Ausgabe 
(31.1.1938) Nr. 30
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gk.30 Jahrgang 1938

Drontr Jeiknug

Montag, den 31. Januar 1938

Valke-Vremen schwamm deutschen Rekord

viertes Kreiswettschwimmen im kjrmsabad - 6ute Nachwuchsardeit kin spannender flbend

Der Verlaus dos vierten KrciSschwimmcns in, Win­terhalbjahr 1937-38 zeigte am Sonnabend in der Halle de« HansabadcS mit einer ersrischendcn Deutlichkeit baß sich die Schwiinmcrhochburg Bremen in vollen Pigcn der Dorbcrcitungsarbeit für die sommerliche Startzeit hingibt. Dies ist um so mehr zu begrüßen, als auch der Nachwuchs beiderlei Geschlechts auf Grund seiner Leistungen höheren Zielen zustrebt und unter Anweisung ersahrencr Lehrkräfte bemüht ist, in die «orderen Reihen vorzustoßen. Beispiclsü>eise möge in diesem Zusammenhang das 40»-Mctcr-Kraulschwi,innen unserer weiblichen Jugend erwähnt sein, gaben doch nicht weniger als zwöls Mädel in der dritten Klasse ihre Meldung ab, um dann auch vollzählig am Start zu erscheinen. Aber auch verschiedene andere Wett­bewerbe wiesen gefüllte Felder auf, die sich in den einzelnen Läusen bis ins Ziel harte Kämpfe liescrten AIS verdiente Anerkennung für ihr unermüdliches streben wird eine große Anzahl Aktiver in die nächst höhere Klasse ausrücken.

Den Höhepunkt am Sonnabend bildete wie be­reits gemeldet der neue Rekord des srühe- ren Dortmunders Joachim Dalke, der mit seinem Percinskameradcn A. A s k a in p über die 490- Mcter-Vruftstrccke ging. Askamp, der in der lb-K!afsc üavtrtc, mußte Balke bereits rn den erste» Bahnlängen davonziehen sehen. Nachdem er die IM Meter in 1:16 Minuten zurückgelegt hatte, ließ die über 200 Meter in 2:46 Minuten zurückgelegte Zeit bereits erkennen, baß etwasfällig" sein könnte. Jonnh Otten, der bewährte, jahrelange Betreuer der BSV.-Meisterklassc, feuerte seinen Schützling immer wieder zu erneuter Krnststcigernng an, bis die 300 Meter in 4:19,3 Min. geschasst waren. Endlich kam dann auch die Jugend die sonst so temperamentvolle ausTouren", und unter den srcnetischen Anseucrungsrusen aller Anwe­senden schlug Balkc in 5:56 Minuten an. Mit dieser außerordentlich glänzenden Leistung hatte er seine frühere Bestzeit von 5:52,4 Minuten unterboten und sich gleichzeitig in die schmale Front der Weltklasse ge­stellt. Die-neue Rekordzeit wurde gleichzeitig von E. Hornig, E. Werner und H. Weustcnfeldt gestoppt. Da Krcilsachamtslcitcr Fr. Muus und Schiedsrichter W. Fricke anwesend waren, dürfte der Anerkennung nichts mehr im Wege stehen. Auch

!u' am p zeigte mit 6:33 Minuten eine an- ^'stung. Wir beglückwünschen den neuen ^ prächtigen Leislungl

>n der Franenklasse erw-eS sich 8 ss" orl. Kastl hat bekanntlich vor kurzer

» V? vor der Wesermünderin L. Tietz. Die Mannerlagenstanel gewann der B 2 C.. der vorgestern crso^rcichcr als sonst beteiligt war, vor dem BSV. X? Klasse 1 der 10Ü-Di>etcr-Kraulstreckc für männ- Uche Jugend l etz sich E. H ü l s c w ede-BSD. den sieg mcht nehmen. In Abwesenheit von H. Fischer .der sieg im 100-Meter-Kraul- (1:66,2 Min.) nicht zu nehmen. Die übrigen effichtttch ^ vv^vnistelseuden 'Ausstellung

Am kommenden Wochenende hält der anerkannte und bekannte Reichssportlehrcr Rummel einen zwei­tägigen, in praktischer und theoretischer Arbeit aus- gegliederten Lehrgang in Bremen ab. an dem sich möglichst zahlreiche Akt'vc und alle VereinS-Schwilnm- illMn müssen. Nach einer am Sonnabend um

19.30 llhr geplanten Begrüßung ist der Abend von

22 Uhr praktischen Uebungen im Hansa bad vorbehalten. Der Sonntag wird von 9 bis

16.30 Uhr mit einer wertvollen Zweckghmnast-k eingeleiiet.v die nach aller Wahrscheinlichkeit in der Deutschen Oberschule durchgeführt wird. Anschließend werden insgesamt vier Filme gezeigt, die jedem «chwimmer, gleich welcher Art, mannigsaltige An­raunzen vermitteln. Die Eintrittspreise sind volks­tümlich gehalten. Am Nachmittag folgen Wwdcr von 14 bis 16 Uhr im Hansabad praktische Dor- Nihrn n g en. Im Interesse aller bremischen Schwimmer wünschen wir diesem Lehrgang einen vollen Ersolg.

Ergebnisse: lOO-Meter-Kraul für Fronen, Kl. Ik: I. Fvau Wich, BSC.. 1:25 Min., Kl, Ila: 1. L. Dieß, Wesermündung, 1:25,8 Min. 2. K. Grafs, B2V., 1:26 Min., Kl. Ilb: 1. S. Hosmann, BSV., 1:31,8 Min., 2. E. Hoppe, BSD., 1:36,5 Min., 466-Mcter-Brust sür Männer, Kl. dl: 1. Joach. Balke, BIV., 5:56 Min. (neuer deutscher Rekord), Kl. Id: 1. A. ASkamp. VSV., 6:33 9I!in., 3mall06-Meter-Lagenstaffrl für Männer, Kl. Ila: 1. B2C. v. 85 ("übeling. Frese, Spengemann) 3:57,1 Min.: 2. BSV. 3:57,7 Min.: Kl. Ild: 1. BSD.

(Wicch, Knhlniann, Altrock) 4:16 Min.: 3mal166-Meter- Rückcnstasscl für weibl. Jugend, Kl. II: 1. BSD. (Sto:- ferS, Aieher, Klasc), 5:61,8 Min.: Männer-Lagenstasiel, Kl. III: 1. Telmenhorstcr SB. (Nbel, Jsfländer, Busse), 4:11,8 Min.: Rückenstasscl für weibl. Jugend, Kl. III:

1. BSD. ((Eitncr, Schmiech, Hülscwode) 5:01,8 Min.: 100-Mcter-Kraul für männl. Jugend, Kl. I: 1. G. Hül-sewcde, BSV. 1:68 Min.: 2. T. Haken, BSV., und F. Haess. Wcscrniündnng, beide 1:08,5 Min.: 3. L. Mehcr, BSV., 1:68,6 Min.: Kl. II: 1. H. I. BorcherS. Weser, 1:69,1 Min.; 2. G. Schwanewedel, DTD., 1:11,7 Min.: Kl. III: 1. K. Hinncrs, BSV. 1:13,4 Min.:

2. W. Sndhosf, BSD., 1:14,9 Min.: 3. W. Stürmann, BSV., 1:17,4 Min.: 4. R. Jürs. BSD., 1:17,5 Min.: 5. H. O. Fcucrsängcr, BSC., 1:18,2 Min.: 190-Mcter- Kranl für Männer, Kl. bl: 1. H, Heibel, NSV., 1:66,2 Min., Kl. Id: 1. S. O. Wiech, VLB.. 1:65,5 Min.-, 2. W. Nun-dmnnd, BSV., 1:66,1 Min.: 3. H. Stoltc, BSD., 1:67 Min.: 4. O. Knapp, BSC. v. 85, 1:68,4 Min.: Kl. la: 1. E. Askamp, BSD., 1:04P Min.: 2. H. Freese, BSD., 1:65,8 Min.: Kl. Il.a: 1. O. Abeling, BSV., 1:69.8 Min.; 2. E. Balgt, BSV., 1:16,5 Min.:

3. W. Spengemann, BSE., 1:16,9 Min.: Kl. Ilb: 1.

H, Dclfs. BSE., 1:15,3 Min.: S. H. Freese, DSC., 1:16,6 Min.: Kl. III: 1. I. Monningh, BSC.. 1:15,8 Min.; 2. C. A. Scherer, B-SC., 1:17,2 Min., 3. P. Jsfländer, Dclmenhorst, 1:17,8 Min.: 106-Mcter-Brust- schwimmcn für Frauen, Kl. Ild: 1. Frau Ehlich, BSC., 1:46,5 Min,; 2. E. Logemann, BSV., 1:41,1 Min.: Kl. Ila: 1. S. Hofmann, BSD., 1:38,2 Min.: 466-Meter, Frauen, Kl. II: 1. Fr. StosferS, BSD., 7:61,8 Min.: Kl.- III: 1. I. Veckseldt. BSD., 7:63,3 Min.: 2. W. StofferS. BSD., 7:69,5 Min.,- 3. H. Nickens, BSD., 7:18,4 Min.: 4. I. Klas-e, BSD., 7:19 Min.: 169-Meier- Rücken. Kl. LI: 1. W. Riindmund, BSD., 1:13,8 Min.: Kl. Ik: 1. G. Lücke, BSD., 1:18,8 Min.; 2. H. Heibel, BSD., 1:19,6'Min.; 3. O. Knapp, BSC., 1:26,5 Min.: Kl. Ila: 1. E. ASkamp ,DSD 1:24,1 Min.: 2. H.

Stalte, BSD., 1:25,2 Min.-, 3. W. Schweißer, Weser­mündung, 1:25,4 Min.: Kl. Ilb: 1. -k>. O. .Wicch, BSD,, 1:28,6 Min.: 2. A. ASkamp, BSV., 1:31,2 Min.:

Kl. III: 1. Riese, Weser, 1:28.6 Min.: 2. W. Edorle, BSV., 1:29,8 Min.-, 3. H. Freese. BSC. v. 83. 1:31,2 Min.: 4. Busch, Dclmenhorst, 1:34,6 Min. IZ

Die Internationale Wintersportwoche beendet

Ihorwald Seggen gewinnt den Lstrenpreis des 5üstrers 7Nc Lvog blieb Weltmeister im Viererbob

Trotz des ungünstigen Wetters, das am Wochen­ende die Internationale Wintevsportwoche in Gar- misch-Pavtsnktrchen evv-aS beeintvächdigle, traten die iMpvrtler in Miiivn.

Aus dem Messers« bedätigien sich die Eibschützen. Im Wests Hießen waren die Oesterrvicher unseren Bevtre- tern überlegen und belegten durch Doll mit 74,All Aieder, Gras Mit 73,86 Meter u>nd Gratt 71 Nieter die drei ersten Plätze vor Hnbter-Dvutschland, der eben­falls noch die 76-Meter-A!arke nm 10 Zentimeter über­traf. -Dafür gab es im Zietschießen durch Mdierhofser mit SO Ri-n-gen vor Bitzler-Oosterrsich mit 19 und Hocker-Dsntschlcmd mit 10 Ringen einen klaren deut­schen Erfolg.

Im Eisstadion standen sich die eils Trainingspartner sür unser« Nationalmannschaft gewonnenen WenMeh DionS und Eöta Stocllzolm -in einem E-iSihockeykcunps gegenüber. Die Wembleh Divns, in -deren Reiten ver­schiedene Kanadier spielen, waren eine ganze Klasse besser und errangen schließlich mit 19:0 (1:9, 4:6, 5:9) einen zweistelligen Sieg über die Schweden.

Eine Auswahlmannschaft aus Lstbvevschlssien weilte über das Wochenende in Berlin. In ihrem ersten Kampf gegen Brandenburg-Werlin gefielen die Gäste außerordentlich durch ihre große Schnelligkeit. Nach einer anfänglichen 2:6-Mihvung der Polen, deren Tor übrigens der frühere Tennisspieler Tarlowski hütet, glichen die Berliner später aus, s,o daß der Kampf 2:2 (6:6, 2:1, 0:1) endete.

Mit dem Sprunglauf' zur Kombination und dem

wulgn erhielt der Norweger Ttzovwaro Heggen oen Vvm Führer und Reichskanzler gestifteten Ehrenpreis. KoMbinationSzweiter wurde der deutsche Skime-ster Günther MeerganS vor dem deutschen Heeresmeister Burk. Im Spezialsprunglauf, der wegen des starken Schneetreibens ebenfalls auf der Kleinen Olhmpia- Tchanz« ausgetragen wurde, siegte vor 16 600 Zu­schauern der Pole Stanislaus Marusarz, der vorher schon den KombinationSsprnnglauf aus der gleichen Schanze gewonnen hatte.

Das leichte Schneetreiben hielt noch an, als gegen 10 llhr daS Kombinationsspringen vor bereits 5000 Zuschauern in Angriff genommen wurde. Mit Rück­sicht auf d-e ungünstigen Wetterverhältnisse wurden nur zwei Sprünge mit verkürztem Anlauf angesetzt. Thorwald Heggen, der Langlaufsiegcr, stand zweimal sehr sicher 49 und 51 Meter in beherrschter Haltung und damit war ihm der Sieg gewiß. Außerordentlich verbessert erwies sich der deutsche Meister Günther MeerganS, der mit S2 und 53 Meter d-e größte Gesamt­weite erzielte. EiSgruber hatte sich beim ersten Sprung überschlagen beim zweiten erreichte er aber mit 54 Meter die größte Weite. Im Anschluß an das Kom-binat-onssprinaen sollte auf der Großen Olympia- schanze der SPtziMprunglauf stattfinden. DaS Schnee­treiben war noch stärker geworden und so entschloß sich die Leitung, einen Pflichtprobesprung zu verlangen. Am weitesten kam der Pole Marusarz mit 74 Meter, Saselbergcr stand 72 und EiSgruber 71 Meter. Die Flocken sielen immer dichter, so -daß zunächst eine ein- stündigs Pause eingelegt wurde. Mit Rücksicht auf die Teilnehmer wurde der Spezialsprunglauf dann nach der Kleinen Olympia-Schanze verlegt, die weit weniger lustig -st. Im ersten Durchgang wurde abermals mit verkürztem Anlauf gesprungen und so blieben die Weiten durchweg unter 50 Meter. AIs beim zweiten Sprung der Anlauf verlängert wurde, legte Marusarz wieder einen prächtigen Sprung von 55 Meter vor, wurde aber wiederum von EiSgruber mit 56 Meter übertrrsfen, doch war dem Polcm der S-eg nicht mehr zu nehmen, fv chaß er auf der Schanze, deren Rekord er mit 62 Meter HÄt, Doppelsioger wurde, Toni Bader und Hans Marr belegten die nächsten Plätze.

Ergebnisse: Kombinativnssprunglanf: 1. Stanislaus Marusarz-Polen 215.1 (53-j-51 Meter), 2. Günther MettganS-DeutMand 213,0 (52-f-53 Meter). 3. Thor­wald Hrggen-Nortvegen 207,4 (49-f-51 Meter), 4. Tom-izu Kikuti-Jawm 203,5 (56-s-52 Meter), 5. Andreas Hechen- bcrger-Deutsch^nd 200,9 (48-j-52 Meter). Nordische Kombination Lcwg-Sprunglauf: 1. Dhorwald Heggen- Norwegen 444,4, Günther Meergans-Deutschland 414.6, 3. Bnvk-Dentschland 468,9, 4. Marusarz-Polen 464,4, 5. Hieble-Deutschiand 462,5, 6. Hechenbergsr- Deutschland 462,2, 7. K. Popps-Deutschlanb 392,7.

Spezialsprunglauf: 1, Stanislaus Marusarz-Polen 222,2 (46-j-55 Meter), 2. Toni Bader-Deutschland 211,7

(44-i-51 Meter), 3. Hans Marr-Dsutschland 210,7

(45-1-53 Meter), 4. Sigurd Sollid-Norwegcn 216,7

(46-1-52 Meter), 5. Toni EiSgrubcr-Deutschland 216 (42-1-56 Meter), 6. Franz Haselberger-Teutschland 208,1 (40-1-52 Meter).

Reges Treiben herrschte bei den letzten beiden Renn- läufen zu der Vieierbob-Weltmeistersrhast. Abermals sicherte sich England irrt McEvoy den Titel. Im Kamps um den zweiten Platz lagen die beiden deutschen BobS. Kilian, der sich durch einen ausgezeichneten dritten Laus sogar einmal in Führung gebracht hatte, behauptete sich gegen den Zweierbobineister von Deutsch­

laich, Fischer, gbnisse:

der Dr-tter wurde.

Ergebnisse: Vierer bobwelinrei st erschuft: 1. England (McEvoy-Grren) drstte Fahrt 1:S',98, vierte Fahr! 1:24,63 Gesamtzeit: 5:40,32; 2. Deutschland ll (Kilian-Krempl) 1:26,83 und 1:28,62 Gesamtzeit: 5:44,06; 3. Deutschland I (Fischer-Thielecke) 1:29,09 und 1Ä7.15 Gesamtzeit: 5:44,84; 4. Frankre-ch Gesamt­zeit: 5:51,78; 5. Oesterreich I Gesamtzeit: 5:53,13; 6. Italien-Gesamtzeit 6:90,93.

Während eines kameradschaftlichen Zusammenseins an der Kasseetascl nahm Ski-ReichSsachamtsleiter Gust. Räth er im Olympischen Festsaal von Garmisch- Partenkirchen die Preisverteilung zur Wintersport­woche vor. Unter großem Jubel der etwa 409 Teilneh­mer nahmen die Preisträger ihr« Auszeichnungen in Empfang, Thorwald Heggen (Norwegen) erhielt als Sieger der Nordischen Kombination den Ehrenpreis des Führers, Mit dem Ehrenpreis des Reichsinnen­ministers Dr. Frick wurde d> "

Sieger Marusarz (Polen) ausc preis des Reichsministers sür P , ausklärung wurde McEvoy (England) als dem Vierer­bob-Weltmeister überreicht. Mit großer Freude nahmen die Zillerthaler Eisschützen W. Wiedcmayr, Anton und Otto Ritzl und W. Bichler als Sieger des Mann- schasts-EiSscksietzenS vier vom Führer gestiftete, kunst­voll geschnitzte und mit Gravierungen versehene EiS- stöcke in Empfang.

Mit einer Rirsemüberrcifchung schloß der letzte Wett- ka>mpf der Wintevsporiiwolh«, der Eishockehkomps zwischen Deutschland imd den Wimtteh Lions aus London im KimfteiSftadiim von Garm>isch-Parten- birchen. Deutschland gewann den mitreißenden Kamps 6:4 (1:2, 3:1, 2:1), Tolle Szenen zeigten die Schönheit dieses schnellsten -Spieles in aller Deutlichkeit auf. Die Frciw« über den deutschen Sieg riß die Zuschauer mit. Im Olympiastadion herrschte eine Hochstimmung wie selbten, daran änderte auch der anhaftende Schncefall nichts. Die Engländer fanden sich mit dem Schnee nicht rocht ah; außerdem hatten sie die hervorragende deutsch« Mannschaft wohl unterschätzt. Die Torschützen waren: Ball (2), Schenk, Lang, Dr. Strahl und Schi- brikat. A. Lomay (2), T. Lem-ah und Northh Iraren für die Lians erfolgreich. Anschließend fand im Olym­pischen Festsaal die PreiSverteilnng für die Mnier- sportwoche statt.

Wider Erwarten begannen gestern nachmittag die Eisschnelläufer von Ungarn, Oesterreich und Deutsch­land doch noch mit dem Drciländorkamps auf dem Rie­ster See. Das starke Schneetreiben hatte die Bahn sehr langsam gemacht, so daß keine Zeiten genommen und außerdem nur die Läuse über 569 und 1599 Meter ausgetragen wurden. Im Gesamtergebnis gewann Oesterreich mit 197,534 P, vor Ungarn 292,433 P. und Deutschland 295,366 P.

kuropameisterschaften im Nadeln

Am Sonnabend begannen bei Salzburg die 7. Europameisterschaften im Rodeln mit den beiden ersten Renmläufen. Der Titelverteidiger und Deutsche Meister Martin Dietze setzte sich bei den Männern an die Spitze der 70 Teilnehmer. Bei den Frauen hatte die favorisierte Dänische Meisterin Friedet Tietze das Pech, im zweiten Laus zu stürzen. Sie behauptete aber immerhin noch den dritten Platz hinter den Lesivr- rsichevinnen Fink nnd Erastl. 'Aus Oesterreich, Deutschland, Polen, der Tschechoslowakei, Italien und Norwegen lagen -insgesamt 109 Meldungen vor.

Die Schlusilönfc für die Europameisterschaften im Rodeln, die am Sonntag in Salzburg abgewickelt wur­den, ergaben auf der ganzen Linie deutsche Siege und noch zahlreiche Borderplätze, Ter'dcutsche Meister Mar­

tin Tietzc-Brückenberg und seine Schwester Friede! wurden Europameister im Einerrodel der Männer und Frauen, und im Zweisitzer siel der Titel an Faist- Kluge-Bad Flinsberg. Den größten Bestall lösten die schneidigen Fahrten von Frnidel Tietze aus, die nach einem Sturz im zweiten Laus in den beiden übrigen Rennen nicht nur die verlorene Zeit wieder ausholte, sondern noch einen großen Dorsprung errang.

Ergebnisse: Einsitzer Männer: 1. und Europamei­ster Tietze (Deutschland) 7:61,2, 2. Walter Kluge

(Deutschland) 7:11,5, 3. Rudolf Hermann (Tschechoslo­wakei) 7:14,8, 4. Albert Kraus (Tschechoslowakei) 7:15,9, 5. Viktor Schubert (Deutschland) 7:18,4. Einsitzer Frauen: 1. u. Europamcisterin Friedet Tietze (Deutsch­land) 8:44,8, 2. Waltraut Gratzl (Tschechoslowakei!

8:51,1, 4. Elise Bandner (Deutschland) 9:29,9. Dop­pelsitzer: Feist-Kluge (Deutschland) 3:39,3, 2. Schubert- Rüger (Deutschland) 3:42, 3. Machke-Erundmann

(Tschechoslowakei) 3:47,4, 4. Hermann-Krans (Tschecho­slowakei) 3:55,3, 5. Tictzc-Weitner (Deutschland) 3:56,5.

Harzer Skimeisterschaften

Die ausgiebigen Schnees Lite der letzten Tage schienen für die Durchführung der Harzer Skimcisterschaften die günstigen Vorbedingungen geschossen zu haben. Braun- lage konnte am Freitag 3649 Zentimeter Neuschnee melden. Leider aber setzte in der Nacht zum Sonntag söhnartigeS Wetter ein. ES kam in den unteren Lagen sogar zu Regenfällen, so daß der Schnee sehr naß und schwer wurde. In den höheren Lagen war es durch den Sturm zu ungeheuren Schneeverwehungen gekommen. Die Fähnchen aus der Strecke wurden weg­gefegt, so das; die Markierung sehr darunter litt.

Die für den ersten Tag der Meisterschaften vorge­

sehenen Abfahrtslänfe der Frauen und Jugendlichen sowie der 8-Kilometer-LangIans der Jungmanncn konnten durchgeführt werden. Für den letzteren Laus, dessen Strecke auch durch daS Wnrmberggebict führte, stellten sich dem Starter 23 Jnngmannen. Karl Roß- kops- Brannlage lies die beste Zeit mit 40:68, ge­folgt von Albert Jahn-Clansthal-Zellerscld mit 46:41 und Otto Holland 2, Pioniere 19, mit 41:68.

Bei den am Nachmittag ftatisindenden Nbsahrts- länsen der Frauen und Jugendlichen nahm daS Schnee­treiben so an Heftigkeit zu. daß Länser und Länse- rinncn zeistvcise stark gehindert waren. Die drei Kilo- meter lange Abfahrtsstrecke führte von der am Wnrm- bcrg in 916 Meier Höhe gelegenen Startstcllc mit 349 Meter Gefalle bis zur sogenannten Derlobungswicse bei Brannlage. Wie nicht anders zu erwarten, war wieder Ilse K r ie ge r-Wernigerode die schnellste mit 6:41 vor Frau Schicfserdccker-Draunschwcig mit 7:21.. In der Altersklasse lies Frau Raabe-Braunschwcig mij/ 7:22 die beste Zeit. Bei der Jugend war Brannlage am erfolgreichsten. Hier ist zu bemerken, daß der Brannlager He im darf mit 6:39 eins bessere Zeit herausfichr, als Wilhelm Rnevt (7:65) in der Klasse Jahrgang 20/21.

Mit dem Lang- und Sprunglauf wurden in Dranu- lag« die Ä'imoisterschafion abMschl-ossen. Karl Tippe- Brmml-age sicherte sich dem Titel vor dem BorjahrS- mdister Hofsmann-Brannlage. Dolkm-ar-Holberstadt ge­wann den 18-Kilmn«icr-Langlmst, der bei Sturm nud Schneetreiben stattfand, in 1:19:14 Stunden vor Kläng-Brannlagc und Karl Tippe. Spounglanssieger auf der kleinen Wurmdergschanze wurde Wellncr- Braunl-age. Hofsin-cmn belegte den dritten, Tipp« den siebenden Platz. Das Ergebnis der nordischen Kombi­nation: 1. imd Harzer Tkimeister Karl Tippe-Draun- l-agc 434,39 P-, 2. Hoffmann-Biannlagc 425,96 Prrnkie.

Herber/Vaier klar vor den paustns

Koch/Noack Dritte der Europameisterschaft

Mit einem großen Ersolg endete die neunte Europa­meisterschaft im Eiskunstläufen, die aus der Freilusteisbahn von Troppan entschieden wurde. Unter dem Jubel von 19 960 begeistert mitgehenden Zu­schauern errangen die Olympiasieger Mayie Herber nnd Ernst Bai er znm vierten Male hintereinander den wertvollen Titel. Wieder waren Ilse nnd Erich Pansin, das ausgezeichnete Wiener Gcschwisterpaar,, die gesährlichsten Gegner. Doch klar geschlagen mußten sich die Wiener wieder mit dem zweiten Platz begnü­gen. Inge Koch und Günther Noack unterstrichen den deutschen Ersolg noch, indem sie als Dritte die ungari­schen Geschwister Piroska und Attila von Szekrenjessey hinter sich ließen. Als erstes Paar führten die Pau- sins ihre neue Meisterschastskür vor, auf die man sehr gespannt war. Zur großen Neberraschnng aller zeig­ten einige Unsicherheiten, daß die Arbeit an diesem Programm nicht genügend ausgefeilt war. Vieles machten die Wiener durch den ihnen eigenen Schwung und durch die Anmut des Bortrags wieder wett. ES war daher nicht ganz verständlich, weshalb ihnen «in Preisrichter die Platzzisser 3 zuteilte. Atemlose Stille herrschte, als Mapis .Herber und Ernst Baier, die Ver­teidiger des Titels, erschienen. An Schwierigkeit und Ausführung übertrafen die Deutschen ihre Gegner klar. Mit bestechender Sicherheit zeichneten sie ihre berühmten Figuren aus das Eis. Spielend meisterten

Das zugunsten des WHW. 1937/38 vorgesehene Opferschiehen des sA.-Standorts Bremen muh aus technischen Gründen ausfallen.

sie die größten Schwierigkeiten, und als die Zeit um war, wußte jeder, sie waren wieder Meister geworden. Fünf Kampsrichter zeigten als Platzzisser die1"; nur der Lcsterrcicher gab die2". Mit dem gleichen Programm, das ihnen den Großen Preis von St. Moritz eingetragen hatte, warteten Inge Koch und Günther Noack auf. Die jungen Berliner werden zusehends besser. Ihr dritter Platz besagt genug. Ohne deutsche Teilnehmer wurden die Rahmenkämpse durchgeführt, die mit ungarischen Siegen endeten.

Ergebnisse: Europameisterschaft für Paare: 1. Moxie Hevber/Ernst Ba-ier (Deniischiand) Platzz. 6 57,2 P.; 2. Jksv Pausrn/Erich Pcmsin (Oesterreich) Platzz. 16 57 P; 3. Inge Koch/Güniher Noack (Demtschl-and) 17 55,4 P.; 4. Geschwister Izekrenjessy ^(Ungarn)

Pl-atzz. 26 53 P.; 5,

«iner L Zeschwist

ister Kalos (Polen).

Holländischer Eishockeys,eg. Im Haag standen sich tue Eishockeh-Nationalmcmnschasten von Holland und Frankreich gegenüber. Holland gewann den Länder­kamps mit 2:1, wobei das Endergebnis bereits nach den; ersten Drittel feststand.

TNannschastskämpse im Kunstturnen

lo. TNalsndorf nach glänzenden Leistungen Kreismeister

Das Fachamt Turnen -m Kreis Bremen d«S DRL. brachte gestern die Kämpfe der Oberstufe unter Dach. Als Ausscheidung dienten diese der Ermittlung der besten Dereinsmannschast, die nun wieder den Kreis Bremen bei den Kämpfen um die Ganme-sterschast zu vertreten hat. Diese Ehre fällt nach den Ergebnissen des Sonntags dem Turnverein Mohn-bors zu, dessen fünf tüchtige Turner daS ungemein spannende Tressen mit >/- Punkt Vorsprung von BTG. zu ihren Gunsten entscheiden konnten.

In der Turnhalle des Mtv, v. 1875 stellten sich dem Männcrturnwart G. Stürken und seinen fachkun-d-gcn Kampfrichtern je fünf Turner der beteiligten Vereine. Bei Pflicht- und Kürübungen an den Geräten Reck, Barren, Pferd, aus den Ringen sowie in Freiübungen mußten d-ese ihr gutes Können dem Kampfgericht zur Bewertung stellen. Daß eS bei Mannschastskämpsen aus die Mcmnschaftsleistung, d. h. auf die sichere Durch­bildung sämtlicher die Mannschaft bildenden Turner ankommt, wurde wieder einmal treffend erhärtet durch den Turnverein Mahndors. Denn obwohl -m Mtv. v. 1875 Meistertnrncr wie, E. A. Johannsen, in der BTG. Ernst PeterS, im Blumentihalcr Turnverein H. Glias mit überragendem Können aufwarteten, mußten die genannten Vereine den Mahndorfern den Vorrang lassen. Weil lper eben jeder der fünf Turner über guten Durchschnitt hinausragte, die Mannschaft dem­nach sehr ausgeglichen turnte.

Je fünf Turner der Vereine: Mtv, v. 1875, Bremer Tnrngemcindc, Hastodter Mnnnerturnverein, Blu.-nrn- thaler Turnverein und Turnv. Mahndors nahmen den schweren Kampf mit den Hebungen am Barren und den Pfeidfprüngcri auf. Bolle Punktzahl erzielte dabe- kcin Turner, obwohl rassige Sprünge und mit sauberster Haltung am Darren geturnte Hebungen vor­herrschten. Bei den Pserdgcschwüngen sahen die Zu­schauer flüssig aufgebaute Uebungen, jedoch auch einige Versager durch leidiges Anhaken. Bei den Ringe- übnngcn ze-gte sich glcichsalls noch manche Schwäche. Nur bei den Kürübungen am Sochreck waren die Leistungen ziemlich ausgeglichen, wenn auch hier einige Versager infolge der Hochspannung nicht zu verme-den waren. In den Freiübungen machte sich unverkennbar ein Fortschritt in der schwunghaften Art der Aus-

Deutscher kjocke^club siegte in Oberneuland 4:1

lapfere Segenwekr des MIV. von 16?S Uberraschungssieg des IHV. Not-Weiß

Auf der erstklassigen. Anlage des BHC. fanden zwei interessante Spiel« statt. Der DSC. hatte Mühe, die tadellos spielende Durnerels vom MTV. niederzn-halien und holte mit viel Glück einen dem Spielverlauf nicht entsprechenden hohen Sieg heraus. Rot-Weiß schlug überraschend mit dreifachem Ersatz den BHC. mit 2:1.

MTV. von 1875 DHC. Hannover 1:4 (1:2). In Lberneuland aus der trotz ungünstigster Witterungs- verhältnisse in mustergültiger Verfassung befindlichen Platzanlage des Bremer Hockeyclubs hatte der DHC. schwer zu kämpfen, um Sieg und Punkte zu buchen, benn das Resultat täuscht zwar einen sicheren Sieg b»r. während die Entscheidung lange Zeit an einem seidenen Faden hing. Die Bremer kämpften drei Pieriel der Spielzeit mit ungeheurem Elan und hatten dinier Zeit teilweise ome dervbllche Deiberlegen- üeft m buchen und auch die klareren Torchancen, konn-- *» diese aber nicht ausnutzen, da der Sturm von gro- °un Schußpech verfolgt war. Das außerordentlich lchrellc und slüssige Spiel begann mit einigen An­suchn der sich schneller findenden Hannoveraner. Ein mächtiges. Tor RuschemeierS auf Vorlage deS gut- wpMlegtcn Turnermittelläufers Rissmeier brachte den -vremern die Führung und spornte sie zu gesteigerten üen an. Ebenbürtig durchkämpften beide Mann- Muci, das Spiel vor der Pause, denn die Bremer wnntcn die technische Reise der Gäste durch größeren ücr wieder wettmachen.

^/>rz nach dem ersten Tor haft« der MTV. eine muhe Cbance, die Führnirg a-icKzubanen: doch Görn« N°ßt. Wenig darauf zappelt der-Ball zum zweiten wmlc ,m Netz; doch mit dem Torschuß war das Spiel ls insotze einer leichten Verletzung Hardeland« mnerbrochei, worden. Nach kurzer Spielunterbrechung

kommen die Gäste überraschend bei einem DeckungS- sehler der Bremer Hintermannschaft mühelos zu einem billigen AuSgleichStvr und kurz darauf durch den Halblinken Wossislow zu einer 2:1-Führung. Unen!- mutigt kämpsen die Bremer jedoch we-ter und tragen gefährliche Angriffe vor das Gästetor; bis in die Mitte der zweiten Hälfte müssen die Hannoveraner schwer verteidigen, da dem Spielverlauf nach jede M-nute ein Tnrnevtor fallen konnte. Doch der Jnnensturm der Schwarzweißen läßt nacheinander die besten Sachen aus. Immer noch sind die Bremer durch die ausge­zeichnete Arbe-t ihrer Hintermannschaft fel-düberlegen. als bei einem Eästeangriff ein außerhalb geschossener Ball, nur von Parakenings im Tor berührt, zum dritten Torerfolg der Hannoveraner erklärt wird. Stark deprimiert lassen die Turner etwas nach und lassen ein weiteres Tor. einen Nachschuß des gefähr­lichen Salbkinken des DSC. zu. Hannover kann den größeren Rest des" -Spieles für sich buclxm, doch rst daS enorme NnfcmgStempo des Spieles nunmehr von einem ruhigeren Spiel abgelöst, denn das Lpiel ist bereits entschieden: auch -ön letztes Aufflackern der Turnerenergien in den letzten Minuten ändert nichts mehr am Resultat, obgleich letztere sich noch drei Ecken erzwingen konnten.

Beim Sieger waren Hintermannschaft. Mittelläuser nnd die linke Tturmscite überragend. Sehr gefährlich war auch die rechte Seite, die aber durch den linken Turncrlänscr nicht gut gedeckt wurde. Bei den Bre­mern stand in Dörmcmn ein Klasscverteidiger. an dessen Abwe-hrknn-st die besten hannovcrschen Angriffe zerschellten. Sehr mit waren auch Ricsmcicr. Tchlcsin- aer und Springe^ während Torwart und linker Lau­fte schwächer waren. Sehr schnell war der Sturm, der aber viel Pech hott«.

Bremer HE. - TB. Rot-Weiß 1:2 (1:9). lieber raschcnd kommt der knappe Erfolg der Stadionleute über den BHC.. denn die Notwcißen mußten aus drei­fachen Ersatz zurückgreift», während der BHC. seine zurzeit beste Elf stellte. Bei leichter Uebcrlegenheit der Platzherren kommen diese durch Fricke in der achten Minute in Führung, haben aber mit ihren weiteren Angriffen Pech, so daß es mit 1:9 sür den BHC. in die Pause geht. Die erste Viertelstunde nach der Pause gehört den Rotweißcn, dann kommen die Platzherren wieder mehr auf, doch Rehmsiedt schießt in der Mitte der Halbzeit den AuSglcich. Ein weiteres prächtiges Tor durch Mehcr, der einen Abwshrball ToelS im Fallen stoppt und sofort aufspringend einschickt, ver­schafft den Stadionlcutcn einen unerwarteten Sieg, denn der schwache Sturm des BHC. vermochte die starke Hintcrmannschast von Rot-Weiß nicht mehr zu überwinden.

Spiel und Sport Telmenhorst komb. MTV. von 1875 2 3:9.

Club zur Dahr Senioren BSC. Senioren 4:9.

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H8. Hannover H8. Horn 1:9 (9:9). In Hannover trat der HC. Horn gegen den dortigen HC. an und wurde nach einer torlosen I. Halbzeit mit 1:6 geschla­gen. In der Tabelle führt nun der TSC. vor d -m SC. Hannover nnd HC. Horn

Nhlenhorster HE. Herbstmeister

An, Sonntag wurde zwischen den Ilhlcnhvrstcr Klip­pern nnd dem HTHC. das fällige Meisterschaftsspiel im Nordmark-Sockey durchgeführt. Ucbcrraschend un­terlagen die Klipper 1:2 (1:6), so daß der Uhlcnhorster HC. der lachende Dritte ist. Der UHC. wurde mit fünf Punkten Herbstmeifter.

führung bemerkbar. Nach Erledigung der Pflicht- übungen standen BTG. und Tb. Mahndors mit je 461 erzielten Punkten gleichstark an der Spitze. Erst mit 438>/- Pkt. folgte Mtv. v. 1875, Bl-umenthl. Turnv. mit 467 und Hast. Mtv. mit 3990- Ptk. Diese Ergebnisse zeigten treffend daS Spannende des harten Ringen«. Ebenso deutlich jedoch wurde der abwechslungsreiche Endkamps beleuchtet durch daß Endergebnis, daS den Sieger von der 2. Mannschaft nur um einen halben Punkt trennt. Die Förderung des deutschen Geräte­turnens wurde durch die Veranstaltung voll erreicht.

Ergebnisse: 1. Mannschaft Tb. Mahndors 692 Pkt.;

2. BTG. 691-/. Pkt.; 3. Mtv. v. 1875 662 Punkte; 4. Blumenthl. Tv. 615 Pkt.-, 5. Hast. Mtv. 593,5 Pkt. Beste Einzelturner: 1. Ernst PeterS. BTG., 170-/- Pkt.; 2. E. A. Johannsen. Mtv. v. 1875. 164 Pkt.;

3. G. Priggc, Tv. Mahndors, 157 Pkt.; 4. I. Lackmann, Mahndors, 146-/- Pkt.

Nernd Noseme^er kehrte heim

Die ehrte den Toten

Mit einer schlichten Totenehrung nahm die Berliner die sterbliche Hülle ihres Kameraden, des verunglückten Autorennfahrers ff-Haupt- fturmführcrs Bernd Roscmeqer, gestern früh auf dem Potsdamer Bahnhof in ihre Obhut.

Morgengrauen lag noch über Berlin, als die Gebeine Bernd Rosemeycrs in einem an den fahrplanmäßigen D-Zug aus Franksurt a. M. an­gehängten Sonderwaaen aus dem Potsdamer Bahnhof «intrasen. Nachdem di« Reisenden den Bahnsteig verlassen hatten, wurde Frau Rose- meyer-Beinhorn aus den Bahnhof geleitet. Dann trugen -Führer den schlichten, mit der Haken­kreuzsahne geschmückten Eichensarg hinaus, wah­rend das Lied vom guten Kameraden die Bahn­hofshalle erfüllte und ein Ehrensturm der, und viele Volksgenossen den Toten grüßten. Die sterb­liche Hülle Rosemeqers wird bis zur morgigen Beisetzung aus dem Dahlemer Waldsnedhos auf­gebahrt werden.

Japan meldet zum Davispokal

Tor Iaipamsclie 2<iN>n-TermiÄ>erbcmd hat sich ent­schlossen, znm diesjährigen Davi-WettibowerÄ zu melden. Lb die Söhne Niippons aber in der Europa- oder 2bmevika-Aone teilnehmen, steht noch nicht sost. Sicher jedoch ist es. daß sie -u den intern-ationelon Meisterschaften von Deutschland und Italien kommen'.

Neue Nestleistungen des NSV.

Der Bremische Schwimmverband unternahm am Sonntag im Bremer Hansabad einen erfolgreichen An­griff aus die bisherigen Bestleistungen im Winterhalb­jahr 1937/38. Die bislang von den Magdeburger 98 gehaltene Rekordleistung von 7:94 Min. sür die 6X199- Mcter-Lagenst-ssel wurde aus 7:94 Minuten verbessert. Auch der sür die 19XI99-Meter-Kraulstafsel (Bestzeit- inhaber BSE. v. 85 mit 11:37 Min.) s-ststehenden Zeit wurde mit 19.44 Min. das Lebenslicht ausgeblasen. In der 19XS9-Metir-Kraulstafsel wurde mit 4:47 Min. eine neue Bestleistung erzielt, die ehemals Hellas­Magdeburg mit 4:49 Min. innehatte. Besonders stolz darf der BSB. aus die große Schwellstasscl sein, die in 12:24,9 Min. zurückgelegt wurde. Die Zeit des Dresdener SV. betrug 13,11,2 Min. Die BSV 3X299-Met«r- Franen-Bruststasfel mit einer Leistung von 19.23,8 Min. den dritten Platz in der Bestenliste.

Zilmabend der Spog. NVQ

Die SpDg. NDL. hält auch in diesem Jahr« an ihrem alten Brauch fest, zu gegebener Zeit d°e Mitglieder aller Abteilungen zu Kameradfchasts- oder Filmaben- dcn zusammenzurufen. So zeigte auch der am Freitag im VcrcinSlokalStuttgarter Hof" stattgcsundene Film- abend ausgezeichneten Besuch. Der große Saal ver­mochte die erschienenen Mitglieder kaum zu fassen. Der

erste Teil des Abends zeigte - - " ill, Ha

den vom DRL. heraus­gegebenen Film: Fußball, Handball, Basketball, Hocket). In der Pause nahm der Bereinssührer Paul Pawlik das Wort zu längeren Ausführungen, in denen er u. a. aus das Hauptereignis des Jahres, aus Breslau, hinwies. Auch hie SpDg. NDL. wird in Breslau ver­treten sein. Der zweite Teil des Abends stand im Zei­chen der Olympischen Spiele 1936. Dieser Film fand bei allen Anwesenden großen Anklang.

Jastres-Hauptoersammlung

der Tnrnerschast des Dereins Vorwärts

Nach kurzem Grußwort des BereinSführerS Fritz Hilken an die nahezu vollzählig versammelten Mit­glieder begann die Jahreshauptversammlung der Tnrnerschast deS VereinS Dorwärts mit einer sinn­vollen Werbung sür daS 16. Deutsche Turn- und Sport­fest in BreSlau mit der Vorführung des vom DRL. zur Verfügung gestellten FilmsBreSlau und daS schöne Schlesierland." Mit Trauer gedachte man der Kameraden Gustav Heybeh und Gustav Lehman». Beide haben der T-urnerschast lange Jahre angehört. Der DcreinSführer gab in knapper Kürze Bericht ükr das abgelausen« Jahr, in dessen Mittelpunkt die Feier des 99jährigen Bestehens stand. Der Bericht ließ noch einmal die Weihe der neuen ReichSbundfahne durch Standartenführer Köwing vorschweben. Noch einmal wurde allen Freunden für die Geldspenden und Ge­schenke Dank gesagt. Die Mitglicdcrzahl und der Turn. besuch ist in allen Abteilungen gestiegen. Einen Auf­schwung nahm die Kleinkinderabteilung, deren Tcil- nehm-erzahl pch verdreifacht hat. Ein Erfolg deS Ver- einSturnlehrerS Collmer. Als DereinSführer wurde Fritz Hilken einstimmig wiedergewählt, zu Kassenprü- sern Frie-dr. Meher und Fcid. Runge. Im weiteren Verlauf des Abends sprach Fritz Hilken von der Treue der Alten als von dem Rückgrat des Verein? und ehrte dann die allzeit getreuen Kameraden Hans Lürs und Hsinr. Schlieper m-it der goldenen Ehrennadel (59 Jahr«) und die Kameradin Lina Weinig, sowie die Kameraden W. Grunwald und Hcinr. Wilkening mit der Ehrennadel deS Dereins für 40jährige Mitgliedschaft. Namens der Jubilare dankte Hans Lürs für die Ehrungen. -

Pferdesport

Unsere Voraussagen:

Vincennes (Beginn 14 Uhr). 1. R.: Lou Will-ia-mS LUl-u Wi-lkes L« Loupillcm. 2. R.: Kovn-igsberg des Landes>Ki-lia III Lutteur IV. 3. R.: Lhanc du Baum-icvl Ligustrum Legend« II. 4. R.: Waren W-Kkes Marquise de la Forest Martine. 5. R.: Ka-n-o-qu-i Jaseirr B King of Houdiere. 6. R.: Joinville Wildes Klom B. 7. R.: Mal-dbran Mac Gregor Madika. (3

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Heizung

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Heizung, die künstliche Erwär­mung von Räumen. Zweckmäßi­ger als die Oefen sind Dauer­brandöfen oder Kachelöfen. Für die Uobergangszeit eignen sich Gas- und elektrische Oefen. Beim Anheizen von Koblenöfen darf erst nachgelegt werden, wenn ein richtiges Feuer brennt. Jede Ver­wendung von Petroleum oder Spiritus beim Anheizen oder Nachlegen beschwört Explosions­gefahr herauf. Von Zeit zu Zeit müssen die Fenster weit geöffnet werden, um die verbrauchte Luft zu erneuern.

Heizwert eines Brennstoffes wird nach der Zahl der Wärmeein­heiten (W. E.) berechnet, die heim Verbrennen frei werden. Eine Wärmeeinheit oder Kalorie ist die Wärmemenge, die 1 kg Wasser um einen Grad Celsius erwärmt. Nach dem Heizwert wird die Wirtschaftlichkeit des Brennstoffes bewertet, nach der Ausnutzung des Heizwertes die Wirtschaftlichkeit desFeuerungs- betriebes.

Hektar Flächenmaß 1 Hektar -- 1VV Ar 10 006 Quadratmeter, 100 Hektar---1 Quadratkilometer

Hektoliter, FIllssigkeitsmaß, ab­gekürzt bl, 1 kl --- 100 Liter.

Helene, weibl. .Vorname griech. Herkunft mit der Bedeutungdie Fackel". Abkürzungen Lene, Leni. Lcnchen.

Helga, wei-bl Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutungdie Zehre". Aus dem Russischen kommt die Abwandlung Olga.

Helle Hölle, in manchen Gegen­den Bezeichnung für den freien Raum hinter dem Ofen. Helmut, männlicher Vorname germ. Herkunft mit der Bedeu­tungder mutige Beschützer". Hemd. Kleidungsstück aus Leinen, Batist, das unmittelbar oder über einem Unterhemde auf dem

Körper getragen wird. Man soll kein neues Hemd anziehen ohne daß es vorher gewaschen ist.

Hemmungen, seelische Wider­stände, die vielfach auf unbewußte Gründe zurückzuführen sind und nur in ernstlichen Fällen durch Behandlung eines Nervenarztes beseitigt werden können. Bei Kindern kann man Hemmungen nur durch Geduld, niemals durch Zwang beseitigen.

Hengst, Bezeichnung für ein männliches Pferd.

Henriette, weibl. Vorname, ab­geleitet von der französischen Form Henri für Heinrich. Herbert, männl. Vorname germ. Herkunft mit der. Bedeutung der sich im Heer hervortut". Herbstzeitlose (Colchicum), Zwie­belgewächs. in herbstlichen Wie­sen zu finden. Lilafarbige Vlüts reizt zum Pflücken. Vorsicht, giftig! Noch gefährlicher sind Zwiebel und Samen! Fremd­ländische Arten als Dauerblüten- pflanzen in Steingärten voll wundervoller Wirkung. Zwiebeln im August pflanzen^lühen be­reits nach einigen Wochen. Herd, ursprünglich die geheiligte Feuerstelle des Hauses. Der neu­zeitliche Herd enthält meist einen Brat- und Backofen, einen Raum

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