Ausgabe 
(27.1.1938) Nr. 26
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parteimnlttclze Lageszertung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfrant Bremen

der NationaifSZialisten Bremens

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen

Das amtliche VerkündungsblaN des Reichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

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Nr. 26 / S. Jahrgang

Donnerstag, 2?. Januar ISIS

kinzelpreis 15 Npf.

Judm in Numänien tarnen sich

Hebräer spielen sich plötzlich als selbstherrliche «ungarische" Minderheiten-Vertreter au f

Saga legt der magyarischen Volksgruppe nahe, elnen scharfen Irennungs- strich zwischen sich und den Parasiten zu ziehen / wirtschaftliches Kessel­treiben gegen die Vükarester Negierung / energischer ftbwelirkamps

svrsbtbsiickt unseres 8n6spsstsr Vertreters)

Budapest, 27. Januar.

Das nationale ungarische BlattVirradat" veröffentlicht einen aufschlußreichen Bericht über eine Unterredung von Pressevertretern der ungarischen Minderheit in Rumänien mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Goga. In dieser Unterredung habe Goga der unga­rischen Volksgruppe nahegelegt, die unga­rische Minderheit möge doch in Zukunft als Sprecher und als Vertreter ihrer Interessen keine Juden mehr in Erscheinung treten lassen, die sich hinter den Ungarn verstecken »rollen. Er sei nicht geneigt, Juden als Ver­treter der ungarischen Minderheit in Rumä­nien anzuerkennen.

Ministerpräsident Eoga fügte hinzu, daß die deutsche Minderheit in. Rumänien schon längst jeden sogenannten Liberalismus über Bord ge­worfen und sich auf völkischer Grundlage organi­siert habe.

Uebrigens äußerte sich auch der neue Präfekt der Stadt Arad in ähnlichem Sinne, indem er erklärte, die Regierung Eoga könne bei der Durch­führung ihrer Maßnahmen gegen Juden auch nicht haltmachen, wenn sich der betreffende Jude etwa als Ungar bezeichne. Erst wenn die Ungarn in Rumänien sich von den Juden befreiten, könnten sie die ihnen zustehenden Rechte erhalten. Das BlattVirradat" stellt noch fest, daß die ungarische Minderheit in Rumänien durch die geänderten Verhältnisse in jenem Lande allmählich gezwungen werde, die Juden aus ihren Reihen auszuschließen. Diese Distanzierung von den Juden erfolge aber nicht nur auf Grund der neuen Verhältnisse, son­dern auch unter dem Druck der jüngeren Genera­tion in der ungarischen Minderheit und unter dem Eindruck des Verhaltens der Juden, die häufig in früherer Zeit Magyaren aus ihren Unter­nehmungen entließen, nur um bei der jeweiligen Bukarester Regierung gut angeschrieben zu sein.

Bukarest, 27. Januar.

Das internationale Judentum hat seine Kräfte gegen das völkische Erwachen in Rumänien nicht

nur auf dem Gebiete der Politik mobil gemacht, sondern versucht in einem nicht geringeren Um­fange, durch ein wirtschaftliches Kesseltreiben die Regierung in Bukarest zur Aufgabe ihres politi­schen Kurses zu zwingen. Ein ausgesprochener Boykott gegen Rumänien besteht noch nicht, die Gefahr ist aber gegeben) sie zu bannen, ist eine der. wichtigen Aufgaben, vor die sich die Regie­rung Goga gestellt sieht. Ein wichtiges Gebiet im Zusammenhang mit der Neuordnung ist das der Staatsfinanzen, für deren Sicherung Vorkehrun­

gen getroffen werden müssen. So wird z. V. die Aufhebung der Landwirtschaftssteuer, die Senkung der Monopolpreise und einiger Tarife die Staats­einnahmen verringern. Dazu kommt die Notwen­digkeit, eine Bereinigung in der rumänischen Be­amtenschaft durchzuführen, daß einmal eine Reihe von Beamtenstellen liquidiert werden soll, zum anderen aber die sehr niedrigen Gehälter der Be­amten eine Aufbesserung erfahren müssen. Eine weitere Aufgabe, die der Lösung harrt, stellt die seit 1933 zu verzeichnende Preissteigerung für lebenswichtige Artikel.

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Berlin, 27. Januar.

In den Werke« des in Oesterreich le­benden naturwissenschaftlichen Naoul France steckt ebensoviel kluge Beob­achtung, wie eigenwillige Auslegung vieler Dinge, aber keines dieser Bücher hat bisher noch irgendwie oder irgendwo eine besondere Erregung hervorge­rufen. Am wenigsten hätte dies das im Jahre 1934 erschienene WerkVon der Arbeit zum Erfolg" tun können, in dem der Verfasser sich ausschließlich mit der richtigen Lebensordnung beschäftigt, mit der besten Art zu arbeiten, den wirklichen Leistungen der Menschheit, der richtigen Nahrung, der Weisheit des Essens, der richtigen Erholung, der vernünftigen Einteilung des Einkommens usw. Es handelt sich also um ein praktisches Le­bensbuch. Ausgerechnet dieses Werk aber wurde jetzt von der katholischen

Kirche auf den Inder gesetzt. Man staunt und fragt sich zunächst, ob man denn im Vatikan gar so besorgt ist um die richtige Verteilung des Einkommens oder um die richtige Zusammensetzung der Mahlzeiten. Aber wenn man das Buch durchlieft, kommt man auf eine Stelle, in der sich der Verfasser bei­läufig auch mit dein gegenwärtigen » Nassenproblem in den Vereinigten Staaten beschäftigt und die Meinung vertritt, daß dort die Nassenmischung zwischen Weißen, Negern und Juden einmal zu verhängnisvollen Auswirkun­gen kommen müsse. Dies also ist die Arsache, warum das Buch vom Vatikan verfemt und auf den Index gesetzt wurde. Die Mahnung zu einer klugen Nassenpolitik paßt eben nicht zum Geiste des kirchlichen Mittelalters, der heute einzig und allein noch im Index-Ver­fahren der römischen Kirche lebt.

Wahre repräsentative Hauptstadt"

Nichtsest im Propagandaministerium / Br. Soebbels unter den ftrbeiteen / kein Platz für Bürokratie und flmtssttzimmel / Berlins vauarbeiterschast für Jahrzehnte beschäftigt

Verlin, 27. Januar.

Für die Erweiterungsbauten des Reichsministe­riums für Bolksaufklärung und Propaganda, die durch den ständig wachsenden Arbeitsumfang zu einer zwingenden Notwendigkeit geworden waren, sand Mittwoch nachmittag im Beisein des Bau­herrn und Hausherrn, des Reichsmimsters Dr. Goebbels, das Richtfest statt.

Die am Bau beteiligten 500 Kopf- und Hand­arbeiter hatten auf dem Hof des neuen, an den alten angrenzenden Eebäudekomplexes Ausstellung genommen. Nachdem Reichsminister Dr. Goeb­bels, in dessen Begleitung sich die Staatssekretäre Reichspressechef Dr. Dietrich und Hanke be­fanden, die Bauleitung begrüßt hatte, hieß Ober­regierungsrat Soppart den Bauherrn willkom-

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men. Dann wurde die Richtkrone zum Dachfirst emporgezogen. Der Zimmerpolier sprach seinen Richtspruch.

Reichsminister Dr. Goebbels dankte den Ar­beitern vor allem für die Schnelligkeit, mit der diese Bauten errichtet worden sind. Er be­tonte dann, daß sein Ministerium als höchste Auf­gabe immer nur die gekannt habe, ein Volks- ministerium zu sein und engste Verbindung zwischen Führung und Volk sicherzustellen.

Dann fuhren die am Bau Beteiligten zu Krolls Festsälen, wo bei fröhlicher Tafelmusik der traditionelle Richtschmaus; eingenommen wurde. Im Verlauf der Stundest sprach einer der Arbeiter für alle Kameraden dem Minister sei­nen Dank für das schöne Fest aus. Dr. Goebbels versicherte in .e.uer Erwiderung daß niemals die Bürokratie und der Amtsschimmel in die neuen Bauten einziehen würden. Junge oder jung empfindende Menschen würden dort arbeiten zum Wohl« des Reiches und des Volkes. Unter Hin­weis auf die bevorstehenden umfangreichen Bau- arbeiten zur Neugestaltung der Reichshauptstadt teilte der Minister dann mit, daß die Regierung in der nächsten Zeit mit den dafür ausgearbei­teten Plänen an die Leffentlichkeit treten werde Diese Pläne würden die Reichshauptstadk erst zur wahren repräsentativen Hauptstadt des deut­schen Volkes machen.

Nicht zuletzt stehe in diesen gewaltigen Neubau­plänen die Errichtung von Wohnungen für hand- arbeitcnde Volksgenossen. Diese Pläne des Füh­rers zur Umgestaltung Berlins seien so umfassend, daß die Bauarbeiterschaft auf Jahrzehnte hinaus vollauf beschäftigt sein werde.

Die Neubauten des Propagandaministeriums gliedern sich in dreiTeile: einen Bauteil an der Mauerstraße, der in sechs Monaten errichtet wurde, einen sogenannten Parkflügel, dessen Aus­bau nur fünf Monate in Anspruch nahm, und einen an der Wilhelmstraße gelegenen Bau, der in den vier letzten Monaten des vergangenen Jahres im Rohbau fertiggestellt werden könnte.

(Sieh« auch Seite 2)

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l)sr srsls ksiclispaitsitog 6sr ^181)^?. vor 15 ^asirsn

Viele in Deutschland kämpfen gegen uns, noch mehr ereifern sich überPutsche", übergeplant« Morde" usw. Aber nur sehr wenige wissen, baß der Nationalsozialismus für die heutige Welt. viel gefährlicher ist . als ein Putsch: Es ist der

Herold eines neuen Zeitalters für Europa, -für die weiße Rasse überhaupt." So schrieb aus der Stimmung der Zeit heraus zum ersten Parteitag der NSDAP. der heutige Reichs­leiter Rosenherg imVölkischen Beobachter" vom 27. Januar 1923.

In der Zeit der Schmach und des Niederganges, in der Zeit des Ruhreinfalls der Franzosen, hätte der unbekannte Adolf Hitler eine völkische Wider- standsbewegnmg mit großdeutschem Gedankengut ins Leben gerufen, die nun immer wieder von sich reden machen sollte. Die Partei rief zu ihrem ersten Parteitag vom 27. bis 29. Januar nach München auf. Tausende aus dem ganzen Reich und den Vruderländevn folgten dem Ruf. Der damalige Minister des Innern, Dr. Schwerer, erklärte den Pressevertretern, die Nationalsozialisten hätten der Polizei mit Ge­walt gedroht, als man thuen keinen Platz für die Fahnenweihe zur Verfügung stellen wollte. Die Erklärung des Ausnahmezustandes sei die Folge.

Die bayerische Regierung hatte erst den Partei­tag verboten, genehmigte ihn'schließlich doch, und im Zeichen des verhängten Ausnahmezustandes rollte er würdig und ohne jede Störung ab. Zwölf Versammlungen fanden statt, die alle über­füllt warm. Redner aus dem Reich, aus Oester­reich und dem Sudetenland nahmen Stellung zu dem Thema:Was hat zu geschehen, und was wollen wir Nationalsozialisten?" Der Höhe­punkt in allen zwölf Versammlungen war die Rededes Führers selbst.Die Begeisterung für den Führer war jedesmal eine Huldigung, wie sie früher Volkskönigen zuteil wurde", sagte ein Augenzeuge der damaligen Kundgebungen.

In jeder Vexsammlung wurde u. a. folgende Entschließung angenommen: 1. Sofortige

Ungültigkeitserklärung des Frisdensvertrages; 2. Einstellung jeglicher Geld- und Sachlieferun- gen; 3. sofortige Durchführung einer Währungs­reform; 1. Auflegung eines Gesetzes zum Schutze des Vaterlandes, rücksichtsloser Kampf gegen alle Vaterlandsverräter: 5. augenblickliche Aufhebung der Schutzgesetze, Befreiung der in den Gefäng­nissen schmachtenden nationalen Verteidiger des Vaterlandes, Verhaftung derjenigen November- verbrecher, die Schuld und Ursache unseres heu­tigen Unglücks sind; 6. abermalige Forderung nach beschleunigter Einführung der Todesstrafe gegen Wucherer und Schieber.

Abteilung auf Abteilung rückte am nächsten Sonntagvormittag auf dem Marsfeld in München an, vor sich die neuen Hakenkreuz- fahnen und die vier SA.-Standarten des Auf­bruchs. Gegen 11 Uhr vormittags begann auf dem schneebedeckten Platz, der weit umsäumt mit aktiven Teilnehmern und vielen Zuschauern war, die Feierstunde mit dem Lhoral des Niederländischen Dankgebets. Dann fand die Weihe der vier SA.-Standarten München 1, München 2, Nürnberg und Landshut, sowie der beiden ersten außerbayerischen Sturm­sahnen von Zittau und Markneukirchen durch den Führer statt. Er sprach Worte dabei, deren wirkliche Tief« wir erst heute richtig er­messen können:

Ein Symbol sind die neuen Fahnen der Sturmabteilung. Ein Symbol der künftigen neuen Reichsfahne, ein Gelöbnis, nicht zu rasten und zu ruhen, bis unser Vaterland wieder frei und groß geworden ist. Alle Deutschen sollen sich unter dieser Fahne sammeln." .

Das Sturmlied von Dietrich Eckart klingt auf, und Hunderte von Fahnen im weiten Viereck sen- ken sick», als Adolf Hitler den Sturmabteilungen den Eid der Treue abnimmt. Dreiviertel Stunde dauert der Vorbeimarsch der Hundertschaf­ten der SA., unter denen sich auch der.Partei­genosse Albert Leo Schlageter befand, der wenige Monate später im Kampf um ein freies Deutschland auf der Golzheimer Heide sein Leben für die große Idee hingab.

300 Ortsgruppenleiter der Nationalsozialisten aus dem ganzen deutschen Sprachgebiet nahmen an der Delegiertenversammlung am Montag teil, wo ihnen der Führer in mitreißen­den Ausführungen die Probleme der Innen- und Außenpolitik erläuterte. Drei Dinge seien es, auf denen Deutschland ruhe, nämlich auf dem sozialen, dem nationalen und völki­schen Gedanken. Unter dem Jubel der Anwesen­den konnte der Führer prophetisch feststellen: .Unsere Gegner mögen uns verlästern und ver­folgen, es wird ihnen alles nichts helfen: Die neue völkische Weltanschauung ist erwacht, hinter ihr stehen heute schon Tausende opfer­bereiter Menschen und kein Tod und kein Teufel wird unseren Sieg aufzuhalten vermögen. . ."

Im ZirkusgeLäude auf dem Maisfeld fand am selben Tag ein« Generalmitgliederver- iammlung der Partei statt. Wie groß müßte wohl heute «in Gebäud« s«in, um alle die Men­schen zu fassen, die sich als Nationalsozialisten zumr Dienst am Volk verschrieben haben?

Dieser erst« Parteitag zeichnete sich durch den unerschütterlichen Willen zum endgültigen Siege aus, der erst nach Jahren erraugen werden sollte. Er war in der Organisation und in der Disziplin der Männer in jeder Beziehung vorbildlich und versetzte dadurch den Gegnern der Bewegung von damals einen erheblichen Schlag. o. 8.

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Der rumänische Ministerpräsident Gog« durch­kreuzte Tarnungsversuche der Juden.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach beim Richtfest für den Erweiterungsbau des Propagandaministeriums.

Ueber das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslan äußerte sich Reichsminister Dr. Frick.

Glänzende deutsche Siege gab es bei den Zkiwettbewerben in Earmisch-Partenkirchen.

-ne Reichsbank erläßt eine Bekanntmachung über Zahlungsverbindlichkeiten gegenüber dem Auslond,

Am 30. Jonuar tritt auch die SA. des Standortes Bremen zu einem Standortappell aus dem Domshof an.

Die Vorarbeiten für die große Bremer Aus­stellungBremen Schlüssel zur Welt" find abgeschlossen.

MS.Goldensels" derHansa" erledigt heute seine Abnahmeprobesahrt.

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