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(20/02/1938) Nr. 50
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Veraschen flrdeitsftont vremen

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Nr. 50 / S. Iatzrgang

flmtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Vremen

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Sonntag, 20. Februar 1SSS

Anzcigen-Grundpreise: Tie rL-mm-Aeile tm Anzeigenteil 12 die 70-mio-sseile im Textteil 7b Rps. Ermäßigte Grundpreise ssür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 tNachlaßstassel <7,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 1L-1S Uhr: Tchristleitung Dienstag und Freitag 12>/>1S>/, Uhr.

kinzelpreis 15 Npf.

Indien sagt kngland den Kampf an

flllindifcher Kongreß in karipur fordert leiden­schaftlich die völlige Los fang vom kmpire

Ztl0 000 Menschen von Subtzas Vase sanatisiert / trotz ficht und Sann in dervambusftadt" erschienen / das kndziel: die völlige sreitzeit Indiens / der flbstieg droßbritanniens auch in Indien erkannt

London. 2«. Februar.

In Haripur wurde Sonnabend die 51. Iahrestagung des Indischen National- kongresses eröffnet, dem im Hinblick auf die vor wenigen Tagen ausgebrochene Verfassungskrise erhöhte Bedeutung beigemessen wird. Besondere Beachtung verdient auch die Tatsache, daß der radikale indische Freiheitskämpfer Subhas Böse, der früher von England in Acht und Bann erklärt wurde und englischen Boden bis vor kurzem nicht betreten durfte, der neue Präsident des Allindischey Kongresses ist. Böse eröffnete den Nationalkongretz mit einer großen Rede, in der er sich leidenschaftlich für ein freies Indien einsetzte.

Das Endziel unseres Vormarsches", so erklärte er,wird die Loslösung aus dem britischen Reiche sein. Wen« sich diese Trennung vollzieht und keine Spur von britischer Vorherrschaft mehr übrig geblieben ist, dann werden wir uns vielleicht in der Lage sehen, unsere zukünftigen Beziehungen mit Großbritannien durch ein von beiden Seiten freiwillig eingegangenes Bündnis «er z» ge­stalten."

Die Entwicklung der Beziehungen werde aber zu einem großen Teil vom britischen Volke selbst abhängen. Er sei sehr von der Haltung de Wale ras beeindruckt. Mit dem Prä­sidenten von Irland wünsche er auch zu sagen, daß Indien keine feindlichenGefühle gegen das englische Volk selbst hege. Zndien bekämpfe aber Großbritannien als Weltmacht. Es sei bekannt, daß Großbritannien auf dem Grundsatz aufgebaut sei: Oivicks st impsi-s, Teile und

herrsche. Dasselbe Prinzip der Teilung spiegele sich, wenn auch in anderer Form. in der neuen indischen Verfassung wider. Wenn Iruch diese Ver­fassung vom indischen Volke endgültig abge­lehnt worden sei. so zweifle er doch nicht daran, daß Großbritannien ein anderes System zur Zer­stückelung Indiens ersinnen werde. Jede von Whitehall ausgearbeitete Verfassung müsse daher mit der allergrößten Vorsicht geprüft werden.

Im britischen Empire herrsche zurzeit an vie­len Stellen Hochspannung. Im äußersten Westen gäre es in Irland, im Osten, in Indien, Palä­stina und Aegypten. Im Hintergrund dieser Un­ruheherde stehe Sowjetrußland. Wie lange könne Großbritannien noch all diesem Druck wider­stehen? Es könne sich kaum noch die Beherrscherin der Meere nennen. Der Abstieg Großbritanniens als Empire werde durch einen neuen hervor­stechenden Faktor der Weltgeschichte herbeigeführt

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werden, nämlich durch die Luftwaffe. Der Präsi­dent schloß mit einem Aufruf an die Kongreß­mitglieder, nach Zusammenfassung aller Kräfte in einem Massenangriff für die indische Unab­hängigkeit und die Freiheit der politischen Ge­fangenen zu kämpfen.

Der Nationalkongreß hat der Stadt Haripur ein völlig neues Gesicht gegeben. Um die aus ganz Italien herbeiströmenden Menschenmengen unter­bringen zu können, ist eine neue Stadt, die Vam- bus-Tity, gebaut worden, die 300000 Men­schen beherbergen kann. Zur Versorgung der Mas­sen wurden ganze landwirtschaftliche Betriebe an Ort und Stelle geschaffen, so eine Musterfarm mit 500 Kühen. Speisehallen wurden errichtet. Quellen gebohrt und Lichtleitungen gelegt. ,

Schlachtschiffe über 42 000 lonnen

Die Größe der geplanten Bauten Englands . London, 20. Februar.

Der Flottenkorrespondent der Londoner Zeitung Daliy Telegraph" teilt mit, daß die Schlachtschiffe, di« England in diesem Jahr aus Kiel lege, die 42 Ovü-Tonnen-Greilze überschreiten werden. Dem- entsprechende Pläne feien bereits ausgearbeitet. Es bestehe Grund zur Annahme, daß die künftigen amerikanischen und französischen Schlachtschiffe ebenfalls größer als 40 000 Tonnen fein würden. Das Blatt erklärt, daß demgegenüber die übrigen Einschränkungsklaüseln des Londoner Flotten- vertrages, die sich auf die Kreuzerklasse und die Flugzeugmutterschiffe beziehe», weiterhin als in Kraft betrachtet würden, es sei denn. daß Japan hinsichtlich dieser Schiffskätegorien eine Ab­änderung verursache.

Im Leitartikel meint das Blatt, wenn diese Tal>ach^,aucki eine unangenehme Entwicklung dar­stelle. so sei dieser Entschluß Englands doch eine Notwendigkeit: die Unterzeichner des Lon­doner Flottenoertrages könnten es sich nicht er­lauben. ins Hintertreffen zu geraten.

Sem Schuß ins Senich zuvorgekommen

Bilbao, 20. Februar.

Nach einer aus Barcelona eingetroffencn Mit­teilung hat der sowjetrussische Generalkonsul in Tarragona. Kogan. Selbstmord verübt. Kogan war von Agenten der GPU. aufgesucht worden, die ihm die Mitteilung überbrachten, umgehend in besonderer Mission" nach Moskau abreisen zu müssen. Für die Abreise war ihm nur eine kurze Frist gesetzt worden. Der 'Abtransport Kogans sollte auf einem sowjetrussifchen Schiff vor­genommen werden. Kogan, der offensichtlich be­fürchtete, daß er in Moskau für leine gute Be­kanntschaft mit dem bisherigen sowjetrussifchen Geschäftsträger in Bukarest, Vudenko, büßen sollte, wollte zunächst die kurze Frist zur Abreise zur Flucht benutzen. Als er dazu keine Möglich­keit sah, erschoß er sich, um dem ihn erwartenden Schuß ins Genick zuvorzukommen.

französisches Kriegsschiff angegriffen

Paris, 20. Februar.

In der Nähe des Cap Cerbere ist das fran­zösische KriegsschiffLa Cordcllerie" Gegenstand eines sowjetspanischen Angriffes geworden. Es wurde von einem bolschewistischen Flugzeug zwei­mal mit Bomben beworfen, die jedoch fehlgingen. Das französische Kriegsschiff befand sich zu dieser Zeit in französischen Hoheitsgcwüssern und steuerte auf Port Vendres zu.

Prag überkragt Sie fichrer-Nede

(Orabtbsricbt unseres krsgsr Vertreters)

- tg. Prag, 20. Februar.

Wegen der außerordentlichen Bedeutung der heutigen Reichstagsrede des Führers haben sich die zuständigen Stellen Prags entschlossen, die Rede Adolf Hitlers zu übernehmen und sie über den Sender Liblitc zu verbreiten. Diese Nachricht hat völlig llberraschi und wird von der gesamten fudetendeutschen Bevölkerung mit großer

Freude aufgenommen^ Es geschieht zum ersten Male daß eine Rede des Führers vor dem Deut­schen Reichsiag von tschechischen Stationen ge­sendet wird. Nicht nur die tschechisch« Oeftentlich- keit. sondern auch die Präger Regierungsstellen sehen der Rede Adolf Hitlers mit der größten Spannung entgegen.

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s. L. O. Bremen, 20. Februar.

In unverhohlener Spannung sieht die Welt den für, heute angekündigten. Erklä­rungen des Führers im Deutschen Reichstag entgegen. Weiß sie doch sehr gut, wie solche Erklärungen Adolf Hitlers stets Meilensteine seiner geradlinigen deutschen Politik zu sein pflegen; Meilensteine, die oft gleichzeitig Marksteine auf dem Wege zu entscheidenden Wendungen der europäischen (sprich Ver- sailler) Ordnung gewesen sind. Die jüngsten deutsch-österreichischen Vereinbarungen, de­ren geschichtliche Bedeutung keinen Augen­blick verkannt werden konnte, hat bei den­jenigen, die es nicht zu verwinden vermögen, daß Deutschland sich nicht mehr unter ihrer Vormundschaft befindet, reichlich Anlaß zum Raten und Raunen gegeben. Was soll nun weiter zwischen Deutschland und Oesterreich werden? So fragt man sich ohne Unterlaß an der Seine und Themse. Eine scharfmache­rische Presse in Frankreich und England, sattsam bekannt aus ihren Auslassungen gegen Deutschland in allen Fragen, die deutsches Streben und deutsches Selbst­bestimmungsrecht berühren,, konnte sich nach der ersten Ueberraschung über die Begeg­nung in Berchtesgaden nicht enthalten, über die Auswirkungen dieser Begegnung und über das Berchtesgadener Abkommen die einfältigsten Dinge zu orakeln. Es sollte Italien mit den Berchtesgadener Abmachun­gen nicht einverstanden sein. Man sollte in London, man sollte in Paris auf dem Sprunge stehen, wider das neue deutsch-öster­reichische Verhältnis Protest zu erheben. Ja, die Front von Stresa, längst verblichen und begraben, sollte wieder so hieß es neu erstehen, um dem Werden einer deutsch-öster­reichischen nationalen Gemeinschaft (wie sie der Geschichte und dem Gelamtinteresse des deutschen Volkes entspricht) Einhalt zu ge­bieten. Schade nur, daß Italien sich den einstigen Brudern von Stresa versagt, weil die Berchtesgadener Zusammenkunft und

ihre Abmachungen ganz auf der Linie der Achse RomBerlin liegen. Schade, daß man sich. ebenso in.Wien wie in Berlin auf den Standpunkt stellt, daß das Verhandeln zwischen beiden deutschen Regierungen eine ausschließlich deutsche Sache ist, die niemand etwas angeht, sowenig wie etwa englisch­irische Verhandlungen jemals andere Staa­ten Europas etwas angehen könnten.

Es steht uns nicht an, den Erklärungen des Führers vorzugreifen; es wäre wohl auch verlorene Mühe, wollten wir nur annähernd versuchen, solche Formulierungen zu fin­den, wie sie der Führer so meisterhaft zu prägen pflegt, wenn er Uebergrisfsversuche des Auslandes m deutsche Angelegenheiten zurückzuweisen wünscht. Wir möchten nur das eine sagen, daß die geradezu instinkt­lose Haltung der Auslandspresse eine Haltung, die ja im wesentlichen von den ent­sprechenden Regierungen beeinflußt ist

Unser Va<gesspieNel

Die nationalspanischen Truppen bei Terucl stehen vor dem Durchbruch nach Osten. Budenko hat aus Bukarest bedeutsame, die Sowjets belastende Dokumente mitgenommen.

England wird Schlachtschiffe über 42 000 To. bauen.

storpssiihrcr Hühnlein ehrte die Deutschen Meister 1937 und die Europameister. Staatssekretär Reinhardt verkündete eine erhebliche Erweiterung der Kinderbeihilfe. DerMann ohne Gedächtnis", um dessen Identifizierung sich die Bremer Kriminal­polizei seit Oktober 1937 bemüht, ist jetzt end­gültig erkannt worden.

Der Arbeitsjubilar Hermann Bogt wurde mit dem goldenen Trcudienstchrenzeichen aus­gezeichnet.

In einer Pressekonferenz betonte Senator Flohr, daß die bremischen Finanzen gesund seien.