steigender Linie und niemals konnte ein Staatsoberhaupt mit mehr Berechtigung und mit mehr Stolz an die Welt die Frage stellen: wann ist jemals fürdenArbeitermehrgeschehen?
Daß bei solcher Entwicklung der Verhältnisse auch die Geburtenzahl seit 1933 nicht stehenblieb, sondern sich um rund 30 Prozent gesteigert hat, das kann vollends der Führer als die ganz unmittelbare Auswirkung des höchsten und unerschütterlichen Vertrauens seines Volkes in seine Person buchen, das kann er als Ausfluß eines felsenfesten Glaubens an seine Berkündung einer schönen Zukunft Deutschlands verzeichnen.
War des Führers bis ins einzelne gehende Rechenschaftsbericht über das, was er bei der Staatsführung innerhalb eines kleinen halben Jahrzehnts geleistet hat, gut für die Gedächtnisauffrischung von Millionen deutscher Volksgenossen, so war dieser Rechenschaftsbericht nicht weniger bedeutsam für das Ausland, dem ein verantwortungsloser Klüngel jüdischer oder judenhöriger Iourna-
Unsvr Jagvsspivgsl
Die ganze Welt stand gestern im Banne der historischen Erklärungen des Führers.
Der englische Außenminister Eden ist zurückgetreten.
In der Zeitung „Doriots" schildert ein Franzose voll Begeisterung das deutsche Aufbau- werk.
Auch Bremen stand gestern ganz im Zeichen der Führerrede.
Deutschlands Ringer-Nationalstaffel kam in Krakau und Königshütte zu zwei eindeutigen 7:8-Siegen. 7
Auch am zweiten Tag der NS.-Winter-Kampf- spiele siegte die SA.-Ernppe Hochland.
Die Eaugruppcnmcisterschaften im Turnen wurden in Bremen zu einem vollen Erfolg.
Bei den Eishockcqweltmeistcrschasten in Prag belegte Deutschland den 4. Platz.