Ausgabe 
(17.2.1938) Nr. 47
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der uationa

parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblau der Deutschen flrbeitsftont Bremen

lalisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Lreien Hansestadt Bremen

Vas amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 47 / S. Jahrgang

Donnerstag, 17. sebruar 1S5S

kinzelpreis 15 Npf.

Wann will kuropa endlich erwachen l Dokumente von aufrüttelnder bemalt

vudenko den küfchern entgangen

Schilderung der flucht nach Italien / Interview mit „Siornale d Italia" / Moskauer Kgenten in der Sesandtschast/Mchtbefolgung eines Neise- befekls rettete das Leben / frau und Kind in den Künden der Würger

Rom, 17. Februar

Der frühere sowjstrussische Geschäftsträger in Bukarest, Budenko, der vor einiger Zeit überraschend aus der rumänischen Hauptstadt verschwunden war, und von dem allgemein angenommen wurde, daß er mit den üblichen Methoden der GPU. nach Sowjetrutzland verschleppt und ermordet worden - sei, ist aus Rumänien geflohen, um den Zugriffen Moskaus zu entgehen. Budenko hat Zuflucht in Rom gefunden. Das „Giornale d'Italia ver­öffentlicht ein ausführliches Interview über seine Flucht.

Vudenckoschildert ausführlich, .wie er deirGPU.- Häschern, die sich bereits in der Buka'rester Sowjetgosandtschaft eingenistet hatten, entflohen ist. Er teilte mit, daß er von Anfang an in Bukarest das Gefühl hatte, aufs schärfste von Agenten der GPU. überwacht zu werden. Auch habe' er erfahren, daß man in Moskau über seine Ver­gangenheit Nachforschungen angestellt und entdeckt hatte, daß er im Älter von 14 Jahren an einer nationalistischen Erhebung teilgenommen hatte, als die Wrangel-Armee ihren Vormarsch in Süd- rußland unternahm.

Vergeblich habe er in Bukar-est auf seine Frau und sein sechsjähriges Töchterchen gewartet. Schließlich habe er erfahren, daß man sie in Leningrad zurückhalte und nicht abreisen lasse. Heute seien sie sicherlich verhaftet.

Er habe den bestimmten Eindruck gehabt, daß sein Leben in Gefahr sei. Am 4. Februar, dem Tage vor der Abreise des sowjetrussischen Gesandten Ostrowski aus Bukarest, sei aus Wien

ein verdächtiges Subjekt

in Bukarest eingetroffen, das in der Sowjetge- sandtschaft Wohnung nahm und sich im dritten Stock völlig abschloß. Niemand habe ihm sagen können, warum dieses Subjekt nach Bukarest ge

bereits in der Gesandtschaft wohnten, ihn ge­rufen und dreimal von ihm dringend verlangt, daß er in Begleitung der Agenten Bukarest verlasse und sich nach Sinaja begebe. Dieses Ansinnen habe er abgelehnt mit der Begründung, daß er sich nicht wohl fühl«. Die Agenten bestanden jedoch dringend auf der Befolgung ihrer Forderung. Darauf habe er das Gespräch auf leinen Chauffeur gebracht. Man habe ihm jedoch gesagt, daß dieser nicht nötig sei, da der Mann, der aus Wien gekommen sei, ein sehr guter Kraft­fahrer sei.

„Aus all dem entnahm ich, datz man mir eine Falle stellen wollte, um mich zu ermorden oder zu verschleppen. Daraufhin habe ich am 8. Februar die Sowjetgesandtschaft verlassen; aber erst am 1V. Februar bin ich von Bukarest abgereist, wo ich mich vier Tage lang verborgen hielt, bis ich dann schließlich die Grenze überschreiten konnte."

Ueber sein Leben schreibt Vudenko folgendes: „Nach dem Besuch verschiedener Hochschulkurse habe ich mich der Literatur un ddem Journa­lismus zugewandt. Aber das immer grausamere und unruhigere Leben in Sowjetrutzland hat in mir den

Wunsch nach einer flucht

wachgerufen. Ich habe eingesehen, daß ich jedoch Sowjetrutzland in meiner Eigenschaft als Literat niemals hätte. verlassen können. Ich habe mich deshalb auf die diplomatische Laufbahn vor­bereitet. Im Jahre 1935 bin ich deshalb in die Höhere Diplomatenschule eingetreten. Als ich die Schule verlieh, wurde mir als erster Posten eure Stelle im sowjetrussischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung anvertraut.

Der Kontakt mit der Kultur der europäische» Völker war für mich eine Offenbarung. Ich habe festgestellt, dah alle jm sowjetrussischen Pavillon ausgestellten Statistiken über „die großen kommu­nistischen Verwirklichungen" Fälschungen waren, die in keiner Weise die tatsächliche Lage in Sowjetrußland wiedergeben. Ich habe den großen Abgrund ermessen, der die Welt der Kultur und der Lebenden vom Lande der Barbarei und der llnwirklichkeit scheidet, zu dem Sowjetrutzland geworden ist. Diese tiefen Eindrücke, die

mein Henken und füllten völlig gewandelt

haben, haben sich noch auf meinen Reisen in Polen, Deutschland und Belgien gewaltig ge­

steigert. Von Paris bin ich nach Moskau gerufen worden, um als Geschäftsträger zur Leitung der sowjetrussischen Gesandtschaft in Bukarest vor­bereitet zu werden für den Fall, daß der Gesandte Ostrowski die rumänische Hauptstadt verlassen würde. In Rumänien habe ich festgestellt, daß das Land, das in Sowjetrußland als „das verfluchte Land des Faschismus" bezeichnet wird, ruhiger, besser und zufriedener lebte als das sowjetrussischs „Paradies". Kaum war ich in Bukarest ange­kommen, hatte ich das deutliche Gefühl, auss schärfste von sowjetrussischen Agenten der GPU. überwacht und wie in einem eisernen Kreis ein­geschlossen zu sein.

Nach kstland geflüchtet

Um keinen Preis nach Sowjetrutzland zurück Reoal, 17. Februar.

Im Kreise Werro in Südostestland landete ein sowjetruffisches zweisitziges Flugzeug. Die beiden Insassen, ein 24jähriger Oberleutnant und ein 20jähriger Leutnant, erklärten, das Flugzeug ge­höre dem Aeroolub in Losä, wo der Oberleutnant Leiter der örtlichen Gruppe des „Ossoaviachim" und der Leutnant Vorsitzender des Aeroklubs ge­wesen wären.

Sie hätten das Flugzeug zur Flucht aus Sowjetrußland benutzt in der Meinung, bedroht zu sein. Ihre Eltern seien als „Schädlinge" nach dem Ural verschickt worden, und sie selbst hätten befürchtet, der augenblicklich in Gang besind- lichen „Säuberungsaktion" innerhalb der sowjet­russischen Luftwaffe zum Opfer zu fallen.

Bei, der Ueberfliegung der Grenze . sei das Flugzeug von der sowjetrussischen Grenzwache beschossen worden, ohne jedoch getroffen zu werden. Nach Sowjetrutzland wollten sie um keinen Preis zurück. Sie hofften vielmehr, als politische Flüchtlinge nicht ausgeliefert zu werden, um so mehr, als zwischen Estland und Sowjetrutzland kein Auslieferungsvertrag bestehe.

Moskaus Hefte lüftet ;um krieg

Belgische Pressestimmen zu Stalins Brief Brüssel, l7. Februar.

Der Brief Stalins in der „Prawda". in dem der Bolschewistenchef die Weltrevolution verherr­licht, hat auch in der belgischen Presse starke Be­achtung gefunden. Die Zeitung „Vingtieme Siecle" schreibt, der Brief Stalins komme bei­nahe einer Kriegserklärung gleich. Stalin kehre heute zu der trotzkistischen Doktrin von der kommunistischen Ervansion zurück. um, derentwillen noch vor kurzem so viele sowjstrussische Häupt­linge mit unglaublicher Wildheit hingerichtet wurden Es iei wirklich erstaunlich, daß man an­gesichts dieser Umstände Sem Genossen Litwinow- Finkelstein noch erlaube, aus die Genfer Tribüne zu steigen und der Welt Moral u-nd Ehren­haftigkeit zu predigen.

Die führende flämische Zeitung „Standaard er­klärt die Aeußerungen Stalins stellten keine llcbcrra'chuna dar. Trotz der Friedenscrklärnnqen der S"i">-!!>iiuvtlinge und trotz aller ihrer Ver­suche ich als echte Friedensanhänger auszu- !viel<">, bleiben wir überzeugt daß Sowjetruß­laub di- Weltrevolution und einen neuen Welt- krieo vorbereitet. Die Ereignisse in S-m'nen und auch in China sind sprechende Beweise nir alle diejenigen, die etwa noch daran zweifeln. Das Schlagwort von dem Kamps der Demokratien gegen den internationalen Faschismus, das auch von dem Leiter der belgischen Sozialdemokraten. Vandervelde. gebraucht wird. ist von Sowjetruß­land geprägt und dient der Vorbereitung eines neuen Krieges mit Kanonen. Maschinengewehren und Bombenflugzeugen Wann werden alle Völker das einsehen?

Sons vsulseklancl kört cl«n kükrsr

äitrung clss sislcsirtogss am äormtag, 13 Osir Berlin, 17. Februar.

Der Präsident des Deutschen Reichs­tages, Generalfeldmarschall Gering, hat den Reichstag auf Sonntag, den 20. Fe­bruar, mittags 13 !lhr, einberufen- Auf der Tagesordnung steht die Entgegennahme einer Erklärung der Neichsregierung-

Der Reichspropagandaleiter der NS- DAP. Dr. Goebbels gibt bekannt: „Am 20. Februar, mittags um 13 !lhr, spricht der Führer zum Deutschen Reichstag «nd damit zum deutschen Volk und zur Welt. Alle Deutschen werden während der Rede des Führers am Lautsprecher versammelt sein. Wer zu Hause nicht die Möglichkeit hat, die Aebertragung der Rede des Füh­rers zu hören, dem wird in Sälen und Gäststätten dazu Gelegenheit gegeben. Die Gau- und Kreispropagandaleitungen der NSDAP. haben hierfür, alle Vorbereitun­gen getroffen."

Für Sonnabend abend hat der Führer der Neichstagsfraktion der NSDAP., Neichsleiter Dr. Frick, die Abgeordneten des Deutschen Reichstages zu einem Ka­meradschaftsabend in das Berliner Schloß eingeladen.

kuropa erwache!

* Bremen, 17. Februar

Die sowjethörige jüdische Auslandspresse stolpert von einer Blamage zür anderen. Kaum, daß ihre Hetztiraden über angebliche Unruhen in Deutschland Lügen gestraft wur­den, kaum, daß ihr Triumphgeheul über einen Mißerfolg des Führers' bei seinen Verhandlungen mit dem österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg ins Gegenteil umschlug, kommt schon für sie die dritte ver­nichtende Niederlage mit der Nachricht von dem Auftauchen des rumänischen Sowjet­geschäftsträgers Budenko in Rom.

Was war es doch, was die famosem Jour­naille in London, Paris, Newyork und an­deren Städten der Welt an sensationellen Erklärungen über Budenkos rätselhaftes Verschwinden von sich zu geben wußte? Von faschistischen oder deutschen Agenten sollte er ermord.et worden sein; und Moskau ent­blödete sich nicht, eine unverschämte Note nach Bukarest zu richten, worin Aufklärung verlangt wurde über den von faschistischen Geheimagenten „verschleppten", „gefolter­ten" und „ermordeten" sowjetrussischen Ge­schäftsträger.

Er ist weder verschleppt, gefoltert oder ermordet worden, der bisherige sowjet- russische Geschäftsträger. Aber nur darum nicht, weil er rechtzeitig und mit vielem Glück sich den von Moskau gedungenen Häschern zu entziehen verstand. So, — und nur so — entging er dem Schicksal des so­eben erschossenen sowjetrussischen Gesandten Podolski aus Kowno und anderer von Moskau zurückgerufener Diplomaten, deren Schicksal geschickt von den Sowjets in Dunkelheit gehüllt ist (die aber bestimmt nicht mehr unter den Lebenden weilen).

Budenko hat den Weg zur Rettung durch die Flucht gefunden, ähnlich wie der sowjet- russische Geschäftsträger in Athen, ähnlich wie der sowjetrussische Botschaftsrat in Paris. Ob -auch Botschafter Darian und Botschaftsrat Wtngrado in Warschau geflüchtet oder ob der Berliner Botschafter Zurenew und viele an­dere seiner Kollegen in die Hände der So­wjets und damit des sicheren Todes sielen, ist ja immer noch nicht geklärt.

Klar und unerbittlich aber erhebt sich di' Frage, ob man ein Land politisch und diplv malisch überhaupt noch gelten lassen kam' wv beamtete Vertreter scharenwest" -

(Fortsetzung auf Seite 2i

Dramatische flbsage an Moskau

Vas klend der Drbeiler im „Drbetterparadies" Kaganowttsch und seine luden beherrschen alles Vas große Morden in der Ukraine / brausame und verlogene Ironie/Dugenzeugenbericht über die Mesenpra;esse

Rom, 17. Februar

In der halbamtlichen italienischen Zeitung „Giornale d'Italia" gibt der frühere sowjetrussische Geschäftsträger in Bukarest Budenko ein eingehendes Bild über die wahren Zustände in Sowjetrutzland und die katastrophale Lage im sogenannten „Arbeiterparadies". Er betont einleitend, datz trotz der Mangel des Regimes das Leben im alten zaristischen Rutzland in dieser Hinsicht bei weitem besser gewesen sei. Budenko berichtet dann ausführlich über die heutigen Mitzstiinde in Sowjetrutzland, indem er schreibt:

nen angeblichen Ideale ins Gegenteil verkehrt und entwertet und es sich herausnimmt, das Reich der Barbarei, des Krieges und der gegenseitigen Vernichtung auf die ganze Welt zu übertragen.

Die Kenntnis der bolschewistischen Revolution in Rußland, die ich 25 Jahre lang verfolgt und beobachtet habe, hat mich von der Vergänglich­keit und Falschheit der bolschewistischen Ideolo­gien überzeugt, wenn sie auf das praktische täg­liche Leben angewandt werden. Ich bin über­gegangen zu der Welt der wahren Kultur, der Zivilisation und der Gerechtigkeit, die entschlossen ist, alle ihre Kräfte zur Verteilung des Fort­schrittes der Menschheit einzusetzen."

^)er Bolschewismus hat nicht nur seine Ver­sprechungen nicht gehalten, sondern auch das Land „in die schlimmste Knechtschaft geführt, die die Ge­schichte der Menschheit je gekannt hat." Der Bolschewismus habe jegliche Eigentumsrechte an Grund und Boden abgeschafft, jede persönliche Initiative aufgehoben. Die Bolschewisten haben den Arbeitern versprochen, ihnen die Fabriken und Werke auszuliefern und sie zu den Herren der Lage zu machen. „In Wirklichkeit hat der russische Aroeirerstand noch niemals solche Entbehrungen erdulden müssen wie jetzt in der sogenannte» Epoche der Sozialisierung." An Stelle der „Kapitalisten" wurde eine neue Bourgeoisie ge­bildet, die fast zu 188 Prozent aus Juden besteht und die sich der besonderen Protektion des engsten Beraters von Stalin, des Juden Lazarus Kagano- witsch erfreut. Alle großen Fabriken, die Kriegs­industrie, der Handel und Kleinhandel sind völlig in jüdischen Händen, während der Arbeiterstans nur in der theoretischen Abstraktion als „Herr der Wirtschaft" vorhanden ist.

Nach einer Darlegung der ungemein schlech­ten Einkommensverhaltnis s e der Ardeitermassen schildert Budenko dann die Lage der unterdrückten Nationalitäten in Sowjet­rutzland. insbesondere in der Ukraine die ein blühender, fruchtbarer Garten sei, in dem aber heute tast ununterbrochen Hungersnot herrsche Die arbeitsamen Bauern der Ukraine wurden

r»i Zelinlausenöen kingemorde»

oder überfüllen die Gefängnisse. „Das ukrainische Volk ist von einem maßlosen Haß gegen die Bolschewisten erfüllt, weil die ganze Ukraine unter dem Joch eines entsetzlichen Belagerungszustandes jener Vriganten lebt, die das Volk unterdrücken und foltern". Die gleiche üble Lage besteht in Georgien, ,in Armenien, in Weitz- rußlanb und in Russisch-Asien. Es sei eine grausame und verlogene Ironie, wenn die Bolschewisten behaupten, das sowjetruisische Re­gime sei das Vorbild der idealsten Demokratie.

Zu den Presjeverhältnissen in So­wjetrutzland betont Budenko, es gebe nicht eine einzige Zeitung, die nicht kommunistisch sei. keine einzige, die auch nur neutral sei oder die nicht parteigebunden wäre. Schon allein der Verdacht, die Stimme gegen Stalin erlaben zu haben, gelte als der schlimmste Hochverrat und werde mit jahrelangem Zuchthaus, wenn nicht gar mit Erschießen bestraft. So sei in Sowjet- rußland ein geradezu

unerkrügliches Negime

entstanden das mit seinen Greueln weder vor der Wissenschaft noch vor verdienten Offizieren, Diplomaten, Beamten und alten Parteisekretären haltmache. „Hunderte, nein Tausende von Ge­lehrten. Professoren und Ingenieuren haben bereits dieses Los erlitten oder werden es nach erleiden "

Die Prozess«, die dabei inszeniert werden, seien eine reine Farce, so daß unweigerlich alle schließ lich „vollkommen ihre Schuld und ihren Hoch­verrat eingestanden und damit ihr eigenes Todes­urteil unterschrieben haben. Ich habe selbst diesen Prozessen in Sowietruhland beigewohnt und kenne besser als jeder andere diesen ganzen furchtbaren Hexenkessel der Zerstörung, in dem ial-llojc hackTi-rdiente und vollkommen unschul­dige Pe wnen ihr Leben lassen mußten. So habe ich mich entschlossen, ein für allemal mit dem Bolschewismus zu brechen, der aus mir immer wie der schlimmste Alpdruck gelastet hat."

Bei seinen Reisen in Europa habe er sich ein klares und genaues Bild von dem grenzenlosen Sturz machen können, den das Rußland der G." . ä't erlitt. Ich habe eingesehen, daß es »ich. mehr länger möglich ist. auch nur noch einen einzigen Augenblick Zeit zu verlieren, in­dem ich im Bannkreis des trügerischen Sozialis­mus des Bolschewismus verbleibe, der die eige-

Mit sowjerspanMem paß

Bukarest, 17. Februar.

Die Nachricht von Budenkos Eintreffen in Rom bat in Bukarester politischen - Kreisen größtes Aufsehen erregt. Aus gut unterrichteter Quelle verlautet, datz die rumänischen amtlichen Stellen in den letzten Tagen mit der Prüfung eines Briefes beschäftigt waren, den Vudenko vor etwa acht Tagen aus Budapest an den dama­ligen Außenminister Micescu gerichtet hat. In diesem Brief bedankt sich Budenko für die Unter­stützung, die er während seiner kurzen Amtszeit von der rumänischen Regierung erfahren habe. Er erklärt weiter, datz er sich in Ungarn auf­halte uud von dort nach Italien fliehe.

Ferner ist bekannt geworden, datz sich Vudenko einige Tage in Rumänien aufgehalten hat, ehe er mit seinem falschen Patz die ungarische Grenze überschritten hat. Dieser falsche Paß ist ihm von der Bukarester sowjetspanischen „Gesandtschaft" pur Verfügung gestellt worden, die er vorher unter Benutzung einer Ausrede darum ersucht hatte!

Unser lagosspivgel

Dem ehemaligen scwsctrussischcn Geschäfts­träger in Bukarest, Budenko gelang eine abenteuerliche Flucht nach Italien.

Das Kabinett Schuschnigg wurde umgebildet und erließ eine politische Amnestie.

Eine Gruppe italienischer Landarbeiter wird nach Niedersachsen kommen.

Im englischen Oberhaus wurde die Revision des Versailler Vertrages gefordert.

Der Reichstag tritt am kommenden-Sonntag um 13 Uhr zusammen.

Für den 17. Mai 1938 ist in Deutschland eine umfassende Volks-, Berufs- und Betriebs- zählung angesetzt.

Neichsleiter Alfred Rosenberg sprach in Halle über Nationalsozialismus und Wissenschaft. Die Einzelhandelsumsätze haben 1837 einen Wert von 31 Milliarden RM. erreicht. Rcichsbankdircktor Vlcssing sprach über die Möglichkeiten einer internationalen Wäh- rungs-Stabilisierung.

Für den kommenden Sonntag ist von 11.45 Ubr bis 17 Uhr sür ganz Deutschland Sport- ruhe angeordnet.

Der Re chssportsührcr hat eine Umordnung in deutschen Radsport vollzogen.

Dcutichlands Eishockeumannschaft unterlag gegen Kanada nach Verlängerung 2:3.

Im Spesiart richtete ein Orkan schweren Schaden an.

Durch heftige Stürme im Mittelmeer sind mehrere Schisse überfällig.

In der Nordischen Kunsthochschule sind die von den Studenten im Reichsberusswettkamps ge­fertigten Arbeiten ausgestellt.

Der Straßenzug Georgstraße — Kaiserstraße wird in General - Ludendorff-Straße umbe­nannt.