parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrdeitsstont Bremen
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flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Bremen
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Nr. 25 / S. lakrgang
Montag, 24. lanuar 1S5S
kinzelprels 15 Nps.
velgrads ftußenpolMK auf gutem Wege
Verbesserte Vedmgungen für die Zusammenarbeit Mischen dem deutschen und jugoslawischen Volke
Vle „Vreme über den ötchadinawitsch-Vesuch / Scharfe Zurückweisung ausländischer Lügenmeldungen/„MchtsoüneVeutschland unternehmen" „Sdolf Hitler gab dem Deich einen neuen Seist und ein neues öesicht"
Belgrad, 24. Januar.
Die halbamtliche jugoslawische Zeitung „Vreme" veröffentlicht unter der Ueberschrist: „Aus dem Heimwege aus Deutschland" einen Sonderbericht aus München in großer Aufmachung als Leitartikel. Der jugoslawische Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitsch, so heißt es darin, habe seinen Aufenthalt in Deutschland um einen Tag verlängert, um seine Eindrücke im Dritten Reiche abzurunden und jenes Gebiet kennenzulernen, von dem Europa noch wenig wisse, auf das aber der Führer selbst großen Wert lege, nämlich den architektonischen Ausbau Deutschlands. Was der Führer einst aus dem Papier erträumt habe. verwirkliche er jetzt auf der deutschen Erde.
„Der Mann", schreibt das Blatt, „den das Schicksal zum Führer seines Volkes bestimmte, wird mit Recht der größte Architekt Deutschlands genannt', er gab Deutschland einen neuen Geist und ein neues Gesicht. Unter seiner Führung entstehen großartige Bauten von riesenhaftem Ausmaß, um Jahrhunderte hindurch der Sitz einer ewigen Erneuerung zu sein. In vier Jahren schuf er ein neues deutsches Dorf, eine neue Schule, einen neuen Stil und drückt dem allen seine eigene künstlerische Note auf."
"Auf seiner Deutschlandreise habe Dr. Stojadinowitsch nicht nur die mächtige deutsche Luftwaffe erlebt, die in der unvorstellbar kurzen Aufbauzeit von drei Jahren zahlreiche Weltrekorde erobert habe. Das Ruhraebiet sei eine Illustration der gewaltigen Macht Deutschlands, in dem die Wissenschaft vollkommen im Dienste der nationalen Industrie und des Ctrebens nach Unabhängigkeit stehe.
Die ganze Reise habe den Eindruck befestigt, daß die jugoslawische Außenpolitik auf gutem Wege sei. „Der Deutschlandbesuch und die Berliner Besprechungen", so heißt es dann weiter, „sielen in eine Zeit, in der das Dritte Reich ruhig der Zukunft entgegensteht und der ganzen Welt das imposante Bild einer friedlichen Insel
inmitten des aufgewühlten europäischen Meeres bietet.
Zu gleicher Zeit stand nicht nur,das Donau - problem, das unsere Lsbensinteressen direkt berührt, auf der Tagesordnung, sondern es zeigte sich auch,- daß die Grundfragen der menschlichen Gemeinschaft n i ch t o hn e D e u t s ch l a nd gelöst werden könnem Außerdem sind gerade jetzt gewisse Nationen, die sich seither diesem großen Volk fast vollkommen verschlossen gezeigt hatten, zu einer Politik der guten Beziehungen und ehrlichen Aussprache mit Deutschland übergegangen. Schließlich entstand während der Reife auch in Frankreich eine Bewegung, um die eigene Außenpolitik zu revidieren".
Ganz energisch werden zum Schluß die verschiedenen Lllgenmeldungen der Auslandspresse zurückgewiesen und eindeutig festgestellt, daß Jugoslawien heute einen Ehrenplatz in der deutsckien Politik einnehme. „Jugoslawien wurde in Berlin als ein junger, starker und allen anderen gleichberechtigter Staat behandelt. Dr. Stojadinowitsch konnte mit seinem Partner auf gleichem Fuße verkehren. Um gewisse Jn- trigen und Verwirrungen' zu zerstreuen, möchten wir noch einmal betonen, daß in Berlin an Jugoslawien keine Aufforderung erging, irgendwelchen Fronten beizutreten., Das Verhältnis Jugosla
wiens zu Genf wurde seiner eigenen Initiative überlasten, ohne daß die Frage eines -Austrittes auch nur erwähnt worden wäre, auch wurde keinerlei Druck ausgeübt, um eine Anerkennung der Regierung General Francos zu erreichen. Ferner wurde die Frage des Bei'tritts Jugoslawiens zum Antikominternpakt nicht berührt, denn man weiß, daß Jugoslawien seine ablehnende Haltung gegenüber dem kommunistischen Sowjetrußland seit 1921 unter allen Regimen beibehalten hat."
Die herzlichen Besprechungen hätten sich hauptsächlich um die Zusammenarbeit des deutschen und jugoslawischen Volkes gedreht; die Bedingungen dafür würden in Zukunft noch besser sein. „Weder Deutschland — so schließt das Blatt — das haben wir in Berlin gehört, und noch weniger Jugoslawien — wie wir alle wissen — denke an irgendeinen Angriff gegen einen anderen. Der gemeinsame Wunsch ist der Ausbau ihrer Staaten, wozu der Friede eine unerläßliche Voraussetzung ist. Man kann es Jugoslawien nicht verdenken, daß es die ihm gereichte Freundschasts- hand ergriffen hat. Als Dr. Stojadinowitsch seine Deutschlandreise antrat, war er sich bewußt, daß er mit seinen Berliner Besprechungen nicht nur für die Interessen seines eigenen Landes wirke, sondern auch dem allgemeinen Frieden dient."
Stojadinowitsch dankt dem sichrer
Berlin, 24. Januar.
Der jugoslawische Ministerpräsident Dr. Stojadinowitsch hat beim Verlassen Deutschlands dem Führer und Reichskanzler aus Freilassinq nachfolgendes Telegramm übersandt: „Mein Aufenthalt in Ihrem schönen Lande ermöglichte es mir, das neue'Deutschland näher, kennenzulernen und seine Errungenschaften zu bewuydern. Bei Verlassen des deutschen Territoriums halte ich es für meine erste und angenehmste Pflicht, Eure Exzellenz zu bitten, den Ausdruck meiner tiefsten Dankbarkeit für den herzlichen Empsang, den Sie mir angedeihen ließen, und für die Sympathie, die Sie für Jugoslawien zeigten, entgegennehmen zu wollen. Dr. Stojadinowitsch."
Mit „1a" gestimmt, aber dennoch...
Vorstoß der Kommunisten gegen das neue französische Kabinett / vuclos und Joukaur wettern
Paris, 24. Januar
Die Pariser Presse erörtert das Zustandekommen der großen Mehrheit, die Ministerpräsident Chautemps in der Kammer erhielt. An dieses Abstimmungsergebnis wird die Hoffnung auf eine bessere innenpolitische Stabilität geknüpft, andererseits fehlt es nicht an warnenden Hinweisen. die Tragweite des Vertrauensvotums zu überschätzen, soweit das vor allem die Haltung der Kommunisten betrifft. , ^
Wenn im ,,Jour" erklärt wird, man führe nun in Frankreich so häufig das Wort „Nationale
Einigung" im Munde und es sei nur zu hoffen, daß dies nicht als leere Phrase zu parteipolitischen Zwecken mißbraucht werde, so gehört in diesem Zusammenhang zweiMos eine Rede, die'der kommunistische Oberbonze Duclos in einem Pariser Vorort hielt. Aus dieser Rede geht wiederum hervor, daß die Kommunisten trotz ihrer Stimmabgabe für Chautemps dosten neues Kabinett grundsätzlich b ekämpfen. Er wütete in dieser Rede gegen die „Reaktion", der man erneut den Krieg erklären und eine solche Niederlage beibringen müsse, daß „der Wunsch des
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Volksfrontausschusses und der Linksdelegation der Kammer nach einem echten Kabinett der Volksfront bald verwirklicht werden kann".
Der marxistische Eewerkschaftspapst Iouhaux sprach vor Mitgliedern der CGT.-Gewerkschaft in Vergerac. Seine Ausführungen stellen ebenfalls einen neuen gegen das Kabinett Chautemps gerichteten marxistischen Festlegungsversuch dar. Die neue Regierung Chautemps, so führte Jou- haux aus, könne sich von der Volksfront ebenso wenig entfernen, wie dies das erste und das zweite Volksfrontkabinett getan habe. Zum. Schluß meldete Jonhaux die Forderungen der CGT.-Gewerkschaft für die nächste Zukunft an, die auf eine Verstaatlichung der Versicherungsgesellschaften und der großen Kreditinstitute, die Einführung der „gleitenden Lohnskala", die Aufrechterhaltung desStreikrechtes und auf eine Neuordnung der Arbeitsvermittlung abzielen, die die marxistische CGT.-Gewerkschaft bekanntlich allein für sich beansprucht.
ffm Scheidewege
Paris, 24. Januar
Die französische Volkspartei veranstaltete Sonntag in Marseille eine Versammlung, in der der Vorsitzende der Partei, Doriot. das Wort ergriff. Er erklärte u. a.. daß Frankreich jetzt am Scheidewege seiner Politik stehe. Die französische Volkspartei sei zur nationalen Einigung unter Ausschluß der Kommunisten bereit. Die nationale Einigung müsse für eine Regierung geschaffen werden, die es verstehe, den Feinden im Inlands energisch entgegenzutreten, und in der Außenpolitik in Uebereinstimmung mit den Nachbarstaaten den chinesisch-japanischen Krieg beenden sowie die Ausbreitung des Bolschewismus verhindern.
In dieser nationalen Einigung, führte Doriot weiter aus, würde die französische Volkspartei niemals die Anwesenheit Thorez' dulden. Der Redner forderte schließlich, daß Frankreich Besprechungen mit den östlichen und südöstlichen Nachbarn einleite, um einer gefährlichen Isolierung auszuweichen. Nur auf diesem Wege werde es möglich sein, gegenüber allen Völkern und Nationen, die aufrichtig am Frieden hängen, das Gesicht zu wahren. Sie könne es aber nur, wenn sie sich von der bolschewistischen Hypothek krei mache.
Ein unbekannter Junge aus der Weltstadt Ber- ' lin wax Herbert Norkus bis zu jenem 24. Januar 1832, da er unter den Stichen kommunistischer Meuchelmörder verblutete. Von diesem Tage an aber nannten viele seinen Namen als ein Beispiel für die „politische Verhetzung der Jugend" und für den „verfrühten politischen Einsatz zu junger Menschen".
Die erschütternden Worte aus dem amtlichen
Todesbericht des Sechzehnjährigen: „_er hat
fünf. D olchstiche in den Rücken und zwei in die Brnst erhalten. Fast alle gingen in die Lunge. Jeder einzelne war tödlich. Außerdem war sein Gesicht fast bis zur Unkennt- - tichkeit zerschlagen oder zertreten worden. Die Oberlippe fehlt..." Diese erschütternden Worte wurden von manchen sogar mit Genugtuung betont, um die Jugend zu warnen und abzuschrecken vor dem Weg, den der Hitler-Junge Herbert Norkus gegangen war. Der erhobene Zeigefinger galt nicht der Abscheu über die Mordtat, er kannte nur die Mahnungen an das junge Deutschland und vor allem an die Kameraden des Gemeuchelten. Ihnen rief man zu: „Ihr seid selbst schuld, was kümmert euch die Politik?"
Und doch verfehlten all diese Rufe ihren Zweck. Das Opfer dieses einen von ihnen wurde zum Saatkorn neuer Taten, neuer Kampfbereitschaft und neuen Einsatzwillens all feiner Kameraden. Und Wirklichkeit werden sollten die Worte, die Dr. Goebbels im „Angriff" den toten Hitler-Jungen sprechen lietz: „Jhr Kameraden werdet in Schmerz und Trauer, Zorn und Ingrimm meinen jungen Leib in. den Schoß der mütterlichen Erde zurllckbetten. Was sterblich' ist, das falle und vergehe. Aber der Geist, der unsterblich ist, wird bei euch bleiben. Er wird euch mahnend und fordernd und anklagend den Weg weisen..."
Herbert Norkus wurde zu einem Fanal für die Hitlerjugend. Sein Opfer hat den Weg gewiesen, der zielbewußt verfolgt wurde und der gekennzeichnet ist durch einen zum Letzten bereiten Lpferwillen. Noch das Jahr 1932 brachte mit dem Reichsjugendtag in Potsdam eine der entscheidendsten Kundgebungen in der Geschichte der deutschen Jugendbewegung überhaupt. Nachdem dann im Jahre der Machtergreifung die schwierige Aufgabe der Gleichschaltung all der vielen politischen und unpolitischen Jugendbllnde gelöst war, nachdem bereits der weitaus größte Teil der deutschen Jugend aus freiem Willen zur H2. gefunden hatte, da stellte in der Potsdamer Earni- sonkirche am 24. Januar 1934 bei der Weihe der neuen Bannfahnen der Reichsjugendführer Val- dur von Schirach fest: „Der Totalitäts- und Führungsanspruch, den die Hitlerjugend erhebt, ist in ihren Toten begründet, Sie geben uns das Recht, den Nachwuchs des Volkes in unsere harte Zucht zu nehmen . . . Wenn ich das Programm der nationalsozialistischen Jugendbewegung in der kürzesten Formel umreißen sollte, dann würde ich sagen: Wir haben die ganze Jugend zu Herbert Norkus hinzuführen."
2n diesem Sinne wurde die Arbeit der HJ. in den kommenden Jahren ausgerichtet. Es galt, die große Zahl der Neuaufgeuommenen, die ja ein Vielfaches der Hitlerjungen aus der Kampfzeit ausmachte, mit dem Geist und mit der Haltung
der unsterblichen Gefolgschaft Herbert Norkus' zu durchdrungen. Und es galt weiter, diesen Geist und diese Haltung für immer eins werden zu lassen mit dem Begriff „Hitlerjugend". Eine ty- penbildende Kraft mußte die Jugendorganisation der nationalsozialistischen Bewegung werden, da sie sich vor die große Aufgabe gestellt sah, gemäß den Worten des Führers nach zwei Jahrtausenden deutscher Geschichte mitzuhelfen an der Prägung des Menschen, der das dritte Jahrtausend gestalten soll.
So setzte in allen Einheiten- der H2., des Jungvolks und des BDM. eine intensive, sich immer wieder aus sich selbst heraus erneuernde und anspornende, unaufhörliche Kleinarbeit ein, für die es gar keine statistischen Erfolgsmaßstäbe gibt, und die sich in ihrer Kraft und in ihrer letzten Wirkung erst nach Jahren und Jahrzehnten erweisen wird. Aeußere Marksteine des Weges der nationalsozialistischen Jugend war unter vielen anderen jener 24. Januar 1935, an dem die neuen Feldzeichen des Jungvolks in der Marien- burg geweiht wurden, war die im Jahre 1936 erfolgte Ankündigung von der Errichtung der Akademien für Jugendführung in Braunschweig und München, war der am 1. Dezember 1936 erfolgte bedeutsame staatliche Auftrag an die nationalsozialistische Jugendbewegung, das Gesetz über die Hitlerjugend. Die Heimbeschaffungsaktion des Jahres 1987 und die Arbeiten, die als Auftakt gedacht, doch schon die Bedeutung des Jahres der Verständigung 1938 erkennen lassen, . sind weitere Stationen dieses Weges, den Herbert Norkus gewiesen hat.
Eine neue Jugend wächst in neuer Gemeinschaft und in einer neuen Erziehungsform zu einem tatf rohen Geschlecht heran. Schon die Erinnerung an jene Tage, da der 16jährige Hitlerjunge aus Verlm-Moabit fein Loben ließ, bei vielen fast verblaßt, schon scheint die Zeit, da das
Onser Tagvsspiegel
Bei den Kämpfen um Teruel wurden zwei bolschewistische Brigaden ausgerieben.
Die Kommunisten unternehmen ihren ersten Vorstoß gegen das neue französische Kabinett. Die Belgrader „Vreme" berichtet ausführlich über die deutsch-jugoslawischen Besprechungen.
Das Gebäude der Sowjetbotschast in Hankau brannte völlig aus.
Gestern morgen kehrten die Bremer Teilnehmer der ersten KdF.-Jtalienfahrt unseres Gaues zurück.
Durch eine V:Z-Niederlage in Saarbrücken wurde der Gau Niedersachsen aus dem Kamps um den Reichsbund-Pokal ausgeschaltet.
Der langjährige Deutsche Eishockey-Meister Berliner SC. mußte den Titel an Rießcr See abtreten.
Deutscher Eisschncllaufmeister wurde Sand- ner-Verlin.
Eine überraschende «:1-Nicderlage erlitt der Club zur Bahr durch DHC.-Hannover. Tura-Gröpelingen bezwäng den PSB. „Gnei- senau" mit L.S (3:1V
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