Ausgabe 
(26.1.1938) Nr. 25
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Nr. rs / 8. Jahrgang

Mittwoch, 26. Januar ISIS

klnzelprels 15 Npf.

Kamps gegen Nassenmischung in USfl.

heftiger Streit um -le flnlilgnchvorlage im Senat

Vürsen sich polizeweamte gefangene Neger entreißen lassen? / widerstand der Südstaaten gegen Sleithberechrigung der Schwarzen: M drei Wochen ununter­brochene Parlamentsreden / fang von Negerstimmen für die nächsten walzten

Washington, 26 . Januar.

Die gegenwärtige Dagung des amerikanischen Senats bietet seit ihrem Be­ginn vor drei Wochen ein Bild außerordentlicher Gegensätze und sensationeller Zwischenfälle. Während das Abgeordnetenhaus seine Arbeiten im Rahmen des von Roosevelt vorgeschlagenen gesetzgeberischem Programm zu erledigen ver­sucht, setzen im Senat die demokratischen Senatoren aus den Südstaaten ihre Obstruktionspolitik unentwegt fort, die sie bereits in einer Sondertagung be­gonnen hatten. Ihr Kamps richtet sich gegen die sogenannte Antilynchvorlage und soll mit allen Mitteln zu einem Erfolge geführt werden.

Die A-ntilynchvovlage sieht eine Ermächtigung für die Bundesbschörden vor, PolizSübeamte, die sich von der DoMsme-nge einen gefangenen Neger entreißen lassen, strafrechtlich zu verfolgend Der, 'Gesetzentwurf wird von seinen Gegnern als un- dsmokratrsch und als Dingriff in die Rechte der Emzslstwaten bezeichnet.

Die ObstrnMonstaktik besteht nun darin, daß die Gegner der Vorlage unter Ausnutzung der im Senat herrschenden Redefreiheit seit drei Wochen ununterbrochen sprechen, um entweder die Abstimmung zu verhindern oder die Zurück­ziehung der Vorlage zu erzwingen. Der Organi­sator der Obstruktion ist Senator Eilender aus Lonisiana,' der selbst sechs Tage lang sprach und dabei stundenlang aus Büchern Aber die Be­ziehungen der verschiedenen Rasten im alten A-sgypten, in Persien und Indien vorlas.

Senator Eilender erklärte, daß die Annahme der Vorläge einen Sieg für die vollständige Gleichberechtigung -er Neger i« den Vereinigten

Staaten bedeuten würde, was als nächsten Schritt Eheschließungen von Angehörigen der verschiede­ne» Raste» und die Bastardisierung der weißen . Bevölkerung zur Folge hätte. Den Urhebern der Vorlage sei es nur um den Fang von Neger-, stimmen für die nächsten Wahlen zu tnn.

Berlin, 26. Januar.

Der Führer und Reichskanzler hat durch einen zweiten Erlaß über den Eeneralbauinspektor vom 2V. Januar die Zuständigkeit des Eeneralbau-

Der Senator Vilva erklärte sich bereit, nötigen­falls monatelang zu sprechen, »m die amerika­nischen Frauen und Töchter vor den Gefahren einer vollständigen Gleichberechtigung der Neger zu schützen. Der Vorsitzende des Senats ist da­gegen bestrebt, die Vertreter der Südstaaten durch die Anordnung zehnstündiger Sitzungen zu er­müden.

Dekan als kungerkünstler

Memphis, 26. Januar.

Vor Jahren war einmal in vielen Ländern die Modetorheit eingeristen, Rekorde des Hun­ger ns aufstellen zu wollen, nachdem die Hunger- künstler eine Well« von sich reden machten, schlief dann diese merkwürdige Rekordsucht wieder ein- Als Hungerkünstler, allerdings aus anderen Grün-

inspektors erweitert. Bei der Eroßräumigkeit der Planung hat es sich als erforderlich erwiesen, die Neugestaltung über das Gebiet des Stadtkreises Berlin hinaus zu erstrecken, um damit gleichzeitig die in den kommenden Jahrzehnten notwendig werdenden weitere Entwicklung der Reichshaupt­stadt in bestimmte geordnete Bahnen zu lenken.

Da jedoch die Befugnisse des Generalbauinspek­tors durch den Erlaß vom 30. Januar vorigen Jahres auf den politischen Bereich der Reichs­hauptstadt beschränkt waren, war eine Erweite­rung seiner Zuständigkeit geboten. Mch dem neuen Erlaß ist der Eeneralbauinspektor berech­tigt, Gebiete außerhalb des Stadtkreises Ber­lin in den Eesamtbauplan für die Reichshauptstadt einzubezichen, soweit dies zur Durchführung seiner Aufgabe erforderlich ist. Eine Erweiterung der Stadtgrenzen der Reichshauptstadt ist damit nicht vorgesehen, vielmehr dient der Erlaß ausschließlich der Planung des Generalbauinspektors, ohne damit die Zuständigkeiten der übrigen Behörden zu beeinflussen.

Dem Eeneralbauinspektor ist weiter vom Füh­rer durch die erste Ausführungsverordnung vom 20. Januar die Befugnis übertragen worden, bei allen im Stadtgebiet der Reichshauptstadt ge­planten Neubauten mit einem umbauten Raum­bedarf von über 30 000 Kubikmetern — das ent­spricht einem Bauwert von etwa zwei Millionen Reichsmark — den Bauplatz zu bestimmen. Diese Maßnahme war notwendig, um derartig repräsentative Großbauten würdig in das Weich­bild der Stadt einzureihen und um zu verhindern, daß diese in dem städtebaulichen Riesengebilde der fast 900 Quadratkilometer großen Stadt Ber­

den, hat sich nun — wie aus Memphis im amerikanischen Staate Tennestee berichtet wird — auch der Dekan der St. Marys Kathedrale pro­duziert, der inzwischen durch den Bischof der Episkopal-Diözese von Tenessee amtsenthoben worden ist. In dem Bericht wird das Verhalten des Dekans als „ein bemerkenswerter Fall re­ligiösen Wahnsinns" bezeichnet. Um den Nachweis für irdische Unsterblichkeit zu erbringen, hatte der Dekan seit 10 Tagen keine Nahrung mehr zu sich genommen, nachdem er bereits im vergangenen Jahre ausschließlich von Apfelsinen gelebt hatte. Durch Interviews mit der Presse und Photographien in den Zei­tungen versuchte der Dekan sich die für die er­strebte irdische Unsterblichkeit unerläßliche Pu­blizität zu erwerben. Doch wurde ein großer Teil seiner Gemeinde rebellisch und bemühte sich beim zuständigen Bischof um die Entfernung des Geist­lichen aus seinem Amte.

wieder drei flraber gekängi

Jerusalem, 26. Januar.

Im Eerichtsgefängnis von Akko wurden Diens­tag drei Araber gehängt. Einer von ihnen war Ler einem Feuergefecht mit englischem Militär gefangen genommen und vom Kriegsgericht zum Tobe verurteilt worden. Die beiden anderen waren von einem Zivilgericht abgeurteilt worden.

Im untertauchen. Derartige Bauvorhaben sind daher rechtzeitig vor der Wahl des Bauplatzes dem Eeneralbauinspektor für die Reichshauptstcvdt anzumelden.

Der zweite Erlaß über den Generalbwuinspektor für die Reichshanptstadt vom 20. Januar hat fol­genden Wortlaut: „Der Generalbauinspektor für die Reichshwupisiabt kann die ihm durch meinen Erlaß vom 30. Januar 1937 (Reichsgesetzblatt I Seite 103) übertragenen Befugnisse auch außer­halb des Stadtkreises Berlin ausüben, so weit dies zur Durchführung seiner Aufgabe erforder­lich ist. Er kann insbesondere Gebiete außerhalb des Stadtkreises Berlin in den Eesamtbauplan für die Reichshauptstadt einbeziehen. Berlin, den 20. Januar 1938" Der Führer und Reichskanzler (gez.) Adolf Hitler. Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei (gez.) Dr. Lammers."

Die erste Verordnung zur Ausführung des Er­lasses über einen Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt vom 30. Januar 1937 (Reichs­gesetzblatt 1 Seite 103) vom 20. Januar 1938 lautet: „Auf Grund der Par. 5 und 6 des Er­lasses über einen Eeneralbauinspektor für die Reichshauptstadt wird zur Ausführung des Er­lasses vom 30. Januar 1937 (Reichsgesetzblatt 1, Seite 103) verordnet: Bei allen im Stadtgebiet der Reichshauptstadt Berlin geplanten Bauten mit .einem umbauten Raumbedarf von über 50 000 Kubikmeter kann der Bauplatz von dem Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt be­stimmt werden. Derartige Bauvorhaben sind da­her rechtzeitig vor der Wahl des Bauplatzes bei dem Eeneralbauinspektor für die Reichshauptstadt anzumelden. Berlin, den 20. Januar 1938. Der Führer und Reichskanzler (gez.) AdolfHitler. Ler Reichsminister und Chef der Reichskanzlei (gez.) Dr. Lammers.

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Wenn es Hebräern an den Kragen geht

L. ^1ü. Bremen, 26. Januar.

Telegramm Dukavest-Newyork, an die jü­dischen Wallstreet-Machthaber adressiert: „Man ist uns Hebräern in Rumänien bereits dicht auf den Fersen. Regierung Goga-Cuza- Micescu entfernt uns aus allen leitenden Stellen der Wirtschaft und Kultur des Lan­des. Dieses Ministerium weiß, was es will! In wenigen Wochen verloren wir die beherr­schende Position in der Presse von den Staatsbühnen wurden wir verwiesen, die Schankkonzession entzog man uns, die wirtschaftliche Schlüsselstellung aus dem platten Lande ging in andere Hände über, der Bauer geht uns in immer größerem Bogen aus dem Wege, die Bibliotheken unserer Rassegenossen wurden geschlossen, und der Staatsanwalt interessiert ich plötzlich für den Zeitpunkt und die nähe­ren Umstände unserer Emigration. Das Schlimmste aber: alle unsere Tarnungs­methoden versagen auf der ganzen Linie — wie vor fünf Jahren in Deutschland. Weit über 200 006 Hebräer, so kündigt man an, werden in Rumänien die Bündel schnüren müssen. Auf Euch, Ihr Finanzgewaltigen der Vereinigten Staaten, richten sich jetzt alle Blicke der Israeliten! Ihr habt einst in Ver­sailles unsere Interessen glänzend vertreten! Gewiß laßt ihr uns auch heute nicht im Stich! Euer Einspruch in Bukarest ist aller­dings ebenso wie der Schritt Englands und Frankreichs ohne Wirkung geblieben.- Mt Einmischung und Drohungen ist hier in der rumänischen Hauptstadt, worüber wir Euch jedenfalls nicht im unklaren lassen wollen, nichts mehr zu erreichen. Nur ahnungs­lose Völker lassen sich überrumpeln; ihr Erwachen ist unser Tod! Die Zeit drängt — was sollen wir tun? Wohin sollen wir unsere Schritte lenken? Kabelt uns um­gehend Eure Antwort!"

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Telegramm Newyork-Bukarest: „Gehen mit Euch durch dick und dünn! Widerstand in Rumänien nicht zeitgemäß! Sendet sofort Auswandererkommission nach Warschau!"

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Telegramm Warschau-Newyork, dringend: „Auch in Polen stehen wir vor dem Bank­rott. Als Volk der Gauner und Betrüger sind wir sowohl in Warschau und Lemberg wie in Krakau und Lodz entlarvt. Unser Appell an den „internationalen Humanis­mus" wird überall mit einem Höllengelächter quittiert. Ein polnischer Berufsverbanü nach dem anderen setzt unsere Psrasitengenossen an die Luft. Die polnischen Studenten wollen nicht mehr mit uns auf einer Bank sitzen, ja, die ganze Jugend hat uns als ihren schlimm­sten Feind erkannt. Im Sejm-Ausschuß siegte soeben die Meinung, die in den letzten Jäh­ren von Juden „erworbene" polnische Staatsangehörigkeit müsse- als befristet an­gesehen werden. Delbos' letzter Warschauer Besuch hat uns nicht den geringsten Vorteil gebracht. Im Gegenteil: Die Abschiebung der Ostjuben nach Madagaskar (wen sollen wir dort betrügen?) wird nach wie vor als wün­schenswert bezeichnet! An israelitische Ein­wanderung aus Rumänien ist hier also in keiner Weise zu denken! Kabelt uns endlich einen wirklich verm'-ysiia-m Ratschlag! Oder sollen wir uns lediglich an die von uns ge­knechteten Roten halten? Diese haben den Kern der Sache sehr schnell erfaßt: ihre Agenten in Kanada zum Beispiel fordern in einem Flugblatt: „Laßt uns das Vermögen

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Die Japaner sind aus Hainan gelandet.

Im amerikanischen Senat ist ein scharfer Kamps um die Anti-Lynch-Vorlage im Gange. Der polnische Ministerpräsident wandte sich chars gegen arrogante Juden.

Unglaubliche Vorfälle spielten sich bei einer Pfändung aus einem französischen Bauern­hof ab

'der FLbrer erweiterte die Zuständigkeit des Generalbauinspektors.

Por der Kommission siir Wirtschaftspolitik der RSDNP, sprachen Locb, Epp und Köhler.

Das Wschü mjrd die Betreuten zum 30. Ja­nuar mit - .er Sondcrgabe bedenken.

Der Billard-Weltmeister Eabriels-Velgien verteidigte seinen Titel erfolgreich.

Gute Erfolge errangen Deutschlands Amateur­boxer aus ihrer Finnlandreise.

Im internationalen Tanzturnier in Bremen siegte das englische Weltmeisterpaar.

Bremen ehrte seinen großen Dichter Dr. Ru­dolf Alexander Schröder.

Der Staatssekretär uixl Oliek 0er ^usIanOsorKanisatlon im Oentsclicn

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Zuständigkeit des öeneraibauinspektors erweitert — Sinnvolle kingliederung neuer Srohbauten

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